Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 6 › Seite 43
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-11-16, Seite 43
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl
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So kommt denn hier alles auf die Beantwor⸗
tung der Frage an: Iſt die lutheriſche Kirche
wirklich die wahre Kirche IEſu Chriſti auf Er⸗
den? Um aber dies zu entſcheiden, ſo iſt nun die
erſte Frage: Woran erkennt man die wahre Kirche?
— Erkennete man ſie an dem äußeren Glanze
ihrer Erſcheinung, an der Menge ihrer Glieder,
an der Weite ihrer Ausbreitung, an der Pracht
ihrer Tempel, an ihren zeitlichen Reichthümern,
an ihrer irdiſchen Macht, an ihrer wohlgeordneten
Regierung: dann müßten wir die römiſche Kirche,
von welcher Luther, weil er von der Wahrheit
zeugte, einſt ausgeſtoßen worden iſt, für Chriſti
wahre Kirche halten. Aber nein — Chriſtus ſagt
deutlich: „Das Reich Gottes kommt nicht mit
äußerlichen Geberden; mein Reich iſt nicht von
dieſer Welt.“ An zeitlichen Vorzügen kann alſo
Chriſti Kirche, die ein Creuzreich iſt, nicht erkannt
werden. — Oder erkennt man ſie etwa an dem
Schein großer menſchlicher Heiligkeit, den ſie um
ſich verbreitet, oder an der Menge und Größe der
guten Werke, die ſie zur Schau trägt, oder an
ihrem vielen Beten und HErr⸗HErr!⸗Sagen an
den Ecken auf den Gaſſen? Dann müßten wir
faſt jede der ſogenannten proteſtantiſchen Secten
für Chriſti wahre Kirche halten. Ja wir müßten
die Secte der Phariſäer der Kirche der Apoſtel
vorziehen, denn die Phariſäer faſteten und beteten
mehr, als die Apoſtel, und hatten einen heiligeren
Schein. Aber nein — Chriſtus ſagt ferner deut⸗
lich, daß er die HErr⸗HErr⸗Sager, und wenn ſie
auch in ſeinem Namen geweiſſagt, in ſeinem Na⸗
men Teufel ausgetrieben und große Thaten ge⸗
than haben, einſt als ſolche von ſich weiſen werde,
die er noch nie für die Seinigen erkannt habe.
Auch an dem Glanz der Gottſeligkeit und an der
Menge und Größe anſcheinend guter Werke kann
alſo Chriſti wahre Kirche nicht erkannt werden;
vor Menſchenaugen kann auch die falſche Kirche
dieſe Kennzeichen haben.
Woran die wahre erkannt werde, dies ſagt
uns Chriſtus deutlich in unſerem Texte; er ſpricht
nemlich zu der Kirche zu Philadelphia: „Du
haſt eine kleine Kraft, und haſt mein
Wort behalten, und haſt meinen Na⸗
men nicht verleugnet.“ Hieraus ſehen wir,
was das Aeußere betrifft, ſo hat Chriſti Kirche
„einekleine Kraft“, d. h. ſie iſt vor der Welt
ohnmächtig und unanſehnlich; aber erſtlich, ſie
behält Chriſti Wort, und zweitens, ſie be—
kennt Chriſti Namen. Das, das ſind alſo
ihre rechten Kennzeichen. Wenn einer Kirche
dieſe Kennzeichen fehlen, wenn eine Kirche Chriſti
