A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
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—
Zeremonien.
Abhandlungen.
Betrachtungen über Zeremonien. Luth. 28, 53. Etwas
die alten, guten, kirchlichen, bedeutungsvollen Zeremonien
Uniſormity of liturgy for our English churches.
Abriß.
Entſtehung der Zeremonien. § 1. Sie ſind ein Mittelding. § 2. Die Ge⸗
meinde beſtimmt, welche Zeremonien gebraucht werden ſollen im Gotteshauſe. § 3.
Einführung von Zeremonien. § 4. Allerlei Zeremonien. § 5. Zweck der Zeremo—
nien. § 6. In die Zeremonien ſoll man ſich der Liebe nach fügen. § 7. Bekennt⸗
niszeremonien. § 8. Beiſpiele von Bekenntniszeremonien § 9 und § 10. In ſol⸗
chen Zeremonien darf man nicht weichen. § 11.
Zeremonien.
- Luth. 28, 53
- Luth. 41, 81
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- Theol. 14, 193—208
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vol d, printed page
441 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0525
1.
Entſtehnng
1. Entſtehnng. Die Zeremonien, Sitten und Ge-
bräuche, die ſich in unſern Gemeinden eingebürgert ha⸗
ben, ſind zu den verſchiedenſten Zeiten entſtanden.
a. Manche, z. B. das Knieen und Stehen beim Gebet,
waren ſchon im Alten Teſtament Sitte.
b. Andere Gebräuche ſind apoſtoliſche Einrichtungen,
wie z. B. das Handauflegen bei der Ordination. ö
Anm. Solche apoſtoliſche Einrichtungen ſind nicht ge.
wiſſensverbindlich. Für alles, womit man die Gewiſſon
binden will, muß ein ausdrückliches Gebot Gottes in der
Bibel ſtehen.
c. Noch andere Zeremonien oder Gebräuche ſind lu—
theriſchen oder amerikaniſchen Urſprungs.
Anm. Von den alten Sitten und Gebräuchen behal⸗
ten wir bei, ſoviel für unſere Verhältniſſe paſſend iſt.
- Neb. 1913, 12
margin
- Wis. 1910, 18
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- Wis. 1910, 18. 19
margin
- Wis. 1910, 20
margin
- Wis. 1910, 2
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vol d, printed page
441 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0525
2.
—
2. Zeremonien ſind Mitteldinge, von Gott weder ge.
boten noch verboten. Sie ſind darum nicht nötig zur
Seligkeit, auch nicht verdienſtlich. Schulbl. 13, 136. 137.
— Sie können
a. niemand als gewiſſensverbindlich aufgelegtwerden. Wir ſind frei von allen Menſchenſazungen. Auch die Gemeinde darf die Gewiſſen nicht mit Zeremonien binden. Syn. 96, 37.
Anm. a. Will man Zeremonien als gewiſſensverbindlich auflegen, ſo hören ſie für uns auf, Mitteldinge zu ſein. Dann dürſen wir nicht weichen und nachgeben. Luth. 5, 25. Soll es Sünde ſein, in der Kirche ein Licht anzubrennen, dann ſtecken wir drei oder vier an und tun in allen Stücken das Widerſpiel. N. W. 76, 43.
Anm. b. Auch die Rede: „Im Oſten iſt es ſo oder ſo geweſen,“ iſt verwerflich, wenn man damit meint, daß das nun für unſere Gemeinde im Weſten maßgebend ſein müſſe: ö
b. in den einzelnen Gemeinden verſchieden ſein. Übereinſtimmung in Zeremonien dür— fen wir nicht fordern. Syn. 88, 13. 14. 96, 36.
Anm. a. Einigkeit in Zeremonien iſt nicht nötig zur wahren Einigkeit. Augs. Konf. Art. 7. Verſchiedenheit in der Meinung über Zeremonien hindert die Einigkeit des Glaubens nicht. Das iſt der rechte Indifferentismus. Ka. 98, 11.
Anm. b. Wir ſchließen keine Kirche von der wahren Kirche aus, weil ſie dieſe oder jene Zeremonie nicht hat. Wir ſollen auch eine Gemeinde nicht ſcheel anſehen. wenn ſie altkirchliche Zeremonien nicht eingeführt oder mehr Ze— remonien hat als wir.
Anm. c. Gemeinden mögen in Zeremonien gleich ſein wie uniformierte Soldaten, ſind ſie nicht einig im Glau— ben, dann iſt alle Einigkeit nur Schein.
Anm. d. So ſollte es ſtehen: Finden wir in andern Gemeinden dieſelben Zeremonien wie bei uns, aber eine andere Lehre, ſo können wir uns doch nicht heimiſch fühlen. Finden wir dieſelbe Lehre, aber andere Zeremonien. ſo ſollten wir uns doch heimiſch fühlen.
Anm. e. In unſern Gemeinden findet ſich auch große Verſchiedenheit in Vezug auf Zeremonien. Wohl kaum zehn Gemeinden ſind in allen Stücken gleich.
Anm. f. Freilich wäre Gleichförmigkeit in Zeremonien ſehr wünſchenswert. Wie ſchön wäre es, wenn alle Gemeinden die gleiche äußerliche Form des Gottesdienſtes hätten, wenn Leute, die aus einer Ge— meinde in die andere verziehen, dieſelben Sitten und Ge— bräuche vorfinden. Verſchiedenheit in äußerlichen Gebräuchen hat Satan manchmal benutzt, um in die Kirche einzuſchleichen. Theol. 14, 194. 195.
