A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
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— page 9 of 15.
1.
—
Die Schule (1913)
1. Hat Naturgeſchichte in der Volksſchule Berechtigung?
Es gibt viele Gegner der Naturgeſchichte für Volksſchulen.
Anm. a. Naturgeſchichte kann in der Volksſchule nicht leiſten, was ſie leiſten ſollte.
Anm. b. Zweck der Naturgeſchichte iſt nach Junge: in der Kindesſeele das Intereſſe und Verſtändnis für die uns umgebende Natur zu wecken, aber wie kann das die Volksſchule?
Anm. c. Die heute Mode gewordene Betonung des naturgeſchichtlichen Unterrichts in der Volksſchule iſt eine Krankheit der Zeit.
Anm. d. Das Wichtigſte aus der Naturgeſchichte ſollten die Kinder in der Schule lernen. Der Stoff, der etwa behandelt werden könnte Lind. 209. 210.
Anm. e. Der Menſch ſoll die Natur fleißig betrachten.
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Die Schule (1913), its own page 323 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0356_PA323
2.
—
Die Schule (1913)
2. Wie iſt Naturgeſchichte in der Schule zu treiben?
a. Der Unterricht geſchieht nicht durch ein Reden von derſelben, ſondern die Kinder müſſen die Natur zu Geſicht bekommen.
b. Die Kinder müſſen zu ſelbſtändiger Beobachtung angeleitet werden.
c. Der Unterricht wird ſich in unſern Schulen meiſt an das Leſebuch anknüpfen, das manches darüber enthält.
d. Der Unterricht ſoll in chriſtlichem Geiſt geſchehen und nichts wider Gottes Wort enthalten. Die Evolutionstheorie, daß der Menſch vom Affen abſtammt, darf nicht gelehrt werden. 10, 65. 66. 338—343. — Man 910 aber keine Religionsſtunde daraus machen. Lind.
Anm. a. Völtner verlangt, daß Naturgeſchichte in Verbindung mit der bibliſchen Geſchichte und in ſteter Beziehung auf ſie geſetzt werde, aber es braucht nicht immer zu geſchehen. Kann man nicht auch Naturgeſchichte treiben, ohne direkte Beziehung auf Gott? Iſt es ſo ſchwer, Gott in ſeinen Werken zu erkennen?
Anm. b. Zwar will die Bibel keinen Unterricht in der wuhr. geben, was ſie aber darüber enthält, iſt wahr.
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Die Schule (1913), its own page 323 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0356_PA323
—
Die Schule (1913)
Anm. c. How to cultivate a taste for nature study. 34, 65. 66.
Anm. d. Der Lehrer muß ſich auf den Unterricht gu
Lind. 210.
vorbereiten. —
3. Naturlehre. Naturlehre wird nur in der Oberklaſſe
38, 357—361.
erteilt und läßt ſich oft mit dem Leſebuch verknüpfen.
Anm. Kann von beiden, Naturgeſchichte und Natur.
41, 74.
lehre, nur eins in die Schule eingeführt werden, dann muß es Naturgeſchichte ſein.
4. Allerlei aus der Naturgeſchichte und Naturlehre.
a. Das Tierreich. Hat das Tier eine Seele? 8,
41, 75—77.
97—106. Inſtinkt? 10, 344. S. Inſtinkt. Über Tierſtimmen 24, 274—277. Deutſche Tiernamen 27, 55 bis 58. 92—96. Der Affe 10, 349. Der Eſel 10, 69. Der Vogel 11, 136—145. 161—168. 41, 104. Caterpillars 34. 71.
b. Pflanzenreich. Blumen 34, 68. Kartofſel
41, 107.
