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Anm. l. Wie aber kann man wiſſen, auf weiten Seite die Wahrheit liegt? — An der Hand der Vu— und des Katechismus kann jeder prüfen.
- Luth. 19, 193 margin
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Collection › Eckhardt's Reallexikon › index › spaltung
A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.
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10 entries under spaltung.
Anm. l. Wie aber kann man wiſſen, auf weiten Seite die Wahrheit liegt? — An der Hand der Vu— und des Katechismus kann jeder prüfen.
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4. Schisma. Schisma iſt eine Spaltung um Diree willen, die kein Grund zur Spaltung ſein ſollten, 3. 5 a. nicht grundſtürzende Irrlehren. — Die feinen Chiliaſten richten eine Spaltung an, die gen— ben eine Rotte oder Sekte. Mit. 67, 16: b. beſondere Gaben des Paſtors. 1 Ker 1. 12: Ich bin Pauliſch u. ſ. w. Man ſoll ſich nichn 1 die Perſon des Paſtors hängen. — Das tritt auch unſern Gemeinden manchmal zutage; c. Zeremonien. Gleichförmigkeit der Zereme nien iſt nicht not zur Einigkeit. Ungleichheit der Zer— monien iſt nicht kirchentrennend; d. Leben und Wandel der Gemeind: glieder, der nicht iſt, wie er ſein ſollte. Auf Mo— Stuhl ſaßen die Phariſäer, doch ſoll man ſie höre— Matth. 23, 2. 3. Aufwuchern des Unkrauts in der 6 meinde kann nicht Grund zur Trennung ſein. Anm. a. Sezparatiſten ſuchen mit Verachtung de öffentlichen Gottesdienſtes ſich privatim zu erbauen, wen der Paſtor nicht fromm genug, die Gemeindeglieder nis heilig genug ſind. Amn. b. Luther iſt nicht wegen des gottloſen Wen dels vieler Prieſter von der Papſtkirche ausgegangen Eine ſolche Kirche hielt er für ein Schiff, das man m— verlaſſen, ſondern nur beſſer dem Hafen zuſteuern minen nicht für einen toten Leib, den man begraben, ſon für einen ſiechen Leib, den man heilen müſſe. Anm. c. Die Urſache ſolcher Spaltungen liegeda rin, daß wir noch den alten Adam an uns haben oft ſelbit für klug halten, ehrgeizig ſind, manchmal 1 auch allerlei Kränkungen erfahren haben, ſo daß mi ſchließlich meinen, ein Recht auf Scheidung zu haben. Anm. d. Dennoch iſt ſolche Spaltung Sünde 5² durch wird die brüderliche Liebe verletzt, und d— ſamkeit des Predigtamtes muß leiden. Wir 7 davor hüten. Luth. 6, 61. Wo nicht der Be Geht aus von ihnen, da gilt der andere Ver fleißig zu halten die Einigkeit. Freik. 196 Wie leicht werden aus Separatiſten ſchlieſſlich a. — tierer! Luth. 3, 2 ‚ 3. Die gottgefällige Separation. Deß falſcher Lehre willen von der Kirche trenn“ 4. 73—82. Luth. 61, 387. Falſche Lohre 5003. boten. Röäm. 16, 17. Matth. 7, 15. Der Ausgang der Anhänger Luthers ar Itkirck Austritt 254. 255. und die Gründung neuer lutheriſcher den wanf eine gottgejällige Spaltung. Seliges Schisma! Ger hard. Baier 3. 665.
