A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's
own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation
below is a link to that page.
Headwords are spelled as Eckhardt set
them, so the filter folds the differences that would otherwise hide them —
Sklaverei finds Sclaverei, Konkordienformel finds
Concordienformel. What you see listed is always the printed spelling.
4,478 entries
under 828 headwords, carrying
129,203 citations and
2,331 fragments too damaged to read
· built 2026-09-16.
uncorrected OCR
The German below is machine transcription of
the 1907–1917 print (tesseract, Fraktur model) and has not been proof-read
against the page. Read it as a finding aid: the citations are what it is for, and a
garbled word is a defect of our OCR, not of Eckhardt.
—
Sakramente.
Abhandlungen.
Theſen über die heiligen Sakramente im allgemeinen und über die heilige Taufe inſonderheit. N. 79, 12—20. 80, 11—38. Mich. 83, 16—53. 85, 12—62. Das Weſen der Sakramente des neuen Teſtaments. L. W. 53, 297—313. 345—360. Von den heiligen Sakramenten im allgemeinen. Brunn. 501—511. (Auch in Pamphletform: Die Lehre von den Gnadenmitteln, 25—36.) über die Lehre von den Sakramenten insgemein. Syn. Frei. 82, 39—98. über die Wirkung der Sakramente. L. W. 3, 4—16. Von den Sakramenten im allgemeinen. Hön. Dog. § 63. Seite 42—74. Falſche Lehre von den Sakramenten. L. W. 13, 39—48. Theo-logiſche Axiome. L. W. 7, 353—357. Theologiſche dicta classica. L. W. 51, 548—554. The sacraments. Theol. 4, 406-411. Proc. 91, 10—17. Voung Lutheran Mag. 1907, 65—68. Out. 185. De sacramentis in genere. Baier 3, O. 400-420. Ofu the sacraments in general. Pio. 1908, 34.
— Katecheſe: Schulbl. 47, 67—72.
Abriß.
Was ſind Sakramente? § 1. Zahl der Sakramente § 2. Sakramente ſind Handlungen § 3. Sie ſind von Gott eingeſett § 4. Das Irdiſche § 5. Die Gna— denderheißung §6. Wer das Weſen des Sakraments lengnet, hat kein Sakrament 8L7. Zweck der Sakramente §8. Sakramente ſind Gnadenmittel § 9. Siegel S10. Das Sakrament gibt uns dasſelbe als das Wort § 11. Notwendigkeit der Sakramente § 12. Kraft der Sakramente § 13. Die Kraft hängt nicht ab von Verwalter der Sakramente § 14. auch nicht vom Empfänger § 15. Sakramente fordern Glauben § 16. Man ſoll ſie fleißig gebranchen §
Sakramente kommt dem Paſtor zu § 18. Die altteſtamentlichen Sakramente § 19.
Sakramente.
- Mich. 83, 16—53
- Mich. 83, 16—53. 85, 12—62
- L. W. 53, 297—313
- L. W. 53, 297—313. 345—360
- Brunn. 501—511
- Syn. Frei. 82, 39—98
- L. W. 3, 4—16 Preface to Jahrgang 1857.
- Hön. Dog. § 63
- L. W. 13, 39—48
- L. W. 7, 353—357 Theological Axioms.
- L. W. 51, 548—554
- Theol. 4, 406-411
- Proc. 91, 10—17
- Mag. 1907, 65—68
- Out. 185
- Pio. 1908, 34
- Schulbl. 47, 67—72
- Baier 3,
vol c, printed page
598–599 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0412_PA598
1.
—
1. Was ſind Sakramente? Es ſind Handlungen, von
Gott geordnet, worinnen durch gewiſſe, mit Gottes Wort
verbundene, äußerliche Mittel Gnade mitgeteilt wird.
Zu einem Sakrament gehören darum drei Stücke: eine
Verordnung Gottes, ein ſichtbares Zeichen und eine
Enodenverbeißung. Wo eins dieſer Stücke fehlt, iſt
kein Sakrament. — Verſchiedene Definitionen Proc. 91,
12. Hannoverſcher Katechismus Luth. 10. 169. 170.
Anm. a. Wie gewinnt man dieſe Deſinition? Wir
nehmen Taufe und Abendmahl, die in der Schrift be-
ſonders hervortreten und in der erſten chriſtlichen Kirche
zunächſt Sakramente genannt wurden, und ſehen. wel⸗
che woientlichen Merkmale ſie gemeinſchaitlich haben.
Deduktion. Den Vegriff „Sakrament“ ſeven wir nicht
nach der Vernunfit feſt, ſondern ſchöyfen ihn aus den
Einjetzunoasworten. L. W. 53, 302—305. Die Deiini—
tion iſt darum ſchriftgemäß. Cal. 1903. 16.
Anm. b. Das Wort „Sakrament“ ſteht nicht in der
Bihel (agraphon), ſondern iſt ein kirchlicher Ausdruck.
Die Sache aber ſteht in der Bibel. Die Kirche bat in
der Schrift gewiſſe Handlungen gefunden und ihnen den
Namen „Sakrament“ gegeben. Hön. Dog. 43. — Wie
wolen wir Taufe und Abendmahl mit einem Wort
anders nennen? Syn. Frei. 82, 40.
Anm. c. Karlſtadt wollte es zur Sünde machen, das
Abendmahl ein Sakrament zu nennen, weil das Wort
nicht in der Bibel ſteht. Aber dürfen wir keine andern
Worte gebrauchen? Dürfen wir Chriſtum nicht nen—
nen: Herzenskron? „Dreieinigkeit“ ſieht auch nicht in
der Schrift. Hier darf man ſich die chriſtliche Freiheit
nicht rauben laſſen.
Anm. d. Das Wort „Sakrament“ wurde auch von
weltlichen Schriitſtellern (Profanſkribenten) gebraucht
und bedeutete eine geweihte Sache. Pfand, Eid. Bei
kirchlichen Schreibern finden wir es in der Bedentung:
Geheimnis, heilige Sache. Schon Auguſtin und Am-
broiius gebrauchten es. Luth. 3, 83.
Anm. e. Spätere Dogmatiker nehmen in die Defini-
tion von Sakrament auch das „himmliſche Gut“
auf, im Abendmahl Chriſti Leib und Blut, in der Tauſe N. 79, 19. 20. N. 80, die Dreieinigkeit. Aber das läßt ſich nicht halten, weil
die doppelte Materie zwar beim Abendmahl, nicht aber
bei der Taufe, Beſchneidung u. ſ. w. iſt, weil man kein
allen Sakramenten gemeinſchaftliches himmliſches
Gut nachweiſen kann. In der Taufe iſt das himmliſche
Wabr in derſelben Weiſe gegenwärtig, wie im Abend⸗
mahl.
- Proc. 91,
12
- Luth. 10. 169
- Luth. 10. 169. 170
- L. W. 53, 302—305
- Cal. 1903. 16
- Hön. Dog. 43
- Syn. Frei. 82, 40
- Luth. 3, 83 The "Confirmation Machine and the Heathen Sacrament" of old Father Peter Schmucker.
- Syn. Frei. 82, 41
margin
- Syn. Frei. 82, 41. 42
margin
- Mit. 1910, 14
margin
- Wis. 88, 28
margin
- L. W. 53, 308
margin
- Baier 3, 404
margin
- Theol. 4, 406
margin
- Min. 92, 14
margin
- Syn. Frei. 82, 40
margin
- Syn. Frei. 82, 40. 41
margin
- Mit. 1910, 13
margin
- Baier 3, 401
margin
- Baier 3, 401. 402
margin
- Proc. 91, 10
margin
- L. W. 53, 299
margin
- Past. 55
margin
- L. W. 53, 300
margin
- Syn. Frei. 82, 40
margin
- Hön. Dog. 43. 44
margin
- L. W. 53, 299
margin
- L. W. 53, 299. 300
margin
- Syn. Frei. 82, 39
margin
- Mit. 1910, 13
margin
- Baier 3, 402
margin
- L. W. 53, 354
margin
- Hön. Dog. 51. 52
margin
- Brun 503
margin
- Brun 503. 14
margin
- Brun 503. 14. 15
margin
- Brun 503. 14. 15. 18
margin
- Il. 75, 58
margin
- Wis. Syn. 88, 23
margin
- Syn. Frei. 82. 44
margin
- Süd. 92, 15
margin
- Baier 3, 411
margin
vol c, printed page
599–600 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0003_PA599
2.
