Collection › Lehre und Wehre (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 2, Nummer 8 › Seite 247
Lehre und Wehre St. Louis, Missouri — August 1856, Seite 247
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Gnadenwahlslehrſtreit. —— 33
Die lutherische Dorfkirchenzeitung ꝛc. — Ein Antwortschreiben des ꝛc. 247
welche vorgeschlagen worden sind, viele Besorgnisse benehmen, es denselben ermöglichen, den Sitzungen mit Behaglichkeit beizuwohnen und vielleicht den Gliedern der Conferenz manche Verlegenheit ersparen. Ich halte es für wichtig, daß ein so practischer Gegenstand, als dieser ist, nicht übersehen werden sollte und ich bin überzeugt, daß dies ein Vorschlag ist, welcher, so trivial er erscheinen mag, doch von Wichtigkeit ist, unangenehmen Gefühlen vorzubeugen.“
———
(Eingesandt.)
Die lutherische Dorfkirchenzeitung
bringt in der April⸗Nummer unter „Zeitgeschichtliches“ folgende fabelhafte Nachricht aus der Kirche Amerika's: „Dr. Hunger ist vom Amte aus seiner Gemeinde vertrieben, weil er zwei offenbare und unbußfertige Sünder in den Bann gethan. Darauf ist (wie wir hören) ein Prediger der Missouri⸗Synode gekommen und hat die Gemeinde dagegen aufgeregt durch das Vorgeben, der Bann sei falsch, weil nicht jedes Gemeindeglied seine Stimme abgegeben.“
Der Unterzeichnete, den diese Sache angeht, begnügt sich vor der Hand damit, sie in allen ihren Theilen für ein ganz erbärmliches Lügenmachwerk zu erklären; er wird aber, falls ihm von einer gewissen Seite widersprochen werden sollte, nicht säumen, eingehenden Bericht darüber zu erstatten. Wenn der Redacteur der Dorfkirchenzeitung, Herr P. Räthjen, keinen bessern amerikanischen Informator hat, als den, der ihm solche Geschichtchen erzählt, so sollte er lieber die Rubrik „Zeitgeschichtliches“ unausgefüllt lassen.
Cincinnati, den 10. Juli 1856.
Th. Wichmann, luth. Pastor.
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(Aus dem „Kirchenblatt für die ev.-luth. Gemeinde in Preußen.“)
Ein Antwort⸗Schreiben des Herausgebers an einen
theuern Freund, betreffend die Lehre von der Kirche. *)
Erlauben Sie mir, theurer Freund! daß ich ein Schreiben, welches Sie über das in Nr. 3 von mir über die Kirche Gesagte an mich gerichtet haben, hier öffentlich beantworte. Es bewegt mich dazu die Vermuthung, daß nicht bloß Sie, sondern auch andere theure Freunde mit Ihnen meinen dort ausgesprochenen Ansichten nicht beistimmen, der ich doch nicht weniger herzlich als Sie wünsche, wir lutherische Christen möchten durch Gottes Gnade auch in der Lehre von der Kirche zu einerlei Verstand und Meinung gelangen.
*) Gewiß werden viele unserer Leser sich mit uns freuen, aus diesem Aufsatze zu ersehen, daß der theure Herr Pastor Ehlers, der der preußisch-lutherischen Kirche schon so lange treu und segensreich gedient hat, auch in Absicht auf die Lehre von der Kirche mit uns hier in herzlicher Glaubenseinigkeit steht. D. R. v. L. u. W.
English translation AI translation
The Lutheran Village Church Gazette etc. — A Reply Letter from the etc. 247
...which have been proposed would relieve much of the anxiety, would make it possible for them to attend the sessions with comfort, and would perhaps spare the members of the Conference no small embarrassment. I consider it important that so practical a matter as this should not be overlooked, and I am convinced that this is a proposal which, however trivial it may appear, is nevertheless of importance in forestalling unpleasant feelings.
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(Submitted.)
The Lutheran Village Church Gazette
carries in its April number, under "Contemporary Notes," the following fabulous report from the church in America: "Dr. Hunger has been driven from office by his congregation because he placed two manifest and impenitent sinners under the ban. Thereupon (as we hear) a preacher of the Missouri Synod came and stirred up the congregation against him by the pretense that the ban was invalid, because not every member of the congregation had cast his vote."
The undersigned, whom this matter concerns, confines himself for the present to declaring it, in all its parts, a wholly wretched piece of lying fabrication; but should he be contradicted from a certain quarter, he will not delay in furnishing a detailed report on the matter. If the editor of the Dorfkirchenzeitung, Herr P. Räthjen, has no better American informant than the one who tells him such little tales, he had better leave the column "Contemporary Notes" unfilled.
Cincinnati, July 10, 1856.
Th. Wichmann, Lutheran pastor.
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(From the "Kirchenblatt für die ev.-luth. Gemeinde in Preußen.")
A Reply Letter from the Editor to a
dear Friend, concerning the Doctrine of the Church. *)
Allow me, dear friend, to answer here publicly a letter which you addressed to me concerning what I wrote about the church in No. 3. What moves me to do so is the suspicion that not only you, but other dear friends as well, do not agree with the views I expressed there — I who wish no less heartily than you that we Lutheran Christians might, through God's grace, arrive at one mind and judgment also in the doctrine of the church.
*) Many of our readers will surely be glad to learn from this essay that the dear Pastor Ehlers, who has served the Prussian Lutheran church so long and so fruitfully, stands with us here in cordial unity of faith also with respect to the doctrine of the church. — The Editor of Lehre und Wehre.