Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 19 › Seite 32
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-10-13, Seite 32
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Gebet 23 · Kirche 13 · Geſang
Im „Apolageten“ No. 457, leſen wir: „Die
Fakultät von M'Kendree College hat Br. Wil⸗
helm Naſt die Würde eines Doctors der Theo⸗
logie ertheilt.“ Wir erwähnen dies nachträglich
zu unſerer Rechtfertigung; auch dies haben wir
nemlich erſt erfahren, nachdem unſer Aufſatz vom
heiligen Abendmahl bereits geſetzt war.
——
2——
(Eingeſandt.)
An den Lebensmüden mit ſeiner Klage:
„Ach wer im Himmel wär!“
(Siehe „Lutheraner“ IV, 2.)
O lieber Bruder, halte ein,
Noch iſt's nicht Zeit zu ſterben,
Erſt will noch mehr gekämpfet ſein
Für and're Himmels⸗Erben.
Gern theil' ich Deines Herzens Luſt,
Von hinnen abzuſcheiden,
Und an des ſüßen IEſu Bruſt
Ohn' Sünde ſich zu weiden.
Doch, Theurer, noch iſt es zu früh,
Das Schwert ſchon hinzulegen,
Mein Wunſch iſt, daß noch lang allhie
Du ſtehen mögſt in Segen.
Sieh' um Dich her! — Welch großes Feld
Gab Dir Dein HErr zu bauen!
In ſeinen Dienſt biſt Du erwählt:
Sei unverzagt ohn' Grauen.
Er giebt den Müden neue Kraft,
Wie Adler aufzufliegen,
Schenkt Dir des Glaubens Eigenſchaft,
In jedem Kampf zu ſiegen.
Sind gegen Dich der Feinde viel,
Als Schwarm- und Rottengeiſter:
Bleibt Chriſti Wahrheit Dir das Ziel,
So werden ſie nicht Meiſter.
2*
2*
2——
An die Hirtenſtimme (oder Kirchenboten 2) und
die Katholiſche Kirchenzeitung in Baltimore.
Schon ſeit langer Zeit ſind dieſe unſere bis⸗
herigen Wechſelblätter nicht mehr eingegangen.
Nun können und wollen wir ſelbige zwar keines⸗
wegs zwingen, mit uns fort und fort zu wech⸗
ſeln, da aber beide bisher fort und fort unſer
ihnen regelmäßig zugeſandtes Blatt ohne Weige⸗
rung angenommen haben, ſo ſehen wir uns ge⸗
nöthigt, dieſelben mit Hinweiſung auf das 7.
Gebot (oder nach reformirter Zählweiſe auf das 8.)
an ihre Schuldigkeit zu erinnern. R.
—
Einſturz eines Kirchgebäudes.
Noch vor kurzem, in der erſten Nummer dieſes
Jahrgangs, haben wir unſern lieben Leſern die
freudige Kunde gebracht, daß ſich in dem Städt⸗
chen Palmyra, Marion Co., Mo., ein kleines,
unter ihrem Paſtor, Herrn Beſt, aufblühendes
deutſch⸗lutheriſches Gemeindchen befinde, das am
8. Sonntage nach Trinitatis die Freude hatte,
das erſte Mal den Gottesdienſt in ſeinem neuer⸗
bauten Kirchlein zu halten. Wir ſind veranlaßt,
dieſer Gemeinde wieder Erwähnung zu thun;
diesmal aber, um die Theilnahme unſerer Brü⸗
der an einem Unglück in Anſpruch zu nehmen,
welches dieſelbe jüngſt betroffen hat. Am 18.
Sonntag nach Trinitatis früh Morgens geſchah
es nemlich, daß das Dach der neuerbauten Kirche
zuſammenbrach und in ſeinem Fall die Seiten⸗
N
wände auseinanderdrückte.
