Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 9 › Seite 50

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1846-12-22, Seite 50

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Luther 1 · Rechtfertigung 9

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Richter, noch Beſchützer Luthers. Ueber den
Geiſt dieſes Mannes wage ich kein Urtheil zu
fällen, denn es iſt ſehr ſchwierig, zumal ein
ſchlechtes; und doch wenn ich ihm günſtig wäre
als einem guten Menſchen, was ſelbſt ſeine
Feinde geſtehen, wenn ich ihm günſtig wäre
als einem Angeklagten, was die Geſetze auch
den geſchwornen Richtern erlauben, oder als
einem Unterdrückten, was die Menſchenfreund—
lichkeit fordert, wie groß würde der Neid der—
jenigen ſein, welche mit erheuchelter Demuth
gegen die Wiſſenſchaften zu Felde zieben, nur
damit ſie mich nicht in die Sache miſchten.“

Als die Oratoren Marinus Caracciolus
und Hieronymus Aleander dem Erasmus im
Jahre 1520 im Namen des Pabſtes ein Bi⸗
ſchofsthum verſprachen, wenn er gegen Luther
für das Anſehen des Pabſtes die Feder ergriffe,
antwortete jener: „Größer iſt Luther, als daß
ich gegen ihn ſchreiben könnte. Größer iſt
Luther, als daß er von mir verſtanden werden
könnte. Ja, ſo groß iſt Luther, daß ich durch
das Leſen Einer Seite von ihm mehr lerne, als
aus dem ganzen Thomas.“

Philipp Melanchthon führtendlich in der Vor—
rede zum dritten Bande der lateiniſchen Schrif—
ten Luthers ein Urtheil des Erasmus von Rot⸗
terdam über Luther an, das er gewöhnlich
fällte: „Niemand ſei ein richtigerer Schriftaus—
leger unter Allen, von denen Schriften nach
den Apoſteln da ſind, als Luther.“ (Was das
Urtheil des Erasmus betrifft, weiſen wir noch
zurück auf die Anecdote von Luthers zwei größ⸗
ten Sünden, die wir bereits in der 5. Nummer
des 2. Jahrg. mitgetheilt haben.)

Andreas Maſius, ein großer Sprach—
gelehrter, (geſtorben 1573 zu Zevenar im
Cleviſchen) erklärte in einer zaͤhlreichen Ver—
ſammlung von Papiſten und Lutheranernim
Kloſter Weingarten:

„Auf einer Seite der Schriften Luthers ſei
mehr gründliche Theologie, als zuweilen in ei—
nem ganzen Buche irgend eines Kirchenvaters.“

Johann Fiſher, Biſchof von Rocheſter,
dieſer ſonſt eifrige Verfolger der Lutheraner
(ſtarb 1535, auf Befehl Heinrichs VIII.
hingerichtet) ſchreibt in einem Briefe an
Erasmus:

„Er wünſche einmal mit ihm (Luthern) zu—
ſammenzukommen, wenn es ſich thun ließe, um
ihn über einiges zu fragen, was auch ihm (in
der römiſchen Kirche) nicht gefalle,“ er ſetzt
auch hinzu, „Luther ſei in der Schrift ſo be—
wandert, daß es an ein Wunder grenze,“ er
wünſcht nur, „er hätte vom Pabſte geſchwiegen.“

Anton Varillas (ein römiſchkatholiſcher
Geſchichtſchreiber, ſtarb zu Paris 1696):
Es ſcheinet, daß die Natur in ſeiner (Luthers)

Perſon einen italieniſchen Geiſt mit einem

deutſchen Körper vereinigt hatte; ſo lebhaft, ſo

emſig, ſo munter, ſo geſund war er. Niemand
übertraf ihn in der Erkenntniß der Weltweis—
heit und Schultheologie; und niemand war
ihm in der Kunſt zu predigen gleich zu ſchätzen.

