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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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38 entries under lehrefalschelehrer.

Lehre. — Falſche Lehrer

—

liſcher Vater nicht gepflanzt hat, die werden ausgereutet; f. 2 Tim. 3, 9: ſie werden es die Länge nicht treiben; g. Matth. 7, 19—23: abgehauen uns ins Feuer geworfen. Ich habe euch noch nie erkannt. Anm. a. Wird ſchon ein irdiſcher Fürſt zu gerechtem Zorn gereizt, wenn ſeine Geſandten ſeine Worte verdrehen, wie viel mehr Gott! Anm. b. Falſche Lehrer verurteilen ſich ſelbſt: Tit. 3, 11, haben keinen Gott 2 Joh. 9. Anm. c. Im alten Teſtament war Todesſtrafe auf falſche Lehrer geſetzt. 5 Moſ. 13, 10. 11: Man ſoll ihn zu Tode ſteinigen. 17, 5. — Elias und die Baalspfaffen. Im neuen Teſtament heißt es: weichet von denſelbigen. Anm. d. Auch über die, ſo falſchen Lehrern anhängen, ergeht Gottes Gericht. 2 Theſſ. 2, 8—12.

  • Luth. 40, 188 margin
  • Ma. 7, 213 margin
  • Luth. 18, 5 margin
  • Luth. 18, 5. 6 margin
  • Ma. 27, 269 margin
  • Wis. 82, 22 margin
  • Luth. 45, 2 margin
  • L. W. 44, 3 margin
  • Syn. 1908, 26 margin
  • Süd. 89, 19 margin
  • Il. 1903, 45 margin
  • Stöckh. A. T. 148 margin
  • W. 97, 50 margin
  • Wis. 82, 24 margin

vol b, printed page 898 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0979

8. —

8. Kann ein Menſch, der falſcher Lehre anhängt, ſelig werden? Es kommt darauf an, ob 1. der Irrtum ein grundſtürzender iſt oder nicht. Wer da leugnet, daß die Bibel Gottes Wort iſt, daß Chriſtus Gottes Sohn ſei, kann den wahren Glauben nicht haben. Anm. Falſche Propheten, die grundſtürzende Irrtümer hartnäckig bis an ihr Ende feſthalten, können nicht ſelig werden. Und was wird dann geſchehen mit denen, welche ſich haben verführen laſſen und ihnen nachgefolgt ſind? Sie werden mit in das Verderben geriſſen; 2. der Irrtum wiſſentlich oder unwiſſentlich feſtgehalten wird, ob man in Schwachheit irrt und etwa zu den Betrogenen gehört, oder ob man die falſche Lehre hartnäckig verteidigt und alle Ermahnungen in den Wind ſchlägt. Es iſt zu unterſcheiden: irren und im Irrtum bleiben. Auguſtin: Errare potero. haereticus non ero. Luth. 1, 84. a. Leuten, die in nichtfundamentalen Artikeln in Ein— alt irren, dabei aber noch an Chriſto feſthalten, ſchadet Irrtum an ihrer Seligkeit nichts. Anm. a. Ein einfältiger Chriſt kann wohl unbeſchadet ſeiner Seligkeit von falſchgläubigen Gemeinſchaften feſtgehalten werden. Anm. b. Es iſt mit Schwachheitsirrtümern ebenſo wie mit Schwachheitsſünden. Wie letztere bei denen, welche im Glauben ſtehen, vergeben ſind, ſo auch die Lehrſünden. Anm. c. Mancher glaubt mit dem Herzen beſſer, als er mit dem Munde bekennt. Der Irrtum ſteckt nur im Verſtande, nicht aber im Herzen. Auch bei Theologen decken ſich oft Theorie und Prarxis nicht. Anm. d. Manche Väter haben geirrt, aber ſie wurden von ihrem Irrtum von niemand überzeugt und hielten vermöge einer glücklichen Inkonſequenz den Grund feſt. Anm. e. Wir verdammen nicht die Perſon, viel we— niger ganze Gemeinſchaften um ihrer falſchen Lehre willen, ſondern den Irrtum. Anm. f. Das rechtfertigt aber ihre falſche Lehre nicht und macht ſie nicht unſchädlich. Irren iſt menſchlich, aber doch iſt Irren im Leben und in Lehre Sünde. b. Erkennt ein Menſch die Irrlehre und bleibt doch darin, ſo iſt er verloren. Mutwilliges Feſthalten an fal⸗ ſcher Lehre ſtürzt aus der Gnade und verdammt. Anm. a. Welches Gericht wird über ſie ergehen! Anm. b. Mit Wiſſen und Willen einen kleinen Irr— tum feſthalten, ſtößt den Grund um. Anm. c. Unſelig, wer falſche Lehre für etwas Ge— ringes anſieht. Wir ſollen die Lehrſünden ebenſo buß— fertig bekennen, wie die Lebensſünden. c. Demgemäß wird auch das Verhalten gegen falſche Lehrer und ihre Anhänger ein verſchiedenes ſein. 1. Die aus Schwachheit irren und von einem Fehl übereilt werden, ſind mit Geduld und ſanftmütigem Geiſt zurechtzuweiſen. Mit den Schwachen haben wir Geduld. Gal. 6, 1. Röm. 14, 1. Anm. Auch bei grundſtürzenden Irrtümern iſt nicht alsbald alle kirchliche Gemeinſchaft zu verweigern, erſt muß alles verſucht werden, um zurechtzuhelfen. Wie ge— fährliche Irrtümer waren in der Gemeinde zu Korinth im Schwange! 2. Diejenigen, welche mutwillig irren, ſind als Feinde Chriſti zu betrachten. Mit denen, welche ihren Irrtum hartnäckig und trotz aller Ermahnung feſthalten. Trennung und Ärgernis anrichten, iſt alle kirchliche Gemeinſchaft aufzuheben.

  • Luth. 1, 84 Answer to the Most Recent Defense of the Union. (Continued.)
  • L. W. 18, 8 margin
  • L. W. 18, 8. 9 margin
  • O. 73, 38 margin
  • Ma. 11, 229 margin
  • Ma. 22, 220 margin
  • Ma. 22, 220. 27, 269 margin
  • N. W. 76, 40 margin
  • Kueg. 4, 485 margin
  • Kueg. 4, 486 margin
  • Luth. 18, 19 margin
  • Theol. 8, 243 margin
  • Theol. 8, 243. 244 margin
  • Ma. 11, 230 margin
  • Ma. 11, 230. 229 margin
  • L. W. 23, 4 margin
  • O. 67, 17 margin
  • O. 67, 17. 18 margin
  • W. 68, 21 margin
  • N. W. 76, 40 margin
  • L. W. 18, 33 margin
  • Luth. 18, 19 margin
  • L. W. 50, 532 margin
  • L. W. 50, 532. 439 margin
  • L. W. 50, 532. 439. 487 margin
  • L. W. 50, 532. 439. 487. 355 margin
  • Wis. Syn. 1903, 55 margin
  • Luth. 18, 8 margin
  • Luth. 18, 8. 9 margin
  • L. W. 19, 227 margin
  • Luth. 37, 99 margin
  • Luth. 37, 99. 100 margin
  • Luth. 37, 99. 100. 4, 2 margin
  • O. 67, 18 margin
  • L. W. 19, 37 margin
  • Theol. 8, 243 margin
  • Theol. 8, 243. 244 margin
  • Luth. 18, 18 margin
  • N. W. 76, 41 margin
  • Il. 76, 59 margin
  • Mich. 85, 55 margin
  • Luth. 1, 84 Answer to the Most Recent Defense of the Union. (Continued.) margin
  • Luth. 45, 2 margin
  • Ma. 11, 229 margin
  • Ma. 11, 229. 230 margin
  • Luth. 18, 19 margin
  • Luth. 18, 20 margin
  • L. W. 23, 41 margin
  • Wis. 98, 22 margin
  • Syn. 82, 9 margin
  • Syn. 82, 9 margin
  • Syn. 82, 9. 10 margin
  • Syn. 82, 9. 10. 20 margin
  • Syn. 82, 10 margin
  • Syn. 82, 10. 20 margin
  • Luth. 18, 20 margin
  • Luth. 18, 20. 4, 2 margin
  • Luth. 45, ꝛ.

vol b, printed page 898–899 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0979

9. Falſche Lehrer hat es immer gegeben durch alle Jahrhunderte hindurch

9. Falſche Lehrer hat es immer gegeben durch alle Jahrhunderte hindurch. Zu Elias Zeit 450 Baalspfaf— fen, zu Chriſti Zeit Phariſäer und Sadducäer, zu Luthers Zeit Sakramentierer und Wiedertäufer. Anm. a. Beſonders in der letzten Zeit werden viele falſche Propheten ſein. Zeichen der Zeit. Matth. 24, 24: Es werden falſche Chriſti und falſche Propheten auf⸗— ſtehen u. ſ. w. Anm. b. Wie hat ſich das erfüllt! Wir ſind von Papſttum. (W. Sekten und Schwärmern umgeben. 1903. 47. Mich. 1901, 70.) — Schwärmer, falſche Lutheraner. Anm. c. Die Zahl der falſchen Lehrer iſt groß, viel größer, als die der rechten. Anm. d. Auch aus euch ſelbſt werden aufſtehen Männer, die da verkehrte Lehren reden. Ap. 20, 30. 1. Das zeigt die Geſchichte aller Zeiten. Zur Zeit der Apoſtel: Hymenäus, zur Zeit der K. tion: Karlſtadt, Zwingli. 2. Die Gefahr iſt noch immer vorhonden, dor Feind haäat die Waffen noch nicht niedergelegt. 3. Wie ſchmerzlich, wenn ſelbſt in unſerer eige— nen Mitte falſche Lehrer aufſtehen, wie im Gnaden⸗ wahlslehrſtreit. Doch darf uns das nicht befrem— den. Anm. e. Das dient uns 1. zur Lehre. Wenn wir den betrübten Zuſtan der Kirche ſehen, werden wir uns nicht daran un gern,; 2. zum Troſt. Gott wird ſein Volk und Kirgt erhalten bis zum jüngſten Tage; 3. zur Warnung. Wir müſſen uns fleißig dor ſehen, wie ein Wandersmann, der durch einen mi— den Wald reiſen ſoll und hört, daß viele Irrwege da ſind. Anm. f. Warum Gott falſche Lehrer zuläßt ſ. Sen— v8S85, § 3.

  • Mich. 1901, 70
  • Luth. 24, 147 margin
  • Luth. 24, 147. 148 margin
  • Mit. 95, 60 margin
  • Mit. 95, 60. 61 margin
  • Ma. 1, 197 margin
  • Ma. 1, 197. 198 margin
  • Ma. 1, 197. 198. 12, 215 margin
  • W. 89, 57 margin
  • O. 1900, 15 margin
  • Ma. 1, 194 margin
  • Ma. 1, 194. 199 margin
  • Ma. 1, 194. 199. 200 margin
  • Walth. Epi. 348 margin
  • Wis. Syn. 87, 22 margin
  • Ma. 24, 24 margin
  • Min. 86, 35—37 margin
  • Ka. 1906, 49 margin
  • Ka. 1906, 49. 50 margin
  • Wis. 82, 16 margin
  • Wis. Syn. 87, 34 margin
  • Mich. 97, 34 margin
  • W. 1903, 46 margin
  • W. 1903, 46. 61 margin
  • L. W. 19, 9 margin
  • L. W. 19, 9. 10 margin
  • Luth. 37, 2 margin
  • Wis. 82. 10 margin
  • Ma. 1, 195 margin
  • Süd. 89, 18 margin
  • Mit. 95,
  • Wis. 82,

vol b, printed page 899–900 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0980

10. —

10. Vor falſchen Propheten ſollen wir uns vorſechen Matth. 7,. 15. (Ein Steckbrief mit Perſonalbeſchre bung. Sieck 2, 52.) Röm. 16, 17: daß ihr aufſeheren ſ. w. Das ſoll tun a. der Paſtor. Ihn hat Gott zum Wächter ge ſetzt. Er ſoll vor aller falſchen Lehre warnen Min. 8. 41. 42, b. die Gemeinde, alle Chriſten. Anm. a. Solche Vorſicht iſt nötig, weil falſche Leb rer in Schafskleidern immer da ſind. Anm. b. Wenn Peſtilenz unter das Volk kommt. ſien ſich jeder vor. Krieg, Peſtilenz und teure Zeit iſt nicht ſo ſchlimm, als wenn man das Wort verliert. Anm. c. Wen Gott warnt, dem rerweiſt er eine groß Gnade. Solche Warnung ſoll man beherzigen. Anm. d. Zum Vorſehen gehört Wachstum in der Er kenntnis der Wahrheit. Darum müſſen wir fleißig Got tes Wort hören und betrachten. Anm. e. Wer auf Gottes Wort gegründet iſt, ſtett ſeſt in der Lehre.

