Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 6 › Seite 47
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-11-16, Seite 47
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Tod 3 · Kirchengemeinſchaften 3
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freilich, daß es ganz in der Ordnung geweſen
wäre, wenn die Diſtrictsſynode den Beſchluß,
die zu Ordinirenden auf das Concordienbuch zu
verpflichten, ſchon im Voraus gefaßt hätte, doch
wollen wir uns durch dieſen Gedanken gern unſere
Freude nicht verkümmern laſſen. Wir hoffen es
und bitten darum unſern lieben HErrn JEſum
Chriſtum, das unſichtbare Oberhaupt ſeiner hei⸗
ligen Kirche, daß die Allgemeine Synode von
Ohio zu der Ueberzeugung komme, wie wichtig
und unerläßlich zur Bewahrung der Reinheit und
Einigkeit der Kirche die Maßregel ſei, keinem
Candidaten die kirchliche Sanction ſeines Dien⸗
ſtes in unſerer Kirche zu ertheilen, der nicht vor⸗
her feierlich erklärt hat, daß der Glaube, welchen
unſere Kirche je und je bekannt hat, auch ſein
Glaube ſei, den er bis an den Tod treulich be⸗
kennen und vertheidigen und nach welchem er ſein
Amt in allen Stücken führen wolle.
Uebrigens ſind wir der guten Zuverſicht, da die
Synode ſolche Schritte, wie die oben erwähnten
ſind, gethan hat, daß ſie ſich auch bald von der
Unkirchlichkeit der von ihr noch befolgten Praxis,
reformirte oder unirte (gemiſchte) Gemeinden zu
bedienen und Candidatenlicenzen zu ertheilen,
überzeugen und beides als eingeſchlichene Miß⸗
bräuche abthun werde. Der HErr wolle das
geben! Amen.
*
Aus einem Privatbriefe an den Redacteur.
Sachſen, den 28. September. — „Glauben
Sie nicht, daß es hier viel Kämpfe und Siege
fürs Lutherthum gibt. Ein eigentlicher Kampf
iſt noch nicht ausgebrochen, ſo ſehr es auch zu
wünſchen wäre. An Anfeindungen fehlt es frei⸗
lich nicht, und wer weiß, was die nächſte Zukunft
bringt! Sachſen ſoll eine neue Kirchenordnung
erhalten; Gott gebe, daß ſie nicht Unordnung
bringe; denn was in Dresden im Conſiſtorium
ans Licht gefördert wird, iſt nicht immer das
Beſte; gibt es ja ſchon lange kein lutheriſches
Conſiſtorium mehr. — In Leipzig iſt ſeit Har⸗
leh's Antritt ein neuer Geiſt erwacht, und wenn
auch nur ein kleines Häuflein Studenten ſeinem
Wone, oder vielmehr dem Worte des HErrn ge⸗
folgt ſind, ſo iſt doch dafür dem HErrn nicht genug
zu danken, denn welch' ſchrecklich rationaliſtiſche
Luft hier in Leipzig ſeit Jahren geweht hat, das
wiſſen Sie ſelbſt. Freilich iſt Harleß der Uni⸗
verſität wieder in etwas entzogen worden; denn
man hat ihn als Hauptpaſtor zu St. Nicolai in
Leipzig berufen, in welcher Eigenſchaft er ſeit
Mitte dieſes Jahres in großem Segen arbeitet,
doch hören wir von ihm alle vierzehn Tage eine
Predigt, die nicht nur Tauſende von den Leipziger
Weltleuten in die Kirche lockt (denn der HErr iſt
mit ihm), ſondern die auch durch die Preſſe im
ganzen Sachſenlande wiederklingt. Obgleich er,
ein echter Lutheraner, die Schmach der „Formula
Concordiä“, d. i. die Schmach Chriſti, auf ſich zu
nehmen wagt, ſo ſpricht man doch ſchon ſonder⸗
barer Weiſe davon, daß er nach v. Ammon's, des
Oberhofpredigers und Oberconſiſtorialpräſidenten
in Dresden, Tod an deſſen Stelle kommen werde.“
beſorgt. Alle Freunde unſerer Kirche ſind aufgefordert,
dieſes Werk, welches für unſere amerikaniſch-lutheriſche
Kirche gewiß von unberechenbar wichtigen und geſegneten
Jolgen ſein wird, nach allen Kräften zu unterſtützen. Der
Subſcriptionspreis iſt Pl.25.
