Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 1 › Seite 2

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-09-08, Seite 2

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Beichte 2 · Einigkeit · Lehre. — Falſche Lehrer 8 · Lehre. — Falſche Lehrer 14 · Kirchengemeinſchaften 3

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Chicago folgenden Beſchluß gefaßt: „In der dem
Redacteur zu ertheilenden Inſtruction ſoll dem⸗
ſelben empfohlen werden, mehr als bisher die
Vorkommniſſe auf dem kirchlichen Gebiete dieſes
Landes zu berückſichtigen“; der Lutheraner wird
daher von jetzt an mehr kirchliche Nachrichten
aufnehmen, als bisher geſchehen, und ſo an
Mannigfaltigkeit und Intereſſe gewinnen, aber
nach der ausdrücklichen Erklärung der Synode
wird das Blatt ſeinen polemiſchen Charakter be⸗
halten.

Wir müſſen hiernach freilich gewärtig ſein, daß
man uns darum auch ferner der Verdammungs⸗
ſucht beſchuldigen werde, aber wir tröſten uns
hierbei des Wortes Chriſti: „Selig ſeid ihr, wenn
euch die Menſchen um meinetwillen ſchmähen und
verfolgen, und reden allerlei Uebels wider euch, ſo
ſie daran lügen. Seid fröhlich und getroſt,
es wird euch im Himmel wohl belohnet werden.

Denn alſo haben ſie verfolgt die Propheten, die

vor euch geweſen ſind.“ Matth. 5, 11. 12. Und
deſſen können wir uns allerdings tröſten, denn
wir haben uns bisher alles liebloſen Verdammens
durch Gottes Gnade gänzlich enthalten und werden
es mit demſelben Beiſtande auch ferner. Wir
haben Niemanden, geſchweige ganze religiöſe
Gemeinſchaften um ihrer Irrthümer willen ver⸗
dammt; ſondern allein ihre Irrthümer ſelbſt
widerlegt und verdammt; wir haben klar und
deutlich und wiederholt als unſern Glauben aus⸗
geſprochen, daß Kinder Gottes, alſo die Kirche
JEſu Chriſti, unter allen Benennungen, die noch
das Wort Gottes weſentlich behalten, zu finden
ſei. Die öffentlichen Lehrer freilich, die das arme,
unerfahrne, in Deutſchland verwahrloste Volk hier
verführen und betrügen; die trotz aller Ueber—
weiſungen aus Gottes Wort ihre Irrthümer hals⸗
ſtarrig feſthalten, vertheidigen und verbreiten; die
ſich nicht fürchten, heilige Lehren und Stiftungen,
die ihren Grund in den klaren Ausſprüchen des
Wortes Gottes haben, unaufhörlich zu verſpotten
und zu verläſtern, und die zu ihrer Vertheidigung
mit Lügen und Verleumdungen umgehen: ſolche
Menſchen haben wir freilich nicht für wahre Chri⸗
ſten anerkennen können, ſolchen haben wir nicht
um gewiſſer Irrthümer, ſondern um ihrer Bos-⸗
heit willen, das Wort Gottes vorhalten müſſen,
das ſie verurtheilt. Was haben aber unſere Feinde
gethan? Was haben gerade diejenigen gethan,
die immer und immer von der Verdammungsſucht
der ſogenannten Altlutheraner reden? Sie haben
die lutheriſche Kirche immer für die todte und alle
diejenigen, welche die Lehren und Gebräuche der⸗
ſelben feſthalten, für unbekehrte, fleiſchliche, un⸗
erleuchtete, unwiedergeborne Menſchen erklärt.
Wer zeigt ſich alſo verdammungsſüchtiger, als
dieſe Heuchler? Man leſe nur u a. das Me⸗
thodiſtenblatt, den „Apologeten“, ſo kann man
dies faſt auf jeder Seite finden. Wer übrigens

das, wir möchten ſagen, Unglück hat, mitten
unter Methodiſten zu wohnen, der bedarf unſeres
Nachweiſes nicht, der wird es gewiß zur Genüge
ſchon oft ſelbſt erfahren haben, daß ſich die Metho⸗
diſten wirklich für das Häuflein der Auserwählten,
und alle diejenigen, die nicht zu ihnen kommen

