Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 6 › Seite 45
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-11-16, Seite 45
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Gericht 6 · Verleugnung 5 · Kirchengemeinſchaften 3 · Lutheriſche Kirche
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deihen und die Ausbreitung des Reiches Gottes
zu hindern. Sie ſprechen: ihr Brüder aus allen
Confeſſionen und Benennungen, laßt uns uns
vereinigen; laßt uns zu dem gemeinſchaftlichen
Kampfe gegen die Welt und gegen den Antichriſt
die Bruderhand uns reichen; laßt uns allen
Streit über einzelne Lehrpunkte aufgeben, und
endlich Frieden ſchließhen! So wird Segen kom⸗
men über die ganze Chriſtenheit, die nun lange
genug zu ihrem großen Verderben in Partheien
zerriſſen und zerſpalten geweſen iſt.
Aber wie irren auch ſolche Freunde einer fal—
ſchen, nicht auf Einigkeit in der Wahrheit ge—
gründeten Union ſich doch ſo bitter! Wohl ſcheint
es, als werde es großen Segen bringen, wenn
das ſtarre Lutherthum endlich zu Grabe getragen
ſein werde. Aber bedenket: würde es endlich keine
Kirche mehr geben, die mit unbeweglichem Ernſte
und unbeugſamer Strenge alles Abweichen von
dem Worte ſtraft; würde es keine Kirche mehr
geben, die mit unbeſtechlicher Treue und uner⸗
ſchütterlicher Beſtändigkeit an jedem Buchſtaben
der heiligen Schrift feſthält; würde die menſch⸗
liche Liebe über die göttliche Wahrheit, und irdi—
ſcher Friede über Gottes Wort und Ehre ſiegen —
wehe dann der Welt! Dann würde der Feind bald
gewonnen haben, die ganze Chriſtenheit von Irr⸗
thum zu Irrthum verführen, ſie wieder in die
alte Nacht des falſchen Glaubens ſtürzen und end⸗
lich den ganzen Chriſtus und die ganze Wahr⸗
heit ihr entreißen. O welch ein unausſprechlicher
Segen ſind daher diejenigen, die bei der recht—
gläubigen Kirche und ihrer laͤuteren Wahrheit
verharren, ſie bis an ihren Tod laut bekennen
und dafür furchtlos ſtreiten! Ihnen iſt, wie es
in unſerem Terte heißt, „gegeben eine of—
fene Thür, und niemand kann ſie zu⸗
ſchließen“. So vergeblich, ja verderblich ihr
Kampf mitten in dem Tempel der Kirche zu ſein
ſcheint, — ſie ſiegen! — Ihre Gegner müſſen end⸗
lic, wie der HErr den Philadelphiſchen Chri⸗
ſten verheißt: „kommen und anbeten zu
ihren Füßen, und erkennen, daß er ſie
geliebet habe“. Sie ſind das Licht der Welt,
das allenthalben die eindringen de Finſterniß der
Menſchenlehre mit Macht wieder zurücktreibt; ſie
ſind das Salz der Erde, das die gleichgiltigen
lauen Chriſten vor gänzlicher geiſtlicher Fäulniß
bewahrt; ſie ſind die Mauern, die noch vor dem
Riß ſtehen; ſie ſind die Säulen, die das Him—
melsgewöibe der heiligen Kirche tragen und ſtützen.
Hier freilich werden die Kämpfer für die Reinheit
der Lehre als liebloſe Zänker und Friedensſtörer
verachtet und gehaſſet; Schmach und Verfolgung
iſt der Lohn, den ſie hier ernten; aber einſt wird
die treuen Streiter die Krone der Ueberwinder
ſchmücken. Chriſtus gibt ihnen in unſerem Texte
die große Verheißung: „Wer überwindet, den
will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel mei—
nes Gottes, und ſoll nicht mehr hinaus gehen.
