Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 19 › Seite 152

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-10-13, Seite 152

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Geben 7 · Union 3 · Kirchengemeinſchaften 3 · Predigt 7 · Regierung 11

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Schuld? Wir ſuchen ſie auf alle Weiſe zu zwin⸗
gen, daß ſie beſſer werden, und wir richten doch
Nichts aus.“ „Ihr zwingt ſie“, antwortete
Anſelm. „Sagt mir doch, mein lieber Abt, wenn
Ihr einen Baum in Eurem Garten pflanztet,
und Ihr ſchlöſſet ihn ſogleich von allen Seiten
ein, ſo daß er ſeine Zweige nach keiner Seite hin
ausbreiten könnte, und Ihr ſetztet dann nach eini⸗
gen Jahren einen ſolchen Baum wieder in's
Freie, was für ein Gewächs würde es wohl ge⸗
worden ſein? Gewiß ein unbrauchbarer Baum
mit krummen, in einander gewachſenen Zweigen.
Und weſſen Schuld anders wäre es, als Eure
Schuld, die Ihr den Baum ſo ſehr eingezwängt
habt?“

*

„Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“

Ein um des Glaubens willen Vertriebener
ſprach Dr. Luthern an um eine Gabe. Da er
ſelbſt nur einen Joachims-Thaler in ſeiner Kaſſe
hatte, den er lange aufgeſpart, rief er fröhlich nach
in var Bedenken: „Joachim heraus, der Heiland

Die Wahrheit fürchtet nichts, als — verdeckt
zu werden. ö Tertullian.

(Eingeſandt.)
Göttliche Bewahrung eines Kindes.

„Der Könige und Fürſten Rath ſoll man ver⸗
ſchweigen, aber Gottes Wort ſoll man herrlich
preiſen und offenbaren.“ Tob. 12, 8.

Auf dem hohen Thüringer Walde, in der Ge⸗
gend von Hildburghauſen, trug ſich während des
Winters im Jahre 1819 eine Geſchichte zu, die
als ein Beweis der beſonderen Vorſehung Goties
eine erneuerte Bekanntmachung und Beherzigung
verdient. Der Herausgeber der Hildburghäuſer
Dorfzeitung erzählt die Geſchichte folgendermaßen:
Unſere Gegend auf dem hohen Thüringer Walde
hatte dieſen Winter immer ſo viel Schnee, daß
wir Alten Holz anſchleifen, und unſere Jungen
ihre gewöhnlichen Schlittenparthieen anſtellen
konnten, ob ſie gleich keinen Pelz, ſondern nur ein
tüchtiges Hemd auf dem Leibe haben. Ein ſol⸗
cher Hemdläufer, ein Knabe von vier Jahren, be⸗
gegnete uns geſtern Abend draußen vor dem Dorfe
und wollte zu ſeinem Vater, der in's Holz gegan⸗
gen war. Der krauſe Kopf des kleinen rothbacki⸗
gen Jungen war ſchnerweiß von Rrif, denn es
war furchtbar kalt. Wir ſagten ihm, der Vater
wäre nun wohl zu Haus, und brachten ihn ſo,
wiewohl weinend, wieder mit zu ſeiner Mutter.
Dieſe hatte, weil ſie eben Erdäpfel wuſch, kaum
Zeit, ihn etwas auszuzanken; gab ihm Hübners
bibliſche Hiſtorie mit Bildern zum Spielen hin,
und als die Erdäpfel im Ofen ſtanden, war der
Junge ſchon wieder draußen im Schnee. Die
Mutter ruft im Hof und im Dorf, weil ſie aber
nichts von ihm hört und ſieht, ſo wird ihr angſt;
doch denkt ſie: er wird wohl mit dem Vater kommen,
und legt ein Stück Holz mehr in den Ofen. Aber
der Vater kommt und bringt nichts mit, als Holz,
und hat auch ſeinen kleinen Jungen nicht geſehen.
Nun erwacht die mütterliche Angſt und treibt,
weil der Junge im ganzen Dorfe nicht zu finden
war, uns Nachbarn alle mit Laternen hinaus in den finſtern Wald, immer voran die Mutter mit
ihrem älteſten Sohne an der Hand, daß ſie ihn
nicht auch verliert, und er ſchreien könne, wenn
ſie nicht mehr kann. Der ganze Wald wird hell
und lebendig, wir vertheilen uns, rufen und
ſuchen in allen Schluchten aber vergeb ich. Wir kommen wieder zuſammen, es iſt Mitternacht, und
noch keine Spur von dem Jungen.