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oder gar ſie tadeln, für ewig verdammt und ver⸗
loren halten.“)

So werden wir denn, in Gemeinſchaft mit
mehreren theuern Brüdern, getroſt fortfahren dieſes
geringe Blättlein dazu zu benutzen, nicht nur der
Wahrheit Zeugniß zu geben, ſondern auch, ſo viel
uns Gott Gnade gibt, die jetzt herrſchenden Irr—
thümer, inſonderheit die, welche in unſere luthe⸗
riſche Kirche einzuſchleichen drohen, aufzudecken
und zu bekämpfen, mögen ſie ſich nun in das
Kleid des lutheriſchen Namens oder menſchlicher
Heiligkeit einhüllen. Dafür haben wir erſtlich
Gottes Befehl: „Ein Biſchof ſoll untadelig ſein
— und halte ob dem Wort, das gewiß iſt und
lehren kann, auf daß er mächtig ſei zu ermahnen
durch die heilſame Lehre, und zu ſtrafen die
Widerſprecher. Denn es ſind viele freche und
unnütze Schwätzer und Verführer, ſonderlich die
aus der Beſchneidung, welchen man muß das
Maul ſtopfen, die da ganze Häuſer verkehren, und
lehren, das da nicht taugt, um ſchändlichen Ge—
winnes willen.“ Tit. 1,7 — 11. Ferner: „Sehet
euch vor vor den falſchen Propheten, die in
Schafskleidern zu euch kommen: inwendig aber
ſind ſie reißende Wölfe.“ Matth. 7, 15. Ferner:
„Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geiſt,
ſondern prüfet die Geiſter, ob ſie aus Gott ſind;
denn es ſind viele falſche Propheten ausgegangen
in die Welt.“ 1 Joh. 4, 1. Sollen ſich. aber die
Chriſten vor ſolchen falſchen Propheten vorſehen
und die Geiſter prüfen, ſo haben eben wir Pre⸗
diger die heilige Pflicht, denſelben hierzu behülf—
lich zu ſein; als Hirten nicht nur unſere Schafe
zu weiden, ſondern für ſie auch gegen die Wölfe zu
ſtreiten, und als Wächter auf den Zinnen Zions
*) Wir haben hievon in dieſen Tagen ein ſchrecken⸗
erregendes Beiſpiel erlebt. Vor einigen Monaten kam ein
erweckter Chriſt hier an, beſuchte die in dieſem County vor
kurzem gehaltene methodiſtiſche Campmeeting, und ließ ſich
auf derſelben nach längerem ohnmächtigen Widerſtreben auf
methodiſtiſche Weiſe bekehren. Jetzt erklärte er die Me—
thodiſtengemeinſchaft für die Sammlung der Kinder Gottes
aus allen Kirchen, die Gott verlaſſen habe; ſeinen vorigen
nichtmethodiſtiſchen Brüdern predigte er Buße und Bekeh⸗
rung; jetzt war er daher auch bei ſeinen Methodiſten ein
„lieber Bruder“. Doch was geſchah? Das Gewiſſen des
armen Mannes erwachte nach kurzer Betäubung; er ſah
ein, daß er ſich ſchrecklich damit verſündigt hatte, das Werk,
was Gott ſchon vorher in ſeinem Herzen gehabt hatte, ſich
verdächtig machen, und ſich dazu bewegen zu laſſen, es für
Menſchen⸗ und Fleiſcheswerk zu erklären. Er ſah ſich
ſchändlich betrogen; ſagte in tiefer Reue dem hieſigen
Methodiſtenprediger den Handel wieder auf und erklärte
ihm, daß er ihn um ſeinen Gnadenſtand betrogen habe, und
geht nun, mit Verzweiflung ringend, umher. Gott er⸗
barme ſich ſeiner. Wir haben dies aus ſeinem eigenen
Munde. Wir theilen dies mit zur Warnung für alle die⸗
jenigen, in welchen Gott das gute Werk des Glaubens viel⸗
leicht ſchon in Deutſchland angefangen hat, ſich, wenn ſie
hieher kommen, wohl vorzuſehen, daß ſie ſich das Ziel nicht
verrücken laſſen, nach St. Pauli Ermahnung: „Laſſet euch
niemand das Ziel verrücken, der nach eigner Wahl einher⸗
geht in Demuth und Geiſtlichkeit der Engel, deß er nie keins
geſehen hat, und iſt ohne Sache aufgeblaſen in ſeinem
fleiſchlichen Sinn, und hält ſich nicht an dem Haupt —
welche haben einen Schein der Weisheit durch ſelbſt er⸗
wählte Geiſtlichkeit und Demuth.“ ꝛc. (Col. 2, 18—23.)
Ferner: „Auf daß wir nicht mehr Kinder ſein, und uns
wägen und wiegen laſſen von allerlei Wind der Lehre, durch
Schalkheit der Menſchen und Täuſcherei, damit ſie uns er⸗