Er beſaß die erhabene Beredtſamkeit vollkom⸗

men; er wußte, wo der menſchliche Geiſt ſchwach

oder ſtark war; er kannte den Ort, wo der An⸗

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griff am ſicherſten war; ſeine Zuhörer mochten
noch ſo verſchiedene und hartnäckige Neigungen
haben, wie ſie wollten, er hatte ſie alle ergrün—
det; die Gemüthsbewegungen wußte er hervor—
zubringen, oder zu unterdrücken, wie es nöthig
war, den Wirkungen derſelben entweder den
Lauf zu laſſen, oder ſie aufzuhalten, und wenn
der Vortrag für den Verſtand zu ſchwer war,
ſolchen zu begreifen, ſo unterließ er nicht, ihn
durch Vorſtellungskraft und die Lebhaftigkeit
und Kraft der Bilder faßlich zu machen. Nie—
mals verließ er den Lehrſtuhl, wo er die Bewe—
gungen der Gemüther nach ſeinem Willen ent—
weder erregt oder gedämpft hatte, ohne ſein
allgemeines Anſehen im Umgang zu vergrößern
. . . Endlich erhielt er einen völligen Sieg
durch die Zierlichkeit ſeiner deutſchen Schreib—
art bei denen, die ſeine Beredtſamkeit in Bewe—
gung brachte und ſein Umgang beluſtigte, und
wie damals niemand ſeine Mutterſprache beſſer
redete und ſchrieb, als er, ſo hat auch niemand
nach ihm mit mehrerer Anmuth darinnen gere—
det und geſchrieben. (Uist. des heres. lib. III.)

Dem Vorſtehenden fügen wir noch Folgen—
des bei, woraus erhellt, wie von Luthern ſelbſt
ſeine Widerſacher in der römiſchen Kirche
urtheilten und, wenn ſie es auch nicht immer
bekennen, noch jetzt denken. Mattheſius erzählt
u. a. dieſes: Als durch Luthers Auftreten
großer Laͤrm unter dem Volk entſtand und das
Anſehen der Pfaffen ſinken wollte, ſchlug ein
vornehmer Mann vor, „man ſolle ihm (Luthern)
etliche 100 Gulden in den Hals ſtecken,“ aber
ein anderer, ein Italiener, der Luthers Charak—
ter beſſer kannte, entgegnete: „Es hilft nichts
an ihm; die deutſche Beſtie achtet keines Gel—
des und nimmt keines, wenn mans ihm ſchon
anbeut.“ — Endlich ſchreibt Spener in ſeinem
„Glaubenstroſt,“ Theil 2. S. 522: „Wie mir
von vornehmen Papiſten bekannt iſt, die ſelbſt
in Gegenwart vornehmer ihrer Geiſtlichen be—
kannt, ſie hätten ebenſowohl dem Luthero viel
zu danken, dann ſo der nicht gekommen wäre,
würden die Geiſtlichen den Adel, Bürger und

Bauern endlich genöthigt haben, Haberſtroh zu

eſſen.“
(Fortſetzung folgt.)

Die reine Lehre von der Rechtferti⸗
gung, ein ſicherer Probirſtein aller

Secten.
(Siehe Luthers Auslegung des 117. Pſalms von 1530.)

Ich gebe Anweiſung, das Hauptſtück unſerer
chriſtlichen Lehre in der Schrift allenthalben
zu ſuchen und zu handeln, nämlich, daß wir
ohne allen Verdienſt, durch lauter Gottes Gna—
den, in Chriſto uns geſchenket, fromm, lebendig
und ſelig werden müſſen, und daß ſonſt kein ande⸗
rer Weg, noch Steg, keine andere Weiſe noch
Werk, uns dazu verhelfen möge. Denn ich
ſehe und erfahre täglich allzuwohl, wie manich⸗
fältig der leidige Teufel dieſem Hauptſtücke
nachſtellet, daß er es wieder ausrotte.

Und ob es die überdrüſſigen Heiligen ein
unnöthiges Ding achten, ſo faſt und immerdar
ſolches zu treiben (denn ſie laſſen ſich dünken,
daß ſie es faſt wohl wiſſen und haben es längſt
ausgelernet); ſo weiß ich doch wohl, wie weit

ſolch ihr Dünkel fehlet, und wiſſen nichtz
überall davon, wie viel an dieſem Stücke gele⸗
gen iſt. Denn wo dies einige Stück rein auf
dem Plan bleibet, ſo bleibet die Chriſtenheit
auch rein und fein einträchtig und ohne alle
Rotten; ſintemal dies Stück, und ſonſt nichts,
macht und erhält die Chriſtenheit. Alle andere

Stücke mögen bei falſchen Chriſten und Heuch⸗

lern auch gleißen: wo dies aber nicht bleibtt,
da iſt es nicht möglich, daß man einigem Irr⸗
thum oder Rottengeiſt wehren möge. Das
weiß ich fürwahr und habe es verſucht alſo viel,
daß ich weder der Türken noch Jüden Glauben
könnt verlegen, wo ich ohne dies Stück ſollte
handeln.

Und ob auch Rotten aufkommen oder an⸗
fahen, da habe du keinen Zweifel, daß ſie
gewißlich von dieſem Haupiſtück gefallen ſind,
unangeſehen, daß ſie mit dem Maule viel von
Chriſto plaudern und ſich ſonſt putzen und
ſchmücken. Denn dies Stück läßt keine Rotien
aufkommen; ſintemal es nicht kann ſein, der
heilige Geiſt muß auch da ſein, der nicht Rotten
läßt anfahen, ſondern Eintracht gibt und erhält.