25, 318—320. Geſchichte einer Kornähre 21, 176—182 On Germination 34, 70.
c. Mineralreich. 41, 109.
d. Aus der Naturlehre. Wärme 38, 358. 359. 10, 51. Thermometer 10, 53. Luft 10, 43—49. Wind 10, 46. 47. Lufterſcheinungen 10, 155. Luftdruck 38, 359. 30, 82. Schall 10, 47. Waſſer 10, 49. Feuer, Licht 10, 147. Elektrizität und Galvanismus 10, 150 bis 154. — Drahtloſe Telegraphie 41, 252. — Telephon 14, 210—216. Fernrohr 30, 253. 287. 288. Die größte Linſe 31, 379. — Das Waſſerglas im Dienſte des naturkundlichen Unterrichts 15, 88—93. 30, 82.
e. Aus der Gewerbekunde. Papier 38, 248 bis 252. Kautſchuck und Guttapercha 25, 315—318. Stahlfedern 27, 344—347. Bleiſtifte 34, 31.
Anm. Lehrmittel. Bilder 26, 146. 147. Lind. 208. Naturalienſammlung 25, 346. Apparate füt Phyſik 13, 155. Eine Vogelſammlung in Pittsburg 41, 60. — Bücher: Nehrlings Nordamerikaniſche Vogelwelt 25, 378. Tierleben von Dümling 14, 346. Die Abend ſchule Lind. 211.
5. Schülerausflüge. über den Nutzen der Schüleraus⸗
45,
flüge wird nicht mehr geſtritten. Sie ſind von unſchätz barem Wert, nicht allein inbezug auf Naturgeſchichte, ſondern auch Geographie, Meßkunſt u. ſ. w. Sie erwecken in den Kindern Liebe zur Natur und gewähren dem Lehrer einen näheren Umgang mit den Kindern. 32, 16.
Anm. a. Wie müſſen ſie eingerichtet werden, damit ſie Erfolg haben? 32, 16. 230.
Anm. b. Ausflüge müſſen ſchon im Klaſſenzimmer vorbereitet werden. Der Lehrer kann eine kurze Überſicht über die drei Naturreiche geben.
Anm. c. Der Lehrer muß zuſehen, daß er ſich keine
25, 346.
Vlößen gibt, wenn die kindliche Neugier immer wieder Fragen ſtellt.
Anm. d. Das letzte iſt die Verarbeitung des geſammelten Stoffes nach ſtattgehabtem Ausflug.
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Die Schule (1913), its own page 324 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0101_PA324
—
Die Schule (1913)
dasket weaving, clay modeling make a better show.
b. Andere Urſachen ſind:
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Die Schule (1913), its own page 17 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0228_PA17
1.
Es fehlt an männlichen Lehrern und an einem eigenen Lehrerſtand
Die Schule (1913)
1. Es fehlt an männlichen Lehrern und an einem eigenen Lehrerſtand. Weiberwirtſchaft. 41, 319.
Anm. a. Vielen von den jungen Mädchen ſehlt es an der nötigen Vorbildung, andere haben weder Luſt noch Liebe zum Beruf. 31, 157. 158. Wenn ſie heiraten, geben ſie das Schulehalten auf.
Anm. b. Die Lehrer ſollten permanent ange— ſtellt werden. Der viele Wechſel von Lehrern und Superintendenten iſt nachteilig. Dadurch würde auch dem Lehrer das Amt erleichtert und die Sorge um die Zukunft abgeſchnitten.
Die Schule (1913), its own page 17 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0228_PA17
2.
Das ganze Syſtem der Freiſchule iſt ein Weg vom Kindergarten bis zur Univerſität
Die Schule (1913)
2. Das ganze Syſtem der Freiſchule iſt ein Weg vom Kindergarten bis zur Univerſität. Aber die meiſten Kinder bleiben nicht lange genug darin, um auch nur die Hochſchule zu erreichen. Sie verlaſ— ſen die Schule zu früh. Nur 10 Prozent treten in die Hochſchule ein. 13, 63.
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3.
Das meiſte Geld wird an die Hochſchulen des Landes gewendet
Die Schule (1913)
3. Das meiſte Geld wird an die Hochſchulen des Landes gewendet. Man ſollte mehr Sorge für den Elementarunterricht tragen.
14. Das ganze Schulweſen iſt von Politik boeein— flußt und viel davon abhängig. Politik ſollte aus dem öffentlichen Schulweſen ausgeſchieden werden.
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Die Schule (1913), its own page 17 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0228_PA17
5.
