Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 21 › Seite 167

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-05-24, Seite 167

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Bekenntnisſchriften 2

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welche ihn antrieb, der erkannten Wahrheit Ab⸗
bruch zu thun. Denn er ſtimmte in ſeiner eige⸗
nen Ueberzeugung damals noch mit der Witten⸗
berger Concordia überein, zu der er ſich noch
1540 in einem Teſtamente bekannte, welches er
während einer Krankheit zu Weimar eigenhändig
abfaßte, nachdem er kurz zuvor in öffentlichen
Briefen ſeine Uebereinſtimmung mit derſelben
mehrfach ausgeſprochen hatte. Er wollte alſo zu⸗
nächſt jedenfalls nur mildere Worte anſtatt der
früheren ſetzen, und den Anſtoß hinwegräumen,
weichen die Schweizer an der ihnen geltenden
Gegenlehre nahmen, um dadurch das Unions⸗
werk zu hindern. Aber gerade mit dieſer an⸗
maßenden Willkühr beging er ein großes Unrecht
gegen die Kirche, weshalb die Evangeliſchen ge⸗
gründete Urſache hatten, ſich über ſein eigenmäch⸗
tiges Schalten mit einem öffentlichen und allge⸗
meinen Glaubensbekenntniß zu beſchweren, und
bald genug verbarg ſich auch hinter den vermein⸗
ten Verbeſſerungen der entſchiedene Irrthum. Ja!
endlich wurde die geänderte Augsburgiſche Con⸗
feſſion das gemeinſame Panier allen Calviniſten,
Crypto⸗Calviniſten und Philippiſten, unter wel⸗
chem ſie erſt heimlich, dann öffenrlich die luthe⸗
riſche Kirche zu ſtürzen drohten, bis der HErr
ihre Anläufe, namentlich auch durch das heilſame
Werk der Concordienformel, zu Schanden machte.
Seit der Zeit erhielt die ungeänderte Augsburgi⸗
ſche Confeſſion in der lutheriſchen Kirche alleinige
Geltung.

Fern ſei es von uns aber, Melanchthon wegen
jenes Unrechtes verdammen zu wollen. Wir hof⸗
fen, daß er ſeinen Fehler vor ſeinem Ende noch
erkannt und Gott abgebeten hat. So bekannte er
1558, zwei Jahre vor ſeinem Tode, daß er bei
der „Confeſſion, dem Kaiſer zu Augsburg über⸗
geben A. 1530“ beharre, wodurch er ſelbſt die
geänderte Confeſſion als bloßes Privatunterneh⸗
men bezeichnet hat. Uns aber möge ſein Strau⸗
cheln warnen, daß wir um ſo treuer und gewiſſen⸗
hafter über dem aus Gnaden uns anvertrauten
Schatz der Wahrheit halten.

Der Apologet ſagt ferner: „Auch benutzten die
Jeſuiten dieſen Umſtand vortrefflich zu ihrem
Nutzen und warfen den Lutheranern beſtändig
vor: „Ihr habt keinen gewiſſen Glauben, denn
ihr ändert eure Confeſſion von Zeit zu Zeit.“
Aus dieſem Grunde insbeſondere waren
die lutheriſchen Fürſten mit der veränderten Con⸗
feſſion nicht zufrieden. Dieſer Vorwurf wurde
allerdings den Proteſtanten von den Papiſten oft
gemacht, öffnete ihnen auch die Augen über das
eigenmächtige Verfahren Melanchthons, da die
Feinde unſere Fehler bekanntlich leichter entdecken,
als wir ſelbſt. Daß aber die lutheriſchen Fürſten
„aus dieſem Grunde insbeſondere“, nämlich aus
bloßer gekränkter Eitelkeit, mit der veränderten
Augsburgiſchen Confeſſion nicht zufrieden ge⸗
weſen ſein ſollen, iſt eine verleumderiſche Be—
hauptung. Es war vielmehr von ihrer Seite ge⸗
wiſſenhafte Bekenntnißtreue. Die Sache verhält
ſich nämlich ſo:

Nachdem Melanchthon Anfangs nach ſeiner
Gewohnheit nur Einiges am Ausdrucke verbeſ⸗
ſert hatte, wagte er es, den Inhalt des Bekennt⸗
niſſes ſelbſt in einigen Punkten zu verändern.
Solches geſchah von 1540 an. Auf dem Collo⸗
quium nämlich, welches damit zwiſchen den Lu⸗
theranern und Papiſten zu Worms gehalten
wurde, ſollte die Augsburgiſche Confeſſion zur

