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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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23 entries under obrigkeit.

Obrigkeit

—

Obrigkeit. Abhandlungen. Die Lehre von der weltlichen Obrigkeit. Il. 1901. Die Lehre von der Obrigkeit. Syn. 90. Theſen über die weltliche Obrigkeit. Syn. Frei. 1895. Von der weltlichen Obrigkeit und den Untertanen nach der Haustafel. Mich. 1909. Die Obrigkeit ſoll hoch und heilig gehalten werden. Wis. 92, 31. 34. De statu po— litico. Baier 3, 724—745. Theologiſche Dicta classtca aus Luther über die Obrigkeit. L. W. 50, 267—271. 559—563. Was lehrt Gottes Wort über das Rechten der Gemeindeglieder vor der weltlichen Obrigkeit? Luth. 43, 31. 32. Der lutheriſche Botſchafter und die Revolution. Luth. 5, 108. Axiome. Von der weltlichen Obrigkeit. L. W. 8, 303—305. 10, 15—19. 2, 362—370. Strobels Darſtellung der lutheriſchen Lehre von der Obrigkeit. L. W. 10, 263—274. The Patriotism of an ev. luth. teacher. Schulbl. 29, 297—-300. Abrifi. Ohne Volk keine Obrigkeit. § 1. Notwendigkeit der Obrigkeit. § 2. Ver⸗ ſhiedene Form der Obrigkeit. § 3. Urſprung der Obrigkeit. § 4. Die Obrigkeit it Gottes Ordnung. § 5. Auf welche Weiſe beruft Gott die Obrigkeit? § 6. Das gebiet der Obrigkeit. S§ 7. Aufgabe, Zweck und Ziel der Obrigkeit. § 8. Das Mittel. § 9. Der Staat ſoll nicht nach der Bibel, ſondern nach der Vernunft re⸗ ziert werden. § 10. Was die Obrigkeit zur Durchführung der Geſetze nötig hat.

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11. Todesſtraſe

11. Todesſtraſe. § 12. Krieg. § 13. Eigenſchaften einer guten Obrigkeit. § 14. der Chriſt und die weltliche Obrigkeit. S 15. Pflichten gegen die Obrigkeit. S 16. ehorſam. § 17. Beſondere Fälle dabei. 8§ 18. Revolution. § 19. Warum ſol⸗ en wir der Obrigkeit gehorchen? § 20. Man muß Gott mehr gehorchen, denn den Menſchen. § 21. Ehre. § 22. Steuern. § 23. Gebet. § 24. Wir ſollen das Wohlergehen des Staates nach Kräften fördern. § 25. Gefahren, vor denen wir uns zu hüten haben. § 26. Der Chriſt als Bürger. § 27. Chriſten ſollen nicht vor der weltlichen Obrigkeit ſtreiten. § 28. Gute Staatsbürger müſſen er— zogen werden. § 29. Obrigkeit. 1. Ohne Volk keine Obrigkeit. Wo Obrigkeit iſt, muß Mich. 1909, 10. ein Staat ſein. Anm. a. Ein Staat iſt eine Gemeinſchaft von Men- Il. 1901, 28. ſchen. die von gemeinſamen Geſetzen regiert werden. Der preußiſche Staat, die Vereinigten Staaten. Anm. b. Jeder Staat hat ein abgegrenztes Gebiet. Mich. 1909, 9. 10. Anm. c. Untertanen ſind alle, die nicht obrigkeitliche Il. 1901, 68. VPerſonen ſind. Anm. d. Jemand kann Untertan und Obrigkeit zu⸗ Il. 1901, 70. aleich ſein, wie der Hauptmann zu Kapernaum: Dazu der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegs— kuechte. Matth. 8. 9. 2. Notwendigkeit der Obrigkeit. Ohne Obrigkeit kann Il. 1901, 29. 30. Stock en Staat beſteben. Ohne Obrigkeit wäre das Volk 791. mie eine Herde ohne Hirten, ein Schiff ohne Steuer- mann, ein Wagen ohne Fuhrmann, eine Armee ohne Ge⸗ neral. Anm. a. Gäbe es keine Obrigkeit. ſo wäre der Schwä- Il. 1901, 34. — Il. Walth. kere allezeit den Eingriffen des Stärkeren ausgeſert. Ev. 341. Luth. 5, 90. der Stärkere würde als Sieger hervorgehen. Unſer Ei— gemtum wäre ohne Schutz. Anm. b. Darum trifft das Land Fürſorge, daß beim Mich. 1909, 10. Ableben eines Präſidenten ſoͤſort jemand anders an ſeine Stelle tritt und die Zügel weiterführt. . Verſchiedene Form der Regierung. Die Form der Ka. 89, 18. Jo. 97, 2t. Obrigkeit iſt nicht vorgeſchrieben und kann verſchieden 22. Syn. 90, 8. 9. Il. jſNn: Theokratie bei den Juden, da Gott ſelbſt auch die 190. 37. 38. W. 85 hirgerlichen Angelegenbeiten ordnete. Despotie, Monar- 19. Ma. 13, 323. Wis. ckie, Ariſtokratie. Demokratie, Republik. 91. 25. 92, 32. Küg. 2, 209. Sieck 2, 113. 1114. Luth. 5, 6. Anm. a. Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt, dand es nur, weil damals gerade ein Kaiſer an der Spitze tand. Aum. b. In manchen Staaten iſt die Form eine Jo. 77, 21. 22. gemiichte.

  • Mich. 1909, 10
  • Il. 1901, 28
  • Mich. 1909, 9
  • Mich. 1909, 9. 10
  • Il. 1901, 68
  • Il. 1901, 70
  • Il. 1901, 29
  • Il. 1901, 29. 30
  • Il. 1901, 34
  • Luth. 5, 90
  • Mich. 1909, 10
  • Ka. 89, 18
  • Jo. 97, 2
  • Syn. 90, 8
  • Syn. 90, 8. 9
  • Ma. 13, 323
  • Kueg. 2, 209
  • Sieck 2
  • Sieck 2, 113
  • Sieck 2, 113. 1114
  • Luth. 5, 6
  • Jo. 77, 21
  • Jo. 77, 21. 22
  • W. 85 hirgerlichen Angel

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—

neiligen Inhaber des Amtes, ſind von Gott. 1 Kön. , 7. 8: Ich habe dich zum Fürſten über mein Volk zrael geſetzt. 16, 2. Spr. 8, 15. 16: Durch mich re⸗ gieten die Könige. 2 Chron. 36, 23. Dan. 2, 21: Er et Könige ab und ſetzt Könige ein. 2, 37. 4, 14: Er zübt die Königreiche, wem er will. Heſ. 29, 20. Dan. . 28. 29: Dein Königreich ſoll dir genommen werden. Sam. 16, 1: Unter ſeinen Söhnen habe ich mir einen önig erſehen. Unm. b. Gott lenkt die internationale Politik. Er gat bei Wahlen ſeine Hand im Spiel. Unm. c. Die Obrigkeit, die Gewalt über uns hat, iſt Jottes Ordnung, einerlei,

  • Spr. 8, 15
  • Spr. 8, 15. 16
  • Jo. 97, 16 margin
  • Jo. 97, 16. 17 margin
  • Jo. 97, 16. 17. 22 margin
  • Neb. 92, 25 margin
  • Neb. 92, 25. 26 margin
  • Mich. 95, 40 margin
  • Mich. 95, 40. 41 margin
  • Il. 1901, 33 margin
  • Stöckh. A. T. 214 margin
  • Syn. Frei. 95, 38 margin
  • Syn. Frei. 95, 38. 39 margin
  • Mich. 95, 41 margin
  • Ma. 19, 317 margin
  • Ma. 19, 317. 318 margin
  • Ma. 19, 317. 318. 29, 343 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 276 margin

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1. ob ſie chriſtlich oder heidniſſh iſt

1. ob ſie chriſtlich oder heidniſſh iſt. Als Paulus ſeinen Brief ſchrieb, ſaß der Kaiſer Nero auf dem Tron. Wis. 91, 24. Paulus berief ſich auf die heidniſche Obrigkeit. Ap. 25, 10—12. Jo. 97, 38. 39. Obrigkeit iſt ihrem Weſen nach auch unter den Heiden. Jo. 97, 39

  • Wis. 91, 24
  • Jo. 97, 38
  • Jo. 97, 38. 39
  • Jo. 97, 38. 39. O
  • Jo. 97, 39
  • Ma. 6, 342 margin
  • Jo. 97, 26 margin
  • Jo. 97, 26. 76 margin

vol c, printed page 203 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0059_PA203

2. —

2. ob ſie gerecht oder ungerecht und ty⸗ ranniſch ſei. Es iſt keine Obrigkeit ohne von Gott. Mich. 98, 55. 56. Auch eine gottloſe Ob- rigkeit, die die Kirche verfolgt, iſt Gottes Dienerin ſo lange, bis Gott ſie ihres Amtes entſetzt. Mit. 70, 48. Eine ſchlechte Obrigkeit iſt eine Strafe Gottes. Walth. Epi. 236; Jeſ. 3, 4;

  • Mich. 98, 55
  • Mich. 98, 55. 56
  • Mit. 70, 48
  • Walth. Epi. 236
  • Ka. 89, 19 margin
  • Ka. 89, 19. 20 margin
  • Syn. 95, 37 margin
  • Luth. 20, 70 margin

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3. —

3. ob ſie rechtmäßig oder unrechtmä⸗ ßig, durch Liſt und Gewalt (Eroberung) ins Amt gekommen iſt. Sobald ſie ſich in der Regierung ſeſtgeſetzt hat, beſteht ihr Regiment zu Recht und iſt göttliche Ordnung. Gott läßt ſolches manchmal geſchehen als eine Zuchtrute. Küg. 2, 300. Vergl. hierzu § 18 d. Antitheſe. Vilmar, Gerlach: Nur eine mit Recht ins Imt gekommene Perſon iſt Obrigkeit. Unm. d. Dagegen ſtreitet auch nicht, daß die Menchen in einer Republik die Beamten ſelbſt wählen und öobſetzen können. Anm. e. Obrigkeitliche Perſonen werden darum Zötter genannt. 2 Moſ. 22, 28: Den Göttern ſollſt du nicht fluchen. Pſ. 82, 6: Gott iſt Richter unter den göttern. Joh. 10, 34. 35: und die Schrift kann doch ncht gebrochen werden. — Götter heißen ſie, weil ſie gettes Stellvertreter ſind. Anm. j. „König von Gottes Gnaden,“ dieſe über— eugung iſt die Grundfeſte der ganzen bürgerlichen Ordnung. Einwand 1. Der Apoſtel ſagt: Seid untertan der menſchlichen Ordnung. 1 Petr. 2, 13. — So heißt die Obrigkeit, weil ſie 1. eine Ordnung iſt für und unter Menſchen; 2. durch Menſchen berufen wird: 3. verſchiedene Form haben kann und die Form menſchliche Einrichtung iſt. Daß die Obriglen ſelbſt aber göttliche Ordnung iſt, zeigen die en. genden Worte: „um des Herrn willen.“ Min. 91. 61. 62. Einwand 2. Wann und wo hat Gott die Obriglei eingeſetzt? Einwand 3. Die Menſchen hätten von ſelbſt, von N. tur, ein Bedürfnis, Obrigteit einzurichten. — Es iſt hier ähnlich wie mit der Ehe. Eheleute ſind von ſelbſt, ire willig zuſammen gekommen und doch iſt ihre Ehe in Himmel geſchloſſen. Anm. g. Es ſteht nicht im Belieben, ob ein Volk Obrigkeit haben will oder nicht, ſondern es iſt eine Naumt. notwendigkeit. Anm. h. Gott hat drei heilige Ordnungen in der Welt geſtiftet: Familie, Kirche, Staat. Leider ſucht Sa⸗ tan alle Ordnungen zu zerſtören. Anm. i. Daß die Obrigkeit eine göttliche Ordnun iſt, erkennt die große Maſſe des Volkes nicht. Die ge⸗ wöhnliche Anſchauung iſt, I. daß die Obrigkeit von Menſchen ſei und da⸗ rum auch wieder abgeſchafft werden könne. Reve lution gäbe es eigentlich nicht oder ſei ein heiliges Recht aller Völker; 2. daß der Urheber dieſer menſchlichen Einritt tung Nimrod ſei. 1 Moſ. 10. Le Der fingeam en gewaltiger Herr zu ſein auf Erden. Antitheſe. a. Wiedertäufer. Die Obrigkeit iſt eine ungönlite Ordnung. welcher Chriſten nicht unterſtellt ſein ſollten Knipnerdolling 1533. Thomas Münzer. Mich. 1970 11. Lonk. 42. b. Quäker. Baier 3, 728. c. Paviſten. Der Urſprung der Obrigkeit iſt nicht ein göttlicher. Die römiſche Kirche leitet alle weltliche Ob⸗ rigkeit vom Papſte her. Ma. 19, 317. Das zeillith Schwert ſteckt in der Gewalt Petri. L. W. 18, 91. — Mond bekommt ſein Licht von der Sonne. Luth. 29. 7 d. Hobbes, Ronſſeau. Der Staat iſt ein ſozialer Lon. trakt. e. Rationaliſtiſche Staatsrechtslehrer. f. Atheiſten. Wer an keinen Gott alanbt. kann aut die Obrigkeit keine göttliche Ordnung ſein laſſen. — . Anarchiſten. Nihiliſten. Sozioliſten, Kommuniſien Alle Menſchen ſeien gleich, darum ſolle man alle Oberen abſchaffen. — (Sind wirklich alle Menſchen gleich? Der Leine aut begabt. der andere ein Idiot, der eine ſtork der andere ſchwach. Küg. 2, 298. Il. 1901, 31. Mich 1909, 13. 14.)