Wortenicht behält und ſeinen Namen verleug⸗
net, dann iſt ſie Chriſti wahre Kirche nicht, und
wenn ſie äußerlich noch ſo herrlich leuchtete, oder
alle ihre Glieder in Heiligkeit der Engel und Erz⸗
engel prangten. Dies bezeugt Chriſtus auch an
anderen Orten; er ſpricht: „So ihr bleiben
werdet an meiner Rede, ſo ſeid ihr meine
rechten Jünger, und werdet die Wahrheit erkennen,
und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Ferner
gibt dies auch Paulus als die rechten Kenn⸗
zeichen der wahren Kirche an, wenn er an die
Epheſer ſchreibt: „So ſeid ihr nun nicht mehr
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Gäſte und Fremdlinge, ſondern Bürger mit den
Heiligen, und Gottes Hausgenoſſen, erbauet
auf den Grund der Apoſtel und Pro-
pheten, da IEſus Chriſtus der Eckſtein
iſt, auf welchem der ganze Bau in einander ge⸗
füget, wächſet zu einem heiligen Tempel in dem
HErrn, auf welchem auch ihr mit erbauet werdet,
zu einer Behauſung Gottes im Geiſt.“
Prüfen wir nun hiernach unſere ev.⸗lutheriſche
Kirche, ſo müſſen wir ſagen, dieſe Kennzeichen
trägt ſie ſo hell und kenntlich an ſich, wie die
Sonne das Licht. Ja, mag unſere Kirche jetzt
in der Welt noch ſo verachtet daſtehen; mag es
jetzt ſcheinen, als ſei jede andere Kirche des HErren
Braut, ſie aber eine von dem HErrn verlaſſene
und verſtoßene Wittwe; mag es Unzählige be⸗
dünken, als mangelten ihr die wichtigſten Kenn⸗
zeichen der wahren Kirche alle: daß ſie dieſe
Kennzeichen hat, welche Chriſtus und Paulus
hier angeben, das kann nur der leugnen, der ſie
nicht kennt. Sie iſt wahrhaftig erbauet auf den
Grund der Apoſtel und Propheten, d. h. auf Got⸗
tes Wort und nicht auf den Grund der Menſchen⸗
lehre; ſie legt wahrhaftig nur ſeine Gerechtigkeit
zum Eckſtein des Heils, und nicht Menſchenthun
und Menſchenwerke; ſie bleibt wahrhaftig bei der
Rede IEſu Chriſti, und weicht nicht davon ab,
weder zur Rechten noch zur Linken. Ja, muß
man jetzt auch unſerer Kirche, ihre äußere Geſtalt
betrachtend, mit dem Propheten zurufen: „Du
Elende, über die alle Wetter gehen und Du Troſt⸗
loſe!“ ſo kann doch Chriſtus auch zu ihr, wie zu
der Gemeinde zu Philadelphia in unſerem Texte,
ſagen: „Du haſt eine kleine Kraft, und haſt mein
Wort behalten, und haſt meinen Namen nicht
verleugnet.“ Sagt ſelbſt, warum trennte ſich vor
300 Jahren unſer großer Vorkämpfer, Luther,
von der römiſch-katholiſchen Kirche? Lag der
Grund in Bedenken ſeiner Vernunft? Nein;
Luthern war es nie in den Sinn gekommen, die
Kirche reformiren und ſich wider Pabſt und Kai⸗
ſer und alle Welt auflehnen zu wollen; aber weil
er von der heiligen Schrift nicht weichen wollte
noch konnte, darum ließ er ſich hineinziehen in den