Und will auf ihn ſchreiben den Namen meines
„Gottes und den Namen des neuen Jeruſalems,
der Stadt meines Gottes, die vom Himmel her⸗
nieder kommt, von meinem Gott, und meinen
Namen, den neuen.“ O ſelige Ausſicht. —
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Doch, meine Zuhörer, noch einen Pfeil trage
ich gegen euer Herz in meinem Köcher. Könnte
uns nemlich der Segen nicht locken, den das
treue Ausharren bei der wahren Kirche gewißlich
zeitlich und ewiglich uns ſelbſt und unſern Miter⸗
lösten bringt, ſo ſollte uns doch endlich der Fluch
abſchrecken, der dem Abfall von derſelben gewiß
und unausbleiblich folgt.
Wohl dürfen wir zwar hoffen, wenn ein Menſch
die Herrlichkeit unſerer Kirche nicht kennt, wenn
ihm vielleicht gar von Jugend auf eingeprägt
worden iſt, daß ſie eine falſche Kirche ſei, wohl
dürfen wir hoffen, wenn ein ſolcher in ſeiner Un⸗
wiſſenheit ihr den Rücken kehrt und ſich doch in
Einfalt an das Wort ſeines Gottes hält, daß ein
ſolcher einſt vor Gottes Angeſicht gewiß nicht ver—
ſtoßen werden, ſondern Gnade finden und ein
barmherziges Urtheil aus ſeinem Munde hören
werde. Aber was haben die zu erwarten, die
entweder von Jugend auf in der Wahrheit un⸗
terrichtet worden ſind, oder die die Wahrheit doch
ſchon oft gehört haben, und die dieſe von ihnen
erkannte Wahrheit verleugnen, wider beſſeres
Wiſſen ihre rechtgläubige Kirche verlaſſen und ſo—
mit den theuren Eid, den ſie ihr geſchworen,
muthwillig brechen? Was haben ſie zu erwarten,
wenn ſie nun, entweder um irdiſcher Vortheile
willen, oder aus Haß und Verachtung gegen ihre
Glaubensgenoſſen, oder aus Gleichgiltigkeit ge⸗
gen die Wahrheit, oder aus geiſtlichem Stolz und
Vorwitz ſich zu einer ſchwärmeriſchen, oder reli⸗
gionsmengeriſchen, oder offenbar ungläubigen
Secte wenden? Was haben ſolche Abtrünnige
und Meineidige zu erwarten? — Gottes Wort
ſagt es uns, — es ſpricht: „Wer aber weichen
wird, an dem wird meine Seele keinen Gefallen
haben.“ Schreckliche Drohung! Was kann er⸗
ſchrecklicher ſein, als wenn Gott an einem Men⸗
ſchen keinen Gefallen mehr hat? Von einem ſol⸗
chen Menſchen heißt es: „Iſt Gott wider ihn,
wer mag für ihn ſein?“ Er iſt ein Verworfener
immer und ewiglich. Es heißt aber ferner im 68.
Pſalm: „Gott führt die Gefangenen aus zu rech⸗
ter Zeit, und läßt die Abtrünnigen bleiben in der
Dürre.“ Und endlich ſpricht Chriſtus ſelbſt:
„Wer ſich aber mein und meiner Worte ſchämet
unter dieſem ehebrecheriſchen und ſündigen Ge⸗
ſchlecht, des wird ſich auch des Menſchen Sohn
ſchämen, wenn er kommen wird in der Herrlich⸗
keit ſeines Vaters, mit den heiligen Engeln.“
Ach, der unſeligen Ausſicht für abtrünnige See⸗
len! Hier müſſen ſie „in der Dürre“ bleiben,
das heißt, ohne wahren Troſt; die Gnade, die ſie
zu haben vermeinen, iſt Selbſttäuſchung; und
einſt, wenn ſie vor Chriſto erſcheinen, wird der
HErr ſein Gnadenantlitz von ihnen wegwenden,
wie ſie ſich hier von ſeinem Gnadenworte weg⸗
wendeten, und von der triumphirenden Kirche
werden ſie dort ausgeſchloſſen ſein, wie ſie hier
ſelbſt ſich ausſchloſſen von der ſtreitenden. —
Oder wollen wir etwa dieſen Drohungen Got⸗
tes in ſeinem Worte nicht glauben? Hat Gott
nicht ſchon oft durch furchtbare Strafgerichte über
Verleugner der lutheriſchen Wahrheit und Kirche
ſeinen Drohungen ein ſchreckliches Siegel auf—
gedrückt? Zur Zeit der Reformation kam einſt
ein römiſcher Prieſter zu Bautzen in der Säch⸗
ſiſchen Oberlauſitz, mit Namen Urban Nico—
lai, zur Erkenntniß von der Wahrheit der luthe⸗
riſchen Lehre und bekannte ſich auch hierauf dazu
öffentlich. Nicht lange darauf aber fällt derſelbe,
nach den Fleiſchtöpfen Egyptens ſich zurückſehnend,
wieder ab, und wird nun aus einem Bekenner
ein Läſterer. Einſt am Sonntage Trinitatis im
Jahre 1537 tritt er auf die Kanzel, läſtert, wie
gewöhnlich, und ſpricht endlich die vermeſſenen
Worte aus: „Wo Lutheri Lehre recht wäre, ſolle
ihn der Donner erſchlagen!“ Was geſchieht?