  • Kueg. 2, 300
  • Wis. 91, 24 margin
  • Wis. 91, 24. 31 margin
  • Ka. 89, 19 margin
  • Jo. 97, 27 margin
  • Syn. Frei. 95, 72 margin
  • Syn. Frei. 95, 72. 73 margin
  • Syn. Frei. 95, 75—77 margin
  • Jo. 97, 26 margin
  • Jo. 97, 26. 27 margin
  • Stöckh. A. T. 95 margin
  • Syn. Frei. 95, 24 margin
  • Jo. 97, 27 margin
  • Jo. 97, 27. 119 margin
  • Mich. 1909, 37 margin
  • L. W. 21. 267 margin
  • Il. 1901, 35 margin
  • Syn. Frei. 95, 23 margin
  • Min. 91. 61
  • Min. 91. 61. 62
  • Baier 3, 728
  • Ma. 19, 317
  • L. W. 18, 91
  • Luth. 29. 7
  • Kueg. 2, 298
  • Il. 1901, 31
  • Mich 1909, 13
  • Mich 1909, 13. 14
  • Walth. Epi. 235 margin
  • Il. 1901, 32 margin
  • Il. 1901, 24 margin
  • Il. 1901, 24. 25 margin
  • Ma. 19, 317 margin
  • Il. 1901, 30 margin
  • Walth. Epi. 234 margin
  • Walth. Epi. 234 margin
  • Kueg. 2, 298 margin
  • Kueg. 4, 635 margin
  • Kueg. 2, 298 margin
  • Syn. 90, 8 margin
  • Ma. 15, 322 margin
  • Baier 3, 727 margin
  • Baier 3, 727. 728 margin
  • Ma. 6, 342 margin
  • Syn. 90, 8 margin
  • Mich. 1909, 11 margin
  • Syn. Frei. 95, 35 margin
  • Syn. Frei. 95, 35. 36 margin
  • Jo. 97, 26 margin
  • Jo. 97, 26. 27 margin
  • Syn. 90, 8 margin
  • Kueg. 4, 634 margin
  • Kueg. 4, 635 margin
  • Kueg. 2, 298 margin
  • Ma. 19, 317 margin
  • Syn. 90, 8 margin
  • Syn. Frei. 95, 36 margin

vol c, printed page 203–204 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0059_PA203

6. —

6. Auf welche Weiſe beruft Gott die Obrigkeit? Er beruft ſie annmittelbar, wie oft im alten Teſtament ge ſchehen. Sanl. 1 Sam. 9, 16. 17. David. 1 Som 16, 1 bmittelbar, durch Menſchen. Es kann jemand Obrigkeit werden durch Wahl, Erbfolge, Ankauf (Louina), durch rechtmäßige Einnahme des Siegers über Beſiegten. — Auf unmittelbare Berufung haben wir icht mehr zu hoffen. Anm. a. Gott handelt mit Berufung der Obrigkeit Inlich wie mit ſeinen Predigern. Anm. b. Die Obrigkeit iſt kein ſich fortpflanzender Stand. Im letzten Grunde ruht die obrigkeitliche Ge⸗ ralt im Volk.

  • Baier 3, 728 margin
  • Baier 3, 728. 729 margin
  • Neb. 55, 25 margin
  • Syn. Frei. 95, 71 margin
  • Syn. Frei. 95, 71. 72 margin
  • Baier 3, 728 margin
  • Il. 1901, 35 margin
  • L. W. 21, 269 margin
  • Neb. 92, 25 margin
  • Syn. Frei. 95, 67—69 margin

vol c, printed page 204–205 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0245_PA204

7. —

7. Das Gebiet der Obrigkeit. Die Obrigkeit hat es zu tun g. nicht mit geiſtlichen Dingen oder mit der Seele des Menſchen. 1. Was Gott und Gottesdienſt heißt, geht die Obrigkeit nichts an. 2. Die Obrigkeit hat keine Gewalt über Glauben und Gewiſſen. 3. Die Obrigkeit hat in der Kirche nichts zu ſa⸗ gen. Wir laſſen uns von ihr als Chriſten nichts vorſchreiben. Ma. 22, 347. 4. Chriſtliche Erziehung iſt nicht Sache des Staa⸗ tes. Erziehung 808. Einwände dagegen: Kirche und Staat d748. Anm. a. Kirche und Staat ſollen ſtreng geſchieden ein. Kirche und Staat d743. — In unſerm Lande iſt dies der Fall. W. 95, 18. 19. Vergl. Kirche und Staat d75g. Anm. b. Durch die Reformation iſt die reine Lehre von der weltlichen Obrigkeit wieder auf den Plan ge⸗ bracht. Mich. 1909, 6. Luther hatte die rechte Lehre, konnte ſie aber nicht durchführen. Mich. 1909, 24. lirche und Staat 5752. Die ſpäteren Theologen wichen niel von der rechten Bahn ab und lehrten die Gewalt des Staates über die Kirche. Mich. 1909, 25. L. W. 21, 67. W. 85, 36. Baier 3, 730. 731. 733. Anm. c. Münkel: Es habe nur Staatskirchen gegeben, Chriſtus und die Apoſtel ſeien gute Staatskirchenleute geweſen: bnicht mit den Gedanken und Sinnen des Herzens, mit Zorn, Neid u. ſ. w.; cnicht mit den inneren Angelegenheiten des Hauſes und der Familie, ausgenommen, wenn das Wohl des Nächſten dabei in Betracht kommt; dnurmitderleiblichen Wohlfahrt, mit irdiſchen, zeitlichen Gütern, mit Leben, Leib, Eigentum und gutem Namen des Menſchen. Vergl. 741, § 2 e. . Welches iſt Aufgabe, Zweck und Ziel der Obrigkeit? Die Aufgabe des Staates iſt a. Beſchützung der bürgerlichen Rechte und Güter ſeiner Untertanen. Alle Menſchen ſind mit unveräußerlichen Rechten von ihrem Schöpfer bedacht worden, welche Rechte er durch die Ge. bote beſchützt hat. Um die Gebote zur Geltung zu bringen, ſoweit dies im Staat nötig iſt, ſind die Stel vertreter Gottes da. Jo. 97, 19. 20. Zu den birger. lichen Rechten gehört unſer 1. Leben. 5. Gebot. Unſer Leben iſt unſer höchſtes irdiſches Gut. Das Recht, mein Leben zu erhalten, ſoll mir niemand ſchmälern. Darum ſol. die Obrigkeit alle Gefahren, die unſerm Leben dro⸗ hen, von uns abzuwenden ſuchen. Anm. Hierher gehört die Sorge der Obrigkeit für möglichſt guten Geſundheitszuſtand ihrer Untertanen, Überwachung der Nahrungsmitl tel vor Verfälſchung, Vorſchriften bei anſteckenden ö Krankheiten (Krankheit 5843, Anm. b. und . ö Vorſchrift über den Gebrauch des Arztes Il. 1901. 67. Vergl. Arzt 210; Eigentum. 7. Gebot. Eigentum zu beſitzen iſt das Recht jedes Menſchen, aber ohne Ob· rigkeit wäre nichts von unſerm Beſitztum ſicher. Ma. 25, 344; 3. guter Name. 8. Gebot. Die Obrigkeit ſoll uns in Schutz nehmen gegen Verleumder: 4. Familie. 6. Gebot. Wer ſoll mir beiſtehen, wenn man mir Gemahl oder Kinder ob. ſpenſtig machen will? Da die Ehe ein weltlich Ding iſt, hat auch die Obrigkeit ein Wort mit drein zureden. Min. 92, 39. (Zivilehe. Mit. 70, 47. Anm. a. Solcher Schutz ſoll allen geleiſtet werden ohne Unterſchied des Standes und der Perſon. Ale ſind zu gleichem Schutze berechtigt. Selbſt jeder Ver⸗ brecher hat ſein gutes Anrecht auf den Schutz der Obrig· keit. Er ſoll nicht der Willkür ſeiner Mitmenſchen preis gegeben ſein. Anm. b. Solcher Schutz bezieht ſich nicht bloß au einzelne Perſonen, ſondern auch auf Verbindungen bon Menſchen. 1. Bürgerliche Vereine. ö 2. Die Gemeinde. Jede Gemeinde ſteht als eine Geſellſchaft im Staat unter dem Schutz der Obrin keit. Darum wird die Obrigkeit Säugamme der Kirche genannt. Jeſ. 49, 23. 60, 16. Inſofern ſoll auch der Staat der Kirche dienen. Jo. 97. 25. 30 Anm. e. Allerdings ſoll auch die Obrigkeit wachen über ſolche Verbindungen, daß ſie nicht auf abſchüſiige Bahnen geraten und dem Staat verderblich werden. 1. Geheime Geſellſchaften ſollten als verdächtiz nicht geſtattet werden. 2. Arbeiterverbindungen ſollten in Schranken gehalten werden. 2 3. Staatsgefährliche Vereine ſollten aufgelöſt werden. 4. Religionen, welche ſtaatsgefährlich ſind. ſind zu bekämpfen. Jeſuiten. Anm. d. Auch die Ehre und Majeſtät des Staats albſt ſoll die Obrigkeit beſchützen. Sie ſoll zuſehen, daß Beamte ſich keine Übergriffe erlauben; b. Erhaltung des Friedens im Lande. der Staat muß die Bürger ſicher ſtellen vor Angriffen von innen und außen. Jo. 97, 45. Zu dem Zweck ſoll die Obrigkeit Aufruhr dämpfen, Feinde bekämpfen. Ka. 9, 24. Wiederherſtellung des Friedens ſoll das Ziel eines Krieges ſein. Il. 1901, 51; . Beförderung der bürgerlichen Wohl,⸗ jahrt. Unm. a. Oft muß der Staat das Recht des Indivi— mums fahren laſſen, um das Recht der Geſamtheit zu nahren. Ein Bürger muß von ſeinem Lande etwas bergeben für eine Bahn. Das Leben Einzelner wird im krieg geopfert, um das Ganze zu ſchützen. Anm. b. Wie weit die Rechte des Staates hierin ge⸗ ben, ob er das Poſtweſen, Eiſenbahnen u. ſ. w. in ſeine Hand nehmen ſolle, iſt ſchwer zu beſtimmen. Manche gehnen die Aufgabe des Staates immer weiter aus. Er für Kunſt und Wiſſenſchaft, für Erziehung u. ſ. w. orgen. Anm. c. Mit Armenpflege, Ernährung der Unter⸗ anen hat der Staat nur inſofern zu tun, als durch bungernde Menſchen die Sicherheit des Lebens und Eigentums anderer gefährdet wird. Anm. d. Obwohl die Obrigkeit die Wohlfahrt des Landes nach Kräften befördern ſoll. ſo hat ſie doch nicht die Aufgabe, für gute Zeiten zu ſorgen. Dieſe Sorge gehört dem Herrn; d. Beſtrafung des Böſen und Belohnung des Guten. 1 Petr. 2, 14: zur Rache über die übel⸗ täter und zu Lobe den Frommen. Die Obrigkeit ſoll 1. die übeltäter ſtrafen. Sie hat das Schwert. Vergl. § 11. Röm. 13, 3: Die Gewaltigen ſind nicht den guten Werken. ſondern den Böſen zu fürchten, d. h., wer Böſes tut. muß die Gewaltigen fürchten. Mich. 1909, 14. 15. Anm. Leider unterläßt die Obriakeit das Straf⸗ amt oft. Ein ſtroherner Soldat. Welch ein Jam⸗ mer, wenn die Obrigkeit ihre Aufgabe nicht erkennt und Unordnung im Lande iſt! Daran iſt aber nicht bloß die Obrigkeit ſchuld. ſondern oft auch die Untertanen, die ihre Pflicht gegen die Obrig⸗ keit nicht erfüllen. Il. 1901, 68: 2. das Gute belohnen. Konk. 91, 22—24. — Dier iſt nur bürgerlich Gntes und Böſes gemeint. Jo. 97, 37. Anm. a. Die Gewalt des Staates iſt eine dreifache: 1. legislative. 1 Petr. 2. 13: Seid untertan al⸗ ler menſchlichen Ordnung. Die Obrigkeit kann alſo Geſetze machen, die Geſetze werden nicht vom Himmel herab gegeben: 2. judiciale. Die Obrigkeit ſoll richten. 2 Chron. 19, 6. 5 Moſ. 1, 17; 3. executive. Röm. 13, 4: Sie trägt das Schen nicht umſonſt. 1 Moſ. 9, 6. Anm. b. Der Staat muß auch der Verletzung der. Geſetze vorbeugen. Sicherheitswächter, Polizei, Selde. ö ten. ö Anm. c. Das Ziel des Staates iſt „salus populi 1. Tim. 2, 2: auf daß wir ein ruhiges und ſtilles Leben führen mögen. — Des Chriſten Wohl iſt eng mit den der Regierung verknüpft. Anm. d. Die Namen, die die Obrigkeit darum in der Schrift trägt, ſind folgende: Götter 2 Moſ. 22, 28. Väter und Häupter 4 Moſ. 1. 16, Schild Pſ. 47, 10, Heiland Richter 3, 9, 2 Kön. 13, 5. Nagel Jeſ. 22, 25.