—
Die Schule (1913)
5. Alle Bemühungen des Superintendenten ſind umſonſt, wenn er nicht die Schulbehörde auf ſeiner Seite hat.
Religion in der Staatsſchule.
7. In der Staatsſchule ſoll keine Religion gelehrt
werden.
a. Kirche und Staat ſollen ſtreng ge⸗
ſbieden ſein. Der Staat hat mit Religion und
Grſſlicher Erziehung nichts zu tun. 32, 244. 45, 252.
25J. Vergl. Kirche und Staat 5745. Erziehung 808.
Anm. Wollte der Staat auch noch chriſtlicher Schul⸗
neiter werden, ſo wäre das ebenſo, als wenn man den
Schornſteinfeger Spitzen klöppeln laſſen oder der Kirche
d¹s Militärweſen übergeben wollte. W. 71, 43.
b. Die Konſtitution der Vereinigten
Staaten verbietet ſes. Wo religious test shall
erer be required as a qualification to any office or
huhlic trust under the United States.“ Congress
dhall make no law respecting an establishment of
religion or prohibiting the free exercise thereof.“
Anm. Ahnlich ſteht es in Ontario, Can. 1910, 22, in
luſtralien 39, 288, in Holland 47, 286.
. Die Freiſchule iſt ein Sammelyplatz
ron Kindernaller Art. Sie kommen aus den
dun en Kirchengemeinſchaften oder von Ungläu-
- W. 71, 43
- Can. 1910, 22
- Can. 1910, 22, i
- Ka. 1906, 14
margin
- Neb. 1906, 23
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- Can. 1910, 28
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- Jo. 97, 84
margin
- Jo. 97, 84. 82, 40
margin
- Jo. 97, 84. 82, 40. 41
margin
- Syn. 1900, 13
margin
- Süd. 86, 61
margin
- W. 71, 40—43
margin
- W. 71, 40—43. 49
margin
- W. 71, 40—43. 49. 50
margin
- Luth. 27, 179
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- Theol. 7, 122
margin
- Theol. 7, 122. 123
margin
- Theol. 7, 122. 123. 16
margin
- Theol. 7, 122. 123. 16. 166
margin
- Theol. 7, 122. 123. 16. 166. 167
margin
- Theol. 7, 122. 123. 16. 166. 167. 8, 186
margin
- Proc. 1903, 10
margin
- Proc. 1903, 10. 29
margin
- L. W. 18, 47
margin
- Can. 95, 28
margin
- Can. 95, 28. 29
margin
- Proc. 1903, 20
margin
- Proc. 1903, 20, 6
margin
- Proc. 1903, 20, 6. 39
margin
- Proc. 1903, 20, 6. 39, 1
margin
- Proc. 1903, 20, 6. 39, 1. 2
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- Syn. 1900, 13
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- Syn. 1900, 13. 14
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- Neb. 1906, 24
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- Neb. 1906, 24. 25
margin
- L. W. 18, 47
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Die Schule (1913), its own page 17 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0228_PA17
—
Die Schule (1913)
Der Lehrer als Organiſt.
Abhandlungen.