großen Kampf. Wie ſprach er, um nur Ein Bei⸗
ſpiel anzuführen, als er in Worms vor Kaiſer
und Reich ſtand und zum Widerruf genöthiget
werden ſollte? Er ſprach unter anderem: „Es ſei
denn, daß ich mit Zeugniſſen heiliger Schrift,
oder mit öffentlichen, klaren und hellen Gründen
und Urſachen überwunden und überwieſen werde,
und ich alſo mit den Sprüchen, ſo von mir
angezogen und angeführt ſind, überzeugt und
mein Gewiſſen in Gottes Wort gefangen iſt,
ſo kann und will ich nichts widerrufen. Hie ſteh
ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen.“
Und warum hat Luther einſt auch keine brüder⸗
liche und kirchliche Gemeinſchaft mit Zwingli,
dem Stifter der reformirten Kirche, eingehen wol⸗
len? Lag etwa hier der Grund in Bedenken der
Vernunft? Nein, nichts weniger; auch hier
war der einige Grund: er konnte das Wort ſeines
Heilandes, das ſein einziger Troſt im Leben und
Sterben war, ſich nicht zur Lüge machen und ſich
davon abführen laſſen. Ueber das Wort des
wahrhaftigen und allmächtigen Sohnes Gottes:
„das iſt mein Leib; das iſt mein Blut“, konnte
Luther nicht hinweg. Er ſchreibt daher: „Ich,
habe wohl ſo harte Anfechtung (darüber) erlitten,
und mich gerungen und gewunden, daß ich gerne
heraus geweſen wäre. Aber ich bin gefan⸗
gen, kann nicht heraus; der Text iſt zu
gewaltig da, und will ſich mit Worten nicht
laſſen aus dem Sinn reißen.“ An einer andern
Stelle ſchreibt Luther: „Mir iſt alſo, daß mir ein
jeglicher Spruch die Welt zu enge macht.“ ö
Sehet, ſo war Luther geſinnt, und das iſt da⸗
her auch der Sinn der Kirche, die nach ſeinem
Namen jetzt die lutheriſche heißt, nicht darum,
weil Luther ihr Pabſt wäre, dem ſie unbedingt
folgte, nicht darum, weil ſie an Luthern glaubte,
ſondern weil ſie mit Luthern an Chriſti Wort
glaubt. Der Grundſatz, daß von dem Buch⸗
ſtaben oder von den Worten der Schrift nicht ab⸗
gewichen werden dürfe, hat die lutherische Kirche
einſt aufgebaut, damit ſteht und fällt ſie; dieſer
Grundſatz ſteht an der Spitze ihrer Bekenntniſſe;
dieſer Grundſatz iſt ihr Leitſtern in allen ihren
Kämpfen; nach dieſem Grundſatz geht ſie in allen
Stücken; dieſer Grundſatz iſt mit einem Worte ihr
Herz und ihr Leben; ſo daß man auf die Frage:
Was iſt ein Lutheraner? nicht beſſer kurz 1W0
worten kann, als: Ein Lutheraner iſt ein Chriſt,
der ſich ſtreng an den Buchſtaben der Schrift hält.
Das iſt das Merkmal, durch welches er ſich von
allen andern Chriſten unterſcheidet.
So unleugbar es nun iſt, daß unſere Kirche
Chriſti Wort behalten hat, eben ſo unleugbar iſt
es aber auch, daß ſie Chriſti Namen nicht ver⸗
leugnet hat. Daß erſtlich auch Luther Chriſti
Namen treulich bekannt habe, dies weiß jeder, der
nur einige Seiten ſeiner Schriften geleſen hat.