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Spaltung. Abhandlungen. L. W. 4. 71—82. Von den Spaltungen in den hieſigen lutheriſchen Gemeinden. 129—136. Wie ſich ein einfältiger Chriſt drein ſchicken ſoll, daß er unter ſo mancher⸗ lei Spaltungen in religiöſen Sachen auf dem rechten Wege zur Seligkeit bleiben moge. Ärgernis an den Spaltungen in der chriſtlichen Kirche. Spaltung. 1. Zu unterſcheiden iſt a. Spaltung um Dinge willen, die kein Grund zur Spaltung ſein ſollten (Schisma) und Spaltung wegen grundſtürzender falſcher Lehre. Rotte, Sekte. —— — — — Anm. Eine Rotte oder Sekte ſind Leute, die ſich um einen falſchen Lehrer ſcharen. Rotte iſt ſchlimmer als Spaltung. 1 Kor. 11, 18. 19: es ſeien Spaltungen unter euch, -— es ntüſſen (ſogar) Rotten unter euch ſein. Mit. 67, 16. Anm. b. Der Ketzer verletzt mit ſeiner falſchen Lehre den Glanben, der Schismatiker die Liebe; b. Separation, eine Trennung auf ſchriftgemäße Weiſe wogen falſcher Lehre, und Separatismus, eine Trennung wider die Schrift aus allerlei andern Gründen. — —— — — 2. Spaltung wegen falſcher Lehre. Zertrennung in der Kirche entſteht, wenn falſche Lehrer neben der Lehre. die wir gelernt haben, eine andere Lehre einführen. Röm. 16. 17. — Marcion Luth. 38. 95. — So iſt auch die Trennung zwiſchen Roformierten und Lutheranern zu— ſtande gekommen. Luth. 1, 50. 51. Amn. a. Die Urſache der Spaltung liegt nicht an der Unklarheit der Schrift, ſondern am Ungehorfam und Unglauben der Menſchen. „Das iſt eine harte Rede.“ Joh. 6. 60 —69. — Viele wiſſen die Urſache nicht und können darum auch keine Abhilfe ſchaffen. Manche ſchieben die Schuld auf die Kirche. die Synode. Sie alte zu ſtreng am Wort. Luth. 63, 179. Anm. b. Solche Trennung iſt ein Argernis für Syn. ie Welt und viele ſchwache Chriſten. Röm. 16, 17: 387. zertrennung und Argernis. Man will mit dem Chri— zentum lieber nichts zu ſchaffen haben, weil die Kirche io viel Parteien geſpalten iſt. Man bleibt lieber in er Landestirche, weil die Separierten ſelbſt unter ſich zeipalten ſind. Anm. c. Wir ſollten uns daran nicht ſtoßen. Eine Luth. urche, die nicht durch Streit und Spaltung beunruhigt mrd, hat es nie gegeben. Gott hat es alles ſo vorher geiagt. Luth. Anm. d. Gott will ſolche Spaltungen nicht. Er läßt 179. ſie aber zu, nicht um die Chriſten zu Zweifel und Ungewißheit zu führen, ſondern zur Prüfung und zur Veteſtigung in der Wahrheit. Durch Lehrkämpfe wird das Evangelium nicht verdunkelt, ſondern nur um ſo geller auf den Leuchter geſtellt. 1 Kor. 11, 19: auf daß die, ſo rochtſchaffen ſind, offenbar unter euch werden. Aum. e. Wir ſprechen nicht allen, die ſich um einen Syn. jalichen Lehrer ſcharen, die Seligkeit ab. Viele gehen 32. dahin in Unwiſſenheit und Einfalt ihres Herzens. Anm. f. Das Mittel gegen ſolche Spaltung iſt: Syn. Weichet von denſelbigen. Röm. 16, 17. Hätte man das immer getan und ſich von den falſchen Lehrern zu- rückgezogen, ſo wären keine Spaltungen entſtanden. Einwand. Sollte man den falſchen Lehrern nicht doch Luth. vielleicht etwas nachgeben, damit die Spaltung vermie— den wird? — Niemand hat ein Recht, anders zu reden, ö als das Wort Gottes redet. L. W. Aum. g. Was verſteht man heutzutage unter dem, was nicht kirchentrennend ſein ſoll! Luth. Aumn. h. Wer iſt ſchuld an ſolcher Spaltung? 