Anm, g. Man könnte fragen, wozu gleichmäßige Zeremonien nützen.—Wozu iſt die Fahne auf dem Schlachtſeld nütze? Damit kann der Soldat den Feind nicht ſchlagen, aber er ſieht doch, wo er hingehört;
c. jederzeit verändert werden. Mittel⸗
dinge gehören nicht zu den unveränderlichen Paragra⸗
phen.
Anm. a. So iſt es mit allen kirchlichen Ordnungen.
Der Paragraph, daß in der Kirche nur deutſch gepredigt
werden ſolle, kann wieder geſtrichen werden. Die Zei⸗ö
ten ändern ſich. Das Schulamt kann wieder aufgehoben
werden. Selbſt das apoſtoliſche Verbot vom Bluteſſen iſt
wieder hingefallen. Mit. 71, 20.
Anm. b. Will man kirchliche Zeremonien abändern,
ſo ſoll es geſchehen
1. in ordentlicher, gebührlicher Weiſe, nicht mit
Stürmen, Pochen, Trotzen;
2. nicht leichtfertig. Die lutheriſche Kirche iſt nicht
neuerungsſüchtig, ſo daß ſie ihre Zeremonien alle
Jahre ändert:
3. ohne Argernis. Wie feſt halten manchmal
Chriſten an ihren alten Gebräuchen, ſtoßen ſich ſchon
daran, wenn der Paſtor einmal etwas vergißt! Mit.
71. 20. Um Zeremonien willen ſoll man darum
die Gemeinde nicht in Aufregung verſetzen. Es wäre
ſchade, wenn um Mitteldinge willen der Gemeinde
Leute verloren gingen oder von den Gottesdienſten
fern blieben. Jo. 83, 64.
Anm. c. Zeremonien hören auf, für uns Mitteldinge
zu ſein, wenn durch den Gebrauch oder Unterlaſſen derſelben ſchwache Chriſten geärgert werden.
Anm. d. Die alten lutheriſchen Formulare in unſerer Agende ſoll man nicht abändern, den Ungläubigen oder der ſeinen Geſellſchaft zu fuchsſchwänzeln.
Anm. e. Der Paſtor ſoll an der Gottesdienſtordnung nichts ändern ohne Zuſtimmung der Gemeinde.
Antitheſe.
a. Die Bilderſtürmer taten allerlei Zeremonien und Gebräuche ab als papiſtiſchen Sauerteig. Dabei ſündigten ſie gegen die ſchwachen Gewiſſen, indem ſie dieſe Gebräuche zu ſchnell und gewaltſam abtaten und ihre chriſtliche Freiheit mißbrauchten. Sie richteten dieſes ihr Abtun als ein neues Geſetz auf.
b. Katholiken. Die menſchlichen Gebräuche verbinden die Gewiſſen wie göttliche Ordnungen.
- Schulbl. 13, 136
- Schulbl. 13, 136. 137
- Bro. 196
margin
- Baier 3, 718
margin
- Luth. 4, 51
margin
- Luth. 4, 51. 5, 122
margin
- Syn. 96, 37
- Luth. 5, 25
- N. W. 76, 43
- Syn. 88, 13
- Syn. 88, 13. 14
- Syn. 88, 13. 14. 96, 36
- Ka. 98, 11
- Theol. 14, 194
- Theol. 14, 194. 195
- Wis. 92, 50—53
margin
- Baier 3, 720
margin
- Luth. 4, 53
margin
- W. 83, 38
margin
- Syn. 96, 36
margin
- Luth. 3, 41 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Cal. 92, 48
margin
- O. 88, 19
margin
- O. 88, 19. 20
margin
- Mit. 67, 20
margin
- Theol. 14, 193
margin
- Neb. 1913, 21
margin
- Neb. 1913, 21. 4
margin
- Neb. 1913, 21. 4. 51
margin
- Neb. 1913, 21. 4. 51. 22
margin
- Can. 79, 24
margin
- Schulbl. 13, 135
margin
- Mit. 71, 15
margin
- Mit. 71, 15. 134
margin
- Past. 53
margin
- Luth. 6, 2
margin
- Mit. 67, 20
margin
- Theol. 14, 193
margin
- Syn. 88, 13
margin
- Syn. 88, 13. 14
margin
- Syn. 83, 15
margin
- Theol. 14, 193
margin
- N. W. 76, 42
margin
- Syn. 88. 14
margin
- Theol. 14. 191
margin
- Mit. 67, 20
margin
- Mit. 67, 20. 21
margin
- Can. 79, 25
margin
- Wis. 1910, 24
margin
- Wis. 1910, 24. 25
margin
- Neb. 1913, 23
margin
- Mit. 71, 17
margin
- Syn. 96, 44
margin
- Mit. 71, 20
- Mit.