  • Sieck 2
  • Sieck 2, 52
  • Ma. 24, 263 margin
  • Luth. 18, 2 margin
  • Kueg. 1, 486 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 51 margin
  • Stöckh. N. T. 103 margin
  • Mich. 1907, 21 margin
  • Mich. 1907, 21. 22 margin
  • Ma. 1. 196 margin
  • Jo. 89, 32 margin
  • Ma. 1, 197 margin
  • Ma. 1, 197. 27, 264 margin
  • Ka. 1900, 57 margin
  • Ma. 18, 220 margin
  • Ma. 18, 220. 12, 215 margin
  • Ma. 1, 197 margin
  • Ma. 1, 197. 196 margin
  • Ma. 24. 263 margin
  • Ma. 24. 263. 15, 220 margin
  • Ma. 12, 216 margin
  • Il. 89, 70 margin

vol b, printed page 900 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0981

11. Widerlegung der Irrlehrer

11. Widerlegung der Irrlehrer. Falſche Lehrer ſollen von den Predigern geſtraft werden. 2 Tim. 4. 2—5: ſtrafe, drohe, ermahne. Tit. 1. 9—11: zu ſtrafen Re Widerſprecher, welchen man muß das Maul ſtopfen Hohel. 2, 15: Fanget uns die Füchſe, die die Weinberge verderben. — Wie haben gegen falſche Lehre gezeuat: a. Chriſtus. Matth. 5, 21. 22. (Falſche Aus legung des Geſetzes.) 15. 1—9. (Menſchengebote“ 23. 13—33. (Phariſäer.) Er hat den Irrtum geſtraſt. wo immer er ihm entgoegentrat. Theol. 8. 238—243: b. die 13. 1—. Propheten. Heſ. 22, 26. Jer. 5, 30. 31. 23. 16. 22 c. die Apoſtel. Ap. 15. 10. Gal. 1. 8. 9: der ſei verflucht. 2, 4. 5. 3, 1. 5, 1—9. 1 Tim. 6, 3—5. 2 Kor. 11, 15. 2 Tim. 2. 17. 1 Tim. 20. 1: d. die Väter. Ignatius. Polykary und Marcien Prediger ſind Hirten und Wächte? Anm. a. Ein Vre Wie könnten ſie den Verrätern ruhig zuſehen! diger ſoll den rechten Weg zeigen. Wie darf er ſchwei⸗ gen, wenn der Wegweiſer verdreht wird! Anm. b. Ein Prediger ſoll nicht allein lehren, ſondern auch wehren. Tit. 1, 9: ermahnen durch die heilſame Lehre und zu ſtrafen. 2 Tim. 4, 2: predige das Wort, ſtrafe. Anm. c. Gegen falſche Lehre ſoll man zeugen 1 Tim. 1. 3. 4, 1—6. Off. 2, 14—16, auch wenn es uns Verbannung und Tod bringt. Anm. d. Wird die Wahrheit in irgend einem Punkte angegriffen, ſo iſt es Pflicht der Kirche, die angegriffene Wahrheit zu verteidigen und die falſche Lehre abzuweiſen. Anm. e. Beſonders ſollen die Paſtoren wehren, aber auch die Laien haben die Pflicht dazu. Anm. f. Ein Prediger, der zu falſchen Lehren ſtille ſchweigt und will doch ein rechter Lehrer ſein, iſt ein Fuchs, Wolf, Mietling. Zu falſcher Lehre ſchweigen, heißt, ſie tatſächlich anerkennen. Wis. 83, 38. Anm. g. Heutzutage will man vom Strafen der Irr— lehrer nicht viel mehr wiſſen. Man meint, es gehöre nicht auf die Kanzel oder in die Zeitſchriſten. Der Paſtor ſoll das Evangelium predigen und andere Leute gehen laſſen. Anm. h. Hätte Athanaſius nur ſeine Lehre verkün— digt, daß Chriſtus wahrer Gott ſei, ohne die Gegenlehre anzugreifen, hätte Luther es gemacht wie Staupitz, es wäre ihnen kein Haar gekrümmt worden.

  • Theol. 8. 238—243
  • L. W. 19, 11 margin
  • L. W. 19, 11. 12 margin
  • L. W. 19, 11. 12. 20, 2 margin
  • W. 67, 41 margin
  • Ma. 2, 55 margin
  • Luth. 41, 17 margin
  • Past. 82 margin
  • Past. 83 margin
  • Past. 100 margin
  • Theol. 11. 118 margin
  • Theol. 11. 118. 119 margin
  • Theol. 11. 118. 119. 115 margin
  • Wis. 85, 54 margin
  • Wis. 85, 54. 55 margin
  • Luth. 41, 18 margin
  • Luth. 41, 18. 18, 17 margin
  • Theol. 8. 238—243 margin
  • Wis. 82, 39 margin
  • Wis. 82, 39. 40 margin
  • L. W 4. 365 "Confuse Not the Consciences." margin
  • L. W 4. 365. 366 "Confuse Not the Consciences." margin
  • W. 67, 41 margin
  • W. 67, 41. II margin
  • W. 67, 41. II. 77, 32 margin
  • W. 67, 41. II. 77, 32. 23 margin
  • Wis. 82, 41 margin
  • Luth. 41, 17 margin
  • Wis. 82. 11 margin
  • Wis. 82. 11. 42 margin
  • Luth. 41. 17 margin
  • Luth. 41. 17. 18 margin
  • Luth. 41. 17. 18. 5, 114 margin
  • Ma. 3, 227 margin
  • Ka. 1900, 55 margin
  • Ma. 2. 92 margin
  • Ma. 2. 92. 1 margin
  • Ma. 2. 92. 1. 202 margin
  • Il. 77. 66 margin
  • L. W. 19, 230 margin
  • Ma. 12, 215 margin
  • Mit. 70, 33 margin
  • Wis. 86, 45 margin
  • Wis. 86, 45. 46 margin
  • Wis. 83, 38
  • Mich. 88, 94 margin
  • Min. 86, 41 margin
  • L. W. 43, 211 margin
  • Theol. 11, 115 margin
  • Wis. 82, 45 margin
  • O. 94, 12 margin
  • O. 94, 12. 73, 8 margin
  • O. 94, 12. 73, 8. 9 margin
  • O. 94, 12. 73, 8. 9. 38 margin
  • Past. 100 margin
  • Wis. 82, 43 margin
  • Wis. 82, 43. 44 margin
  • Ma. 2, 57 margin
  • Ma. 7, 161 margin
  • Mit. 91, 43 margin
  • Mit. 91, 43. 44 margin
  • Syn. 75, 15 margin
  • Ma. 1, 196 margin
  • Il. 77, 31 margin
  • Past. 83 margin
  • Theol. 11, 121 margin
  • Ma. 12, 214 margin
  • Ma. 12, 214. 15, 219 margin
  • Ma. 12, 214. 15, 219. 27, 262 margin
  • Ma. 12, 214. 15, 219. 27, 262. 263 margin
  • Ma. 2,
  • Geſ. u. Ev. 2,

vol b, printed page 900–901 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0981

12. —

12. Art und Weiſe der Widerlegung. a. Zunächſt muß man den Grund legen. Man muß erſt die rechte Lehre darlegen, ehe man die falſche zu widerlegen anfängt. Indem wir die Wahrheit be— weiſen (2424), widerlegen wir auch den Irrtum. 2 7.) Anm. a. Wir müſſen die göttliche Lehre begründen, beweiſen, und zwar nicht mit der Vernunft, ſondern mit Der Beweis muß auch ſchlagend ſein. Mit. der Schrift. 85, 18. Anm. b. Wir müſſen uns darum mit den Beweisſtel— len (Sedes) wohl vertraut machen. Anm. c. In einer Gemeinde, die die rechte Lehre noch nicht erkannt hat, viel gegen falſche Lehre zu pole— miſieren, kann nur ſchädlich ſein. b. Der Irrtum ſoll nicht bloß oberflächlich, ſondern gründlich und überzeugend widerlegt werden, wie er mit Gottes Wort ſtreitet. Das Maul ſtopfen Tit. 1, 11 heißt, jeden Ausweg abſchneiden, daß die Gegner nicht entſchlüpfen können. Anm. a. Man ſoll das Zeugnis gegen falſche Lehre nicht darauf beſchränken, daß man ſeine Verachtung darüber ausdrückt. Anm. b. Kalt und faul widerlegen, heißt: zweimal beſtätigen. Anm. c. Das Wehren ſoll geſchehen mit Deutlichtet und Nachdruck. c. Man muß Irrlehrern ſolange zuſetzen, bis ſie ih⸗ ren Irrtum rundweg bekennen und widerrufen. 1. Man ſoll ſich nicht zufrieden geben, werrn Irrlehrer nur halbwegs anfangen, ſo zu reden, dat man es gut deuten kann. Arius ſagte auch, daß Chriſtus Gottes Sohn ſei, verband aber eine ganz andere Meinung damit. — Zwingli. 2. Unter verſchiedener Redeweiſe verbirgt ſich of: falſche Lehre. Darum ſoll man auch in rebus er phrasibus“ nicht von der reinen Lehre abweichen. d. Hält ein Irrlehrer hartnäckig an ſeinem Itrtun feſt, ſo muß man ihn ſcharf angreifen. 2 Tim. J, 27 ſtrafe, drohe. Gegen falſche Lehre muß man viel ſchär⸗ fer auftreten, als gegen böſes Leben. Anm. Daß dabei auch harte Worte gebraucht werden können, zeigt Chriſtus: Matth. 12, 39. 16, 45 böſe und ehebrecheriſche Art. 23, 33: Schlangen und Otterngezüchte. 23, 17. 19: Narren und Blinde. 15, 14: blinde Blindenleiter. 6, 2. 5. 16: Seuchler. 7, 15: reißende Wölfe. Joh. 10, 8: Diebe und Mörder 8, 44: Ihr ſeid vom Vater, dem Teufel. — Paulus Phil. 3, 2: Hunde. 2 Kor. 11, 13. e. Nominalelenchus. Sollen die Namen der falſchen Lehrer oder Kirchengemeinſchaften genannt wer— den oder nicht? 1. Chriſtus und die Apoſtel haben es getan. Matth. 16, 6: Sauerteig der Phariſäer und Sad— ducäer. 2 Tim. 2, 17: Hymenäus und Philetus Off. 2, 15. Anm. Paul Gerhard ſollte verſprechen, in der Predigt die Reformierten nicht zu nennen, aber er ließ ſich lieber ſeines Amtes entſetzen. 2. Doch iſt es nicht immer weiſe, und große Vor⸗ ſicht dabei nötig. Die Konkordienformel ver⸗ ſchweigt die Namen derjenigen, deren Irrtümer ſie widerlegt. f. Was für falſche Lehre ſoll man öffentlich Pſtrafen? Solche falſche Lehre, von der die Gemeinde bedroht wird. Es iſt zwecklos, Lehren zu widerlegen. von denen die Gemeinde nichts weiß, und ſo die falſche Lehre erſt bekannt zu machen. Gänzlich verkehrt wär es, tote Ketzer aus dem Grabe zu holen, über gnoſtiſche Irrlehren zu predigen und die falſchen Lehren der ge⸗ genwärtigen Zeit, welche in der Gemeinde im Schwange gehen, mit Stillſchweigen zu überſehen. Anm. Beſtrafung der Lehren und Abgötterei des Papſtes iſt meiſt immer nötig. g. Die Beſtrafung der Irrlehrer ſoll geſchehen zur rechten Zeit und am paſſenden Platz. 1. Man ſoll nicht ohne Not in jeder Predigt ge⸗ gen falſche Lehre eiſern. 2. Wenn man gegen falſche Lehre auftritt, ſal der Text, welcher behandelt wird, von ſelbſt die Gelegenheit dazu bieten, damit der Paſtor nicht den Schein erwecke, als ob er danach jage. h. Das Beſtrafen der falſchen Lehrer ſoll geſchehen mit Liebe, mit dem Bemühen, ſelig zu machen. Vergl. das Verhalten Chriſti gegen die Irrenden. — Dazu gehört, daß man 1. Rückſicht nimmt auf die Perſonen und Umſtände, ob die Perſon zu den Verführern oder den Verführten gehört, ob ſie aus Schwachheit oder aus Bosheit irrt, ob ſie ſchon einmal oder abermal vermahnt iſt oder nicht, ob der Irrtum ein fundamentaler iſt oder nicht, ob die falſche Lehre inner⸗; halb der Gemeinde oder außerhalb derſelben iſt. — Wie verſchieden behandelt Chriſtus den Nikodemus, die Phariſäer und ſolche, die bewußtermaßen falſche Lehre führen. Theol. 8, 244 —249. Nebr. 1907, 33. 34; 2. die Gegner ehrlich behandelt, ihre Argumente gewiſſenhaft anführt, ihnen nichts unterſchiebt. Anm. Damit ſoll nicht geſagt ſein, daß man die falſche Lehre in ſchöner Form vortragen müſſe. Falſche Lehre geht bei Zuhörern viel leichter ein, als die Wahrheit; 3. nicht eifert mit Unverſtand, nicht über jeden herfällt, der einmal etwas Verkehrtes geſagt hat: 4. ſich hütet vor Bitterkeit, perſönlichem Haß, Ehrſucht, Zorn und Leidenſchaft, vor Zankſucht 1 Kor. 11, 16: Luſt zu zanken. Gal. 5, 15: beißen und freſſen; vor Schimpfworten, wodurch man unſere Lehre verdächtigt, als könne man ſie mit Gründen nicht mehr beweiſen. Es gibt auch eine unchriſtliche Polemik. Ma. 6, 222. Anm. Zwei Extreme ſind zu meiden: unzeiti— ger Eifer und allzu große Lauheit. i. Vorſehen muß man ſich, daß man ſich in der Hitze nicht auf den entgegengeſetzten Irrtum treiben läßt. Fla⸗ cian.