Zahl der Sakramente
2. Zahl der Sakramente. Aus Vorhergehendem er-
gibt ſich von ſelbſt, daß wir im neuen Teſtament nur
zwei Sakramente zählen. Die gegebene Definition paßt
auf nichts anderes. Dabei folgen wir der Schrift: 1
Joh. 5, 6. 8: Waſſer und Blut. Joh. 19, 34.
Anm. a. Wenn jemand das Wort Sakrament in
einem weiteren Sinne auf mehr Dinge anwen-
den will, ſo fechten wir das nicht ſo ſehr an, ſolange ſie
nur den eigentlichen Sakramenten nicht gleich geſtellt
werden. Konk. 204, 14. 15.
Anm. b. Im weiteren Sinn wird das Wort z. B. ge⸗
braucht:
1. von Auguſtin. Sakrament iſt jedes ſichtbare
Zeichen, durch welches etwas Geiſtliches bedeutet
wird, z. B. das Zeichen des Kreuzes. Darum zählt
er mehr als 7 Sakramente:
2. in unſerer Konkordia, welche die Abſolution
ein Sakrament nennt. Konk. 202, 4. Sie redet
aber dabei dennoch von „zweien, welche eigent⸗
lich Zeichen und Siegel des neuen Teſtaments
ſind.“ 201, 15.
Antitheſe.
a. Papiſten. Die Paviſten zählen 7 Sakramente
—
und verfluchen jeden, der weniger zählt. Neben Taufe
und Abendmahl zählen ſie als Sakramente auf:
1. die Konfirmation. — Aber dieſe iſt nicht
göttlicher Einſetzung, hat kein ſichtbares Element
und keine Gnadenverheißung:
jedes
2. die Prieſterweihe. — Auch hier fehlt
der drei Stücke;
- Konk. 204
- Konk. 204, 14
- Konk. 204, 14. 15
- Konk. 202
- Konk. 202, 4
- Syn. Frei. 82, 45
margin
- Way 54
margin
- Way 54. 55
margin
- Hön. Dog. 45
margin
- Pio. 1908, 35
margin
- Cal. 1903, 16
margin
- Theol. 4, 406
margin
- Theol. 4, 406. 407
margin
- Syn. Frei. 82, 46
margin
- L. W. 53, 300
margin
- Hön. Dog. 45
margin
- L. W. 53. 301
margin
- Mit. 1910, 15
margin
- Mit. 1910, 15. 16
margin
- Syn. Frei. 82, 47
margin
- Hön. Dog. 47
margin
- Pio. 1908, 35
margin
- Brun 511
margin
- L. W. 51, 67
margin
- S. Dak. 1907, 55
margin
- W. 76, 26
margin
- Fick 32
margin
- L. W. 51, 67
margin
- L. W. 51, 67. 68
margin
- Syn. Frei. 82, 49
margin
- Syn. Frei. 82, 48
margin
- Mit. 1910 15.
vol c, printed page
600 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0414_PA600
3.
die Buße
3. die Buße. — Die Buße iſt nicht eine Hand⸗
lung, hat kein ſichtbares Element:
1. die letzte Slung. — Hier ſehlt die Gnaden-
verheißung:
- Syn. Frei. 82, 50
margin
- Syn. Frei. 82 47. 48. Bu
vol c, printed page
600 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0414_PA600
5.
die Ehe
5. die Ehe. — Die Ehe iſt zwar eine göttliche
Einrichtung, aber keine Verordnung. Auch die bei-
den anderen Stücke fehlen.
Anm. a. Die Zahl der Sakramente hat bei den Papi-
ſten immer geſchwankt, bis im Laufe des 12. Jahrhun-
derts die Siebenzahl aufkam, die endlich durch das Kon-
zil zu Florenz 1439 feſtgeſetzt wurde.
Anm. b. Als Beweis für ſieben Sakramente hat man
ſchon die Siebenzahl in der Schrift gebracht. Beweis
des Jeſuiten Scherer: Weil bisher noch niemand bei we⸗
niger als ſieben Sakramenten geflucht hat. Luth. 39,
117. 118.
Anm. c. Die Zahl 7 verwerfen wir nicht abſolut. Das
Falſche der Papiſten liegt vielmehr darin, daß ſie dieſe
fünf Sakramente der Taufe und dem Abendmahl gleich⸗
ſtellen und ihnen eine Gnadenverheißung zuſchreiben. b. Weinbrennerianer, welche die Fuß⸗
waſchung, Irvingianer, welche die apoſtoliſche Hand-
auilegung und Univerſaliſten, die die Weihe neben Tau⸗
je und Abendmahl ſtellen.
c. Quäker und andere, welche die zwei Sakra⸗
mente, Taufe und Abendmahl, verwerfen, da ſie keine
Geltung mehr haben ſollen. Univerſaliſten haben kine
Lehre von den Sakramenten.
3. Das Sakrament iſt eine Handlung. Solckes tut.
Taufet ſie.
Anm. a. Das Sakrament iſt nicht
1. eine Sache. Darum kann das Sakrament
nicht herumgetragen oder aufbewahrt werden, wie
die geweihte Hoſtie:
2. ein Zuſtand. Darum kann die Ehe kein
Sakrament ſein.
Anm. b. Nicht jede Handlung iſt ein Sakrament. Sie
muß auch von Gott vorgeſchrieben ſein.
1. Sakramente ſind von Gott eingeſetzt. Da die Sa⸗
kramente Gnadenmittel ſind, wodurch Gott ſeine Gnade
mitteilt, kann nur Gott beſtimmen, welches dieſe Mittel
ſein ſollen.
Anm. a. Darum ſind Konfirmation und Ordination
keine Sakramente, weil ſie nicht von Gott geordnet ſind. Anm. b. Wenn Menſchen Sakramente machen, die
von Sünden helfen ſollen, z. B. Weihwaſſer, letzte Slung,
ſo iſt das des Teufels Gaukel- und Affenſpiel.
Anm. c. Das Sakrament iſt nicht das, was Menſchen
daraus machen, ſondern was Gott feſtgeſetzt hat.
Anm. d. Chriſtus iſt Stifter der neuteſtamentlichen
Sakramente auch nach ſeiner menſchlichen Natur. Anm. e. Weil Gott ſelbſt ſie geordnet hat, darum
1. ſind ſie heilige Handlungen;
2. ſollen wir ehrfurchtsvoll damit umgehen und
darüber halten, daß ſie nicht verfälſcht werden.
Der Payſt hat ſich erlaubt, das Abendmahl zu än-
dern. W. 76, 57.
5. Das Irdiſche im Sakrament. Das Irdiſche in
der Tauſe iſt Waſſer, im Abendmahl Brot und Wein.
darf man nichts anderes nehmen. L. W. 53, Anm. Man unterſcheidet zwiſchen
1. Materia der Sakramente, das, was die
Sakramente mit anderen Handlungen gemeinſam
haben oder haben können: das äußerliche ſichtbare
Element und die Handlung, die damit vollzogen
wird, das Beſprengen in der Taufe, das Eſſen und
Trinken im Abendmahl;
2. Forma, das, wodurch ſich das Sakrament
von anderen Handlungen unterſcheidet oder wo—
durch ſie zu Sakramenten werden: das Wort. 6. Die Gnadenverheißung. Jedes Sakrament hat
eine Gnadenverheißung. In Bezug auf die Taufe ver⸗
gleiche die Sprüche § àub, in Bezug auf das Abendmahl
die Worte: vergoſſen zur Vergebung der Sünden. Mich.
83, 22. 26. 27.
- Luth. 39,
117
- Luth. 39,
117. 118
- Syn. Frei. 82, 48
margin
- Syn. Frei. 82, 48. 49
margin
- Hön. Dog. 46. 47
margin
- W. 76, 57
- W. 76, 57.
