Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 15 › Seite 119
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-03-01, Seite 119
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Abendmahl—Einſezungsworte · Abendmahl—Einſetzungsworte 11
könnte daher Chriſto ohne Läſterung eine ſolche
Verkehrtheit zuſchreiben?
4 Zu dem allem kommt noch hinzu, daß diejeni⸗
gen, welche die Worte: „Das iſt mein Leib; das
iſt mein Blut“, uneigentlich nehmen, dadurch auf
einen Sinn kommen, durch welchen dem heiligen
Abendmahl das Weſen eines Teſtamentes völlig
genommen wird. Denn was wäre das für ein
Teſtament, in welchem den Erben kein Erbgut
ausgeſetzt, ſondern nur geboten wäre, das Ge⸗
dächtniß des Verſtorbenen zu feiern und ſich an
gewiſſen Bildern und Zeichen von Erbgütern zu
ergötzen? Ein ſolches Teſtament mag wohl ein
Menſch aufſetzen laſſen, der ſelbſt im Angeſichte
des Todes das Schalken nicht laſſen kann, aber
nimmermehr der ſterbende Heiland.
Es darf aber endlich niemand meinen, daß es
nur menſchliche Gedanken ſeien, wenn man dar⸗
um die eigentliche Bedeutung der Abendmahls⸗
worte nicht verlaſſen zu dürfen meine, weil das
heilige Abendmahl ein Teſtament genannt werde.
Aus dem Briefe an die Galater erſehen wir, daß
der Heilige Geiſt ſelbſt den heiligen Apoſtel Pau⸗
lus einen ſolchen Schluß zu machen gelehrt hat.
Um nemlich die Juden zu überzeugen, daß man
feſt bei den Worten des Segens bleiben müſſe,
den Gott einſt durch den Saamen Abrahams
verheißen hat, erinnert der Apoſtel daran, daß
jene Segensworte ein göttliches Teſtament
enthielten, und ſpricht: „Lieben Brüder, ich will
nach menſchlicher Weiſe reden: verachtet man doch
eines Menſchen Teſtament nicht, wenn es be⸗
ſtätigt iſt, thut auch nichts dazu“ ꝛc. (Gal. 3,
15—17.)0
Uebrigens haben wir an dem Alten Teſta⸗
mente Gottes einen thatſächlichen Beweis dafür,
daß die göttlichen Teſtamen ts worte eigentlich
zu verſtehen ſeien; denn ſind nicht die Worte:
„Sehet, das iſt Blut des Bundes (oder
des Teſtamentes), den der HErr mit euch macht“
(2 Moſ. 24, 8.), bei welchen Worten Moſes das
Volk wirklich mit Blut beſprengte und
das Alte Teſtament beſtätigte, offenbar ei gent⸗
Auch der heilige Auguſtinus, der in ſeiner Aus⸗
legung des 22. Pſalms die ganze Bibel als das Teſtament
des himmliſchen Vaters vorſtellt, ſucht aus dieſer Vorſtel⸗
hung nachzuweiſen, wie thöricht es ſei, den Worten der
Schrift nicht ohne Weiteres zu folgen. Er ſchreibt nach
ſeiner lebendigen Darſtellung: „Wir ſind Brüder, warum
ſtreiten wir? Nicht ohne Teſtament iſt unſer Vater verſtor⸗
ben. Er machte ſein Teſtament, und ſo ſtarb er; ja er
ſtarb und erſtand wieder von den Todten. So lange i ſt
über die Erbſchaft Streit, bis das Teſtament publicirt wird,
und wenn es publicirt werden ſoll, ſo ſchweigen alle, daß
das Papier geöffnet und verleſen werde. Aufmerkſam hört
der Richter zu, die Advocaten verſtummen, die Gerichts⸗
diener gebieten Schweigen, das ganze Volk wartet mit ge⸗
ſpannter Aufmerkſamkeit darauf, daß die Worte des Ver⸗
ſtorbenen, der, in ſeinem Grabe ruhend, davon nichts weiß,
verleſen werden. Derſelbe liegt bewußtlos in ſeinem Grabe,
und ſeine Worte gelten: wie? und Chriſtus ſitzt im
Himmel — und ſeinem Teſtamente wird widerſpro⸗
cen? Laßt es uns öffnen und leſen. Wir ſind Brüder,
warum ſtreiten wir? Still, nicht ohne Teſtament hat uns
der Vater gelaſſen. Er, der das Teſtament gemacht hat,
lebt in Ewigkeit; er hört unſere Worte und er erkennt das⸗
nige an. Was wollen wir alſo ſtreiten? Laßt uns leſen!
