Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 21 › Seite 178

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-05-24, Seite 178

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Wunder 2

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ganz gemildert, wie ſie überhaupt ſich in genauen
Beſtimmungen nicht bewegen, ſo daß der Arminia⸗
nismus ſchon früh großen Eingang unter der
Mehrzahl der Lehrer finden konnte. So ein ern⸗
ſter Zug innerlicher Frömmigkeit theilweiſe ſammt
der Gabe eines beſondern Scharfſinnes in den
theologiſch-kirchlichen und aſketiſchen Schriften des
engliſchen Volkes ſich auch zeigt, ſo haben ſie doch
niemals mit deutſcher Tiefe die Lehre von der
Rechtfertigung aus Gnaden entwickelt und dar⸗
geſtellt, indem es leicht geſchieht, daß Evangelium
und Geſetz, der neue und der alte Menſch in der
Wiedergeburt und Heiligung, der Glaube und
ſeine Aeußerungen, als Glieder von Begriffen, die
zwar eng verbunden ſind, aber doch keineswegs in
einander fließen dürfen, nicht genug umgränzt und
aus einander gehalten werden. Dazu kommt nun,
daß ſie einen weſentlichen Unterſchied der Biſchöfe
und ſogenannten Presbyter (Prieſter, Pfarrer) be⸗
haupten nach göttlichem Recht, und den erſtern
allein die Macht Prieſter zu weihen und der Fir⸗
melung zueignen, ſo daß keine Handauflegung
anderer Gemeinſchaften gültig ſei, wo die biſchöf⸗
liche Reihenfolge ſeit der Apoſtel Zeiten fehle. Aus
dem übereinſtimmenden Zeugniß der Kirchenväter
und alſo auch dem Inhalt öffentlicher Symbole
wird nicht etwa bloß ein geſchichtlicher Beweis
für den Zuſammenhang der Kirche in Glaubens⸗
und Disciplinarfragen und ihre Aneignung des
Evangelii durch Ausſprechen ſeines Inhalts ge⸗
ſchöpft, ſondern eine der Schrift zunächſt ſtehende
Richtſchnur gemacht, damit zugleich die nothwen⸗
dige Eriſtenz von traditioneller Auslegung und
kirchlicher Bekenntnißvorſchrift geſetzt“), obgleich
ſie ſonſt ſchlechterdings die Irrthumsloſigkeit der⸗
ſelben neben der Schrift leugnen. Dieſe beiden
letztern, auf die auswendige Seite der Kirche in
ihrer Geſtaltung bezüglichen Sätze werden feſt⸗
gehalten in der Meinung, daß dadurch allein die
Einheit der Kirche JEſu Chriſti bewahrt und ge⸗
fördert werde — und doch ſind bis auf unſere Zeit
gewiß nur wenige kirchliche Gemeinſchaften von
Kämpfen mehr heimgeſucht worden, als die eng⸗
liſche Episcopalkirche; noch vermögen ſie etwa
kräftige Gegenmittel wider einreißende Sitten⸗
verderbniß an die Hand zu geben — von jeher iſt
lutheraner“ werden müßte! Das iſt der innige Wunſch
der in dem HErrn verbundenen Brüder, ja der aller Orten
betenden heiligen Gemeinde.

*) Iſt die heilige Lehre des Evangeliums in dem geſchrie⸗
benen Worie Goites deutlich und zur Seligkeit hinreichend
enthalten, oder bedarf es einer fortwährenden kirchlichen
Auslegung? Das iſt der Punkt, um den es ſich hier dreht;
nicht aber: Gibt es Einen in äußerlichen geſchichtlichen
Zeugniſſen vorliegenden Geſammtglauben (wahrhaft katho⸗
liſche Lehre) der Kirche durch alle Jahrhunderte hindurch?
Ohne aufgeſtellte Norm, das ewige Bekenniniß aller Gläu⸗
bigen zu faſſen, kann wohl keine zum Geſetz erhobene Ver⸗
faſſung der Kirche nach dem Moment der Beſonderung
(wegen Appellationen und Entſcheidungen), wohl aber ſie
ſelbſt in der Geſchichte gedacht werden. Die Schrift iſt ein
ewiger Buchſtabe (daß ich ſo rede), die Artikel des Glaubens
aus derſelben zuſammengeſtellt in ihrer gegebenen Gliede⸗
rung (regula, summa fldei) das Vorbild der heilſamen
Lehre, 2 Timoth. 1, 13. f., 1 Timoth. 6, 3.; darum aber
noch keine beſtimmte, aus dem Fortſchritt der Lehrwiſſen⸗
ſchaft hervorgehende Form, die ganz zuläſſig ſein kann,
allein wenn ſie der Schrift, die nicht Parthei, nur Richterin
iſt, entſpricht.