32
Er war das Werk
eines Augenblicks, und die freundliche Kirche bot
den Anblick einer öden Ruine dar. Nichts als
die Giebelwände blieben ſtehen. Die Urſache hier⸗
von ſoll die ſchlechte Beſchaffenheit des zum Bau
verwendeten Bauholzes ſein; der Haupt⸗Binde⸗
Balken war mitten entzwei gebrochen. Die kleine
arme Gemeinde iſt durch dieſes Ereigniß. in nicht
geringe Verlegenheit geſetzt. Sie preiſt zwar
Gott für die gnädige Bewahrung, die ſie hierbei
erfahren hat, denn wäre der Einſturz nur einige
Stunden ſpäter geſchehen, ſo würde die ganze
verſammelte Gemeinde unter den Trümmern ihres
Gotteshauſes begraben worden ſein. Aber be⸗
kümmert fragt ſie, woher Mittel nehmen, um das
in Schutt liegende Kirchlein wieder aufzubauen?
Noch war dasſelbe nicht über die Hälfte bezahlt,
und der Wiederaufbau würde nach der Berech⸗
nung Sachverſtändiger circa 3350 erfordern. —
So wenig wir ſonſt geneigt ſind, die Laſten einer
Gemeinde, inſonderheit was Kirchenbauten be⸗
trifft, andern aufbürden zu wollen, ſo fühlen wir
uns doch gedrungen, uns in dem gegenwärtigen
Falle an die Liebe unſerer Brüder zu wenden und
dieſelben hierdurch um Unterſtützung der Ge⸗
meinde zu Palmyra zu Wiederherſtellung ihres
Kirchleins anzuſprechen. Wir erbieten uns, an
uns etwa eingeſandte Unterſtützungsgelder in Em⸗
pfang zu nehmen und darüber im Lutheraner zu
quittiren; doch können ſolche auch unmittelbar
an die betreffende Gemeinde unter der Adreſſe:
Rev. J. P. Best, Palmyra, Marion Co., Mo.,
eingeſendet werden.
Kirchliche Nachricht.
Bremen, den 10. Auguſt. Im vorigen Mo⸗
nat ſind 300 Preußen mit dem Schiffe „Becke⸗
rath“ nach Südauſtralien abgegangen, und die⸗
ſem wird das neue Poſtſchiff „Gellert“ nachfolgen
mit einer noch größern Anzahl preußiſcher Luthe⸗
raner, welche unter Leitung ihres Hirten, des
Herrn Paſtors Oſter aus Poſen, eine Colonie
gründen wollen, wozu ihnen auch von Seiten
der ſüdauſtraliſchen Compagnie in London beſon⸗
dere Unterſtützung in Ausſicht geſtellt iſt. Der
„Beckerath“ hat eine deutſche Preſſe zur Be⸗
gründung einer deutſchen Zeitung in der Stadt
Adelaide mitgenommen. Zwei deutſche lutheriſche
Prediger, Kavel und Fritſche, leben dort bereits
ſeit 10 Jahren.
Die feierliche Betſtunde.
M. Martin Rinkart, der Verfaſſer des
herrlichen Geſanges „Nun danket alle. Gott“ ꝛc.