  • Ma. 22, 347
  • Ma. 22, 347. 4
  • W. 95, 18
  • W. 95, 18. 19
  • Mich. 1909, 6
  • Mich. 1909, 24
  • Mich. 1909, 24. li
  • Mich. 1909, 25
  • L. W. 21, 67
  • W. 85, 36
  • Baier 3, 730
  • Baier 3, 730. 731
  • Baier 3, 730. 731. 733
  • Jo. 1900, 14 margin
  • Min. 89, 64 margin
  • Min. 89, 64. 65 margin
  • Syn. 90. 10— 17 margin
  • Theol. 3, 430 margin
  • L. W. 50, 270 margin
  • Neb. 94, 55 margin
  • Mich. 1909, 16 margin
  • Wis. 92, 54 margin
  • Mich. 1909, 24 margin
  • Theol. 4, 149 margin
  • Can. 95, 13—15 margin
  • Mich. 1909, 24—26 margin
  • Mich. 1909, 24—26. 92, 46 margin
  • Mich. 1909, 24—26. 92, 46. 47 margin
  • Mich. 1909, 28 margin
  • Syn. Frei. 95, 17 margin
  • L. W. 25, 66 margin
  • L. W. 25, 66. 55 margin
  • Il. 1901, 5 margin
  • Il. 1901, 42 margin
  • Il. 1901, 42. 46 margin
  • Il. 1901, 40 margin
  • Il. 1901, 40. 41 margin
  • Neb. 94. 55 margin
  • Ka. 89, 22 margin
  • Kueg. 2, 296 margin
  • Kueg. 4, 587 margin
  • Syn. 90, 9 margin
  • R. Pi. Pred. 1. 277 margin
  • Il. 1901, 42 margin
  • Il. 1901, 42. 43 margin
  • Ma. 19. 318 margin
  • Stock 794 margin
  • Jo. 97, 19
  • Jo. 97, 19. 20
  • Il. 1901. 67
  • Ma. 25, 344
  • Ma. 25, 344; 3
  • Min. 92, 39
  • Mit. 70, 47
  • Jo. 97. 25
  • Jo. 97. 25. 30
  • Mich. 1909, 17 margin
  • Mich. 1909, 17. 18 margin
  • Il. 1901, 47 margin
  • Jo. 97, 45 margin
  • Il. 1901, 47 margin
  • Mich. 1909, 18 margin
  • Il. 1901, 47 margin
  • Il. 1901, 47 margin
  • Mich. 1909, 18 margin
  • Il. 1901, 43 margin
  • Il. 1901, 43. 44 margin
  • Il. 1901, 43. 44. 48 margin
  • Il. 1901, 49 margin
  • Mich. 1909, 19 margin
  • Il. 1901, 50 margin
  • Syn. Frei. 95, 47 margin
  • Luth. 37, 154 margin
  • Stöckh. N. T. 395 margin
  • Mich. 1909, 19 margin
  • Il. 1901, 50 margin
  • Mich. 1909, 19 margin
  • Mich. 1909, 19 margin
  • Mich. 1909, 19. 20 margin
  • Il. 1901, 50 margin
  • Il. 1901, 50 745 margin
  • Jo. 97, 45
  • Il. 1901, 51
  • Mich. 1909, 14
  • Mich. 1909, 14. 15
  • Il. 1901, 68
  • Konk. 91
  • Konk. 91, 22—24
  • Jo. 97, 37
  • Il. 1901, 51 margin
  • Mich. 1909, 20 margin
  • Il. 1901, 51 margin
  • Luth. 37, 154 margin
  • Syn. Frei. 95, 46 margin
  • Luth. 37, 154 margin
  • Jo. 97, 44 margin
  • Jo. 97, 45 margin
  • Syn. 90, 10 margin
  • Il. 1901. 49 margin
  • Jo. 97, 45 margin
  • Il. 1901, 49 margin
  • Jo. 97, 37 margin
  • Jo. 97, 37. 38 margin
  • Jo. 97, 37. 38. 35 margin
  • Ka. 89. 23 margin
  • Ka. 89. 23. 24 margin
  • Stock 794 margin
  • Syn. Frei. 95, 44 margin
  • Il. 1901, 18 margin
  • Il. 1901. 36 margin
  • Il. 1901. 36. 37 margin
  • Ka. 89, 23 margin
  • Mich. 1909. 10 margin
  • Theol. 3. 430 margin
  • Baier 3. 732 margin
  • Syn. Frei. 95, 50 margin
  • Jo. 97, 44 margin
  • Jo. 97, 44. 45 margin
  • Jo. 97, 44 margin
  • Baier 3, 743 margin
  • W. 85, 27 margin
  • W. 85, 27. 28 margin
  • Jo. 97, 36 margin
  • Jo. 97, 36. 37 margin
  • Stock 791 margin

vol c, printed page 205–208 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0246_PA205

9. Das Mittel

9. Das Mittel. Um ihre Aufgabe zu löſen, legt die Obrigkeit ihren Untertanen allerlei Geſetze auf. Dazu gehören auch allerlei Maßregeln und Vorſchriften welche den Handel und Verkehr ordnen ſollen. Solche Geſetze a. ſind nötig als Richtſchnur für die Bürger und Norm für den Richter: b. können verändert werden. Was für die eine Zeit paßt, paßt nicht für eine andere. Was für ein Land paßt, paßt nicht für ein anderes: c. ſollen den Zwecken und Zielen des Staates ent⸗ ſvrechend ſein. Die Obrigkeit ſoll ſolche Geſete verab· faſſen, die am beſten dem Wohle des Staates dienn Meiſe Geſetze verſchaffen ſich Achtung bei dem Volk. L⸗ kura: d. ſollen auch durchgeführt werden. — Solche, die nicht mehr durchgeführt werden können, ſollen widerrufen Derden. Sonſt könnten pflichttreue Beamte mit der Obriakeit in Konflikt kommen, wenn ſo ein altes Geſet hervorgeſucht wird: e. ſind verbindlich. ouch wenn ſie gegen unſere Über zeuaung ſind. Vergl. S 18. 6 Anm. Die Obriakeit ſoll ſo viele Geſete machen, 0 nötig ſind, aber auch nicht mehr. Allzuviel Geſetze ſin „Der Staat ſoll regiert werden 5 anicht nach der Rihel. Die Obriakeit kam B. nicht befeblen, den Gottesdienſt zu beſuchen. Staate geht es nicht nach Matth. 48. — Nie wird 5 ein Land geben, das von lanter Chriſten bewohnt de Anm. a. Die Norm für den Staat ſind auch nicht die 10 Gebote, denn die beareifen Herz und Gennen 5 Ab. Wären die 10 Gebote Norm. dann würde kii Staat recht regiert. Il. 1901. 55. 56. 407. Anm. b. Das moſaiſche Geſetz war nicht das Sitten geſon. Anm. c. Die Obriakeit kann 1. frei laſſen, was Gott verboten hat. 1 dungen um der— Serzenshärtigkeit willen. Matth. 19, S: Moſes hat euch erlaubt. — Von ſolcher Er ⸗ laubnis kann freilich ein Chriſt keinen Gebrauch ma⸗ chen. Er muß ſich richten nach Gottes Wort. Min. 92, 39. Luth. 39, 90. Ma. 21, 278: 2. verbieten, was Gott frei gelaſſen hat. Ehe zwiſchen Geſchwiſterkindern. Er kann verbieten, zu einer beſtimmten Zeit Fiſche und Vögel zu fangen. Solchen Geboten müſſen wir Chriſten gehorchen. Anm. d. Auch einchriſtlicher Beamte muß rich⸗ un nach den bürgerlichen Geſetzen und nicht nach den heboten. Konk. 215. — Die Geſetze, wonach es im Lande geht, ſind die, welche der Staat ſelbſt gemacht hat und noch macht. Il. 1901, 57. Kirchengeſetze gehören nicht dzu. Il. 1901, 54. Anm. e. Man mag verſuchen, Ehegeſetze und andere eſete ſo einzurichten, daß ſie der göttlichen Stiftung, ſo diel wie möalich, entſprechen, wird es aber nicht im⸗ mer erreichen können: bnach der Vernunft. Der Staat hat zu ſeiner nichtſchnur das Licht der Natur. Vernunft und Natur⸗- geietz ſind der Boden, auf dem die bürgerlichen Geſetze aller Völker gedeihen. Mich. 1909, 22. Inm. Das Materiale der Gebote (ſoweit es das nußerliche Verhalten der Menſchen betrifft) bildet aller · dings die Grundlage aller ſtaatlichen Geſetzgebung. Dazum ſind auch die Geſetze aller Völker und Zeiten weentlich dieſelben. 1— Zur Durchführung der Geſetze braucht die Obrig · a. ein Heer von Beamten und viele Gebäude: d. arohe Summen Geldes. Wer im Dienſt der 3. ſteht, ſoll auch Lohn empfangen. Min. 98, „Anm. Die Obrigkeit kann Steuern auflenen. Die Sluem ſollen ſich richten nach den Bedürfniſſen des Staates. Il. 1901, 65. 66: . Gewalt. Sie kann Widerſpenſtige 1. ins Gefängnis ſtecken, in Reformſchulen ſchicken: 2. mit dem Tode beſtrafen. § 12. mn. a. Will Gott die weltliche Obrigkeit, ſo muß er auch die Mittel wollen. Anm. b. Die Gewalt, welche eine obriakeitliche Per⸗ hat, richtet ſich nach der Reaierunasform und den taeſetzten Grundſätzen. Ein Alleinherrſcher hat arödere Gewalt. als ein Präſident. Niemand hat mehr Ge. m als ihm gegeben worden iſt. Es kommt vor. doß brigkeitliche Perſonen ihre Machtbefugniſſe überſchrei ten. Veral. 8 18 b. Wehn e. Die Geſetze ſollen gerecht durchgefübrt un en. Gerichtshöfe ſollen nicht ein Tummelplatz der naerechtigkeit ſein. Die Obriakeit hat kein Recht. ſalbſt unrecht zu ſun. Ma. 19. 318. — Ayv. 22. 25: Iſts auch recht bei euch u. f. w.? Syn. Frei. 95. 101.

