Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 50, Nummer 4 › Seite 167
Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — April 1904, Seite 167
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Erkenninisquelle · Glaube · Glaube 20 · Gnade 3 · Synoden
Theologiſche Dicta Classica. 167
8. „Wir fragen hier nicht, was Gewohnheit thut, oder Schrift der
Väter wollen, ſondern was für Gott angenehm und recht iſt. Wer will uns
ſicher dafür ſein, daß die Gewohnheit nicht unrecht ſei, und die Väter nicht
geirrt haben?“ (XI, 261, § 300.)
t. „Die Menſchenlehren ſind eitel Beiwege und nicht die göttlichen
Richtſtraßen.“ (XIX, 1027.)
u. „Testimonia patrum non numerare, sed ponderare.“ (Erl.
Ausg., Opp. varii arg. V, 399.) („Man ſoll die Zeugniſſe der Väter nicht
zählen, ſondern wägen.“ XVIII, 1330. 1341. 1375.)
V. „Gott wohnt in den Menſchenſatzungen nicht; denn er redet daſelbſt
nicht.“ (II, 638.)
Schrift und Vernunft.
Dicta 41—63.)
41. „Es iſt kein Wort ſo gering in der Schrift, das man
mit der Vernunft begreifen könnte.“ (XII, 696.)
42. „Der Schrift Autorität, ſpricht Auguſtinus, iſt
größer, denn aller Menſchen Verſtand faſſen und begreifen
kann.“ (XV, 2253, § 10. Anno 1521.
43. „Da wir nun die Urſache mit unſerm Witz und Ver—-
nunft nicht erreichen noch verſtehen können, ſo laſſet uns
Schüler bleiben und dem Heiligen Geiſte ſeine Meiſterſchaft
laſſen.“ (I, 4, 8§ 6.)
44. „Die Schrift kann uns nicht betrügen; aber unſere
Vernunft und Gewohnheit kann uns wohl betrügen.“ (XIX,
1325. Anno 1521.)
45. „Unſere Weisheit und Klugheit in göttlichen Sachen
iſt das Auge, ſo der Teufel uns im Paradieſe aufgethan hat,
da Adam und Heva ins Teufels Namen auch wollten klug
ſein.“ (XI, 1274.)
46. „Ich bin nicht ſo unverſtändig, daß ich das göttliche
Wort den Fabeln, die die menſchliche Vernunft erfunden,
nachſetzen ließe.“ (XVIII, 266. Anno 1517.)
47. „Accedamus ad Mosen, tamquam meliorem doctorem, quem
tUιινε SSνπι⁰ινìn Seανν, οναπ hρf½ε3-soρνρ⁶ο sunα vεrde de rebus ignotis
disputantes.“ (Erl. Ausg. I, p. 10.) („Wir wollen Moſen, als einen
beſſern Meiſter, hören, dem wir ſicherer folgen mögen, denn den Philoſophis,
die ohne Gottes Wort von unbekannten Dingen disputiren.“ W. I, 5.)
48. „Die heilige Schrift kann durch keines Menſchen
Fleiß und Verſtand ergründet werden.“ (X, 261, S 3.)
49. „Wir bleiben ſtracks bei den Worten und thun dar⸗
nach Augen und Sinne zu.“ (St. L. Ausg. XX, 737, § 7. Anno
15²26.)
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English translation
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