Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 7 › Seite 39
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1846-11-24, Seite 39
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Zeremonien 11
ſen Eliam gegeben; alſo hätte er auch in der
ganzen Chriſtenheit viel herrliche, vornehme
Lehrer, dieſes großen Propheten Jünger, er—
weckt, durch deren heilſamen Dienſt und Fleiß
er das Wort und ſeine Kirche erhalten werde,
wenn ſie für die reine Lehre und Ausſendung
ſeiner Arbeiter den Herrn der Ernte fleißig
anrufen würden.“ — Der Kurfürſt erwiderte
ihm ſogleich darauf: „Er habe ſein Schreiben
empfangen und ſeine chriſtliche Bermahnung
gnädig vermerkt. Wenn ſich auch der Todes—
fall mit Luther zugetragen; ſo ſei er doch der
tröſtlichen Zuverſicht zu Gott, dem Allmächti—
gen, er werde ſeine Gnade geben, daß die reine
rechtſchaffene Lehre und Grundfeſte ſeines gött—
lichen Worts gnädig erhalten und gemehret
werde. Er trage mit des Myeonins Schwach—
heit herzlich Mitleiden, hoffe jedoch, es ſolle
ihn Gott noch lange beim Leben erhalten, um
der Kirche und ſeinem Worte in ſeinem Amt
ferner ſo fleißig zu dienen. Wenn aber Gottes
Wille wäre, ihn aus dieſem Jammerthale zu
nehmen; ſo wolle er an ſeiner Statt einen
frommen chriſtlichen Mann zum Pfarrer und
Superintendenten verordnen, auch der Schule zu
Gotha und andrer Schulen umher ſich anneh—
men.“ Auch lag noch ein Zeddel dabei, worauf
wörtlich alſo ſtand: „So ſind wir auch gnä—
diglich geneigt, da ſich ja der Fall nach dem
Willen Gottes mit Euch zutragen würde, daß
Ihr von dieſem Jammerthal ſcheiden müßtet,
Euer Weib und Kinder in gnädigen Befehl zu
haben. Wollten wir Euch in gnädiger Mei—
nung auch nicht bergen.“
So erquickte denn der HErr ſeinen Diener,
der ihn ſo herzlich lieb hatte, wiederum durch
die Liebe ſolcher wahren Glieder am Leibe des
HErrn, wie deren eins auch der fromme Kur-—
fürſt war. Auch ward ihm bald ſein Wunſch
gewährt und ehe zwei Monate verfloſſen, war
er Luthern nachgefolgt.
Es war aber ſein Ende erbaulich, wie ſein
Leben, und der Glaubenstroſt, den er nach
ſchwerem Kampfe errungen hatte, und der in
den Tagen ſeiner Krankheit ſein Siechbette
zum Siegesbette machte, verließ ihn auch in
ſeinen letzten Stunden nicht. Am 7. April 1546
ließ er ſeinen Freund, den Rector Süßbach,
ſchnell zu ſich kommen und dieſer bemerkte ſo—
gleich, daß ſein Letztes bevorſtände. Daher
hielt er den Diaconus Heinrich Thilo, des
Myconius Mitgehilfen am Evangelio und
Beichtwater, bei ihm zurück und ſchickte auch
nach einem andern nahen Freunde deſſelben,
einem angeſehenen Bürger, Johann Portunus.