dadurch im Gegentheil entweder geiſtloſer Prieſter⸗
glaube und Werkgottesdienſt, oder um ſo ärgerer
Weltſinn und Gleichgültigkeit in Sachen der Re⸗
ligion in die Kirche eingedrungen, der übrigen
Nachtheile eines vornehmen und reichen Klerus
und politiſchen Zerwürfniſſe jetzt nicht zu ge⸗
denken.

Allein es iſt gerade der Lehrſatz von der Bi⸗
ſchöfe Reihenfolge oder Succeſſion, daß ohne die⸗
ſelbe keine wahre Kirche ſei, die engliſche jedoch
ſolche ohne einige Unterbrechung bis zu der Apo⸗
ſtel Stühlen als ihrer Wurzel zurückführen könne,
überhaupt die Würde dieſer Hierarchen göttlichen
Urſprungs und Anſehens ſei — welcher, wie ſchon
früher, ſo namentlich in unſern Zeiten die Ge—
wiſſen wiederum häufig bedrängt. Nun kann, ſo⸗
weit die Chriſtenheit reicht, nirgends eine ununter⸗
brochen zuſammenhängende Reihe der Biſchöfe, ſo
daß immer die nachfolgenden von den vorher⸗
gehenden rechtmäßig konſekrirt worden ſeien, mit
Sicherheit hiſtoriſch nachgewieſen werden, am
allerwenigſten freilich in der römiſchen Kirche, eher
in der griechiſchen, am wahrſcheinlichſten noch in
der engliſchen (obſchon auch hier Zweifel übrig
bleiben), weshalb ſogar der bedenkliche D. Spe⸗
ner in Berlin jenem angefochtenen königsberger
Magiſter Joh. E. Grabe, einem fleißigen, ſtillen
Gelehrten, dem es aber doch, ſoviel er ſonſt in der
Kritik ſich auszeichnen mochte, an erleuchteter
Verſtandesgabe mangelte, als er ſchon im Begriff
war ſich zum Pabſtthum zu bekennen, den merk⸗
würdigen Rath für ſeine in den Kirchenvätern
verſtrickten Skrupel gab, daß, wenn er einmal auf
die äußerliche Succeſſion der Biſchöfe ſo dringe,
er ſie in der engliſchen, gegen römiſchen Lehrbegriff
zugleich auch proteſtirenden Kirche am beſten finden
würde. Derſelbe D. Spener hatte kurz vorher auf
Befehl ſeines Kurfürſten folgende Schrift heraus⸗
gegeben: Rettung der evangeliſchen Kirche von
falſcher Beſchuldigung der Trennung, den in das
kurfürſtlich ſamländiſche Conſiſtorium eingegeb⸗
nen dubiis M. Joh. Ernſt Grabes entgegenge⸗
ſetzt 1695. (In gleichem Auftrag mit ihm hatten
gegen Grabe geſchrieben der damalige halliſche
Prorektor D. Joh. Wilh. Bayer und der luthe⸗
riſche Biſchof zu Königsberg D. Bernhard von
Sanden. Und wunderbarer Weiſe mußte Grabe,
ehe er noch ſein Vorhaben römiſch zu werden
weiter eröffnet hatte, Speners Schrift in einem
Buchladen zu Erfurt in die Hände bekommen, die
ihn zu einer mündlichen Unterredung mit dem
Verfaſſer bewog, worauf er dann nach London
reiſ'te und daſelbſt, als Lehrer der Theologie wie—
wohl mit unbefriedigtem Herzen, geſtorben iſt.)
Wie dürfte demnach auf eine ſo ungewiſſe, bloß
in menſchlichen Zeugniſſen beruhende Sache als
auf ein nothwendiges Kennzeichen die Wahrheit
der Kirche, außer welcher iſt kein Heil, gebaut
ſein?