war Archidiaconus in ſeiner Vaterſtadt Eilen⸗
burg. Die Stürme des dreißigjährigen Krieges,
welche Deutſchland verheerten, hatten ſich auch
dieſer Stadt genahet. Schon waren die Bürger
derſelben durch Peſt, Hungersnoth, feindliche
Durchmärſche und Plünderung in Elend geſtürzt,
als am 21. Februar 1639 der ſchwediſche Oberſt⸗
lieutenant von Dörfling vor die Thore Eilen⸗
burgs rückte, und 30,000 Thaler mit der Dro⸗
hung forderte, daß, wenn die Stadt dieſe Summe
nicht zahlen würde, ſämmtliche Bürger mit
weißen Stäben herausgehen ſollten. Der fromme
Rinkart, welcher in dieſen harten Prüfungen ſchon
oft durch ſein kräftiges Verwenden ſeine Vater⸗
ſtadt vom gänzlichen Untergang gerettet hatte,
nahte ſich in Begleitung von Abgeordneten der
Bürgerſchaft dem Quartiere Dörflings, um eine
Fürbitte zu wagen. Allein, ſo demüthig und
eindringend er ſelbige auch ſtellte, ſo wurde ſie
dennoch von Dörfling kalt abgeſchlagen. Tief
betrübt, doch im Hinblick zum HErrn wieder
muthig erhoben, wendet er ſich zu den ihm fol⸗
genden Bürgern mit den Worten: „Kommt, meine
lieben Kinder, wir haben bei den Menſchen kein
Gehör noch Gnade mehr, wir wollen mit Gott
reden!“ Er ließ zur Betſtunde läuten; klagend
und jammernd ſtrömten die Unglücklichen dem
Gotteshauſe zu und bald waren die Räume des⸗
ſelben gefüllt. Da trat Rinkart vor den Altar,
ſtimmte mit freudigem Vertrauen das Lied an:
„Wenn wir in höchſten Nöthen ſein“ ꝛc., knieete
nach Beendigung desſelben mit ſeiner Gemeinde
nieder, betete das Vater unſer und legte mit in⸗
brünſtigem Flehen und vielen Thränen das
Schickſal der unglücklichen Bürger in die Hand
des Allmächtigen. Noch war nicht das Amen
dieſes heißen Flehens in den angefüllten Räumen
des Gotteshauſes verhallt, als die Kunde von
dieſer feierlichen Betſtunde zu dem ſchwediſchen
Befehlshaber kam. Tief erſchütterte ſie das kalte
Herz des Kriegers; Dörfling ließ von ſeinen For⸗
derungen ſo viel herunter, daß die ſchon ſehr
ſchwer gedrückte Bürgerſchaft im Stande war, die
Zahlung zu leiſten, ohne daß die Stadt dem gänz⸗
lichen Untergange Preis gegeben wurde.
Kann ein einziges Gebet
Einer gläub'gen Seelen,
Wenns zum Herzen Gottes geht,
Seines Zwecks nicht fehlen,
Was wirds thun,
Wenn ſie nun
Alle vor ihn treten
Und zuſammen beten!
Woran iſt die wahre Kirche zu erkennen?
Es iſt wohl und mit Fleiß zu merken, daß die
Kirche nimmer nicht vollkommen heilig iſt ohne
allen Makel und Aergerniß. Die rechte, wahre
Kirche iſt, die da betet, und aus dem Glauben
und mit Ernſt betet: „Vergib uns unſere Schuld,
als auch wir vergeben unſern Schuldigern.“ Die
Kirche iſt, die von Tage zu Tage immer zunimmt
und ſich beſſert, die von Tage zu Tage den neuen
Menſchen anlegt und anzeucht, und den alten ab⸗
legt. Die Kirche iſt, die des Geiſtes Erſtlinge,
nicht aber den Zehenden, viel minder die Fülle,
in dieſem Leben empfähet. Wir ſind noch nicht
gar vom Fleiſch ledig und los, ſondern ſtehen im
Werke, daß wir es ausziehen, und zunehmen oder
beſſer werden. Was nun von Sünden noch übrig
iſt, das ärgert die geiſtlichen Donatiſten, Ma⸗
nichäer, Papiſten, aber Gott ärgert es nicht, denn
er verzeihet und vergibt es um des Glaubens willen
an Chriſtum. Hierum wenn du willſt erkennen
die Kirche, mußt du ſchlecht nicht dahin ſehen, da
keine Laſter noch Aergerniß ſind, ſondern wo das
reine Wort und rechtſchaffene Reichung der Sa⸗
cramente ſei, wo die Menſchen das Wort Gottes
lieben und dasſelbige vor der Welt bekennen: wo
du dieſe Stücke findeſt, da beſchleuß, daß die
Kirche ſei. Es ſei ihrer gleich wenig oder viel
an der Zahl, die ſolches haben oder thun, ſo iſt
es doch gewiß, daß etliche ſein. (Luther in der
Erklärung des 90ſten Pſalms.)
Bezahlt.
2. Hälfte des 3. Jahrg. Herr Brockſchmidt sen.
3. Jahrg. Die HH. P. Schmidt (Ann Arbour), P. Hatt⸗
ſtädt (2 Ex.), Dr. Hunger.