Finden wir das ausgeſetzte Erbe, ſo laßt es uns an⸗
nehmen.“ (Opp. Ed. Busil. A. 1542. Tom. VII. fol. 114.)
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lich zu verſtehen geweſen? Auf dieſe Teſtaments⸗
worte des Alten Bundes bezieht ſich aber Chriſtus
ganz offenbar zurück, wenn er bei Einſetzung des
heiligen Abendmahls ſpricht: „Das iſt mein
Blut des neuen Teſtamentes.“ Der ganze Un⸗
terſchied, der zwiſchen dieſen Worten und den
Worten Moſis ſtatt findet, iſt dieſer, daß Chriſtus
die Worte: „mein“ und „neuen“ hinzuſetzt. So
gewiß nun jene Worte Moſis eigentlich zu ver⸗
ſtehen waren, die von dem Alten Teſtament han⸗
delten, ſo gewiß ſind auch die Worte Chriſti
eigentlich zu verſtehen, die von dem Neuen Teſta⸗
ment handeln. Es iſt daher unwiderſprechlich:
da das heilige Abendmahl das Neue Teſtament,
das Teſtament des wahrhaftigen und allmächti⸗
gen Sohnes Gottes, das Teſtament der ſterben⸗
den ewigen Liebe iſt, ſo iſt es ein größerer Frevel,
als man gewöhnlich denkt, den eigentlichen Sinn
der Worte der Einſetzung zu verlaſſen und ihnen
eine bildliche Deutung zu geben.
(Fortſetzung folgt.)
*
(Eingeſandt an den Redacteur.)
New York, 9. März 1848.
In dem Herrn geliebter Bruder!
Mit dieſem Namen erlaube ich mir, Sie anzu⸗
reden, da, obwohl ich nur zweimal. bei Ihnen
war, ich Sie doch dadurch lieben und achten ge⸗
lernt habe. Und wie Sie mir damals mit Liebe
entgegenkamen, ſo, hoffe ich, werden Sie auch,
was ich Ihnen jetzt zu ſchreiben habe, in Liebe
aufnehmen, und womöglich meiner an Sie zu
richtenden Bitte willfahren.
Als ich vor anderthalb Jahren aus Deutſch⸗
land hierherkam, war mein Verlangen und Ent⸗
ſchluß dahin gerichtet, Chriſtum den Gekreuzigten
zu predigen, und alle Diejenigen, die an Ihn
glaubten, als Brüder zu betrachten, ſelbſt bei Ver⸗
ſchiedenheit der Anſichten über dieſe und jene
Lehrpunkte oder Grundſätze der Kirchenverfaſſung.
Ich hatte damals ein offenes, weites Herz, wel⸗
ches gern das Werk des Heiligen Geiſtes aner⸗
kannte und ſich deſſelben freute, wo irgend nur
dies Werk zu finden ſeyn mochte.
Hier im Lande nun fand ich verſchiedene Kir⸗
chenparteien, und ſah dieſelben leider an vielen
Stellen in dem Verhältniß großer Spannung und
Erbitterung gegen einander ſtehn. Lange ſuchte
ich, mich hiervon frei zu halten und von den mich
umfluthenden Wogen des Parteigeiſtes mich nicht
hinreißen zu laſſen. Allein zuletzt ward ich davon
hingeriſſen; ward dies zum Theil unter dem Ein⸗
fluſſe körperlicher Reizbarkeit, die mit einem mich
befallenden ſchweren Erkältungs-Uebel (oder
ſchleichenden kalten Fieber) ſich verband.