71. 20
- Jo. 83, 64
- Neb. 1913, 24
margin
- Syn. 96, 44
margin
- Neb. 1913, 26
margin
- Neb. 1913, 26. 27
margin
- Mit. 71, 21
margin
- Wis. 1912, 26
margin
- Luth. 5, 122
margin
- Mit. 71, 20
margin
- Past. 131
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- Proc. 93, 30
margin
- Proc. 93, 30. 31
margin
- Luth. 3, 40 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Mich. 97, 37
margin
- Mich. 97, 37. 38
margin
- Wis. 1910, 25
margin
- Luth. 3, 9 Supplementary Explanations to the Synodical Constitution Communicated in the Previous Issue.
margin
- Luth. 3, 60 Remarkable Letter of a Noble Lady, Frau von Reibnitz of Silesia, who in the year 1703, for the sake of the Evangelical-Lutheran religion, left her fatherland and all her goods and possessions with six mostly young children. Published with a brief historical preface and some notes by C. H. von Bogatzky. (Conclusion.)
margin
- Luth. 3, 60. 33 (Submitted.) The (Pseudo) Lutherische Hirtenstimme
margin
- Mit. 71.
vol d, printed page
441–443 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0525
3.
—
3. Das Recht, zu beſtimmen, welche Zeremonien in der Gemeinde gebraucht werden ſollen, liegt
a. nicht bei dem Paſtor. Die Gemeinde ſoll das einem Paſtor nicht hingehen laſſen, wenn er eigenmächtig Anderungen vornimmt. Hat er aus Verſehen eine Anderung gemacht, ſo ſollte er ſich bei nächſter Gelegenheit entſchuldigen. ů
Anm. a. Der Paſtor kann die Gemeinde beraten, ſoll aber nicht ohne Gemeinde handeln.
Anm. b. Manchmal ſagt die Gemeinde: Richten Sie das alles ein, wie Sie es für das Beſte halten. Der Paſtor aber ſollte ſich das nicht übertragen laſſen.
Einwand. Biſchöfe oder Pfarrherren mögen Ordnun-
—‚ HccIAAIAIAIiIiiHI‚IiIIiIIi‚‚‚e‚‚‚e gen machen. In dieſen Fällen gebührt der chriſtlichen Verſammlung, gehorſam zu ſein. Konk. 67, 53. 55;
b. allein bei der Gemeinde ſelbſt. Konk. 698, 9. Das Recht der Einrichtung und Anderung von Zeremonien iſt ein Recht der ganzen Gemeinde und nicht des Einzelnen. Luth. 5, 122.
Anm. a. Die Gemeinde ſoll aber auch nicht ohne Prediger handeln, der ja auch zur Gemeinde gehört und inſonderheit darauf ſehen ſoll, daß alles wohlanſtändig zugehe.
Anm. b. Die Gemeinde muß über Zeremonien und ſchöne gottesdienſtliche Formen belehrt und unterwieſen werden.
Anm. c. Die Gemeinde macht die Ordnungen nur für ſich als Gemeinde, nicht für die Familien oder für andere Gemeinden.
Anm. d. Dabei geht es gewöhnlich nach der Majorität. Doch ſoll die Majorität vorſichtig ſein und der Minorität keinen Anſtoß geben. Manchmal kann auch die Majorität der Minorität weichen.
Einwand. Daß die Gemeinde alles ſelbſt entſcheiden, ſei eine bedenkliche Sache. Da gäbe es keine rechte Einigkeit, weil die eine Gemeinde dann dieſe, die andere Gemeinde jene Ordnung trifft. Manches werde beſchloſſen und der Beſchluß könne nicht durchgeführt werden. — Freilich ſind übelſtände damit verbunden. Die Freiheit wird oft mißbraucht. Dann ſoll man aber nicht die Freiheit einſchränken, ſondern die Übelſtände bekämpfen.
- Wis. 1910, 23
margin
- Luth. 5, 26
margin
- Luth. 5, 26. 58
margin
- Neb. 1913, 18
margin
- Luth. 5, 58
margin
- Luth. 5, 58. 181
margin
- Luth. 3, 34 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Wis. 1910, 23
margin
- Konk. 67
- Konk. 67, 53
- Konk. 67, 53. 55
- Konk. 698
- Konk. 698, 9
- Luth. 5, 122
- O. 88, 20
margin
- Wis. 1910, 22
margin
- Mit. 1904, 19
margin
- Neb. 1913, 16
margin
- Neb. 1913, 16. 17
margin
- Wis. 1910, 24
margin
- Neb. 1913, 18
margin
- Theol. 14, 208
margin
- Wis. 1910, 24
margin
- Wis. 1910, 28
margin
- Wis. 1910, 28. 29
margin
- Schulbl. 13, 136
margin
- Mit. 1904, 21
margin
- Mit. 1904, 21. 22
margin
vol d, printed page
443–444 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0527
4.
—
4. Einführung von Zeremonien in die Gemeinde.
a. Was für Zeremonien ſoll man einfüͤhren? Sollen Zeremonien eingeführt werden, ſo kann nicht der einzelne ſeine Weiſe einführen. Am be— ſten tut man, wenn man auf gute altlutheriſche Kirchenordnungen zurückgeht. Was für unſere Verhältniſſe dienlich und nüplich iſt. behalten wir bei. Wis. 1910, 21.
Anm. a. Indem wir gewiſſe Zeremonien mit der al—
ten Kirche gemeinſam haben, geben wir in etwas auch
äußerlich den Zuſammenhang mit dieſer Kirche zu erken—
nen. Das Boewuſitſein wird geſtärkt, daß unſere Kirche
die rechte Tochter des rechtgläubigen chriſtlichen Altertums
iſt. Wir ſind eins im Glauben.