„Wenn er nur ſeine neuen Schuhe mit Nägeln
anhätte“, meint der Bruder, „ſo ſähen wir ihn
doch im Schnee.“ „Oder ſeine neuen Weihnachts⸗
höschen“, meint die Mutter, „er muß ja erfroren
ſein in der ſchrecklichen Kälte.“

Wir alle zittern vor Froſt, nur der Mutter iſt
glühend heiß. — Und ob wir gleich alle wiſſen, er
muß todt ſein, wenn er noch im Walde iſt; ſo
wollen wir doch die unglückliche Mutter nicht ver⸗
laſſen, die über den kniſternden Schnee in alle
Schluchten hineinläuft und heiſer hineinſchreit.

„Da liegt er todt!“ ruft auf einmal in einer
ſolchen tiefen Schlucht der älteſte Bruder, und die
Mutter ſtürzt ſich ſchreiend auf ihren Benjamin,
der mit dem Geſicht auf dem Schnee liegt. Da
wacht der kleine Junge auf, ſieht ſich, verwundert
über die Menſchen und Lichter, um, klagt über
keinen Froſt, und hängt ſich freundlich an ſeine
Mutter. Wie dieſer zu Muthe war, das kann
nur von einer Mutter nachempfunden werden,
die jemals in einer ſolchen oder ähnlichen Lage
geweſen iſt. Nachdem der kleine Junge uns alle
erkannt hatte, erzählte er: Er ſei nach ſeinem Va⸗
ter gelaufen, habe immer gerufen, aber da er den
Vater nicht gefunden und es ihn gefroren, habe
er wieder nach Haus zur Mutter gehen wollen.
Er habe aber keinen Weg gewußt und bitterlich
geweint, und da ſei er, wie der kleine Samuel in
der Bilderbibel, niedergeknieet und habe den lie⸗
ben Gott um Hülfe angerufen. Da ſei der liebe
Gott in einem ſchönen, ſchneeweißen, glänzenden
Kleide gekommen, habe ihn bei der Hand genom⸗
men, in die Schlucht, wo kein Wind gehe, ge⸗
führt, auf das Geſicht gelegt, und gar freundlich
zu ihm geſagt: „Da ſchlafe, bis die Mutter
kommt.“ Er ſei eingeſchlafen und habe fortgeſchla⸗
ſen, bis ihn die Mutter geweckt habe.

Jedem Chriſten, der die Bibel als Gottes Wort
glaubt, wird es durch dieſe rührende Geſchichte
von neuem beſtätiget, daß unſere Kindlein unter dem beſondern Schutze der Engel Gottes ſtehen,
die auf Befehl des HErrn, deſſen Angeſicht ſie
allezeit ſehen, herbeieilen, um unſern von Gefah⸗
ren umringten Kindern insbeſondere da die Hände
unterzubreiten, wo die Vater- und Mutterhand
den Liebling nicht erreichen kann. Wie wurde
nicht die Verheißung Gottes Pſ. 91, V. 11. und
12. ganz wörtlich an dem Kleinen erfüllt! Wie
gnädig erhörte nicht auch der große Gott das ein⸗
fältige kindliche Gebet des Knaben, nach ſeiner
Zuſage: Pſ. 103, 18.: Er wendet ſich zum
Gebet der Verlaſſenen, und verſchmähet
ihr Gebet nicht. Möchten doch alle lieben
Kinder lernen, ihr Anliegen ſo kindlich ihrem lie⸗
ben himmliſchen Vater vortragen, dann würden
ſie ſchon in früher Jugend aus eigner Erfahrung
lernen, wie gut es ſei, auf den HErrn vertrauen,
der überſchwänglich thun kann über alles, was
wir bitten und verſtehen.