Die Orgel im Gottesdienſt. 45, 140. 171. 204. 243. 337. 370. 46. 18. 48. 82. 150. 175. 273. 336. 372. 47, 12. 46. 89. 119. 149. 202. Das Orgelſpiel beim Gottesdienſt. 37, 321—334. Orgelſpiel im Gottesdienſt. 42, 9—20. Die Orgel. 25. 177—181. 363—367. 26, 230—236. Aphorismen über Orgelſpiel. 7, 200—239. 174—177. 8, 80.—87. Das Orgelſpiel im 16. und 17. Jahrhundert. 27, 82—91. 28, 307—312. 29, 57—64. 113—119. 302—309. 30, 72—50. 141—53. 329—341. 31, 181—190. 241—253. Die Orgel in Deutſch— land im 15. und 16. Jahrhundert. 4, 208—211. Zur Geſchichte des Orgelſpieles. 2, 144—147. Welchen Anforderungen muß der Organiſt einer evangeliſch-lutheriſchen Gemeinde genügen, um an ſeinem Teil zur Erbauung der Gemeinde beiintragen? 27, 220—224. Orgelſpiel in unſern Kirchen. 5, 85—90. Der muſitaliſche Teil des Gottesdienſtes. 19. 113—121. Über den vom Lehrer zu leitenden Teil des öffentlichen Gottesdienſtes. 34, 289—301. Was gehört zur Kirchlichkeit des Orgelſpiels? 1, 250. 251. Profanmuſik zum Gottesdienſt? 43, 266—271. Der Kantor im Gottesdienſt. 6, 102—108. Der Schullehrer als Organiſt und als Küſter. 4. 79—85. Von den Kirchentonarten. 13. 45—53. —84. 115—126. 173—181. über Kirchenmuſik Wis. Syn. 1905. 2. Teil 11. 12. Schulbl. 45, 93. Unſer Kirchenlied im Konzert. 35, 370—372. Der Organiſt als gewiſſenhafter Aufſeher und Pfleger ſeiner Orgel. 28. 212—214. Etwas über den Zweck und die demſelben entſprechende richtige Behandlung der Orgel. 1. 85. Zur Charakteriſtik von Vachs Orgelkompoſitionen. 36, 257—261. 306 bis 12. 333—334. Reiſeerträgnis eines muſikaliſchen Reviſors. 32, 151—155. Eine Dſlegeſtätte kirchlicher Muſik in alter Zeit. 6, 211—214. Ideal eines Orgelſpieles. 2, 207 —210. Wie iſt zur Salutation, den Antiphonen und Kollekten in unſern Kirchen zu intonieren? 43, 199—202. Der Lehrer als Kirchendiener, Küſer, Glöckner, Organiſt. 10, 214 —220.
- Wis. Syn. 1905. 2
- Schulbl. 45, 93
Die Schule (1913), its own page 331 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0363_PA331
—
Die Schule (1913)
Der Lehrer als Organiſt.
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Die Schule (1913), its own page 332 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0103_PA332
1.
Das Organiſtenamt
Die Schule (1913)
1. Das Organiſtenamt. Das Amt eines Organiſten iſt ein Stück des öffentlichen Gottesdienſtes und wurzelt ſchließlich im Predigtamt.
Anm. a. Das Organiſtenamt gehört nicht zum Schul amt, ſondern iſt ein beſonderes Amt, das vom Lehrer mit übernommen werden kann. — Lind. 8. — In erſter Linie hat der Lehrer Anrecht darauf.
Anm. b. Der Organiſt iſt ein Diener der Gemeinde, darum darf er nicht eigenmächtig fremde Melodien einführen, das von der Gemeinde angenommene Choralbuch durch ein anderes erſetzen.
Anm. c. Es iſt unrecht, Falſchgläubige oder gar Ungläubige zur Verſchönerung des Gottesdienſtes herbeizuziehen, wie das oft in Sektenkirchen geſchieht.
Anm. d. Es iſt auch für den Paſtor gut, wenn er Orgel ſpielen kann. In manchen Fällen, wo kein Lehrer da iſt, iſt es ſehr wünſchenswert.
Anm. e. Der Organiſt ſoll die Orgel, da ſie nicht ihm gehört, verſchließen und möglichſt vor Verderben ſchützen. Ratſchläge dazu 28, 214. 215.
Anm. f. Die Gemeinde ſoll ihm die Orgelbücher anſchaffen.
Anm. g. Muß der Lehrer während der Schulzeit als Organiſt bei Trauungen ſpielen? — Es kommt auf die Gemeinde an.
- Wis. 1907, 31
margin
- Wis. 1907, 31. 28
margin
- Wis. 1907, 31. 28, 213
margin
- Wis. 1907, 31. 28, 213. 31
margin
- Wis. 1907, 31. 28, 213. 31, 301
margin
- Wis. 1907, 31. 28, 213. 31, 301. 35
margin
- Wis. 1907, 31. 28, 213. 31, 301. 35, 380
margin
Die Schule (1913), its own page 332 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0103_PA332
2.