  • Cal. 91, 18 margin
  • Ma. 2, 58 margin
  • Cal. 91, 18 margin
  • W. 92, 42 margin
  • Il. 89, 60 margin
  • Il. 89, 60. 61 margin
  • Mit. 92, 23 margin
  • W. 92, 36 margin
  • W. 92, 36. 37 margin
  • Past. 100 margin
  • Ma. 2, 90 margin
  • Ma. 2, 90. 91 margin
  • Wis. 82, 16 margin
  • Wis. 82, 16. 19 margin
  • Cal. 19, 16 margin
  • Wis. 82, 46 margin
  • Past. 101 margin
  • Ma. 2. 187 margin
  • Luth. 11, 19 margin
  • O. 73, 10 margin
  • L. W. 14, 377 margin
  • L. W. 14, 377. 378 margin
  • L. W. 14, 377. 378. 380 margin
  • O. 94, 14 margin
  • O. 94, 14. 15 margin
  • Luth. 41, 19 margin
  • Ma. 2, 57 margin
  • Ma. 2, 91 margin
  • Ma. 2, 91. 92 margin
  • Past. 82 margin
  • Theol. 11, 107—114 margin
  • Mit. 70, 31 margin
  • L. W. 23, 33 margin
  • L. W. 23, 33. 34 margin
  • L. W. 23, 33. 34. 39 margin
  • L. W. 23, 33. 34. 39. 40 margin
  • Ma. 2, 58 margin
  • O. 73, 38 margin
  • O. 73, 38. 65, 58 margin
  • O. 73, 38. 65, 58. 59 margin
  • Cal. 91, 16 margin
  • Cal. 91, 16. 17 margin
  • Past. 100 margin
  • Wis. 82, 47 margin
  • Ma. 2, 58 margin
  • Past. 101 margin
  • Ma. 2. 58 margin
  • Theol. 8, 244 —249
  • Ma. 6, 222
  • Theol. 8, 249 margin
  • Theol. 8, 249. 250 margin
  • Theol. 8, 249. 250. 24 margin
  • Ma. 2, 149—151 margin
  • Ma. 2, 186 margin
  • Cal. 91, 14 margin
  • Ma. 2, 186 margin
  • Wis. 82, 46 margin
  • Ma. 23, 320 margin
  • Ma. 23, 320. 2, 187 margin
  • Ma. 23, 320. 2, 187. 188 margin
  • Ma. 23, 320. 2, 187. 188. 91 margin
  • Luth. 18, 17 margin
  • Ma. 2, 90 margin
  • Ma. 33, 320 margin

vol b, printed page 901–903 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0982

13. —

13. Falſche Lehrer und falſche Lehre ſoll man meiden. Dies wird klar bozeugt durch folgende Sprüche: 5 Moſ. 13, 1—3. (Wis. 82. 47. 48. Mich. 97, 31.) Pſ. 26, 4. 5: Ich habe keine Gemeinſchaft mit den Falſchen. Il. 76, 65: Matth. 7, 15: Sehet euch vor u. ſ. w. Mit. 98, 19. Wis. 82. 18. L. W. 4. 74. 75. Luth. 41, 73 Ap. 20, 30. 31. (Wis. 82, 48.); Röm. 16, 17: daß ihr aufſehet auf die u. ſ. w. Mit. 70, 25. 26. 98. 20. L. W. 4, 73. 74. Luth. 56, 163. 41, 73. 5, 114. Wis. 82, 48. Neb. 1903, 20; 2 Kor. 6. 14—16: Ziehet nicht am fremden Joch. „Falſche Lehre iſt wahrlich ein fremdes Joch. S. 71, 52. Luth. 41, 74. Ka. 98, 4. Wis. 82, 49. R. Pi. Kat. 1, 286—289; Einwand. Hier ſei nur von Ungläubigen die Rede. — Soweit jemand falſche Lehre glaubt, iſt er in dem Stück ungläubig. Die Konkordia führt dieſe Stelle gegen fal— ſche Lehrer an 337, 41. 1 Tim. 6, 3—5: Tue dich von ſolchen. Mit. 70, 25. 27. Luth. 41, 73. Tit. 3, 10: Einen tetzeriſchen Menſchen meide. O. 71, 52. 1 Joh. 4, 1: Glaubet nicht einem jeglichen Geiſt. Wis. 82, 48. Mit. 98, 21. 2 Joh. 10. 11: grüßet ihn auch nicht. Mit. 98, 21. L. W. 4, 75. O. 71, 64. Luth. 41, 74. Wis. 82, 49. Einwand. Hier werde nur mit den Leugnern der Gottheit Chriſti Gemeinſchaft verboten. — Dagegen V. 9: die Lehre Chriſti. Matth. 24, 24. Pfſ. 94, 20. Kol. 2, 4. 8. 2 Petr. 3, 16. 17. 1 Tim. 6, 20. Anm. a. Falſche Lehrer ſoll man nicht annehmen oder hören. Kont. 162, 47. 48. Anm. b. Dies Gebot ſchließt in ſich, daß man 1. falſchgläubige Gottesdienſte meidet. In falſch⸗ gläubigen Gottesdienſten Erbauung zu ſuchen, iſt Sünde gegen das 3. Gebot Min. 88, 43, und der größte Mißbrauch der Ohren. Ma. 27, 235; 2. nicht das Abendmahl von Falſchgläubigen be⸗ gehrt; 3. überhaupt keine Kirchengemeinſchaft mit ihnen macht. Wir können mit ihnen nicht in einem Stalle itehen. Anm. c. Es iſt Entheiligung des Namens Gottes, wenn man falſche Lehre unterſtützt und ſich den Schein gibt, als ob man ſie gut heißt. Anm. d. Würden alle Leute falſche Propheten meiden, ſo könnten falſche Lehrer ſo großen Schaden nicht mehr tun. Wo keine Käufer ſind, iſt kein Markt. Man kann nur ſo lange predigen, als Leute da ſind. Anm. e. So hat die Kirche immer gehandelt im alten und neuen Teſtament. Etliche beſondere Beiſpiele: Jo-⸗ hannes und Cerinth in der Badeſtube. Polykarp und Marcion. Anm. f. Jeder hütet ſich vor verdorbenen Nahrungsmitteln. Anm. g. Gemeinſchaft mit Falſchgläubigen iſt Heuchelei Theol. 10, 210, Teilhaftigmachung fremder Sünde 209. 210 und hat zur Folge Beſtärkung der Irrlehrer L. W. 43, 213, Unterdrückung der Wahrheit, Gleichgiltigkeit, Zweifelſucht und Unglauben. Anm. h. Einigkeit mit falſchen Lehrern iſt keines⸗ wegs eine löbliche Sache. Wer mit Sekten und Schwärmern ſchön tut, iſt kein rechtſchaffener Lutheraner. Anm. i. Falſche Lehre hat keine Gleichberechtigung in der Kirche. Parität iſt ein von Gott verbotener Zuſtand Can. 94, 22. 23. Anm. k. Dies Verbot erſtreckt ſich auch auf Bluts⸗ verwandtſchaft. Wer Vater oder Mutter mehr liebt, als nich u. ſ. w. Matth. 10, 37. Luk. 14, 26. Anm. l. Wir müſſen uns darum zurückziehen von nancher lieben Seele. Das iſt ſchwer für uns. Konk. Anm. m. Der weltliche und bürgerliche Umgang wird dadurch nicht aufgehoben. Doch ſoll man auch dabei das Seelenheil des Nächſten im Auge haben.

  • Wis. 82. 47
  • Wis. 82. 47. 48
  • Mich. 97, 31
  • Il. 76, 65
  • Mit. 98, 19
  • Wis. 82. 18
  • L. W. 4. 74 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
  • L. W. 4. 74. 75 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
  • Luth. 41, 73
  • Wis. 82, 48
  • Mit. 70, 25
  • Mit. 70, 25. 26
  • Mit. 70, 25. 26. 98
  • Mit. 70, 25. 26. 98. 20
  • L. W. 4, 73 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
  • L. W. 4, 73. 74 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
  • Luth. 56, 163
  • Luth. 56, 163. 41, 73
  • Luth. 56, 163. 41, 73. 5, 114
  • Wis. 82, 48
  • Neb. 1903, 20
  • Neb. 1903, 20; 2
  • Luth. 41, 74
  • Ka. 98, 4
  • Wis. 82, 49
  • R. Pi. Kat. 1, 286—289
  • Mit. 95, 64 margin
  • Mit. 95, 64. 65 margin
  • Mit. 95, 64. 65. 98, 23 margin
  • Ka. 98, 14 margin
  • Ka. 98, 14. 45 margin
  • Can. 85, 41 margin
  • Can. 85, 41. 42 margin
  • Can. 85, 41. 42. 38 margin
  • Mich. 94, 29 margin
  • Mich. 94, 29. 97, 31 margin
  • Il. 76, 62 margin
  • Il. 76, 62. 63 margin
  • Wis. 83, 39 margin
  • Wis. 83, 39. 40 margin
  • Wis. 83, 39. 40. 98, 21 margin
  • Bra. 1905, 74 margin
  • Bra. 1905, 74. 75 margin
  • Tex. 1906, 44 margin
  • W. 97, 50 margin
  • Syn. 1908, 25 margin
  • Bro. 260 margin
  • Wis. Syn. 1902, 33 margin
  • Freik. 1904, 9 margin
  • Freik. 1904, 9. 10 margin
  • Süd. 91, 35 margin
  • Süd. 91, 35. 89, 29 margin
  • Cal. 89, 44 margin
  • Stöckh. A. T. 130 margin
  • Luth. 60, 52 margin
  • Luth. 60, 52. 53 margin
  • Syn. 84, 5 margin
  • Il. 76, 63 margin
  • Mich. 94, 29 margin
  • Mit. 70, 25
  • Mit. 70, 25. 27
  • Luth. 41, 73
  • O. 71, 52
  • O. 71, 52. 1
  • Wis. 82, 48
  • Mit. 98, 21
  • Mit. 98, 21. 2
  • Mit. 98, 21
  • L. W. 4, 75 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
  • O. 71, 64
  • Luth. 41, 74
  • Wis. 82, 49
  • Min. 88, 43
  • Ma. 27, 235
  • Ma. 27, 235; 2
  • Theol. 10, 210
  • L. W. 43, 213
  • Can. 94, 22
  • Can. 94, 22. 23
  • Mit. 95, 65 margin
  • Mit. 95, 65. 66 margin
  • Süd. 89, 29 margin
  • Süd. 89, 29. 30 margin
  • Luth. 45, 125 margin
  • Wis. 83, 50 margin
  • Syn. 1908, 28 margin
  • Baier 3, 666 margin
  • Ka. 1906, 50 margin
  • Luth. 22, 85 margin
  • Luth. 22, 85. 86 margin
  • O. 71, 60 margin
  • Luth. 41, 42 margin
  • Süd. 86, 52 margin
  • Ma. 27, 336 margin
  • Ma. 1, 202 margin
  • Luth. 2, 68 Those Who Are Well Have No Need of a Physician, But Those Who Are Sick. margin
  • Ka. 98, 5 margin
  • Ka. 98, 5. 6 margin
  • Mit. 95, 62 margin
  • O. 1901, 70 margin
  • Il. 77, 65 margin
  • Il. 77, 65. 67 margin
  • Il. 77, 65. 67. 68 margin
  • Il. 77, 65. 67. 68. 72 margin
  • Luth. 38, 102 margin
  • Syn. 1908, 27 margin
  • L. W. 44, 4 margin
  • Wis. 82, 49 margin
  • Wis. 82, 49. 50 margin
  • Mit. 91, 18 margin
  • Mit. 91, 18. 95, 67 margin
  • Il. 76, 65 margin
  • Il. 76, 65. 66 margin
  • Ma. 2, 294 margin
  • Jo. 79, 43 margin
  • Walth. Epi. 167 margin
  • Can. 85, 38 margin
  • Tex. 1906, 44 margin
  • Tex. 1906, 44. 45 margin

vol b, printed page 903–905 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0984