Während der Monate Februar und März des
vorigen Jahres lag ich elend darnieder an der
eben genannten Krankheit, konnte nicht umher⸗
reiſen und wirken, und wollte doch nicht gern
müßig ſeyn. So beſchloß ich, nach Deutſchland
zu ſchreiben, um meinen Freunden daſelbſt den
predigerloſen Zuſtand der Deutſchen hier im
Lande an's Herz zu legen. Meine Abſicht war
gut, allein bei Ausführung derſelben ließ ich von
reißen, über zwei Kirchengemeinſchaften dieſes
Landes ein ſehr hartes Urtheil zu fällen und da⸗
durch wider die brüderliche Liebe zu handeln.
Dieſe zwei Kirchengemeinſchaften ſind die Alt⸗
lutheraner und die Methodiſten.
Es war damals mein Wunſch, daß, was ich
gegen dieſe Beiden ſchrieb, von Deutſchland zu⸗
rückkommen und den Betreffenden in die Hände
den oben genannten Einflüſſen mich leider hin⸗
kommen möge. Für den Fall, daß ſie darauf.
hin mich angreifen würden, gedachte ich, dies als
eine erwünſchte Gelegenheit zu benutzen, meine
Anklagen gegen ſie weiter auszuführen und zu
begründen. Allein mittlerweile hat ſich meine
ganze Stimmung und Geſinnung in Beziehung
hierauf geändert. Ich habe erkannt, daß der
Chriſt, der in Parteiſtreitigkeiten ſich einläßt,
gleichſam in eine dürre ſchwüle Luft ſich begibt,
wo der Saft des innern Lebens vertrocknet und
das Herz öde und ſtarr wird. Dies habe ich an
mir ſelbſt erfahren, und es iſt mir ſo vorgekom⸗
men, als ob manche Andre, ſowohl in den Reihen
der Altlutheraner, als der Methodiſten, wie auch
der Unirt⸗Evangeliſchen ꝛc., ebenfalls in derſelben
Gefahr ſtänden. Daher bereue ich jetzt ſehr, durch
meine Schrift „die Nacht des Weſtens“, die ich.
in jener Zeit ſchrieb, Anlaß gegeben zu haben,
daß das Feuer der Parteiſtreitigkeiten vielleicht
noch heller auflodern und die geiſtige Luft hier
noch ſchwüler werden könnte.
Ich halte es deßhalb für meine Pflicht, Alles
zu thun, dem zuvorzukommen oder entgegenzu⸗
wirken. Zu dieſem Ende habe ich in dem ab⸗
ſchriftlich beigelegten Schreiben an den Heraus⸗
geber des „Apologeten“ erklärt, daß ich die Beur⸗
theilung des Methodismus in der „Nacht des
Weſtens“ um der vielen, darin enthaltenen har⸗
ten und zum Theil ungerechten, Beſchuldi⸗
gungen willen zurücknehme und es bereue, dieſelbe
je geſchrieben zu haben. Ebenſo erkläre ich jetzt
Ihnen, daß ich die Beurtheilung der
altlutheriſchen Richtung in der „Nacht
des Weſtens“ um der vielen, darin
enthaltenen harten und zum Theil un⸗
gerechten Beſchuldigungen willen zu⸗
rücknehme, und es bereue, dieſelbe je
geſchrieben zu haben. Und dringend bitte
ich Sie, ſowohl einliegendem Briefe von mir an
Herrn Naſt, als auch gegenwärtigem Brief an
Sie, in Ihrem „Lutheraner“ eine Stelle zu ver⸗
gönnen.
Ich weiß wohl, daß der Schritt, den ich durch
dies mein Schreiben an Sie und durch das an
Herrn Naſt gethan, von Vielen gemißdeutet, und
vielleicht von Männern aller Parteien ungünſtig
beurtheilt werden wird. Conſequenz iſt eine der
Modetugenden dieſes Landes, und Inconſequenz
in den Augen der Meiſten eine größere Sünde,
als feindſeliger Sinn, Bitterkeit und Heftigkeit,
ſei dieſelbe auch noch ſo groß. Ich will aber lieber
die Conſequenz verletzen, als daß ich die Liebe
verletze; will lieber einen unrechten Schritt ſchon
hier auf Erden zurückzunehmen ſuchen, als daß
ich ſeine Folgen fortgehn und vielleicht in jenes
Leben hinübergehn laſſe; will lieber die Achtung
mancher Menſchen, als den Frieden mit Gott
verlieren. Mein Grundſatz wird hinfort der ſein,
daß ich, ohne meine eigne Ueberzeugung aufzuge⸗
ben, die Ueberzeugung Andrer, auch wenn ich ſie
nicht theilen kann, mit Achtung oder wenigſtens
mit Schonung und Milde, behandle.