5
- Günth. 254
margin
- Günth. 254. 255
margin
- Günth. 255
margin
- Günth. 255. 256
margin
- Mit. 1910, 14
margin
- Pio. 1908, 34
margin
- L. W. 53, 310
margin
- Theol. 4, 407
margin
- L. W. 53, 311
margin
- W. 76, 25
margin
- Baier 3, 405
margin
- L. W. 53, 311
margin
- Brun 504
margin
- Proc. 91, 11
margin
- Stock 877
margin
- Pio. 1908, 34
margin
- Theol. 4, 407
margin
- Theol. 4, 407. 408
margin
- Baier 3, 405
margin
- Baier 3, 405. 406
margin
- Theol. 5, 65
margin
- Theol. 5, 65. 66
margin
- L. W. 53, 312
margin
- L. W. 53, 312
margin
- L. W. 53, 312
margin
- Luth. 2, 81 Can a Lutheran Christian, with a good conscience, take part in such administrations of the sacraments as are performed according to the prescription of the newest "Church Agenda for the Evangelical Lutheran Congregations in Pennsylvania, New York, Ohio, etc." of 1842? (Continued.)
margin
- Luth. 2, 81. 4 Rationalism and the Bible.
margin
- Luth. 2, 81. 4. . 345
margin
- Baier 3, 411
margin
- Baier 3, 411. 413
margin
- Mich.
83, 22
- Mich.
83, 22. 26
- Mich.
83, 22. 26. 27
- Syn. Frei. 82, 42
margin
- L. W. 53, 355—360
margin
- Baier 3, 414
margin
- L. W. 53, Anm. Man unter
vol c, printed page
600–602 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0414_PA600
7.
—
7. Wer das Weſen des Sakraments leugnet, hat kein
Sakrament.
a. Reformierte leugnen das Weſen des Abendmahls,
darum haben ſie kein Abendmahl. Sie leugnen aber
nicht das Weſen der Taufe, ſondern nur ihre Frucht und
Nutzen, darum haben ſie noch eine Taufe.
b. Antitrinitarier, Arianer, welche die Lehre von der
Dreieinigkeit leugnen, haben keine Taufe, wenn ſie auch
den Wortlaut der Taufformel beibehalten.
Anm. a. Wenn jemand mit ſeiner Gemeinde lehrt:
Chriſtus iſt ein bloßer Menſch und der Heilige Geiſt
bloß eine Eigenſchaft Gottes, ſo iſt ſeine Taufe keine
Taufe.
Anm. b. Auf den Glauben der Gemeinde, nicht
des Paſtors konmit es dabei an.
c. Unierte, die da ſagen, jeder mag glauben, was er
will, ziehen das Sakrament in Zweifel.
- O. 65. 33
margin
- W. 76. 40
margin
- W. 76. 40. 41
margin
- W. 76, 38
margin
- W. 76, 38. 39
margin
- Theol. 8, 233
margin
- Syn. Frei. 82, 94
margin
- W. 65, 60
margin
- W. 76, 40
margin
- Syn. Frei. 82, 94
margin
- Syn. Frei. 82, 94. 95
margin
vol c, printed page
602 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0416_PA602
8.
Zweck der Sakramente
8. Zweck der Sakramente. Finis. Die Sakramente
haben den Zweck, dem Menichen die göttliche Gnade mit⸗
zuteilen und zu verſiegeln. Konk. 41. 42: unſern Glau-
ben zu erwecken und zu ſtärken. Die Sakramente ſind
darum Gnadenmittel (F 9und Siegel (S 10)
Anm. Nebenzwecke der Sakramente
(finis secundaris) ſind:
Sol-
1. Erinnerung an die Wohltaten Gottes.
ches tut zu meinem Gedächtnis.
2. Veförderung der Heiligung. Anreizung der
Liebe gegen Gott und Menſchen. Röm. 6, 4: be⸗
graben durch die Taufe in den Tod.
3. Vekenntnis. Indem ſich jemand taufen läßt
und zum Abendmahl geht, erkennt man, daß er ein
Chriſt ſein will. Konk. 11. So werden die Sa⸗
kramente auch zum Erkennungszeichen der Kirche.
Wo die Sakrauiente verwaltet werden, ſind Chriö
ſten.
Anm. Unterſcheidungszeichen zwiſchen Kirche
und Welt bleiben die Sakramente nur dann, wenn
man offenbar Ungläubige vom Sakrament fern⸗
hält. Kein Fremder ſoll davon eſſen. 2 Moſe 12,
43.
1. Vand lirchlicher Gemeinſchaft. Darum iſt
Sakramentsgemeinſchaft ohne Einigkeit in der Leh⸗
re zu verwerſen.
- Konk. 41
- Konk. 41. 42
- Konk. 11
- Hön. Dog. 53
margin
- Syn. Frei. 82, 43
margin
- Pio. 1908, 34
margin
- Hön. Dog. 53. 54
margin
- Proc. 91, 16
margin
- Theol. 5, 218
margin
- Proc. 91, 16
margin
- Proc. 91, 15
margin
- Baier 3, 417
margin
- Cal. 1904, 20
margin
- Cal. 1904, 20. 21
margin
- Syn. Frei. 82, 98
margin
vol c, printed page
602 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0416_PA602
9.
—
9. Sakramente ſind Gnadenmittel, dadurch Gott dem
Menſchen ſeine Enade anbietet und zueignet. Hierher
gehören alle Sprüche, die da handeln von
a. der Kraft und Wirkung des Wor⸗
tes Gottes, da das Wort das Hauptſtück im Sakra—
ment iſt. Röm. 1, 16: eine Kraft Gottes, die da ſelig
macht. Röm. 10, 17: So kommt der Glaube aus der
Predigt u. ſ. w. Jeſ. 55, 11: nicht wieder leer zu mir
kommen.
Anm. Das Wort hat doppelte Kraft: operative, es
zündet den Glauben im Herzen an, collative, es redet
56. bloß von einer Sache, ſondern reicht ſie wirklich ar;
b. der Wirkung der Sakramente.
1. Taufe: Tit. 3. 5: Bad der Wiedergeburt.
Joh. 3, 5: geboren aus dem Waſſer und Geiſt. Ap.
2, 38: taufen zur Vergebung der Sünden. 22,
16: Taufen und abwaſchen deine Sünden. Eph.
5, 26: gereinigt durch das Waſſerbad im Wort. 1
Petr. 3. 21: Welches nun auch uns ſelig macht in
der Taufe. Gal. 3, 27: Chriſtum angezogen.
Röm. 6, 3—8: Die Taufe bringt uns in die innig⸗m
ſte Gemeinſchaft mit Chriſto und gibt uns alle Seg—
nungen ſeines Todes und ſeiner Auferſtehung.
2. Abendmahl. Vergoſſen zur Vergebung der
Sünden. In dieſen Worten iſt das ganze Evan—
gelium enthalten und zuſammengefaßt.
Anm. a. Die Sakramente geben den Chriſten alles,
was ſie bedürfen. Küg. 2, 152. Sie ſind Evangelinm
in einer beſonderen Form. Theol. 5. 206. 207. Sie
uind Mittel der Berufung. Wis. Syn. 1912, 69, und zur
Bekehrung genügend. Can. 82, 31.
Anm. b. Alle Sakramente ſind Gnadenmittel, aber
nicht jedes Gnadenmittel iſt ein Sakrament.
Einwand. Die Sakramente werden Zeichen ge—
nannt. Röm. 4, 11: Das Zeichen der Veſchneidung.
Konk. 41: Zeichen des göttlichen Willens gegen uns. —
Aber ſie ſind keine leeren Zeichen. Was ſie zeigen,
geben ſie uns auch.
Anm. e. Wir ſollen in den Sakramenten darauf ſehen.
Was der Menſch dabei tut, iſt
was Gott an uns tut.
vor Gott nichts.
Anm. d. Was hülfe es uns, wenn Chriſtus die Gna-
de erworben hätte, aber es gäbe keine Gnadenmittel! Es
wäre, wie ein Schatz in die Tiefe des Meeres verſenkt,
der nicht gehoben werden könnte.
Antitheſe.
a. Papiſten. Die Katholiken lehren zwar, daß
die Sakramente Gnade in ſich faſſen, aber worin beſteht
dieſe Gnade? Daß die Erbſünde und die vor der Taufe
begangenen Sünden vergeben werden, daß die Erbſünde
nicht allein vergeben, ſondern gänzlich ausgetilgt werde
u. ſ. w. Die 7 römiſchen Gnaden im Abendmahl. Jo.