ſchleichen zu verführen.“ (Epheſ. 4, 14.)

nicht nur zu wachen, ſondern auch die nahenden

Feinde zu melden.

Hierzu haben wir aber auch die Apoſtel und
Propheten und Chriſti ſelbſt eigenes Beiſpiel.
Wie ernſtlich haben erſtere während ihres ganzen
Lebens gegen allerlei Ketzer und falſche Propheten
gekämpft, die ihres Herzens Geſichte und nicht aus
des HErrn Munde predigten! Man vergleiche
u. a. Jer. 23. Heſek. 13 und 34. Ganze Bücher
der heiligen Schrift ſind gegen falſche Lehrer ge⸗
ſchrieben; man vergleiche u a den Brief St Pauli
an die Galater. Mit welchem Ernſte tritt da
St. Paulus gegen die falſchen Lehrer auf! Er
ſpricht zweimal: „So auch wir, oder ein Engel
vom Himmel euch würde Evangelium predigen
anders, denn das wir euch gepredigt haben, der
ſei verflucht.“ Cap. 1, 8. Ferner: „Wer euch
irre macht, der wird ſein Urtheil tragen, er ſei, wer
er wolle Wollte Gott, daß ſie auch ausgerottet
würden, die euch verſtören.“ Cap. 5, 10. 12. Im
Briefe an die Philipper geht der heilige Apoſtel ſo
weit, daß er die falſchen Apoſtel Hunde nennt und
ſpricht: „Sehet auf die Hunde, ſehet auf die böſen
Arbeiter.“ Cap. 3, 2. Schon zur Zeit der Apoſtel
meinte man zwar, es ſei nicht recht, um eines
wenigen Abweichens willen von der reinen Lehre,
viel Aufhebens zu machen, aber Paulus ruft ſeinen
Galatern zu: „Ein wenig Sauerteig verſäuert
den ganzen Teig.“ Cap. 5, 9. Mit welchem Eifer
übrigens der HErr ſelbſt gegen die falſchen Lehrer
geſtritten habe, dies weiß jeder, der die heiligen
Evangelien nur ein wenig kennt. Wer wagt es
aber, die heiligen Menſchen Gottes, ja den Sohn
Gottes ſelbſt der Verdammungsſucht zu beſchul⸗
digen? Mag es daher den Feinden lieb oder leid
ſein, wir werden fortfahren, im Kampfe gegen die
Verfä ſcher des Wortes Gottes Chriſti und ſeiner
Boten Fußſtapfen nachzufolgen.

Hierzu dringt uns aber auch die Liebe zu
unſern irrenden und verführten Brü—
dern. Die heilige Schrift ſtellt uns die falſche
Lehre als etwas ſehr Gefährliches und Verderb—
liches dar; ſie vergleicht ſie unter anderm einem
Krebsgeſchwür; St. Paulus ſpricht von den Re⸗
den der Ketzer: „Ihr Wort frißt um ſich wie der
Krebs, unter welchen iſt Hymenäus und Phi⸗
letus.“ 2 Tim. 2, 17. Iſt es daher nicht unſere
Pflicht, uns der armen Seelen anzunehmen, die
bedroht ſind, mit der Peſt der Irrlehre angeſteckt
zu werden, oder bereits davon angeſteckt ſind?
Würde es wohl zu einer Reformation gekommen
ſein, wenn Luther allein gegen die Sünden und
Laſter ſeiner Zeit und nicht auch und zwar vor
allem gegen die Verkehrungen des Evangeliums
geſtritten und dasſelbe in ſeiner Reinheit und
Lauterkeit zu erhalten und den Nachkommen zu
vererben geſucht hätte? Wie wollten daher auch
wir in dieſen letzten Zeiten es vor Gott ver⸗
antworten, wenn wir dem Strom der tauſenderlei
Irrlehren, der jetzt alles zu überſchwemmen droht,
nicht entgegenarbeiteten, jetzt gerade, wo alles ruft:
Hier iſt Chriſtus! da iſt Chriſtus! Er iſt in der
Wüſte! Er iſt in der Kammer! Wo allenthalben
falſche Propheten aufſtehen und große Zeichen und
Wunder thun, daß verführet werden in den Irr⸗