167

Grundlage des Geſpräches dienen. Melanch⸗
thon wußte es nun ſo einzurichten, ohne die
Stände, Luther und die übrigen Theologen zu
befragen, daß im Namen der Reichsſtände die
veränderte Augsburgiſche Confeſſion übergeben
wurde. Indeß merkten es die päbſtlichen Collo⸗
cutoren, namentlich Eck, bald und erinnerten es
öffentlich. Eben ſo ging es im folgenden Jahre
auf dem Regensburgiſchen Colloquium, wo es ſo
weit kam, daß die übrigen lutheriſchen Theologen
und Staatsmänner im Namen ihrer Fürſten dem
Oberpräſidenten Granvella erklärten, ſie blieben
bei dem Exemplare, welches A. 1530 dem Kaiſer
Karl V. übergeben ſei. Ja! ſie nöthigen Me⸗
lanchthon, die wichtigſte Veränderung im Artikel
vom heiligen Abendmahle wieder abzuthun und
öffentlich zu unterſchreiben, daß er das einſtim⸗
mige Bekenntniß der ganzen Kirche von der wah⸗
ren Gegenwart des Leibes Chriſti im heiligen
Abendmahle theile und die Gegenlehre verwerfe.

Namentlich hat der fromme Kurfürſt Johann
Friedrich von Sachſen gegen die Veränderung
der Augsburgiſchen Confeſſion entſchieden prote⸗
ſtirt. Derſelbe ließ durch ſeinen alten Kanzler
Brück dem Melanchthon ernſtlich vorhalten, wie
er es ſich habe anmaßen können, die Augsbur⸗
giſche Confeſſion in einigen Punkten zu ändern
ohne des Kurfürſten und der andern Stände
Vorwiſſen und Bewilligung; deſſen er ſich nach
des Kurfürſten Erachten ja billig hätte enthalten
ſollen, da die Confeſſion vornehmlich des Kur⸗
fürſten und der anderen Stände ſei.

Gleichwohl ließ Melanchthon die Augsburgiſche
Confeſſion allezeit verändert drucken. So oft je⸗
doch etwas davon laut wurde, bezeugten die Für⸗
ſten ihr Mißfallen darüber. Wie es aber mög⸗
lich war, daß Melanchthon es ſtets ungehindert
thun konnte? Wir haben geſehen, daß die Für⸗
ſten es an treuer Warnung nicht fehlen ließen.
An Gewaltmaßregeln dachten ſie nicht, da die
lutheriſche Kirche ſich damals einer herrlichen
Freiheit erfreute. Dazu ſtand Melanchthon in
ſo hohem Anſehen, daß, davon geblendet, Viele
ſchwiegen. Andere, welche nicht die nöthige Klug⸗
heit gebrauchten, ſchadeten der guten Sache mehr.
Auch kümmerten ſich die Fürſten und Stände da⸗
mals wenig um den Druck der Augsburgiſchen
Confeſſion, weil ſie wußten, daß es hauptſächlich
auf das dem Kaiſer übergebene Original an⸗
komme. Erſt im Jahre 1580 ließen ſie dieſelbe
unter ihrer eigenen Autorität drucken.

Falſch iſt es, wenn der Apologet von der ver⸗
änderten Augsburgiſchen Confeſſion ſagt: „Wahr⸗
ſcheinlich gefiel ſie auch Luther nicht, doch ſprach
er ſich nie öffentlich dagegen aus.“ Wer nur eine
oberflächliche Bekanntſchaft mit Luthers Charak-⸗
ter hat, der weiß, daß ihm ein ſolches Drehen
und Deuteln an klaren Wahrheiten der heiligen
Schrift ſtets ein Gräuel war. Dazu bezeugen
auch Rorarius, ein Vertrauter Luthers, und der
alte Kanzler Brück ſeine Unzufriedenheit mit Me
lanchthons Verfahren. Schlüſſelburg, de signis
Sacramentar., will gewiſſe Nachricht haben, daß
ſich Luther einige Bogen aus der Druckerei brin⸗
gen ließ und darüber eiferte. Aber auch geradezu
ſtrafte Luther den Melanchthon wegen ſeiner
Eigenmächtigkeit. „Philippe“, ſagte er, „das Buch
iſt nicht euer, ſondern der Kirche Bekenntniß;
darum habt ihr nicht Macht, es ſo oft zu än⸗
dern.“