Noch am Abend desſelbigen Tages zieht ein
furchtbares Gewitter auf; Blitze auf Blitze durch⸗
kreuzen die Luft und wie tauſend Stimmen des
göttlichen Zornes rollt der Donner. Der Elende,
an ſeine Herausforderung der göttlichen Gerechtig⸗
keit denkend, läßt jetzt ſchnell mit allen Glocken
läuten, eilt in die Kirche und wirft ſich zitternd
und bebend vor den Altar, und betet. Aber
ſiehe! ein Blitzſtrahl fährt auf den Knieenden
herab und wirft ihn betäubt zu Boden. Die
Bauern des Dorfes (er war jetzt in dem Dorfe
Kuhnewalde) laufen herzu und tragen ihn als
todt heraus; doch, ein zweiter Blitzſtrahl fährt
herab und tödtet ihn jetzt auf der Stelle, worauf die
Träger ſeines Leichnams in höchſter Beſtürzung,
aber unverletzt, hinwegeilen. In dortiger Ge⸗
gend machte dies entſetzliche Gericht Gottes einen
ſo tiefen Eindruck, daß ſich nun ganze Schaaren
zur lutheriſchen Kirche wendeten und viele Läſterer
verſtummten.“) — Bekannt iſt ferner das ſchreck⸗
liche Beiſpiel eines biſchöflichen Rathes zu Halle,
jenes Dr. Krauſe. Als dieſer die erkannte lu⸗
theriſche Wahrheit aus Menſchenfurcht verleugnet
hatte, verzweifelte er, hörte Chriſtum ſchon in
ſeinem Leben das Verdammungsurtheil ihm ſpre⸗
chen, und brachte ſich endlich in ſeiner Verzweif⸗
*) Wir haben obige Geſchichte aus Gerbers Buch
„von den unerkannten Wohlthaten der Ober- und Nieder⸗
lauſitz“ genommen, welcher dieſelbe den „Annalen der Stadt
Bautzen“ entlehnt hat.
„Wir wollen zwar, ſetzt der ſelige Gerber hierbei hinzu,
dieſen Peter Urban um dieſes plötzlichen und entſetzlichen
Todes willen nicht richten noch verdammen; denn weil ihn
ſein Gewiſſen gerührt und geſtraft hat, daß er auch in die
Kirche gelaufen und mit großer Angſt gebetet hat, da er
denn hoffeutlich ſeine Läſterung, die er wider die Lehre des
Evangelii ausgeſtoßen, wird bereuet und dem lieben Gott
abgebeten haben, ſo wollen wir hoffen, ſeine Seele werde
erhalten worden ſein, obſchon der Leib hat verderben müſ⸗
ſen. Es iſt aber gleichwohl ein erſchreckliches Exempel,
welches auch damals einen großen Eindruck in den Gemü⸗
thern ſelbſt vieler Papiſten gehabt hat; daher ſie ſich auch
dem Evangelio nicht mehr ſo heftig widerſetzten, ſondern
ziemlich freien Lauf ließen, daher immer eine Stadt nach
der andern dem Evangelio ihre Thore aufthat und evange⸗
liſche Lehrer ſuchte, die Meſſe, die Proceſſionen und andere
papiſtiſchen Ceremonien abſchaffte, und dem Pabſte allen
Gehorſam aufkündigte.“
Dieſe Geſchichte finden wir auch in Luthers Werken kurz
erzählt. Luther ſetzt hinzu: „Alſo gehets. Gott läßt nicht
mit ihm ſcherzen in dem Stück; er will über ſeinem Wort
halten, oder will nicht Gott ſein. Solche Exempel ſollte
man wohl merken und bedenken, denn ſie ſind beide, ſchreck⸗
lich und tröſtlich: ſchrecklich den gottloſen Verächtern Gottes
Worts, tröſtlich aber den Gottesfürchtigen, ſo die Lehre des
Evangelii lieb und werth haben. Aber die Welt achtet
nichts, weder Gottes Zorn noch Barmherzigkeit.“ (L. W.