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(Eingeſandt.)
Kirchliche Nachricht aus Miſſouri.
Unſern entfernten Freunden diene zur Nach⸗
richt, daß wir vor kurzem hier das erſte Mal
die Freude gehabt haben, einen Zögling aus dem
Coll eium und theologiſchen Seminar zu Alten⸗
burg, Perry Co., Mo., in den Weinberg des
HErrn eintreten zu ſehen. Herr Wilhelm Mül⸗
ler, welcher von der Gründung dieſer Anſtalt —
vom 9. December 1839 — an, bis zu ſeinem
Eramen am 7. October d. J. daſelbſt ſtudirt hatte,
iſt von der lutheriſchen Gemeinde in St. Louis
Co., die bisher von P. Bünger mitbedient wor⸗
den war, zum Paſtor und Schullehrer berufen,
und am 23. Sonntage nach Trinitatis vor der
Gemeinde ordinirt worden. Im Auftrage des
Präſes der lutheriſchen Synode von Miſſouri ꝛc.
waren die PP. Fick und Bünger bei der Ordina⸗
tion thätig; erſterer predigte über das Sonntags⸗
evangelium: Von dem wahren Gottesdienſte,
den der HErr in den Worten fordert: „Gebet
Gotte, was Gottes iſt“; letzterer hielt die Ordi⸗
nationsrede über Joh. 21, 15—17., indem er
die Frage und den Befehl des HErrn IEſu an
den berufenen Prediger darſtellte, 1. die Frage
IEſu: „Haſt du mich lieb?“ und 2. den Befehl
IEſu: „Weide meine Schafe!“ Sowohl aus
P. Ficks Gemeinde, als auch aus der zu
St. Louis waren mehrere Glaubensgenoſſen
gegenwärtig. — Es war ein Tag lieblicher Ge⸗
meinſchaft in dem HErrn. Möge auf der An⸗
ſtalt zu Altenburg auch ferner Gottes Gnade und
Segen ruhen; möge der Kirche aus dieſem Pflanz⸗
garten noch manche reife Frucht zuwachſen, mö⸗
gen die lieben Zöglinge daſelbſt zu treuen Arbei⸗
tern für die große Ernte Chriſti ausgerüſtet wer⸗
den. Chriſtus helfe auch gnädig, daß der Dienſt
des erſten unter den Ausgeſendeten ein recht ge—
ſegneter in ſeiner Gemeinde ſein möge. Dieß
unſere Bitte zu Gott. Amen.
Eingeſandt.)
Der Apologet.
Es iſt bekannt, wie zudringlich die Methodi⸗
ſten ſind, um ihren Apologeten auch unter den
Lutheranern an den Mann zu bringen und ſo ihr
methodiſtiſches Seelengift auszuſtreuen. Auf dieſe
Weiſe kam jüngſt das genannte Blatt auch in
meine Hände. Seinen Zweck mußte es an mir
verfehlen, indem einem jeden erleuchteten Chriſten
das Herz bluten muß, wenn er von Menſchen, die
Chriſten, und zwar die beſten, ſein wollen, Läſte⸗
rungen lieſ't, dergleichen der Apologet enthält.
Es hieß in meinem Herzen: Wirſt du ſchweigen,
ſo müſſen die Steine ſchreien! Im Apologeten
No. 39 fand ich einen Aufſatz von einem gewiſſen
C. H. D., welcher beweiſen will, daß die Buß⸗
bank „ſchon ſeit dem Fall Adams von Gott ſelbſt
eingeführt wurde“. Er zieht einige Beiſpiele, die
ſeine Behauptung rechtfertigen ſollen, bei den
Haaren herbei; ſelbige beweiſen aber das gerade
Gegentheil, nemlich: daß die Buße an keinen
Ort und an keine Zeit gebunden ſei, während
die Methodiſten, die Leute gewaltſam bei den
Aermeln an ihren „Betaltar“ hinziehend oder
ſchiebend, rufen: Jetzt, jetzt iſt es Zeit! wie erſt
kürzlich bei der Langry Campmeeting geſchehen.