  • Il. 1901. 55
  • Il. 1901. 55. 56
  • Il. 1901. 55. 56. 407
  • Il. 1901, 64 margin
  • Il. 1901, 64. 65 margin
  • Mich. 1909, 23 margin
  • Proc. 1901, 80—84 margin
  • Mich. 1909, 20 margin
  • Mich. 1909, 21 margin
  • Theol. 4. 155 margin
  • Il. 1901, 53 margin
  • Il. 1901, 53. 54 margin
  • Il. 1901, 54 margin
  • Mich. 1909, 22 margin
  • Luth. 5, 90 margin
  • Theol. 4, 154 margin
  • Luth. 5, 90 margin
  • Theol. 4, 154 margin
  • Il. 1901, 58 margin
  • Theol. 4, 155 margin
  • Il. 1901, 58 margin
  • Mich. 1909, 2 margin
  • Mit. 70, 48 margin
  • Syn. Frei. 95, 94 margin
  • Theol. 3. 434 margin
  • Mich. 1909. 2 margin
  • Theol. 3, 434 margin
  • Il. 1901, 56 margin
  • Ka. 89. 25 margin
  • Syn. Frei. 95, 104 margin
  • Min. 92, 39
  • Luth. 39, 90
  • Ma. 21, 278
  • Konk. 215
  • Il. 1901, 57
  • Il. 1901, 54
  • Mich. 1909, 22
  • Mich. 1909, 22. I
  • Il. 1901, 65
  • Il. 1901, 65. 66
  • Ma. 19. 318
  • Syn. Frei. 95. 101
  • Mit. 70, 47 margin
  • Min. 92, 16 margin
  • Mich. 1909, 36 margin
  • Il. 1901. 63 margin
  • Min. 92, 40 margin
  • Min. 92, 40. 41 margin
  • Jo. 97, 39—41 margin
  • Mich. 1909, 22 margin
  • Il. 1901, 60 margin
  • Bro. 498 margin
  • Syn. Frei. 95, 95 margin
  • Syn. Frei. 95, 95. 99 margin
  • Syn. Frei. 95, 95. 99. 100 margin
  • Theol. 3, 435 margin
  • Il. 1901, 58 margin
  • Il. 1901, 58. 59 margin
  • Il. 1901, 64 margin
  • Il. 1901, 64. 65 margin
  • Mich. 1909, 23 margin
  • Theol. 3, 433 margin
  • Jo. 97, 17 margin
  • Min. 89, 84 margin
  • Il. 1901, 5 margin
  • Il. 1901, 38 margin
  • Il. 1901, 61 margin
  • Mich. 1909,
  • Min. 98, „Anm. Die Obrig

vol c, printed page 208–209 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0248_PA208

12. Todesſtrafe

12. Todesſtrafe. Verbrecher mit dem Tode zu be· ſtrafen hat die Obrigkeit a. das Recht. 1 Moſ. 9, 6: des Blut ſoll auch durch Menſchen vergoſſen werden. Matth. 26, 52: der ſoll durchs Schwert umkommen. Röm. 13, 4: ſie trägt das Schwert nicht umſonſt. 1 Petr. 2, 14: zur Rache über die übeltäter. Anm. a. Das Töten der Obrigkeit gehört nicht in das 5. Gebot. Konk. 419, 181. „Anm. b. Wenn die Obrigkeit ihr Amt als Gottes Stellvertreter ausrichtet, iſt es eigentlich Gott, der durch ſie tötet. Antitheſe. Sozinianer, Mennoniten. Schäter. Das Unkraut abzuſchneiden, muß man den Engeln überlaſſen. Die Obrigkeit darf kein Blut vergießen; b. die Pflicht. Es iſt nicht Pflicht eines Gomdetr neurs, zu begnadigen, Liebe zu üben, dem Verbrecher Erbarmen zu erweiſen, ſondern die Bürger vor Verbrechern zu ſchützen. Anm. a. Begnadigun 9sgeſuche ſollte man nicht leichtfertig unterſchreiben. Die Erfahrung lehrt. daß dieſe Strafe das beſte Mittel iſt, Menſchen vom Blutvergießen abzuhalten. Seit Abſchaffung der Todesſtrafe in manchen Staaten nimmit die Zahl der Mör⸗ der zu. Jo. 97, 91. 90. Anm. b. In Bezug auf eine Handlung des Gouver. neurs muß man in ſolchen Fällen vorſichtig im Urteil ſein, da einem doch nicht die Dokumente zur Verfügung ſtehen, wie ihm. 2 Anm. c. In unſerer Zeit ſucht der Hu manitäts⸗ ſchwindel die Todesſtrafe abzuſchaffen. Und die le⸗ benslängliche Strafe wird auch noch verkürzt. Gründe, die man dafür angibt, ſind: 1. Wird ein Unſchuldiger hingerichtet, ſo läßt ſic das Unrecht nie wieder autmachen. (Auf den Grund hin müßte man eigentlich alle Strafe abſchaffen. In zweifelhaften Fällen ſollte das Urteil allerdings nicht vollſtreckt werden. 2. Die Grenze, ob ein Verbrechen mit Abſicht oder aus Verſehen geſchehen iſt, läßt ſich oft ſchwer beſtimmen. 3. Die öffentliche Meinung ſei dagegen. ‚ 13. Krieg. Um ihre Aufgabe zu erfüllen, kann die Obrigkeit auch gerechte Kriege führen. Sie hat die Gewalt des Schwortes auch den Feinden gegenüber. Es gibt drei Klaſſen von Kriegen: Gleich gegen Gleich, Obere gegen Untere, Untere gegen Obere. Mich. 1909, 38. Anm. a. Ein Krieg kann ſein 1. gerecht. Dann ſoll man der Obrigkeit gehor⸗ chen: 2. ungerecht, dann ſoll man nicht mitmachen. Man muß Gott mehr gehorchen denn den Menſchen. Anmn. b. Manchmal läßt es ſich ſchwer entſcheiden, ob ein Krieg gerecht oder ungerecht ſei. Dann laſſe man den Zweifel der Obrigkeit zugute kommen und gehorche. Antitheſe. Sozinianer, Mennoniten, Schwenkjeldianer, Tunker, Schäker, Weigelianer. Alles Krieg · ühren ſei von Gott verboten. Chriſten dürfen ſich nicht daran beteiligen.

  • Konk. 419
  • Konk. 419, 181
  • Jo. 97, 91
  • Jo. 97, 91. 90
  • Mich. 1909, 38
  • Jo. 97, 89 margin
  • Jo. 97, 89. 90 margin
  • Jo. 97, 89. 90. 39 margin
  • Jo. 97, 89. 90. 39. 23 margin
  • Mich. 1909, 15 margin
  • Min. 89, 85 margin
  • Ka. 89, 24 margin
  • Luth. 5, 90 margin
  • Il. 1901, 45 margin
  • Theol. 3, 431 margin
  • L. W. 50, 268 margin
  • Ma. 19, 318 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 127 margin
  • Kueg. 2, 299 margin
  • Syn. Frei. 95, 45 margin
  • Syn. Frei. 95, 45. 45 margin
  • Min. 91, 60 margin
  • Min. 91, 60. 61 margin
  • Schulbl. 26, 113 margin
  • Günth. 348 margin
  • Theol. 3, 436 margin
  • Il. 1901, 61 margin
  • Il. 1901, 61. 62 margin
  • Min. 91, 63 margin
  • Jo. 97, 90 margin
  • Luth. 37, 179 margin
  • Luth. 37, 179. 180 margin
  • Mich. 1909, 34 margin
  • Luth. 37, 106 margin
  • Luth. 37, 106. 179 margin
  • Luth. 37, 106. 179. 180 margin
  • Jo. 97, 90 margin
  • Syn. Frei. 95, 58 margin
  • Min. 91, 64 margin
  • Ka. 89, 24 margin
  • Theol. 3. 132 margin
  • Baier 3. 739 margin
  • Günth. 318 margin
  • Min. 91, 65 margin
  • Cal. 98, 6 margin
  • Mich. 1909, 37 margin
  • Mich. 1909, 39 margin
  • W. 85, 23 margin
  • W. 85, 23. 24 margin
  • Luth. 17, 156 margin
  • Min. 91, 66 margin
  • Mich. 1909, 39 margin
  • Luth. 17, 156 margin
  • Min. 91, 65 margin
  • Baier 3, 740 margin
  • Günth. 348 margin
  • Günth. 348. 349 margin
  • Min 91, &2. 63.
  • Syn. Frei. 95, .

vol c, printed page 210–211 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0250_PA210

14. —

14. Eigenſchaften einer guten Obrigkeit. Solche Ei⸗· genſchaften ſind a. Frömmigkeit und Gottesfurcht. 2 Noſ. 18, 21. 22: redliche Leute, die Gott fürchten. 4. Ditte: fromme und getreue Oberherren. Zum rechten Gedeihen eines Landes iſt es ſehr wichtig, daß gottesfürchtige Männer an der Spitze ſtehen. Sie brauchen nicht ſo weiſe wie Salomo zu ſein, wenn ſie nur fromm ſind und einen tugendhaften Wandel führen. Stock 792; b. Weisheit und Verſtan d. 5 Moſ. 1, 13; c. Gelindigkeit. Obrigkeit ſoll nicht allzu treng, ſondern gütig und gelinde ſein. Sie ſoll das Vohl und Wehe des Volkes auf dem Herzen tragen. Luth. 5, 90. Sie ſoll nicht mit Willkür und despotiſcher Hewalt herrſchen. Beiſpiel eines Tyrannen 1 Kön. 12, 11: Mein Vater hat euch mit Peitſchen gezüchtigt, ich will euch mit Skorpionen züchtigen. Stöckh. A. T. 289. Venn die Saite zu ſtraff geſpannt wird, reißt ſie. Anm. Obrigkeit ſoll 1. nicht nehmen, was ihr nicht zukommt; 2. ihre Machtbefugniſſe nicht überſchreiten; 3. im Auflegen von Abgaben und Steuern Maß halten: „d. Gerechtigkeit. 5 Moſ. 16, 19: Du ſollſt das Recht nicht beugen und ſollſt auch keine Perſon anſehen, noch Geſchenke nehmen. 2 Moſ. 23, 8. Wer in einem obrigkeitlichen Amte ſteht, ſoll ſich nicht vom Geld blen · den laſſen. Mich. 1909, 24. Anm. a. Gut Regiment gehört zum täglichen Brot. Anm. b. Das Amt der Obriakeit iſt ſchwer.

  • Stock 792
  • Luth. 5, 90
  • Stöckh. A. T. 289
  • Mich. 1909, 24
  • Jo. 82, 80 margin
  • Wis. 92, 36—38 margin
  • Luth. 5, 90 margin
  • Min. 89. 64 margin
  • Stock 793 margin
  • Ma. 21, 331 margin
  • Luth. 5, 90 margin
  • Stock 793 margin
  • Süd. 1903, 15 margin
  • Süd. 1903, 15. 16 margin
  • Mich. 1909, 10 margin

vol c, printed page 211 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0061_PA211

15. —

15. Der Chriſt und die weltliche Obrigkeit. a. Darf ein Chriſt ein obrigkeitliches Amt übernehmen? Ja. Konk. 215, 53. 559. 217. 42. Es würde beſſer ſtehen, wenn mehr Chriſten in Amtern wären. Jo. 97, 109. — Joſeph. Anm. Hat ein Chriſt die nötige Fähigkeit und ſeine mbirger wählen ihn, ſo ſoll er ſich nicht weigern. Das Imt ſoll 37 Mann ſuchen, nicht der Mann das Amt. Wis. 92,; Antitheſe. Wiedertäufer Quäker, Mennoniten, machen es A einem Chriſten zur Sünde, ein obriakeitliches aunt zu bekleiden. — Reformierte Presbuterianer: Ein Ch riſt darf nur dann ein weltliches Amt übernehmen, anm in der Konſtitution Gott als die Quelle aller N Nacht anerkannt wird. Günth. 347. b. Wie ſoller ſein Amt verwalten? R ein Chriſt eine obrigkeitliche Perſon, ſo ſoll er ſein Amt treu verwalten, der Welt zeigen, daß Chriſten auch in weltlichen Amtern ihr Chriſtentum nicht verleugnen. Vor allen Dingen ſoll er alle Korruption im Staat zu dämpfen ſuchen. Welche Schmach, wenn ſelbſt Chriſten der Korruption Vorſchub leiſten! Anm. Würden alle Chriſten in politiſchen Amten ihr Chriſtentum in perſönlichen Tugenden beweiſen, daz politiſche Leben würde ein ganz anderes Geſicht bekommen.

  • Konk. 215
  • Konk. 215, 53
  • Konk. 215, 53. 559
  • Konk. 215, 53. 559. 217
  • Konk. 215, 53. 559. 217. 42
  • Jo. 97, 109
  • Günth. 347
  • Günth. 346 margin
  • W. 95, 22 margin
  • Ma. 12, 347 margin
  • Syn. Frei. 95, 25 margin
  • Ka. 91, 38 margin
  • Ma. 32, 336 margin
  • Ma. 32, 336. 15, 322 margin
  • Günth. 346 margin
  • Günth. 346. 347 margin
  • Jo. 97, 107 margin
  • Ka. 91, 38 margin
  • Ka. 91, 38. 39 margin
  • W. 95, 22 margin
  • Jo. 97, 119 margin
  • L. W. 42, 261 margin
  • Wis. 92,; Antitheſe. Wie

vol c, printed page 211–212 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0061_PA211

16. Pflichten der Untertanen gegen die Obrigkeit

16. Pflichten der Untertanen gegen die Obrigkeit. Die Pflichten der Untertanen ſind: Gehorſam § 17—0. Ehre § 21, Entrichtung der Steuern § 22, Gebet 8 23 Dienſt § 24. Wir ſollen unſere Pflichten gegen den Staat treulich erfüllen. Küg. 4, 641. Anm. a. Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt Ma. 15, 323. 344. 345. Walth. Ev. 341. Wis. 92, 31. Anm. b. Dazu gehört 1. Treue in guten und böſen Tagen: 2. Geduld, die Schwachheiten und Fehler trägt: 3. Patriotismus, Vaterlandsliebe ſteht ei. nem Chriſten wohl an. Ein Chriſt iſt ein rechter Patriot. Mich. 98, 48. Anm. c. Patriotismus wird nicht geerbt, ſondern muß anerzogen werden. Anm. d. Nie aber wird ein Chriſt ſein Land, ſeine Verfaſſung, ſeine Fahne abgöttiſch verehren. Was man heutzutage unter Patriotismus verſteht, iſt oft nichts anderes als Hochmut, Nationalſtolz. Es gibt auch übertriebenen Patriotismus. Schulbl. 36, 96.