1904, 63.
Anm. Die Gnade, die die Taufe verleiht, wird ſo⸗
fort wieder eingeſchränkt, da ſie dem aus der Taufgnade
Gefallenen nichts nützen ſoll.
b. Reformierte. Sie haben die Sakramente
ihres Inhalts entleert. Sie ſind leere Zeichen, die
Chriſtum und ſeine Wohltaten vorſtellen. Die Taufe
teilt keine Gnade mit und das Abendmahl iſt bloß Ge⸗
dächtnismahl, wenn ſie auch manchmal ſcheinbar ganz
lutheriſch reden. Mich. 83, 31.
Anm. a. Die Taufe bezeugt der Kirche, daß dem Gna-
de geworden ſei, dem ſie erteilt wird.
Anm. b. Auch das Wort teilt uns nichts mit, es iſt
ein leerer Schall. Lebendig wird das Wort erſt durch
den Glauben. Ohne Glauben iſt es kraftlos, tot. Syn.
Frei. 82, 61.
Anm. c. Wer die Bedeutung der Sakramente, die doch
dem Weſen nach nichts anderes ſind als das ſichtbare
oder umkleidete Wort, abſchwächt, kann gar nicht an⸗
ders, als die Bedeutung des Wortes abſchwächen.
Anm. d. Chriſtus, der Erhöhte, iſt im Wort und Sa-
krament nicht gegenwärtig.
Anm. e. Eigentlich hat noch kein Reformierter das
geglaubt. Es iſt vielmehr nur Aberglaube, da ſie
kein Gottes Wort dafür haben.
Anm. f. Man ſieht die Sakramente nicht an als ein
Werk, das Gott an uns tut, ſondern als ein Werk, das
wir Gott tun.
Anm. g. Urſachen:
1. Man glaubt nicht, daß die Welt ſchon voll⸗
kommen erlöſt iſt. Der Menſch muß auch das Sei⸗
ne dazu tun.
2. Man folgt der blinden Vermunft. Wie kann
Waſſer ſolche große Dinge tun? Es ſei unge-
reimt, ſchwer zu glauben! (Und doch hat Gott ſchon
oft ſolche Dinge gebraucht, die unſerer Vernunft
verächtlich waren: mit einem Stab in den Jordan
ſchlagen, ſiebenmal um Jericho herumlaufen u.
ſ. w.)
Anm. h. Folgen:
1. Man muß nun entweder die Rechtfertigung
der unmittelbaren Wirkung Gottes außer und
neben dem Wort zuſchreiben (unbedingte Präde-
ſtination), oder die menſchliche Hilfsbedürftigkeit
leugnen (Synergismus, Pelagianismus).
2. Die Rechtfertigung kann nur als eine Hand-
lung des Menſchen aufgefaßt werden.
3. Laien können die Sakramente nicht verwal⸗
ten. Jit die Tauie eine bloße Aufnahmezeremo—
nie in die äußerliche Gemeinſchaft der Kirche, dann
kann ſie nur von einem von der Kirche Beauftrag⸗
ten vollzogen werden. Die Taufe durch eine Frau
im Notfall iſt ein ſchändlich Ding. Calvin. Einen
Notfaͤll gibt es nicht. Hön. Dog. 66.
Einwand. Abraham war ſchon vorr der Beſchneidung und Kornelius vor der Taufe gläubig, alſo waren die Sakramente ohne Wirkung. — Aber Gott teilt Ver-gebung nicht auf einmal ſo aus, daß ſie nun ganz abgeichloſſen und vollendet wäre. Das Schenken und Ergreifen der Vergebung geht durchs ganze Leben fort.
c. Allerlei andere Kirchengemeinſchaften. Methodiſten Günth. 258. Syn. Frei. 82, 56. 57. Presbyterianer L. W. 56. 356. 357. Episkopale L. W. 53, 358. Albrechtsleute Luth. 38, 75. Dr. Steinbeck. Theol. 05 60. — Ihnen allen ſind die Sakramente leere Zei⸗
n.
Anm. Wie verächtlich reden Schwärmer, z. B. Moodu, Spurgeon von den Sakramenten! Ihre Bußbank ſchätzen ſie höher.
- Can. 82, 27
margin
- Luth. 15, 28
margin
- Theol. 5, 132
margin
- Proc. 91. 11
margin
- Proc. 91. 11. 13
margin
- Theol. 4, 409
margin
- Theol. 4, 409, 410
margin
- Kueg. 2, 152
- Theol. 5. 206
- Theol. 5. 206. 207
- Wis. Syn. 1912, 69
- Can. 82, 31
- Konk. 41
- Wis. Syn. 1913, 66
margin
- Günth. 256
margin
- Günth. 256. 257
margin
- Mich. 83, 28
margin
- Mich. 83, 28. 29
margin
- Syn. Frei. 82, 60
margin
- Can. 82, 32
margin
- Mich. 83, 30
margin
- Theol. 5, 132
margin
- Neb. 83, 36
margin
- Mich. 83, 22—26
margin
- Mich. 83, 22—26. 30
margin
- Mich. 83, 22—26. 30. 31
margin
- Cal. 1903, 16
margin
- Cal. 1903, 16. 17
margin
- Cal. 1903, 16. 17. 38
margin
- Cal. 1903, 16. 17. 38. 92, 24
margin
- Neb. 83, 34
margin
- Neb. 83, 34. 35
margin
- Il. 75, 48
margin
- Il. 75, 48. 49
margin
- Cal. 1903, 17
margin
- Cal. 1903, 17. 41
margin
- Cal. 1903, 17. 41. 43
margin
- Cal. 1903, 17. 41. 43. 92, 25
margin
- Cal. 1903, 17. 41. 43. 92, 25. 26
margin
- Mich. 83, 26
margin
- Mich. 83, 26. 27
margin
- Syn. Frei. 82, 59
margin
- Mit. 1910, 14
margin
- Mit. 1910, 14
margin
- Mit. 1910, 14. 15
margin
- Neb. 85. 13
margin
- L. W. 51, 357
margin
- L. W. 51, 357. 358
margin
- W. 76, 25
margin
- Baier 3, 403
margin
- Mich. 83, 13—49
margin
- Mich. 83. 27
margin
- Mich. 83. 27. 28
margin
- Walth. Epi. 171
margin
- Walth. Epi. 171. 172
margin
- Syn. Frei. 82, 63
margin
- Jo. 1904, 62
margin
- Jo. 1904, 62. 63
margin
- Jo.
1904, 63
- Mich. 83, 31
- Syn. Frei. 82, 61
- Jo. 1904, 63
margin
- Jo. 1904, 72
margin
- Jo. 1904, 72. 73
margin
- S. Dak. 1909, 19
margin
- Brun 505
margin
- Brun 505. 506
margin
- Baier 3, 417
margin
- W. 59, 30
margin
- W. 59, 30. 31
margin
- Cal. 1904, 48
margin
- Cal. 1904, 48. 49
margin
- Günth. 240
margin
- Mich. 83, 35
margin
- Mich. 83, 35. 31
margin
- O. 65, 31
margin
- Theol. 9, 93
margin
- N. W. 79, 39
margin
- Günth. 257
margin
- Syn. Frei 82, 56—64
margin
- W. 56, 546
margin
- Wis. Syn. 80, 29
margin
- Mich. 83, 29
margin
- Syn. Frei. 82, 60
margin
- Jo. 1904, 69
margin
- Süd. 85, 47
margin
- Cal. 92, 26
margin
- Mich. 83, 32
margin
- Cal. 95, 31
margin
- Mich. 83, 38
margin
- Mich. 83, 38. 39
margin
- Syn. Frei. 82, 57
margin
- Syn. Frei. 82, 57. 58
margin
- Proc. 91, 14
margin
- Proc. 91, 14. 15
margin
- Kueg. 2, 152
margin
- Kueg. 2, 153
margin
- Mich. 83, 33
margin
- Mich. 83, 33. 34
margin
- Jo. 1904, 74
margin
- Hön. Dog. 66
- Günth. 258
- Syn. Frei. 82, 56
- Syn. Frei. 82, 56. 57
- L. W. 56. 356
- L. W. 56. 356. 357
- L. W. 53, 358
- Luth. 38, 75
- Theol. 05
- Theol. 05 60
- L. W. 56, 547
margin
- Syn. Frei. 82, 58
margin
- Syn. Frei. 82, 58. 59
margin
- Can. 88, 14
margin
- Cal. 92, 24
margin
- Cal. 95, 32
margin
vol c, printed page
602–605 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0416_PA602
10.