Anforderungen an einen Organiſten
Die Schule (1913)
2. Anforderungen an einen Organiſten. Der Organiſt ſoll
a. ein geiſtlich geſinnter und verſtändiger Meiſter ſein. Er ſoll ſein Amt in der Furcht Gottes und zum Lobe Gottes führen.
Anm. a. Er ſoll ſein Amt nicht als Handwerk anſehen, ſondern als einen Dienſt am Heiligtum.
Anm. b. Wie wird wohl der Organiſt die Ehre Gottes und die Erbauung der Gemeinde ſuchen, deſſen Herz nicht recht ſteht zu Gott?
b. ein fertiger Orgelſpieler ſein. Mancher iſt wohl ein trefflicher Chriſt, aber ein ſchlechter Orgelſpieler. Nur kein Stümper auf der Orgelbank. Stümperhaftes Spiel wirkt ſtörend. Wis. 1907, 31.
Anm. a. Schon auf dem Seminar muß Orgelſpiel gelehrt und die Seminariſten gründlich ausgebildet werden, da die meiſten Lehrer Orgel ſpielen müſſen.
Anm. b. Von einem Organiſten erwartet man, daß er nach Maßgabe der Gelegenheit ſpielt und der Ge— meinde dient.
Anm. c. Der Organiſt muß ſich auch im Amte noch weiter ausbilden.
1 Der Zweck der Orgel im Gottesdienſt.
Die Orgel 10
a. den Gemeindegeſang begleiten. Sie bewahrt vor dem Sinken im Ton und trägt zur Hebung des Gemeindegeſanges bei. R. Pi. Kaſ. 138.
Die Schule (1913), its own page 332 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0103_PA332
—
Die Schule (1913)
Anm. a. Die Orgel ſoll der Gemeinde dienen, nicht herrſchen. Sie iſt des Herrn Magd. Geſang und Begleitung ſollen darum nicht auseinander kommen.
Anm. b. Der Organiſt ſpielt nicht für ſich, ſondern für die Gemeinde;
b. zur Erbauung der Gemeinde beitragen. Durch einleitende Spiele ſammelt ſie zur Andacht. Rechtes Orgelſpiel trägt viel dazu bei, die Anweſenden in andächtige Stimmung zu verſetzen.
Anm. So dient die Orgel der Predigt und unterſtützt die Wirkung derſelben, bereitet den Weg zum Herzen;
c. Sehnſucht erwecken nach den vollkommenen Chören der triumphierenden Kirche. Lied 443, 8. 16, 5.
Anm. Beim Orgelſpiel in der Kirche kommt in Betracht die Begleitung des Gemeindegeſanges, die Vor⸗, Zwiſchen- und Nachſpiele. Die Orgel leitet ein, ſchließt ab und verbindet.
- Lied 443, 8
- Lied 443, 8. 16, 5
- Wis. 1907, 31
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- Ma. 2, 45
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- Ma. 2, 45. 209
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- Ma. 2, 45. 209, 199
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- Ma. 2, 45. 209, 199. 202
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- Ma. 2, 45. 209, 199. 202. 21, 76
margin
- Ma. 2, 45. 209, 199. 202. 21, 76. 29, 205
margin
- Ma. 2, 45. 209, 199. 202. 21, 76. 29, 205. 40
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Die Schule (1913), its own page 333 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0364_PA333
4.
—
Die Schule (1913)
4. Die Begleitung des Gemeindegeſanges.
a. Die Wahl der Melodie. Die Melodie muß zum Inhalt und Text des Liedes paſſen. Zu dem Liede: Aus tiefer Not u. ſ. w. No. 214, paßt nicht: Nun freut euch, lieben Chriſten g'mein. Zum Liede 107 (Heut triumphieret) paßt nicht: Vater unſer im Himmelreich.
Anm. a. Der Organiſt muß in den Inhalt des Lie— des einzudringen ſuchen.
Anm. b. Man ſollte keine andere als die vorgeſchrie bene Melodie nehmen, den Leuten auch Gelegenheit ge · ben, unbekannte Melodien zu lernen.