Anm. b. Unſere Gottesdienſtordnung iſt weſentlich
die Liturgie des heiligen Gregor. Unſere Abendmahls⸗
lituraie war ſchon vor dem Nizäniſchen Konzil in Ge⸗—
brauch.
Anm. c. Daß manche altlutheriſche Sitten wie Nei⸗
aung des Hauptes, Beugung der Kniee u. ſ. w. abge⸗
kommen ſind. bedauern wir. Daß ſie nach und nach fal⸗
len und wir äußerlich den Sekten immer ähnlicher wer⸗
den mit ihrem kahlen Gottesdienſt, ſollten wir nicht ſtill⸗
ſchweigend geſchehen laſſen.
Einwand 1. Man könne die eine Zeremonie doch nicht
ſchöner nennen als die andere. Es käme viel auf Ge⸗
ſchmack und Gewohnheit an. — Um darüber ein Urteil zu
haben, muß freilich der kirchliche Geſchmack erſt ausge⸗
bildet werden.
Einwand 2. Man könne dieſe Zeremonien doch nicht
als echt lutheriſch bezeichnen, da Luther ſie aus dem
Papſttum überkommen hat. Es ſei töricht zu ſagen:
Dieſe Zeremonie ſei lutheriſch, jene nicht. — N. W. 76,
43.
Einwand 3. Dieſe oder jene Zeremonie ſei katho⸗
li ſch. — Dagegen:
1. Will man damit nur ſagen, daß ſich dieſe Ze—
remonie auch in der katholiſchen Kirche findet, dann
wäre auch Orgel, Glocke, Chorgeſang u. ſ. w. katho⸗
liſch.
2. Viele aber wollen damit ſagen: Das ſei ſünd⸗
lich und verwerflich. Karlſtadt und die Bilderſtür⸗
mer Luth. 3, 21. Wer den Unterſchied beider Kir⸗
chen in den Zeremonien findet und die Annahme un⸗
ſchuldiger Zeremonien für Papismus hält, muß das
Papſttum für ein ſehr unſchuldiges Ding halten und
weiß nicht, was Papſttum iſt.
b. Was ſollte man bei Einführung von
Zeremonien beachten? Man
1. ſollte Rückſicht nehmen auf Abſtammung, Her ·
kunft der Leute u. ſ. w.; ſind die Gemeindeglieder
lauter Plattdeutſche, der Paſtor aber ein Sachſe,
dann wäre es wohl kaum weiſe, wenn er ſeine ſäch⸗
ſiſchen Kirchenordnungen einführen wollte:
2. muß mit Weisheit und Geduld verfahren, mit
Schwachen nachſichtig ſein:
3. ſollte dabei nicht auf den Einzelnen, ſondern
auf das Ganze ſehen:
4. darf nie vergeſſen, erſt rechten Grund mit der
Lehre zu legen. Man fängt von hinten an, wenn
man durch Umformung der Zeremonien wahrhaft
lutheriſche Gemeinden bilden will.
Anm. a. Äußerliche Zeremonien ſind nicht die Haupt⸗
ſache, ebenſo wenig wie bei einer Mahlzeit das Tiſchtuch,
Teller und Schüſſeln.
Anm. b. In der Annahme ſolcher Gebräuche liegt
nicht das Weſen, die Seele der lutheriſchen Kirche. Die
lutheriſche Kirche nimmt in Bezug auf Zeremonien eine
freie Stellung ein und legt nicht ſo viel Gewicht darauf.
Luth. 60, 193.
Anm. c. Der Paſtor belehre ſeine Gemeinde über den
Zuſammenhang der Lehre und ihren erbaulichen Aus-
druck in den Formen des öffentlichen Gottesdienſtes und
ſchlage ihr dann eine gute Form des Gottesdienſtes vor.
Eine Form des Gottesdienſtes, wie man ſie etwa ein—
führen könnte Theol. 14, 198 205.
Anm. d. Ganz ohne Zeremonien geht es kaum im
Gottesdienſt.
Anm. e. In vielen Gemeinden iſt die Gottesdienſt⸗
ordnung ziemlich kahl. Keine Antiphone, kein Amen u. ſ. w.
Anm. f. Die Gotteshäuſer der Reformierten erſcheinen als bloße Lehrſäle, in denen die Zuhörer angereder und unterrichtet werden. Anſtatt eines Altars hat man einen Tiſch. Taufſtein braucht man nicht und gibt ſchon dadurch zu erkennen, welchen geringen Wert die Sakramente in den Augen der. Gemeinde haben. Unſere Kir chen hingegen ſind Bethäuſer.
- Wis. 1910, 21
- Theol. 14, 196
margin
- Theol. 14, 196. 197
margin
- Neb. 1913, 20
margin
- Syn. 88, 14
margin
- Wis. 97, 44
margin
- W. 83, 38
margin
- Mit. 67, 21
margin
- Neb. 1913, 20
margin
- N. W. 76,
43
- Luth. 3, 21 Does Old Lutheranism Lead to Rome?
