Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer 26 › Seite 178

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1853-07-19, Seite 178

162 163 164 165 166 167 168 169 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213

⤓ Download page image (full resolution)

German transcription machine transcription, uncorrected

⤓ Download .txt · copy text

Ffa
wi

—*

e

7* *
111 19

Herausgegeben von der Deutſchen Ev. L

—————— — — —— — ——

——— — —πε— —— — —

„Gattes Wort und Luthers Lehr“ vergeher nun und nimmermehr.““

IIIIIIIIIPIrPPTPTPTPTDTSTDTCTDTDTDTCTCDTC

uther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten

Redigirt von C. F. W. Walther.

*

Jahrg. 9.

St. Louis, Mo., den 16. Anguſt 1853.

No. 26.

Bedingungen⸗- Der dutberaner erſcheint alle wel Wochen einmal für den jäbrlichen
Subſcriptirnspreie von Einem Dollar für die auswärtigen Unterſchreiber, welche deuſelben voraus zube⸗
zahleu und das Poſtgeld zu tragen haben. — In St. Louis wird jede einzelne No. ſür 5 Cents verkauft.

Nur die Briefe, welche Miltbeilungen für das Blatt enthalten, ſind an den Redaktenr, allt anderen
welche Geſchäftliches. Beſtellungen, Abbeſtelungen. Gelder 2c. enthalten,
Mr. F. W. Barthel, care of C. F.

unter der Arrtſſe
W. Walther, St. Louis, Mo., auher zu ſenden.

Auszügliche tabellariſche Überſicht

einiger offeubarer Irrthümer Paſtor Grabau's, mit den eigenen Worten deſſelben vorgelegt und mit
der falſchen römiſchen, ſowie mit der reinen lutheriſchen Lehre verglichen.

Lehren Paſtor Grabau's.
VI.
Von den Mitteldingen.

34. Es iſt irrig und verkehrt, von dem lu⸗
theriſchen Prediger blos zu erwarten, daß er
die Privatabſolution einem bußfertigen Sünder
nicht verweigern werde, weil er auf die ſymbo⸗
liſchen Bücher verpflichtet ſei. Vielmehr muß
man von einem ſolchen Verpflichteten erwarten
und fordern, daß er die privatam absolu-
tionem in der ganzen Gemeinde, für die er ver⸗
pflichtet iſt, erhalte, und nicht fallen laſſe, wie
der 2. Artikel“ (der Augsb. Confeſſion) „ſagt;
und alſo auch niemanden zu einer all⸗
gemeinen Abſolution annebme. Fer⸗
ner, es iſt widerſprechend und verkehrt, es gänz⸗
lich der Beſchlußnahme der Gemeine anheimzu-—
ſtellen, wie ſie die Beichte baben will, und doch
noch zu ſagen, man wolle den 2. Artikel der
Confeſſion nicht aufgeben .. Während unſere
Symbole einen weſentlichen Unterſchied
zwiſchen evangeliſcher Predigt ingemein und Ab⸗
ſolution an die einzelnen Bußfertigen inſonder⸗
heit ſetzen, will dieſe Sönode“ (von Miſſouri
ꝛc.) „den weſentlichen Unterſchied leugnen.“ (2.
Synodalbrlef S. 80. 81.709

Bemerkung: Wenn wir uns auch gegen
dieſen Angriff Paſtor Grabau's in Abſicht auf
die allgemeine und Privat-Beichte hiermit ver⸗
theidigen, ſo geſchieht dies lediglich zur Wah—

Lehren der römiſchen Kirche.
VI.
Von den Mitteldingen.
34. In Beneff der Beſchuldigung der Pa—
piſten, daß die Lutheraner ſelbſt von der

Augsb. Confeſſion abgefallen ſeien, ſchreibt der

alte Dannhauer von Straßburg, wo die
Privatbeichte nicht in allen lutheriſchen Kirchen
eingeführt war, u. A. Folgendes: „Der achte
Gewiſſensfall iſt, ob wir der Augsb. Conf. zu—
gethan ſeien, weil wir 1. ſolche Dinge heb—

ren, welche darin nicht enthalten ſind, und

weil wir 2. nicht überall übereinkommen und
das thun, was die Augsb. Confeſſion lehrt?
So will ſie, daß wir die Privatabſolution ke—
halten und die darin angegebenen Ceremonieen,
während wir doch jene nicht annehmen und die
anderwärts angenommenen Gebräuche nicht an—
erkennen . . . Aber ſo wird auch in den Arti—
keln der Augsb. Conf. die Privatabſolution feſt⸗
geſetzt, und dennoch wird auch die chriſtliche
Freiheit zugelaſſen. So wurde auch in der
Kirche zu St. Nikolai in Straßburg aus Ver⸗
gunſt für Marbach, der Luthern ſelbſt gehört
hat, die Privatabſolution behalten und ſie wird

Lehre der lutheriſchen Kirche,
welche Paſtor Grabau die miſfou⸗
riſche nennt.

VI.

Von den Mitteldingen.

31. In der Ausgabe des „Unterrichts der Viſitatoren“
von 15 bat Lutber zu dem Artikel: „Von rechter
chriſtlicher Brichte,“ Folgendes zu ſeiner Ermahnung priva-
tim zu beichten hinzugeſetzt: „Doch ſoferne, daß es
alles freibleide, denje igen unverboten, die
derſelben Abſolution brauchen wollen und von ihrem Pfarr⸗
herrn vielleicht lieber haben, als von einer öffentlichen Kir⸗
ſchenperſon, denn von eintm andern, auch vielleicht nicht ent ·
behrenh können. Wiederum, diejenigen ungezwungen⸗
zuvor ſo ſie wobl berichtet im Glauben und in der Leurt
C riſti nd, ſo alleine Gott beichten wollen, und das Sa⸗
crament darauf nehmen; die ſoll man nicht weiter zwingen;
denn es nimmts jeder auf ſein Gewiſſen, wic St. Paulns
ſagt 1. Cor. 11, 28.: „Ein Menſch prüte ſich ſelber.“
(Oyn. T. X. S i911.) — Conrad Dieterich
ſchreibt: „Es ſind der Evangeliſchen Kirchen viel, darin die
Kirchenbeicht und Abſolntion gar nicht im Brauch, derglei⸗
chen zu Gießen und im Zürſtentrum Heſſen insgemein Her.
kemmens. Ingleichen all ie zu Ulm der Brauch iſt, daß
die Prediger ſebſt einander nicht beichten, ſondern ohüe Kir⸗
cheubeicht das Abendmabl gebrauchen.“ (Bedenken. S.
25. 96.) — B. Meisner: „„Keiner unſerer vibrer
hat die Art der allgemeinen Abſolution, wie ſie nicht
nur in reormirten, ſondern auch in einigen lulheri⸗
ſchen Kirchen gebräuchſich iſt, a.s einen gott oſen Gebrauch
getadelt oder verdammt. Indem wir durch Gottes Grate
wiſſen, daß das Wort der Arſolutien, welches eis Airchen⸗
diener da im Namen und auf Befehl Chriſti allen Beichten⸗
den im Allgemeinen verründigt, ebendaſſelbe Wort ſſt, wel⸗
ches der Kirchendiener in unſeren Kirchen nicht allen iasge⸗
mein, ſondern einem jeden für ſeine Perſon zueignet; und
daber ſagen wir, daß fent Abſolntion wabr und wir k⸗

ſam, nicht die ſe allein, ſondern dieſe nur noch über die⸗

English translation

Not yet translated.