Außerdem war nur die Familie des Sterben—
den zugegen. Er empfing zuerſt von dem Die—
ner des göttlichen Worts auf ſein Verlangen
die Abſolution und wendete ſich ſodann ſogleich
mit dem Gebete zu Gott: „Vater im Himmel,
in deine Hände befehle ich meinen Geiſt; du
haſt mich erlöſet, HErr, du getreuer Gott!“
und wiederholte dieſen Seufzer ſpäter noch zwei⸗
mal. Als er die Abſolution empfangen hatte,
begann er, — es war dies aber um 12 Uhr
Mittags — ſeinen Abſchied zu nehmen, indem
er das Bekenntniß ſeines Glaubens ablegte,
untermiſcht mit vielen wichtigen Stellen heili⸗
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ger Schrift von der Vergebung der Sünden
durch Barmherzigkeit des himmliſchen Vaters,
von dem Sieg über den Tod durch die Aufer—
ſtehung Chriſti, von der Hoffnung der ewigen
Herrlichkeit bei dem Vater im Himmel durch
den Ausgang aus dieſem elenden Leben, deſſen
er herzlich müde war. Dieſe Unterredungen
dauerten von 12 bis 3 Uhr Nachmittags. Bis—
weilen ruhete er, aber bald ſetzte er dieſe Ge—
ſpräche fort. Zwiſchen 3 und 4 Uhr fing die
Stimme an, ihm zu verſagen. Inzwiſchen wa—
ren noch mehrere befreundete Perſonen herbei-
gekommen. Sie alle ſahen den ehrwürdigen
Mann, wie er gleich einem Simeon (deſſen
Lobgeſang er zweimal ſo deutlich ausſprach,
daß er alle Sylben langſamer als ſonſt die
Worte, betonte), Gott dankte für ſeine Erlö—
ſung. Und ſo entſchlief er in einem Alter von
55 Jahren 3 Monaten, und predigte noch mit
ſeinem Tode den Umſtehenden, daß Chriſtus
die Auferſtehung und das Leben ſei.
Am folgenden Tage trug man ihn unter
vielen Thränen zu Grabe. Der öfters genannte
Rector Pancratius Süßbach hielt ihm in der
Schule die lateiniſche Leicheurede, Dr. Juſtus
Menius, Superintendent zu Eiſenach, die
Leichenpredigt.
Der HErr wolle es ſeiner Kirche auf Erden
nie an ſo treuen Dienern fehlen laſſen, wie de—⸗
ren Einer Myconius war. Gewiß wird auch
unter unſern Leſern fortaͤn ſein Name im Se⸗
gen bleiben. M eurer.
Führt das alte Lutherthum nach Rom?
(Fortſetzung.)
Wir haben in voriger Nummer aus den
Symbolen der lutheriſchen Kirche nachgewie—
ſen, wie beſtimmt und entſchieden dieſelbe
lehre, daß die Ceremonien, die von Gott weder
geboten noch verboten, ſondern von Menſchen
eingeführt worden ſind, Stücke der chriſtlichen
Freiheit ſeien; daß alſo kein Gewiſſen
daran gebunden werden ſolle, als ſei es an ſich
Sünde, ſie zu gebrauchen, oder nicht zu ge—
brauchen, und als könne eine Kirche ohne der—
gleichen Ceremonien keine wahre Kirche ſein.“)
Manche werden nun, wie bereits erwähnt,
meinen, hiermit hätten wir diejenigen, welche
man jetzt Altlutheraner nennt, offenbar ſelbſt
gerichtet, und bewieſen, daß letztere ſonach keine
wahren Lutheraner ſein könnten. Manche wer—
den nun zu uns ſagen: Geht ihr Altlutheraner
nicht ganz offenbar von dem 7. Artikel der
Augsburgiſchen Confeſſion ab? Nehmlich von
dem Grundſatze, daß „zu wahrer Einigkeit der
chriſtlichen Kirche nicht noth ſei, daß allenthal⸗
ben gleichförmige Ceremonien, von den Men—
*) Mögen die lieben Leſer des „Lutheraner“ nicht verdrieß⸗
lich werden, daß wir dieſen Gegenſtand ſo ausführlich behan⸗
deln. Wir machen die Bemerkung, daß gerade in Bttreff die⸗
ſes Punctes ſelbſt bei denen, die der luth. Kirche und Wahr⸗
heit zugethan ſind, Unklarheit herrſcht und daß aus dieſem
Grunde hier viele einander gegenüber ſtehen, die ſich die Hand
rrichen ſollten zu gemeinſamem Wirken für das gleiche Ziel.