Das erſte Beiſpiel, welches der C. H. D. an⸗
führt, iſt David und zwar ſein Bekenntniß im
40. und 51. Pſalm. Was für eine Verwandt⸗
ſchaft dieß aber mit der Bußbank habe, mag jeder
ſelbſt nachſehen. Der 51. Pſalm iſt bekanntlich
Davids Bußgebet, und wodurch dasſelbe erweckt
worden, leſen wir 2 Sam. 12, 1. ff. Wer kann
nun wohl im 13. Vers Methodiſtenpraxis finden?
— Beichte und Abſolution iſt wohl darin,
aber wo die Bußbank?
Fernere bibliſche Beiſpiele davon ſollen ſein:
die Sünderin (Luk. 7, 36. ff.), ſogar der Schä⸗
cher am Creuz, der Zöllner in dem Tempel, „die
allerlängſte Bußbank“ aber ſoll „an jenem Pfingſt⸗
feſte errichtee worden ſein, wo 3000 Seelen an
derſelben ſtanden oder lagen!!“ Ein jeder, der
nicht vom methodiſtiſchen Schwarmgeiſt trunken
geworden iſt, urtheile ſelbſt. Wo iſt eine Spur,
daß man den Leuten einen Platz angewieſen habe,
an welchem ſie um Gnade heulen und ſchreien
mußten? O, wie muß ſich doch das theure Wort
Gottes dazu mißbrauchen laſſen, die größten
Tollheiten des menſchlichen Herzens zu beſiegeln!
Daß die Kammer, die jener Herr durchaus
nicht anerkennen will, auch ein ſchicklicher Platz
ſei, ſehe ich wohl aus dem 6. Pſalm, wo David
ſpricht: „Ich bin ſo müde vom Seufzen, ich
ſchwemme mein Bette die ganze Nacht, und netze
mit meinen Thränen mein Lager“; ich leſe auch
von andern Plätzen, aber daß, wie bei den Me⸗
thodiſten, ein beſonderer erfordert werde, das
finde ich nirgends.
Als Paſtor Wyneken ſchrieb, daß die Metho⸗
diſten die heiligen Sacramente in den Hintergrund
ſtellen und die Bußbank oben an, da wollte der
Himmel einfallen; wie haben da die Methodiſten,
um die aufgedeckte Schande wieder zuzudecken,
ihre Abendmahlsfeier ſo herrlich dargeſtellt; ſelbſt
die dabei vergoſſenen Thränen ſollten beweiſen,
wie hoch bei ihnen jenes Sacrament ſtehe — und
was thun ſie jetzt? — Ein jeder Chriſtenmenſch
höre, und ſtaune! In der angeführten Nummer
heißt es: „In der Folge der Zeit hörte jene alte
Maßregel, durch deren Gebrauch der Sünder
allein ſelig werden kann, auf; neue Maß⸗
regeln wurden von der Menſchheit eingeführt,
leichter, bequemer und dem Fleiſche angenehmer,
als die alten. Dieſe neuen Maßregeln, die an
die Stelle von Buße und Bekehrung treten ſoll⸗
ten, waren: Beichte, Meſſeleſen, Wallfahrten, Ka⸗
ſteiungen, Taufe, Abendmahl und dergl.;
Buße, Bekehrung und der Glaube an Jeſum war
nicht mehr der Weg, der zum Himmel führt.“ —
Was iſt's hiernach Wunder, wenn die deutſchen
Methodiſten zugeben, daß ihre Glieder ihre Kinder
nicht taufen laſſen, da ihre Lehrer Taufe und
Abendmahl neben Meſſeleſen, Wallfahrten, und
andere gottloſe Menſchenſatzungen ohne Scheu in
eine Klaſſe ſetzen! Wer hätte je geglaubt, daß die
Methodiſten ſich ſelbſt ſo entlawen würden? Denn
wenn man auch weiß, daß ſie die heiligen Sacra⸗
mente nichts achten, ſo haben ſie dieß doch, wenn
ſie darüber zur Rede geſtellt wurden, bisher im⸗
mer nicht Wort haben wollen. Nun, wie will
Herr Naſt, als Theolog, es vor Gott verantworten,
ſolche Läſterreden wider Chriſti Stiftungen in ſein
Blatt aufzunehmen, das der Vertheidiger des
Chriſtenthums heißt? Sollen die heiligen Sa⸗
cramente „von der Menſchheit eingeführt“ ſein,
ſo beweiſe man, daß unſer Herr Jeſus Chriſtus
nicht wahrhaftiger Gott, ſondern ein bloßer
Menſch geweſen ſei, und offenbare, was man im
Herzen trägt, nemlich: Rationalismus. O, wie
fällt doch ein Menſch von einem Irrthum in den
andern, wenn er von Gottes Wort abweicht und
ſeinem Herzen folgt! Lutheraner, laßt uns uns
vorſehen! F. W. Wier, luth. Paſtor.
