Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 21 › Seite 173
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-05-24, Seite 173
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Miſſion 30 · Papſttum 4
Den zweiten Tag darnach ging's auf die Reiſe
nach Rom unter Begleitung des Decans und
zweier Diener. So wurde ich von meinem Col⸗
legio zu Wagen nach Venedig, von Venedig zu
Schiffe nach Ancona, von Ancona wieder zu
Lande nach Rom geführt, wo der Decan das be⸗
rühmte Collegium 8S. Mariae de pace zur Her⸗
berge erwählte. In demſelben blieben wir zwei
Tage. Am andern Tage gegen Abend werde ich
und der Prälat von dem Decan dieſes Collegii
eingeladen, mit ſpazieren zu fahren. Wir kom⸗
men in einen großen Palaſt. Ich folge dem Prä⸗
laten und meinem Decan, die zwei Treppen hin⸗
aufſteigen. Hier erſcheinen vier Dominicaner⸗
Mönche, welche die zwei Prälaten ehrerbietig
grüßen und in das Zimmer führen. Als auch
ich folgen wollte, wird mir von einem der Domi⸗
nicaner befohlen, vor der Thüre zu warten. Der⸗
ſelbe bleibt auch bei mir. Kaum ſind die andern
in das Zimmer eingetreten, ſo kommen vier be⸗
waffnete Lictoren herauf und ſtellen ſich vor die
Treppe. Ich, über den Anblick derſelben ver⸗
wundert, rede dreimal den neben mir ſtehenden
Mönch an, aber er würdigt mich keiner Antwort.
Eine halbe Stunde darauf wurde ich in das
Zimmer gerufen. Hier redet mich der Inquiſitor
mit ſehr ſtolzen Worten an: „Du ſollſt wiſſen,
dah dieſer Ort das Amt der heiligen Inquiſition
iſt; warum du hierhergeführt worden biſt, wirſt
du dir ſelbſt einbilden können; eben wegen dieſer
Urſachen biſt du nun einzukerkern, bis auf den
weiteren Prozeß, der mit dir von der Inquiſition
veranſtaltet werden muß; mit dieſem Pater gehe
an den dir zugewieſenen Ort.“ Der Pater war
der Aufſeher über die Gefängniſſe, eben derſelbe,
welcher mit mir vor der Thüre blieb. Auf tau⸗
ſend Entſchuldigungen und Lamentationen, die
ich vorbringe, antwortet mir der Inquiſitor:
„Hier iſt nichts zu entſchuldigen und zu lamen⸗
tiren, hier iſt ohne weiteres zu gehorchen.“ Da
ich aber fortfahre, die Urſachen meiner Gefangen⸗
ſchaft zu fordern, und meinem Decan mehreres
vorwerfe, ſo fällt der Inquiſitor ein: „Haſt du
nicht jene Lictoren geſehen? Wirſt du nicht wil—
lig dem Aufſeher der Gefängniſſe folgen, ſo wer⸗
den dieſe dir den Weg zeigen.“ Die Hoffnung,
Verzeihung und Barmherzigkeit zu erlangen, war
verſchwunden. Ich folge dem Gefängnißaufſeher.
Wir gehen durch einen dunkeln Gang, darnach
zwei Treppen hinunter, und ich werde in einem
unterirdiſchen, ſehr engen und feuchten Gefäng⸗
niſſe, das acht Fuß unter der Erde und von ge⸗
hauenen Steinen gebaut war, eingeſchloſſen.
„Dieſen jammervollen Ort habe ich ein und ein
halbes Jahr bewohnt, ehe ich zum erſten Mal
vor das Inquiſitionsgericht gerufen wurde. In
dieſer Zeit ſah ich kein Tageslicht, keinem Men⸗
ſchen war der Zugang zu mir offen, außer den
geiſtlichen Vätern, welche die Beſucher der Ge⸗
fangenen genennt werden. Dieſe kamen jeden
Montag zu mir und ermahnten mich zum treuen
Gehorſam gegen die römiſche Kirche und zur
Veiwerfung der Ketzereien. Alle vierzehn Tage
am Freitage wurde ich zur Bußübung bis aufs
Blut geſchlagen. In der ganzen Zeit des Ge⸗
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fängniſſes habe ich bei offenen Wunden und Beu⸗
len das ſchmerzvollſte Leben geführt. Das Ge⸗
fängniß war ſehr feucht, daher fing ich an, am
ganzen Körper aufzuſchwellen; ja ſo groß war
meine Noth, daß ich die Hände nicht mehr zum
Munde bringen konnte, und doch wurde ich von
den grauſamen Büßungen nicht verſchont. Da
ich nun keine Hoffnung hatte, daß ich leben blei⸗
ben könnte, ſo bat ich den Aufſeher der Gefäng⸗
niſſe und die geiſtlichen Väter, daß ſie in meinem
Namen den Inquiſitor anflehen ſollten, daß er
durch irgend ein Todesurtheil dieſer Qual ein
Ende mache, denn ich wünſchte aufgelöſet und bei
Chriſto zu ſein. Als der Inquiſitor dieſe meine
Erklärung erfahren hatte, ſo kommen zwei Notare
und ſagen mir an, daß es dem Inquiſitor ange⸗
zeigt worden ſei, daß ich mich des Todes ſchuldig
bekannt habe, und fragen, ob ich bereit wäre, die⸗
ſes dem Inquiſitor ſelbſt zu ſagen. Ich erwidere,
daß ich nur bedingungsweiſe für dieſe Qualen
den Tod gefordert habe. Darauf erklären ſie mir
mit verſchiedenen gottloſen Gründen, daß ich den
Inquiſitor nicht ſehen könne, wenn ich nicht etwas
Beſonderes vorbringen wollte. Endlich verſpreche
ich, ein Bekenntniß thun zu wollen.