1912, Nicht der, der auf der Wahrheit beſteht, ſondern der, 910. welcher ann Irrtum feſthält. Auch wenn wir ausge— gangen ſind, haben doch jene an der Spaltung ſchuld.. AEnier 3, 665. Luther trug nicht die Schuld an der Sbaliung zwiſchen Lutheranern und Reformierten. — Hreilich, der Wolf ſchalt das Schaf, daß es ihm das Waſſer trübt. Biſt du, der Israel verwirret? Baier Aum. i. Auch den, der mit Unrecht gebannt wird und nun eine neue Gemeinde anfängt, trifft nicht die Schuld. Zreik. Amn. k. Freilich wird man bei falſcher Lehre unter-⸗ ſcheiden zwiſchen Schwachheit, Gebrechen und mutwilli-gem beharrlichem Feſthalten an der falſchen Lehre. Es umwohl keiner, der nicht in einem Wort fehlt. Falſche Ausdrücke werden auch wohl durch rechte korrigiert. Welche Verwirrung war noch in den apoſtoliſchen Ge— mieinden in Bezug auf manche Lehren! Wie hat Luther den Melanchthon getragen! L. W. 23, 11. 12. Anders aoer ſteht es, wenn der falſche Lehrer ein und abermals vermahnt iſt Tit. 3. 10 und die falſche Lehre Gleich— berecktigung in der Kirche erlangt. Anm. a. Solche Separation wird von vielen für un— echt gehalten. Man macht denen, die ſich ſo ſeparieren, zorwürfe, z. B.:
vol c, printed page 726–728 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0534_RA2-PA36-IA14
1. Sie brauchten die Bibel einſeitig. — Aber in den genannten Sprüchen gebietet Gott das Wei— chen von den falſchen Lehrern.
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2. Das Unkraut unter dem Weizen ſoll man dulden. — Ja, in der Welt, nicht aber in der Kirche.
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3. Sie ſollten gegen den groben Unglauben kämpfen. — Aber den Kampf wird nur die Kirche recht führen, die bei Chriſti Worten bleibt.
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4. Laſſet nicht Spaltung unter euch ſein. — Dadurch wird aber Union nicht geboten.
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5. Judas ſei auch zum Abendmahl gegangen. — Aber das beweiſt nur, daß man über Heuchler, die nicht offenbar geworden ſind, nicht richten kann.
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6. Sollen wir ihnen nicht Liebe beweiſen? — Aber die Liebe freuet ſich der Wahrheit. 1 Kor. 13, 6. Wir ſollen rechtſchaffen ſein in der Liebe. Eph. 4, 15.
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7. Wir ſeien Schismatiker und trennten die Kirche. — O ſeliges Schisma! Anm. e. Wie iſt dem Üübel zu ſteuern? 1. Man muß den Gemeinden vor allen Dingen zum Bewußtſein bringen, daß Spaltungmachen Sünde iſt. Laſſet nicht Spaltungen unter euch ſein! 2. Schismatiker ſoll man nicht ohne weiteres in andere Gemeinden aufnehmen oder ſie mit Wort und Sakrament bedienen. 3. Durch Bildung einer Synode wird dem ſepa— ratiſtiſchen Unweſen geſteuert und die Einigkeit ge⸗ fördert. 4. Außerlich mag auch territoriale Abgrenzung etwas dazu beitragen. Anm. f. In der Behandlung der Schismatiker und aratiſten wird man unterſcheiden müſſen zwiſchen „then, die in Schwachheit und Unwiſſenheit dahin⸗ gehen und ſolchen, die mit Wiſſen und Bosheit Spaltung anrichten. Letztere ſind nicht von der Kirche. 1 Joh. 2, diee ſind von uns ausgegangen, aber ſie waren nicht 8. g. Nur die, welche die Spaltung anrichten, ſind atiker, nicht die, die dann ſpäter aus Schwach- Unkenntnis ſich an ſolche Gemeinden anſchlie⸗ Homiletik. Freiterxt. 17. 18. — Pauli Unterricht über Trennung a. Wi. ht, b. wie ſie zu beurteilen iſt, c. wie ſie beſeitigt Joy. C. „69. — Sichtungen in der Kirche. a. Sie Unalauben etlicher ihrer Glieder, b. dienen aber den andern Aauben. — Luth. 63, 177.
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