  • Kueg. 4, 641
  • Ma. 15, 323
  • Ma. 15, 323. 344
  • Ma. 15, 323. 344. 345
  • Walth. Ev. 341
  • Wis. 92, 31
  • Mich. 98, 48
  • Schulbl. 36, 96
  • Ma. 19, 318 margin
  • Ma. 19, 318. 12, 348 margin
  • Ma. 19, 318. 12, 348. 29, 343 margin
  • Baier 3, 741 margin
  • Baier 3, 741. 7 margin
  • Mich. 1909, 27 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 62 margin
  • Schmidt 1, 62. 63 margin
  • L. W. 25, 67 margin
  • Ma. 21, 329 margin
  • Ma. 21, 329. 330 margin
  • Ma. 21, 329. 330. 32, 338 margin
  • Stock 983 margin
  • Jo. 82, 80 margin
  • Ma. 32, 341 margin
  • Stock 982 margin
  • Schulbl. 29, 298 margin
  • Schulbl. 29, 298 margin
  • Cal. 98, 6 margin
  • Stöckh. A. T. 213 margin

vol c, printed page 212 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0251_PA212

17. Gehorſam

17. Gehorſam. Untertanen ſollen der Obrigkeit Ge. horſam leiſten. Konk. 43, Art. 16. 215, 57. — Dal zeigen folgende Sprüche: Röm. 13, 1: Jedermann ſei untertan der Obrigkeit. die Gewalt über ihn hat. Theol. 3, 41. 42. 1 Petr. 2, 13: Seid untertan aller menſchlichen Ordnung um des Herrn willen. Mich. 1909, 36. Tit. 3. 1: Erinnere ſie, daß ſie den Fürſten und der Obrigkeit untertan und gehorſam ſeien. Anm. a. Wir ſollen gehorchen, einerlei 1. ob die Obrigkeit mit Recht oder Unrecht ins 8 18. Amt gekommen iſt: 2. ob ſie ſchon lange im Amt iſt oder nicht: 3. ob ſie chriſtlich oder heidniſch iſt. Der Ge⸗ I hängt nicht ab von dem Charakter der Ob⸗ rigkeit 4. ob ſie gerecht oder ungerecht iſt. Die Verant ⸗ wortung haben nicht wir, ſondern die Obrigkeit; 5. ob uns ihre Gebote vernünftig erſcheinen oder nicht. Auch unvernünftige Geſetze, wie manche Temperänzgeſetze, ſollen wir halten. Wenn jeder Bürger erſt prüfen wollte, ob die Geſetze vernünf⸗ tig oder unvernünftig ſind, und dann demgemäß handeln, hätten wir die reinſte Anarchie. Mich. 1—05. 33 6. ob man die Obrigkeit ſelbſt mit hat wählen helſen oder nicht. Anm. b. Geſetze ſind Gebote, nicht bloß ein gu⸗ ter Rat. Wir ſollen ſie befolgen, auch wenn ſie uns hart und drückend erſcheinen. Anm. c. Gehorſam gegen die Obrigkeit fällt unter das 4. Gebot: Eltern und Herren. Obrigkeit iſt uns übergeordnet. Jo. 97, 25. Anm. d. Gehorchen kommt her von horchen, ſcharf auf eine Stimme hören. Anm. e. Schon das Gewiſſen lehrt die Heiden Ge⸗ horſam gegen die Obrigkeit. Anm. f. Mögen andere die Geſetze mißachten, ſo ſollen doch wir folgen. Jeder. Es iſt papiſtiſch, ſich auszunehmen. Wis. 92, 32. Anm. g. Wir ſollen gehorchen in allen Dingen, die nicht gegen unſer Gewiſſen ſind. Gehorchen ſollen wir 3. B. wenn Sonntags keine Schankfreiheit geſtattet wird V. 95, 16, wenn ein Paſtor als Soldat eingezogen wird Luth. 21, 53. 54, wenn ein gerechter Krieg geführt wird Cal. 98, 6. Anm. h. Auch dem Papſte mußte man gehorchen, ſo⸗ nnge er weltliche Macht hatte, aber nicht als Papſt, ſon⸗ dern als Fürſt. Anm. i. Auch Chriſten, obwohl ihnen kein Geſetz ge⸗ geben iſt und ſie hier nur. Gäſte und Fremdlinge ſind, miſſen ſich in die Ordnung ſchicken freiwillig, Gott zu efallen und dem Nächſten zum Dienſt. Es iſt dies ein Notſtand (Röm. 13, 5: aus Not), denn der Chriſt arf für ſeine Perſon der Obrigkeit nicht. Can. 1900, Anm. k. Ungehorſam gegen ein weltliches Gebot iſt Zünde, und Duar darum, weil Gott den Gehorſam ge· boton hat. Die aber widerſtreben, werden über ſich ein Urteil empfahen. Röm. 13, 2. Antitheſe. a. Anarchiſten, Sozialiſten. Niemand habe dem andern zu bejehlen. b. Papiſten und Jeſuiten. Die geiſtliche Obrigkeit ſiehe höher als die weltliche.

  • Konk. 43
  • Theol. 3, 41
  • Theol. 3, 41. 42
  • Theol. 3, 41. 42. 1
  • Mich. 1909, 36
  • Ma. 32, 341 margin
  • Ma. 32, 341. 24 margin
  • Ma. 32, 341. 24. 166 margin
  • Ma. 32, 341. 24. 166. 11, 152 margin
  • Min. 89, 102 margin
  • Ka. 89, 18 margin
  • W. 85, 1 margin
  • Kueg. 4, 642 margin
  • Si. 59 margin
  • Si. 59. 660 margin
  • Walth. Ev. 311 margin
  • Stock 250 margin
  • Stock 250. 983 margin
  • Syn. Frei. 95, 114— 117 margin
  • Syn. Frei. 95, 114— 117. II margin
  • Can. 1900, 12 margin
  • Jo. 97, 37 margin
  • Ka. 91, 37 margin
  • Mich. 1909, 32 margin
  • Mich. 1909, 32. 5 margin
  • Ma. 6, 342 margin
  • Jo. 97, 25
  • Wis. 92, 32
  • Luth. 21, 53
  • Cal. 98, 6
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 63 margin
  • Ma. 11, 152 margin
  • Ma. 11, 152. 153 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 144 margin
  • Jo. 1900, 14 margin
  • Il. 1901, 73 margin
  • Il. 1901, 73. 4 margin
  • Mich. 1909, 32 margin
  • Syn. 90, 7 margin
  • Ka. 91, 37 margin
  • Kueg. 2, 302 margin
  • Ma. 2, 12 margin
  • Mit. 76, 26 margin
  • Mit. 76, 26. 27 margin
  • Mit. 76, 26. 27. 75, 39 margin
  • Mit. 76, 26. 27. 75, 39 10 margin
  • Mich. 1909, 36 margin
  • Kueg. 2, 300 margin
  • Kueg. 2, 301 margin
  • Can. 92, 18 margin
  • Ma. 30, 141 margin
  • Walth. Ev. 311 margin
  • Theol. 36 margin
  • Mit. 76, 26 margin
  • Wis. Syn. 87, 48 margin
  • Brun. 99 margin
  • Schulbl. 16. 37 margin
  • Schulbl. 16. 37. 35 margin
  • Si. 661 margin
  • Can. 1900, Anm. k. Ungeh
  • Il. 1901,

vol c, printed page 212–213 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0251_PA212

18. —

18. Beſonders zu beachten ſind folgende Fälle: 0. unliebſame Geſetze. Solche Geſetze ſind dennoch verbindlich, und wir ſollen ſie nicht zu umgehen ſuchen. Zollbeamte hintergehen, Aſſeſſor betrügen, die Hintertür im Saloon offen laſſen N. W. 75, 59. 6l. „Slips“ verkaufen anſtatt Bier. Mich. 91, 21. b. Obrigkeit, die über ihre Machtbe fugniſſehinausgeht. In ſolchem Falle brauckt man nicht zu gehorchen. Beiſpiel: Wenn der BVürger⸗ meiſter die Miliz zuſammenrufen wollte, ſo maßt er ſic ein Recht an, welches nur der Gouverneur hat, und nie⸗ mand brauchte zu gehorchen. Würde man dennoch dazu gezwungen und man ergreift dagegen die geſetzlichen Mit. tel, ſo iſt man kein Rebell. c. Ungerechte und tyranniſche Obrig⸗ eit. 1. Kann man gegen ſolche auf geſetzlichen Wege Abhilfe ſchaffen, ſo tue man dies. Hierher gehören Proteſte, Beſchwerdeſchriften, Appeals, Ap. 23, 3. 16, 37. Test case, injunction. Schließlich kann man in unſerm Lande durch Aus⸗ übung des Stimmrechts am Stimmkaſten ſich einer unredlichen Obrigkeit zu entledigen ſuchen. Na. 32, 339. Il. 1901, 82. Küg. 2, 301. Anm. a. Auch gegen private Ungerechtigkeit ob ö rigkeitlicher Perſonen darf man das Geſetz in An⸗ ſpruch nehmen. Daß Ahab den Weinberg an ſich brachte, tat er nicht als König, ſondern als böſer Nachbar. Anm. b. Silft alles nichts, ſo muß man das Unrecht leiden und auf Gottes Hilfe hoffen. Un⸗ recht leiden iſt keine Sünde. Il. 1901, 85. S6. 2. Tyranniſcher Obrigkeit ſollen wir keine Ge⸗ walt entgegenſetzen. 1 Sam. 24, 7: Das laſſe der Herr ferne von mir ſein, daß ich das tun ſollte und meine Hand legen an meinen Herrn. David wollte ſeine Hand nicht an den ungerechten Saul legen. Hat eine Obrigkeit Gewalt über uns, ſo iſt ſie unſere Obrigkeit. Walth. Epi. 236. 237. Als Paulus zum Gehorſam ermahnte, ſaß Nero auf dem Tron. Wir ſollen unſere Pflicht gegen ſie er füllen. Ma. 32, 338. 339. Anm. a. Wohin würde es führen, wenn ſich die Untertanen widerſetzen könnten gegen eine Obrigkeit, die ſie für ungerecht halten? Zu ewigem Kampf und Vlut⸗ vergießen. Anm. b. Wir ſollen uns vielmehr demütigen unter die gewaltige Hand Gottes und für die Obrigkeit beten. Anm. c. Gottloſe Obrigkeit iſt eine Strafe, eine Zuchtrute Gottes. 1 Sam. 8, 9—20. Anm. e. Schlechte Obrigkeit iſt immer noch beſſer als eine. Anm. j. Nur in dem Falle kann man der Obrigkiit mit Recht Gewalt entgegenſetzen, wenn die Obriakeit nur einen Teil der Gewalt und das Volk den andern Teil hat, und die Obrigkeit maßt ſich die Gewalt an. die dem Volk gehört. Anm. g. Eine Erlaubnis gibt die Schrift: Wenn ſie euch in einer Stadt verfolgen, ſo fliehet in eine andere. Matth. 10, 23. Paulus floh aus Damaskus. d. Obrigkeit, die mit Unrecht ins Amt gekommen iſt, entweder mit Liſt und Betrug, oder durch Eroberung. — Eine Zeit lang kann man einem Eroberer wie Napoleon Gewalt entgegenſtellen, hat er ſich aber in der Regierung feſtgeſetzt, ſo beſteht ſein Re⸗ giment nach göttlicher Ordnung. Anm. a. Das iſt unſere Obrigkeit, „die Gewalt über uns hat.“ Brun 103. Wir brauchen den Beſitztitel der Obrigkeit nicht zu prüfen. Mich. 1909, 12. Wir ha⸗ ben nicht zu fragen, wie ſie unſere Obrigkeit geworden t, ſondern ob ſie Gewalt über uns hat. Ma. 32, 339. 210. Anm. b. Der römiſche Kaiſer war durch Eroberung ins Amt gekommen und doch ſpricht Chriſtus: die Gewaͤlt ſei ihm von oben herab gegeben. Joh. 19, 11. Die Römer hatten faſt alle Provinzen unrechtmäßig an ſich gezogen, und doch ermahnt Paulus zum Gehorſam gegen ſie. Anm. c. Die Hannoveraner müſſen jetzt den Preu-ßen gehorchen. Anm. d. Kann ſich jemand in eine Stellung hineindrängen, in welcher Gott ihn nicht haben will? — Ja, oo ſicher, als alle Sünde gegen Gottes Willen geſchieht. Anm. e. Wenn keine Verjährung eintreten ſollte, nolche Herrſchaft würde dann von Giltigkeit ſein? Manche Obrigkeit hat keinen geſetzlichen Anſpruch, wenn man auf ihren Urſprung zurückgeht. Selbſt bei dem Abfall der Kolonien iſt es ſehr fraglich zugegangen. Mich. 9g, 12. 13. Jo. 97, 121. Luth. 5. 108. Anm. f. Die Frage aber kann zu Zeiten auftauchen: Velches iſt unſere gegenwärtige Obrigkeit? Zur Zeit des Bürgerkrieges kamen wohl Befehle vom Präſidenten und vom Gouverneur zugleich, die wider einander waren. e. Obrigkeit, die zu lar iſt und manche Gejede nicht durchführt. In ſolchem Falle ſollen die Unertanen das Geſetz nicht ſelbſt in die Hand nehmen. Zuri.. jailbreaking, mob-proceeding iſt gegen die Schriſt. Anm. f. Bürger dürfen ihre bürgerlichen Rechte, was dos öffentliche Leben betrifft, nicht mehr ſelbſt ausüben. o wenig ein geiſtlicher Prieſter die Verrichtung des öfeentlichen Predigtamtes hat. Die öffentliche Handhabung und Verteidigung ihrer bürgerlichen Rechte iſt nicht mehr n ihrer Hand, ſondern übertragen auf die obrigkeitlichn Perſonen. L. W. 21. 264. Anm. b. Nur wo der Schutz der Obrigkeit nicht erreichbar iſt, iſt Selbſerteidigung. Notwehr erlaubt. 9. Revolution. Revolution, Rebellion. Aufruhr iſt Zünde. Stecke dein Schwert in die Scheide. Syr. dt, 21: Menge dich nicht unter die Aufrühreriſchen. Ein Chriſt kann ſich nicht daran beteiligen. Anm. a. Beiſpiele von Aufrührern: Abſalom Stötlh A. T. 258. 261. 262. Adonia Stöckh. A. T. 274. Abi. melech Richt. 9, 1—21. Stöckh. A. T. 186. Thomas Münzer. Mich. 1909, 6. — Revolution 1848. Lutb. 4, 205. 206. 5, 76. 108. 30. 31. Anm. b. Das Verhalten der proteſtantiſchen Fürſten zur Zeit der Reformation war keine Revolution. Hüt— ten ſie aber Luthers Rat befolgt, ſo wäre es nicht zur unglücklichen Schlacht bei Mühlberg gekommen. Anm. c. Keine Kirche iſt ſo gegen Revolution, wie die lutheriſche. Wenn Untertanen ſich wider die recht— mäßige Obrigkeit empören, ſpricht Luther einem Kriege alles Recht rundweg ab. Min. 91, 66. Da die Regierungsform verſchieden ſein Anm. d. kann, iſt ein Gaſt auf Erden mit irgend einer Form zu— frieden, wenn er nur ein ruhiges und ſtilles Leben führen kann. Anm. e. Der Zweck des Aufruhrs iſt gewöhnlich, die Obrigkeit zu ſtürzen und das Regiment zu ändern. Es iſt eine Zuchtrute Gottes, mit welcher Gott ſchon viele hoffürtige Tyrannen geſchlagen hat. Stöckh. A. T. 39. Oft aber werden die Anfrührer auch von ihrem eigenen Anhang umgebracht. Stöckh. A. T. 266. Anm. f. Der Geiſt der Freiheit und der Empötunn hat viele Völker ergriffſen. Es geht in Erfülluna: é6s 7 ſich empören ein Volk übor das andere. Matt 2/. 7. Anm. a. Auch unſer alter Adam iſt ein Rebell. Amm. h. Wie wichtig für ein Land: fromme Unter— tonen. Gerade 'in der deit der Not. wo Rebellen den Gehorſam verweigern, ſteben Chriſten wider den Röß in der Mauer und unmterſtüten ihre Obrigkeit. Anm. i. Gott fläßt den Menſchen immer wieder Rr— ſpekt ein vor den Regenten. Man denke an Napoleon den ruſſiſchen Kaiſer u. ſ. w.