Lawrenceville, den 5. October 1847.
English translation AI translation
it would have been quite proper if the District Synod had already resolved in advance to require those to be ordained to subscribe to the Book of Concord; yet we do not wish to let this thought spoil our joy. We hope for it, and pray to our dear Lord Jesus Christ, the invisible Head of his holy Church, that the General Synod of Ohio may come to realize how important and indispensable, for preserving the purity and unity of the church, is the measure of granting no candidate ecclesiastical sanction for his ministry in our church who has not first solemnly declared that the faith which our church has confessed at all times is also his faith, which he will faithfully confess and defend unto death and according to which he will conduct his office in all things.
For the rest, we have good confidence that, since the synod has taken such steps as those mentioned above, it will also soon become convinced of the unchurchly character of the practice it still follows — of employing Reformed or United (mixed) congregations and granting candidate licenses — and will abolish both as abuses that have crept in. May the Lord grant this! Amen.
From a private letter to the editor.
Saxony, September 28. — "Do not believe that there are many battles and victories for Lutheranism here. A real struggle has not yet broken out, however much it might be wished for. Hostility, to be sure, is not lacking, and who knows what the near future will bring! Saxony is to receive a new church order; God grant that it does not bring disorder — for what is brought to light in the consistory at Dresden is not always the best; indeed, there has long been no Lutheran consistory anymore. — In Leipzig a new spirit has awakened since Harleß took up his post there, and even though only a small band of students has followed his word, or rather the Word of the Lord, one cannot thank the Lord enough for it, for you yourselves know what a dreadfully rationalistic atmosphere has prevailed here in Leipzig for years. To be sure, Harleß has again been withdrawn somewhat from the university, for he has been called as head pastor to St. Nicolai in Leipzig, in which capacity he has been laboring with great blessing since the middle of this year; yet we still hear from him a sermon every fortnight, which not only draws thousands of the worldly people of Leipzig into the church (for the Lord is with him), but which also, through the press, resounds throughout the whole land of Saxony. Although, as a genuine Lutheran, he dares to take upon himself the reproach of the "Formula of Concord," that is, the reproach of Christ, people are already saying, strangely enough, that after the death of von Ammon, the chief court preacher and president of the upper consistory in Dresden, he will succeed him in that post."
is preparing. All friends of our church are called upon to support this work with all their strength, since it will surely be of incalculably important and blessed consequence for our American-Lutheran church. The subscription price is $1.25.
(Submitted.)
Church News from Missouri.
Let it serve as news to our distant friends that we recently had, for the first time here, the joy of seeing a graduate of the college and theological seminary at Altenburg, Perry Co., Mo., enter the Lord's vineyard. Mr. Wilhelm Müller, who had studied there from the founding of that institution — December 9, 1839 — until his examination on October 7 of this year, has been called by the Lutheran congregation in St. Louis Co. (which had until now been served jointly by Pastor Bünger) to be pastor and schoolteacher, and was ordained before the congregation on the 23rd Sunday after Trinity. On behalf of the president of the Lutheran Synod of Missouri, etc., Pastors Fick and Bünger officiated at the ordination; the former preached on the Sunday Gospel concerning the true worship which the Lord demands in the words: "Render unto God the things that are God's"; the latter delivered the ordination sermon on John 21:15–17, in which he set forth the question and the command of the Lord Jesus to the called preacher: first, Jesus' question, "Do you love me?" and second, Jesus' command, "Feed my sheep!" Several fellow believers were present, both from Pastor Fick's congregation and from that in St. Louis. — It was a day of lovely fellowship in the Lord. May God's grace and blessing continue to rest upon the institution at Altenburg; may many a ripe fruit yet grow for the church from this nursery, and may the dear students there be equipped as faithful laborers for Christ's great harvest. May Christ also graciously grant that the ministry of the first of those sent out may be a truly blessed one in his congregation. This is our prayer to God. Amen.