Uns Aeltern zeigt uns dieſe Geſchichte auch noch
recht deutlich, wie nützlich und heilſam es iſt, den
Kindern ſchon in früher Jugend, ſobald ihr Ge⸗
müih etwas zu faſien vermag, ſtatt der vielen un⸗
nutzen Bilder, die oft in ihre Hände kommen, lie⸗
ber bibliſche Bilder vorzulegen und die darauf
abgebildeten Geſchichten kindlich zu erzählen; dies
macht oſt einen ſehr tiefen Eindruck auf ihr Herz,
und es wäre daher wohl ſehr zu wünſchen, daß ein chriſtlicher Künſtler ſich entſchlöſſe, eine Samm⸗
lung ſolcher bibliſchen Bilder zu billigem Preis
zu liefern, wenn dergleichen nicht etwa ſchon vor⸗
handen ſind. J. N.

Ein Wort Luthers gegen falſche Union.

Sie kehren das Vaterunſer um, und ſuchen
erſtlich Ruhe und Friede, unangeſehen, wo
das Erſte, nemlich Gottes Name, Reich und Wille,

bleibe. Was iſt es, daß man die Mücken ſeiget
und die Kameele verſchlinget? Will man in der
Religion Vergleichung ſuchen, ſo hebe man erſt
an, da die gründlichen Stücke (Hauptſtücke,

Grundartikel) ſind, als Lehre und Sacra⸗

mentz wenn dieſelbigen verglichen ſind, wird das
andere äußerlich, das ſie Neutralia (Mitteldinge,
Ceremonien) heißen, ſelbſt ſich ſchicken, wie es in
unſern Kirchen geſchehen iſt, ſo wäre Gott mit in
der Concordia und würde die Ruhe und Friede
beſtändig. Wo man aber die großen Stücke will
laſſen ſtehen, und die Neutralia handeln, ſo iſt
Gottes vergeſſen; da mag denn ein Friede ohne
Gott werden, dafür man lieber möchte allen Un⸗
fried leiden. Es wird doch gehen, wie Chriſtus
Matth. 9. ſpricht, der neue Lappe auf einen alten
Rock macht den Riß ärger, und der neue Moſt zer⸗
ſprengt die alten Fäſſer. Man mache es entweder
gar neu, oder laß das Flicken anſtehen, wie wir
gethan haben, ſonſt iſt es alles vergebliche Arbeit.
(Luthers Bedenken, an den Canzler Brück ge⸗
ſtellt. Opp. Hal. Tom. XVII, p. 835.)

Unterſchied zwiſchen einer rationaliſtiſchen Kirche
und einem Comödienhaus.

Als der Rationaliſt Teller zu Berlin einſt den
Schauſpieldirektor Iffland fragte: wie kommt es,
unſere Kirchen werden täglich leerer, und eure
Schauſpielhäuſer täglich gefüllter? — antwortete
jener: das macht, ihr gebt die Wahrheit als
Dichtung, und wir geben die Dichtung als
Wahrheit.

Paulus ein Lutheraner.

Ein Biſchof von Augsburg fand das Neue
Teſtament in einem Wirthshauſe hinter dem Tiſche.
Da er's aufmacht, kommen ihm die Worte St.
Pauli vor, Röm. 3, 28.: „So halten wir es
nun, daß der Menſch gerecht werde, oh ne des
Geſetzes Werk, allein durch den Glauben.“
Da er das lieſet, ſpricht er: „Siehe, biſt Du
auch lutheriſch?“ und ſchmeißt das Buch auf
die Bank.

Troſt für Prediger und Ermunterung für
Zuhärer.

Dr. Luther fuhr an einem Sonntage über
Land, und als man in einem Dorfe zur Kirche läutete, ſtieg er mit ſeinen Gefährten ab, ging hin⸗
ein und hörte die ganze Predigt aus. Auf
dem Wege nachher redete man von der Predigt.
Als nun Einer ſagte, der Pfarrer hätte das Evan⸗
gelium richtiger faſſen können, ſagte Luther:
„Ach, wenn ein Lehrer Chriſtum einfäl⸗
tig aus dem Katechismus predigen
kann, ſo iſt er ein ſeliger Prediger; man hat
nicht allein goldene und ſilberne Geſchirre in
Moſis Zelt, ſondern auch kupf rne und eiſerne,
doch dienen ſie alle dem ewigen Sohne Gottes.“

Die Deutſche Evangeliſch-Lutheriſche Synode
von Miſſauri, Ohio u. a. St.

hält ihre nächſten Sitzungen in St. Louis, Mo.,
vom zweiten Mittwoch nach Pfingſten an, am 21.
Juni bis 1. Juli. Die eintreffenden Brüder
wollen die Wohnung des Ortspfarrers erfragen
bei Herrn L. Pechmann, Deutſche Glas⸗ und
Porzellan-Waaren-Handlung, No. 22 Main⸗
ſtraße, in der Nähe des Alten Marktes.

