Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 6, Nummer 6 › Seite 188

Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — Juni 1860, Seite 188

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188 Zur Begründung einer neuen Physiko⸗Theologie.

belthiere, der Gliederthiere, der Weichthiere, der Strahlthiere hindurchgreifen, deren ursprüngliche Gleichförmigkeit in der Anlage der Eier, können niemals aus der Wirkung gedankenloser Kräfte erklärt werden, sondern setzen eine oberste Intelligenz als die Urheberin aller dieser Wesen voraus. Wir werden — argumentirt der Verf. weiter — da diese Verhältnisse zurückgreifen in die allerältesten Epochen des Thierlebens auf unserem Planeten, nothwendig auf die Annahme ursprünglicher Ideen geführt, nach denen das ganze Thierreich gebildet wurde. Diese Ansicht wird verstärkt durch die Thatsache, daß zwischen Thieren und Pflanzen verschiedene Grade von Verwandtschaft bestehen, welche nicht den entferntesten genealogischen Zusammenhang haben, welche in den weit entlegensten Theilen des Erdballs leben und in ganz von einander geschiedenen geologischen Perioden vorkommen. Auch das allmälige Auftreten ganz verschiedener Formen von Wesen, als deren Schluß der Mensch erscheint, muß als ein wichtiges Faktum für eine planvolle Schöpfung erscheinen.

Alle die einzelnen Sätze, welche wir ausgehoben haben, werden in den nachfolgenden Abschnitten des voluminösen Werkes specialisirt und für die Hauptfrage mit zahlreichen Beispielen belegt. Dazu gibt ein näheres Eingehen in die geographische Verbreitung, wohin wir dem Verf. nicht folgen können, besondere Gelegenheit, wie z. B. namentlich die Betrachtung des in dieser Hinsicht so merkwürdigen Characters von Neuholland.

Wie geringen Einfluß äußere physikalische Einwirkungen auf die Arten der Thierwelt haben, zeigt die Thatsache, daß z. B. die in den Gräbern der alten Egypter einbalsamirten Thiere nicht den geringsten Unterschied von den gegenwärtig dort noch vorkommenden Individuen derselben Art zeigen.

Auf diese Weise fährt nun der Verf. fort, neue Reihen von Untersuchungen anzustellen, die er, wie die früheren, schließlich in einer allgemeinen Recapitulation in einzelne Sätze bringt, von denen wir die wichtigsten noch weiter anführen wollen. Ueberall bei diesen Sätzen ist als Hauptergebniß hingestellt, daß alle diese Erscheinungen ohne vorgefaßte göttliche Gedanken, ohne vorausgehende Ueberlegung, ohne Vorwissen, ohne Allwissenheit ganz unmöglich seien. Es müsse eine schöpferische, überlegende, also Gedanken bildende Weisheit geben, welche ganz unabhängig sei von den Einflüssen der materiellen Welt. Unter den weiteren Erscheinungen, welche als Beweismittel herbeigezogen werden, dürften noch folgende eine besondere Beachtung verdienen.

Hierher gehören die Reihen von Metamorphosen, welche die Thiere während ihres Wachsthums durchlaufen; eben so die ungleiche Begrenzung der Lebensdauer der Individuen verschiedener Thierarten; denn, wie verschieden oder wie einförmig auch die Bedingungen der Existenz sind, unter welchen die Thiere unter einander leben, so ist doch die mittlere Lebensdauer in den verschiedenen Altern bestimmt, aber ungleich begrenzt. Es setzt dies eine Kenntniß von Zeit und Raum, vom Werthe der Zeit voraus; denn offenbar sind die Lebensphasen der einzelnen Thiere nach dem Antheile geordnet, den dieselben auf dem Schauplatze der Welt einnehmen.

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188 Toward the Grounding of a New Physico-Theology.

brates, the articulates, the mollusks, the radiates, and whose original uniformity in the arrangement of the eggs can never be explained by the action of thoughtless forces, but rather presuppose a supreme Intelligence as the author of all these beings. We are led — the author argues further — since these relations reach back into the very oldest epochs of animal life on our planet, necessarily to the assumption of original ideas according to which the whole animal kingdom was formed. This view is reinforced by the fact that between animals and plants various degrees of kinship exist which have not the remotest genealogical connection, which live in the most widely separated parts of the globe, and which occur in geological periods entirely separated from one another. The gradual appearance, too, of quite different forms of beings, of which man appears as the culmination, must appear as an important fact in favor of a purposeful creation.

All the individual propositions which we have singled out are specified in the following sections of the voluminous work and supported for the main question with numerous examples. A closer look into the geographic distribution — where we cannot follow the author — gives particular occasion for this, as, for example, especially the consideration of the character of New Holland, so remarkable in this respect.

How slight an influence external physical effects have on the species of the animal world is shown by the fact that, for example, the animals embalmed in the graves of the ancient Egyptians show not the slightest difference from the individuals of the same species still occurring there today.

In this way the author now proceeds to institute new series of investigations, which he, as with the earlier ones, finally brings, in a general recapitulation, into individual propositions, of which we wish to cite the most important still further. Throughout these propositions it is set forth as the main result that all these phenomena would be wholly impossible without preconceived divine thoughts, without antecedent deliberation, without foreknowledge, without omniscience. There must be a creative, deliberating — that is, thought-forming — wisdom, wholly independent of the influences of the material world. Among the further phenomena which are adduced as evidence, the following in particular deserve special attention.

Here belong the series of metamorphoses which animals pass through during their growth; likewise the unequal limitation of the lifespan of individuals of different animal species; for, however varied or however uniform the conditions of existence may be under which animals live among one another, the mean lifespan is nevertheless fixed within the various ages, though unequally bounded. This presupposes a knowledge of time and space, of the value of time; for evidently the life-phases of individual animals are ordered according to the share which they occupy on the stage of the world.