  • Ka. 91, 38 margin
  • Theol. 4 margin
  • N. W. 75, 59
  • N. W. 75, 59. 6l
  • Mich. 91, 21
  • Il. 1901, 82
  • Kueg. 2, 301
  • Il. 1901, 85
  • Walth. Epi. 236
  • Walth. Epi. 236. 237
  • Ma. 32, 338
  • Ma. 32, 338. 339
  • Il. 1901, 89 margin
  • Theol. 3, 436 margin
  • Theol. 3, 436. 437 margin
  • Theol. 3, 436. 437. 2, 301 margin
  • Il. 1901, 74 margin
  • Il. 1901, 76 margin
  • Ma. 32, 339 margin
  • Luth. 5, 91 margin
  • L. W. 50, 560 margin
  • L. W. 50, 560. 561 margin
  • W. 85, 18 margin
  • W. 85, 18. 16 margin
  • Ka. 89, 19 margin
  • Ka. 89, 19. 26 margin
  • Jo. 1900, 14 margin
  • Jo. 1900, 14. 15 margin
  • Luth. 5, 91 margin
  • Luth. 5, 91. 21, 126 margin
  • L. W. 50, 560 margin
  • L. W. 50, 560. 561 margin
  • Walth. Epi. 237 margin
  • Luth. 5, 91 margin
  • Luth. 10, 198 margin
  • Si. 660 margin
  • Mich. 1909, 27 margin
  • Jo. 97, 121 margin
  • W. 85, 20 margin
  • Brun 103
  • Mich. 1909, 12
  • Ma. 32, 339
  • Ma. 32, 339. 210
  • Jo. 97, 121
  • Luth. 5. 108
  • L. W. 21. 264
  • Wis. 92, 33 margin
  • W. 85, 17 margin
  • Il. 1901, 87 margin
  • Il. 1901, 87. 88 margin
  • Mich. 1905, 35 margin
  • W. 85, 18—20 margin
  • Jo. 97, 27 margin
  • Wis. 91, 25 margin
  • Il. 1901, 89 margin
  • Ka. 89, 19 margin
  • Il. 1901, 34 margin
  • Wis. 91, 24 margin
  • Wis. 91, 24. 25 margin
  • Ma. 32, 336 margin
  • Mich. 1909, 34 margin
  • Mich. 95, 42 margin
  • W. 85, 18 margin
  • W. 85, 18. 19 margin
  • Neb. 91. 53 margin
  • Neb. 91. 53. 51 margin
  • Mich. 1909, 34 margin
  • Kueg. 4, 642 margin
  • Kueg. 2, 301 margin
  • Dall. 107 margin
  • Dall. 107. 108 margin
  • Mich. 1909, 30 margin
  • Theol. 3, 437 margin
  • Il. 1901, 69 margin
  • Il. 1901, 62 margin
  • Theol. 3, 137 margin
  • Theol. 3, 137. 5 margin
  • Mich. 1909. 35 margin
  • Luth. 5. 6 margin
  • Luth. 5. 6. 12 margin
  • Luth. 5. 6. 12. 91 margin
  • Luth. 5. 6. 12. 91. 133 margin
  • Luth. 5. 6. 12. 91. 133. 134 margin
  • Stöckh. A. T. 274
  • Stöckh. A. T. 186
  • Mich. 1909, 6
  • Min. 91, 66
  • Stöckh. A. T. 39
  • Stöckh. A. T. 39. O
  • Stöckh. A. T. 266
  • Il. 1901, 74 margin
  • Il. 1901, 74. 75 margin
  • Wis. 92, 33 margin
  • W. 85, 17 margin
  • Kueg. 2, 301 margin
  • Kueg. 2, 302 margin
  • Syn. Frei. 95, 92 margin
  • Syn. Frei. 95, 92. 122 margin
  • Syn. Frei. 95, 92. 122. 1 margin
  • Luth. 5, 108 margin
  • Jo. 97, 120 margin
  • W. 85, 15—20 margin
  • Luth. 5, 6 margin
  • Il. 1901, 75 margin
  • Il. 1901, 75. 233 margin
  • Il. 1901, 75. 233. 232 margin
  • Il. 1901, 27 margin
  • Syn. Frei. 95, 19 margin
  • Syn. Frei. 95, 19. 20 margin
  • Il. 1901, 81 margin
  • Jo. 82, 81 margin
  • Mich. 1909,

vol c, printed page 213–216 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0252_PA213

20. —

20. Warum ſollen wir der Obrigkeit gehorchen? Vir ſollen gehorchen nicht bloß aus Furcht vor Strafe, ſon dern weil es der Herr will. 1 Petr. 2. ‚3: um des Herrn willen. Röm. 13. 5: um des Gewiſſons willen Wäre die Obrigkeit bloß eine menſchliche Einrichtung ſo fönnte es nicht ſo heißen. Il. 1901, Sg. — Aum. a. Pflichtverſäumnis gogen die Obriakeit in Sünde gegen Gott. Darum ſoll man den Geſetzen auch dann nachkommen, wenn kein Menſch die übertretund ſicht. Gott ſieht es. Anm. b. Nur ſo ſind die Untertanen imſtande, ont eine gottloſe, grauſame Obrigkeit zu ehren, daß ſie aui das Amt und göttliche Ordnung ſehen. Anm. c. Die Staatsſchnle lehrt auch Gehorſam ce oen die Obriagkeit, aber nicht mit der Vegründung, wril Gott fordert, ſondern weil es dir beſſer und vorteil iter iſt, aus Furcht vor der Srafe.

  • Ma. 6 margin
  • Jo. 82, 343 margin
  • Jo. 82, 343. 32 margin
  • Jo. 82, 343. 32, 3 margin
  • Mich. 1909, 29 margin
  • Neb. 94, 55 margin
  • Wis. Syn. 1901. 50 margin
  • Wis. Syn. 1901. 50. II margin
  • Wis. Syn. 1901. 50. II. 1 margin
  • Il. 1901, Sg. — Aum. a.
  • Il. 1901. S3.

vol c, printed page 216–217 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0254_PA216

21. —

21. Man muß Gott mehr gehorchen, denn den Men⸗ ſchen. Ap. 5, 29. Konk. 43, Art. 16. Der Gehorſam zegen die Obrigkeit hört auf, ſobald üÜbertretung eines gontlichen Gebotes oder Verleugnung eines Glaubens⸗ atikels gefordert wird. Gott ſeine Ehre zu geben, ſoll uns mehr am Herzen liegen, als der Obrigkeit eine Ehre z geben, die ihr nicht zukommt. Anm. a. Beſpiele: Die ägyptiſchen Wehmütter töte⸗ ien die Kinder nicht. 2 Moſ. 1, 17. (Stöckh. A. T. „7.) Moſes wurde verborgen gehalten. Dem Gebote Sauls, die Prieſter zu töten, gehorchten die Knechte nicht. Sam. 22, 17. (W. 85, 21—23.) Daniel und die drei Männer im Feuerofen. Jo. 1900, 16. Eher ging eine Mutter und 7 Kinder in den Tod, als daß ſie wider ir Geſetz Schweinefleiſch aßen. 2 Makk. 7. Die Apoſel hörten nicht auf, Evangelium zu predigen, trotzdem es ihnen von der Obrigkeit verboten war. Ap. 4, 18. 19. 5, 29. Als katholiſche Fürſten geboten, die Bibel auszuliefern, ſprach Luther: Nicht ein Blatt ſollt ihr den Tyrannen ausliefern. Jo. 1900, 16. Anm. b. Würde man uns den Wein im Abendmahl verbieten, ſo würden auch wir nicht gehorchen. Anm. c. Weltliche Obrigkeit hat nicht das Regiment in der Kirche zu führen oder über Glauben und Gewiſſen zu herrſchen. Sie kann keine Sünde gebieten. Anm. d. Der Obrigkeit untertan ſein, einerlei, was ſie gebietet, iſt eine Verlängerung des Maßſtabes des Geſetzes. Selbſt beim Militär gibt es keinen unbedingten Gehorſam. Il. 1904, 78. Anm. e. In ſolchen Fällen ſollen wir lieber Unrecht leden und uns als Rebellen hinſtellen laſſen. Chriſten werden oft als Aufrührer und ihre Religion als ſtaatsgefährlich angeſehen. Can. 92, 46. Anm. f. Wir haben Religionsfreiheit, aber laßt uns nicht ſicher ſein.

