Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer 3 › Seite 75

Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — März 1863, Seite 75

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Der Materialismus oder die sog. Resultate der modernen Naturwissenschaft. 75

welchen die Rose besteht, welche in ihrer Gesammtheit in dieser Verbindung diese Rose heißen und sind, sind von Ewigkeit dieselben, haben dieselben Kräfte, d. i. die in jener Verbindung in die Erscheinung tretenden Eigenschaften, von Ewigkeit innewohnend, und müssen darum in alle Ewigkeit mit denselben Eigenschaften in die Erscheinung treten, die wir an der Rose jetzt sehen! — Es mag die eine Probe genügen, zu zeigen, welcher Art Naturerklärung und Naturwissenschaft zu Stande käme, wollte man die Behauptungen der Materialisten in richtigem Denken verbinden und auf die Naturgegenstände anwenden.

„Deßwegen" — heißt es nun weiter — „lassen sich auch, wie Mulder richtig auseinandersetzt, Kräfte nicht mittheilen, sondern nur wecken. Magnetismus kann nicht, wie es wohl scheinen möchte, übertragen, sondern nur hervorgerufen, aufgeschlossen werden dadurch, daß wir die Aggregatszustände seines Mediums ändern. Die magnetischen Kräfte haften an den Molekülen des Eisens, und sie sind z. B. an einem Magnetstabe gerade da am stärksten, wo sie nach außen am wenigsten oder gar nicht bemerkbar werden," —(es sind also Kräfte auch da, wo sie gar nicht bemerkbar werden! Ein gefährlicher Satz für den Materialisten!) —„d. h. in der Mitte. Man denke sich eine Elektricität, einen Magnetismus ohne das Eisen oder ohne jene Körper, an denen wir die Erscheinungsweisen dieser Kräfte beobachtet haben, ohne jene Stofftheilchen, deren gegenseitiges moleküläres Verhalten eben die Ursache dieser Erscheinungen abgiebt; es würde uns Nichts bleiben als ein formloser Begriff, eine leere Abstraction, der wir nur darum einen eignen Namen gegeben haben, um uns besser über diesen Begriff verständigen zu können. Hätte es nie Stofftheilchen gegeben, die in einen elektrischen Zustand versetzt werden können, so würde es auch eine Elektricität gegeben haben, und wir würden mit alleiniger Hülfe der Abstraction niemals im Stande gewesen sein, die geringste Kenntniß oder Ahnung von Elektricität zu erlangen. Ja, man muß sagen, sie würde ohne diese Theilchen nie existirt haben! Alle s. g. Imponderabilien: Wärme, Licht, Elektricität, Magnetismus u. s. w. sind nichts mehr und nichts weniger, als Veränderungen in den Aggregatszuständen der Materie — Veränderungen, welche durch eine Art von Ansteckung von einem Körper auf den andern übergehen. Wärme ist ein Auseinanderrücken der kleinsten Stofftheilchen, Kälte ein Zusammenrücken derselben, Licht und Schall sind schwingende, wellenartig bewegte Körper. „„Die elektrischen und magnetischen Erscheinungen"" sagt Czolbe (Neue Darstellung des Sensualismus, 1855,) „„entstehen, wie Licht und Wärme, erfahrungsgemäß durch gegenseitige Verhältnisse der Körper, Moleküle und Atome." Aus diesen Gründen definiren die genannten Forscher mit Recht die Kraft als eine bloße Eigenschaft des Stoffs."

Zwei Gedanken sind es, welche in diesen Sätzen als Beweis für die Behauptung, die Kraft sei eine bloße Eigenschaft des Stoffes, der obigen

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Materialism, or the So-Called Results of Modern Natural Science. 75

which the rose consists, which in their totality, in this combination, are called and are this rose, are the same from eternity, have the same forces, i.e. the properties coming into appearance in that combination, inherent in it from eternity, and must therefore forever come into appearance with the same properties that we now see in the rose! — This one example may suffice to show what sort of explanation of nature and natural science would result if one wished to combine the assertions of the materialists in a consistent way of thinking and apply them to natural objects.

""For this reason," it now continues, "forces cannot, as Mulder rightly explains, be communicated, but only awakened. Magnetism cannot, as it might well seem, be transferred, but only called forth, unlocked, by our changing the states of aggregation of its medium. The magnetic forces adhere to the molecules of the iron, and they are, e.g., strongest at precisely the point on a magnet bar where they are least, or not at all, noticeable outwardly" — (so there are forces even where they are not noticeable at all! A dangerous statement for the materialist!) — "that is, in the middle. Let one imagine an electricity, a magnetism, without the iron or without those bodies in which we have observed the manifestations of these forces, without those particles of matter whose mutual molecular behavior is precisely the cause of these phenomena; nothing would be left to us but a formless concept, an empty abstraction, to which we have given a name of its own only in order to come to a better understanding of this concept among ourselves. Had there never been particles of matter capable of being put into an electrical state, then there would also never have been an electricity, and with the sole aid of abstraction we would never have been able to attain the slightest knowledge or notion of electricity. Indeed, one must say, it would never have existed without these particles! All so-called imponderables — heat, light, electricity, magnetism, and so on — are nothing more and nothing less than changes in the states of aggregation of matter — changes which pass from one body to another by a kind of contagion. Heat is a moving-apart of the smallest particles of matter, cold a moving-together of the same; light and sound are vibrating, wave-like moving bodies. ""The electrical and magnetic phenomena," says Czolbe (New Presentation of Sensualism, 1855), "arise, like light and heat, by experience, through the mutual relations of bodies, molecules, and atoms." For these reasons the aforesaid investigators rightly define force as a mere property of substance."

Two thoughts there are which, in these propositions, are added as further proof for the assertion that force is a mere property of matter, to the above