Sakramente ſind Siegel
10. Sakramente ſind Siegel. Durch die Sakramente will Gott uns ſeine Gnade verſiegeln, daß unſer Herz feſt werde. Das geſchieht, indem Gott
a. zu ſeinem Wort, das eigentlich hätte genügen ſollen. noch äußerliche Zeichen hinzugetan hat. Wir ſollen nicht bloß hören, ſondern auch ſehen.
Anm. a. Das hat Gott getan aus lauter Güte. „Gott, der reich iſt an Barmherzigkeit“L. Er kennt unſere Schwachheit und weiß, wie ſchwer es uns hält, ſeiner Zufage feſt zu glauben. Causa impulsiva.
Anm. b. So hat Gott von Anfang ean mit dem Menſchen gehandelt, nicht allein durchs Wort, ſondern auch durch ſichtbare Zeichen. Regenbogen, Gnadenſtuhl, Wolkenſäule u. ſ. w.
— Anm. c. Weil unſere Seele mit dem Leibe verbunden iſt, werden uns geiſtliche Dinge in ſinnlichen gegeben.
Anm. d. Daß Gott uns ſeine Gnade auf ſo ver— ſchiedene Weiſe anbietet und mitteilt, ſoll uns um ſo gewiſſer machen. 1 Joh. 5, 8: Drei ſind. die da zengen auf Erden: der Geiſt, das Waſſer und das Blut. N. W. 79, 38. Du ſchenkeſt mir voll ein. Pfi. 23, 5.
Anm. e. Beiſpiel, wie ein Kaiſer ſein Wort durch einen Trunk verſiegelte. Luth. 3. 106:
b. im Sakrament jeden für ſich allein nimmt. Bei der Predigt muß der Menſch ſelbſt den Schluß machen: Benn es für alle da iſt, ſo auch für mich. Durch die Sa— kramente aber wird die Gnade jedem für ſeine Perſon zugeeignet. (Privatabſolution):
c. im Abendmahl uns noch obendrein ſeinen Leib und
Blut als ein Unterpfand zu eſſen und zu trinken gibt.
n gibt uns das Löſegeld ſelbſt als eine verſiegelte Quit⸗
ung.
- N. W. 79, 38
- Luth. 3. 106 The Freedom from the Sabbath of the Old Covenant, Which Christians Have Received through the Gospel.
- Il. 75, 60
margin
- Il. 75, 60. 61
margin
- Jo. 1904, 91
margin
- Brun 501
margin
- Brun 501. 502
margin
- Syn. Frei. 82. 72
margin
- Süd. 92, 9
margin
- Süd. 92, 9. 10
margin
- Neb. 85, 12
margin
- Il. 75, 35
margin
- Ruh. 271
margin
- Baier 3, 406
margin
- Stock 877
margin
- Walth. L. L. 516—517
margin
- Ma. 7, 226
margin
- Baier 3, 400
margin
- Baier 3, 400. 401
margin
- L. W. 51, 548
margin
- Mit. 88, 52
margin
- Ka. 95, 44
margin
- Ka. 95, 44. 45
margin
- Syn. Frei. 82, 63
margin
- Ka. 95, 44
margin
- Ka. 95, 44. 45
margin
- Syn. Frei. 82. 61
margin
- S. Dak 1913, 40
margin
- Or. 1904, 36
margin
- Theol. 4, 110
margin
- Syn. Frei. 82, 85
margin
- Syn. Frei. 82, 85. 86
margin
- Neb. 82 32.
vol c, printed page
605–606 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0418_PA605
11.
—
11. Das Sakrament gibt uns dasſelbe als das Wort.
Zwiſchen der Wirkung und dem Nutzen des Wortes und
der Sakramente iſt ein weſentlicher Unterſchied nicht zu
finden, nur die Weiſe iſt verſchieden. Beides richter
einerlei aus. Konk. 202. 203.
Einwand. Wozu dann noch das Sakrament? —
Wer ſo fragt, will klüger ſein, als Gott und kennt die
Bedürfniſſe des gläubigen Herzens nicht.
1. Gott wollte unſerer Schwachheit zu Hilfe
kommen und
2. auf mehrfache Weiſe die Vergebung darrei⸗
chen. Konk. 319 unten: Das zeigt, wie viel ihm
daran liegt, uns das Heil zu ſchenken.
Anm. a. Wer das eine oder das andere verachten
wollte, wäre undankbar. Wir ſollen Gott preiſen, daß
er uns zum Wort'auch die Sakramente gegeben hat. Anm. b. Der Unterſchied zwiſchen Wort und
Sakrament iſt:
1. Das Wort iſt hörbar, das Zeichen iſt ſichtbar.
2. Das Wort geht über alle, das Sakrament
handelt mit jedem beſonders.
Antitheſe.
a. Papiſten. Durch die Sakramente werde dem
Menſchen ein unauslöſchlicher Charakter aufgeprägt. b. Romaniſierende Lutheraner. Die
Sakramente haben eine vom Wort verſchiedene Wir⸗
kung. Welches dieſe Wirkungen ſein ſollen, darüber
gehen die Meinungen auseinander. Syn. Frei. 82, 68.
1. Wer getauft iſt und teilnimmt am Abend⸗
mahl, iſt ein Glied des Leibes Chriſti. Delitzſch.
2. Durch das Abendmahl werde der Auferſte⸗
hungskeim im Menſchen gepflanzt. Vilmar.
Anm. a. Ahnlich Luthardt Baier 418, Kahnis
Con. 82, 29. Münchmener Son. Frei. 82, 65.
(Philippi ausgenommen Syn. Frei. 82, 78.
Anm. b. Daͤdurch wird das Sakrament zu einem
Werk, das ohne Glauben hilft, ex opere operato.
Veral. § 16. Die Lehre von der Rechtfertigung
wird angetaſtet und die Lehre von der geiſtlichen
Natur des Reiches Chriſti verletzt, ſ. Abendmahl
Seite 44.
3. Durch die Taufe werde im Menſchen die
Wahlfreiheit hergeſtellt, vermittelſt deren er ſich
nun entſcheiden könne. Harms, Heine.
- Konk. 202
- Konk. 202. 203
- Konk. 319
- Syn. Frei. 82, 68
- Syn. Frei. 82, 68.
1
- Syn. Frei. 82, 78
- Brun 509
margin
- Theol. 8, 230
margin
- Ka. 94, 18
margin
- Ka. 94, 18. 19
margin
- Hön. Dog. 54
margin
- L. W. 53, 355
margin
- L. W. 53, 355. 356
margin
- Cal. 97, 35
margin
- Il. 75, 37
margin
- Il. 75, 37. 38
margin
- Süd. 92, 20
margin
- Luth. 15, 29
margin
- Or. 1904, 36
margin
- Il. 75, 59
margin
- Il. 75, 59. 60
margin
- Wis. Syn. 1913, 68
margin
- S. Dak. 1913, 39
margin
- Ka. 94, 25
margin
- Theol. 8, 231
margin
- Mit. 1910, 15
margin
- Mich. 83, 46
margin
- Mich. 83, 46. 47
margin
- Baier 3, 416
margin
- Syn. Frei. 82, 84
margin
- Hön. Dog. 55
margin
- Il. 75, 35
margin
- Il. 75, 35. 36
margin
- L. W. 53, 299
margin
- Syn. 1908, 15
margin
- Süd. 92, 20
margin
- Süd. 92. 19
margin
- Il. 75, 60
margin
- Il. 75, 37
margin
- Il. 75, 37. 38
margin
- Theol. 4, 410
margin
- Syn. Frei. 82, 69
margin
- Süd. 92, 14
margin
- Ka. 94, 25
margin
- Cal. 1904, 39
margin
- L. W. 80, 283
margin
- Brun 508
margin
- Ges. u. Ev. 347
margin
- Ges. u. Ev. 318
margin
- Ges. u. Ev. 348
margin
- Syn. Frei. 82, 81
margin
- Syn. Frei. 82, 81. 66, 67
margin
- Ka. 94, 26
margin
- Mich. 85, 12
margin
- Can. 82, 31
margin
- Can. 82, 31. 30
margin
- Can. 82, 31. 30. 29
margin
- L. W. 13, 40—42
margin
- Mich. 85, 12
margin
- Syn. Frei. 82, 69
margin
- Syn. Frei. 82, 70
margin
- Baier 418, Kahnis
Con. 8
- Hön. Dog: 59. Wolth.