Die Lehre von der Rechtfertigung durch den Glau⸗
ben an Chriſtum iſt ohne Zweifel von keinem Leh⸗
rer ſo deutlich und ſo klar, ſo tröſtlich und ſo lieb⸗
lich, ſo gewaltig und herrlich ſeit der Apoſtel Zeit
ausgelegt worden, als von Luthern. Er ſpricht:
„In meinem Herzen herrſcht allein und ſoll auch
herrſchen dieſer einige Artikel, nemlich der Glaube
an meinen lieben HErrn Chriſtum, welcher aller
meiner geiſtlichen und göttlichen Gedanken, ſo
ich immerdar Tag und Nacht haben mag, der
einige Anfang, Mittel und Ende iſt.“ Und auch
hierin iſt unſere evangeliſch-lutheriſche Kirche Lu⸗
thern als ihrem Lehrer gefolgt. Daß der Menſch
gerecht werde allein durch den Glauben an Chri⸗
ſtum, ohne des Geſetzes Werk, das hat ſie von An⸗
fang an ſo reich und ſo kräftig gepredigt, wie keiner
ihrer Gegner. Der Kern und Stern der Luthe⸗
riſchen Lehre iſt: „Es iſt in keinem andern Heil,
iſt auch kein anderer Name den Menſchen gegeben,
darinnen wir ſollen ſelig werden“, als allein der
theure Name IEſu. Chriſtus und nur Chriſtus
iſt es, auf welchen in unſerer Kirche alle Sünder
ohne Umwege hingewieſen werden. Nicht des
Menſchen Werke, nicht ſeine Buße und Reue,
nicht ſeine Beſſerung und Heiligung, nicht ſein
Leiden und Genugthun, ſondern allein Chriſti
Gnade, Chriſti Verdienſt, Chriſti Unſchuld und
Gerechtigkeit, Chriſti thuender und leidender Ge⸗
English translation AI translation
So everything here comes down to answering the question: Is the Lutheran Church really the true Church of Jesus Christ on earth? But in order to decide this, the first question now is: By what does one recognize the true Church? — If one were to recognize her by the outward splendor of her appearance, by the number of her members, by the extent of her spread, by the magnificence of her temples, by her temporal riches, by her earthly power, by her well-ordered government: then we would have to hold the Roman church — from which Luther, because he testified to the truth, was once expelled — to be Christ's true Church. But no — Christ says plainly: "The kingdom of God cometh not with outward observation; My kingdom is not of this world." By temporal advantages, then, Christ's Church, which is a kingdom of the cross, cannot be recognized. — Or does one perhaps recognize her by the appearance of great human holiness which she spreads about herself, or by the number and greatness of the good works which she displays, or by her much praying and saying "Lord, Lord" on the street corners? Then we would have to hold almost every one of the so-called Protestant sects to be Christ's true Church. Indeed, we would have to prefer the sect of the Pharisees to the Church of the Apostles, for the Pharisees fasted and prayed more than the Apostles, and had a holier appearance. But no — Christ further says plainly that He will one day disown those who say "Lord, Lord," even if they have prophesied in His name, cast out devils in His name, and done many mighty works, as ones He never knew to be His own. So neither by the splendor of godliness nor by the number and greatness of apparently good works can Christ's true Church be recognized; even the false church can bear these marks before the eyes of men.
By what the true Church is recognized, this Christ tells us plainly in our text; He says, namely, to the church at Philadelphia: "Thou hast a little strength, and hast kept My word, and hast not denied My name." From this we see that, as far as outward appearance is concerned, Christ's Church has "a little strength" — that is, she is powerless and unimpressive before the world — but, first, she keeps Christ's Word, and second, she confesses Christ's name. These, then, are her true marks. If a church lacks these marks, if a church does not keep Christ's Word and denies His name, then she is not Christ's true Church, however gloriously she may otherwise shine outwardly, or however much all her members might be resplendent in the holiness of angels and archangels. This Christ also testifies elsewhere; He says: "If ye continue in My word, then are ye My disciples indeed; and ye shall know the truth, and the truth shall make you free." Paul, too, gives this as the true mark of the true Church, when he writes to the Ephesians: "Now therefore ye are no more strangers and foreigners, but fellow citizens with the saints, and of the household of God, built upon the foundation of the apostles and prophets, Jesus Christ Himself being the chief cornerstone, in whom the whole building, fitly framed together, groweth unto a holy temple in the Lord, in whom ye also are built together for a habitation of God in the Spirit."