14. Lehrzucht

14. Lehrzucht. Stehen falſche Lehrer in unſerer eige— nen Mitte auf, ſo müſſen ſie, wenn ſie offenbar werden und ihre Irrlehre hartnäckig feſthalten, ausgeſtoßen wer— den. Die Gemeinde und Synode muß Lehrzucht üben. Bibelſprüche dieſelben, wie im vorigen Paragraphen. Freiwillig gehen die falſchen Lehrer nicht hinaus. — Lehrzucht ſoll geübt werden a. an Gemeindegliedern. Sagt jemand: das mag wohl in der Bibel ſtehen, aber ich halte meine Lehre feſt, ſo ſagt die Gemeinde ihm die Bruderſchaft auf. Arman. a. Mit Schwachen hat die Gemeinde Geduld. Doch ſoll man nicht den Schein erwecken, als ſei es mit dem Zeugnis gegen den Irrtum nicht ernſt. Anm. b. Der Gemeinde iſt in ſolchen Fällen der Sitz der Lehre zu erklären und der Irrtum zu widerlegen; b. beſonders aber an Paſtoren. Lehrt ein Prediger falſch, ſo ſoll die Gemeinde eingreifen. 1. Die Gemeinde ſoll nicht gleich ſagen: Nun muß der Paſtor eingeſtehen, daß er ein falſcher Prophet iſt, ſondern ſoll ihn zunächſt in Liebe und Freundlichteit ermahnen nach Matth. 18. 2. Beharrt er vei ſeiner falſchen Lehre, ſo ſoll ſie ihn ſeines Amtes entſetzen. . Dabei ſoll die Liebe die Triebſeder ſein. I. Doch ſoll eine Gemeinde nicht immer mit Miß— trauen gegen ihren Paſtor erfüllt ſein. Anm. a. Daß man Lehrzucht üben ſoll, liegt ſchon im . Gebot, welches fordert, daß man ſich den Aus⸗ ſprüchen Gottes unterwerfen ſoll, und iſt ein Zeugnis mit der Tat. Wis. 98, 21. Anm. b. Daß der Teufel unverſehens ſeinen Dreck in eine Gemeinde wirſt, kann die Gemeinde nicht verhin— derr. Aber ſie ladet ſchwere Schuld auf ſich, wenn ſie falſche Lehrer gewähren läßt und duldet. Anm. c. Chriſtus hat die groben Irrtümer an den Phariſäern geſtraft, aber auch den feineren Irrtum ſeiner Jünger von der Hoffnung auf ein irdiſches Reich. Ap. 1, 6. 7. Lehrzucht iſt in der lutheriſchen Kirche immer Anm. d. geübt worden. Luther tröſtete ſich damit, daß er doch wenigſtens Lehrzucht hatte, vom Abendmahl abweiſen konnte, wenn er auch mit der Zucht im Leben nicht durchdringen konnte. Syn. 79, 24. Vergl. Luthers Verhalten gegen Karlſtadt, Agricola, Major. Melanchthon. Ein Beiſpiel nachahmenswerter Lehrzucht Luth. 44, 162. Anm. e. Auch wir haben Lehrzucht, wir dulden keine falſche Lehre unter uns. Mit. 95, 62. Leute. aus falſchgläubigen Gemeinden zu uns kommen, muß ihrer falſchen Lehre entſagen. Syn. 75, 14. Zur val kommenheit freilich wird es auch darin niemand dringe⸗ Anm. f. Lehrzucht will vielen nicht gefallen. Es ie 1903, genug, wenn nur das ärgerliche Leben geſtraft werde Jemand um falſcher Lehre willen hinauszutun. 623 man für Unduldſamkeit. Wie traurig ſieht es in man ſchen Kirchen mit Lehrzucht aus: Generalſynode Syn. 74 8, Landeskirche Deutſchlands L. W. 54, 371. Syn. 70 6. 7. Eliaszucht. Anm. g. Unterlaſſung der Lehrzucht 1. iſt der Verfall der Kirche. Ohne Zucht gethz 42, alles zugrunde. Eine ſolche Gemeinde gräbt ſic ihr eigenes Grab; 2. endet in Verfolgung der rechten Lehre; 3. wird von Gott ſcharf getadelt. Off. 2, W. Ich habe ein Kleines wider dich. Eine Gemein— de, die falſche Lehre duldet, iſt ſchon gefallen. Syon. 79, 6. Anm. h. Gemeinden, die falſche Lehre dulden und dabei den Namen „Lutheriſch“ tragen, begehen zweifache Sünde: 1. daß ſie überhaupt falſche Lehre hegen, 2. daß ſie die Leute betören wollen, ſie ſeien noch rechtgläubig. Das iſt Heuchelei und Lüge. Anm. i. Eine Gemeinde hört auf, lutheriſch zu ſein. wenn ſie keine Lehrzucht übt. Doch muß man unterſchei⸗ den, ob die Zucht unterbleibt aus Mangel an Erkennt⸗ nis, wie bei manchen Irrtümern, die ſich bei unſern Vätern finden, oder aus Gleichgiltigkeit gegen die Lehre. Anm. k. Aus einer ſolchen Gemeinſchaft muß man ausgehen. Man hört nicht gleich auf, ein Lutheraner zu ſein, wenn man in einer ſolchen Gemeinde bleibt. Wenn aber jemandem die Augen über die falſche Lehre auf⸗ gegangen ſind und er bleibt trotzdem darin, kann er kein Lutheraner mehr ſein. 15. Der Kampf gegen falſche Lehre. Gegen falſche 2, Lehrer und falſche Lehre ſollen wir kämpfen. Dazu treibt uns a. Gottes Befehl. Tit. 1. 9—11; b. die Liebe zu Gott. Die Lehre iſt nicht un⸗ Mich. ſer, daß wir damit könnten ſchalten, wie wir wollten. 32. ſondern des Herrn. Was würde man von einem Haushalter ſagen, der ſeines Herrn Güter umbringt! In der Kirche ſollte alles entſetzt ſein, wenn ein Lehrer mit eigenen Worten vor die Chriſtenheit hintritt. Es iſt ein Ein⸗ griff in Gottes Amt; c. die Liebe zu den irrenden, verführ⸗ 70. ten Seelen. Indem wir gegen falſche Lehre in an— deren Kirchengemeinſchaften kämpfen, kämpfen wir für die Chriſten, die noch darin ſind. Wenn ein Menſch in Gefahr kommt, unter einem einſtürzenden Gewölbe begraben zu werden, ſpringen wir herbei. Aber die Gefahr iſt lange nicht ſo ſchlimm, als wenn man aus dem chriſtlichen Lehrgebäude Artikel herausbricht; d. das Beiſpiel Chriſti und der Apoſtel. Chriſtus und ſeine Apoſtel haben nicht geſchwiegen um des Friedens willen. Wegen ſeiner harten Rede gingen viele hinter ſich; e. unſer eigenes Seelenheil. Würdeſt du ruhig zuſehen, wenn man dir Gift in dein reines Waſſer miſcht? Iſt es einerlei, reines oder ſchmutziges Waſſer? Ein Kaufmann läßt ſich nicht verfälſchte Artikel unter die eingekaufte Ware einſchmuggeln. Anm. a. Der Kampf iſt nicht zu vermeiden, wir dürſen ihn nicht ſcheuen. Wer nicht gegen den Irrtum kämpft, beweiſt damit, daß es ihm kein Ernſt mit der Wahrheit iſt. Die Kirche ſoll falſche Lehre nicht gewähren Anm. b. Sie iſt ein Pfeiler und Grundfeſte der Wahrlaſſen. heit. 1 Tim. 3, 15. Die Anm. c. Die Kirche iſt die ſtreitende Kirche. Zeiten der Ruhe ſind immer nur kurz. Anm. d. Nicht durch Schweigen und Nachgeben bekämpfen wir den Feind, obwohl dies dem Fleiſche angenehmer iſt und ſcheinbar beſſer zum Ziele führt. Die Gemeinde wird größer, aber ihr Wachstum wird nicht geſördert, wenn man ein Auge zudrückt. Anm. e. Was wäre geſchehen ohne Kampf? Es gäbe keine Kirche in der Welt. Ohne Kampf kann die reine Lehre nicht beſtehen. Was wäre geſchehen, wenn Athanaſius nicht gegen Arius, Auguſtin nicht gegen Pelagius, Luther nicht gegen den Papſt gekämpft hätten? Anm. f. Tritt man dem Irrtum nicht entgegen, ſo breitet er ſich immer mehr aus, die Wahrheit wird verdächtigt und die Irrenden beſtärkt. Anm. g. Gegen falſche Lehre iſt in unſerer Synode von jeher gekämpft worden, ſ. Lehrſtreit. Selbſt Gegner geſtehen zu: Hätte Miſſouri nicht ſo ſcharf gekämpft, es hätte das nicht erreicht, was es erreicht hat. Anm. h. Gegen falſche Lehre ſoll kämpfen 1. der Paſtor. Das iſt ſein Beruf als Hirte und Wächter. Fromme und treue Prediger kämpfen mit Treue und Eifer; 2. alle Chriſten. Die Gemeinde ſoll dafür ſor⸗ gen, daß nicht falſche Lehre von außen eindringt. Anm. i. Streitartikel im Lutheraner. Der „Lutheraner“ hat den Zweck, reine Lehre zu befördern und vor falſcher Lehre zu warnen. Er hat ſein Teil getan. L. W. 1, 46. Ihn ſollten wir unterſtützen. Ma. 2, 327. — Viele ſtoßen ſich an den Streitartikeln, ſie denken, es hilſt wenig und wirkt nur Erbitterung. Luth. 41, 17. 18. Aber ſie ſollen bedenken 1. wie in den meiſten Zeitſchriften die reine Lehre Kann man zu dem allem ſchwei- verläſtert wird. gen? Solange Teufel und falſche Lehrer die Kirche verwüſten, dürfen wir nicht ruhen: 2. welchen Segen ſolche Artikel geſchafft haben? Mehr als mancher denkt. Hätten wir nicht einen ſo deutlichen Ton gegeben, hatten wir Komplimente und Konzeſſionen gemacht, wir wären ſamt anderen verloren geweſen. Anm. I. Die Waffe, mit der wir kämpfen ſollen. iſt 1. nicht Gewalt, Verfolgung, obwohl es ſchneller zum Ziele zu führen ſcheint. „Stecke dein Schwert in die Scheide: 2. allein das Wort Gottes. 2 Kor. 10. 4: Die Waffen unſerer Ritterſchaft u. ſ. w. Es ſteht geſchrieben! In Gottes Wort iſt aller Kampf ſchon entſchieden. Die Schrift hat die Waffe gegen jede falſche Lehre. Man ſucht nicht vergeblich darin. Anm. l. Von großem Nutzen dabei iſt 1. das lutheriſche Betenntnis, ein reiches Arſenal von guten Waffen und Spießen, 2. der Katechismus, eine Widerlegung falſcher Lehre. Anm. m. Zu ſolchem Kampfe gehört, daß man I. Fleiß tut, in der Lehre zu wachſen, damit man immer fähiger wird, anderen das Maul zu ſtopfen. Je tiefer unſere Erkenntnis, deſto beſſer; 2. ſeiner Lehre gewiß iſt. Wer derſelben ungewiß iſt, kann nicht kämpfen. — Wer ſeinen Glauben auf Gottes Wort gründet, berommt ein feſtes Herz. Il. 98, 19; 3. ſich ſelbſt nicht mit falſcher Lehre beſudelt; ö J. vor allem ein Chriſt iſt. Wer die ſelig⸗ ö machende Kraft des Wortes an ſich ſelbſt erfahren hat, wird eher ſterben, als widerruſen. — Wer den Wert des echten Metalls erkannt hat, wird nicht Glasperlen für Diamanten nehmen. — Cal. 1901, 7. Hingegen einem toten Schaf iſt es gannz egal. ob ihm friſches Gras oder Heu ins Maul geſtopft wird. Il. 88, 53. Anm.en. Solcher Kampf iſt ſchwer für uns. J. Wie ſehnlich wünſchen wir den Frieden! Aber ö er ſteht nicht in unſeren Händen. Kampf oder Ver— ö leugnung! ö 2. Der Kampf bringt uns Leiden um Chriſti wil— len ſ. Kreuz. 1 Kor. 4, 9: ein Schauſpiel gewor den vor der Welt. S. 8. 11. 12. Wie wur den Athanaſins und Luther bedrängt! Luth. 10 131. 132. Bekämpfen wir die Irrlehrer, die in unſerer eigenen Mitte aufſtehen. ſo hören wir den Vorwurf, daß wir eine neue Lehre hätten. wäh— rend ſie ſich als Vertreter der reinen Lehre aufſpielen und vor uns warnen. Bekäm⸗ ö pfen wir die falſche Lehre außer uns, ſo heißt es: ö Friedensſtörer u. j. w. Wis. 1902, 28. 29. Anm. o. Der Kampf iſt nicht vergeblich. Got: aibt Sieg und Gelingen. Rechtes Zeugen bringt Segen, auch wenn alles zugrunde zu gehen ſcheint. Zwar wird die falſche Lehre nicht aus der Welt geſchafft, aber der Irrtum wird entlarvt, der Sauerteig aus der chriſtlichen Gemeinde ausgefegt. Anm. p. Manchmal dauert es längere Zeit, ehe die Wahrheit durchdringt. Ap. 15, 7: Da man ſich aber lange gezankt hatte. Anm. g. Auch durch ſcheinbare Erfolgloſigkeit unſe. res Zeugniſſes dürſen wir uns nicht entmutigen laſſen.