- Cal.“ 1903, 44.
vol c, printed page
606–607 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0419_PA606
12.
Notwendigkeit der Sakramente
12. Notwendigkeit der Sakramente. Weil wir in den Sakramenten dasſelbe empfangen, wie im Wort, ſo ſind ſie nicht ſo abſohut nötig zur Seligkeit, ſondern nur relativ. Man kann auch durch das Evangelium wiedergeboren und ſelig werden, wenn man Taufe und Abend— mahl nicht haben kann.
Anm. a. Wer freilich die Sakramente verachtet, ſie nicht gebrauchen will, verachtet Gott ſelbſt. Luk. 7, 30. Bei Ermangelung der Sakramente kann der Glaube be— ſtehen, nicht aber bei der Verachtung derſelben.
Anm. b. Reformierte erklären die Sakramente für überflüſſig.
vol c, printed page
607 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0005_PA607
13.
Die Kraft der Sakramente
13. Die Kraft der Sakramente. Die Kraft der Sa— kramente liegt nicht in den äußerlichen Elementen (Waſ⸗
Eſſen und Trinken tuts freilich = ſer tuts freilich nicht.
nicht), ſondern allein im Wort, das damit verbunden iſt, vor allem im Worte der Verheißung. Eph. 5, 26: Waſſerbad im Wort. Darum iſt das Wort das Hauptſtück im Sakrament. Die Vergebung wird durch ſolche Worte gegeben.
Anm. a. Das Siegel, von einem Teſtament losgelöſt, bätte keine Vedeutung. Hingegen iſt das Wort auch feſt ohne Siegel.
Anm. b. In dieſem Sinne könnte man wohl auch ſogen: Das Wort ſei das einzige Gnadenmittel. — Man hat die Sakramente genannt das umkleidete Wort oder das ſichtbare Wort. Konk. 203, 5
Anm. c. Umgeſtoßen wird dieſer Satz, wenn man in den Sakramenten eine vom Worte verſchiedene Wirkung
während der ſakramentlichen Handlung iſt das Waſſer ein gnadenreich Waſſer, nicht dorher und nicht nachher.
- Konk. 203
- Konk. 203, 5
- L. W. 51. 548
margin
- L. W. 51. 548. 549
margin
- L. W. 51. 548. 549. 552
margin
- Syn. Frei. 82, 72—75
margin
- Cal. 1903, 37
margin
- Süd. 92, 20
margin
- Cal. 95, 32
margin
- Cal. 95, 32. 92, 24
margin
- Cal. 95, 32. 92, 24. 25
margin
- Baier 3, 415
margin
- Hön. Dog. 53
margin
- Can. 82, 28
margin
- Can. 82, 28. 29
margin
- Walth. Epi. 243
margin
- Süd. 92, 20
margin
- Baier 3, 415
margin
- Syn. 83, 11
margin
- Can. 82, 39
margin
- W. 92, 53
margin
- L. W. 51, 554
margin
vol c, printed page
607 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0005_PA607
14.
—
14. Die Kraft der Sakramente hängt nicht ab von der Beſchaffenheit deſſen, der ſie verwaltet,
a. niſcht von ſeiner Frömmigkeit. Der Unglaube eines Paſtors nimmt dem Sakrament nichts. Röm. 3. 3: Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufbeben? Darum muß man auch den Phariſäern 23. 2 chen, wenn ſie auf Moſis Stuhl ſitzen. Matth. 23, 2. 3. (N. 80, 20. Syn. Frei. 82, 92.) Phil. 1, 15.18
Anm. a. Prieſter oder Kirche können keine Sakramen— te machen.
Anm. b. Der Paſtor handelt nur als Werkzeug Gottes, Chriſti Diener und Haushalter über Gottes Gebeimniſſe. 1 Kor. 4, 1. Die Veſchaffenheit eines Dieners, der eines andern Güter austeilt, nimmt dem Dert der Güter nichts.
Anm. c. Selbſt wenn der Teufel ſich in Menſchenge—
ſtalt verkleiden und jemand richtig taufen würde, wäre ſeine Taufe kräftig.
Anm. d. Wenn die Sakramente vom Glauben des Paſtors abhingen, wäre alle Gewißheit dahin, da wir keinem ins Herz hineinſehen können.
Anm. e. Damit ſoll nicht geſagt ſein, daß es für eine Gemeinde einerlei wäre, ob ſie einen frommen oder gott— loſen Paſtor hat. Ein Gottloſer wird das Amt nicht recht verwalten. Zuhörer, die bei einem offenbar gottloſen Paſtor bleiben, ohne ihn zu ſtrafen, machen ſich teilhaftig fremder Sünden. — Auch iſt es keine Entſchuldigung für einen ungläubigen Paſtor ſelbſt.
Antitheſe. Schwärmer, Schwenkfeldtianer. Unwiedergeborene können das Sakrament nicht recht reichen. Pietiſten zweifeln an der Kraft der Sakra— mente, wenn ſie von einem Ungläubigen verwaltet wer— den. Syn. Frei. 82, 91;
b. nicht von der Intention des Paſtors. Antitheſe: Katholiken. Der Prieſter muß auch die Abſicht haben, das zu tun, was die Kirche tut;
c. nicht von ſeinem Berufe oder von der Rechtmäßigkeit desſelben. Man kann nicht immer miſ— ſen, ob jemand nicht auf allerlei krummen Wegen ins Amt gekommen iſt.
Anm. a. Eine Konferenz könnte nicht beſchließen, daß alle Amtshandlungen eines Paſtors, der ſeines Amtes ſchon entſetzt iſt, ungültig ſeien.
Anm. b. Eine presbyterianiſche Verſammlung erklärte einſt die Taufhandlungen durch römiſche Prieſter für ungültig:
d. nicht von ſeiner Ordination. Der Heilige Geiſt iſt nicht an Rom gebunden.
Anm. a. Auch ein Laie könnte im Notfall Taufe und Abendmahl verwalten und die Sakramente wären kräftig.
Anm. b. Damit ſoll nicht geſagt ſein, daß jeder Laie taufen und Abendmahl reichen ſolle. Gott hat das Predigtamt geſtiftet. Darum ſollen Laien die Taufe nur im Notfall vollziehen. Beim Abendmahl. liegt wohl kein ſolcher Notfall vor, wie manchmal bei der Taufe. Dazu gehört zur Verwaltung des Abend— mahls noch Seelſorge. Darum ſollte das Abendmahl wohl kaum von einem Laien ausgeteilt werden.
Antitheſe.
a. Rom und Episkopale. Die Sakramente hängen von der Prieſterweihe ab. Nur die von einem Biſchof vollzogene Prieſterweihe iſt gültig, der ſeinerſeits ebenfalls wieder von einom Biſchof geweiht iſt und ſo weiter zurück bis auf die Apoſtel.