Anm. c. Unbekannte Melodien werden am beſten vorher mit den Schulkindern eingeübt.
Anm. d. Daß in manchen Gemeinden nur wenig Me· lodien geſungen werden können, iſt zu bedauern. Immer dieſelben Melodien ſingen, muß zuletzt den beſten Kirchgänger abſtumpfen. 36, 128.
Anm. e. Paſtor und Lehrer mögen ſich darüber verſtändigen, welche Melodien der Schwierigkeit wegen nicht geſungen werden ſollen.
Anm. f. Allerlei über Melodien: Unſer Kirchen— geſangbuch und die Melodienangabe 44, 215— 221. Die kirchlichen Tonarten 13, 45. 49. 74. 115. 173. (Doriſch, phrygiſch.) Über die verſchiedenen Tovarten: Dur und Moll 44, 21—23. 50—53. Säntliche Urinelodien zu unſerm Geſangbuch Luth. 6, 133. über Verfaſſer der Melodien 43, 241. 242. Die wichtigſten 1517—1560 gebräuchlichſten Melodien 43, 239—243. über Tonſetzer ſeit Lukas Oſianders Zeit 43, 274. 34, 131.
b. Der Orgelton. Der Organiſt muß die Re— giſter der Orgel zweckmäßig wählen, damit ſie zum Liede paſſen. Das Lied 69 (Chriſte, du Lamm Gottes) anders als 341 (Lobe den Herrn). Darum lies das Lied erſt durch vor dem Spiel.
c. Das Tempo. Auch das Tempo ſoll Rückſicht nehmen auf den Inhalt des Liedes. „Es iſt das Heil uns kommen her“ wird man in raſchem Tempo ſpielen. Die Lieder ſollen überhaupt nicht träge, ſchleppend ge— ſungen werden. Schlendrian. 8, 86.
- Luth. 6, 133
- Lied 69
- Kas. 140
margin
- Luth. 3, 139 A New Instance of Methodist Falsification, together with an incidental notice of the falsifications of Mr. d'Aubigné.
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22 Rationalism and the Bible. (Conclusion.)
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22. 14 The Formula of Concord.
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22. 14. 13 The Formula of Concord.
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22. 14. 13. 37 The Memorial Observance of the Death-Day of Dr. M. Luther.
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22. 14. 13. 37 325
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22. 14. 13. 37 325. 42, 11
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22. 14. 13. 37 325. 42, 11. 12
margin
- Luth. 3, 139. 2, 223. 22. 14. 13. 37 325. 42, 11. 12. 34, 298
margin
- Neb. 58, 89
margin
- Neb. 58, 89. 34
margin
- Neb. 58, 89. 34, 297
margin
- Neb. 58, 89. 34, 297. 36
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- Neb. 58, 89. 34, 297. 36, 127
margin
- Neb. 98, 88
margin
- Neb. 98, 88. 1
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- Neb. 98, 88. 1, 40
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3
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- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156
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- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29
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- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44. 37
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44. 37, 332
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44. 37, 332. 8
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44. 37, 332. 8, 81
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44. 37, 332. 8, 81. 47, 12—14
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44. 37, 332. 8, 81. 47, 12—14. 37
margin
- Neb. 98, 88. 1, 40. 3, 156. 29, 204. 47. 46—49. 8, 44. 37, 332. 8, 81. 47, 12—14. 37, 324
margin
- Luth. 3, 140 A Word on Church Melodies.
margin
Die Schule (1913), its own page 333 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0364_PA333
—
Die Schule (1913)
Anm. a. Wenn der Organiſt ſelbſt mitſingt, kann er
das Tempo beſſer halten.
Anm. b. Auch die Zeit des Kirchenjahres (Weihnacht.
Charfreitag u. ſ. w.) darf nicht ohne Einfluß ſein auf
das Spiel. „Nach Maßgabe der Gelegenheit.“ 31, 301. Anm. c. Der Choral muß mit Verſtand und Andacht
geſpielt werden, wenn er die Andacht der Gemeinde er⸗
wecken ſoll.