Aus Goites Wort iſt es unmöglich herauszu⸗

glauben, daß, wo keine biſchöfliche Folge, auch

nicht die wahre Kirche, oder wenigſtens, wie mil⸗
dere Episcopale behaupten, eine nicht ſo heilige
und vollkommene Kirche ſei; die ganze Lehre von

inſofern dieſe nicht als allgemeines Gut und
kirchlicher Organismus, ſondern als Vorzug eines
beſondern Standes betrachtet wird, und demnach
von einer ſichtbaren Anſtalt, die Chriſtus gegrün⸗
det habe, iſt ſchriftwidrig. Den Augsburger
Confeſſionsverwandten kommt es viel darauf an
zu beweiſen, daß derjenige, deſſen gewaltiges
Zeugniß das' Antichriſtenthum ſo erſchüttert,
ſammt ſeinen Gehülfen keiner biſchöflichen Beſtä⸗
tigung zu ſolchem Werke bedurfte, ſowie daß ihre
Prediger wahre apoſtoliſche Biſchöfe oder Pfan⸗
herren ſeien. Von wem hatte doch der heilige
Paulus die Auflegung der Hände erhalten? We⸗
der vom HErrn, noch von einem Apoſtel, ſondern
von einem Jünger Ananias, den ſelbſt die Tra⸗
dition als einen der 70 bezeichnet. Die Ordina⸗
tion iſt keine von Chriſto und Seinem Geiſte be⸗
fohlene (ſacramentliche) Weihe; wohl aber hat
dieſer die rechtmäßig berufenen und verordneten
Aelteſten oder Vorſteher einer Theilkirche zu Bi⸗
ſchöfen geſetzt, zu weiden die Gemeinde, die Got⸗
tes Sohn durch Sein eigen Blut erworben hat
(Ap. Geſch. 20, 17. 28.). Die Kirche im An⸗
fang des Neuen Bundes kannte — die Unfehl⸗
barkeit des Zeugniſſes der Apoſtel und ihre Lei⸗
tung ſammt Propheten und Evangeliſten abge⸗
rechnet — im Allgemeinen nur Einen Unterſchied
zwiſchen Biſchöfen (Aelteſten, Hirten, Lehrem)
und ihren Gehülfen (d. i. Diakonen, auch wohl
ſelbſt Aelteſte genannt), nicht ſowohl dem Range,
als den Verrichtungen nach — geiſtlichen und die
das Leibliche mehr betreffen in Kirchenſachen,
Ap. Geſch. 6. 1 Petri 5, 1. ff. (2 Joh. 1.) Tit.
1, 5. 7. vgl. Phil. 1, 1. 1 Tim. 3, 1. ff. 8. ff.
5, 17. Das heilige Amt (2 Cor. 3, 4. 5. 6.,
das nicht eher aufhört, als bis kein Chriſt mehr
auf Erden iſt und der HErr gekommen, es iſt ja
nichts Geringeres, als das Prieſterthum aller
Auserwählten (1 Petri 2, 9.), das ſich, damit
die Heiligen zugerichtet werden zum Bau des
Leibes Chriſti, konzentrirt in der Regierung durch
das Wort und dem Haushalt der himmliſchen
Familie, dazu ſich Niemand ſelbſt die Ehre nimmt,
ſondern zu ſolchem Werk und Dienſte Gottes, der
es als ſolches auch will erkannt haben, von den
Gläubigen durch Lenkung einer höhern Hand er⸗
fordert wird, ſo daß der Vorſtand mit ſeinen Ga⸗
ben und einzelnen Verzweigungen herauswächſt
als der innerſte Kreis aus dem Schooß der gan⸗
zen Gemeinde. (Eph. 4, 11. f. Hebr. 13, 17.
5, 4. 1 Cor. 4, 1. 3, 22. Cap. 12.)