English translation AI translation

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It is true that the Synod, at its first annual convention in Chicago, passed the following resolution: "In the instruction to be given to the editor, it should be recommended to him that he give more consideration than heretofore to events in the ecclesiastical field of this country"; the Lutheraner will therefore from now on include more church news than it has done heretofore, and thereby gain in variety and interest, but according to the Synod's express declaration, the paper will retain its polemical character.

We must, of course, be prepared that we shall for this reason also continue to be accused of a mania for condemnation; but in this we take comfort in the word of Christ: "Blessed are you when men shall revile you and persecute you, and shall say all manner of evil against you falsely, for my sake. Rejoice, and be exceeding glad, for great is your reward in heaven; for so persecuted they the prophets which were before you." Matt. 5:11–12. And indeed we can take comfort in this, for we have hitherto, by God's grace, entirely refrained from all loveless condemnation, and shall continue to do so with the same help. We have condemned no one, still less whole religious communions, for the sake of their errors; rather, we have only refuted and condemned their errors themselves. We have clearly, distinctly, and repeatedly declared it to be our conviction that the children of God — that is, the Church of Jesus Christ — is to be found under all denominations that still essentially retain the Word of God. As for the public teachers, however, who here seduce and deceive the poor, inexperienced people neglected in Germany; who, despite every refutation from God's Word, stubbornly cling to, defend, and spread their errors; who do not shrink from ceaselessly mocking and reviling holy teachings and institutions grounded in the clear statements of the Word of God, and who resort to lies and slanders in their own defense — such people we have indeed not been able to acknowledge as true Christians; to such we have had to hold up, not on account of certain errors, but on account of their malice, the Word of God, which condemns them.

But what have our enemies done? What have precisely those done who again and again speak of the condemnation-mania of the so-called Old Lutherans? They have always declared the Lutheran Church to be dead, and all those who hold fast to its teachings and practices to be unconverted, carnal, unenlightened, unregenerate people. Who, then, shows himself more given to a mania for condemnation than these hypocrites? One need only read, among other things, the Methodist paper, the "Apologist," and one can find this on almost every page. Whoever, moreover, has the misfortune, so to speak, of living in the midst of Methodists, needs no proof from us; he will certainly already have experienced often enough for himself that the Methodists really consider themselves the little flock of the elect, and hold all those who do not join them, or who even find fault with them, to be forever condemned and lost.*

So, then, in fellowship with several dear brethren, we shall confidently continue to use this modest little paper not only to bear witness to the truth, but also, as far as God grants us grace, to expose and combat the errors now prevailing — especially those that threaten to creep into our Lutheran Church — whether they clothe themselves in the garb of the Lutheran name or of human holiness. For this we have, first of all, God's command: "A bishop must be blameless... holding fast the faithful word as he hath been taught, that he may be able by sound doctrine both to exhort and to convince the gainsayers. For there are many unruly and vain talkers and deceivers, specially they of the circumcision, whose mouths must be stopped, who subvert whole houses, teaching things which they ought not, for filthy lucre's sake." Titus 1:7–11. Further: "Beware of false prophets, which come to you in sheep's clothing, but inwardly they are ravening wolves." Matt. 7:15. Further: "Beloved, believe not every spirit, but try the spirits whether they are of God, because many false prophets are gone out into the world." 1 John 4:1. But if Christians are to be on guard against such false prophets and to try the spirits, then we preachers have the sacred duty to assist them in this — as shepherds, not only to feed our sheep, but also to fight for them against the wolves, and as watchmen on the battlements of Zion, not only to keep watch, but also to report the approaching enemies.