Und ſonderlich, wo du einen unzeitigen und
unreifen Heiligen höreſt, der ſich rühmt, er wiſſe
faſt wohl, daß wir ohne unſer Werk, durch
Gottes Gnade ſelig werden müſſen, und ſtellte
ſich, als ſei es vor ihm eine ſchlechte Kunſt, da
zweifele du nichts überall, daß derſelbige nicht
weiß, was er ſagt, ſoll es vielleicht auch wohl
nimmermehr erfahren noch ſchmecken. Denn
es iſt nicht eine Kunſt, die ſich läßt auslernen,
oder rühmen, daß man ſie könne: es iſt eine
Kunſt, die uns will zu Schülern behalten, und
Meiſterin bleiben.

Und alle, die ſie recht können und verſtehen,
die rühmen ſich nicht, daß ſie es alles können;
ſondern fühlen wohl etwas davon, als einen
lieblichen Schmack und Geruch, dem ſie nach—
trachten und laufen, verwundern ſich und kön⸗
nen es nicht faſſen noch zu Ende ergreifen, wie
ſie gern wollten, durſten, hungern und ſehnen
ſich immer mehr und mehr darnach, und werden
es nicht ſatt zu hören noch zu handeln; wit
St. Paulus Phil. 3, 12. ſelbſt bekennt, daß
ers noch nicht ergriffen habe; und
Chriſtus Matth. 5, 6. „ſelig ſpricht, die ſolchen
Hunger und Durſt fühlen nach der Gerech—
tigkeit.“

Und wen es gelüſtet, der denke mein bei die⸗
ſem Exempel, das ich hiermit bekennen will.
Es hat mich der Teufel etliche Male erwiſcht,
da ich an dies Hauptſtück nicht dachte, und mit
Sprüchen der heil. Schrift alſo geplaget, daß
mir Himmel und Erde enge ward. Da waren
Menſchenwerk und Geſetze alle recht, und im
ganzen Pabſtthum kein Irrthum. Kürklich,
es hatte Niemand jemals geirret, ohne der
Luther allein, alle meine beſten Werke, Lehrt,
Predigt und Bücher mußten verdammt ſein.
Auch wäre mir beinahe der ſchändliche Maho⸗
met zum Propheten, und beide, Türken und
Jüden, eitel Heilige geworden.

Darum, lieber Bruder, ſei nicht ſtolz, noch
allzu ſicher und gewiß, daß du Chriſtum wohl
kenneſt. Du höreſt jetzt, wie ich dir beichte
und bekenne, was der Teufel vermocht hat

——.——

English translation AI translation

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judge, nor a defender of Luther. As to this man's spirit, I dare pass no judgment, for it is very difficult to do so, especially an unfavorable one; and yet, were I to be favorable to him as to a good man — which even his enemies admit — were I to be favorable to him as to one accused, which the laws permit even to sworn judges, or as to one who is oppressed, which humanity demands, how great would be the envy of those who, with feigned humility, take the field against learning, only so that they might not implicate me in the matter."

When the orators Marino Caracciolo and Girolamo Aleandro, in the year 1520, promised Erasmus a bishopric in the Pope's name if he would take up his pen against Luther in defense of the Pope's authority, he replied: "Luther is too great for me to write against him. Luther is too great to be understood by me. Indeed, Luther is so great that by reading a single page of his I learn more than from the whole of Thomas [Aquinas]."

Finally, Philip Melanchthon, in the preface to the third volume of Luther's Latin writings, cites a judgment of Erasmus of Rotterdam concerning Luther, which he was accustomed to pronounce: "Among all those whose writings exist after the Apostles, none is a more accurate interpreter of Scripture than Luther." (As for this judgment of Erasmus, we refer once more back to the anecdote of Luther's two greatest sins, which we already related in No. 5 of the second volume.)

Andreas Masius, a great scholar of languages (died 1573 at Zevenar in Cleves), declared in a numerous assembly of papists and Lutherans in the monastery of Weingarten:

"On a single page of Luther's writings there is more sound theology than is sometimes found in an entire book of any church father."

John Fisher, Bishop of Rochester — this otherwise zealous persecutor of the Lutherans (died 1535, executed by order of Henry VIII) — writes in a letter to Erasmus:

"He wishes he might once meet with him (Luther), if it could be arranged, in order to question him about certain things which he too (within the Roman Church) does not find pleasing"; he adds also, "Luther is so well versed in Scripture that it borders on a miracle"; he wishes only "that he had kept silent about the Pope."