Amn. Wäre die Succeſſion nur einmal unterbro— chen, ſo hätten alle folgenden keine Sakramente. —
Uniere Sakramente ſind bei den Katholiken nichts:
b. Romaniſierende Lutheraner. Grabau. Nurx ein rechtmäßig Ordinierter kann Sakrameute verwallen. — (Abſelution in prieſterlicher QuaH 10 38⁰
- Syn. Frei. 82, 92
- L. W. 51, 551
margin
- W. 76, 39
margin
- Brun 504
margin
- Hön. Dog. 55
margin
- Günth. 260
margin
- W. 76, 30
margin
- Baier 3, 408
margin
- Syn. Frei. 82, 91
- W. 76, 31
margin
- W. 76, 34
margin
- Syn. Frei. 82, 94
margin
- Günth. 260
margin
- Baier 3, 407
margin
- Il. 79, 33
margin
- W. 76, 34
margin
- Günth. 260
margin
- Cal. 1904, 47
margin
- Baier 3, 407
margin
- Hön. Dog. 55
margin
- Syn. Frei. 82, 91
margin
- W. 76, 31
margin
- W. 76, 31. 32
margin
- Luth. 3, 69 The Marburg Colloquy, a proof that the Lutheran Church has from the beginning rejected not the true, but the false, union.
margin
- Luth. 3, 69. 70 The Columbus Conference.
margin
- Luth. 3, 69. 70. 88 Sermon, delivered on Sunday Judica 1847 in Trinity Church of the German Evangelical Lutheran congregation of the Unaltered Augsburg Confession in St. Louis, Mo.
margin
- Luth. 1, 99 Reply to the Most Recent Defense of the Union. (Continued.)
margin
- W. 65, 60
margin
- Hön. Dog. 65
margin
- Baier 3, 410
margin
- Hön. Dog. 65. 66
margin
- Syn. Frei. 82, 93
margin
- Syn. Frei. 82. 91
margin
- Hön. Dog. 55
margin
- W. 76, 31
margin
- W. 76, 31. 32
margin
vol c, printed page
607–609 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0005_PA607
15.
—
15. Tie Kraft der Sakramente hängt nicht ab von dem Glanben oder der Würdigkeit des Empfängers. 2 Tim. 2. 13: Glauben wir nicht, ſo bleibet er treu. Auc wenn wir nidtt glauben Eleibt die TaufeWeine Tanſe. Der Glaube gehört nicht zum Weſen des Sakraments, ſondern nur zum heiliamen Gebrauch.
Antitheſe. Reformierte. Calvin. Der Glaube gebört zum Weſen des Sakraments und beſtimmt den Inhalt desſelben. Nur wo Glaube iſt, gibt Gott et— was im Sakrament.
Anm. a. Dann könnte man das Sakrament ebenſo vollitändig von einem Bäcker empiangen als vom Paſtor. Ja, dann wären die äußerlichen Zeichen überhaupt nicht nötig, und anſtatt Gnaden mittel eher Gnaden hinderniſſe.
Anm. b. Gehft du in einer reformierten Kirche zum Abendmahl. wo bloß Brot und Wein gusgeteilt werden ſe magſt du nod ſofeſt alauben du empfängſt IIII 10 ulut micht.
- Günth. 258
margin
- Can. 88. 33
margin
- Mit. 88, 51
margin
- Brun 506
margin
- Syn. Frei. 82. 95
margin
- Syn. Frei. 82. 95. 96
margin
- Hön. Dog. ——8
vol c, printed page
609 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0421_PA609
16.
Die Sakramente fordern eitel gläubige Herzen
16. Die Sakramente fordern eitel gläubige Herzen. Nark. 10, 10: Wer da glaubet und getauft wird u. +. W. Hebr. I. 2: hali jene nichts da nicht glaubeten. Neſe Böreten. Iuda 5: brachte um die da nictt glaub: 14n. L Lerx. 10. 3 An ihrer viele batte Gott lein Bohlgeiallen. LLor. 11. 292
iſſet und trinket ihm ſele das Gericht. Röm. 3. 28: allein durch den GlauEen. Röm. 1. 16. — Lonk. 12.
AUII. A. Vem Weſen des Sakraments iſt der Nutzen zu untericheiden. Der Glaube gehört nicht zum Weſen des Sakraments, wohl aber zum geſegneten Gebrauch.
Anm. b. Die Verheißung kann nur durch den Glau⸗
Euempiangen werden. Loenk. 102. 81. 528 3. 90.
23.— Cs gibt kein anderes Orgau. die Verheiſung au iHaiien. L. W. 13. 43. Der Glaube iſt die Nehmehand.
Tbeol. L. 410 111
Aum Die Sakrameute wirken nicht wie Medi⸗
zin die im Schlaie wirkt, nicht durch das bloße Tun
des Werkes ohne Glauben, ex opere —2— Konk.
L — Tann
1. könnte man alle Heiden im Bauſch und Bo⸗
gen taufen:
2. wäre die Rechtfertigung allein durch den
Glauben umgeſtoßen. Man würde ſelig durch
VBerke. Der Glaube wäre nicht I.
Einem Werke Wich Zugeſchrieben was allein der
laube Aut 83. 2.
3. wäre das Wort, das die Seligkeil anbietet,
vergeblich;
4. würden die Menſchen in ihrer Unbußfertig⸗
keit beſtärkt.
Anm. d. Sowenig das bloße Hören des Wortes mich ſelig macht, ſo wenig der bloße Gebrauch des Sakra⸗— ments.
Anm. e. Darum ſoll man nur ſolche Erwachſene taufen und zum Abendmahl zulaſſen, die man zu den Gläubigen rechnen kann. Wir ſollen das Heiligtum nicht den Hunden geben. Ap. 8, 36—38: Ehe Philippus den Kämmerer taufte, fragte er ihn: Glaubeſt du?
Anm. f. Damit ſoll aber der Glaube nicht als eine Bedingung hingeſtellt werden, die der Menſch erfüllen müſſe, als ein Werk, das er leiſten müſſe. Indem Gott von dem Menſchen Glauben fordert, will er ihn zugleich wirken.
Anm. g. Darüber, ob wir das Sakrament würdig gebrauchen, ſoll nicht unſer Gefühl entſcheiden, ſondern der Glaube ſoll ſich ans Wort halten.
Antitheſe.
a. Katholiken. Die Sakramente wirken „ex opere operato“, wie ein Pflaſter. Syn. Frei. 82, 70. Wenn man nur das Werk tut, erlangt man doch Vergebung, auch ohne Glauben. Konk. 204, 18.
b. Die Neueren. Delitzſch u. ſ. w. reden von einer phyſiſchen Wirkung der Sakramente, die auch dem Gottloſen zuteil wird, Einprägung eines unauslöſchlichen Charakters, Pflanzung des Auferſtehungskeimes u. ſ. w. S. § 11, b.
Anm. Wie viele Lutheraner ſehen das Sakrament noch als ein Werk an! Sie rühmen ſich, daß ſie getauft ſind, ohne darnach zu fragen, ob ſie auch glau— ben. Das bloße Abendmahlgehen nützt ihnen nichts.
- L. W. 13. 43
- Ges. u. Ev. 340
margin
- Ges. u. Ev. 3
margin
- Ges. u. Ev. 311
margin
- Mich. 85, 14
margin
- Mich. 85, 14. 15
margin
- Mich. 85, 14. 15. 18
margin
- Syn. Frei. 82, 96
margin
- Can. 88, 52
margin
- Can. 88, 52. 53
margin
- Brun 505
margin
- Mich. 85, 13
margin
- Can. 82, 30
margin
- Brun 507
margin
- Luth. 15
margin
- Mich. 83, 52
margin
- Ges. u. Ev. 334
margin
- Mich. 85, 15
margin
- Syn. Frei. 82, 70
- Konk. 204
- Konk. 204, 18
- Ges. u. Ev. 345
margin
- Ges. u. Ev. 346
margin
- Ges. u. Ev. 336
margin
- Ka. 94, 29
margin
- Can. 82, 30
margin
- Wis. 85, 52
margin
- Mich. 85, 19
margin
- Mich. 85, 19. 25
margin
- Ges. u. Ev. 340
margin
- Can. 82, 31
margin
- Mich. 85, 14
margin
- Syn. Frei. 82, 97
margin
- Mich. 83, 49
margin
- Mich. 83, 49. 50
margin
- Mich. 83, 49. 50. 52
margin
- Can. 82, 30
margin
- Can. 82, 30. 31
margin
- Jo. 1904, 67
margin
- N. W. 79, 39
margin
- Ka. 94, 26
margin
- Luth. 4, 141
margin
- Günth. 259
margin
- Hön. Dog. 61—64
margin
- S. Dak. 1907, 58
margin
- Brun 508
margin
- L. W. 13, 40 —42
margin
- Mich. 83, 52
margin
- Ges. u. Ev. 342
margin
- Mich. 83, 52
margin
- Mich. 83, 52. 53
margin
- Mit. 1910½ 14.