Mit der Bitte, mir auch ferner Ihre Liebe zu⸗
zuwenden und in Ihre Fürbitte mich mit einzu⸗
ſchließen, endige ich für jetzt.
Ihr geringer Mitbruder
A. Rauſchenbuſch.
Herrn Paſtor Walther
in St. Louis.
Nachbemerkung des Redakteurs.
Wir haben es für unſere Pflicht gehalten, die vor⸗
ſtehende Erklärung nach dem Wunſche ihres Ur⸗
hebers unſeren Leſern mitzutheilen. Wir halten
es jedoch für überflüſſig, auch das erwähnte an
Herrn Naſt gerichtete Schreiben aufzunehmen, da
der weſentliche Inhalt dieſes Schreibens ſchon in
dem Mitgetheilten angegeben iſt.
English translation AI translation
...could therefore, without blasphemy, ascribe such perversity to Christ?
In addition to all this, there is the further fact that those who take the words: "This is my body; this is my blood" improperly thereby arrive at a sense by which the holy Lord's Supper is entirely robbed of the nature of a testament. For what kind of testament would that be, in which the heirs are bequeathed no inheritance at all, but are merely commanded to celebrate the memory of the deceased and to delight themselves in certain images and signs of an inheritance? Such a testament a man might indeed have drawn up who, even in the face of death, cannot cease his mockery — but never the dying Savior.
Let no one, finally, suppose that these are merely human notions when one holds that the proper meaning of the words of the Supper may not be abandoned because the holy Lord's Supper is called a testament. From the Epistle to the Galatians we see that the Holy Spirit himself taught the holy apostle Paul to draw just such a conclusion. For in order to convince the Jews that one must hold firmly to the words of the blessing which God once promised through the seed of Abraham, the apostle reminds them that those words of blessing contained a divine testament, and says: "Brethren, I speak after the manner of men: though it be but a man's testament, yet if it be confirmed, no man disannulleth, or addeth thereto," etc. (Gal. 3:15–17).
Moreover, we have in the Old Testament of God an actual proof that the words of the divine testaments are to be understood properly; for are not the words: "Behold, this is the blood of the covenant (or of the testament) which the Lord has made with you" (Exod. 24:8) — at which words Moses actually sprinkled the people with blood and confirmed the Old Testament — clearly to be understood properly?
Also St. Augustine, who in his exposition of Psalm 22 presents the whole Bible as the testament of the heavenly Father, seeks from this presentation to demonstrate how foolish it is not to follow the words of Scripture without further ado. He writes, in his vivid way: "We are brothers, why do we quarrel? Our Father did not die without a testament. He made his testament, and so he died; indeed, he died and rose again from the dead. So long there is dispute over the inheritance, until the testament is published, and when it is to be published, all fall silent, so that the document may be opened and read aloud. The judge listens attentively, the advocates fall silent, the court officers command silence, the whole people wait with strained attention for the words of the deceased — who, resting in his grave, knows nothing of it — to be read aloud. He lies unconscious in his grave, and yet his words hold good: how then, when Christ sits in heaven, is his testament contradicted? Let us open it and read. We are brothers, why do we quarrel? Be still — our Father has not left us without a testament. He who made the testament lives forever; he hears our words and acknowledges his own. Why then do we wish to quarrel? Let us read! If we find the bequeathed inheritance, let us accept it." (Opp. Ed. Basil. A. 1542. Tom. VII. fol. 114.)
To these testamentary words of the Old Covenant, Christ plainly refers back when, at the institution of the holy Lord's Supper, he says: "This is my blood of the new testament." The entire difference between these words and the words of Moses is this, that Christ adds the words "my" and "new." Now, as surely as those words of Moses, which dealt with the Old Testament, were to be understood properly, just as surely are the words of Christ, which deal with the New Testament, to be understood properly. It is therefore beyond dispute: since the holy Lord's Supper is the New Testament, the testament of the true and almighty Son of God, the testament of dying, eternal love, it is a greater outrage than one commonly supposes to abandon the proper sense of the words of institution and give them a figurative interpretation.
