Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 50, Nummer 4 › Seite 177
Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — April 1904, Seite 177
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Glaube · Glaube 20 · Gnade 3
Kirchlich⸗Zeitgeſchichtliches. 177⁷
Reading zufolge ſagte derſelbe: „Qur aim is not church union, but church unity;
not to arrange plans by which the Lutherans of America may be absorbed in
one general organization, but to learn to understand one another; not to
reopen past controversies and to contend as theological gladiators until one
or the other side acknowledges itself vanquished, but to calmly and dis-
passionately treat of the great underlying principles that are included in
our common confession. Our aim is to tell each other precisely where we
stand and the reasons that determine our position.“ Die Differenzen ſollten
auf dieſer Conferenz nicht beſprochen und gehoben, ſondern verſchwiegen und um—
gangen werden. Das obengenannte „Kirchenblatt“ vom 2. April ſchreibt: „Es wird
vielfach bedauert, daß man mit großer Vorſicht alle Differenzpunkte umgeht. Bei
Einigungsverſuchen ſollte man doch wie Luther und Zwingli in Marburg die Tren⸗—
nungspunkte beſprechen. Als einſt das Generalconcil ins Leben trat, ſtanden die
vier Punkte auf der Tagesordnung. Manche unſerer Lutheraner ſtellen Secten⸗
prediger auf die Kanzel und laſſen ſie die Sabbathheiligung und Temperänzfragen
den Lutheranern predigen und beweiſen damit, daß ihnen dieſe ‚Brüder“ viel näher
ſtehen als ihre ͤ Glaubensbrüder“. Und darf man da gar nicht einmal daran rühren?
In den eigenen Synoden geſchieht das nicht, ſollte es da nicht auf einer freien Con—
ferenz geſchehen?“ Aehnlich ſpricht ſich auch der „Lutheriſche Herold“ vom 19. März
aus: „Wir hätten es gerne geſehen, wenn auch andere Gegenſtände, die mehr auf
die unter uns im Oſten beſtehenden Differenzen eingehen, auf das Programm geſetzt
worden wären. Es thut noth, daß wir uns unſerer Stellung zum Bekenntniß, zu
den falſchgläubigen Kirchengemeinſchaften, zur Kanzel- und Abendmahlsgemein⸗
ſchaftsfrage, zu den geheimen Geſellſchaften ꝛc. aufs neue klar werden. Immer
wieder muß man von Verſtößen gegen die geſunde kirchliche Praxis nicht nur inner⸗
halb der Generalſynode hören, ſondern auch von Seiten ſolcher, von denen man
billig etwas Beſſeres erwartet. Man denke an den Fall in Irwin, Pa. Solche
Fälle werden uns von denen, die dem Concil immer am Zeug flicken, vorgeworfen.
Sie thun einem weh und ſchaden dem Coneil. Wir haben keine Vorſchläge zu machen,
und die Männer, die das Programm aufgeſtellt haben, hatten ſicherlich ihre guten
Gründe, wenn ſie vornehmlich, ja faſt ausſchließlich, ſolche Gegenſtände wählten,
bei denen man vorausſetzen kann, daß bei ihrer Beſprechung wenige Differenzpunkte
zu Tage treten werden. Ob nun dies der beſte Weg zur Verſtändigung iſt, bleibt
eine Frage. Wie wäre es, wenn man bei einer Conferenz nur Einen Gegenſtand
vornähme, und zwar einen ſolchen, bei deſſen Beſprechung es ſich bald herausſtellen
würde und müßte, wer Lutheraner aus Ueberzeugung iſt und wer nicht?“ Dem
Lutheran Observer vom 22. April zufolge erklärte P. Turkle in Pittsburg: „Iam
convinced that there are individuals in any one body who are farther apart
from one another than the bodies themselves areé from one another.“ Und
in der Lutheran World vom 21. April ſchreibt ein Berichterſtatter: Why, we even
found one or two of the brethren of the Council too liberal for us — us, who
had been posing as a paragon of liberality. So that we actually felt in con-
science bound to call a halt, to inquire whither they were running to.... Vet
in all this we have heard no whisper that any of these bodies have proposed
to make any change in their confessional position.“ Unionismus war die
Signatur der Verſammlung in Pittsburg. Nach dem Berichte in der Lutheran
World kamen folgende Gegenſtände zur Verhandlung: 1. The attitude of the
Lutheran Church toward the Holy Scriptures. 2. How to reach unchurched
Lutherans. 3. What is the center of the Lutheran system? 4. The problem
of faith and free-will. 5. What progress has been made towards bring-
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English translation
Not yet translated.