  • Konk. 43
  • W. 85, 21—23
  • Jo. 1900, 16
  • Jo. 1900, 16
  • Il. 1904, 78
  • Can. 92, 46
  • Mich. 1909, 35 margin
  • Mich. 1909, 35. 36 margin
  • Syn. Frei. 85, 20 margin
  • Syn. Frei. 85, 20. 21 margin
  • Syn. Frei. 85, 20. 21. 95, 118—122 margin
  • Wis. 92, 33 margin
  • Ka. 89, 19 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 144 margin
  • Mit. 75, 38 margin
  • Walth. Epi. 236 margin
  • Jo. 1900, 15 margin
  • Il. 1901, 90 margin
  • Il. 1901, 90. 91 margin
  • Il. 1901, 90. 91. 92 margin
  • Si. 660 margin
  • Si. 660. 661 margin
  • Si. 660. 661. 663 margin
  • R. Pi. Pred. 1. 278 margin
  • Il. 1901, 92 margin
  • Jo. 1900, 16 margin
  • Jo. 1900, 16. 17 margin
  • Mit. 75, 38 margin
  • W. 85, 14 margin
  • W. 85, 14. 21 margin
  • Neb. 94, 29 margin
  • Min. 89. 102 margin
  • Min. 89. 102. 103 margin
  • Jo. 1900, 16 margin
  • Jo. 1900, 16 margin
  • Jo. 1900, 16. 17 margin
  • Stöckh. A. T. „7.) Moſes
  • Ma. 2, ann 12.

vol c, printed page 217 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0255_PA217

22. Ehre

22. Ehre. Unſere Obrigkeit ſollen wir ehren. Röm. 13. 7: Ehre, dem die Ehre gebührt. 1 Petr. 2, 17: Ehret den König. Ehren heißt hoch achten um des Amtes willen. Anm. a. Dabei kommt es nicht darauf an, zu welcher Partei ſie gehört, ob wir ſelbſt dafür geſtimmt haben oder nicht. Wir ſollen ſie ehren, auch wenn ſie ta⸗ delnswert iſt. Ka. 91, 37. Sowenig die Gottloſiakeit des Vaters die Kinder von der ſchuldigen Ehrerbietung entbindet, ſowenig die Gottloſigkeit der Obrigkeit die Untertanen. Il. 1901, 72. Anm. b. Die Ehrerbietung muß ſich auch äußerlit zeigen in Worten. Selbſt im Tode ehren wir einen er; mordeten Präſidenten. Luth. 37, 153. Anm. c. Wie geringſchätzig wird die Obrigkeit in die ſem Lande oft behandelt. Bilder, Karrikaturen, Wahl. reden. Man höre die Reden in der Richterſtube, me bleibt da oft die Ehre des Richters! Anm. d. Doch ſollen wir die Obrigkeit nicht abg tiſch verehren. S. § 26 a.

  • Ka. 91, 37
  • Ma. 24, 166 margin
  • Ma. 24, 166. 22, 346 margin
  • Ma. 24, 166. 22, 346. 32, 341 margin
  • Luth. 5, 90 margin
  • Luth. 5, 90. 91 margin
  • Luth. 5, 90. 91. 37,. 154 margin
  • Mich. 1909,. 30 margin
  • Mich. 1909,. 30. 31 margin
  • Si. 658 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 144 margin
  • Mezg. 42 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 277 margin
  • Stock 982 margin
  • Loch. Epi. 414 margin
  • Syn. Frei. 95, 106 margin
  • Syn. Frei. 95, 106. 107 margin
  • Il. 1901, 71 margin
  • Si. 659 margin
  • Il. 1901, 72
  • Luth. 37, 153
  • Il. 1901, 72 margin
  • Il. 1901, 72 margin
  • Il. 1901, 72. 37 margin
  • Ka. 91,

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23. Steuern bezahlen

23. Steuern bezahlen. Der Obrigkeit ſollen wir Steuern entrichten, ſo viel ſie uns auflegt. Röm. 13, 6. 7: Darum müßt ihr auch Schoß geben. Schoß, dem der Schoß gebührt. Auch Chriſtus gab ſeinen Zins groſchen. Matth. 17, 24—27. Wis. 92, 32. Stöth N. T. 151. Anm. a. über Steuerfreiheit des Kircheneigentumſ. Seite d5758. 759. Anm. b. Dem Zollbeamten und Aſſeſſor gegenüber ſoll man nicht falſche Angaben machen. Die Obrigkeit betrügen iſt Diebſtahl. Mögen viele das tun, der Chriſ hält ſein Gewiſſen rein.

  • Wis. 92, 32
  • Mich. 1909, 29 margin
  • Mich. 1909, 29. 30 margin
  • Stock 983 margin
  • Luth. 5. 91 margin
  • Ma. 6, 342 margin
  • Jo. 97, 36 margin
  • Ka. 91, 38 margin
  • Kueg. 4, 641 margin
  • Si. 662 margin
  • Ma. 22, 347 margin
  • Syn. Frei. 95, 112— 113 margin
  • Il. 1901, 79 margin
  • Il. 1901, 79. 80 margin
  • Can. 1910, 19 margin
  • Can. 1910, 19. 20 margin
  • Mich. 1909. 30 margin
  • Kueg. 2, 302 margin
  • Kueg. 2, 303 margin
  • Kueg. 2, 4 margin
  • Kueg. 2, 612 margin
  • Ma. 32. 3 margin
  • Min. 98, 43 margin
  • Ka. 91½

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24. Gebet

24. Gebet. Für die Obrigkeit ſollen wir fleißig be⸗ ten. 1 Tim. 2, 1—3: Bitte, Gebet, Fürbitte und Dank. ſagung für die Könige und für alle Obrigkeit. Mich. 1909, 31. 32. Das tun wir auch in der 4. Bitte: gut Reginient. Süd. 1903. 16. Großer Gebetsſchatz 193. Lieder: 141, 10 167, 3. 177, 2. 360, 5. 372, 3. Anm. Iſt die Obrigkeit gottlos, ſo bedarf ſie erſt recht der Fürbitte. Matth. 5, 44: Bittet für die, ſo euch beleidigen und verfolgen.

  • Mich. 1909, 31
  • Mich. 1909, 31. 32
  • Süd. 1903. 16
  • Il. 1901, 78 margin
  • Jo. 97, 36 margin
  • Jo. 97, 36. 121 margin
  • Jo. 97, 36. 121. 122 margin
  • Ma. 32, 341 margin
  • Ma. 32, 341. 6 margin
  • Ma. 32, 341. 6. 312 margin
  • Süd. 95, 87 margin
  • Luth. 5. 91 margin
  • Luth. 5. 91. 63 margin
  • Luth. 5. 91. 63. 36 margin
  • Stock 982 margin
  • Stock 982. 124—127 margin
  • Stock 982. 124—127. 983 margin
  • Si. 661 margin
  • Si. 662 margin

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25. —

25. Wir ſollen das Wohlergehen des Staates nach Kräften fördern. Jer. 29, 7: Suchet der Stadt Beſtes. Das tun wir, wenn wir a. uns rege beteiligen amöffentlichen Leben. Ein Chriſt muß mit ſtaatsbürgerlichen Dingen in Vorührung kommen und kann ſich nicht gänzlich da⸗ von fern halten. Anm. a. Die Kirche ſoll ihre Glieder nicht von Vo⸗ litik abhalten, auch ihnen nicht verbieten, obriakeitliche Amter zu bekleiden. Vielfach ſieht man es nicht gern, wenn ſich Chriſten mit Politik befaſſen. Anm. b. Wie ſuchen die Katholiken das politiſche Le— ben in unſerm Lande zu beeinfluſſen! Anm. c. Freilich bat auch das politiſche Leben man⸗ che Gefahren. Mancher iſt im Strudel der Politik mit fortgeriſſen worden.

  • Wis. 92. 36 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2. 145 margin
  • R. Pi. Pred. I. 278 margin
  • R. Pi. Pred. I. 278. 27 margin
  • Mich. 98, 47 margin
  • Mich. 98, 47. 97, 109 margin
  • Mich. 98, 47. 97, 109. 107 margin
  • Min. 1910, 46 margin
  • Min. 1910, 46. 47 margin
  • L. W. 56, 143 margin

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—

ſtraft. Ap. 12, 22. 23. b. Parteigeiſt. Parteigeiſt iſt die Geſinnunz die nicht das Wohl des Landes, ſondern der Partei ſucht Anm. Daß es verſchiedene Parteien gibt, iſt nich verwerflich, oft ſogar nützlich. In bürgerlichen Dingen werden immer Meinungsverſchiedenheiten bleiben, aber man hüte ſich, die Gegenkandidaten mit Schmutz zu be werfen und vermeide alle unſittlichen und gemeiner Praktiken. c. Gewiſſenloſe Ausübung des Stinmn rechts. Viele Stimmen werden abgegeben wider bei ſere überzeugung, aus perſönlicher Gefälligkeit, auHoffnung auf Vergeltung, durch Beſtechung. d. Selbſtſüchtige Ausnützung der öi fentlichen Amter. Politiſche Amter werden ange ſehen als eine Krippe, da man ſich ſatt eſſen kann. Nan lieſt ſo viel von Korruption in der öffentlichen Verwal tung. Luth. 63, 34. Viele beſtehlen den Staat. Küz 4, 642. Anſtatt auf das Wohl des Landes zu ſehen denkt man nur an ſeine eigene Taſche. Il. 1901, 66 Mich. 1909, 23. 24. „Fix aldermen. bribe judges buy legislatures.“ Dall. 107. 108. Ein treuer Re amter iſt ſchon eine Ausnahme. — Daß es ſo übel ſteht haben wir mit unſern Sünden auch ſelbſt verſchuldet Luth. 63, 35. e. Mißachtung der Obrigkeit und ib rer Geſetze. Wie werden die Beamten des Landes oft geſchmäht! Anm. Wir ſollen auch in bürgerlichen Dingen wohl zuſehen, was wir tun. Gott fordert Rechenſchaft von uns. .

  • Luth. 63, 34
  • Il. 1901, 66
  • Mich. 1909, 23
  • Mich. 1909, 23. 24
  • Dall. 107
  • Dall. 107. 108
  • Luth. 63, 35
  • Mich. 98, 51 margin
  • Mich. 98, 51. 52 margin
  • Ma. 32, 335 margin
  • Ma. 32, 335. 13, 328 margin
  • Luth. 37, 106 margin
  • Luth. 37, 106. 116 margin
  • Ma. 32, 334 margin
  • Luth. 37, 106 margin
  • Luth. 37, 106. 116 margin
  • Mich. 98, 53 margin
  • Luth. 17, 154 margin
  • Ma. 22, 347 margin
  • Ma. 22, 347. 95, 21 margin
  • Mich. 98, 54 margin