(Continuation to follow.)
*
(Sent in to the editor.)
New York, March 9, 1848.
Beloved brother in the Lord!
I take the liberty of addressing you by this name, since, although I was with you only twice, I have thereby come to love and esteem you. And just as you then received me with love, so I hope you will also receive, in love, what I now have to write to you, and if possible grant the request I am about to make of you.
When I came here from Germany a year and a half ago, my desire and resolve were directed toward preaching Christ crucified, and regarding all those who believed in him as brethren, even where there was difference of opinion on this or that point of doctrine or principle of church polity. I had at that time an open, broad heart, which gladly acknowledged the work of the Holy Spirit and rejoiced in it, wherever this work might be found.
Here in this country I then found various church parties, and saw them, sadly, standing in many places in a relationship of great tension and bitterness toward one another. For a long time I sought to keep myself free from this and not to let myself be carried away by the surging waves of party spirit that flowed around me. But at last I was swept away by it; this happened in part under the influence of a physical irritability connected with a severe chill-ailment (or lingering low fever) that had befallen me.
During the months of February and March of last year I lay miserably ill with the aforementioned sickness, could not travel about and work, and yet did not wish to be idle. So I resolved to write to Germany, in order to lay upon the hearts of my friends there the preacherless condition of the Germans here in this country. My intention was good, but in carrying it out I allowed myself, under the influences named above, unfortunately to be carried away into passing a very harsh judgment on two church bodies of this country, and thereby to act against brotherly love. These two church bodies are the Old Lutherans and the Methodists.
It was at that time my wish that what I wrote against these two should come back from Germany and reach the hands of those concerned. In case they should thereupon attack me, I intended to use this as a welcome opportunity to carry out and substantiate my accusations against them further. But in the meantime my whole mood and disposition in this regard has changed. I have recognized that the Christian who involves himself in party quarrels enters, as it were, into a dry, sultry air, where the sap of inner life dries up and the heart becomes desolate and rigid. This I have experienced in myself, and it has seemed to me as though many others, both among the ranks of the Old Lutherans and of the Methodists, as well as of the United Evangelicals, etc., likewise stood in the same danger. I therefore now very much regret having, through my pamphlet "The Night of the West," which I wrote at that time, given occasion for the fire of party strife perhaps to blaze up still more brightly and the spiritual air here to become still more sultry.
I therefore consider it my duty to do everything to forestall or counteract this. To this end I have declared, in the letter enclosed in copy to the editor of the "Apologist," that I withdraw my judgment of Methodism in "The Night of the West," on account of the many harsh and in part unjust accusations contained therein, and that I regret ever having written it. Likewise I now declare to you that I withdraw my judgment of the Old Lutheran direction in "The Night of the West," on account of the many harsh and in part unjust accusations contained therein, and regret ever having written it. And I earnestly ask you to grant a place in your "Lutheraner" both to the enclosed letter from me to Mr. Nast and to the present letter to you.
I well know that the step I have taken through this letter to you and through the one to Mr. Nast will be misconstrued by many, and perhaps judged unfavorably by men of all parties. Consistency is one of the fashionable virtues of this country, and inconsistency is, in the eyes of most, a greater sin than hostility, bitterness, and vehemence, however great these may be. But I would rather violate consistency than violate love; I would rather try to retract a wrong step already here on earth than let its consequences continue and perhaps carry over into that other life; I would rather lose the esteem of some men than lose peace with God. My principle will henceforth be this: that, without giving up my own conviction, I will treat the conviction of others, even when I cannot share it, with respect, or at least with forbearance and gentleness.
With the request that you continue to extend to me your love, and that you include me in your intercession, I close for now.
Your humble fellow brother
A. Rauschenbusch.
To Pastor Walther
in St. Louis.
Note by the editor.
We have considered it our duty to communicate the foregoing declaration to our readers, in accordance with its author's wish. We consider it superfluous, however, to include also the aforementioned letter addressed to Mr. Nast, since the essential content of that letter is already given in what has been communicated.