If we now examine our Evangelical Lutheran Church by this standard, we must say that she bears these marks as brightly and recognizably as the sun bears light. Yes, however despised our Church may now stand in the world; however much it may now seem as though every other church were the Lord's bride, and she a widow forsaken and rejected by the Lord; however much countless people may imagine that she lacks all the most important marks of the true Church — that she has these marks which Christ and Paul here name can be denied only by one who does not know her. She is truly built upon the foundation of the apostles and prophets, that is, upon God's Word and not upon the foundation of human doctrine; she truly lays only His righteousness as the cornerstone of salvation, and not human doing and human works; she truly abides by the word of Jesus Christ, and departs from it neither to the right nor to the left. Indeed, if one must now, looking at our Church's outward condition, cry out to her with the prophet: "Thou afflicted one, tossed with tempest, and thou disconsolate one!" — yet Christ can also say to her, as He does to the congregation at Philadelphia in our text: "Thou hast a little strength, and hast kept My word, and hast not denied My name." Say for yourselves — why did our great champion Luther separate himself, 300 years ago, from the Roman Catholic Church? Did the reason lie in the scruples of his reason? No; it had never occurred to Luther to want to reform the Church and to rise up against Pope and Emperor and all the world; but because he neither would nor could depart from Holy Scripture, he was drawn into the great struggle. How did he speak — to name just one example — when he stood at Worms before Emperor and Empire and was to be compelled to recant? Among other things he said: "Unless I am convinced and overcome by testimonies of Holy Scripture, or by clear and evident reasons and grounds, and my conscience is thereby taken captive by the sayings I have cited and bound in God's Word, I can and will retract nothing. Here I stand, I cannot do otherwise, God help me. Amen." And why, too, would Luther never enter into brotherly and ecclesiastical fellowship with Zwingli, the founder of the Reformed church? Did the reason here perhaps lie in scruples of reason? No, far from it; here too the sole reason was: he could not make into a lie, nor let himself be led away from, the word of his Savior, which was his only comfort in life and death. Over the word of the truthful and almighty Son of God — "This is My body; this is My blood" — Luther could not get. He writes, therefore: "I have indeed suffered such hard temptation over this, and have wrestled and struggled, that I would gladly have been rid of it. But I am captive, I cannot get out; the text is too powerful there, and will not let itself be argued out of my mind by mere words." In another place Luther writes: "It is with me as though every single saying makes the world too narrow for me."
You see, thus was Luther minded, and this is therefore also the mind of the Church which, after his name, is now called the Lutheran Church — not because Luther is her pope, whom she follows unconditionally, not because she believes in Luther, but because, with Luther, she believes in Christ's Word. The principle that one may not depart from the letter or from the words of Scripture — this principle the Lutheran Church was once built upon; by it she stands and falls; this principle stands at the head of her confessions; this principle is her guiding star in all her struggles; according to this principle she proceeds in all matters; this principle is, in a word, her heart and her life — so that to the question, "What is a Lutheran?" one cannot better or more briefly answer than: A Lutheran is a Christian who holds strictly to the letter of Scripture. That is the mark by which he is distinguished from all other Christians.
As undeniable, then, as it is that our Church has kept Christ's Word, just as undeniable is it also that she has not denied Christ's name. That Luther himself, first of all, faithfully confessed Christ's name — this everyone knows who has read even a few pages of his writings. The doctrine of justification through faith in Christ has doubtless been expounded by no teacher since the time of the Apostles so clearly and plainly, so comfortingly and lovingly, so powerfully and gloriously, as by Luther. He says: "In my heart there rules alone, and shall also rule, this one article, namely faith in my dear Lord Christ, which is the sole beginning, middle, and end of all my spiritual and divine thoughts, which I may ever have, day and night." And in this too our Evangelical Lutheran Church has followed Luther as her teacher. That man is justified alone through faith in Christ, without the works of the Law — this she has preached from the beginning as richly and as powerfully as none of her opponents. The kernel and star of Lutheran doctrine is: "Neither is there salvation in any other, for there is none other name given among men whereby we must be saved," than the precious name of Jesus alone. Christ, and Christ only, is He to whom, in our Church, all sinners are pointed without detour. Not man's works, not his repentance and contrition, not his amendment and sanctification, not his suffering and satisfaction, but Christ's grace alone, Christ's merit, Christ's innocence and righteousness, Christ's active and passive obedience —