vol b, printed page 905–909 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0986

16. —

16. Einwände. 1. Habt mit allen Menſchen Frieden. Röm. 12, 18. — Dagegen: a. „So viel an euch iſt“ und wenn es ſich um unſere Sachen handelt. Wenn jedoch ein Kaſſierer Geld aus der Kaſſe ſeines Herrn entwendet, ſo hört der Friede auf. b. Zwiſchen der wahren und der falſchen Kirche darf kein Friede geſchloſſen werden. Matth. 10, 34. „Mir nicht des Friedens, darüber man Gottes Wort verliert, das tue, wer da will.“ Luther. 2. „Daß nur Chriſtus verkündigt werde.“ Phil. 1. 18. Mag ein Lehrer immerhin falſche Lehre vor— tragen, wenn er nur lehrt, daß Chriſtus der Heiland ſei. — Paulus aber meint: Ob die Lehre von Chriſto in guter oder böſer Abſicht, in Aufrichtigkeit oder Heu— chelei gepredigt werde, wenn ſie nur überhaupt verkün⸗ digt wird, ſo freue er ſich doch, daß ſelbſt die Feinde wider Willen zur Förderung des Evangeliums beitra— gen müſſen. 3. Man ſolle die Lieb 47 walten Unſere Handlungsweiſe ſei gegen die Liebe. — Liebloſigkeit frei⸗ lich iſt ſchrecklich. Joh. 13, 35. Gal. 5, 6. 1 Kor. 13, 13. Aber: a. Das Böſe des Nächſten zu ſtrafen, iſt der größte Liebesdienſt. 3 Moſ. 19, 17: Du ſollſt dei. nen Nächſten nicht haſſen, ſondern ſtrafen. Mit. 70, 32. Ka. 98, 48. Luth. 41, 18. 19. b. Wer den Nächſten liebt, ſucht ſein Beſtes Wis. 98. 36, hilft dem Blinden, daß er nicht fällt W. Kirche d7ꝛ„JJ. 67, 42, zieht den Ertrinkenden heraus, auch wenn es demſelben wehe tut Luth. 5, 116, will vor allem ihn ſelig machen W. 59, 63. c. Das iſt keine Liebe, wenn man den Nächſten in ſeinem Irrtum ſtecken läßt Can. 85, 50, es ruhig gewähren läßt. wenn er Gift trinkt S. Dak. 1907, 7, ſtille ſchweigt, wenn die Leute den Waſſerbrunnen verderben, aus dem alle Leute Waſſer ſchöpfen Luth. 63, 233. wenn jemand den verkehrten Weg läuft, und wir gehen ihm zu Gefallen mit Mich. 91. 30. Toleranz iſt Liebloſigkeit. d. Verflucht ſei die Liebe, die erhalten wird mit Schaden und Nachteil der Lehre vom Glauben. e. Die Liebe freut ſich der Wahrheit. 1 Kor. 13, 6. f. Das Motiv, daß Chriſtus die falſchen Lehren ſtrafte, war gewiß nicht Streitſucht, ſondern Liebe. g. Merkwürdig, daß viele, die uns als lieblos verſchreien, ſo oft ſchon treue Bekenner mit Schmähungen überhäuft haben. Sie führen ihr Prinzip nicht durch. 4. Wir fingen den Streit an. — Dagegen Pſ. 120, 7: Ich halte Frieden, aber wenn ich rede, ſo fangen ſie Krieg an. Der Wolf ſchilt das Schaf, daß es ihm das Waſſer trübt. 5. Wir zerſplitterten die Kirche. — Wer iſt an der Zerſplitterung ſchuld? Diejenigen, welche eine neue Lehre aufbringen. 6. Laßt uns nach dem langen Bruderkriege die Hände reichen und Frieden ſchließen. Welch ein Jammer, wenn Hausgenoſſen wider einander ſind! — Aber chriſtliche Einigkeit kann nur da ſtattfinden, wo man im Glauben eins iſt. Gott verbietet Frieden auf Koſten der Wahr⸗ heit. 7. Wenn man nur in den Hauptſachen einig iſt, ſo könne man den Kampf um die minder wichtigen Punkte ſchon einſtellen. Wenn man Gottes Wort hielte und ließe danoben die Stücke, ſo leidlich wären, bleiben. was ſchadet es? — Tauſende von Dollars darf man nicht ſtehlen, wohl aber kleinere Summen. — Dagegen: ö a. Wir müſſen al he abweichende Lehre bekäm pfen L. W. 19. 37, nicht bloß die groben, ſondern auch die feineren Abweichungen L. W. 19, 68. Die Kirche kann keinen Irrtum dulden Luth. 11. 111. 4. 8. b. Wir ſollen bei der Schrift bleiben und nichts dazu und davon tun. c. Ein ſchöner Fürſt, der da meint: wenn nur meine Hauptſtadt nicht angegriffen wird! d. Wer eine Sffnung in die Mauer macht, iſt ein Landesverräter. e. Principiis obsta. Iſt erſt einmal eine Bre— ſche in der Mauer, ſo iſt die Feſtung bald genom— men. Der unterſte Riegel. Ka. 98, 64. 8. Richtet nicht, verdammet nicht. — Aber was Gottes Wort ſchon gerichtet hat, dürfen und können auch wir richten. 9. Das Strafen der falſchen Lehre könne ganz unter⸗ bleiben. — Dies beruht auf einer falſchen Anſchauung des verderbten menſchlichen Herzens. Wäre das Herz bloß finſter, ſo wäre die Lehre genug. Aber es iſt auch boshaftia und trotzig. 10. Man ſolle das Evangelium predigen und die falſche Lehre gehen laſſen. a. Wer das behaunytet, hält alle Religionen für aleich oder liebt die Gunſt der Menſchen mehr, als den rechten Weg zum Himmel. b. Das, was man an anderen verwirft, übt man oft ſelbſt mit großem Eifer. 11. Was hilft alles Kämpfen? Die falſchen Lehrer defehren ſich doch nicht. 12. Man könne ſanfter und milder auftreten. — Wenn aber ein' Irrlehrer trotz aller Ermahnung hart⸗ näckig an ſeiner Lehre feſthält, muß man ihn ſcharf an⸗ greifen. Kalt und faul widerlegen heißt zweimal be— ſtätigen. 13. Man kann ſich äußerlich zu Irrlehrern halten, ohne die Irrlehre zu billigen. — Röm. 16, 17: weichet von denſelbigen. Das heißt äußerlich. 14. Es ſei von Falſchgläubigen nicht ſo böſe gemeint. — Aber von den Führern und dem Teufel iſt es böſe gemeint. 15. Manche Irrlehrer irren aus Schwachheit, darum ſoll man ſie annehmen. — Wir nehmen die Schwachen im Glauben an, die ſich nicht zu Lehrern auf⸗ werfen. Aber als Lehrer nehmen wir auch die nicht an, die nur aus Schwachheit Irrlehre vortragen. 16. Bei unſeren Gemeinden möchten wir das Strafamt führen, aber nicht bei denen, welche von uns nicht abhängig ſind. Wie wir keine Amtshandlungen in fremden Gemeinden verrichten ſollen, ſo auch nicht das Strafamt. — Sollen wir warten, bis die Wölfe in den Schafſtall kommen und unſere Herde zu würgen anfangen? Wenn ich meinem Nachbar ſage, daß ſein Haus in Flammen ſtehe, maße ich mir keine Herrſchaft an und greife nicht in ein fremdes Amt.

  • Mit. 70, 32
  • Ka. 98, 48
  • Luth. 41, 18
  • Luth. 41, 18. 19
  • Wis. 98. 36
  • Luth. 5, 116
  • W. 59, 63
  • Can. 85, 50
  • S. Dak. 1907, 7
  • Luth. 63, 233
  • Mich. 91. 30
  • Wis. 83, 41 margin
  • Wis. 83, 41. 42 margin
  • Il. 77, 70 margin
  • Wis. 83, 41 margin
  • L. W. 19, 41 margin
  • Luth. 5, 142 margin
  • Luth. 5, 142. 41, 42 margin
  • Cal. 97, 35 margin
  • Ma. 3, 229 margin
  • Bro. 263 margin
  • Bro. 263. 264 margin
  • Gna. 389 margin
  • Walth. Epi. 466 margin
  • Mich. 94, 32 margin
  • Mich. 94, 32. 34 margin
  • Bra. 1905, 75 margin
  • Bra. 1905, 75. 77 margin
  • Bra. 1905, 75. 77. 78 margin
  • Luth. 20, 148 margin
  • Ma. 2 margin
  • Ma. 2 292 margin
  • Il. 77, 30 margin
  • Il. 77, 30. 31 margin
  • Ka. 98, 33 margin
  • Wis. 82, 17 margin
  • Wis. 82, 17. 83 margin
  • Wis. 82, 17. 83. 10 margin
  • Wis. 82, 17. 83. 10. 41 margin
  • Syn. 96, 34 margin
  • Syn. 96, 34. 35 margin
  • Ma. 16, 259 margin
  • Mit. 70, 23 margin
  • L. W. 4. 78 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here. margin
  • Wis. 83. 46 margin
  • Syn. 1908, 29 margin
  • Ka. 1900. 30 margin
  • Luth. 1, 52 "The Evangelical Church in North America." (Continued.) margin
  • L. W. 19. 37
  • L. W. 19, 68
  • Luth. 11. 111
  • Luth. 11. 111. 4
  • Luth. 11. 111. 4. 8
  • Ka. 98, 64
  • Ka. 98, 64. 8
  • Theol. 8, 242 margin
  • Il. 77, 32 margin
  • Min. 86, 42 margin
  • Luth. 10, 14 margin
  • Wis. 83, 46 margin
  • Freik. 1904, 13 margin
  • Freik. 1904, 13. 14 margin
  • Neb. 1903, 20 margin
  • Neb. 1903, 20. 95, 58 margin
  • Luth. 40, 188 margin
  • Süd. 89, 31 margin
  • L. W. 19, 9 margin
  • Syn. 1908, 27 margin
  • Ma. 3, 233 margin
  • Ma. 3, 233. 2, 294 margin
  • Ma. 3, 233. 2, 294. 295 margin
  • Wis. 89, 12 margin
  • Can. 94, 7 margin
  • Wis. 82, 50 margin
  • Wis. 82, 50. 83, 15 margin
  • Wis. Syn. 1902, 29 margin
  • Syn. 72, 8 margin
  • Syn. 72, 8. 9 margin
  • Syn. 72, 8. 9. 76, 11 margin
  • Syn. 72, 8. 9. 76, 11. 12 margin
  • Jo. 79, 20 margin
  • Mich. 91, 27 margin
  • Mich. 88, 93 margin
  • Ma. 2. 292 margin
  • Ma. 2. 292. 293 margin
  • Walth. Epi. 466 margin
  • Ka. 91, 14 margin
  • Wis. 1903, 29 margin
  • O. 88, 24 margin
  • O. 73, 10 margin
  • Luth. 1, 64 The Heretic Arius and His End. (Continuation.) margin
  • Luth. 14, 19 margin
  • Syn. 1908, 30 margin
  • Süd. 89, 37 margin
  • Syn. 1908, 30 margin
  • L. W. 20, 227 margin
  • L. W. 20, 227. 280 margin
  • Mag ein Lehrer immerhin
  • W. 97 47—49. N. 76, 16.

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17. —

17. Sie werden dich ſchon rufen, wenn ſie deiner Hilfe benötigt ſind.

  • L. W. 20, 228 margin

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18. —

18. Wollt ihr kämpfen, ſo wendet eure Waffen gegen die Heiden, Juden und Türken, welche keine Chriſten ſein wollen. — Aber die falſchen Lehrer, welche Paulus und Chriſtus ſtrafte, waren ſolche, die in ihrer Mitte aufſtanden.

  • L. W. 19, 8 margin
  • L. W. 19, 9 margin

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19. —

19. Anſtatt ſo viel über die Lehre zu disputieren, ſolle man lieber ſich der Seelen annehmen. — Der Ackersmann ſorgt zunächſt für guten Samen, wenn er gute Früchte ernten will.

  • Can. 95, 24 margin
  • Can. 95, 24. 25 margin
  • Syn. 72, 8 margin

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20. —

20. Seid nur ſtille mit eurer „reinen Lehre“, das Leben iſt die Hauptſache.

  • Ges. u. Ev. 2, 19 margin

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21. —

21. Wäre es nicht beſſer, in Zukunft die reine Lehre nicht ſo zu betonen, nicht ſo ſtreng gegen Andersgläu⸗— bige zu ſein? — Solange es noch Leute gibt, die die Wahrheit anfechten., muß man kämpfen.

