Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 12 › Seite 381

Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — December 1858, Seite 381

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Eingesandt zum Kirchlich⸗Zeitgeschichtlichen. 381

Glieder je $100 gegeben, während nur wenige Posten unter $25,00 angegeben
werden. Dies ist wahrlich eine ermuthigende Freigebigkeit von diesen Einwanderern,
von denen viele erst vor wenigen Jahren ohne einen Heller in
dies Land gekommen sind. Aus der Novembernummer ihrer Zeitschrift, dem
„Kirkelig Maanedstidende“ ersehen wir, daß drei junge Männer aus ihren
Gemeinden — Torgersen, Jakob Larsen und Lasce Fosce — schon ihre Vorbereitungsstudien
in dieser Anstalt begonnen haben.““

„Wir gratuliren unsern norwegischen Brüdern in Wisconsin gemeinschaftlich
mit unserm Schwesterblatte zu diesem Beweis ihres Eifers und
ihrer Freigebigkeit, den sie in der Sorge für die Ausbildung junger Männer
für das Predigtamt in ihren Gemeinden an den Tag legen. Aber zugleich
bitten wir um Erlaubniß, zu bedenken zu geben, ob sie ihren Zweck nicht besser
in unserer Illinois State University erreichen könnten? Warum sollten die
Skandinavier in diesem Lande ihre Kräfte zersplittern? Die schwedische und
norwegische Sprache sind so nahe verwandt, daß Ein Professor recht gut beide
lehren kann. Unsere jungen Schweden und Norweger brauchen auch nur
sehr kurze Zeit mit einander zu verkehren, um sich einander zu verstehen. Wir
haben jetzt in unserer Anstalt 13 Skandinavier, 8 Schweden und 5 Norweger,
welche nur eines Umgangs von wenigen Wochen bedürfen, um in der
brüderlichsten und leichtesten Weise sich mit einander unterhalten zu können,
indem jeder in seiner Muttersprache redet. In den Lehrstunden unterrichtet
sie ihr Lehrer, Prof. Esbjorn, zusammen in derselben Weise in der Grammatik
ihrer Muttersprache und dergleichen. Würde es nicht in hohem Grade
besser für diese jungen Leute sein, daß sie alle zusammenkämen, als daß sie
zwischen zwei oder mehr Anstalten getheilt werden?“

„Aber es ist noch ein Umstand von nicht geringer Wichtigkeit vorhanden.
Bei uns in der Illinois State University lernen junge Leute zugleich englisch,
nicht von einem norwegischen oder schwedischen Lehrer, sondern von Amerikanern,
welche das Englische als ihre Muttersprache sprechen, und durch Umgang
mit ihren Studiengenossen, welche sich desselben bei ihren Studien und bei ihrer
gemeinsamen Unterhaltung bedienen. — Wir wünschen nicht im mindesten die
Tüchtigkeit und die Verdienste unserer Brüder am Concordia College (in St.
Louis) zu verkleinern, aber es ist wohl bekannt, daß der ganze Unterricht
in dieser Anstalt in deutscher Sprache gegeben wird, außer in
den Stunden, welche zum besondern Unterricht im Englischen bestimmt sind. Auch
sind die Zöglinge Deutsche und bedienen sich ihrer Sprache in ihrem gewöhnlichen
Umgang mit einander; demnach sind die Gelegenheiten zur Aneignung
der englischen Sprache in dieser Anstalt sehr beschränkt. Aber wir halten es
für ausgemacht, daß unsere norwegischen Brüder wünschen, ihre Prediger so
im Englischen unterrichtet zu sehen, daß sie im Stande sind, es im Umgang
mit Amerikanern zu sprechen, selbst wenn sie nicht berufen sind, darin zu predigen.
Es ist auch offenbar, daß sie in vielen Fällen ihre jungen Leute durch
das Mittel der englischen Sprache unterrichten müssen, wenn sie nicht wollen,
daß dieselben die Kirche ihrer Väter ganz und gar verlassen. Wo die nor⸗

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Submitted on Church-Contemporary Affairs. 381

members have given $100 each, while only a few items under $25.00 are
recorded. This is truly an encouraging generosity from these immigrants,
many of whom came into this country only a few years ago without a
farthing. From the November number of their journal, the "Kirkelig
Maanedstidende," we learn that three young men from their congregations —
Torgersen, Jakob Larsen, and Lasce Fosce — have already begun their
preparatory studies at this institution.'"

"We congratulate our Norwegian brethren in Wisconsin, jointly with our
sister paper, on this proof of the zeal and generosity they display in
their care for the training of young men for the ministry in their
congregations. But at the same time we beg leave to suggest for
consideration whether they might not achieve their purpose better at our
Illinois State University. Why should the Scandinavians in this country
splinter their forces? The Swedish and Norwegian languages are so closely
related that one professor can teach both quite well. Our young Swedes
and Norwegians also need only a very short time associating with one
another to understand each other. We now have at our institution 13
Scandinavians, 8 Swedes and 5 Norwegians, who need only a few weeks'
association to be able to converse with one another in the most
brotherly and easiest manner, each speaking in his own mother tongue. In
class hours their teacher, Prof. Esbjorn, instructs them together in the
same way in the grammar of their mother tongue and the like. Would it not
be far better for these young people to all come together, rather than
being divided between two or more institutions?"

"But there is yet another circumstance of no small importance. With us,
at the Illinois State University, young people learn English at the same
time, not from a Norwegian or Swedish teacher, but from Americans who
speak English as their mother tongue, and through association with their
fellow students, who use it in their studies and in their common
conversation. — We do not wish in the least to disparage the ability and
the merits of our brethren at Concordia College (in St. Louis), but it is
well known that the entire instruction at that institution is given in
the German language, except in the hours set aside for special
instruction in English. Moreover, the students are Germans and use their
own language with one another in their ordinary intercourse; accordingly
the opportunities for acquiring the English language at that institution
are very limited. But we consider it certain that our Norwegian brethren
wish to see their preachers so instructed in English that they are able
to speak it in intercourse with Americans, even if they are not called to
preach in it. It is also plain that in many cases they must instruct
their young people by means of the English language, if they do not want
them to abandon the church of their fathers altogether. Where the Nor-