- Luth. 60, 193
- Theol. 14, 198
- Theol. 14, 198 205
- Mit. 67, 21
margin
- Neb. 1913, 20
margin
- Luth. 5, 5
margin
- Luth. 5, 5. 6
margin
- Luth. 5, 5. 6. 3, 61 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Mit. 67, 21
margin
- Wis. Syn. 79, 21
margin
- Luth. 3, 28 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Luth. 3, 29 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Neb. 1913, 26
margin
- Neb. 1913, 26. 27
margin
- Luth. 5, 26
margin
- L. W. 14, 82
margin
- Luth. 5, 181
margin
- Syn. 96, 46
margin
- L. W. 14, 83
margin
- L. W. 14, 83. 84
margin
- Wis. 97, 46
margin
- Luth. 5, 25
margin
- Mit. 71, 16
margin
- Wis. Syn. 79, 21
margin
- Luth. 5, 26
margin
- Schulbl. 13, 135
margin
- L. W. 14, 82
margin
- Mit. 67, 17
margin
- Luth. 5, 25
margin
- Luth. 5, 25. 26
margin
vol d, printed page
444–446 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0528
5.
—
5. Allerlei Zeremonien, Sitten und Gebränche.
a. Knieen, Stehen und Händefalten ſ. Gebet 980.
Anm. Bei den Worten: „Iſt ein wahrer Menſch geboren“ (Lied 183) ſielen früher alle auf ein gegebenes Zeichen auf die Kniee.
b. KHreuzeszeichen. Das Kreuzeszeichen findet ſich ſchen im 2. Jahrhundert. S. Dak. 1909, 38. Tertullian Luth. 3, 61.
c. Kruzifir. Wenn wir unſern Gemeindeglie— dern den Gekreuzigten nur auch ſo vor Augen malen könnten durch die Predigt, wie es hier durch die bildende Kunſt geſchieht! Wie mancher mag durch ſolche Predigt von Chriſto im Papſttum noch ſelig geworden ſein!
Anm. a. In früheren Zeiten wurde das Kruzifir auch dem Leichenzuge vorangetragen.
Anm. b. Selbſt wenn dieſe Zeremonie erſt im Papſttum wäre aufgekommen, ſollte ſie nicht jedem gläubigen Chriſten eine liebliche, erbauliche Zeremonie ſein, da ſie eine beſtändige Predigt von Chriſto iſt? Lied 426. 3.
Einwand. Aber haben nicht die Katholiken viel Miß— brauch damit getrieben? Wozu dient das Zeichen des Krenzes? Hauptſächlich die böſen Geiſter zu vertreiben und ihre Gewalt, Anläufe und teufliſchen Künſte zu zer— ſtören. Luth. 3. 61. Sollte man nicht um dieſes Aborglaubens willen das Kreuzeszeichen abſchaffen? — Der Mißbrauch hebt den rechten Gebrauch nicht auf.
d. Aufſtehen, wenn Gottes Wort verleſen wird. Steht man nicht ſchon vor Menſchen, die man begrüßen will, auf?
e. Verneigung des Hauptes bei dem Namen Jeſu.
f. Abnehmendes Hutes beim Gebet im Freien. Vetglocke.
- Lied 183
- S. Dak. 1909, 38
- Luth. 3, 61 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
- Lied 426
- Lied 426. 3
- Luth. 3. 61 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
- Luth. 41, 81
margin
- W. 83, 38
margin
- Schulbl. 9, 19
margin
- Schulbl. 9, 19. 20
margin
- Luth. 5, 157
margin
- Luth. 28, 53
margin
- Luth. 28, 53. 5, 27
margin
- Luth. 28, 53
margin
- Luth. 3, 61 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Luth. 28, 53
margin
- Luth. 28, 53. 5, 27
margin
- Luth. 41, 6
margin
- Luth. 28, 53
margin
- Luth. 28, 53
margin
- Schulbl. 9, 22
margin
vol d, printed page
446 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0530
6.
—
6. Zweck der Einführung ſolcher Zeremonien iſt:
a. die Erbauung der Gemeinde. Was nicht zur Erbauung der Gemeinde und ſo indirekt dem Evangelio dient, gehört nicht in den Gottesdienſt.
Anm. a. Viele Zeremonien dienen dazu, die Andacht zu befördern und unſere Ehrerbietung zum Ausdruck zu bringen.
Anm. b. Schon die ganze Einrichtung unſerer Kirche ſoll zur Andacht erwecken, was in den Kirchen der Selten oft nicht der Fall iſt.
b. Erhaltung guter Ordnung. Kont.
697: um guter Ordnung und Wohlanſtandes willen oder
ſonſt chriſtliche Zucht zu erhalten. Was für Unordnung
wäre es, wenn der eine kniet und der andere ſteht!
Laſſet alles ehrlich (wohlanſtändig) und ordentlich zu⸗
gehen. Wis. 1910, 15.
Anm. a. Gott iſt nicht ein Gott der Unordnung. 1
Kor. 14. 33. Welche Ordnung in allen ſeinen Werken!
Man könnte erwarten, daß er fortfährt: ſondern ein Gott
der Ordnung, aber er ſagt: ſondern des Friedens, anzu⸗
zeigen, wie leicht Unordnung zu Uneinigkeit führen und
den Frieden ſtören kann.
Anm. b. Ordnung iſt auch um der Welt willen nötig.
Auch Leute, die nichts nach Religion fragen, haben doch
das Gefühl, daß bei religiöſen Handlungen alles wohl—
anſtändig zugehen ſolle.
- Wis. 1910, 11
margin
- Proc. 93, 30
margin
- Syn. 96. 44
margin
- Neb. 1913, 15
margin
- Mit. 1904, 19
margin
- Luth. 41, 82
margin
- Wis. 97, 41
margin
- Bro. 496
margin
- Bro. 496. 497
margin
- Wis. 1910, 15
- Mit. 71, 21
margin
- Mit. 1904, 18
margin
- Mit. 1904, 18. 19
margin
- Neb. 1913, 13
margin
- Wis. 1910, 9
margin
- Wis. 1910, 9. 12
margin
- Wis. 1910, 9. 12. 13
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- Wis. 1910, 26
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7.