Hall. XXII. 1447.)
English translation AI translation
...to prosper and to hinder the spread of the kingdom of God. They say: you brethren of all confessions and denominations, let us unite; let us join hands as brothers for the common struggle against the world and against the Antichrist; let us give up all strife over individual points of doctrine, and at last make peace! Then blessing will come upon the whole of Christendom, which has now for long enough, to its great ruin, been torn and split into parties.
But how bitterly such friends of a false union — one not founded upon unity in the truth — are nevertheless mistaken! It does indeed seem as though great blessing would result once rigid Lutheranism is finally carried to its grave. But consider: if in the end there were no longer any church that, with unwavering earnestness and unbending strictness, punishes every deviation from the Word; if there were no longer any church that clings with incorruptible faithfulness and unshakable constancy to every letter of Holy Scripture; if human love were to triumph over divine truth, and earthly peace over God's Word and honor — woe then to the world! Then the enemy would soon have succeeded in leading the whole of Christendom from one error to another, plunging it back into the old night of false belief, and finally wresting from it the whole of Christ and the whole truth. O what an inexpressible blessing, therefore, are those who remain steadfast with the orthodox church and its pure truth, confess it aloud until their death, and fight for it fearlessly! To them is given, as our text says, "an open door, and no one can shut it." However futile, indeed however ruinous their struggle in the very midst of the temple of the church may appear — they are victorious! Their adversaries must at last, as the Lord promises the Philadelphian Christians, "come and worship before their feet, and know that he has loved them." They are the light of the world, which everywhere powerfully drives back the encroaching darkness of the doctrines of men; they are the salt of the earth, which preserves the indifferent, lukewarm Christians from complete spiritual putrefaction; they are the walls that still stand before the breach; they are the pillars that bear up and support the vault of heaven of the holy church. Here, to be sure, the champions of the purity of doctrine are despised and hated as loveless quarrelers and disturbers of the peace; disgrace and persecution are the reward they reap here; but one day the crown of the victors will adorn the faithful warriors. Christ gives them, in our text, this great promise: "He who overcomes, I will make him a pillar in the temple of my God, and he shall go out no more. And I will write upon him the name of my God, and the name of the new Jerusalem, the city of my God, which comes down out of heaven from my God, and my own new name." O blessed prospect. —
Yet, my hearers, I still carry one more arrow in my quiver against your heart. For if the blessing which faithful perseverance in the true church surely brings, both in time and in eternity, to us and to our fellow-redeemed, could not entice us, then at least the curse that certainly and inevitably follows apostasy from it ought finally to deter us.