Zwar ſprach Luther ſich nicht öffentlich gegen
die Aenderung der Augsburgiſchen Confeſſion aus,
allein dieſelbe gab damals auch noch kein öffent⸗
liches Aergerniß, das geſchah erſt ſpäter. Me⸗
lanchthon betrachtete den Druck der Augsburgiſchen
Confeſſion als Privatſache, privatim ſtrafte ihn
Luther deswegen. Was ſollte er mehr thun? Es

war nicht ſeine Schuld, daß Melanchthon auf
ihn nicht hörte. Dazu war es in Luthers letzten
ſechs Jahren, als er viel krankte und mit unzäh⸗
ligen wichtigen Dingen beſchäftigt war.

Zum Schluſſe ſagt der Apologet: „Im Jahre
1561 hielten die lutheriſchen Fürſten eine Zuſam⸗
menkunft in Naumburg, bei welcher eine Vorrede
zu der veränderten Confeſſion verfaßt, aber nicht
von Allen unterſchrieben wurde. In dieſer Vor⸗
rede wird bemerkt, daß die veränderte Ausgabe
etwas deutlicher und ausführlicher ſei, als
die urſprüngliche.“ Da die Kürze dieſer Dar⸗
ſtellung den unbefangenen Leſer zu irrigen Ver⸗
muthungen veranlaſſen könnte, ſo fügen wir fol⸗
gendes hinzu.

Es wurde den Proteſtanten von den Papiſten
beſtändig ihre Uneinigkeit und ihre Abweichung
von der rechten Augsburgiſchen Confeſſion vor⸗
geworfen. Um dem abzuhelfen, hielten ſie, auf
Antrieb des Kurfürſten Auguſt von Sachſen,
1561 den bekannten Naumburger Fürſtentag.
Nachdem man die verſchiedenen Eremplare der
Augsburgiſchen Confeſſion mit einander ver⸗
glichen hatte, wählte man die Wittenbergiſche Aus⸗
gabe der ungeänderten Augsburgiſchen Confeſſion
vom Jahre 1531, welche von Allen unterſchrieben
werden ſollte. So weit ging alles gut; darauf
aber beantragten die beiden Kanzler Ehem und
Cracovius, zwei heimliche Calviniſten, eine Vor⸗
rede, welche aufs Neue vor die Augsburgiſche
Confeſſion geſetzt und dem Kaiſer übergeben werden
ſollte, worin ſie ſagten, die ſämmtlichen unterſchrie⸗
benen Stände (alſo auch Kurpfalz) hätten bisher
keine andere Lehre geduldet, als die, welche in der
heiligen Schrift gegründet und in der Augsbur⸗
giſchen Confeſſion bekannt ſei, die ihnen vor⸗
geworfene Uneinigkeit aber eriſtire gar nicht. Auch
Kurpfalz war bereit, dieſes Alles zu unter⸗
ſchreiben.

Dagegen aber proteſtirte Herzog Johann Frie⸗
derich von Sachſen mündlich und ſchriftlich. „Er
könne die Vorrede nicht mit gutem Gewiſſen un⸗
terſchreiben, noch Kurpfalz, einen Beſchützer der
Calviniſten, als Genoſſen der Augsburgiſchen
Confeſſion anerkennen. Dadurch würde nur der
Irrthum bemäntelt und der Sinn der Augsburgi⸗
ſchen Confeſſion ungewiß gemacht. Man ſolle
lieber die Gebrechen der Kirche ausdrücklich nen⸗
nen und auch der Schmalkaldiſchen Artikel ge⸗
denken“ Als ſeine Proteſtation nicht durchdrang,
begab ſich der Herzog mit den Seinigen wieder
nach Hauſe.

Nach ſeinem Abſchiede brachte es die Calviniſch
geſinnte Parthei dahin, daß nicht blos die vom
Herzog gerügten Worte in der Vorrede ſtehen blie⸗
ben, ſondern auch ausdrücklich hinzugefügt ward,
die von Melanchthon geänderte Confeſſion ſei
etwas „ſtattlicher und ausführlicher wiederholt,
auch aus dem Grunde der heiligen Schrift aus⸗
geführt und gemehrt; man wolle von derſelben
durchaus nicht weichen; ja! ſie ward auch die
verbeſſerte genannt. Der Artikel vom heiligen
Abendmahl war ſehr zweideutig abgefaßt.