Wir möchten daher gerne etwas dazu beitragen, daß wir uns
gegenſeitig verſtehen lernen und — Friede werde. Wir bitten
daher einen jeden Leſer dringend, das von uns hier Vorgelegte
um der Wichtigkeit der Sache willen nicht zu verachten, ſon⸗
dern der ſchärſſten Prüfung zu unterwerſen.
ſchen eingeſetzt, gehalten werden“? Sucht ihr
nicht allenthalben den altlutheriſchen Gottes—
dienſt mit allen ſeinen altherkömmlichen Cere—
monien in den hieſigen Gemeinden einzufüh—
ren oder aufrecht zu erhalten? Ja ſtraft ihr es
nicht ſogar als einen Verrath, der an der luth.
Kirche und Wahrheit begangen werde, wenn
manche lutheriſche Prediger bei Verwaltung
des heil. Abendmahls außer dem Nothfall an⸗
ſtatt der Hoſtien ſich des gemeinen Brodes be—
dienen, oder wenn ſie das Brod, wie die Re⸗
formirten, brechen, oder Brod und Kelch den
Communicanten in die Hände geben, oder die
geſegneten Elemente mit einer neuen Formel
ausſpenden, und dergleichen? Macht ihr alſo
nicht ganz offenbar theils die Unterlaſſung,
theils den Gebrauch gewiſſer Dinge, die die
alte luth. Kirche in ihren öffentlichen Bekennt⸗
niſſen für freie Mitteldinge (Adia⸗
phora) erklärt hat, zur Sünde? Erhebt ihr
alſo nicht, wie die Papiſten, Menſchenſatzungen
zu göttlichen Geboten? Fälſcht ihr hiermit
nicht die reine lutheriſche Lehre von der chriſt—
lichen Freiheit?
Dieſer Vorwurf, der uns ſchon von verſchie—
denen Seiten her wirklich gemacht worden iſt,
iſt kein geringer. Wehe uns, wenn er gegrün⸗
det wäre! Denn der Irrthum, deſſen wir hier⸗
mit beſchuldigt werden, iſt ein grundſtürzender,
bei welchem die reine Lehre von der Rechtfer—
tigung nimmermehr beſtehen kann. Doch man
höre — und bald wird ſich zeigen, auf welcher
Seite hier der Irrthum ſich finde, ob auf Sei—
ten der Beklagten, oder der Kläger.
Wir müſſen vor allem erklären: Diejenigen
verſtehen die Lehre von der chriſtlichen Freiheit
wahrlich ſchlecht, die da meinen, daß nach ſel⸗
biger Lehre der Gebrauch oder die Verwerfung
von Gott weder gebotener noch verbotener
Ceremonien, weil ſie an ſich Mitteldinge ſind,
immer ganz gleichgültig und willkürlich ſei.
Schon die Vernunft ſagt uns, daß die an ſich
unſchuldigſten Dinge unter gewiſſen Umſtänden
höchſt ſündlich werden können. Das erkannte
ſelbſt der Heide Seneca, welcher (Lib. IV.