Antoine Varillas (a Roman Catholic historian, died at Paris 1696):

It seems that nature had united in his (Luther's) person an Italian spirit with a German body: so lively, so energetic, so cheerful, so vigorous was he. No one surpassed him in the knowledge of secular learning and scholastic theology, and no one was to be reckoned his equal in the art of preaching. He possessed lofty eloquence to perfection; he knew where the human mind was weak or strong; he knew the point at which an attack was surest;

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however varied and stubborn the inclinations of his hearers might be, he had fathomed them all; he knew how to arouse or suppress the movements of the heart as was needful, either giving free course to their effects or checking them, and when a discourse was too difficult for the understanding to grasp, he did not fail to make it intelligible through imaginative power and the vividness and force of his imagery. Never did he leave the lecturer's chair, where he had, according to his will, either stirred or calmed the emotions of his hearers, without increasing his general reputation in social intercourse . . . In the end he won a complete victory, through the elegance of his German style of writing, over those whom his eloquence had moved and whose company he delighted; and just as at that time no one spoke and wrote his mother tongue better than he, so too has no one since spoken and written it with more grace. (Hist. des hérésies, lib. III.)

To the foregoing we add the following, which shows how Luther's own adversaries within the Roman Church judged him and — even if they do not always admit it — still think of him even now. Mathesius relates, among other things, this: when, through Luther's appearance, great commotion arose among the people and the authority of the priests threatened to sink, a distinguished man proposed "that a few hundred gulden should be stuffed down his (Luther's) throat"; but another, an Italian who knew Luther's character better, replied: "It is no use with him; the German beast cares nothing for money and takes none, even if it is offered to him." — Finally, Spener writes in his "Glaubenstrost," part 2, p. 522: "As I have learned from distinguished papists, who themselves have admitted in the presence of eminent clergy of their own, that they too had much to thank Luther for; for had he not come, the clergy would in the end have forced the nobility, the burghers, and the peasants to eat oat-straw." (To be continued.)

The Pure Doctrine of Justification, a Sure Touchstone of All Sects.
(See Luther's exposition of Psalm 117, from 1530.)

I give instruction to seek out and treat everywhere in Scripture the chief article of our Christian doctrine, namely, that without any merit of our own, by God's grace alone, given to us in Christ, we must become righteous, alive, and blessed, and that no other way or path, no other manner or work, can help us to this. For I see and experience all too well, day by day, how manifold are the ways in which the wretched devil lies in wait for this chief article, in order to root it out again.

And though the weary saints regard it as an unnecessary thing to press this so constantly and continually (for they imagine that they know it fairly well already and have long since finished learning it), yet I know full well how far their presumption falls short, and they know nothing at all of how much depends on this article. For where this one article remains pure and standing firm in the field, there Christendom also remains pure and finely united, and free of all factions; since this article, and nothing else, makes and preserves Christendom. All other articles may also put on a show of splendor among false Christians and hypocrites; but where this one does not remain, it is not possible to withstand any error or factious spirit. This I know for certain, and have tested it so thoroughly, that I could not refute the faith of either the Turks or the Jews if I had to proceed without this article.

And if factions do arise or spring up, have no doubt that they have certainly fallen away from this chief article — notwithstanding that they chatter a great deal about Christ with their mouths and otherwise deck and adorn themselves. For this article allows no factions to arise; since it cannot be otherwise: the Holy Spirit must also be present, who does not let factions arise, but gives and preserves unity.

And especially, when you hear a premature and unripe saint boasting that he knows quite well that we must be saved without our works, by God's grace alone, and acting as though this were, for him, a trifling art — then have no doubt whatsoever that this same person does not know what he is saying, and perhaps will never experience or taste it at all. For it is not an art that can be fully learned, nor one that a person can boast of mastering: it is an art that means to keep us as pupils, and itself to remain the master.

And all who rightly know and understand it do not boast that they can do it all; rather, they perceive something of it, as a sweet savor and fragrance, after which they strive and run; they marvel at it and cannot fully grasp it or take hold of it to the end, however much they would like to, but thirst, hunger, and yearn for it ever more and more, and never grow weary of hearing it or practicing it — just as St. Paul himself confesses in Philippians 3:12 that he has not yet attained it; and Christ, in Matthew 5:6, "calls blessed those who hunger and thirst after righteousness."

And whoever desires it may think of me in connection with this example, which I will now confess. The devil has caught me several times when I was not thinking of this chief article, and has tormented me so with sayings of holy Scripture that heaven and earth grew narrow for me. Then human works and laws were all in the right, and in the whole papacy there was no error. In short, no one had ever erred except Luther alone; all my best works, teaching, preaching, and books had to be condemned. I very nearly came to regard the shameful Mahomet as a prophet, and both Turks and Jews as nothing but saints.

Therefore, dear brother, be not proud, nor all too secure and certain that you know Christ well. You now hear how I confess and admit to you what the devil has been able to do
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