Indeſſen ſtand jene Proteſtation des Herzogs
nicht allein; denn auch viele abweſende Fürſten,
namentlich die Niederſächſiſchen Stände und
ſämmtliche wohlgeſinnte Theologen, weigerten ſich,
jene Vorrede zu unterſchreiben. Dieſelbe fiel auch
bald darauf von ſelbſt.

Möge der Apologet ſich künftig bei ſeinen Mit⸗
theilungen über die lutheriſche Kirche die ſtrengſte
Wahrheitsliebe zur Pflicht machen und ſich nur
an reine Quellen halten. Hermann Fick.

*) Der Kurfürſt Friederich III. von der Pfalz war ſchon
1559 von der lutheriſchen zur reformirten Kirche über⸗
getreien.

English translation AI translation

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which drove him to do damage to the truth he had recognized. For at that time, in his own personal conviction, he still agreed with the Wittenberg Concord, to which he still confessed in 1540 in a testament that he composed with his own hand during an illness at Weimar, after having shortly before repeatedly expressed his agreement with it in public letters. At first, then, he certainly intended only to substitute milder words for the earlier ones, and to remove the offense which the Swiss took at the contrary doctrine directed against them, in order thereby to further the work of union. But it was precisely by this presumptuous arbitrariness that he committed a great wrong against the church, for which reason the Evangelicals had good cause to complain of his high-handed dealing with a public and universal confession of faith, and soon enough decided error also concealed itself behind the supposed improvements. Indeed! In the end the altered Augsburg Confession became the common banner of all Calvinists, Crypto-Calvinists, and Philippists, under which they threatened to overthrow the Lutheran church, first secretly, then openly, until the Lord put their attempts to shame, especially also through the salutary work of the Formula of Concord. From that time on, the unaltered Augsburg Confession alone held validity in the Lutheran church.

Far be it from us, however, to wish to condemn Melanchthon on account of that wrong. We hope that he recognized his fault before his end and asked God's forgiveness for it. Thus in 1558, two years before his death, he confessed that he stood by "the Confession delivered to the Emperor at Augsburg, A.D. 1530," by which he himself designated the altered Confession as a mere private undertaking. But may his stumbling be a warning to us, that we hold all the more faithfully and conscientiously to the treasure of truth entrusted to us by grace.

The Apologete further says: "The Jesuits, too, made excellent use of this circumstance to their own advantage, and continually reproached the Lutherans: 'You have no certain faith, for you alter your Confession from time to time.' For this reason in particular the Lutheran princes were dissatisfied with the altered Confession." This reproach was, to be sure, often made against the Protestants by the Papists, and it also opened their eyes to Melanchthon's high-handed proceeding, since, as is well known, enemies discover our faults more easily than we ourselves do. But that the Lutheran princes should have been dissatisfied with the altered Augsburg Confession "for this reason in particular" — namely, out of mere wounded vanity — is a slanderous assertion. It was, rather, on their part conscientious faithfulness to the confession. The matter, in fact, stood as follows:

After Melanchthon had at first, according to his habit, improved only a few points of expression, he ventured to alter the actual content of the confession itself in a few places. This began from 1540 onward. For at the colloquy held between the Lutherans and the Papists at Worms, the Augsburg Confession was to serve as the basis of the discussion. Melanchthon now managed things, without consulting the estates, Luther, or the other theologians, so that the altered Augsburg Confession was submitted in the name of the imperial estates. Meanwhile the papal disputants, Eck in particular, soon noticed it and publicly called attention to it. The same thing happened the following year at the Regensburg colloquy, where matters went so far that the other Lutheran theologians and statesmen declared, in the name of their princes, to the presiding officer Granvella, that they stood by the copy that had been presented to Emperor Charles V in 1530. Indeed, they compelled Melanchthon to retract the most important alteration in the article on the Holy Supper and to subscribe publicly that he shared the unanimous confession of the whole church regarding the true presence of the body of Christ in the Holy Supper, and that he rejected the contrary doctrine.

In particular, the pious Elector John Frederick of Saxony protested decisively against the alteration of the Augsburg Confession. He had his old chancellor Brück earnestly remonstrate with Melanchthon as to how he could have presumed to alter the Augsburg Confession in some points without the knowledge and consent of the Elector and the other estates — from which, in the Elector's judgment, he should in fairness have refrained, since the Confession belonged chiefly to the Elector and the other estates.