We may indeed hope, when a person does not know the glory of our church, when perhaps it has even been impressed upon him from youth that it is a false church — we may indeed hope, if such a one in his ignorance turns his back on it and yet in simplicity holds fast to the Word of his God, that such a one will surely not be cast out before the face of God, but will find grace and hear a merciful judgment from his mouth. But what are those to expect who either have been instructed in the truth from their youth, or who have already often heard the truth, and who deny this truth once they have recognized it, and against better knowledge forsake their orthodox church, thereby willfully breaking the solemn oath they swore to it? What are they to expect when they now turn — whether for the sake of earthly advantage, or out of hatred and contempt for their fellow believers, or out of indifference to the truth, or out of spiritual pride and presumption — to some enthusiast sect, or one that mingles religions, or an openly unbelieving sect? What are such apostates and perjurers to expect? — God's Word tells us; it says: "But if any man draw back, my soul shall have no pleasure in him." Terrible threat! What can be more terrifying than for God to have no more pleasure in a person? Of such a person it is said: "If God is against him, who can be for him?" He is a reprobate forever and ever. It is further said in Psalm 68: "God brings out the prisoners at the right time, and lets the apostates remain in drought." And finally Christ himself says: "But whoever is ashamed of me and of my words among this adulterous and sinful generation, of him will the Son of Man also be ashamed, when he comes in the glory of his Father with the holy angels." Ah, what an unblessed prospect for apostate souls! Here they must remain "in drought," that is, without true comfort; the grace they suppose themselves to have is self-deception; and one day, when they appear before Christ, the Lord will turn his gracious countenance away from them, just as they here turned away from his gracious Word, and there they will be excluded from the triumphant church, just as here they themselves excluded themselves from the church militant. — Or do we perhaps not wish to believe these threats of God in his Word? Has God not already often, through terrible judgments upon those who denied the Lutheran truth and church, set a fearful seal upon his threats?
At the time of the Reformation there once came to Bautzen in Saxon Upper Lusatia a Roman priest named Urban Nicolai, who came to a knowledge of the truth of the Lutheran doctrine and thereupon also publicly confessed it. Not long after, however, this same man, longing again for the fleshpots of Egypt, fell away once more, and from a confessor became a blasphemer. Once, on Trinity Sunday in the year 1537, he mounted the pulpit, blasphemed as usual, and finally uttered the presumptuous words: "If Luther's doctrine were right, may the thunder strike him dead!" What happens? That very evening a terrible thunderstorm arose; lightning after lightning crossed the sky, and the thunder rolled like a thousand voices of divine wrath. The wretched man, thinking of his challenge to divine justice, quickly had all the bells rung, hurried into the church, and threw himself trembling and shaking before the altar, and prayed. But behold! A bolt of lightning struck down upon him as he knelt and threw him stunned to the ground. The peasants of the village (he was now in the village of Kuhnewalde) ran up and carried him out for dead; but a second bolt of lightning struck down and killed him now on the spot, whereupon the bearers of his corpse fled away in the utmost consternation, but unharmed. In that region this dreadful judgment of God made so deep an impression that whole multitudes now turned to the Lutheran church, and many blasphemers fell silent.*) — Known also is the terrible example of an episcopal councillor at Halle, that Dr. Krause. When he had denied, out of fear of men, the Lutheran truth he had recognized, he fell into despair, heard Christ pronounce the sentence of damnation upon him already in this life, and at last, in his despair,
*) We have taken the above story from Gerber's book "on the unrecognized benefits of Upper and Lower Lusatia," who has borrowed it from the "Annals of the City of Bautzen."
"We do not wish," the blessed Gerber adds here, "to judge or condemn this Peter Urban on account of this sudden and dreadful death; for since his conscience was moved and had punished him, so that he too ran into the church and prayed with great anguish, we may hope that he repented of his blasphemy, which he had uttered against the doctrine of the Gospel, and begged pardon of God for it, and so we will hope that his soul was preserved, even though his body had to perish. It is nevertheless a dreadful example, which at that time also made a great impression on the minds of many papists themselves; so that they no longer opposed the Gospel so violently, but rather let it take a fairly free course, so that one city after another opened its gates to the Gospel and sought evangelical teachers, abolished the Mass, the processions, and other papist ceremonies, and renounced all obedience to the pope."
We find this story also briefly told in Luther's works. Luther adds: "So it goes. God does not let himself be trifled with in this matter; he will hold to his Word, or he will not be God. Such examples ought to be well noted and considered, for they are both terrible and comforting: terrible to the godless despisers of God's Word, but comforting to those who fear God and hold the doctrine of the Gospel dear and precious. But the world heeds nothing, neither God's wrath nor his mercy." (L. W. Halle. XXII. 1447.)