Anm. d. Spiele den Choral ſtreng nach dem Choral
buch und zwar in gebundener Weiſe und mache keine un⸗
nötigen Pauſen.
Anm. e. Manche Lieder haben in einzelnen Zeilen
nicht die gleiche Anzahl Silben.
Beiſpiele: Lied 17. 94.
131. 198. 37, 1. 87, 2. 3.
136, 4. 167, 1.
- Lied 17. 94
- Lied 17. 94.
131
- Lied 17. 94.
131. 198
- Lied 17. 94.
131. 198. 37, 1
- Lied 17. 94.
131. 198. 37, 1. 87, 2
- Lied 17. 94.
131. 198. 37, 1. 87, 2. 3
- Lied 17. 94.
131. 198. 37, 1. 87, 2. 3.
136, 4
- Lied 17. 94.
131. 198. 37, 1. 87, 2. 3.
136, 4. 167, 1
Die Schule (1913), its own page 334 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0365_PA334
5.
—
Die Schule (1913)
5. Das Vorſpiel.
a. Zweck.
Das Vorſpiel ſoll die Verſammelten zur—
Andacht ſtimmen und in den folgenden Choral einleiten. b. Eigenſchaften. Das Vorſpiel ſoll
1. dem Liede in Tonart, Rhythmus und Temro
entſprechen:
2. die zu ſingende Melodie andeuten:
3. in den Charakter und Geiſt des Liedes und
der Melodie einführen:
1. der Zeit des Kirchenjahres angepaßt ſein:
5. kirchlich würdig ſein;
6. nicht allzulang ſein. Dauer: nicht über an
Minuten. im Beichtaottesdienſt noch kürzer. 42, 16. Anm. a.
Beſonders bei dem Vorſpiel hat ſich der Or⸗ ö
ganiſt zu hüten, daß er
1. keine unkirchliche, leichtfertige
Muſik auf die Orgel bringt und ſie ſo der Eitel⸗
keit dienſtbar macht. Opern, Märſche paſſen nicht
auf die Orgel. Weltliche Lieder ſtören den Gottes'·
dienſt. 10, 346. Neb. 98, 91. — Unkirchlich iſt
alles, was uns, während wir im Gotteshaus ſitzen,
an einen andern Ort erinnert. Mit. 1903. 42:
2. nicht durch verachtens werte Effekt⸗
haſcherei die Aufmerkſamkeit der Gemeinde auf
ſich und ſein Spiel lenkt. Lieber laſſe man das
Vorſpiel vea, als daß man die Andacht ſtört. Anm. b. Der Oraaniſt mache darum eine vaſſende
Auswahl unter den Vorſpielen, da nicht alle zu gebrau⸗
chen ſind. — Beſprechung von Vorſpielen zu verſchiede
nen Liedern 2. 27—29. 116—118.
Anm. c. Manchmal iſt das Vorſpielen des
Chorales das beſte Vorſpiel und dient zur Einfüb⸗
rung in die Melodie. Dann ſoll man ihn aber nicht ber⸗
unterjagen, ſondern ſo ſpielen, wie er geſungen werden
ſoll. 8, 83.
Anm. d. Orgelſpieler mit geringer Fertigkeit ſollen
lieber ein einfaches Vorſpiel gut ſpielen, als mit ſchwie⸗
rigen Stücken die Zuhörer in veinliche Verlegenheit ſetzen. 6. Das Zwiſchenſpiel. Zwiſchenſpiele müſſen dieſelben
Eigenſchaften beſitzen als Vorſpiele. Sie müſſen zum
Liede paſſen 12, 18. 19, in den Anfangston der Melodie
- Neb. 98, 91
- Mit. 1903. 42
- Loch. 84
margin
- Loch. 84. 85
margin
- Loch. 84. 85. 21
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176. 37
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176. 37, 323
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176. 37, 323. 327
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176. 37, 323. 327. 329
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176. 37, 323. 327. 329. 330
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176. 37, 323. 327. 329. 330. 47
margin
- Loch. 84. 85. 21, 76. 34, 300. 2, 23. 7, 176. 37, 323. 327. 329. 330. 47, 89
margin
- Ma. 4. 263
margin
- Ma. 4. 263. 264
margin
- Min. 88, 42
margin
- O. 74, 57
margin
- Kas. 140
margin
- Kas. 38
margin
- Kas. 254
margin
- Kas. 255
margin
- Kas. 37
margin
- Kas. 332
margin
- Kas. 43
margin
- Kas. 266–271
margin
- Kas. 1
margin
- Kas. 250
margin
- Kas. 86
margin
- Kas. 87
margin
- Kas. 46
margin
- Kas. 275
margin
- Kas. 1
margin
Die Schule (1913), its own page 334 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0365_PA334
—
Die Schule (1913)
leiten, in den Sinn des nächſten Verſes eindringen, dem
121 und im
Charakter des Chorales entſprechen 47,
zhythmnus, Tempo und Tonart dem Choral gleich ſein.