controv. 25.) alſo ſchreibt: „uaedam, quae
licent, tempore et loco mutato, non licent,““
das heißt zu deutſch: „Manches, was erlaubt
iſt, iſt unter veränderten Verhältniſſen der Zeit
und des Orts nicht erlaubt.“ Es können da⸗
her allerdings Fälle eintreten, in welchen Cere-
monien, die an ſich Mitteldinge ſind, Mittel⸗
dinge zu ſein aufhören, Fälle, in welchen man
ſich entweder durch Annahme oder durch Ver—
werfung derſelben ſchwer verſündigen kann; das
iſt Lehre des Wortes Gottes, und darum auch
Lehre unſerer ev.-luth. Kirche. Wohl iſt es
wahr, in ſeinem Gewiſſen muß der Chriſt
ſeine Freiheit in allen von Gott weder gebote⸗
nen, noch verbotenen Dingen ohne die mindeſte
Einſchränkung immer behaupten; über ſein
Gewiſſen darf der Chriſt nie einen Men⸗
ſchen, und wäre es die ganze heil. chriſtliche
Kirche, durch Menſchengebote herrſchen laſſen;
wenn daher z. B. der Apoſtel die Corinther
ermahnt hatte, nicht vom Götzenopfer zu eſſen:
auf daß ſie „des Gewiſſens verſchonten,“ ſo
ſetzt er hinzu: „Ich ſage aber vom Gewiſſen
English translation AI translation
...Elijah as well; just so, throughout all of Christendom, he had likewise raised up many splendid, distinguished teachers, disciples of this great prophet, through whose wholesome service and diligence he would preserve his Word and his Church, if only they would diligently call upon the Lord of the harvest for pure doctrine and for the sending forth of his laborers." — The Elector replied to him at once: "He had received his letter and had graciously noted his Christian exhortation. Even though Luther's death had occurred, he nevertheless had comforting confidence in God Almighty, that he would grant his grace so that the pure, upright doctrine and foundation of his divine Word would be graciously preserved and increased. He bore heartfelt sympathy for Myconius's infirmity, but hoped that God would still preserve him in life for a long time, so that he might continue to serve the church and its Word so diligently in his office. But if it were God's will to take him from this vale of tears, he would in his place appoint a devout Christian man as pastor and superintendent, and would also look after the school at Gotha and the other schools round about." A note was also enclosed with this, on which was written, word for word: "We are also graciously inclined, should it indeed happen according to God's will that you must depart from this vale of tears, to take your wife and children under gracious protection. This, too, we did not wish to withhold from you, in gracious intent."
So the Lord again refreshed his servant, who loved him so dearly, once more through the love of such true members of the body of the Lord — of whom the pious Elector, too, was one. And his wish was soon granted; before two months had passed, he had followed Luther.
His end, however, was edifying, like his life, and the comfort of faith which he had won after a hard struggle — and which, in the days of his illness, turned his sickbed into a bed of victory — did not leave him even in his last hours. On April 7, 1546, he had his friend, the rector Süßbach, called to him quickly, and the latter noticed at once that his final hour was at hand. He therefore kept the deacon Heinrich Thilo, Myconius's fellow helper in the Gospel and his confessor, back with him, and also sent for another close friend of his, a respected citizen, Johann Portunus. Besides these, only the dying man's family was present. At his own request he first received absolution from the minister of the divine Word, and then turned at once to God in prayer: "Father in heaven, into thy hands I commend my spirit; thou hast redeemed me, Lord, thou faithful God!" — and he repeated this sigh twice more afterward.
After he had received absolution, he began — this was at twelve o'clock noon — to take his leave, making confession of his faith, interspersed with many important passages of Holy Scripture concerning the forgiveness of sins through the mercy of the heavenly Father, concerning the victory over death through the resurrection of Christ, and concerning the hope of eternal glory with the Father in heaven through his departure from this wretched life, of which he was heartily weary.
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These conversations lasted from noon until three o'clock in the afternoon. At times he rested, but soon resumed these discourses. Between three and four o'clock his voice began to fail him. Meanwhile several friends had come to join them. They all saw the venerable man, like a Simeon (whose song of praise he twice pronounced so clearly, stressing every syllable more slowly than usual), giving thanks to God for his redemption. And so he fell asleep at the age of 55 years and 3 months, and even in his death preached to those standing by that Christ is the resurrection and the life.
On the following day he was carried to his grave amid many tears. The often-mentioned rector Pancratius Süßbach delivered the Latin funeral oration for him at the school; Dr. Justus Menius, superintendent at Eisenach, preached the funeral sermon.