Alſo nach Verlauf von anderthalb Jahren darf
ich das erſte Mal vor dem Inquiſitionsgerichte
erſcheinen. Der Cardinal Colloredo, als Präſes
der Inquiſition und als oberſter Pönitentiarius
des Pabſtes, hatte den erſten Platz. Zu deſſen
Rechten ſaß der Inquiſitor und zur Linken der Abt
Melchior, der Inquiſitions⸗Vicar. Es waren
auch vier Aſſeſſoren und zwei Notare zugegen,
welche jedes Wort zu Papiere brachten. Der In⸗
quiſitor redete mich halbtodten Menſchen an und
ſprach: „Was machſt du hier?“ Ich ſtarrte den
Fragenden an und war zweifelhaft, was ich ant⸗
worten ſollte; aber jener wiederholte die Worte:
„Was machſt du hier?“ Endlich fange ich an:
wenn ſie nicht wüßten, was ich hier machte, wa⸗
rum würfen ſie mich in das Gefängniß und pei⸗
nigten mich alſo? Aber jener brachte zum drit⸗
ten Male die Frage: „Ich frage dich, was machſt
du hier?“ Da ich hierauf vor den Thränen, die
mir aus den Augen ſtürzen, und vor Angſt mei⸗
nes Herzens keine Worte herausbringen kann, ſo
wird dem Aufſeher der Gefängniſſe befohlen, den
meinetwegen ihm gegebenen Befehl zu vollführen.
Ich werde darauf auf einen weiten Hof geführt,
der mit ſehr hohen Mauern umgeben und an der
Tiber gelegen war, und werde unterrichtet, daß
dieſes der Ort der Gerechtigkeit ſei, auf welchem
die harnäckigen Ketzer entweder durch Feuer oder
Schwert dem Tode übergeben würden. In der
Mitte des Hofes war ein Haufen Aſche. Beim
Anblick desſelben wird mir erzählt, daß vor ſieben
Wochen ein Franziskanermönch, ein Mann von
70 Jahren, der, durch Leſung ähnlicher Bücher
verführt, aus ſeinem Kloſter habe fliehen und zu
den Ketzern übergehen wollen, auf dem Wege
aber ergriffen und nach Rom geſchleppt worden
ſei, da er auf keine Weiſe von ſeinen ſchändlichen
Meinungen habe abgehen wollen, hier lebendig
dem Feuer überliefert worden ſei. Dasſelbe werde
auch mit mir vorgenommen werden, wenn ich
nicht von meinen Meinungen abſtehen würde.
Es zeigte ſich auch an einer Seite ein ungewöhn⸗
lich langer Mann mit vier Lictoren, von welchen
man mir ſagte, daß es der Henker und Ausrichter
der Gerechtigkeit ſei. Nach dieſer Handlung werde
ich in mein früheres Gefängniß wieder einge⸗
ſchloſſen. Während ich hier mit tauſend Seufzern
meinen traurigen Zuſtand beklage, nähert ſich et⸗
was der Thüre meines Gefängniſſes. Es war
der Abt Melchior, der mich folgendermaßen an⸗
redete: „Theuerſter Sohn, ich habe Mitleiden mit
deiner elenden Lage. Von väterlicher Liebe ge⸗
trieben, beſuche ich dich. Vielleicht iſt dir das
Verfahren der Inquiſition unbekannt. Du mußt
wiſſen, das Amt der Inquiſition iſt heilig, und
kann folglich niemanden anklagen, urtheilen und
verdammen. Es werden nur ſolche Sünder vor
die Inquiſition geſtellt, deren Sünden öffentlich
und der Welt bekannt ſind; daher iſt es Gebrauch,
daß jeder ſich ſelbſt anklage, und wenn er gefragt
wird, was er hier thue, freiwillig bekenne und
erkläre, daß er dieſes oder jenes Verbrechens ſchul⸗
dig ſei, wie es ihm eben ſein eigenes Gewiſſen
vorſagt. Wenn du dieſes thuſt, ſo haſt du ein
milderes Urtheil zu erwarten. Höre auf meine
Ermahnung, und lebe wohl.“ Er wartete keine
Antwort ab, und ging. Ich erwägte dieſe ty⸗
ranniſche Handlungsweiſe, da ich mein eigner
Ankläger und Henker ſein mußte, und wurde ſehr
niedergedrückt.