1. Hälfte des 4. Jahrg. die HH. Ph. Ellinger und
Kreutel.
4. Jahrg. Die HH. Biermann, Fr. Brockſchmidt, Hils⸗
kötter, Jac. Harlos, Joh. Hoffmann, P. Hattſtädt (7 Ex.),
Dr. Hunger, Carl Jung, Jac. Knirr, P. Lochner, P. Lö⸗
ber, J. H. Landwehr, Fr. Sperber, Stullken, Jac. Trä⸗
ger, P. Wier, H. Wieſehan.
Gedruckt bei Arthur Olshauſen,
Herausgeber des Anzeiger des Weſtens.
English translation AI translation
In the "Apologete," No. 457, we read: "The faculty of McKendree College has conferred upon Brother Wilhelm Nast the degree of Doctor of Theology." We mention this belatedly in our own justification; for we, too, learned of it only after our article on the Holy Supper had already been set in type.
(Submitted.)
To the one weary of life, with his lament:
"Oh, that I were in heaven!"
(See "Lutheraner" IV, 2.)
O dear brother, hold back,
it is not yet time to die;
there is still more struggle to be waged
for other heirs of heaven.
Gladly would I share your heart's desire
to depart from this world,
and, without sin, to feast
upon the breast of sweet Jesus.
But, dear one, it is still too soon
to lay down the sword already;
my wish is that you may yet long
stand here in blessing.
Look about you! What a great field
your Lord has given you to work!
You have been chosen for his service:
be undaunted, without fear.
He gives the weary new strength,
to fly up as eagles do;
he grants you the gift of faith,
to be victorious in every struggle.
Though your enemies be many,
swarming sectarian spirits,
if Christ's truth remains your goal,
they shall not master you.
To the Hirtenstimme (or Kirchenbote) and the Katholische Kirchenzeitung in Baltimore.
For a long time now these exchange papers of ours have no longer been arriving. We certainly can and will not force them to continue exchanging with us; but since both of them have hitherto continually accepted, without refusal, the paper we regularly sent them, we find ourselves obliged to remind them of their duty, with reference to the Seventh Commandment (or, according to the Reformed numbering, the Eighth). R.
The Collapse of a Church Building.
Not long ago, in the first issue of this volume, we brought our dear readers the joyful news that in the small town of Palmyra, Marion County, Missouri, a small German Lutheran congregation was flourishing under its pastor, Mr. Best, and that on the 8th Sunday after Trinity it had the joy of holding worship for the first time in its newly built little church. We are now prompted to mention this congregation again — this time, however, to call upon the sympathy of our brethren for a misfortune which has recently befallen it. On the 18th Sunday after Trinity, early in the morning, it happened that the roof of the newly built church collapsed and, in falling, forced the side walls apart. It was the work of a single moment, and the once-pleasant church presented the sight of a desolate ruin. Nothing but the gable walls remained standing. The cause of this is said to be the poor quality of the timber used in the construction; the main tie-beam had broken clean in two in the middle. This small, poor congregation has been placed by this event in no small distress. It does indeed praise God for the gracious preservation it experienced in this, for had the collapse occurred only a few hours later, the whole assembled congregation would have been buried beneath the ruins of their house of God. But it asks anxiously where it shall find the means to rebuild the little church now lying in rubble. It had not yet paid even half of the original cost, and the rebuilding, according to the estimate of experts, will require about $350. — Little as we are otherwise inclined to burden others with the needs of a congregation, especially in matters of church building, we nevertheless feel compelled in the present case to appeal to the love of our brethren, and hereby to ask them for support for the congregation at Palmyra toward the restoration of their little church. We offer to receive any contributions sent to us and to acknowledge them in the Lutheraner; but they may also be sent directly to the congregation concerned, at the address: Rev. J. P. Best, Palmyra, Marion Co., Mo.
Church News.