May the Lord never let his Church on earth lack such faithful servants as Myconius was one of. Surely his name, too, will remain a blessing among our readers from now on. Meurer.
Does Old Lutheranism Lead to Rome?
(Continued.)
In the previous issue we demonstrated, from the confessional writings of the Lutheran Church, how definitely and decidedly she teaches that the ceremonies which have been neither commanded nor forbidden by God, but introduced by men, are pieces of Christian liberty; that therefore no conscience should be bound by them, as though it were in itself a sin to use them or not to use them, and as though a church could not be a true church without such ceremonies.*)
*) May the dear readers of the "Lutheraner" not become impatient that we treat this subject so extensively. We remark that precisely concerning this point, uncertainty prevails even among those who are devoted to the Lutheran Church and truth, and that for this reason many stand here opposed to one another who ought to join hands in common labor for the same goal. We would therefore gladly contribute something toward learning to understand one another, and — that peace might come. We therefore urgently ask every reader, for the sake of the importance of the matter, not to disdain what we present here, but to subject it to the sharpest scrutiny.
Some will now, as already mentioned, think that we have hereby plainly condemned, out of their own mouths, those who are nowadays called Old Lutherans, and proven that the latter accordingly cannot be true Lutherans. Some will now say to us: Do not you Old Lutherans quite plainly depart from Article 7 of the Augsburg Confession? Namely, from the principle that "for the true unity of the Christian church it is not necessary that ceremonies, instituted by men, be observed uniformly everywhere"? Do you not seek everywhere to introduce, or to maintain, in the congregations here, the old-Lutheran form of worship with all its traditional ceremonies? Indeed, do you not even condemn it as a betrayal committed against the Lutheran Church and truth, when some Lutheran preachers, in administering the Holy Supper, use common bread instead of wafers except in cases of necessity, or when they break the bread as the Reformed do, or place the bread and cup into the hands of the communicants, or distribute the blessed elements with a new formula, and the like? Do you not thereby quite plainly make into sin, partly the omission and partly the use, of certain things which the old Lutheran Church, in her public confessions, has declared to be free matters of indifference (adiaphora)? Do you not thereby, like the Papists, raise human ordinances to the level of divine commandments? Do you not by this falsify the pure Lutheran doctrine of Christian liberty?
This reproach, which has indeed already been made against us from various quarters, is no small matter. Woe to us if it were well founded! For the error of which we are hereby accused is one that overturns the very foundation, one under which the pure doctrine of justification could never stand. But let us hear the matter out — and it will soon become clear on which side the error is to be found here, whether on the side of the accused, or of the accusers.
We must above all declare: those truly understand the doctrine of Christian liberty poorly who think that, according to this doctrine, the use or rejection of ceremonies neither commanded nor forbidden by God is always entirely a matter of indifference and left to arbitrary choice, simply because such ceremonies are in themselves matters of indifference. Reason alone tells us that things which are in themselves most innocent can become highly sinful under certain circumstances. Even the heathen Seneca recognized this, who writes (Book IV, Controversiae 25): "Quaedam, quae licent, tempore et loco mutato, non licent" — that is, in English: "Some things which are permitted are not permitted under changed circumstances of time and place." Cases can therefore indeed arise in which ceremonies that are in themselves matters of indifference cease to be matters of indifference — cases in which one can grievously sin either by adopting or by rejecting them; this is the teaching of the Word of God, and therefore also the teaching of our Evangelical Lutheran Church. It is indeed true that in his conscience the Christian must always maintain his freedom, without the slightest restriction, in all things neither commanded nor forbidden by God; over his conscience the Christian must never let any man — even were it the whole holy Christian Church — rule by human commandments; thus, for example, when the Apostle had exhorted the Corinthians not to eat of meat offered to idols, so that they might "spare the conscience," he adds: "Yet I do not speak of conscience..."