# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1858_S66 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 66 Wo die Lehre falsch ist, ist das Leben auch nicht recht. Ferner „Aber kleine Kinder haben keine solche vermehrte Hinneigung, keine sündlichen Gewohnheiten, ehe sie Gutes und Böses zu unterscheiden wissen; folglich kann keine Umwandlung, keine Wiedergeburt in diesem Sinne bei ihnen stattfinden.“ „Kleine Kinder sind der Wiedergeburt im eigentlichen Sinne des Wortes nicht fähig.“ Hierzu bemerkt P. Brown, daß alsdann die kleinen Kinder der Wiedergeburt, da die Schrift von einer uneigentlichen nichts weiß, gar nicht fähig sind. Ferner, daß Prof. Schmucker in Uebereinstimmung mit seiner Ansicht von der Wiedergeburt die Erbsünde so definirt: „die Erbsünde ist eine Störung (disorder) der geistigen (mental) und leiblichen Natur des Menschen.“ Desgleichen: „Alle Menschen sind in Folge ihrer Abstammung von dem gefallenen Adam mit einer verderbten Natur geboren, d. h. ihr leibliches und geistiges System ist so in Unordnung gerathen, daß es als Resultat seiner Wirksamkeit eine Hinneigung zur Sünde kund giebt.“ Hierzu bemerkt P. Brown: daß die gegebene Definition von Erbsünde wegen der Ausdrücke disorder und mental, deren ersterer zu schwach sei, und deren letzterer zunächst und hauptsächlich, wo nicht ausschließlich, auf den Verstand gehe, vielmehr auf den Zustand eines Verdauungsschwachen oder Wahnsinnigen, die körperlich und geistig leiden, als des Menschen, wie er von Natur ist, paße. Ferner in Betreff von Kindern, die der Wiedergeburt nicht fähig sind, daß, „wenn sie sterben, ihre verwesliche Natur in eine unverwesliche, und ihre sterbliche in eine unsterbliche verwandelt werden wird; und sie, befreit von ihrem geistlichen Schaden, in die selige Gegenwart Dessen eingehen, der gesagt hat, Lasset die Kindlein zu mir kommen u. s. w.“ Hierzu bemerkt P. Brown, daß dies manchem eine neue Deutung der Worte des Apostels und vielleicht eine neue Meinung von der Auferstehung erscheinen möchte; und man kann es Past. Brown gewiß nicht verdenken, daß er später diese Worte Unsinn nennt; denn würden nicht Katechismusschüler in den Gemeindeschulen durch einen, der auf die Frage, Wie kleine Kinder, wenn sie sterben, selig werden, mit Prof. Schmucker's Worten antworten wollte, wenn es sich um Wissen handelte, zum Lachen gereizt, und wenn es Bekennen gälte, durch ihn geärgert werden? Ferner, „die wirkliche Begnadigung des Einzelnen durch Gott hängt davon ab, ob er die von Gott erforderte geistliche Befähigung besitzt.“ „Kein Sünder hat die geistliche Befähigung zur Begnadigung, bis er wiedergeboren ist, und sich dem Dienste Gottes gewidmet hat.“ „Ohne eine neue Geburt, eine gänzliche geistliche Umwandlung, in welcher der Aufrührer die Waffen seines Aufruhrs niederlegt, und der Knecht der Sünde von der Herrschaft seiner verderbten Gewohnheiten befreit ist, und ein gehorsamer Knecht Christi wird, der Heiligkeit liebt und am Dienst Gottes seine Lust hat, ist es unmöglich, daß er Gnade erlange, oder gerechtfertigt werde.“ Hierzu bemerkt P. Brown, daß Geistliche und Laien, selbst anderer, im weiteren Sinne des Wortes orthodox genannten Kirchengemeinschaften, z. B. Presbyterianer, Prof. Schmucker durch ihr Bekenntniß beschämen.