Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 50, Nummer 4 › Seite 165

Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — April 1904, Seite 165

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Analogie 14 · Erkenntnisquelle 6 · Glaube · Glaube 7 · Glaube 20 · Gnade 3 · Synoden

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Theologiſche Dicta Classica. 165⁵

36. „Was wäre es noth Gottes Wort, wenn Menſchen⸗
lehren uns helfen möchten?“ (St. L. Ausg. XIX, 822. Anno 1521.)

37. „Was wäre es auch für ein Gott, wenn ſein Wort,
nicht genugſam, Zuſatz bedürfte von den Menſchen?“ (Ubid.)

Nota. „Wenn der Heilige Geiſt ſo alber geweſt wäre, daß er ſich hätte
verſehen oder vertrauen müſſen, die Concilia und Väter würden alles gut
machen und nicht fehlen, wäre ihm ohne Noth geweſt, daß er ſeine Kirche vor
ihnen verwarnete, man ſollte alles prüfen, und zuſehen, wo man würde Stroh,
Heu, Holz auf den Grund bauen, 1 Cor. 3, 12.“ (XVI, 2663. Anno 1539.)

38. „Man ſoll der Lehrer Wort nicht ſo unbedacht auf⸗
raffen und ſich darauf gründen, ohne gewiſſe Zeugniß der
Schrift.“ (XIX, 1162.)

Nota. „Ich habe aber mir nicht wollen laſſen genügen an der Väter
Sprüchen, aus der Urſach, daß der Väter Sprüche keine Artikel des Glau⸗
bens machen, und nicht ferner nöthigen, denn ſo ferne ſie ſich in die Schrift
gründen.“ (XVIII, 1661.)

39. „Folge St. Auguſtino in dem nach, wenn er Chriſtum
rein predigt, und nicht in andern Sachen.“ (VII, 1807.)

Nota. „Gott will, daß man nur auf ſein Wort ſehe, und folge der
lieben Heiligen Exempel nicht weiter, denn wo ſie dem Wort Gottes folgen.“
(XI, 204.)

„Was aber ihr eigen, ohne Schrift iſt, ſollen wir als Menſchending
achten und bleiben laſſen.“ (XI, 206.)

40. „Der Text der heiligen Schrift hält allein den Stich.
Ambroſius, Auguſtinus und andere Väter thun's nicht.“
(XXII, 903.)

a. „Seripta patrum non sunt norma theologiae.“ (Hollaz, P. I.
CO. IV. q. III. p. m. 197.)

b. „Man ſoll einem Laien, der Schrift hat, mehr glauben denn dem
Pabſt und Concilio ohne Schrift.“ (I, 315.)

C. „Papa, Papa, Concilium, Concilium, Concilium, Patres, Patres,
hohe Schul, hohe Schul, hohe Schul! Was geht uns das an? Ein Wort
Gottes iſt mehr denn dieſer Hauf mit aller ſeiner Gewalt.“ (XII, 921.)

d. „Latomus zieht aber doch Väter für ſich an? Antwort: Sind denn
die Väter keine Menſchen geweſen?“ (XVIII, 1478.)

e. „Mit aller anderweitigen Ehre für die Väter (salvis patrum reve-
rentiis) ziehe ich doch das Anſehen der heiligen Schrift vor.“ (XV, 1304.
Anno 15ʃ19.)

k. „Die Väter haben manchmal als Menſchen geſtolpert.“ (XVIII,
1331. Anno 1521.)

g. „Die Heiligen haben in ihrem Schreiben irren und in ihrem Leben
ſündigen können. Die Schrift kann nicht irren.“ (XIX, 1309. Anno 1521.)

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