Die wahre Kirche iſt weit entfernt, eine ſchran⸗
kenloſe Willkühr und Unabhängigkeit der einzel⸗
nen Gemeinden im Kirchenregiment, Liturzie,
Zucht und dergleichen Formen für die Freiheit,
die das Evangelium lehrt, auszugeben; ſie er⸗
kennt das Gebot der Liebe und der Einigkeit im
Geiſt des Glaubens durch das Band der Ord⸗
nung und des Friedens als das königliche Geſetz,
Jac. 2, 8., dem gemäß auch ihr äußerlicher Ein⸗
tritt in die Welt geſchehen ſoll; es iſt die Idee,
welche der Verfaſſungsform der erſten Jahrhun⸗
derte, wie ja Hieronymus und Andere laut
bezeugen, zum Grunde lag, dadurch das unſicht⸗

der Einſetzung perſönlicher Träger der Hierarchie, bare Weſen der Kirche zeitlich erſchien, die inner⸗

English translation AI translation

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entirely softened, since on the whole they do not commit themselves to precise definitions, so that Arminianism was able to gain wide acceptance quite early among the majority of the teachers. However much a serious strain of inward piety, together in part with a gift for particular acuity, also shows itself in the theological-ecclesiastical and ascetical writings of the English people, they have nevertheless never developed and set forth the doctrine of justification by grace with German depth, since it easily happens that Gospel and Law, the new man and the old man in regeneration and sanctification, faith and its outward expressions — concepts that, though closely bound together, may by no means be allowed to flow into one another — are not sufficiently delimited and kept apart. To this is added the fact that they maintain, by divine right, an essential distinction between bishops and so-called presbyters (priests, pastors), and ascribe to the former alone the power to ordain priests and to administer confirmation, so that no laying on of hands by other communions is valid wherever the episcopal succession has been lacking since the time of the apostles. From the concurring testimony of the church fathers, and thus also from the content of the public confessions, there is drawn not merely a historical proof of the church's continuity in matters of faith and discipline and of its appropriation of the Gospel through the confession of its content, but rather a rule of faith placed next to Scripture itself is thereby made, whereby at the same time the necessary existence of traditional interpretation and of ecclesiastical confessional prescription is posited,*) although otherwise they flatly deny that these are free from error, unlike Scripture. These latter two propositions, which concern the outward side of the church in its constitution, are held fast in the belief that by them alone the unity of the church of Jesus Christ is preserved and promoted — and yet, up to our own time, surely few church communions have been visited by more conflicts than the English Episcopal Church; nor have they yet been able to supply effective remedies against encroaching moral corruption. From of old, on the contrary, this has instead let either spiritless priestly faith and work-righteousness, or all the worse worldliness and indifference in matters of religion, break into the church — not to mention the further disadvantages of a distinguished and wealthy clergy and political discord.

"...Lutheran" need be! That is the heartfelt wish of the brethren united in the Lord, indeed of the holy congregation that prays in every place.

*) Is the holy doctrine of the Gospel contained clearly and sufficiently unto salvation in the written Word of God, or does it require an ongoing ecclesiastical interpretation? That is the point on which the matter here turns — not, however, this: Is there one body of faith (truly catholic doctrine) of the church, present in outward historical testimonies, running through all the centuries? Without an established norm by which to grasp the eternal confession of all believers, no constitution of the church raised to the level of law — from the standpoint of particular determinations, for the sake of appeals and decisions — can indeed be rightly conceived; yet the church itself can well be conceived within history. Scripture is an eternal letter (if I may put it so); the articles of faith gathered from it, in the arrangement given them (regula, summa fidei), are the pattern of sound doctrine, 2 Timothy 1:13f., 1 Timothy 6:3; but on that account they are not yet some fixed form arising from the progress of theological scholarship — a form that can be admissible only insofar as it agrees with Scripture, which is no party but judge alone.