  • Luth. 44, 1 margin
  • Luth. 44, 1. 2 margin

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22. Es ſei genug, wenn die Methodiſten u

22. Es ſei genug, wenn die Methodiſten u. ſ. w. an Chriſtum glauben.

  • Can. 94, 1 margin

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23. Wenn jemand Chriſtum nur hieb hat, ſo laß ihn einen guten Chriſten ſein

23. Wenn jemand Chriſtum nur hieb hat, ſo laß ihn einen guten Chriſten ſein. auch wenn er anderer Richtung angehört. Aber Joh. 14, 23: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten. Wer da meint, er könne Chriſtum lieben und dabei ſein Wort verachten, wird zu einen Feind ſeiner Kirche. Es iſt einerlei, was man glaubt, einerlei, in welche Kirche man geht. — Einerlei, ob reines odet ſchmutziges Waſſer?

  • Can. 94, 21 margin
  • Ka. 1906, 49 margin

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25. —

25. Man könne ſelig werden, einerlei was ein Menich glaubt, wenn er nur ehrlich daran glaubt. — Es t nicht wahr, daß ein Menſch, der ehrlich und fleißig rech— net, darum auch richtig rechnet, daß der Weg der rechte iſt, weil der Menſch dies ehrlich glaubt.

  • Cal. 97, 17 margin

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26. —

26. Wenn ein Menſch nur nach ſeinem Glauben fromm lebt, ſo mag ſein Glaube immerhin auf Irrtum be⸗ ruhen.

  • Walth. L. L. 481 margin

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27. —

27. Hat dieſer oder jener Lehrer der Kirche ſo oder ſo gelehrt, ohne daß ihm die kirchliche Gemeinſchaft auf— geſagt worden iſt, ſo muß es darum auch jetzt einem Lehrer frei ſtehen, abzuweichen, ohne daß ihm die Bru— derhand verweigert wird. — Aber es iſt mit dem Irr-⸗ tum, wie mit jeder Sünde. Dem einen iſt ſie vergeben. dem andern nicht. Wer Schwachheitsſünden der Heil— gen mutwillig nachtut, ſündigt wider Gnade.

  • L. W. 14, 233 margin
  • L. W. 14, 233. 236 margin
  • Syn. 84, 26 margin

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28. Wie damals der Apoſtel die Chriſten zum Tra— gen der Schwachen ermahnt (Röm

28. Wie damals der Apoſtel die Chriſten zum Tra— gen der Schwachen ermahnt (Röm. 14. 1: verwirret die Gewiſſen nicht), ſo ſoll man auch jetzt falſche Lehre von Kirche und Amt, Chiliasmus u. ſ. w. dulden. — Römw. 14, 1 handelt nicht, wie Gal. 3, 10. 5, 1, vom Irren in der Lehre, ſondern von der Praxis. Darum ſagt er ein jeder ſei ſeiner Meinung gewiß. Röm. 14, 5.

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29. —

29. Auch unter Falſchgläubigen ſeien noch Chriſten darum mache es nichts aus, wenn man in falſchgläubige Kirchen geht. — Weil man bei verſchimmeltem Brot und Waſſer noch leben kann, willſt du dir daran genügen laſſen?

  • Il. 76, 64 margin
  • Il. 76, 64. 65 margin
  • Ma. 27, 270 margin

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30. —

30. Das Einigende in den verſchiedenen Parteien ſei weit höher anzuſchlagen, als das Trennende.

  • Cal. 1904, 6 margin

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31. —

31. Das Beſtehen von verſchiedenen Richtungen ſei ein Segen und von Gott beſtimmt.

  • Cal. 1904, 6 margin
  • Cal. 1904, 6. 7 margin

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32. —

32. Es ſei nicht zu beſorgen, daß Gott ſo ſehr heftig — ——— F—* und grauſam ſein werde, daß er den Menſchen um eines Glaubensartikels willen verdammt, wenn er ſonſt alle Artikel treu glaubt. — Aber die arme, elende Kreatur ſoll nicht ſo toll und töricht ſein, das Wort ihres Schöpfers Lügen ſtrafen zu wollen.

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33. Ihr werft euch zu Richtern und zu Zenſoren auf L

33. Ihr werft euch zu Richtern und zu Zenſoren auf L. W. 20, 226., haltet euch für unfehlbar O. 98, 13., überſpannt die Wichtigkeit der reinen Lehre. L. W. 19. 66.

  • L. W. 20, 226
  • O. 98, 13
  • L. W. 19. 66

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34. Wir machten nur böſes Blut und übel ärger

34. Wir machten nur böſes Blut und übel ärger. — Der Vorwurf trifft Gott.

  • W. 19, 68 margin

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35. —

35. Wir ſeien a. zu hartnäckig, ſchroff und ſtreng: b. voll Engherzigkeit und phariſäiſcher Unduldſamkeit: c. ſtarrſinnige, rechthaberiſche, zank-⸗ und ſtreit— ſüchtige Menſchen, blinde Zeloten, verdammungs⸗ ſüchtige Leute.

  • Syn. 1908, 28 margin
  • L. W. 19, 233 margin
  • Can. 94, 5 margin
  • Cal. 1904, 5 margin
  • Cal. 1904, 5. 6 margin
  • Theol. 8, 238 margin
  • Il. 97, 32 margin
  • Wis. 89, 13 margin
  • S. Dak. 1907. 6 margin
  • Il. 76, 72 margin
  • Cal. 1904, 6 margin
  • Bro. —56—

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36. —

36. Das ſei Hoffart und gegen chriſtliche Demut. —— Sich unter das Wort beugen iſt die rechte Demut. Falſche Lehre falſch zu nennen, iſt keine Hoffart. Wenn wir für etwas das klare Gotteswort beſitzen und da⸗— nium recht haben wollen, ſo behaupten wir nicht, daß bir, ſondern Gott allein recht habe.

  • Mich. 88, 93 margin
  • O. 88, 24 margin
  • Il. 98, 19 margin

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37. —

37. Die Verdammungsurteile der Konkordienformel ſeien gegen den Geiſt des Evangelii. 17. Die Gleichgiltigkeit gegen die falſche Lehre iſt Aroß. Man hält falſche Lehre nur für eine Kleinigkeit, Euth. 45, 1, verkehrte Anſichten L. W. 20, 1. Man ſehe Ddie Wahrheit nur von verſchiedenem Standpunkt an Theol. 8, 238. Der Unterſchied unter den Kirchen ſei rricht ſo groß Mit. 91, 43. Mag. 8, 97. Man ſagt fal⸗ ſchen Propheten höchſtens, daß man ihnen nicht ganz beiſtimmen könne, in Bezug auf manche Aufſtellungen ernſte Bedenken hege u. ſ. w. L. W. 44, 3. 4. Die abweichende Lehre falſch zu nennen, ſei für einen Chri⸗ ſten unrecht. L. W. 47, 276. Auch Ketzerei, die den Grund umſtößt, ſieht man nicht einmal ſauer an L. W. 19, 2. Man läßt ſich die Verbreitung falſcher Lehre ruhig gefallen Min. 86, 41. Man iſt des Streites müde L. W. 51, 407. 408. Das Zeugnis gegen den Irrtum verſtummt L. W. 19, 238. 239. Man will keine Polemik, der Paſtor ſoll nicht immer ſo ſchimpfen Ka. 98, 23. Jeder ſoll ſeine Meinung predigen, aber dabei andere Prediger auch nicht verurteilen Walth. L. L. 477. Alles andere vergibt die Welt den Paſtoren, nur nicht das Strafen der falſchen Lehre. Walth. L. L. 36. Man will die falſche Lehre neben der rechten zu Recht beſtehen laſſen Luth. 18, 19. Man ſoll nicht über Lehre disputieren, ſondern jeden glauben laſſen, was er will Syn. 1906, 25. Man will wohl gegen Sünde kämpfen, aber nicht gegen falſche Lehre Luth. 18, 17 und vergißt dabei, daß falſche Lehre eben auch Sünde iſt. Den Kampf um die Lehre nennt man Wortkrieg und unchriſtliches Schulgezänke, dadurch die Kirche nicht gebaut, ſondern nur zerriſſen wird Luth. 18. 17. O. 94, 12. 13. Jemand wegen falſcher Lehre hinauszutun, ſei Unduldſamkeit Neb. 1903, 82. Toleranz. Unionismus, Liberalität iſt das Zeichen der Zeit Mit. 95, 63. Anm. a. Der Indifferentismus gegen die Lehre greift immer mehr um ſich Ma. 23, 272, breitet ſich unter den Sekten immer weiter aus Ka. 91, 13. Auch viele un— ſerer Gemeindeglieder möchten am liebſten den Kampf aufgeben Can. 94, 5 Anm. b. Trägheit im Kampfe gegen falſche Lehre iſt eine der Gefahren, die uns drohen. Der Kampf iſt dem alten Adam nichts Angenehmes. Anm. c. Gleichailtigkeit gegen die Lehre 1. verrät Unbekanntſchaft mit dem Wort und Ab⸗ neigung gegen dasſelbe: Luth. 1, 64. 2. iſt meiſt gefährlicher als hartes Beſtehen aut falſcher Lehre. Bei Gleichgiltigkeit hört das Su chen nach Wahrheit auf; Eifer für falſche Lehre aber verwandelt ſich leicht in Eifer für rechte Lehre, wenn die Augen geöffnet werden; Il. 77, 0. 3. iſt Gott ein Greuel; Mich. 97, 32. Can. 94, 4. iſt für uns ſelbſt von den ſchlimmſten Folgen 26. begleitet, es muß zur Auflöſung der Glaubenseinig⸗ keit führen; Wis. 83, 38. 5. iſt der Grund aller Religionsmengerei. Ka. 98, 10. Anm. d. Wer gegen die Lehre gleichgiltig iſt, hält auch die wahre Religion nicht in Wahrheit feſt. Homiletik. Serxrageſimä. — Epi. Wie Paulus den Ruhm falſcher Lehre zunichte macht. Daß er a. ihre gottloſe und verderbliche Praxis bloßſtellt, b. das Eitle und Lügenhafte ihres Ruhms, c. den rechten Ruhm eines Dieners Chriſti zeigt. — Ma. 20, 51. 8. Sonntag nach Trin. — Ev. Von der nötigen Vorſicht der Chriſten vor den falſchen Propheten. a. Warum nötig, b. worin ſie beſtehe. — Ma. 1, 211. Die wahre Geſtalt der falſchen Propheten. a. Woran man ſie erkennen könne, b. wodurch man ſich von ihnen nicht täuſchen laſſen dürfe. — Ma. 3, 227. Was fordert Chriſti Mahnung: „Sehet euch vor“ von uns? a. Wir ſollen Chriſto glauben, daß in der Chriſtenheit Wölfe in Schafskleidern vorhanden ſind. die uns verderben können. b. Wir ſollen dieſe Wölfe als ſolche erkennen, um von ihnen zu weichen. c. Wir ſollen die bevorſtehende Verdammnis ſolcher Wölfe alſo zu Herzen nehmen, daß wir nicht in gleiche Verdammnis fallen. — Ma. 3, 241. Chriſti ernſtliche Warnung vor falſchen Propheten. a. Natur und Beſchaffenheit der falſchen Propheten, b. die Kennzeichen, c. die Strafe, welche ſie treffen wird. — Ma. 212. Warum warnt der Herr ſelbſt ſein Volk vor den falſchen Propheten? a. Wer die falſchen Propheten ſind. b. Welches Unheil ſie ſtiften. — Ma. 6. 222. Chriſti Warnung vor den falſchen Propheten. a. Warum ein jeder Chriſt ſich vor falſchen Propheten hüten ſolle, b. woran die falſchen Propheten zu erkennen ſind. — Ma. 9, 234. Chriſti Ermahnung: „Sehet euch vor.“ a. Vor Verführung, b. vor Selbſtbetrug. — Ma. 10, 250. Von der ſo hochnötigen Vorſicht vor den falſchen Propheten. a. Warum ſie ſo überaus nötig ſei, b. was dazu gehöre. — Ma. 12, 215. Falſche Lehre eine überaus gefährliche Liſt des Teufels. a. Daß ſie dies iſt. b. wie wir uns gegen ſie verhalten ſollen. — Ma. 19, 275. Warum die Warnung vor falſchen Propheten auch jetzt noch nötig iſt. a. Die Gefahr, durch ſie verführt zu werden, iſt immer noch ganz dieſelbe. b. Bei ſolcher Verführung ſteht noch immer die Seligkeit auf dem Spiel. — Ma. 18, 222. Wie unterſcheiden ſich die falſchen Propheten von den rechten? In Hinſicht a. auf ihre Stellung, b. ihre Früchte, c. ihr Ende. — Ma. 22, 219. Was lernen wir aus dem heutigen Evangelium? a. Daß Prediger die ihnen anvertrauten Seelen vor falſchen Propheten warnen ſollen, b. daß Zuhörer ſolche Warnung zu Herzen nehmen ſollen. — Ma. 15, 219. Was gibt uns Gliedern der rechtgläubigen Kirche unſer heutiges Evangelium zu bedenken? a. Daß wir mit allem Fleiß über der reinen Lehre halten ſollen, b. daß wir die reine Lehre aber auch von Herzen annehmen ſollen. — Ma. 16, 252. Worauf muß ein Chriſt achthaben, wenn er in dieſer Zeit der falſchen Pro- Pheten unverführt bleiben will? a. Nicht auf den äußerlichen Schein der falſchen Propheten, b. ſondern auf ihre Früchte. — Ma. 25, 223. Eine doppelte Warnung des Herrn ſonderlich wichtig für uns Chriſten in die⸗ ſer Zeit. a. Vor falſchen Propheten, b. vor Heuchelei und bloßem Namenchriſten- tum. — Ma. 24, 263. Die Warnung Chriſti vor falſchen Propheten. a. Daß und warum alle Chri⸗ ſten ſich vor falſchen Propheten vorſehen ſollen, b. woran man ſie erkennen kann, c. wie es den falſchen Propheten und denen, die ihnen anhangen, endlich ergehen wird. — Ma. 27, 263. Chriſti ernſte Warnung vor falſchen Propheten. Er warnt, a. weil ſie in Schafskleidern kommen, b. weil ihre Früchte arge Früchte ſind, c. weil ihre Taten verführeriſch ſind. — R. Pi. Ev. 401. Eine dringende Vermahnung, ſich vor falſchen Propheten vorzuſehen. a. Weshalb wir uns vorſehen ſollen, b. wie dies Vorſehen anzuſtellen und über die falſchen Propheten zu urteilen ſei, c. wie er ſelbſt über ſie urteilt und ſie dereinſt richten wird. — Luth. 18, 2. Hütet euch vor falſchen Lehren. Der Heiland gebietet ſo, b. er zeigt die richtige Weiſe, c. er ſtellt die hohe Gefahr des Ungehorſams gegen ſein Gebot vor Augen. — Hön. Ent. 382. Daß uns nichts dringender auffordert, uns vor falſchen Propheten vorzuſehen, als der Gedanke an die Nähe unſeres Todes. a. Weil die falſche Lehre das ſchwerſte Hindernis iſt, b. weil die reine Lehre hingegen das einzige Mittel iſt zu einem getroſten Sterben. — Walth. L. L. 479. Von der nötigen Vorſicht der Chriſten vor den falſchen Propheten. a. Warum nötig. b. Worin ſie beſteht. — Ma. 1, 211. Die wahre Geſtalt der falſchen Propheten. a. Woran man ſie erkennen könne, b. wodurch man ſich von ihnen nicht täuſchen laſſen dürfe. — Ma. 3, 227. Marks of false prophets. a. They have no divine call, b. they disguise their purpose, c. the final results of their teachings are evil.—Mag. 3, 128. The duty to avoid the broad and to walk in the narrow way in matters of doctrine and worship. a. What this implies, b. why it is so necessary.— Kueg. 4, 480. The Savior's warning: Beware of false prophets.“ a. To whom this warning is addressed, b. why it is necessary, c. how it is to be heeded.Mag. 8, 98. The warrant which Christ has issued against false prophets. a. Their general appearance, b. their special marks.—Sieck 2, 52.