* We have witnessed a frightening example of this in these very days. A few months ago an awakened Christian arrived here, attended a Methodist camp meeting recently held in this county, and, after a lengthy but powerless resistance, allowed himself to be converted there in the Methodist manner. He now declared the Methodist communion to be the gathering of the children of God out of all the churches that God had forsaken; to his former, non-Methodist brethren he preached repentance and conversion; he was now, accordingly, a "dear brother" among his Methodists as well. But what happened? The poor man's conscience awoke after a brief numbness; he realized that he had grievously sinned in allowing the work that God had already begun in his heart to be made suspect, and in letting himself be persuaded to declare it a work of man and of the flesh. He saw that he had been shamefully deceived; in deep repentance he renounced the bargain to the local Methodist preacher and declared to him that he had been cheated of his state of grace, and now goes about wrestling with despair. May God have mercy on him. We have this from his own mouth. We share this as a warning to all those in whom God may already have begun the good work of faith in Germany, that when they come here they take good care not to let themselves be moved from the goal, according to St. Paul's admonition: "Let no man beguile you of your reward in a voluntary humility and worshipping of angels, intruding into those things which he hath not seen, vainly puffed up by his fleshly mind, and not holding the Head... which things have indeed a shew of wisdom in will worship and humility." etc. (Col. 2:18–23.) Further: "That we henceforth be no more children, tossed to and fro, and carried about with every wind of doctrine, by the sleight of men, and cunning craftiness, whereby they lie in wait to deceive." (Eph. 4:14.)

For this we also have the example of the apostles and prophets, and of Christ himself. How earnestly did the former, throughout their whole lives, contend against every kind of heretic and false prophet who preached the visions of their own hearts and not out of the mouth of the Lord! Compare, among others, Jer. 23; Ezek. 13 and 34. Whole books of Holy Scripture were written against false teachers; compare, among others, St. Paul's letter to the Galatians. With what earnestness St. Paul takes his stand there against the false teachers! He says twice: "Though we, or an angel from heaven, preach any other gospel unto you than that which we have preached unto you, let him be accursed." Ch. 1:8. Further: "He that troubleth you shall bear his judgment, whosoever he be... I would they were even cut off which trouble you." Ch. 5:10, 12. In the letter to the Philippians the holy apostle goes so far as to call the false apostles dogs, saying: "Beware of dogs, beware of evil workers." Ch. 3:2. Already in the time of the apostles it was thought improper to make a great fuss over a slight deviation from pure doctrine, but Paul cries out to his Galatians: "A little leaven leaveneth the whole lump." Ch. 5:9. With what zeal the Lord himself, moreover, contended against the false teachers, everyone knows who is even a little acquainted with the holy Gospels. But who dares accuse the holy men of God, indeed the Son of God himself, of a mania for condemnation? Whether, then, it please our enemies or grieve them, we shall continue, in the fight against the falsifiers of the Word of God, to follow in the footsteps of Christ and his messengers.

But we are also driven to this by love for our erring and misled brethren. Holy Scripture presents false doctrine to us as something very dangerous and destructive; it compares it, among other things, to a cancerous sore. St. Paul speaks of the talk of heretics: "Their word will eat as doth a canker, of whom is Hymenaeus and Philetus." 2 Tim. 2:17. Is it not, then, our duty to take up the cause of poor souls who are threatened with being infected by the plague of false doctrine, or who are already infected by it? Would a Reformation ever have come about if Luther had contended only against the sins and vices of his time, and not also — indeed above all — against the corruptions of the Gospel, and had not sought to preserve it in its purity and clarity and to hand it down to posterity? How, then, could we in these last times answer for it before God, if we did not work against the flood of a thousandfold false doctrines that now threatens to inundate everything — now, precisely, when everything cries: Here is Christ! There is Christ! He is in the desert! He is in the secret chamber! When everywhere false prophets arise and do great signs and wonders, so as to lead astray, if it were possible, even the elect—