—

Bezahlt.
Den 4. Jahrg. Die HH. Golmar, Grüninger, P. Röb⸗
belen (4 Ex.)

Gedruckt bei Arthur Olshauſen,
Herausgeber des Anzeiger des Weſtens.

English translation AI translation

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fault? We try in every way to compel them to become better, and yet we accomplish nothing." "You compel them," replied Anselm. "Tell me, my dear abbot, if you planted a tree in your garden, and immediately hemmed it in on every side so that it could spread its branches in no direction, and then after some years set such a tree out again into the open, what sort of growth do you think it would have become? Surely a useless tree with crooked branches grown into one another. And whose fault would that be, other than your own, who confined the tree so tightly?"

"God loveth a cheerful giver."

A man who had been driven into exile for the sake of his faith approached Dr. Luther for a gift. Since he himself had in his purse only a single Joachimsthaler, which he had long saved, he called out cheerfully, [illegible]: "Joachim, come forth, the Savior—"

Truth fears nothing except being concealed. — Tertullian.

(Submitted.)
Divine Preservation of a Child.

"The secret of a king and of princes should be kept, but the works of God should be gloriously proclaimed and revealed." Tobit 12:8.

In the high Thuringian Forest, in the region of Hildburghausen, there occurred during the winter of the year 1819 an event which, as a proof of God's special providence, deserves renewed publication and heartfelt attention. The editor of the Hildburghausen Village Newspaper tells the story as follows: Our region in the high Thuringian Forest had so much snow this winter that we old folk could haul wood on sledges, and our young people could carry on their usual sledding parties, even though they wear no furs but only a sturdy shirt on their bodies. Such a shirt-runner, a boy of four years, met us yesterday evening outside the village and wanted to go to his father, who had gone into the forest for wood. The curly head of the little red-cheeked boy was snow-white with frost, for it was terribly cold. We told him his father would surely be home by now, and so, though weeping, we brought him back to his mother. She, being just then occupied in washing potatoes, had scarcely time to scold him a little; she gave him Hübner's Bible History with pictures to play with, and by the time the potatoes were in the oven, the boy was already out in the snow again. The mother calls in the yard and in the village, but hearing and seeing nothing of him, becomes anxious; yet she thinks: he will surely come along with his father, and puts another piece of wood in the stove. But the father comes and brings nothing with him but wood, and has not seen his little boy either. Now the mother's fear awakens in earnest, and since the boy was nowhere to be found in the whole village, it drives all us neighbors out with lanterns into the dark forest, the mother always in front, holding her eldest son by the hand so that she would not lose him too, and so that he could cry out if she no longer could. The whole forest becomes bright and alive; we scatter, call out, and search in every ravine, but in vain. We come together again; it is midnight, and still no trace of the boy.

"If only he had his new shoes with nails on," says the brother, "we would surely see him in the snow." "Or his new Christmas trousers," says the mother, "he must have frozen to death in this terrible cold."

We all shiver with cold, only the mother is burning hot. — And though we all know he must be dead if he is still in the forest, still we will not abandon the unhappy mother, who runs over the crackling snow into every ravine and cries out hoarsely.

"There he lies, dead!" suddenly calls out the eldest brother in just such a deep ravine, and the mother throws herself, screaming, upon her Benjamin, who lies with his face on the snow. At this the little boy wakes up, looks around, astonished at the people and the lights, complains of no cold, and clings affectionately to his mother. What her feelings were can only be understood by a mother who has ever been in such or a similar situation. After the little boy had recognized us all, he told us: he had run after his father, had called out continually, but when he could not find his father and became cold, he had wanted to go back home to his mother. But he had not known the way and had wept bitterly, and then, like the little Samuel in the picture Bible, he had knelt down and called upon the dear Lord God for help. Then the dear Lord God had come in a beautiful, snow-white, shining robe, had taken him by the hand, led him into the ravine where no wind blows, laid him down upon his face, and said to him very kindly: "Sleep there until your mother comes." He had fallen asleep and slept on until his mother woke him.