Aber wegen der vorhandenen offenbaren Le⸗
bensgefahr, in der ich ſchwebte, konnte ein ande⸗
rer Proceß nicht aufgeſchoben werden. Ich werde
daher am folgenden Tage wieder vor die Inquiſi⸗
tion gerufen, wo der Inquiſitor dieſelben Worte
vorbringt: „Was machſt du hier?“ Demüthig
antworte ich ihm: mir ſei keine andere Urſache
bekannt, als die Erhaltung eines verbotenen Bu⸗
ches und die zu eifrige Disputation über Strei⸗
tigkeiten. Wie ich aber etwas zu meiner Ver⸗
theidigung anführe, ſo fährt der Inquiſitor zu:
„Du biſt der Anklage wegen hierher gerufen wor⸗
den und ſollſt wiſſen, daß dies völlig zureichende
Gründe ſind, nach den ordentlichen Geſetzen der
Inquiſition, dich dem Tode zu überliefern.“ Und
nach einer längeren ſehr harten Rede, in welcher
er die Größe des begangenen Verbrechens dar⸗
ſtellte, ſprach er das Todesurtheil über mich aus.
Er redet darauf einiges heimlich mit dem Cardi⸗
nal. Endlich zeigt er den Brief, der von dem
Biſchofe eingegangen war. In demſelben wurde
mein Tod nicht verlangt, ſondern, daß ich, von
der Inquiſition gebeſſert und gezüchtiget, die üb⸗
rige Zeit meines Lebens in Rom behalten würde,
damit ich keine Gelegenheit hätte, ähnliche Bücher
zu leſen, Disputationen anzuregen oder mit Ketzern
Umgang zu pflegen. Der Inquiſitor verſpricht,
den Wünſchen meines Biſchofs und Collegii ge⸗
nugthun zu wollen, wenn ich vorher durch einen
öffentlichen Eid würde bezeugt haben, die von mir
bisher aufgebrachten Bedenken nicht mehr glau⸗
ben, vertheidigen und bekannt machen zu wollen.
Dagegen erkläre ich nun, mit welchem Rechte min
ein ſolcher Eid aufgelegt werde, der in ihren eig⸗
nen Worten ſich unſtatthaft erweiſe, da der In⸗
English translation AI translation
The second day after, the journey went to Rome, accompanied by the dean and two servants. Thus I was taken by carriage from my college to Venice, from Venice by ship to Ancona, and from Ancona again by land to Rome, where the dean chose the famous Collegium S. Mariae de Pace as our lodging. There we stayed two days. On the second day, toward evening, the prelate and I were invited by the dean of this Collegium to go for a drive. We came to a great palace. I followed the prelate and my dean, who climbed two flights of stairs. Here four Dominican monks appeared, who greeted the two prelates reverently and led them into the room. When I too wished to follow, one of the Dominicans ordered me to wait before the door. He himself remained with me. Scarcely had the others entered the room when four armed lictors came up and took their places before the stairs. Astonished at the sight of them, I spoke three times to the monk standing beside me, but he did not deign to answer me. Half an hour later I was called into the room. Here the Inquisitor addressed me in very haughty words: "You are to know that this place is the office of the Holy Inquisition; why you have been brought here you may well imagine for yourself; for precisely these reasons you are now to be imprisoned, until the further process which must be conducted with you by the Inquisition; go with this father to the place assigned to you." The father was the keeper of the prisons, the very one who had remained with me before the door. To the thousand excuses and lamentations that I brought forward, the Inquisitor answered me: "Here there is nothing to excuse and to lament; here one has only to obey." As I continued nevertheless to demand the reasons for my imprisonment, and made several reproaches against my dean, the Inquisitor broke in: "Have you not seen those lictors? If you will not willingly follow the keeper of the prisons, they will show you the way." The hope of obtaining pardon and mercy had vanished. I followed the keeper of the prison. We went through a dark passage, then down two flights of stairs, and I was shut up in an underground, very narrow and damp prison, built of hewn stones eight feet below the earth.
