Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 3 › Seite 66
Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — März 1858, Seite 66
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Erbſünde 16 · Wiedergeburt 1 · Taufe 55
66 Wo die Lehre falsch ist, ist das Leben auch nicht recht.
Ferner „Aber kleine Kinder haben keine solche vermehrte Hinneigung, keine sündlichen Gewohnheiten, ehe sie Gutes und Böses zu unterscheiden wissen; folglich kann keine Umwandlung, keine Wiedergeburt in diesem Sinne bei ihnen stattfinden.“ „Kleine Kinder sind der Wiedergeburt im eigentlichen Sinne des Wortes nicht fähig.“ Hierzu bemerkt P. Brown, daß alsdann die kleinen Kinder der Wiedergeburt, da die Schrift von einer uneigentlichen nichts weiß, gar nicht fähig sind.
Ferner, daß Prof. Schmucker in Uebereinstimmung mit seiner Ansicht von der Wiedergeburt die Erbsünde so definirt: „die Erbsünde ist eine Störung (disorder) der geistigen (mental) und leiblichen Natur des Menschen.“ Desgleichen: „Alle Menschen sind in Folge ihrer Abstammung von dem gefallenen Adam mit einer verderbten Natur geboren, d. h. ihr leibliches und geistiges System ist so in Unordnung gerathen, daß es als Resultat seiner Wirksamkeit eine Hinneigung zur Sünde kund giebt.“ Hierzu bemerkt P. Brown: daß die gegebene Definition von Erbsünde wegen der Ausdrücke disorder und mental, deren ersterer zu schwach sei, und deren letzterer zunächst und hauptsächlich, wo nicht ausschließlich, auf den Verstand gehe, vielmehr auf den Zustand eines Verdauungsschwachen oder Wahnsinnigen, die körperlich und geistig leiden, als des Menschen, wie er von Natur ist, paße.
Ferner in Betreff von Kindern, die der Wiedergeburt nicht fähig sind, daß, „wenn sie sterben, ihre verwesliche Natur in eine unverwesliche, und ihre sterbliche in eine unsterbliche verwandelt werden wird; und sie, befreit von ihrem geistlichen Schaden, in die selige Gegenwart Dessen eingehen, der gesagt hat, Lasset die Kindlein zu mir kommen u. s. w.“ Hierzu bemerkt P. Brown, daß dies manchem eine neue Deutung der Worte des Apostels und vielleicht eine neue Meinung von der Auferstehung erscheinen möchte; und man kann es Past. Brown gewiß nicht verdenken, daß er später diese Worte Unsinn nennt; denn würden nicht Katechismusschüler in den Gemeindeschulen durch einen, der auf die Frage, Wie kleine Kinder, wenn sie sterben, selig werden, mit Prof. Schmucker's Worten antworten wollte, wenn es sich um Wissen handelte, zum Lachen gereizt, und wenn es Bekennen gälte, durch ihn geärgert werden?
Ferner, „die wirkliche Begnadigung des Einzelnen durch Gott hängt davon ab, ob er die von Gott erforderte geistliche Befähigung besitzt.“ „Kein Sünder hat die geistliche Befähigung zur Begnadigung, bis er wiedergeboren ist, und sich dem Dienste Gottes gewidmet hat.“ „Ohne eine neue Geburt, eine gänzliche geistliche Umwandlung, in welcher der Aufrührer die Waffen seines Aufruhrs niederlegt, und der Knecht der Sünde von der Herrschaft seiner verderbten Gewohnheiten befreit ist, und ein gehorsamer Knecht Christi wird, der Heiligkeit liebt und am Dienst Gottes seine Lust hat, ist es unmöglich, daß er Gnade erlange, oder gerechtfertigt werde.“ Hierzu bemerkt P. Brown, daß Geistliche und Laien, selbst anderer, im weiteren Sinne des Wortes orthodox genannten Kirchengemeinschaften, z. B. Presbyterianer, Prof. Schmucker durch ihr Bekenntniß beschämen.
English translation AI translation
66 Where the Doctrine Is False, There Life Too Is Not Right.
Further: "But little children have no such increased inclination, no sinful habits, before they know how to distinguish good from evil; consequently no transformation, no regeneration in this sense, can take place in them." "Little children are not capable of regeneration in the proper sense of the word." On this Mr. Brown remarks that, if so, little children are not capable of regeneration at all, since Scripture knows nothing of an improper sense of it.
Further, that Prof. Schmucker, in agreement with his view of regeneration, defines original sin thus: "original sin is a disorder of the mental and bodily nature of man." Likewise: "All men are born, as a consequence of their descent from the fallen Adam, with a corrupted nature, that is, their bodily and mental system has fallen into such disorder that it manifests, as a result of its working, an inclination toward sin." On this Mr. Brown remarks: that the definition of original sin given, on account of the terms "disorder" and "mental" — the former of which is too weak, and the latter of which applies chiefly and mainly, if not exclusively, to the understanding — fits rather the condition of one suffering from dyspepsia or of a madman, who suffer in body and mind, than that of man as he is by nature.
Further, concerning children who are not capable of regeneration, that "when they die, their perishable nature will be changed into an imperishable one, and their mortal nature into an immortal one; and they, freed from their spiritual harm, will enter into the blessed presence of him who said, Suffer the little children to come unto me, etc." On this Mr. Brown remarks that this might appear to many a novel interpretation of the apostle's words, and perhaps a novel opinion concerning the resurrection; and one certainly cannot blame Pastor Brown for later calling these words nonsense; for would not catechism pupils in the parish schools be moved to laughter — if the matter concerned knowledge — and, if it concerned confession, be offended, by someone who, to the question how little children are saved when they die, wished to answer in Prof. Schmucker's words?
Further: "the actual granting of grace to the individual by God depends on whether he possesses the spiritual capacity required by God." "No sinner has the spiritual capacity for the granting of grace until he is regenerate, and has devoted himself to the service of God." "Without a new birth, a total spiritual transformation, in which the rebel lays down the weapons of his rebellion, and the servant of sin is freed from the dominion of his corrupted habits and becomes an obedient servant of Christ, who loves holiness and delights in the service of God, it is impossible for him to obtain grace, or to be justified." On this Mr. Brown remarks that clergy and laity, even of other church communions accounted orthodox in the broader sense of the word — Presbyterians, for example — put Prof. Schmucker to shame by their confession.