Bremen, August 10. Last month 300 Prussians departed for South Australia on the ship "Beckerath," and this will be followed by the new mail ship "Gellert," carrying an even larger number of Prussian Lutherans who, under the leadership of their pastor, the Rev. Oster of Posen, intend to found a colony there, for which special support has also been held out to them by the South Australian Company in London. The "Beckerath" took with it a German press for the founding of a German newspaper in the city of Adelaide. Two German Lutheran preachers, Kavel and Fritzsche, have already been living there for ten years.
The Solemn Hour of Prayer.
M. Martin Rinkart, the author of the glorious hymn "Now Thank We All Our God," etc., was archdeacon in his native city of Eilenburg. The storms of the Thirty Years' War, which devastated Germany, had also drawn near to this city. Its citizens had already been plunged into misery by plague, famine, hostile troop movements, and plundering, when on February 21, 1639, the Swedish lieutenant colonel von Dörfling advanced before the gates of Eilenburg and demanded 30,000 thalers, with the threat that if the city did not pay this sum, all the citizens would have to come out bearing white staves. The devout Rinkart, who in these harsh trials had already often saved his native city from utter ruin through his vigorous intercession, approached Dörfling's quarters, accompanied by representatives of the citizenry, to venture a plea on their behalf. But however humbly and urgently he presented it, it was nonetheless coldly refused by Dörfling. Deeply grieved, yet lifted up again in courage by looking to the Lord, he turned to the citizens following him with the words: "Come, my dear children, we can find no hearing or mercy among men anymore; let us speak with God!" He had the bell rung for a prayer service; lamenting and wailing, the unfortunate people streamed to the church, and soon its rooms were filled. Then Rinkart stepped before the altar and, with joyful trust, struck up the hymn "When We Are in Greatest Need," etc.; after it ended, he knelt down with his congregation, prayed the Lord's Prayer, and, with fervent supplication and many tears, laid the fate of the unfortunate citizens into the hand of the Almighty. The "Amen" of this fervent supplication had not yet died away in the crowded rooms of the church when word of this solemn hour of prayer reached the Swedish commander. It deeply shook the cold heart of the warrior; Dörfling reduced his demands so much that the already heavily burdened citizenry was able to make the payment, without the city being given over to complete ruin.
Can a single prayer
of a believing soul,
when it reaches the heart of God,
fail of its purpose?
What then will it do
when all of them together
step before him
and pray as one!
How the True Church Is to Be Recognized.
It is well, and to be carefully noted, that the Church is never perfectly holy, without any blemish or offense. The right, true Church is the one that prays, and prays out of faith and in earnest: "Forgive us our trespasses, as we also forgive those who trespass against us." The Church is the one that continually grows and improves from day to day, that day by day puts on the new man and takes hold of him, and puts off the old. The Church is the one that receives, in this life, the firstfruits of the Spirit, but not the tithe, much less the fullness. We are not yet entirely free and released from the flesh, but are still in the process of putting it off, and of growing or becoming better. Whatever sin still remains offends the spiritual Donatists, Manichaeans, and Papists, but it does not offend God, for he forgives and pardons it for the sake of faith in Christ. Therefore, if you wish to recognize the Church, you must not simply look to where there are no vices or offenses, but rather to where the pure Word is and the sacraments are rightly administered, where people love the Word of God and confess it before the world: wherever you find these things, conclude that there the Church is. Whether those who have and do these things be few or many in number, it is nonetheless certain that some are there. (Luther, in his exposition of the 90th Psalm.)
Paid.
2nd half of the 3rd volume: Mr. Brockschmidt, Sr.
3rd volume: Messrs. P. Schmidt (Ann Arbor), P. Hattstädt (2 copies), Dr. Hunger.
1st half of the 4th volume: Messrs. Ph. Ellinger and Kreutel.
4th volume: Messrs. Biermann, Fr. Brockschmidt, Hilskötter, Jac. Harlos, Joh. Hoffmann, P. Hattstädt (7 copies), Dr. Hunger, Carl Jung, Jac. Knirr, P. Lochner, P. Löber, J. H. Landwehr, Fr. Sperber, Stullken, Jac. Träger, P. Wier, H. Wiesehan.
Printed by Arthur Olshausen, publisher of the Anzeiger des Westens.