  • L. W. 20, 1
  • Theol. 8, 238
  • Mit. 91, 43
  • Mag. 8, 97
  • L. W. 44, 3
  • L. W. 44, 3. 4
  • L. W. 47, 276
  • L. W. 19, 2
  • Min. 86, 41
  • L. W. 51, 407
  • L. W. 51, 407. 408
  • L. W. 19, 238
  • L. W. 19, 238. 239
  • Ka. 98, 23
  • Walth. L. L. 477
  • Walth. L. L. 36
  • Luth. 18, 19
  • Syn. 1906, 25
  • Luth. 18, 17
  • Luth. 18. 17
  • O. 94, 12
  • O. 94, 12. 13
  • Neb. 1903, 82
  • Mit. 95, 63
  • Ma. 23, 272
  • Ka. 91, 13
  • Can. 94, 5
  • Luth. 6, 164 margin
  • Luth. 6, 164. I margin
  • O. 1900, 38 margin
  • O. 1900, 38. 39 margin
  • Luth. 18, 19 margin
  • Can. 85, 45 margin
  • S. Dak. 1907, 6 margin
  • Wis. 82, 16 margin
  • Gna. 387 margin
  • Gna. 387. 388 margin
  • Kueg. 4, 481 margin
  • Süd. 97, 45 margin
  • Il. 95, 40 margin
  • Wis. 82, 19 margin
  • Luth. 1, 64 The Heretic Arius and His End. (Continuation.)
  • Luth. 1, 64. 2 Testimonies of Luther: What the chief article of Christian doctrine is.
  • Luth. 1, 64. 2. i Preliminary remarks on the cause, purpose, and content of the paper.
  • Il. 77, 0
  • Il. 77, 0. 3
  • Il. 77, 0. 3. i
  • Mich. 97, 32
  • Can. 94, 4
  • Can. 94, 4. i
  • Wis. 83, 38
  • Wis. 83, 38. 5
  • Wis. 83, 38. 5. i
  • Ka. 98, 10
  • Ma. 20, 51
  • Ma. 20, 51. 8
  • Ma. 1, 211
  • Ma. 3, 227
  • Ma. 3, 241
  • Ma. 212
  • Ma. 6. 222
  • Ma. 9, 234
  • Ma. 10, 250
  • Ma. 12, 215
  • Ma. 19, 275
  • Ma. 18, 222
  • Ma. 22, 219
  • Ma. 15, 219
  • Ma. 16, 252
  • Ma. 25, 223
  • Ma. 24, 263
  • Ma. 27, 263
  • Luth. 18, 2
  • Hön. Ent. 382
  • Walth. L. L. 479
  • Ma. 1, 211
  • Ma. 3, 227
  • Mag. 3, 128
  • Kueg. 4, 480
  • Mag. 8, 98
  • Sieck 2
  • Sieck 2, 52

vol b, printed page 913–915 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0994

—

Abhandlungen. Siehe unter Lehre, Seite 5867. Abriß. Wer iſt ein falſcher Lehrer? § 1. Beſchreibung der falſchen Propheten. § 2. Ihr Schafskleid. F§ 3. An ihren Früchten ſollt ihr ſie Schaden richten ſie an? § 5. Ihr Erfolg. § 6. Ihre Strafe. § 7. Kann ein fal⸗ ſcher Prophet ſelig werden? § 8. Falſche Lehrer hat es immer gegeben. § 9. Vor falſchen Propheten ſollen wir uns vorſehen. § 10. Widerlegung der Irrlehrer. § 11. Art und Weiſe der Widerlegung. § 12. Falſche Lehrer ſoll man meiden. § 13. Lehrzucht. § 14. Der Kampf gegen falſche Lehre. § 15. giltigkeit gegen falſche Lehre. § 17. Falſche Lehrer.

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vol b, printed page 892–893 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0973

1. —

1. Falſche Lehrer ſind Lehrer, die von Chriſti Wort abweichen und hartnäckig trotz aller Ermahnung an ih- rer falſchen Lehre feſthalten. Jer. 23, 16: ſie predigen nicht aus des Herrn Munde. ö Anm. a. Auch ein rechtgläubiger Prediger kann ein⸗ mal irren, aber ſobald ihm ſein Irrtum aus Gottes Wort vorgeſtellt wird, tut er ihn ab. Ein falſcher Prophet je— doch hält hartnäckig daran feſt. Tit. 3, 10: einmal und abermal ermahnt. Anm. b. „Falſcher Prophet“ iſt eine ähnliche Zuſam— menſetzung als „frommer Schalk“. Iſt jemand ein Pro— phet, ſo kann er kein falſcher Lehrer ſein. Iſt er ein falſcher Lehrer, ſo kann er kein Prophet ſein. Anm. c. Oft werden auch rechte Propheten als fal-Ma. ſche verſchrieen. „Biſt du, der Israel verwirret“ Wel⸗ cher Unterſchied aber zwiſchen einem rechten und falſchen Propheten in Bezug auf Stellung. Früchte, Ende! Anm. d. In einem gewiſſen Sinn können auch deine Freunde. Zeitungen und Bücher ſalſche Propheten ſein.

  • Luth. 18, 2 margin
  • Theol. 10, 173 margin
  • Ma. 3, 231 margin
  • Ma. 1, 200 margin
  • Ma. 1, 200. 6, 222 margin
  • Ma. 1, 200. 6, 222. 22, 219 margin
  • Ma. 1, 200. 6, 222. 22, 219. 220 margin
  • Ma. 23. 218 margin

vol b, printed page 893 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0974

2. Beſchreibung der falſchen Proöpheten

2. Beſchreibung der falſchen Proöpheten. Falſche Leh— rer 1. predigen nicht des Herrn Wort, ſondern verfälſchen (5. 2 Kor. 2, 17. 4, 2. Sie miſchen Waſſer mit Wein. Jeſ. 1, 22: 2. vermiſchen Geſetz und Evangelium. Sie ſprechen den Gottloſen recht Spr. 17. 15, machen den Leuten Kiſ⸗ ſen unter die Arme, Heſ. 13, 18. verkündigen den Gott⸗ loſen eitel Gutes und tröſten ſie in die Hölle hinein;

  • Spr. 17. 15
  • Ma. 6, 222 margin
  • Jo. 89, 34 margin
  • Theol. 10, 172 margin
  • Ma. 6, 223 margin
  • Stöckh. A. T. 308 margin

vol b, printed page 893 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0974

3. —

3. verbieten, was Wott geboten hat, und erlauben, was er verboten hat. Jeſ. 5, 20: ſie heißen Böſes gut und Gutes bös, machen aus Licht Finſternis. Heſ. 22, 26: Ihre Prieſter verkehren mein Geſetz freventlich:

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vol b, printed page 893 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0974

4. ſetzen ſich an Gottes Stelle und machen Glaubens.Süd

4. ſetzen ſich an Gottes Stelle und machen Glaubens.Süd. 86, 50.

  • Süd. 86, 50

vol b, printed page 893 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0974

5. folgen ihrer Vernunft

5. folgen ihrer Vernunft. Ein Schwindelgeiſt hat ſie eriaßt. Wis. Syn. 87, 42. Sie hängen ſich an dunkle Stellen der Schrift und laſſen die hellen aus den Augon. Vrun. 38; (. ſind nicht von Gott geſandt. ſondern kommen von ſelbſt, ohne Veruf. Jer. 23, 21: Ich ſandte die Pro. pheten nicht, noch liefen ſie. Sie gehen nicht durch die Tür in den Stall, ſondern wie Diebe. Joh. 10,. 1—10. Stöckh. N. T. 173. Sie gehen auf, wie Dornen und Diſteln. Mag. 3, 128;

  • Wis. Syn. 87, 42
  • Stöckh. N. T. 173
  • Wis. 1903, 29 margin
  • Theol. 10. 173 margin
  • Theol. 10. 173. 174 margin
  • Ma. 7, 212 margin
  • Ma. 7, 212. 6, 222 margin
  • Ma. 7, 212. 6, 222. 9, 235 margin
  • Ma. 7, 212. 6, 222. 9, 235. 22, 219 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 34 margin
  • Mag. 3, 128

vol b, printed page 893–894 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0974

7. —

7. greifen gern in ein fremdes Amt. 2 Kor. 10, in fremder Arbeit. Sie dringen gern in beſtehende meinden ein und ſuchen deren Glieder an ſich zu zi c. ſprengen ihre Bücher und Schriften in alle Lur . werfen ſich oft auf zu Herren, tyranniſieren die Was laſſen ſich manche Gemeinden, z. B. meinden. piſten, von falſchen Lehrern gefallen! 2 Kor. 11. ſo euch jemand zu Knechten macht, ſo euch jemand ſcht det u. ſ. w

  • Jo. 89, 33 margin
  • Jo. 89, 33. 34 margin
  • Luth. 18, 3 margin
  • Ma. 1, 200 margin
  • Luth. 38, 29 margin
  • S. Dak. 1906, 9 margin
  • S. Dak. 1906, 9. 10 margin
  • Ma. 79, 71 margin
  • Ma. 79, 71. 89, 34 margin
  • Ma. 79, 71. 89, 34. 35 margin
  • Ma. 79, 71. 89, 34. 35. 20, 52 margin

vol b, printed page 894 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0975

10. —

10. ind meiſt ſtolz, hoffärtig, voll Selbſtruhm:

  • Ma. 9, 235 margin
  • Ma. 9, 235. 20, 52 margin

vol b, printed page 894 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0975