—
7. In die Zeremonien und Gebränche einer Gemeinde
ſoll man ſich um der Liebe und des Friedens willen fügen.
Gewöhnlich richtet ſich die Minderzahl nach der Mehr-
zahl.
Anm. a. Kam Ambroſius nach Rom, ſo ſaſtete er am
Sabbath, was er zu Hauſe in ſeiner Gemeinde nicht
tat. ͤ
Anm. b. Erhebt ſich Widerſpruch gogen eine Zeremo—
nie, die eingeführt werden ſoll, wie iſt dann zu han⸗
deln?
1. Iſt der Widerſpruch nur dieſer, daß die Leute
nicht daran gewöhnt ſeien, da es ihnen zu fremd
ſei, dann kann man ihnen gerne in Liebe weichen
und nachgeben.
2. Wird geſagt, das ſei papiſtiſch oder ſchriftwid—
rig, dann muß man ſie belehren. Halten ſie den⸗—
noch mutwillig an ihrer Meinung feſt, ſo darf man
ihnen nicht weichen, ſonſt würde man den Schein
erwecken, als ſeien dieſe Zeremonien wirklich ſünd—
lich. Die Gegner würden in ihrer Bosheit beſtärkt.
3. Geſchieht es aus Rechthaberei. Hochmut,
Streitſucht, ſo wandeln ſie nicht mehr in der Nach⸗
folge Chriſti. In ſolchem Falle würde man nicht
um jeden Querkopfes willen eine gute Ordnung än—
dern oder abſchaffen. Will jemand nicht knieen, ſo
mag er ſtehen. Man drohe ihnen aber nicht mit
dem Vann um bloßer Zeremonien willen.
Anm. c. Dieſelben Leute, die ſo gegen Zeremonien um Gottes willen aufgebracht ſind, machen vielleicht viele Zeremonien um großer Herren willen. Das Krenuzes— zeichen mögen ſie nicht. aber ein Kreuz als Orden neh— men ſie ganz gern auf die Bruſt. Vor Gott mögen ſie ihre Kniee nicht beugen, aber vor großen Herren machen ſie tiefe Bücklinge.
Anm. d. Weiſt jemand nach, daß in ſeinem Falle die Ordnung nicht erſprießlich iſt, ſo kann die Gemeinde auch von der Ordnung abgehen.
Anm. e. Bloß wegen einer Zeremonie ſollte man in
der Gemeinde nicht Spaltung und Streit ſein laſſen. Es iſt ſündlich, ſich wegen einer guten Zeremonie von der Gemeinde loszuſagen. Schisma.
Anm. f. Es gibt eine Feindſchaft gegen Kirchenordnungen, die ſich nicht ſowohl gegen die Ordnung ſelbſt, als vielmehr gegen das Wort Gottes richtet, das zu ſolcher Ordnung Anlaß bietet.
Bekenntniszeremonien.
- Baier 3, 719
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- Luth. 3, 40 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
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- Syn. 96, 38
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- Wis. 1910, 30
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- Neb. 1913, 28
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- Luth. 3, 40 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
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- Luth. 5, 26
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- Luth. 5, 26. 30
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- Luth. 5, 26
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- Luth. 5, 26. 27
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- Wis. 1910, 32
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- Wis. 1910, 32. 31
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- Wis 83, 64
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- Neb. 1913, 30
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- Luth. 28, 53
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- Syn. 96, 38
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- Tex. 1906, 25
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- Neb. 1913, 31—34
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- Mit. 1904, 39
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- Neb. 1913,
- Mit. 67,
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8.
Es gibt Zeremonien, die mit einem Bekenntnis der Wahrheit verbunden ſind
8. Es gibt Zeremonien, die mit einem Bekenntnis der Wahrheit verbunden ſind. Zwei Fälle ſind hierbei möglich:
a. Man will uns dieſe oder jene Zeremonie als ge— wiſſensverbindlich auflegen. Dann meiden wir ſolche Zeremonie, wählen eine andere und legen ſo ein Be— kenntnis von unſerer chriſtlichen Freiheit ab.
b. Falſche Lehrer wollen ihre falſche Lehre durch eine Zeremonie zum Ausdruck bringen. Auch dann dürfen wir ſolche Zeremonie nicht mitmachen, ſondern legen durch eine andere Zeremonie Zeugnis gegen die falſche Lehre ab.
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9.
—
9. Welche Zeremonien gehören jetzt zu den Bekenntniszeremonien? Dazu gehört
a. der Gebrauch der Hoſtie im Abendmahl. Hoſtien ſind ſchon ſeit alter Zeit im Gebrauch. L. W. 53, 349. Der Gebrauch der Hoſtie iſt ein Mittelding. Da uns aber die Reformierten dieſes Mittelding zur Sünde machen wollen, ſo bleiben wir nun gerade da⸗— bei und beſtehen ſo auf unſerer chriſtlichen Freiheit. Luth. 3, 130.