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27. Der Chriſt als Bürger

27. Der Chriſt als Bürger. Beſonders wir Chriſten haben die Pflicht, uns der bürgerlichen Angelegenbeiten anzunehmen. Gott hat uns mehr gegeben, ſo wird er auch mehr von uns fordern. Dadurch, daß ſich das beſſere Element zurückzieht, wird der Verfall der bürgerlichen Tugenden gefördert. Anm. a. Wahre Chriſten ſind immer die beſten Bürger. Man kann kein rechtſchaffener Chriſt ſein, ohne zugleich ein guter Bürger zu ſein. Nur wahre Chriſten können die rechte Stellung des Herzens gegen die Obrigkeit einnehmen. Nicht zufällig iſt die Verbindung: Fürchtet Gott, ehret den König. Il. 1901, 81. 82. Anm. b. Auch Unchriſten können gute Bür get ſein, ſie können die bürgerlichen Tugenden ebenſo leiſten als die Chriſten. Es kann jemand guter Bürger ſein. ohne Chriſt zu ſein. Aber ein Chriſt wird immer ein muſtergiltiger Bürger ſein. Anm. c. Wenn alle Menſchen Chriſten wäten, brauchte man des weltlichen Schwertes nicht. Unſere Gemeinden verurſachen dem Staate nur wenig Mühe und Koſten. Anm. d. Woher kommt es, daß die Politik des Landes ſo verderbt iſt, daß es ſo viel Schwindel und Be⸗ rug gibt? Es fehlt am Chriſtentum. Anm. e. Religion iſt die Grundlage des Staates. Herechtigkeit erhöhet ein Volk. Anm. f. Der Staat hat von der Kirche 1. nichts zu fürchten. Chriſtus begehrt keinen irdiſchen Tron, keine befeſtigten Städte, keine be⸗ waffneten Diener, keine Ehrenſtellen. Das Chri⸗ ſtentum legt den Chriſten noch inſonderheit das Ge⸗ bot auf, treu gegen die Obrigkeit zu ſein; 2. viel Nutzen. Die Chriſten greifen tief mit in das bürgerliche Leben ein. Sie ſind ein Segen für das Land. Als Lot die Stadt verließ, war es um ſie geſchehen. Jo. 82, 81. 82. Die Weltreiche verdanken der Kirche ihr Exiſtenz. Um der Kirche willen läßt Gott die Welt. L. W. 42, 260. Anm. g. Zu einem wahren Chriſten freilich gehört mehr als ein guter Bürger. B. Chriſten ſollen nicht vor der weltlichen Obrigkeit ſtreiten. 1 Kor. 6, 1—8: Wie darf jemand unter euch, io er einen Handel hat mit einem andern, hadern vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen? — Dies it Verbot. Als Heilmittel dagegen empfiehlt der Apoſtel: a. Man unterwerfe ſich dem ſchiedsrichterlichen Urteil einer Mitchriſten. Die Heiligen können die Sache ſelbſt umter einander abmachen. Die Heiligen richten die Welt. Min. 95, 33. Einwand 1. Damit habe die Gemeinde nichts zu tun. Einwand 2. In Bezug auf geiſtliche Güter laß ich mir meine Mitchriſten als Richter gefallen, aber nicht in Bezug auf zeitliche Güter. b. Man bedenke: Wenn man klagt oder ſich verklagen laßt, iſt man ſchon von der Sünde und dem Fleiſch Den. Es iſt ſchon ein Fehl, eine Niederlage. 1 Vor. 6, 7. e. Man leide und dulde das Unrecht. Warum laht ihr euch nicht viel lieber Unrecht tun? 1 Kor. 6, 7. d. Durch Streiten vor der Obrigkeit bereitet man der Velt einen Hochgenuß. e. Man gebe nicht durch Unrechttun ſeinen Mitchriſten Mranlaſſung zur Klage. Der Verklagte iſt mit ſchuldig. Anm. a. Klagen vor der Obrigkeit iſt unrecht, wenn es geſchieht 1. aus Haß. 2. gegen ſeinen Mitchriſten. Gegen Un⸗ eht: mag man klagen, wenn es nicht anders geht; 3. ohne vorherige Verſuche, die Sache beizulegen: 4. um geringer Dinge willen. Wer bei jeder Kleinigkeit verklagt, zeigt eine Geſinnung, welcher 10 gute Name des Nächſten wenig am Herzen iegt. Anm. b. Erlaubt iſt es einem Chriſten, die Obrigleit zu Hilfe zu rufen 1. als Schiedsgericht in verworrenen ſchwierigen Angelegenheiten, wo uns die nöttge Kenntnis fehlt. Doch muß es dann geſchehen obre Hader, ohne perſönliche Bitterkeit; 2. zum Schutze unſers ehrlichen, guten Na. mens und Eigentums Unchriſten gegenüber. O⸗ ſonders ein Prediger muß ein gutes Zeugnis ha⸗ ben nach außen und mag im Falle der Not Ver— leumder gerichtlich belangen. So rief Dr. Waliher die Obrigkeit um Schutz an. Luth. 40, 87. 100 Jo. 97, 92. 93. Anm. c. Daß man ſich auf die Obrigkeit beruien kann, zeigt Paulus. Ap. 25, 10. 11. 23, 12 ff. Gute Staatsbürger müſſen herangezogen werden. Wir erziehen gute Staatsbürger nicht ſo, daß wir daz Vaterland zum Götzen machen, ſondern ſo, daß wir die Menſchen zu Chriſten machen Syn. 190, 38, umnſere Kinder mit Gottes Wort erziehen Ka. 91, 39. Neh 1906, 32. Mich. 98, 52, und ſie lehren, jede Staatz pflicht anzuſehen als Gewiſſensſache. Jo. 97, 118. Anm. a. Das tun wir I. durch unſere Gemeindeſchu len. Da win die rechte Gottesfurcht in ſie hineingepflanzt Jo 97, 122, da lernen ſie Gehorſam gegen den Staat. Schulbl. 29, 299. Der Staatsſchule fehlt das rechte Mittel der Erziehung. Schulbl. 39, 12. 132 2. durch unſere „Colle ges“. Wenn ein Chrit in höheren Amtern dienen will, muß er ſich ein größeres Maß Bildung aneignen. Mangelhafte Schule iſt vielen ein Hindernis geworden, ein bür— gerliches Amt zu bekleiden. — Wie mancher, der auf unſern Colleges ſtudiort hat, hat ſich einem bürgerlichen Beruf gewidmet und iſt ein Salz der Erde geworden. Schulbl. 26. 111—115. Anm. b. Wie ganz unberechenbar aroße Dienſte lei ſtet die Kirche dem Staat dadurch, daß die Kirche ihte eigene Aufgabe immer beſſer erfüllt. Homiletik. Jubilate. —. Epi. Warum ſollen Chriſten jeder Obrigkeit untertan ſein? a. Weil die obrigkeit. iſt, b. weil Gott will, daß dieſe ſeine Ordnung 110 wenn ſie von Unheiligen gehandhabt wird. — Wa Daß wahre Chriſten gerade darum. weil ſie ſich als Fremdlinge und Vilgrime gute Bürger ſich erweiſen. a. Daß wahre Chriſten ſich e und Pilgrime betrachten, b. wie ſie ſich darum als erweiſen. — Ma. 11. 152. e a patriotic 5 licht and law-abiding ceitizen. Because 3. sinstitution. b. herein also he should let his light 2. 297. ‚ onntag nach Trin. — Ey des Chriſten und des Staatsbürgers. a. Daß Chriſt und zugleich ein guter Staatsbürger ſein könne, ja, not aber zu einem wahren Chriſten mehr gehöre, als da N 3 3 er ein guter Staatsbürger ſei. — Walth. Gna. 564. Chriſt und Bürger. a. Rechtſchaffener Chriſt kann man nicht ſein, ohne auch ein guter Bürger zu ſein. b. Man kann ein guter Bürger und doch kein recht— ſcaffener Chriſt ſein. — Hön. Ent. 493. Von dem gegenſeitigen Verhältnis eines guten Bürgers und eines wahren Chriſten. a. Daß ein Menſch ein ehrbarer Bürger ſein könne, ohne ein Chriſt zu ſein, b. daß aber ein Chriſt immer auch zugleich der beſte Bürger ſei. — Ma. 1, 336. Wann iſt das Verhalten der Chriſten gegen die Obrigkeit ein gottgefälliges? Venn ſie a. in der Obrigkeit eine Ordnung Gottes erkennen, b. der Obrigkeit die ſchuldige Pflicht leiſten, e. alles tun aus Gehorſam gegen Gott. — Ma. 6, 342. Oder: c. und doch auch dabei Gott geben was Gottes iſt. — Ma. 21, 333. Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt. a. Wem, b. was, e. wie wir geben ſollen. — Ma. 32, 336. Die Frage der Phariſäer: Iſt es recht, daß man dem Kaiſer Zins gebe oder nicht? Wie dieſe Frage a. von den Phariſäern Chriſto vorgelegt, b. von dem Herrn beantwortet worden iſt. — Ma. 15, 343. Der gute Wandel lutheriſcher Chriſten als Bürger des Staates. a. Sie er— lennen-und ehren ihre Obrigkeit als göttliche Ordnung, b. ſie erfüllen ihre bürgerlichen Pflichten willig und gewiſſenhaft, c. ihre himmliſchen Bürgerpflichten betreffend laſſen ſie ſich vom Staat keine Vorſchriften machen. — Ma. 22, 346. „Dienet einander“ die göttliche Weiſung auch für das Leben im bürgerlichen Staat. Erkennt, a. daß die Obrigkeit nach Gottes Willen den Untertanen dient, 34 die Untertanen der Obrigkeit zu Gegendienſten verpflichtet ſind. — Ma. 25, Was ſollen wir uns als Bürger und Chriſten nach dem heutigen Evangelium geſagt ſein laſſen? a. Wir ſollen der Obrigkeit geben, was der Obrigkeit zukommt. b. wir ſollen Gott geben, was Gott gehört, c. wir ſollen die hohe Wohltat erkennen, daß in unſerm Lande Staat und Kirche getrennt ſind. — Ma. 29, 343. Obrigkeit und Untertanen. a. Was iſt die Obrigkeit ihren Untertanen ſchul— dig? b. Was ſind die Untertanen ihrer Obrigkeit ſchuldig? — Luth. 5, 89. „Von der Lehre Luthers in Bezug auf die weltliche Obrigkeit. a. Luther gibt keine Veranlaſſung zum Aufruhr. b. Was lehrt Luther von der weltlichen Obrigleit nach Gottes Wort? c. Wie Luther auch nie mit fleiſchlichen, ſondern nur mit geiſtlichen Waffen geſtritten hat. — Lutherdenkmal 102. „Dio Chriſto von den Phariſäern vorgelegte Frage: Iſt's recht, daß man dem Kaiſer Zins gebe oder nicht? Eine Frage, die a. liſtig und verſchlagen von ihnen gtellt, aber b. deutlich und ſchlagend von dem Herrn beantwortet wurde. — R. Pi. Epi. 532. Freiterte. 1 Sam. 31, 11—13. — Welches ſind die rechten heilſamen Gedanken, welche us gegenwärtige Landesunglück (Ermordung des Präſidenten) in den Herzen der Chriſten erweckt? a. Wir ehren das Amt der Obrigkeit und bedenken bei dieſer Ge— legenheit, was wir der Obrigkeit danken und ſchulden. b. Wir demütigen uns an— geſichts der göttlichen Heimſuchung und tun aufrichtig Buße. e. Wir wollen über— . 154“ die Zeichen der Zeit achten und eilen und unſere Seele erretten. — Luth. Jer. 29, 7. — Wie ſollen wir uns als rechte patriotiſche Bürger des Landes beweiſen? Wir ſollen a. angeſichts der mancherlei übel und Mißſtände die rechte chriſtliche Beſonnenheit bewahren, b. das Gute und die Vorzüge unſeres Landes dankbar erkennen, c. für unſer Vaterland beten. — Luth. 63, 34. Röm. 13, 1—7. — Von der weltlichen Obrigkeit. Die Schrift lehrt, a. daß jede Obrigkeit von Gott iſt, b. daß ſie die Gewalt des Schwertes hat, die Vöſen zu ſtrafen und die Frommen zu ſchützen, e. daß wir Chriſten unſere Pflichten gegen die Obrigkeit um des Gewiſſens willen erfüllen ſollen. — Ma. 19, 317.

  • Il. 1901, 81
  • Il. 1901, 81. 82
  • Mich. 98, 54 margin
  • Mich. 98, 54. I margin
  • Gna. 564 margin
  • Gna. 564. 566 margin
  • Gna. 564. 566. 567 margin
  • Hön. Ent. 493 margin
  • Il. 1901, 94 margin
  • Jo. 97, 118 margin
  • Ma. 1, 336 margin
  • Hön. Ent. 494 margin
  • Hön. Ent. 494. 50 margin
  • Hön. Ent. 494. 50, 562 margin
  • Ka. 1906, 21 margin
  • Jo. 82, 81
  • Jo. 82, 81. 82
  • L. W. 42, 260
  • Min. 95, 33
  • Mit. 70, 49 margin
  • Mit. 70, 49. 44 margin
  • Mit. 70, 49. 44. 97, 120 margin
  • Gna. 564 margin
  • Gna. 564. 568 margin
  • Gna. 569 margin
  • Jo. 97, 92 margin
  • Min. 95, 29 margin
  • Min. 95, 29. 30 margin
  • Luth. 43, 31 margin
  • Mit. 98, 28 margin
  • W. 1904. 119 margin
  • Jo. 89, 50—52 margin
  • Ka. 97, 76 margin
  • Min. 95, 33 margin
  • Il. 95, 38 margin
  • Min. 95, 23 margin
  • Luth. 40, 109 margin
  • Min. 95, 20 margin
  • Min. 95, 20. 60 margin
  • Min. 95, 20. 60. 61 margin
  • Min. 95, 20. 60. 61. 34 margin
  • Min. 95, 22 margin
  • Luth. 40, 87
  • Luth. 40, 87. 100
  • Jo. 97, 92
  • Jo. 97, 92. 93
  • Ka. 91, 39
  • Mich. 98, 52
  • Jo. 97, 118
  • Jo 97, 122
  • Schulbl. 29, 299
  • Schulbl. 39, 12
  • Schulbl. 39, 12. 132
  • Schulbl. 39, 12. 132 2
  • Schulbl. 26. 111—115
  • Ma. 11. 152
  • Jo. 97, 92 margin
  • Jo. 97, 92. 89, 51 margin
  • Jo. 97, 92. 89, 51. 52 margin
  • Min. 95, 34 margin
  • Luth. 34, 13 margin
  • Jo. 97, 91 margin
  • Walth. Epi. 102 margin
  • Jo. 97, 9 margin
  • Jo. 82, 80 margin
  • Jo. 82, 80. 82 margin
  • Ka. 1906, 22 margin
  • Syn. 1900, 37—43 margin
  • Mich. 98, 52 margin
  • Wis. Syn. 90, 36 margin
  • Wis. Syn. 90, 36. 37 margin
  • Jo. 97, 123 margin
  • Jo. 97, 123. 124 margin
  • Il. 1906, 89 margin
  • Jo. 97, 122 margin
  • Kueg. 2 margin
  • Kueg. 2 3 margin
  • Gna. 564
  • Hön. Ent. 493
  • Ma. 1, 336
  • Ma. 6, 342
  • Ma. 6, 342. O
  • Ma. 21, 333
  • Ma. 32, 336
  • Ma. 15, 343
  • Ma. 22, 346
  • Ma. 29, 343
  • Ma. 29, 343. O
  • Luth. 5, 89
  • R. Pi. Epi. 532
  • Luth. 63, 34
  • Ma. 19, 317
  • Luth. 43,
  • Ma. 25, Was ſollen wir u

vol c, printed page 220–223 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0257_PA220

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