11. ſuchen irdiſchen Gewinn

11. ſuchen irdiſchen Gewinn. Heſ. 18, 19: um cit Hand voll Gerſte und Biſſen Brots willen. Röm : ſie dienen nicht dem Herrn, ſondern ihrem Ba Mrs. Eddy, Dowie und andere ſind durch ihre Lehre r geworden. Luth. 64, 21. Anm. Falſche Propheten 1. rauben Gott die Ehre. Falſche Lehre iſt En heiligung des Namens Gottes; 2. ſind verbotene Exiſtenzen; 3. dienen mit ihren Menſchengeboten Gott re— geblich Matth. 15, 9. Und ihre Gebote von Hand. waſchen u. ſ. w. waren noch nicht einmal unrecht, 4. lernen immerdar und können nimmer zur E— kenntnis der Wahrheit kommen, denn ſie widerin hen der Wahrheit. 3. Ihr Schafskleid. Falſche Lehrer kommen in Schaf kleidern. Matth. 7, 15. Worin beſteht ihr Schafskleid. a. ſchmücken ihre falſche Lehre mit Gottes Wort. Per 23, 31. 32: führen ihr eigen Wort und ſprechen: er hat! Sie predigen die falſche Lehre als göttlin geſagt. Falſche Lehrer in Schafskleidern ſind ſolthe Wahrheit. die Stücke der reinen Lehre noch feſthalten und die fal Il. 89, 67. Sie ſche Lehre damit verhüllen. 1. predigen Stücke des Wortes rein und laute und bringen ihre falſche Lehre nebenn herein. 2 Petr. 2,. 11 neben einführen: 2. führen Gottes Wort an, aber laſſen etwas au(wie der Teufel Matth. 4, 6) oder fügen etwas hin zu; 3. reden oft ganz bibliſch. Zwingli: Es ſei in Abendmahl derſelbe Leib Chriſti, der am Kreue hing. Aber er verſtand es geiſtlicherweiſe; 4. wiſſen ihr Gift zu verſtecken bis zu gelegene! Zeit. Je liſtiger ſie die falſche Lehre verſtecken, deſn gefährlicher; Matth. 24. 5. b. kommen unter dem Schein Chriſti. in meinem Namen Luk. 21, 8: unter meinem Namen. 24, 23: Siehe, bier iſ und ſagen: ich ſei es. Matth. Chriſtus. 2 Kor. 11, 13: verſtellen ſich zu Chriſti Apo⸗ ſteln; 15: als Prediger der Gerechtigkeit. Sie geben vor, rechte Lehrer zu ſein (der weiße Teufel. Ka. 1900, 25); c. geben manchmal Wunder vor. Matth. 24, 24: werden große Zeichen und Wunder tun. 7, 22: in dei⸗ nem Namen geweisſagt, viele Taten getan; d. berufen ſich 1. auf die lutheriſchen Bekenntnisſchriften. Sie ſagen „allein aus Gnaden“, aber doch kommt es auf den Menſchen an: 2. auf die Väter. Darum ſoll man ſie trotz ihres Irrtums zu den Rechtgläubigen zählen oder zum 400 hochangeſehene Kirchenlehrer als irrgläubig an⸗ ehen; 3. auf Geſichte und Offenbarungen, auf den in⸗ nerlichen Beruf; e. verführen durch ſüße, prächtige Reden die unſchuldigen Herzen. Röm. 16, 18. Eph. 4, 14: Täuſcherei, damit ſie uns erſchleichen, zu verführen. Sie wiſſen ihre Lehre ſo vortrefflich darzulegen, daß ſelbſt oft die beſten Chriſten betrogen werden. Anm. a. Etliche von den frommen Reden ſind: „Wir ſind die urſprüngliche Kirche. Sehet ihr nicht, wie wir auf Buße, Beſſerung, Heiligung dringen, wie wir ſingen, beten u. ſ. w.? Laßt uns nach dem langen Krieg die Bruderhand reichen! Auf die Lehre kommt nicht ſo viel an, wenn man nur an Chriſtum glaubt.“ Anm. b. Mit liebenswürdiger Zuvorkommenheit umſtricken ſie die nichtsahnenden Leute; f. haben den Schein eines gottſeligen Weſens 2 Tim. 3. 5, geben ſonderliche Weisheit und Klugheit vor; g. zeigen großen Eifer, geben ſich viel Mühe, die Herzen zu gewinnen und die Maſſe an ſich zu ziehen; ſie bringen ſtets was Neues her. Matth. 24, 26: er iſt in der Wüſte, er iſt in der Kammer: h. geben vor, daß ſie die Ehre Gottes über alles ſtellen und preiſen ihre Lehre als unfehlbares Mittel zur Seligkeit: i. umgeben ſich mit dem Schein der Wiſſenſchaft. Anm. a. Wehe denen, die keine klare Erkenntnis haben, ſie laſſen ſich leicht betören. Eph. 4, 14: Kinder, die ſich wiegen und wägen laſſen von allerlei Wind der Lehre. Anm. b. Es iſt keine Leichtigkeit, einen ſolchen verſchlagenen, ſcharſſinnigen Mann in der Gemeinde als falſchen Lehrer zu entlarven. Amm. c. Doch gibt es auch falſche Propheten ohne Schafskleid: 1. ſolche, die die Fundamentallehren, die Drei⸗ einigkeit, die Gottheit Chriſti u. ſ. w. leugnen, 2. falſche Meſſiaſſe, die ſich ſelbſt für Chriſtus ausgeben. Namen von ſolchen Luth. 63, 155. Ihr Erfolg iſt gewöhnlich von kurzer Dauer. 4. An ihren Früchten ſollt ihr ſie erkennen. Matith 7, 16. Dieſe Früchte ſind a. nicht das gottſelige Leben, obwohl auch auf den Wandel des Paſtors viel ankommt. Ein Prediger kann ein gottſeliges Leben führen und doch ein falſcher Lehrer ſein. Der Schluß: Wenn der Prediger gottſelig lebt, muß auch ſeine Lehre recht ſein, iſt ebenſo falſch, als dieſer: Jener Schuhmacher iſt ein frommer Mann, darum ſind auch ſeine Schuhe, die er macht, gur; b. nicht der große Eifer, c. nicht der äußerliche Schein, d. nicht der Erfolg, welcher vor Menſchen verbor— gen iſt. Sollte man von den Wirkungen ſchließen auf Wahrheit oder Unwahrheit der Lehre, ſo müßte man die falſchen Propheten gewähren laſſen, bis ſich der Erfolg zeigt; e. ſondern ſeine Lehre. Die Frucht eines Redners iſt ſeine Rede. Jeſ. 57, 19: die Frucht der Lippen. Wie der rechte Prophet an der rechten Lehre, ſo wird der falſche Prophet an ſeiner falſchen Lehre er— kannt. Anm. a. Kann man auch Trauben leſen von den Dornen? Aus der falſchen Lehre wird offenbar, daß der Prophet eine Diſtel iſt. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen. Anm. b. Dabei ſoll man freilich zugleich darauf ſe hen, was für Früchte ſolche Lehre im Leben zeigt. Was hat die Lehre der Katholiten von den Heiligen, die Leünt der Calviniſten daß Gott viele zur Verdammnis beſtimmt: habe, zur Frucht? Verwirrung der Gewiſſen, Berau— bung alles Troſtes. Anm. c. Will man falſche Lehrer erkennen, ſo gehört dazn daß man das Wort kennt. — Ein unbekehrter. unerleuchteter Menſch wird im Dunkeln tappen. 5. Welchen Schaden richten falſche Lehrer an? Sie ſind reißende Wölfe Matth. 7. 15, Seelenmörder. S zerreißen und zerſtrenen die Schafe. Ein Wolf hat es auf das Leben der Tiere abgeſehen. Ma. 19. 275. Falſche Lehrer ſind gierig wie ein Wolf. Luth. 18, 3 Sie g. führen ab von Chriſto, indem ſie den Hauptartitel von der Rechtfertigung allein aus Gnaden fälſchen. Viele Menſchen erkennen den ſchmalen Weg zum Leben nicht. weil ſie falſchen Propheten in die Hände fallen. Quart. 1, 169: b. ziehen den Monſchen auf den breiten Weg zur Hölle. Darunt ruft der Apoſtel aus: Wollte Gott, daß ſie auch ausgerottet würden. Gal. 5, 12; verwüſten den ſchönen Garten Gottes, richten Revolution in der Kirche an:

  • Luth. 64, 21
  • Il. 89, 67
  • Min. 86, 30 margin
  • S. Dak. 1906, 8 margin
  • S. Dak. 1906, 8. 9 margin
  • Luth. 40, 188 margin
  • Luth. 10, 164 margin
  • Syn. 1908, 26 margin
  • Theol. 10, 175 margin
  • Theol. 10, 175. 176 margin
  • Wis. Syn. 87, 23 margin
  • Gna. 390 margin
  • Luth. 45, 1 margin
  • Luth. 45, 1. 2 margin
  • Kueg. 4, 128 margin
  • Kueg. 8, 99 margin
  • Ma. 12, 215 margin
  • Ka. 1900, 25 margin
  • Ka. 1900, 25. 86, 29 margin
  • Ma. 24, 116 margin
  • Ma. 24, 116. 117 margin
  • Mich. 1901, 67 margin
  • Mich. 1901, 67. 68 margin
  • Mich. 1901, 67. 68. 146 margin
  • L. W. 51, 145 margin
  • Theol. 10, 176 margin
  • Ma. 29, 69 margin
  • Ma. 29, 69. 70 margin
  • Ma. 1. 200 margin
  • Ma. 1. 200. 201 margin
  • Ma. 1. 200. 201. 200 margin
  • Ma. 1. 200. 201. 200. 201 margin
  • W. 1903, 88 margin
  • W. 1903. 46 margin
  • W. 1903. 46. 34 margin
  • Ma. 3, 232 margin
  • Ka. 1900, 25
  • Luth. 63, 155
  • Luth. 63, 155. I
  • Jo. 95, 40 margin
  • Il. 89, 66 margin
  • Luth. 18, 2 margin
  • Ma. 27, 269 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 52 margin
  • Sieck 2, 52. 58 margin
  • Jo. 89, 35 margin
  • L. W. 45, 3 margin
  • L. W. 18, 1 margin
  • Stöckh. A. T. 292 margin
  • Ma. 12, 215 margin
  • Ma. 12, 215. 216 margin
  • Luth. 40, 188 margin
  • Luth. 40, 188. 169 margin
  • Luth. 40, 188. 169. 170 margin
  • Luth. 40, 188. 169. 170. 24, 148 margin
  • L. W. 20, 65 margin
  • L. W. 20, 65. 67 margin
  • Jo. 79, 71 margin
  • S. Dak. 1906, 9 margin
  • Ma. 7, 212 margin
  • Ma. 7, 212. 25, 223 margin
  • Ma. 7, 212. 25, 223. 224 margin
  • Ma. 22, 219 margin
  • W. 1903, 46 margin
  • W. 1903, 46. 47 margin
  • Süd. 89, 39 margin
  • Süd. 89, 39. 37 margin
  • Il. 79, 16 margin
  • Il. 79, 16. 17 margin
  • Il. 1906, 18 margin
  • Luth. 24, 148 margin
  • Jo. 79, 70 margin
  • Ma. 12, 215 margin
  • W. 1903, 48 margin
  • W. 1903, 48. 49 margin
  • Ma. 19. 275
  • Luth. 18, 3
  • Quart. 1, 169
  • Luth. 18, 3 margin
  • Luth. 18, 3. 4 margin
  • Ma. 27, 8 margin
  • Ma. 27, 8, 102 margin
  • Ma. 27, 8, 102. 266 margin
  • Ma. 27, 8, 102. 266. 268 margin
  • Ma. 3, 229 margin
  • Ma. 3, 229. 230 margin
  • Ma. 25, 23 margin
  • Ma. 25, 23. 224 margin
  • Luth. 18, 4 margin
  • Ma. 7, 212 margin
  • Ma. 7, 212. 3, 228 margin
  • Mag. 3, 128 margin
  • Mag. 3, 128. 12, 216 margin
  • Ma. 22, 219 margin
  • Walth. Ev. 262 margin
  • Gna. 275 margin
  • Kueg. 4, 480 margin
  • Kueg. 4, 481 margin
  • O. 71, 25 margin
  • O. 71, 25. 26 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 67 margin
  • Luth. 18, 4 margin
  • Luth. 18, 4. 55 margin
  • Stöckh. N. T. 1014 margin
  • Luth. 18, 4 margin
  • Luth. 18, 4. 5 margin
  • Il. 89, 68 margin
  • Luth. 18, 4 margin
  • Ma. 1, 201 margin
  • Ma. 1, 201. 2 margin
  • Ma. 1, 201. 2 4 margin
  • Ma. 1, 201. 2 4., 263 margin
  • Ma. 1, 201. 2 4., 263. 264 margin
  • Ma. 1, 201. 2 4., 263. 264. 27, 265 margin
  • Ma. 1, 201. 2 4., 263. 264. 27, 265. 266 margin
  • Ma. 1, 201. 2 4., 263. 264. 27, 265. 266. 12, 216 margin
  • Ma. 1, 201. 2 4., 263. 264. 27, 265. 266. 12, 216. 6, 223 margin
  • Mit. 79, 24 margin
  • Ma. 9, 231 margin
  • Ma. 9, 231. 12, 216 margin
  • Ma. 9, 231. 12, 216. 18 margin
  • Ma. 9, 231. 12, 216. 18. 220 margin
  • Quart. I, 1 margin
  • Quart. I, 1 9 margin
  • Luth. 10, 164 margin
  • Ma. 20. 51 margin
  • Syn. 1908. 25 margin
  • Mag. 3,
  • L. W. 20,
  • Min. 68.
  • Jo. 89,
  • Mit liebenswürdiger Zuvo
  • Il. 89,
  • Ma. — 201.
  • Ma. 9, —

vol b, printed page 894–896 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0975

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