Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 19 › Seite 147
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-10-13, Seite 147
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Union 9
ſchöpfte), mehr und minder Weſentliches, oder gar
Sachliches und Perſönliches durcheinander mi⸗
ſchen, und dadurch die Erledigung des gerade zu
berathenden Falles aufhalten, leicht etwas ſcharf
entgegen trete, wenn der Präſes, der das Unge⸗
hörige abwehren ſoll, aus falſcher Menſchenrück⸗
ſicht zu paſſiv dafür iſt. Auch das geſtehe ich,
daß ich gegen ſolche etwas kurz zu ſein pflege, die
ſo ziemlich aufgeblaſen mit vielen Worten einher⸗
neten und voll Nachdruck und Wichtigkeit doch
ſo gut wie Nichts beibringen, was zur rechten
Entſcheidung der vorliegenden Sache dient. Habe
ich nun hier und dort in der Art und Weiſe mei⸗
nes Auftretens wider die Liebe zu dieſen oder
jenen Perſonen geſündiget, ſo iſt es doch, ſo weit
ich mir bewußt bin, nur aus Liebe zur
Sache geſchehen, hege auch durch Gottes Gnade
nicht den geringſten Groll und Bitterkeit gegen
ſie und andere, deren faulen und wunden Fleck
ich auch berührte und die mir deshalb auch ſo
ziemlich feind und widerwärtig ſind. Uebrigens
bete ich täglich zu dem HErrn, daß er mir auch
die verborgenen Fehler verzeihe, kann aber zugleich
mit gutem Gewiſſen vor Gott und Menſchen ver⸗
ſichern, daß ich von Grund meines Herzens auch
jeden Gedanken verfluche und verdamme, der
nicht aus rechtſchaffener und aufrichtiger Liebe zu
Gott und den Menſchen herſtammt und als ſol⸗
cher mir offenbar wird. — Möge übrigens der
unirte Domkandidat Herr H., der Beſchauer und
Beurtheiler hieſiger kirchlicher Zuſtände, hinfüro
nicht ſo eilfertig und leichtfertig ſein, aus bloßen
Gerüchten und Bemerkungen Einzelner ſofort ein
abſchließendes Urtheil über Jemand zu ſtellen, ja
ſogar drucken zu laſſen, der ihm perſönlich ganz
unbekannt iſt und deſſen Geſinnung und Hand⸗
lungsweiſe er nicht durch unmittelbare Anſchau⸗
ung unzweifelhafter Thatſachen kennen gelernt
hat.
—
(Eingeſandt von Hermann Zick.)
Die Wittenberger Concordia, ein Beiſpiel
wahrer Union.
(Schluß.)
Es wurden nun viel herzlicher Briefe zwiſchen
Luther und den oberländiſchen Städten gewech⸗
ſelt. Zunächſt richtete er ein freundliches und
liebevolles Schreiben an die Stadt Augsburg,
welches dort eine unausſprechliche Freude erregte.
Um dasſelbe den Straßburgern mitzutheilen,
eilten auf Befehl der Obrigkeit Dr. Gereon Sey⸗
ler, ein berühmter Arzt, und Caspar Huberinus
dahin, worauf ſie ſich ſofort zu Luther begaben.
Sie überbrachten ihm Briefe von dem Rath und
den Predigern zu Augsburg und wurden von
ihm und den Seinigen auf das Freundlichſte auf⸗
genommen. Dieſem ſchönen Beiſpiele, womit die
Augsburger den Anfang zur wahren Union
machten, folgten die Straßburger, welche Luther
meldeten, daß alle ihre Amtsgenoſſen und Mit⸗
arbeiter in den Reichsſtädten Coſtnitz, Frankfurt,
Ulm, Eßlingen, Memmingen, Lindau, Kempten,
Landau, Weißenburg, Biberach, Isny das Be⸗
kenntniß angenommen hätten, welches Bueer den
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Augsburgern vorgeſchrieben hatte. Bucer ſelbſt
wurde von den Straßburgern nach Stuttgart zu
Brentius geſandt, um auch dieſem frommen und
gelehrten Manne jede Bedenklichkeit zu nehmen,
während Capito in Baſel und Zürich die Schwei⸗
zer für das Werk des Friedens zu gewinnen
ſuchte. Dieſe Zeichen wiederkehrender Eintracht
erfüllten das Herz Luthers in ſeinen alten Tagen
mit ſeliger, unausſprechlicher Freude; denn wie
der treue Streiter des HErrn damals ſelbſt von
ſich bekannte, „war er nun alt, grau und faſt
ganz ausgelebt, durch ſo viel Mühe und Ver⸗
ſuchung abgemattet und alles ſatt und wünſchte
und ſehnte die Zeit ſeines Abſchiedes herbei, vor
welchem er nur noch Einigkeit zu ſehen und zu
hinterlaſſen hoffte“. Ja! es iſt wie eine köſtliche
hoheprieſterliche Salbe über alle ſeine Worte aus⸗
gegoſſen, wenn er von dieſer großen Hoffnung
ſpricht. „Gott, der Vater alles Troſtes, Freude
und Einigkeit“, ſchreibt er an die Augsburger,
„ſei gelobt in Ewigkeit, und vollbringe ſolch ſein
feines Werk zum ſeligen Ende bis auf jenen
Tag, Amen! Es iſt uns damit ein ſchwerer
Stein vom Herzen genommen, nämlich der Arg⸗
wohn und das Mißtrauen, welches, ob Gott will,
nicht wieder darauf kommen ſoll. Mir iſt nichts
Fröhlicheres die ganze Zeit des wiederaufgegan⸗
genen Evangelii widerfahren, als daß ich nach
dem kläglichen Zwieſpalt endlich eine Concordiam
hoffen, ja ſehen kann. Denn Dr. Gereons Be⸗
richt und euer Schreiben erzeigen ſich dermaßen,
daß nunmehr meine Wunde, das iſt: Argwohn,
dermaßen geheilet iſt, daß auch keine Narbe übrig.
Darum bitte ich euch durch Chriſtum, der ſolch'
Werk in euch angefangen, fahret fort und behar⸗
ret in dieſer Frucht des Geiſtes. Ihr wollet euch
auch mit ſo herzlicher und rechtſchaffener chriſtli⸗
cher Liebe gegen uns erzeigen, wie wir euch mit
rechter Liebe und Treue aufnehmen; und ſollet
euch gewißlich deß verſehen in Chriſto, daß ihr
uns nichts könnet auflegen, das wir nicht gerne
mit Freuden thun, ja auch leiden wollen, dieſe
Concordia zu bekräftigen. Denn wenn dieſe Con⸗
cordia beveſtiget iſt, will ich mit freudigen Thrä⸗
nen ſingen: HErr, nun läſſeſt Du Deinen Die⸗
ner in Frieden fahren! Denn ich werde der Kirche
den Frieden hinterlaſſen, das iſt: die Ehre Got⸗
tes, die Strafe des Teufels und die Rache an
allen Feinden und Widerwärtigen. Seid ver⸗
ſichert, daß ich, ſo viel an mir iſt, alles treulich
und fröhlich thun und leiden werde, was zur Voll⸗
endung dieſer Concordia möglich iſt. Denn ich
verlange, wie vorgedacht, nichts mehr, als daß
ich dieſes Leben in Friede, Liebe und Eintracht
des Heiligen Geiſtes mit euch bald ſchließen möge.
Chriſtus IEſus, der Urheber des Lebens und
Friedens, füge uns durch das Band ſeines Gei⸗
ſtes zu immerwährender Einigkeit zuſammen!“
Somit hatte ſich Alles ſchön und lieblich ge⸗
ſtaltet, als im Anfange des Jahres 1536 alle
Friedenshoffnungen zu ſchwinden drohten. In
der Schweiz wurden nämlich damals wieder ge⸗
druckt Zwingli's expositio fidei (Darſtellung
der Glaubenslehre), und Zwingli's und Oeco⸗
lampadius' Briefe, Schriften voll der anſtößigſten
Irrthümer. Dazu waren letztere mit einer kurzen
Vorrede Bucers verſehen, worin er offen ihre Rechtgläubigkeit in Schutz nimmt.
Als dieſe Schriften nach Sachſen kamen, be⸗
fremdete man ſich ſehr darüber. Melanchthon
verlor alle Hoffnung; auch Luther zweifelte.
„Nachdem ihr es aber dafür achtet“, ſchrieb der
treffliche Kurfürſt Johann Friederich an ihn,
„daß der Concordia halber wenig Troſt und Hoff⸗
nung ſein ſoll: das hören wir wahrlich nicht
gern. Wir ſind aber ungezweifelter Hoffnung
und Zuverſicht, der allmächtige Gott werde es
damit zu ſeiner Ehre wohl gnädiglich zu ſchicken
wiſſen.“ Zugleich ermahnte er ihn treulich, feſt
und beſtändig bei ſeiner Lehre zu verharren, mit
dem Zuſatze: „wie wir auch ohne unſere Erinne⸗
rung der Beſtändigkeit wiſſen, daß an euch kein
Mangel ſein wird“. Weil aber die Sachen „groß,
tapfer und wichtig“ ſeien, ſo befahl er ſeinem
Canzler Gregorius Brück, bei der Unterredung
gegenwärtig zu ſein.
Zum Orte der Zuſammenkunft war zuerſt
Eiſenach beſtimmt, dann, wegen Luthers anhal⸗
tender Kränklichkeit, das näherliegende Grimma.
Im Mai des Jahres 1536 kamen die Abgeord⸗
neten der oberländiſchen Städte, Martin Bucer
und Wolfgang Capito von Straßburg, Martin
Frecht von Ulm, Bonifacius Lycoſthenes und
Wolfgang Musculus von Augsburg, Johann
Bernhardi von Frankfurt am Mayn, Jacob Ot⸗
ther von Eßlingen, Gervaſius Scholaſticus von
Memmingen, Matthäus Alber und Georg Schra⸗
din von Reutlingen, Martin Germanus von
Surfeld, nach Gotha, wo ſie der Superintendent
Friedrich Myconius freundlich empfing. Schon
dort kam es zur Auseinanderſetzung der Haupt⸗
ſache; Myconius erklärte ihnen kurz und deutlich
die Lehre unſerer Kirche, wodurch dem Bucer und
Capito mehrere Punkte klarer wurden. Ja, ſie
mußten endlich geſtehen, daß unſere Lehre mit der
heiligen Schrift und den heiligen Vätern der rei⸗
nen Kirche übereinſtimme.
Darauf begaben ſich Alle nach Eiſenach, wo
ſich der dortige Superintendent, Juſtus Menius,
ihnen anſchloß. Weil Luthers Schwachheit noch
fortdauerte, kam man überein, ſtatt nach Grimma,
ſogleich nach Witten berg zu gehen. Unter⸗
weges wurden die Geſpräche fortgeſetzt, wobei
keine Stunde verging, da die Unſrigen nicht hät—
ten etwas erklärt und tapfer erſtritten, daß das
Brod im heiligen Abendmahle der wahre Leib
Chriſti ſei. In Wittenberg angekommen, zogen
die Fremden in die ihnen auf kurfürſtlichen Be⸗
fehl bereitete Herberge ein, Myconius und Me⸗
nius aber berichteten Luther und Melanchthon,
daß ſie die Oberländiſchen auf dem Wege meiſtens
gewonnen hätten. Melanchthon faßte wieder
ein Herz, Luther hatte jedoch Bedenken, ob ſie es
auch aufrichtig meinten.
Am 22. Mai früh Morgens gingen Bucer
und Capito allein zu Luther und übergaben ihm
die Schreiben der oberländiſchen Städte. Nach⸗
mittags desſelben Tages kamen Bucer und Capito
wieder in Luthers Wohnung, während von un⸗
ſerer Seite außer Luther und Melanchthon auch
English translation AI translation
..., more or less essential matters, or even matters of substance and matters personal, all mixed together, and thereby delay the settlement of the case actually under discussion), I am prone to respond somewhat sharply, when the presiding officer, whose duty it is to check what is improper, is too passive about it out of a mistaken regard for persons. I also confess this: that I tend to be rather curt with those who go about rather puffed up with many words and, full of emphasis and self-importance, yet contribute as good as nothing that serves toward the right decision of the matter at hand. If, then, I have here and there sinned against love toward this or that person in the manner and way of my conduct, it has nevertheless happened, so far as I am aware, only out of love for the cause; and by God's grace I harbor not the least grudge or bitterness against them and others whose sore and festering spot I have likewise touched, and who are for that reason rather hostile and ill-disposed toward me. For the rest, I pray daily to the Lord that He would also forgive me my hidden faults, but I can at the same time assure, with a good conscience before God and men, that from the bottom of my heart I also curse and condemn every thought that does not spring from honest and sincere love toward God and men, and that becomes manifest to me as such. — May, moreover, the united-church candidate for the ministry, Mr. H., the observer and judge of church conditions here, henceforth not be so hasty and light-minded as to pass, and even have printed, a final judgment upon someone from mere rumors and remarks of individuals — someone who is personally quite unknown to him and whose disposition and conduct he has not come to know through direct observation of indubitable facts.
—
(Submitted by Hermann Zick.)
The Wittenberg Concord, an Example of True Union.
(Conclusion.)
Many more cordial letters were now exchanged between Luther and the Upper German cities. First he addressed a friendly and loving letter to the city of Augsburg, which aroused there an inexpressible joy. In order to communicate this to the Strasbourgers, Dr. Gereon Seyler, a famous physician, and Caspar Huberinus hastened there by order of the authorities, whereupon they betook themselves at once to Luther. They brought him letters from the council and the preachers of Augsburg and were received by him and his household in the most friendly manner. This beautiful example, by which the Augsburgers made the beginning of true union, was followed by the Strasbourgers, who reported to Luther that all their fellow ministers and co-workers in the imperial cities of Constance, Frankfurt, Ulm, Esslingen, Memmingen, Lindau, Kempten, Landau, Weissenburg, Biberach, and Isny had accepted the confession that Bucer had prescribed for the Augsburgers.
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Bucer himself was sent by the Strasbourgers to Stuttgart to Brentius, in order to remove every scruple from this pious and learned man as well, while Capito sought in Basel and Zurich to win the Swiss over to the work of peace. These signs of returning concord filled Luther's heart in his old age with blessed, inexpressible joy; for as the faithful warrior of the Lord himself confessed of himself at that time, "he was now old, gray, and almost entirely worn out, wearied by so much labor and temptation, and weary of everything, and wished and longed for the time of his departure, before which he hoped to see and leave behind only unity." Indeed! It is as though a precious high-priestly ointment were poured out over all his words when he speaks of this great hope. "God, the Father of all comfort, joy, and unity," he writes to the Augsburgers, "be praised in eternity, and may He bring this His fine work to a blessed end until that day, Amen! A heavy stone has thereby been taken from our hearts, namely the suspicion and mistrust which, God willing, shall not return again. Nothing more joyful has happened to me in this whole time of the reawakened Gospel than that, after the lamentable division, I can at last hope for, indeed see, a Concord. For Dr. Gereon's report and your letter show themselves to be such that my wound — that is, suspicion — is now so thoroughly healed that not even a scar remains. Therefore I beg you, through Christ, who has begun such a work in you, continue and persevere in this fruit of the Spirit. May you also show yourselves toward us with as hearty and upright a Christian love as we receive you with true love and faithfulness; and you may certainly be assured of this in Christ, that you can lay nothing upon us that we would not gladly and joyfully do, indeed even suffer, in order to confirm this Concord. For when this Concord is confirmed, I will sing with joyful tears: Lord, now lettest Thou Thy servant depart in peace! For I shall leave to the church peace — that is, the honor of God, the punishment of the devil, and vengeance upon all enemies and adversaries. Be assured that I, so far as it lies in me, will faithfully and joyfully do and suffer everything possible for the completion of this Concord. For I desire, as said before, nothing more than that I might soon close this life with you in peace, love, and the unity of the Holy Spirit. Christ Jesus, the author of life and peace, join us together through the bond of His Spirit unto everlasting unity!"
Thus everything had shaped up beautifully and delightfully, when at the beginning of the year 1536 all hopes for peace threatened to vanish. For in Switzerland there were at that time printed again Zwingli's expositio fidei (an exposition of the doctrine of faith), and the letters of Zwingli and Oecolampadius, writings full of the most offensive errors. In addition, the latter were furnished with a short preface by Bucer, in which he openly took their orthodoxy under his protection.
When these writings reached Saxony, people were greatly taken aback by them. Melanchthon lost all hope; Luther too had doubts. "Since, however, you consider," the excellent Elector John Frederick wrote to him, "that there is to be little comfort and hope regarding the Concord: we truly do not hear this gladly. We are, however, of undoubting hope and confidence that Almighty God will know well and graciously how to bring it about, to His honor." At the same time he faithfully exhorted him to remain firm and steadfast in his doctrine, adding: "as we also know, without needing to remind you of steadfastness, that there will be no lack in you." But because the matters were "great, weighty, and important," he commanded his chancellor Gregorius Brück to be present at the conference.
Eisenach was first designated as the place of meeting; then, because of Luther's continuing sickliness, the nearer-lying Grimma. In May of the year 1536 the deputies of the Upper German cities came to Gotha — Martin Bucer and Wolfgang Capito from Strasbourg, Martin Frecht from Ulm, Bonifacius Lycosthenes and Wolfgang Musculus from Augsburg, Johann Bernhardi from Frankfurt am Main, Jacob Otther from Esslingen, Gervasius Scholasticus from Memmingen, Matthäus Alber and Georg Schradin from Reutlingen, Martin Germanus from Surfeld — where the superintendent Friedrich Myconius received them in a friendly manner. Already there it came to a discussion of the main matter; Myconius explained to them, briefly and clearly, the doctrine of our church, whereby several points became clearer to Bucer and Capito. Indeed, they finally had to confess that our doctrine agreed with Holy Scripture and with the holy fathers of the pure church.
Thereupon all proceeded to Eisenach, where the superintendent there, Justus Menius, joined them. Because Luther's weakness still continued, it was agreed to go at once to Wittenberg instead of to Grimma. Along the way the discussions were continued, and scarcely an hour passed in which our men did not explain and valiantly contend that the bread in the holy Lord's Supper is the true body of Christ. Having arrived in Wittenberg, the visitors moved into the lodging prepared for them by order of the Elector, while Myconius and Menius reported to Luther and Melanchthon that they had, for the most part, won over the Upper Germans along the way. Melanchthon took heart again, but Luther had doubts as to whether they meant it sincerely.
On the morning of May 22, Bucer and Capito went alone to Luther and handed him the letters of the Upper German cities. In the afternoon of the same day, Bucer and Capito came again to Luther's dwelling, while from our side, besides Luther and Melanchthon, also