It is, however, precisely the doctrine of the succession of bishops — that without it there is no true church, while the English church can nevertheless trace such a succession, without interruption, back to the seats of the apostles as its root, and that in general the dignity of these hierarchs is of divine origin and authority — which, as before, so especially in our own day, again frequently burdens consciences. Now, so far as Christendom extends, nowhere can an unbroken, continuously connected line of bishops, such that each successor was always legitimately consecrated by his predecessor, be demonstrated historically with certainty — least of all, to be sure, in the Roman church, somewhat more so in the Greek, and most probably still in the English (although doubts remain here too) — for which reason even the cautious Dr. Spener in Berlin gave the notable advice to that embattled Königsberg magister Joh. E. Grabe — a diligent, quiet scholar who, however much he otherwise distinguished himself in criticism, lacked an enlightened faculty of understanding — at the very moment when Grabe, entangled in scruples over the church fathers, was already on the point of professing the papacy: that if he was so bent on insisting upon the outward succession of bishops, he would find it best in the English church, which at the same time also protests against Roman doctrine. This same Dr. Spener had shortly before published, by order of his Elector, the following tract: Rescue of the Evangelical Church from the False Charge of Schism, set against the doubts submitted by M. Joh. Ernst Grabe to the Electoral Samland Consistory, 1695. (Writing against Grabe under the same commission were the then Pro-Rector of Halle, Dr. Joh. Wilh. Bayer, and the Lutheran Bishop of Königsberg, Dr. Bernhard von Sanden. And, strangely enough, before Grabe had even further disclosed his intention of turning Roman, he happened to obtain Spener's tract in a bookshop in Erfurt, which moved him to a personal conversation with its author; whereupon he then traveled to London and died there, as a teacher of theology, though with an unsatisfied heart.) How, then, could the truth of the church, outside of which there is no salvation, be built as upon a necessary mark on so uncertain a thing, resting merely on human testimonies?

From God's Word it is impossible to derive the belief that, where there is no episcopal succession, there is also no true church, or at least, as milder Episcopalians maintain, no church so holy and perfect; the whole doctrine of the institution of personal bearers of the hierarchy — insofar as this is regarded not as a common possession and ecclesiastical organism, but as the privilege of a particular class, and accordingly the doctrine of a visible institution said to have been founded by Christ — is contrary to Scripture. It matters a great deal to those of the Augsburg Confession to prove that he whose mighty testimony so shook the Antichrist's dominion, together with his helpers, needed no episcopal confirmation for such a work, and likewise that their preachers are true apostolic bishops or pastors. From whom, indeed, did the holy Paul receive the laying on of hands? Neither from the Lord nor from an apostle, but from a disciple, Ananias, whom tradition itself identifies as one of the Seventy. Ordination is no sacramental consecration commanded by Christ and His Spirit; but He has indeed appointed as bishops the lawfully called and ordained elders or overseers of a particular church, to shepherd the congregation which the Son of God acquired through His own blood (Acts 20:17, 28). The church at the beginning of the New Testament knew — apart from the infallibility of the apostles' testimony and their leadership together with the prophets and evangelists — in general only one distinction between bishops (elders, shepherds, teachers) and their helpers (that is, deacons, sometimes themselves also called elders); a distinction not so much of rank as of function — spiritual duties, and those in church affairs pertaining more to bodily needs, Acts 6; 1 Peter 5:1ff. (2 John 1); Titus 1:5, 7, compare Philippians 1:1; 1 Timothy 3:1ff., 8ff., 5:17. The holy office (2 Corinthians 3:4, 5, 6), which will not cease until no Christian remains on earth and the Lord has come, is indeed nothing less than the priesthood of all the elect (1 Peter 2:9), which, in order that the saints may be equipped for the building up of the body of Christ, is concentrated in the governance through the Word and in the stewardship of the heavenly family; to this office no one takes the honor to himself, but is called to such work and service of God — who wills that it be recognized as such — by the believers, through the guidance of a higher hand, so that its leadership, with its gifts and its several branches, grows up as the innermost circle out of the bosom of the whole congregation (Ephesians 4:11f.; Hebrews 13:17, 5:4; 1 Corinthians 4:1, 3:22, chapter 12).

The true church is far from surrendering the unrestrained arbitrariness and independence of individual congregations in church government, liturgy, discipline, and similar forms, to the freedom that the Gospel teaches; she recognizes the commandment of love and of unity in the spirit of faith, through the bond of order and of peace, as the royal law, James 2:8, in accordance with which her outward entrance into the world should also take place; it is this idea which underlay the constitutional form of the first centuries, as Jerome and others plainly attest, whereby the invisible essence of the church appeared in time, the inner—