Anm. Man kann aber nicht ſagen, daß nun der Gebrauch der Hoſtie für die ganze lutheriſche Kirche Be— kenntnisſache geworden ſei. Es kann lutheriſche Ge⸗— meinden geben, wo man ruͤhig Bäckerbrot gebrauchen kann, ohne ſich dadurch der Verleugnung ſchuldig zu ma— chen:
b. das Nehmen der Elemente im Sakrament mit dem Munde, welches die Reformierten uns verbieten wollen:
c. das Brothrechen. Warum brechen Reformierte das Brot? Um das blutige Schauſpiel auf Golgatha pantomimiſch darzuſtellen N. W. 76, 43 und die bibliſche Lehre von der Geaenwart Chriſti im Abendmahl aus dem Herzen zu reißen. Darum vermeiden wir dieſe Zeremonie:
d. das Untertauchen bei der Taufe, wodurch
1913, 35. 36. Taufe.
die Baptiſten ihre falſche Lehre zum Ausdruck bringen
Abendmahl 40.
wollen:
e. die Svendoeformel. Neb. 1913. 38.
- L. W. 53, 349
- Luth. 3, 130 Conversation of Two Lutherans Concerning Church Constitution. III.
- N. W. 76, 43
- Neb. 1913. 38
- Luth. 5, 57
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- S. Dak. 1909, 37
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- Neb. 1913, 35
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- Syn. 96, 40
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- Luth. 3, 9 Supplementary Explanations to the Synodical Constitution Communicated in the Previous Issue.
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- Neb. 1913, 35
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- O. 74, 35
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- Mit. 1904, 18
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- Neb. 1913, 37
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- Luth. 56, 353
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- Luth. 56, 353. 354
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- Il. 76, 77
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- Syn. 96, 40
margin
- Past. 56
margin
- Mit. 71, 23
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- S. Dak. 1909, 36
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- S. Dak. 1909, 36. 37
margin
- Mit. 1904, 18
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10.
—
10. Allerlei andere Beipiele, wo das Bekenntnis in Frage kommt.
a. Beſchneidung. Paulus ließ den Timotheus
beſchneiden. Als man aber die Beſchneidung als gewiſſensverbindlich auflegen wollte, weigerte er ſich, Titum zu beſchneiden. Gal. 2, 3—5.
b. Exoreismus. Früher war bei der Taufhandlung die Entſagungsformel im Gebrauch: Fahre aus, du unſauberer Geiſt. Nun hätte man dieſe Formel ja leicht abſchaffen können, zumal ſie leicht auf den Gedanken führt, daß die Kinder leibhaftig vom Teufel beſeſſen ſeien. Als aber die Reformierten durch Abſchaffung die— ſer Formel ihre falſche Lehre, daß kleine Kinder unſchuldig ſeien, zum Ausdruck bringen wollten, hielt Johann Arnd dieſe Formel feſt und ließ ſich lieber ſeines Amtes entſetzen.
d. Nominalelenchus. Als man Paul Gerhard verbot, er ſolle die Reformierten auf der Kanzel nicht mit Namen nennen, ließ er ſich abſetzen, weil er in ſeinem Bekenntnis ſich nicht binden laſſen wollte.
e. Interim. Als nach Luthers Tode im Leipziger Interim verlangt wurde, daß die Lutheraner ſich mit den Papiſten wenigſtens in den äußerlichen Zeremonien gleichförmig halten ſollten, weigerten ſich viele Luthera— ner, darauf einzugehen. Nun iſt Faſten, Tragen von Meßgewändern u. ſ. w. ein Mittelding; papiſtiſches Faſten, papiſtiſche Zeremonien aber ſind nicht mehr indifferent, weil dahinter ihre falſche Lehre ſteckt.
f. Sonntägliche Abſolution. Manche wollten die ſonntägliche Abſolution abſchaffen, weil ſie die Lehre von der Abſolution überhaupt nicht mehr glau— ben. Hätte man ihnen nachgegeben, ſo hätte man Union mit der falſchen Lehre aufgerichtet.
Anm. a. Hätte man zur Zeit der Chriſtenverfolgung
*. t
durch dreimaliges Pfeifen Chriſtum verleugnet, ſo hätte man auch nicht dreimal pfeifen dürfen.
Anm. b. Weil Heiden, die die Sonne verehrten, ge— gen Sonnenaufgang beteten, ſo beteten die Juden gegen Jeruſalem.
- Il. 76, 78
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- Syn. 96, 39
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- Mit. 71, 24
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- Neb. 1913, 36
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- Mit. 71, 23
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- Il. 76, 76
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- Neb. 1913, 38
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- Neb. 1913, 38. 39
margin
- Il. 76, 76
margin
- Il. 76, 76. 77
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- Il. 76, 79
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- Mit. 1904, 43
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- Luth. 24. 91
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- Neb. 1913, 39
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- Il. 76, 79
margin
- Luth. 56, 354
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11.
—
11. Iſt eine Zeremonie Bekenntniszeremonie geworden, ſo darf man nicht weichen und nachgeben, ſondern muß ſeinen Glauben bekennen. Wer mich bekennet vor den Menſchen, den will ich auch bekennen vor meinem himmliſchen Vater. Wir dürfen keine Irrlehre beſtäti— gen oder den Schein erwecken, als hielten wir es mit den Widerſachern. Konk. 552, 4. 553, 3. 698, 5.
Annm. a. Gibt man um falſcher Lehrer willen Be— kenntniszeremonien preis, ſo läßt man auch die Lehre fahren.
Anm. b.
