Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 7, Nummer 3 › Seite 68

Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — März 1861, Seite 68

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Rechtfertigung · Schöpfung

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Die biblische Schöpfungsgeschichte und die geologischen Erdbildungstheorien.

(Fortsetzung.)

Die verschiedenen Gebirgsarten und Erdschichten, welche die Erdrinde bilden, werden von den Geologen in fünf Hauptbildungen oder Hauptformationen eingetheilt. Unter Bildung oder Formation versteht man einen unter denselben Zeitverhältnissen entstandenen Theil der Erdrinde. Die Hauptformationen sind das Urgebirge, Uebergangsgebirge, Secundär⸗ oder Flötzgebirge, Tertiärgebirge, Quaternärgebirge oder Diluvial⸗ und Alluvialbildungen. Jede von diesen Hauptformationen besteht wieder aus mehreren Formationen von verschiedenem, mineralischen Charakter. „Auf diese verschiedenen Gebirgsformationen und Erdschichten, mit ihren Einschlüssen von fossilen Pflanzen⸗ und Thierüberresten gründet sich die geologische Theorie von Schöpfungsperioden, indem man theils aus den Lagerungsverhältnissen derselben, d. h. daraus, daß die verschiedenen Straten, wo sie neben einander vorkommen, in der angegebenen Reihenfolge von unten nach oben gerechnet über einander gelagert sind, theils aus ihren fossilen Einschlüssen, sofern die untern oder älteren Schichten (mit Ausnahme des untersten oder Urgebirges, das keine Spur von pflanzlichen oder thierischen Ueberresten enthält) gewöhnlich nur Thier⸗ und Pflanzenüberreste der niederen Ordnungen zeigen und erst in den höheren oder jüngeren Schichten die höheren Ordnungen des Thier⸗ und Pflanzenreichs erscheinen, den Schluß zog: daß eine Formation nach der andern, und zwar in langen Zeiträumen entstanden sei in Folge wiederholt eingetretener Revolutionen, oder, wie A. Wagner meint, Evolutionen des Erdkörpers, bei welchen die damals vorhandene Pflanzen⸗ und Thierwelt ihren Untergang fand und in den Stein⸗ und Erdmassen begraben wurde, worauf dann eine neue Pflanzen⸗ und Thierschöpfung ins Dasein trat von höherer und vollkommnerer Bildung, bis endlich nach der letzten Revolution, von welcher das Diluvium Zeugniß gebe, unser Erdkörper seine jetzige Gestalt erhalten habe und die dermalen noch existirende Flora und Fauna gleichzeitig mit dem Menschengeschlecht erschaffen worden sei."

„Will man nun diese von der Geologie angenommenen Schöpfungsperioden mit ihren organischen Wesen in die biblische Schöpfungsgeschichte einreihen, so scheint allerdings V. 2 des ersten Cap. der Genesis den geeignetsten Raum für sie zu bieten — es wäre also dann zwischen dem Anfange der Schöpfung (V. 1) und der Erschaffung des Lichtes am ersten Tage (V. 3) ein sehr langer Zeitraum mit vielen Wandelungen der geschaffenen Welt verflossen." Abgesehen jedoch davon, daß „die ersten Verse der Genesis auf den mit den geologischen Schöpfungen unbekannten Leser nicht den Eindruck machen, daß vor dem Sechstagewerk bereits mehrmalige Schöpfungen sollten entstanden und wieder untergegangen sein," so ist die Vergleichung des Inhalts des Sechstagewerks mit der Beschaffenheit der geologischen Schöpfungsperioden in dieser Sache entscheidend. „Sollen wir glauben, daß die Pflanzen der für

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The Biblical History of Creation and the Geological Theories of the Earth's Formation.

(Continued.)

The various kinds of rock and strata of which the earth's crust is composed are divided by geologists into five main formations, or major systems. By a formation, or system, is understood a portion of the earth's crust that arose under the same temporal conditions. The major systems are the primary rock, the transitional rock, the secondary or stratified rock, the tertiary rock, and the quaternary rock, or diluvial and alluvial formations. Each of these major systems in turn consists of several formations of differing mineral character. "On these various rock formations and strata, with their inclusions of fossil plant and animal remains, is founded the geological theory of periods of creation, inasmuch as one concludes, partly from the manner in which these strata are laid down — that is, from the fact that the various strata, where they occur next to one another, are layered one above another in the given sequence, counted from bottom to top — and partly from their fossil inclusions, insofar as the lower or older layers (with the exception of the lowest, or primary rock, which contains no trace of plant or animal remains) generally show only animal and plant remains of the lower orders, and only in the higher or younger layers do the higher orders of the animal and plant kingdoms appear — that one formation arose after another, indeed over long periods of time, as a result of repeated revolutions, or, as A. Wagner holds, evolutions of the body of the earth, in which the plant and animal life then existing met its end and was buried in masses of rock and earth, whereupon a new creation of plants and animals then came into being, of a higher and more perfect formation, until at last, after the final revolution, to which the Diluvium bears witness, our earth received its present form, and the flora and fauna still existing today were created at the same time as the human race."

"If one now wishes to fit these periods of creation assumed by geology, with their organic beings, into the biblical history of creation, then verse 2 of the first chapter of Genesis does indeed seem to offer the most suitable place for them — there would then have elapsed, between the beginning of creation (v. 1) and the creation of light on the first day (v. 3), a very long period of time with many changes in the created world." Apart, however, from the fact that "the first verses of Genesis do not give the reader unacquainted with the geological creations the impression that, before the six days' work, there were already supposed to have arisen and again perished repeated creations," the comparison of the content of the six days' work with the character of the geological periods of creation is decisive in this matter. "Are we to believe that the plants of the