Nevertheless, Melanchthon continued to have the Augsburg Confession printed in its altered form at all times. Yet whenever anything of this became known, the princes gave voice to their displeasure over it. How, then, was it possible for Melanchthon always to do so unhindered? We have seen that the princes did not fail to give faithful warning. They did not think of forceful measures, since the Lutheran church at that time enjoyed a glorious freedom. Besides, Melanchthon stood in such high regard that many, dazzled by it, kept silent. Others, who did not exercise the necessary prudence, did more harm to the good cause. The princes and estates, moreover, at that time cared little about the printing of the Augsburg Confession, because they knew that what mattered chiefly was the original that had been handed to the Emperor. Not until the year 1580 did they have it printed under their own authority.

It is false when the Apologete says of the altered Augsburg Confession: "Probably Luther did not like it either, yet he never spoke out publicly against it." Whoever has even a superficial acquaintance with Luther's character knows that such twisting and glossing of the plain truths of Holy Scripture was always an abomination to him. In addition, both Rorarius, a confidant of Luther's, and the old chancellor Brück testify to his dissatisfaction with Melanchthon's proceedings. Schlüsselburg, in his De signis Sacramentariorum, claims to have certain word that Luther had some sheets brought to him from the printing house and grew indignant over them. But Luther also directly reproved Melanchthon for his high-handedness. "Philip," he said, "the book is not yours, but the confession of the church; therefore you have no authority to alter it so often."

It is true that Luther did not speak out publicly against the alteration of the Augsburg Confession, but at that time it had not yet caused public offense — that happened only later. Melanchthon regarded the printing of the Augsburg Confession as a private matter, and Luther reproved him for it privately. What more should he have done? It was not his fault that Melanchthon did not listen to him. Besides, this fell within Luther's last six years, when he was often ill and occupied with countless important matters.

In conclusion the Apologete says: "In the year 1561 the Lutheran princes held a meeting at Naumburg, at which a preface to the altered Confession was drawn up, but was not signed by all. In this preface it is noted that the altered edition is somewhat clearer and more detailed than the original." Since the brevity of this account might lead the unbiased reader to erroneous conjectures, we add the following.

The Protestants were continually reproached by the Papists for their disunity and their deviation from the true Augsburg Confession. To remedy this, they held, at the instigation of Elector Augustus of Saxony, the well-known Diet of Naumburg in 1561. After the various copies of the Augsburg Confession had been compared with one another, they chose the Wittenberg edition of the unaltered Augsburg Confession of the year 1531, which was to be signed by all. So far all went well; but thereupon the two chancellors Ehem and Cracovius, two secret Calvinists, proposed a preface, which was to be newly placed before the Augsburg Confession and delivered to the Emperor, in which they stated that all the estates who had signed (thus including the Palatinate) had hitherto tolerated no other doctrine than that which was grounded in Holy Scripture and confessed in the Augsburg Confession, and that the disunity charged against them did not exist at all. The Palatinate, too, was ready to sign all of this.

Against this, however, Duke John Frederick of Saxony protested both orally and in writing. "He could not, with a good conscience, sign the preface, nor could he acknowledge the Palatinate, a protector of the Calvinists, as a partner in the Augsburg Confession. This would only cloak the error and render the sense of the Augsburg Confession uncertain. It would be better, rather, expressly to name the church's defects, and also to make mention of the Smalcald Articles." When his protest did not prevail, the duke returned home with his retinue.

After his departure, the Calvinist-minded party brought it about that not only did the words the duke had objected to remain standing in the preface, but it was also expressly added that Melanchthon's altered Confession had been repeated somewhat "more splendidly and fully, and also expounded and enlarged on the ground of Holy Scripture; that they would by no means depart from it" — indeed, it was even called the improved Confession. The article on the Holy Supper was worded very ambiguously.

Meanwhile the duke's protest did not stand alone; for many absent princes as well, namely the Lower Saxon estates and all the well-disposed theologians, refused to sign that preface. It also soon afterward collapsed of itself.

May the Apologete in future make it his duty, in his communications about the Lutheran church, to observe the strictest love of truth, and hold only to pure sources. Hermann Fick.

* Elector Frederick III of the Palatinate had already gone over from the Lutheran to the Reformed church in 1559.