- Mich. S83. 49. Vaier Z,
- Wis. 85, —.
vol c, printed page
609–610 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0421_PA609
17.
Die Sakramente ſoll man fleiſtig gebrauchen
17. Die Sakramente ſoll man fleiſtig gebrauchen. Man ſoll die Kinder bald zur Taufe bringen und oft zum Abendmahl gehen.
Anm. a. Es ſteht nicht in unſerem freien Belieben, ob wir ſie brauchen wollen.
Anm. b. Wer ſie gering ſchätzt, verachtet eine göttliche Ordnung und beraubt ſich des Segens, den Gott dadurch geben will. Luk. 7, 30: Die Phariſäer und Schriftgelehrten verachteten Gottes „Rat wider ſich ſelbſt und ließen ſich nicht von ihm taufen. Verachtung der Sakramente iſt Sünde gegen das dritte Gebot. Min. 88. 43. 44.
- Min. 88. 43
- Min. 88. 43. 44
- Can. 82, 35
margin
- Syn. Frei. 82, 87
margin
- Ka. 97, 52
margin
- L. W. 53, 298
margin
vol c, printed page
610 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0423_PA610
18.
Die Verwaltung der Sakramente gehört mit zu den Amtspflichten des Paſtors
18. Die Verwaltung der Sakramente gehört mit zu den Amtspflichten des Paſtors. Er iſt der berufene Diener.
Anm. a. Er ſoll die Gemeinde ſorgfältig über Weſen und Nutzen der Sakramente unterrichten.
Anm. b.
Nur an lebenden Menſchen, nicht an Glok—
ken, toten Menſchen u. ſ. w‚.
ſollen die Sakramente
vollzogen werden.
Anm. c. Die Verwaltung der Sakramente ſchließt
Bildung von Gemeinden in ſich.
- Baier 3, 407
margin
- Mag. 5, 105
margin
- Hön. Dog. 64. 65
margin
- Theol. 8, 229
margin
- Baier 3, 413
margin
- Baier 3, 413. 414
margin
- Ka. 1901, 12
margin
- Cal. 1904, 69
margin
vol c, printed page
610–611 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0423_PA610
19.
Die altteſtamentlichen Sakramente
19. Die altteſtamentlichen Sakramente. Die alt⸗
teſtamentlichen Sakramente waren die Beſchneidung
und das Oſterlamm. Beide waren von Gott eingeſetzt.
1 Moſ. 17, 10. 2 Moſ. 12, 3—14. Beide hatten
ein ſichtbares Element, Beſchneidung der Vorhaut und
das Eſſen des Oſterlammes.
a. Beide waren Gnadenmittel.
1. Die Beſchneidung hatte eine Gnadenverhei⸗
ßung: 1 Moſ. 17, 7: Ich will dein Gott ſein.
Darin ſind alle Gottesverheißungen eingeſchloſſen.
17, 7: Ich will aufrichten meinen Bund zwiſchen
mir und dir. Das hat Gott mit keinem Ungläu⸗
bigen getan. Unbeſchnittene waren außer der Bürgerſchaft Israels. Eph. 2, 12. (N. 80, 20.)
Röm. 4, 11: Siegel der Gerechtigkeit. Mich. 83,
18.
2. Das Oſterlamm. 2 Moſ. 12, 11—13. 25 bis
27. Um des Blutes willen des Paſſah war Gott
den Kindern Israel gnädig, während er die
Agypter verderbete. Das war eine Beſtätigung
der göttlichen Verheißung von dem zukünftigen
Meſſias. Mich. 83, 20. 21.
Antit heſe. Die Wirkſamkeit der altteſtament⸗
lichen Sakramente leugnen Hofmann, Luthardt, Kliefot. b. Beide ſind abgetan. Gal. 5, 2: Wo ihr
euch beſchneiden laſſet, ſo iſt euch Chriſtus kein nütze.
Ap. 15, 5—29. Gott hat durch die Apoſtel große Zei⸗
chen und Wunder getan an den Heiden, darum iſt
die Beſchneidung nicht mehr nötig. Ka. 88, 10. Pau⸗
lus beſchnitt den Timotheus, weil ein Unbeſchnittener
wenig Eingang unter den Juden gefunden hätte, aber
nicht den Titum, weil falſche Lehrer die Beſchneidung
wieder als ein Joch auflegen wollten. Gal. 2, 3.
(Mich. 89, 80. Ka. 88, 8—10.)
Anm. Die altteſtamentlichen Sakramente hatten die
Verheißung nur bis auf Chriſtum und ſind darum nun
keine Sakramente mehr.
c. Vergleich zwiſchen den Sakramen⸗
ten des alten und neuen Teſtaments.
1. Gleichheit. In Bezug auf Wirkung. Kraft
und Nutzen waren beide weſensgleich. Antitheſe:
Papſt. Hön. Dog. 72. 73.
2. Verſchiedenheit.
Die äußerlichen Zeichen waren bei den altteſta—
mentlichen Sakramenten läſtiger und ſchwieriger
als bei den neuteſtamentlichen. Beſchneidung der
Vorhaut. Ihnen hing das Joch des Geſetzes an.
Die altteſtamentlichen Sakramente zeigten Chri-
ſtum und ſein Verdienſt als noch zukünftig von ferne,
die neuteſtamentlichen als gegenwärtig. Weisſa—
gung und Erfüllung.
Die altteſtamentlichen Sakramente waren Schat-
ten und Vorbilder, die neuteſtamentlichen haben das
Weſen ſelbſt. Kol. 2, 17. Hebr. 10, 1.
Anm. Ungläubige konnten ſich im Paſſah nicht an
Chriſti Leib verſündigen, ſondern nur an den Zeichen der
Gnade Gottes.
Homiletik.
Ev. — Von der hohen Wichtigkeit der heiligen Sakra—
mente für der Chriſten Glauben und Leben, a. der heiligen Taufe, b. des heiligen Walth. L. L. 517.
Quaſimodogeniti. — Epi.
1 Joh. 5, 8. — Die Lehre von den Sakramenten. a. Weſen (Waſſer und Blut),
(Zeugnis annehmen.)
1 John 5:8.—The holy sacraments are means of grace. Sacrament ok
Supper. —Way 55.
- Mich. 83,
18
- Mich. 83,
18.
2
- Mich. 83, 20
- Mich. 83, 20. 21
- Ka. 88, 10
- Mich. 89, 80
- Ka. 88, 8—10
- Hön. Dog. 72. 73
- Hön. Dog. 72. 73.
2
- Baier 3, 419
margin
- Baier 3, 419. 420
margin
- Syn. Frei. 82, 50
margin
- Syn. Frei. 82, 53
margin
- Syn. Frei. 82, 53. 54
margin
- Hön. Dog. 69. 71
margin
- Luth. 4, 141
margin
- Luth. 4, 141. 142
margin
- Il. 75, 48
margin
- Il. 75, 48. 49
margin
- Mich. 83, 16
margin
- Mich. 83, 16. 17
margin
- Baier 3, 421—427
margin
- Hön. Dog. 69
margin
- Baier 3, 427—433
margin
- Walth. Epi. 194
margin
- Mich. 83, 45
margin
- Mich. 83, 45. O
margin
- Syn. Frei. 82, 51
margin
- Syn. Frei. 82, 51. 52
margin
- Ka. 1900, 18
margin
- Neb. 95, 54
margin
- Neb. 95, 54. 55
margin
- Mich. 83, 21
margin
- Luth. 4, 141
margin
- Luth. 4, 141. 142
margin
- Hön. Dog. 69
margin
- Syn. Frei. 82, 53—55
margin
- Hön. Dog. 71. 72
margin
- Stock 877
margin
- Mich. 89, 31—35
margin
- Walth. L. L. 517
- Way 55
- Mit. 88, 53
margin
- Luth. 4, 141
margin
- Luth. 4, 141. 142
margin
- Mit. 88, 52
margin
- Mit. 88, 52. 12
margin
- Ma. 7, 227
margin
vol c, printed page
611–612 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0006_PA611