(Submitted.)
The Apologist.
It is well known how importunate the Methodists are in trying to foist their Apologist even upon Lutherans, and thereby to spread their Methodist poison of souls. In this way the aforementioned paper recently came into my hands as well. It had to fail of its purpose with me, since the heart of every enlightened Christian must bleed when he reads, from people who wish to be Christians, indeed the very best of Christians, slanders such as the Apologist contains. It said in my heart: if you keep silent, the stones must cry out! In Apologist No. 39 I found an article by a certain C. H. D., who wishes to prove that the mourner's bench "was introduced by God himself as early as the Fall of Adam." He drags in, by main force, a few examples that are supposed to justify his claim; but these prove exactly the opposite, namely, that repentance is bound to no place and no time — whereas the Methodists, violently pulling or pushing people by the sleeves to their "prayer altar," cry out: Now, now is the time! — as happened just recently at the Langry camp meeting.
The first example which C. H. D. cites is David, namely his confession in Psalm 40 and Psalm 51. What relation this has to the mourner's bench, everyone may judge for himself. Psalm 51 is, as is well known, David's penitential prayer, and what occasioned it we read in 2 Samuel 12:1 ff. Who, then, can find Methodist practice in verse 13? Confession and absolution are indeed to be found there — but where is the mourner's bench?
Further biblical examples are said to be: the sinful woman (Luke 7:36 ff.), even the thief on the cross, the publican in the temple; but "the very longest mourner's bench" is supposed to have been "set up at that Pentecost feast, where 3,000 souls stood or lay at it!!" Let everyone who has not become drunk with the Methodist enthusiast spirit judge for himself. Where is there a trace that people were assigned a place at which they had to howl and cry out for mercy? Oh, how the precious Word of God must be misused to sanction the greatest follies of the human heart! That the closet, which that gentleman utterly refuses to recognize, is also a fitting place, I see well enough from Psalm 6, where David says: "I am weary with my groaning; all the night I make my bed to swim; I water my couch with my tears." I read too of other places, but that, as with the Methodists, one special place should be required — that I find nowhere.
When Pastor Wyneken wrote that the Methodists push the holy Sacraments into the background and put the mourner's bench in front, the sky was ready to fall; how the Methodists then, to cover up the exposed shame, portrayed their celebration of the Lord's Supper so gloriously — even the tears shed there were supposed to prove how highly they esteemed that Sacrament — and what do they do now? Let every Christian soul hear and be astonished! In the cited number it says: "In the course of time that old measure, by the use of which the sinner alone can be saved, ceased; new measures were introduced by mankind, easier, more comfortable, and more agreeable to the flesh than the old ones. These new measures, which were supposed to take the place of repentance and conversion, were: confession, the reading of Mass, pilgrimages, penances, baptism, the Lord's Supper, and the like; repentance, conversion, and faith in Jesus was no longer the way that leads to heaven." — After this, is it any wonder that the German Methodists admit that their members do not have their children baptized, since their teachers, without scruple, place baptism and the Lord's Supper in the same class as the reading of Mass, pilgrimages, and other godless human ordinances! Who would ever have believed that the Methodists would expose themselves so? For even though it is known that they hold the holy Sacraments in no regard, they have nevertheless, up to now, whenever they were called to account for it, never wanted to admit as much in so many words. Now, how will Mr. Nast, as a theologian, answer before God for taking such slanderous speech against Christ's institutions into his paper, which is called the Defender of Christianity? If the holy Sacraments are supposed to have been "introduced by mankind," then let it be proven that our Lord Jesus Christ was not true God but a mere man, and let it be revealed what one carries in one's heart, namely: rationalism. Oh, how a person falls from one error into another when he departs from God's Word and follows his own heart! Lutherans, let us be on our guard! F. W. Wier, Lutheran pastor.
Lawrenceville, October 5, 1847.