Als bei einer Synodalverſammlung der Michiganſynode 1846 das Abendmahl auf reformierte Weiſe ausgeteilt wurde, blieben F. Lochner und andere davon fern.
Anm. c. Meiden ſollen wir alle Zeremonien, die ſchriftwidrige Lehre vorausſetzen oder die von den Gegnern der reinen Lehre ſtändig gehandhabt werden und
ihnen eigentümlich ſind.
Anm. d. Wir können keinen als rechtgläubig lutheriſchen Prediger anerkennen, der Falſchgläubigen zu Gefallen die Bekenntniszeremonien unterläßt.
Anm. e. In ſolchen Dingen tun wir das gerade Ge⸗— genteil. Wollte ein katholiſch Geſinnter das Kreuzeszeichen in unſerer Gemeinde eingeführt haben als Gewiſſensſache, ſo führen wir es nicht ein. Wollte ein Reformierter das Kreuzeszeichen abſchaffen, ſo behalten wir es bei.
Einwand 1. Erheben wir dann nicht unſere Menſchenſatzungen (Zeremonien) zu göttlichen Geboten? — Wir legen unſere Zeremonien nicht als göttliches Gebot auf. Das aber iſt göttliches Gebot, daß wir unſern Glauben bekennen ſollen.
Einwand 2. Ich ſtehe in Verhältniſſen, in denen ich für mein Teil ſolche Veranlaſſung nicht habe. Ich kann 3. B. das Brot brechen, ohne mich der Verleugnung ſchuldig zu machen. — Dagegen:
a. Was die ganze Kirche angeht, geht auch mich
an. Ihre Kämpfe ſind meine Kämpfe. So ein
Glied leidet, ſo leiden alle Glieder mit.
b. Macht ſich ein ſolcher nicht äußerſt verdächtig?
Sind wir nicht von reformierten Sekten umgeben?
Könnten nicht Reformierte auf den Gedanken kom⸗
men: Dieſe Gemeinde ſei reformiert geworden? Soll
man nicht auch den böſen Schein meiden?
c. Sollte man nicht auch an die Zukunft denken?
Kann man nicht auf dieſe Weiſe den Weg bahnen.
daß die Gemeinde ſpäter einem Reformierten in die
Hände fällt?
Einwand 3. Gibt es aber nicht doch Fälle, wo man aus Liebe zum Nächſten von den Bekenntniszeremonien abgehen dürfe? — Ja, ſolche Fälle mögen vorkommen, wo das Bekenntnis nicht in Frage kommt. Sind gerade keine Hoſtien vorhanden, ſo können wir gewöhnliches Brot nehmen. Ehe wir um des Gebrauches des Brotes willen eine ganze Gemeinde zu Grunde gehen ließen, würden wir lieber nachgeben, wenn die Gemeinde zwar rechtgläubig, aber nicht an den Gebrauch der Hoſtie gewöhnt wäre. Unter Umſtänden könnte man wohl auch einem Sterben⸗— den das Brot brechen. Luth. 5, 180.
Anm. f. Kommt das Bekenntnis der Lehre und die Behauptung der chriſtlichen Freiheit nicht in Gefahr, ſo ſteht der Gebrauch des Mitteldinges frei.
Anm. g. Was zu einer Zeit und an einem Ort Bekenntniszeremonie iſt, kann zu anderer Zeit und an anderem Ort keine ſein.
Anm. h. Wären Bekenntniszeremonien bloß um der veränderten Verhältniſſe willen mit der Zeit dahin gefallen, während man die reine Lehre behalten hätte. ſo wäre es töricht, auf Wiedereinführung der gefallenen Zeremonien dringen zu wollen.
- Konk. 552
- Konk. 552, 4
- Konk. 552, 4. 553
- Konk. 552, 4. 553, 3
- Konk. 552, 4. 553, 3. 698
- Konk. 552, 4. 553, 3. 698, 5
- Luth. 3, 9 Supplementary Explanations to the Synodical Constitution Communicated in the Previous Issue.
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- Luth. 3, 9. 131 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
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- Syn. 76, 8
margin
- Syn. 76, 8. 22
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- Syn. 76, 8. 22. 21
margin
- N. W. 76, 43
margin
- Past. 54
margin
- Past. 55
margin
- Il. 76, 79
margin
- Luth. 3, 52 (Correspondence.)
margin
- Il. 76, 76
margin
- Luth. 3. 51 The Pure Doctrine of Justification, a Sure Touchstone of All Sects. (See Luther's exposition of Psalm 117, from 1530.)
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- Luth. 3. 51. 52 (Correspondence.)
margin
- Luth. 4, 51
margin
- Tex. 1906, 25
margin
- Schulbl. 13, 135
margin
- Luth. 5, 180
- Syn. 76, 22
margin
- Luth. 5, 58
margin
- Luth. 3, 39 Friedrich Myconius. An instructive and edifying life story, newly retold from old writings. (Conclusion.) Chapter Four. On Myconius's Illness and His Blessed Departure from This Life.
margin
- Neb. 1913, 41
margin
- Luth. 3, 46 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Luth. 3, 46. 132 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Neb. 1913, 41
margin
- Mit. 71, 23
margin
- Neb. 1913, 42
margin
- Past. 56
margin
- Past. 56
margin
- Luth. 3, 46 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Mit. 74., 22. 23. Walthe
vol d, printed page
449–450 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0533