For every Christian who believes the Bible to be God's Word, this touching story renews the confirmation that our little children stand under the special protection of the angels of God, who, at the command of the Lord, whose face they always behold, hasten to hold out their hands to our children—surrounded as they are by dangers—especially where a father's or mother's hand cannot reach the beloved child. How literally was God's promise in Psalm 91:11–12 fulfilled in this little one! How graciously, too, did the great God hear the simple, childlike prayer of the boy, according to his promise, Ps. 103:18: He regardeth the prayer of the destitute, and despiseth not their prayer. Would that all dear children might learn to bring their concerns so childlike to their dear heavenly Father; then, even in early youth, they would learn from their own experience how good it is to trust in the Lord, who is able to do exceeding abundantly above all that we ask or understand.

To us parents, too, this story shows quite plainly how useful and wholesome it is, already in the child's early years, as soon as their minds are able to grasp anything, to set before them—rather than the many useless pictures that often come into their hands—biblical pictures instead, and to tell them in a childlike way the stories depicted in them; this often makes a very deep impression on their hearts, and it would therefore be very much to be wished that some Christian artist would resolve to produce a collection of such biblical pictures at a reasonable price, if such does not already exist. J. N.

A Word of Luther's Against a False Union.

They turn the Lord's Prayer upside down, and seek first rest and peace, without regard to where the first thing—namely, God's name, kingdom, and will—is to remain. What does it mean to strain out the gnat and swallow the camel? If one wishes to seek agreement in religion, one must begin first with the fundamental articles (the chief articles, the foundational articles), namely doctrine and sacrament; once these are agreed upon, the other, external matters, which they call adiaphora (things indifferent, ceremonies), will fall into place of themselves, as has happened in our churches; then God would be present in the Concord, and rest and peace would be lasting. But where one wishes to leave the great matters standing aside and deal with the adiaphora, there God is forgotten; then a peace without God may indeed come about, in place of which one would rather suffer all manner of discord. It will indeed turn out as Christ says in Matthew 9: the new patch on an old garment makes the tear worse, and the new wine bursts the old wineskins. One must either make it entirely new, or else leave off patching, as we have done; otherwise it is all labor in vain. (Luther's Opinion, addressed to Chancellor Brück. Opp. Hal., Tom. XVII, p. 835.)

The Difference Between a Rationalist Church and a Theater.

When the rationalist Teller in Berlin once asked the theater director Iffland: how does it come about that our churches grow emptier every day, while your theaters grow fuller every day? — the latter answered: that is because you present the truth as fiction, and we present fiction as truth.

Paul, a Lutheran.

A bishop of Augsburg found the New Testament in an inn behind the table. When he opened it, his eyes fell upon the words of St. Paul, Romans 3:28: "Therefore we conclude that a man is justified by faith without the deeds of the law." When he read this, he said: "So, are you Lutheran too?" and flung the book onto the bench.

Comfort for Preachers and Encouragement for Hearers.

Dr. Luther was traveling through the country one Sunday, and when the bell rang for church in a village, he got down with his companions, went in, and heard the whole sermon. Afterward, on the way, they spoke of the sermon. When one of them said the pastor could have grasped the Gospel more accurately, Luther said: "Ah, when a teacher can preach Christ simply out of the Catechism, he is a blessed preacher; there were in Moses' tabernacle not only golden and silver vessels, but also vessels of copper and iron, yet they all served the eternal Son of God."

The German Evangelical Lutheran Synod of Missouri, Ohio, and Other States

will hold its next sessions in St. Louis, Mo., beginning the second Wednesday after Pentecost, from June 21 to July 1. Arriving brothers should inquire for the local pastor's residence at the establishment of Mr. L. Pechmann, dealer in German glass and porcelain wares, No. 22 Main Street, near the Old Market.

Paid.
For the 4th Volume: Messrs. Golmar, Grüninger, P. Röbbelen (4 copies).

Printed by Arthur Olshausen, publisher of the Anzeiger des Westens.