This wretched place I inhabited for a year and a half before I was called for the first time before the tribunal of the Inquisition. During this time I saw no daylight; no one had access to me except the spiritual fathers who are called the visitors of prisoners. These came to me every Monday and admonished me to faithful obedience to the Roman Church and to the rejection of heresies. Every fourteen days, on Friday, I was beaten in penance until blood flowed. Throughout the whole time of my imprisonment I led the most painful life, with open wounds and boils. The prison was very damp, so that I began to swell over my whole body; indeed my distress grew so great that I could no longer bring my hands to my mouth, and yet I was not spared the cruel penances. Since I now had no hope that I could remain alive, I begged the keeper of the prisons and the spiritual fathers to entreat the Inquisitor, in my name, to put an end to this torment by some sentence of death, for I wished to be dissolved and to be with Christ. When the Inquisitor learned of this declaration of mine, two notaries came and told me it had been reported to the Inquisitor that I had confessed myself guilty unto death, and asked whether I was ready to say this to the Inquisitor himself. I replied that I had demanded death only conditionally, on account of these torments. Thereupon they explained to me, with various godless arguments, that I could not see the Inquisitor unless I wished to bring forward something particular. At last I promised that I would make a confession.
So after the lapse of a year and a half I was allowed to appear for the first time before the tribunal of the Inquisition. Cardinal Colloredo, as president of the Inquisition and as the Pope's chief penitentiary, held the first seat. To his right sat the Inquisitor, and to his left the Abbot Melchior, the Vicar of the Inquisition. There were also present four assessors and two notaries, who set down every word on paper. The Inquisitor addressed me, a half-dead man, and said: "What are you doing here?" I stared at the questioner, uncertain what I should answer; but he repeated the words: "What are you doing here?" At last I began: if they did not know what I was doing here, why did they throw me into prison and torment me so? But he brought forth the question a third time: "I ask you, what are you doing here?" Since at this I could bring forth no words, for the tears bursting from my eyes and the anguish of my heart, the keeper of the prisons was ordered to carry out the command given him concerning me. I was then led into a wide courtyard, surrounded by very high walls and situated on the Tiber, and was told that this was the place of justice where obstinate heretics were delivered to death, either by fire or by the sword. In the middle of the courtyard was a heap of ashes. At the sight of it I was told that seven weeks before, a Franciscan monk, a man of seventy years, who, seduced by the reading of similar books, had wanted to flee his monastery and go over to the heretics, but had been seized on the way and dragged to Rome, and since he would in no way depart from his shameful opinions, had here been delivered alive to the fire. The same would be done to me if I would not desist from my opinions. There also appeared to one side an unusually tall man with four lictors, of whom I was told that he was the executioner and enforcer of justice. After this proceeding I was locked again into my former prison. While here I lamented my sad condition with a thousand sighs, something approached the door of my prison. It was the Abbot Melchior, who addressed me as follows: "Dearest son, I have compassion for your wretched condition. Moved by fatherly love, I visit you. Perhaps the procedure of the Inquisition is unknown to you. You must know that the office of the Inquisition is holy, and can therefore accuse, judge, and condemn no one. Only such sinners are brought before the Inquisition whose sins are public and known to the world; therefore it is the custom that everyone accuse himself, and when he is asked what he is doing here, that he freely confess and declare that he is guilty of this or that crime, just as his own conscience tells him. If you do this, you may expect a milder judgment. Heed my admonition, and farewell." He did not wait for an answer, and left. I weighed this tyrannical procedure, since I had to be my own accuser and executioner, and became very downcast.
But because of the manifest danger to life in which I hovered, a further proceeding could not be delayed. I was therefore called again the following day before the Inquisition, where the Inquisitor brought forth the same words: "What are you doing here?" Humbly I answered him: I knew of no other cause than the possession of a forbidden book and too eager disputation over controversial matters. But as I brought forward something in my defense, the Inquisitor continued: "You have been called here on account of the accusation, and you are to know that these are fully sufficient grounds, according to the regular laws of the Inquisition, to deliver you to death." And after a longer, very harsh speech, in which he depicted the magnitude of the crime committed, he pronounced the sentence of death upon me. He then spoke something secretly with the Cardinal. Finally he showed the letter that had come from the bishop. In it my death was not demanded, but rather that I, improved and chastened by the Inquisition, should spend the rest of my life in Rome, so that I would have no opportunity to read similar books, stir up disputations, or associate with heretics. The Inquisitor promised to satisfy the wishes of my bishop and my college, if I would first attest by a public oath that I would no longer believe, defend, or make known the doubts I had hitherto raised. Against this I now declared: by what right was such an oath imposed on me, which by their own words proved improper, since the Inquisitor had called my disputes merely doubts? An oath is never required in uncertain matters; how could I be convicted of having believed this or that, since God alone is the knower of hearts? Enraged, the Inquisitor burst out: "So you are afraid to take the oath; I see that you are still altogether infected with the heretical plague." At this I had to withdraw and wait before the door. When I was called again, the Inquisitor said to me: