Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 15 › Seite 128
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-03-01, Seite 128
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Tod 3 · Kirchengemeinſchaften 3
ſind gar ſeltſam, die ſich der rechten Mittelſtraße
halten. Ja, es wird auch wohl den frommen
Chriſten ſchwer. — Luther in ſeiner Predigt
über 1 Joh. 4, 16—21. Von der Liebe.
Sündlichkeit des Zweifels an Gottes Gnade.
Gott verſpricht dir, wenn du die Welt verläſ⸗
ſeſt, ein ewiges Leben, und du zweifelſt und
ſchwankeſt? Das heißt, von Gott gar nichts
wiſſen; das heißt, Chriſtum, den Herrn und
Meiſter der Gläubigen, durch die Sünde des
Unglaubens beleidigen; das heißt, in der Kirche
als in der Wohnung des Glaubens den Glau—
ben verleugnen. Cyprian. serm. 4 de mortal.
Voltaire's Hoffnung im Tode.
Als der Arzt des Herzogs von Orleans,
Namens Tronchin, zu dem alten Religions⸗
ſpötter Voltaire geſchickt wurde, um ihn in
ſeiner Krankheit zu behandeln, ſagte Voltaire
zu ihm: „Mein Herr, ich wünſche, daß Sie mir
das Leben retten: ich gebe Ihnen die Hälfte mei⸗
nes Vermögens, wenn Sie meinen Tagen noch
ſechs Monate zuſetzen. Wo nicht, ſo fahre ich
zum Teufel, und nehme Sie mit mir.“
Methodismus.
Herr Köneke macht im Apologeten verſchiedene
Angriffe auf mich. Ich hatte gegen ſeine unge⸗
rechten Beſchuldigungen meinen Freund Francke
vertheidigt, der mit mir kürzlich aus Deutſchland
gekommen war, um hier der evang.⸗lutheriſchen Kirche zu dienen, und ihm dabei die Wahrheit
klar und ſcharf geſagt. Das erbittert ihn. Er
antwortet mir mit Spott und Hohn und beweiſ't
damit ſein böſes Gewiſſen und ſeine ſchlechte
Sache. Spott und Hohn widerlege ich nicht,
ich ertrage ſie freudig um JEſu willen, weil Hr.
Köneke daran lügt. Ich verzeihe ihm, was er
gegen mich geläſtert; was er gegen Andere ge—
läſtert, welche beſſer ſind, als er, das verzeihe ihm
Gott, wenn er aufrichtig Buße thut, was ich ihm
von Herzen wünſche.
Die Eigenthümer jener Kirche, in welche ſich
die Methodiſten ſchlichen, ſind der Mehrzahl
nach Glieder meiner Gemeinde. Darum hatten
ſie ein Recht, den Methodiſten den Eingang zu
verweigern. Darum war es gottlos, daß die Me⸗
thodiſten dennoch hineinbrachen. Wie ich höre,
wurde das Schloß nach zwei Tagen in zerbroche⸗
nem Zuſtande von einem Methodiſten wieder
zurückgebracht.
Die Prediger der evang.-lutheriſchen Kirche
vergeben den Menſchen die Sünden nicht aus
eigener Vollmacht, wie Herr Köneke läſtert, ſon-
dern aus Befehl des HErrn IEſu Chriſti, wel—
cher der Kirche und durch dieſe dem heiligen Pre—
digtamte die Himmelsſchlüſſel, oder die Gewalt!
zu löſen und zu binden gegeben hat, da er ſpricht
Joh. 20, 23.: Welchen ihr die Sünden erlaſſet,
denen ſind ſie erlaſſen; und welchen ihr ſie be—
haltet, denen ſind ſie behalten.
Ich habe geſagt, daß die Methodiſten die Taufe
und das Abendmahl als bloße Ceremonieen
ſchändlich verachten. Herr Köneke nennt dies
Verleumdung. Damit legt ſein böſes Gewiſſen
wider Willen Zeugniß gegen ihn ſelber ab. Er
möchte es gerne leugnen, weil er ſein Unrecht
fühlt; aber er kann es nicht, denn es reden gegen
ihn die offenbarſten Zeugniſſe. — Ceremonieen
ſind äußere Sitten, Geberden und Zeichen, wel⸗
chen eine geiſtige Bedeutung beigelegt wird. So
das Niederknieen. Dadurch werden keine himm⸗
liſchen Güter mitgetheilt, es drückt aber auf paſ—
ſende Weiſe die Ehrfurcht gegen Gott aus. Die
heiligen Sacramente ſind aber keine bloßen Cere⸗
monieen, denn durch dieſelben werden uns unter
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ſichtbaren Zeichen himmliſche Güter mitgetheilt,
durch die heilige Taufe der Heilige Geiſt, durch
das heilige Abendmahl der wahre Leib und das wahre Blut des HErrn. Die Methodiſten aber
leugnen die himmliſchen Güter und laſſen bloß
die ſichlbaren Zeichen ſtehen, welchen ſie nur eine
geiſtige Bedeutung beilegen. Sie machen alſo
aus den heiligen Sacramenten bloße äußere Cere⸗
monieen, das iſt aber Gottes heilige Stiftungen
mit freveler Willkühr verändern, mithin ſie ſchänd—⸗
lich verachten.
Es iſt ein heiliger, unverbrüchlicher Grundſatz
der rechtgläubigen Kirche, daß Niemand ein kirch⸗
liches Amt übernehmen darf, er ſei denn ordentlich
berufen. Denn die heilige Schrift ſagt Ebr. 5, 4.:
Niemand nimmt ihm ſelbſt die Ehre, ſondern der
auch berufen ſei von Gott, gleichwie der Aaron.
Nun wiſſen wir aber aus Ap. Geſch. 6. 7. und 8.,
daß Stephanus und Philippus auch das Wort
Gottes verkündigt haben. Daraus folgt unwider⸗
ſprechlich, daß ihnen von der apoſtoliſchen Ge—
meinde bei ihrer Berufung außer der Almoſen⸗
pflege auch das Predigtamt befohlen war. Alſo
hatte die apoſtoliſche Gemeinde die köſtliche Frei⸗
heit, die Diener der Kirche im weiteſten Sinne
ſelbſt zu wählen und zu berufen. Gaben nun die
Apoſtel der Gemeinde in einem Falle das Recht,
dieſe Freiheit auszuüben, ſo werden ſie es derſelben
bei der Conſequenz ihres Handelns auch in andern
Fällen nicht verweigert haben. Und hatte die
apoſtoliſche Gemeinde das Recht, Kirchendiener zu
berufen, welche zunächſt für ihre leiblichen Be—
dürfniſſe zu ſorgen hatten, wie viel mehr, wo es die
ausſchließliche Sorge für die Seelen galt? Das-—
ſelbe beweiſen viele andere Stellen der heiligen
Schrift und die ganze apoſtoliſche Praxis. Nur
Herr Köneke iſt fähig, dieſes zu leugnen.
Der methodiſtiſche Reiſeplan wird von Herrn
Köneke natürlich gelobt, weil dadurch das Schleicherhandwerk in eine Art von Syſtem gebracht
wird. Er iſt aber von der rechtgläubigen Kirche beſtändig verworfen. Herr Köneke läſtert die
evangeliſch-lutheriſche Kirche, daß ihre Prediger
um des Gewinnſtes willen andere Gemeinden
ſuchen, welche mehr einbringen; ſich dabei ver⸗
drängten, u. ſ. w. Es iſt gottlos, die Sünden
einzelner heuchleriſcher Namen-Lutheraner der
ganzen evangeliſch-lutheriſchen Kirche zur Laſt zu
legen, zumal dieſe ſolches ſchändliche Verfahren
bis hieher ſtets auf das Entſchiedenſte ver—
dammet hat.
Ich habe meinen Gegner kurz abgewieſen; die
Leerheit ſeiner Ausflüchte iſt zu offenbar, um viele
Worte darüber zu verlieren. Gott ändre ſeinen
Sinn; möge er aufhören, die Seelen zu ver—
führen. Ich rathe ihm freundlich, die evangeliſch—
lutheriſche Kirche in Frieden zu laſſen. Will er
aber guten Rath nicht annehmen, ſo ſoll ihm ge—
dient werden, wie er es verdient.
Hermann Fick.
Kirchliche Nachrichten.
Am 12. März dieſes Jahres, am Sonntage
Invocavit, erhielt Herr Candidat Franz Ju—
lius Biltz auf ſein bei der ev.-luth. Synode
von Miſſouri, Ohio u. a. St. eingereichtes Ge—
ſuch durch die HH. PP. Löber und Gruber aus
Perry County, Mo., inmitten der deutſchen ev.⸗
luth. Gemeinde am Apple Creek, Cape Girardeau
County, Mo., die ihn zu ihrem Seelſorger ordent⸗
lich berufen hatte, die kirchliche Ordination. Der
liebe junge Amtsbruder hatte von Jugend an bis
zu ſeinem Eintritt in das heilige Amt ſeine Aus—
bildung dazu in dem philologiſch-theologiſchen
Seminar zu Altenburg in Perry County, Mo.,
erhalten. Möge unſer lieber HErr IEſus Chri—
ſtus, das unſichtbare Oberhaupt Seiner Kirche,
dieſen Seinen Knecht, den Er in Seinen Wein⸗
berg berufen, wie mit Seinen Gaben, ſo mit
viel Segen ſchmücken, zu Seines heiligen Na⸗
mens Ehre und vieler durch Ihn erkauften Seelen
Rettung. Amen.
Aus einem Schreiben des Herrn Paſtor A.]“
Hoyer erfahren wir, daß ſich am 27. Februar
d. J. in Harford County, Md., an einem von
Baltimore ohngefähr 24 Meilen entfernten Orte
eine kleine lutheriſche Gemeinde gebildet und ſich
hierbei auf ſämmtliche öffentliche Bekenntniſſe un⸗
ſerer heiligen Kirche gegründet hat. Der Ge⸗
meinde ſteht der genannte Herr Paſtor Hoyer vor.!
Derſelbe, vom Conſiſtorium zu Hannover examinirt und ordinirt, kam im vorigen Jahre nach
Amerika, um hier unſerer Kirche zu dienen, unter⸗
ſtützte ſeit September v. J. Herrn Paſtor Wyne⸗
ken in Baltimore in ſeinem arbeitsvollen Amte
und arbeitet gegenwärtig an vier Hauptplätzen in
verſchiedenen Gegenden Marylands. Möge das
Wort des HErrn: „Ihr ſeid das Salz der Erde“,
an unſerem eifrigen lieben Amtsbruder auf das
Herrlichſte ſich bethätigen.
„Vor allen Dingen ergreifet den Schild des
Glaubens, mit welchem ihr auslöſchen könnet
alle feurige Pfeile des Böſewichts.“
(Epheſ. 6, 16.)
Der ſelige Johann Brenz, der berühmte
Würtembergiſche lutheriſche Theolog, erzählt in
der Vorrede zu dem 5. Theile ſeiner Werke eine
merkwürdige Geſchichte von einem ſeiner Tauf⸗
pathen, einem geweſenen frommen Burgemeiſter
in Schwäbiſch⸗Halle, woraus man ſehen kann,
wie der Teufel die Seelen anzugreifen pflege, aber
auch, wie er überwunden werde. Jener Burge⸗
meiſter lag nemlich hart krank darnieder, und
ſiehe! eines Tages kommt ein Mann, in Geſtalt
eines Schreibers, in ſeine Stube, Papier, Tinte
und Feder in ſeiner Hand tragend, ſetzt ſich an
einen Tiſch und ſpricht zu dem Kranken: „Chri—
ſtoph, erzähle nach einander deine Sünden, die
du je begangen. Denn ich bin von Gott geſandt,
daß ich dieſelben verzeichnen und vor Gottes Rich-
terſtuhl bringen ſoll.“ Der Kranke merkte gar bald, daß er es mit dem Teufel zu thun habe; er
richtete ſich daher im Bette auf, und ſprach: „Ja,
jedoch muß man vor allem oben drüber einen Ti⸗
tel ſetzen. Schreibe alſo: „„Des Weibes
Saame wird der hölliſchen Schlange
den Kopf zertreten.““ Unter dieſen Titel—
ſchreibe jetzt alle Sünden meines ganzen Lebens,
die ich dir in die Feder diktiren will.“ Als der
Teufel in Menſchengeſtalt dies hörte, verſchwand
er auf der Stelle. Brenz ſetzt richtig hinzu:
„Dieſe Geſchichte habe ich mitheilen wollen, zu
zeigen, wie nothwendig es ſei, daß wir immer mit
dem Schwerdt des Heiligen Geiſtes umgürtet und
gerüſtet ſein, um alle feurige Pfeile des Böſe—
wichts auslöſchen zu können.“
Erhalten
52.00 zur Synodal⸗Miſſions⸗Caſſe von der Gemeindt
Altenburg. 82.00 zur Indianer-Miſſion von Herrn P.
Kranz in Mercer Co., Pa.
Bezahlt.
Den 3. Jahrg. Hr. Nicol. Frahs.
Den 4. Jahrg. Die HH. Nicol. Frahs, Heinrich Heve⸗
kette, Mich. Helferich, Mart. Kolbenſtädter, P. Kranz, P.
Schladermundt, Jakob und Chr. Wingert.
Die 2. Hälfte des 4. Jahrg. Hr. Lorenz Frahs.
Gedruckt bei Arthur Olshauſen,
Herausgeber des Anzeiger des Weſtens.
English translation AI translation
...few indeed are they who hold to the true middle way. Indeed, it is difficult even for pious Christians. — Luther, in his sermon on 1 John 4:16–21, On Love.
The Sinfulness of Doubting God's Grace.
God promises you, if you forsake the world, an eternal life, and you doubt and waver? This means knowing nothing of God at all; this means offending Christ, the Lord and Master of believers, through the sin of unbelief; this means denying faith within the Church itself, as within the dwelling-place of faith. — Cyprian, Sermon 4, On Mortality.
Voltaire's Hope in Death.
When the physician of the Duke of Orleans, named Tronchin, was sent to the old scoffer at religion, Voltaire, to attend him in his illness, Voltaire said to him: "Sir, I wish you to save my life: I will give you half of my fortune if you add six more months to my days. If not, then I go to the devil, and I shall take you with me."
Methodism.
Mr. Köneke makes various attacks upon me in the Apologete. I had defended my friend Francke against his unjust accusations — Francke, who had recently come with me from Germany to serve the Evangelical Lutheran Church here — and in doing so had told him the truth plainly and sharply. This has embittered him. He answers me with mockery and scorn, and thereby proves his bad conscience and his poor cause. Mockery and scorn I do not refute; I bear them gladly for Jesus' sake, because Mr. Köneke lies in doing so. I forgive him what he has slandered against me; what he has slandered against others who are better than he, may God forgive him, if he sincerely repents, which I wish for him from my heart.
The owners of that church into which the Methodists smuggled themselves are, for the most part, members of my congregation. Therefore they had a right to refuse the Methodists entry. Therefore it was godless that the Methodists broke in nonetheless. As I hear, the lock was brought back after two days in a broken condition by one of the Methodists.
The preachers of the Evangelical Lutheran Church do not forgive people's sins by their own authority, as Mr. Köneke slanders, but by the command of the Lord Jesus Christ, who gave to the Church, and through it to the holy preaching office, the keys of heaven, that is, the power to loose and to bind, when He says, John 20:23: "Whosesoever sins you remit, they are remitted to them; and whosesoever sins you retain, they are retained."
I have said that the Methodists shamefully despise Baptism and the Lord's Supper as mere ceremonies. Mr. Köneke calls this slander. In doing so his bad conscience bears witness against himself against his own will. He would like to deny it, because he feels his wrongdoing; but he cannot, for the plainest evidence speaks against him. — Ceremonies are outward customs, gestures, and signs, to which a spiritual meaning is attached. So it is with kneeling. No heavenly goods are thereby imparted; it merely expresses, in a fitting manner, reverence toward God. But the holy sacraments are no mere ceremonies, for through them heavenly goods are imparted to us under visible signs: through holy Baptism, the Holy Spirit; through the Holy Supper, the true body and the true blood of the Lord. The Methodists, however, deny the heavenly goods and let only the visible signs stand, to which they attach merely a spiritual meaning. They thus make of the holy sacraments mere outward ceremonies — but that is to alter God's holy institutions with wicked willfulness, and hence to despise them shamefully.
It is a holy, inviolable principle of the orthodox Church that no one may take up a churchly office unless he has been properly called. For Holy Scripture says, Hebrews 5:4: "No man takes this honor to himself, but he that is called of God, as was Aaron." Now we know, however, from Acts 6, 7, and 8, that Stephen and Philip also proclaimed the Word of God. From this it follows incontrovertibly that, at their calling by the apostolic congregation, the preaching office as well, besides the care of alms, was committed to them. Thus the apostolic congregation had the precious liberty to choose and call the servants of the Church for itself, in the widest sense. Now if the apostles, in one instance, gave the congregation the right to exercise this liberty, then, by the consistency of their own conduct, they will not have denied it to the congregation in other cases either. And if the apostolic congregation had the right to call church servants who were charged in the first place with caring for people's bodily needs, how much more so where the exclusive care of souls was at stake? The same is proven by many other passages of Holy Scripture and by the whole apostolic practice. Only Mr. Köneke is capable of denying this.
The Methodist itinerant plan is, of course, praised by Mr. Köneke, because through it the sneak-about trade is brought into a kind of system. It has, however, been consistently rejected by the orthodox Church. Mr. Köneke slanders the Evangelical Lutheran Church by saying that its preachers, for the sake of gain, seek out other congregations that pay more, and thereby crowd one another out, and so forth. It is godless to lay the sins of individual hypocritical Lutherans-in-name-only upon the whole Evangelical Lutheran Church, especially since she has, up to now, always condemned such shameful conduct in the most decided manner.
I have briefly dismissed my opponent; the emptiness of his evasions is too obvious to waste many words on. May God change his mind; may he cease to lead souls astray. I advise him in a friendly way to leave the Evangelical Lutheran Church in peace. But if he will not accept good advice, then he shall be served as he deserves.
Hermann Fick.
Church News.
On March 12 of this year, the Sunday Invocavit, Mr. Candidate Franz Julius Biltz, upon the petition he had submitted to the Evangelical Lutheran Synod of Missouri, Ohio, and other states, received his churchly ordination through the Reverend Pastors Löber and Gruber of Perry County, Mo., in the midst of the German Evangelical Lutheran congregation at Apple Creek, Cape Girardeau County, Mo., which had properly called him to be their pastor. The dear young brother in the ministry had, from his youth up until his entrance into the holy ministry, received his training for it at the philological-theological seminary at Altenburg in Perry County, Mo. May our dear Lord Jesus Christ, the invisible Head of His Church, adorn this His servant, whom He has called into His vineyard, with much blessing as well as with His gifts, to the honor of His holy name and the salvation of many souls purchased through Him. Amen.
From a letter of the Reverend Pastor A. Hoyer we learn that on February 27 of this year, in Harford County, Md., at a place about 24 miles from Baltimore, a small Lutheran congregation was formed, founding itself on all the public confessions of our holy Church. The aforementioned Pastor Hoyer stands at the head of the congregation. He, examined and ordained by the Consistory at Hanover, came to America last year to serve our Church here, has, since September of last year, assisted Pastor Wyneken in Baltimore in his labor-filled office, and is presently working at four main stations in various parts of Maryland. May the word of the Lord, "You are the salt of the earth," prove most gloriously true in our zealous, dear brother in the ministry.
"Above all, take up the shield of faith, with which you shall be able to quench all the fiery darts of the wicked one." (Ephesians 6:16.)
The blessed Johann Brenz, the famous Württemberg Lutheran theologian, relates in the preface to the fifth part of his works a remarkable story about one of his godsons, a former pious burgomaster in Schwäbisch Hall, from which one can see how the devil is accustomed to attack souls, but also how he is overcome. That burgomaster lay gravely ill, and behold, one day a man, in the guise of a scribe, comes into his room, carrying paper, ink, and pen in his hand, sits down at a table, and says to the sick man: "Christoph, relate one after another the sins you have ever committed. For I am sent by God to record them and bring them before God's judgment seat." The sick man soon perceived that he had the devil to deal with; he therefore raised himself up in bed and said: "Yes — but first of all one must put a heading above it. Write, then: 'The seed of the woman shall crush the head of the hellish serpent.' Under this heading now write down all the sins of my whole life, which I will dictate to you." When the devil in human form heard this, he vanished on the spot. Brenz rightly adds: "I have wished to relate this story, to show how necessary it is that we always be girded and armed with the sword of the Holy Spirit, so as to be able to quench all the fiery darts of the wicked one."
Received.
$52.00 for the Synodical Mission Fund from the congregation at Altenburg. $82.00 for the Indian Mission from Mr. Pastor Kranz in Mercer Co., Pa.
Paid.
The 3rd volume: Mr. Nicol. Frahs.
The 4th volume: Messrs. Nicol. Frahs, Heinrich Hevekette, Mich. Helferich, Mart. Kolbenstädter, P. Kranz, P. Schladermundt, Jakob and Chr. Wingert.
The 2nd half of the 4th volume: Mr. Lorenz Frahs.
Printed by Arthur Olshausen, Publisher of the Anzeiger des Westens.