2, 52. Beſprechung von Zwiſchenſpielen 2, 52—54.
Anm. a. Nur muß das Zwiſchenſpiel bedeutend kür⸗
47,
zer ſein als das Vorſpiel. Durch lange Zwiſchenſpiele
40.
wird die Kette zerriſſen und der Gottesdienſt ohne Not
derlängert.
— Anm. b. Sind Verſoe bloß durch ein Komma getrennt,
ſo bleibt das Zwiſchenſpiel am beſten weg. Beiſpiele:
27.
Lied 226, 2—4. 239, 3. 4. 237, 13. 14. Verzeich⸗
nis ſolcher Lieder 35, 277. 47, 119.
Anm. c. Auch bei Liedern mit kurzen Strophen wird
17,
man nicht bei jedem Vers ein Zwiſchenſpiel machen.
2, Anm. d. Auch für Zwiſchenſpiele verwende man keine
drofanen Sätze. Zwiſchenſpiele zur Zeit des Rationa-
lsmus zwiſchen jeder Zeile: 5, 48. 37, 322.
- Lied 226, 2—4
- Lied 226, 2—4. 239, 3
- Lied 226, 2—4. 239, 3. 4
- Lied 226, 2—4. 239, 3. 4. 237, 13
- Lied 226, 2—4. 239, 3. 4. 237, 13. 14
- Loch. 121
margin
- Loch. 121. 41
margin
- Loch. 121. 41. 19
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31, 301
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31, 301. 122
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31, 301. 122. 223
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31, 301. 122. 223. 327
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31, 301. 122. 223. 327. 120
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31, 301. 122. 223. 327. 120. 208
margin
- Loch. 121. 41. 19. 31, 301. 122. 223. 327. 120. 208. 209
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Die Schule (1913), its own page 335 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0366_PA335
7.
—
Die Schule (1913)
7. Begleitung der Liturgie.
a. Begleitung des liturgiſchen Gemeindegeſanges, der
17,
Antiphone u. ſ. w.
b. Begleitung des Liturgen bei der Abendmahlslitur—
37,
gie. Zunächſt gebe der Organiſt dem Liturgen den rech—
Loch.
ten Ton an 43, 199—202. Bei dieſer Begleitung ſollen
79.
nie ſtarke Regiſter gezogen werden, die Noten nicht nach.
ihrer Zeitdauer, ſondern genau nach dem Geſang des
Vaſtors gehalten werden.
Wo mehreren Tönen derſelbe
Atkord zugrunde liegt, ſchweige die Orgel ganz.
Das
edal iſt zu vermeiden.
Anm. a. Das Vater Unſer und die Einſetzungsworte
Loch.
mögen begleitet werden oder nicht, je nach den Umſtän⸗
den.
Anm. b. Der Zweck dieſer Begleitung iſt nicht, den .
Paſtor im Geſang zu⸗ unterſtützen (dann könnte die Be⸗
gleitung bei guten Sängern ganz wegfallen), ſondern
die Feierlichkeit zu erhöhen und die Andacht zu ördern.
Anm. c. Ob auch der Chorgeſang von der Orgel be—
gleitet werden ſoll oder nicht ſ. Lochner, Hauptaottes-
dienſt 39.
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Die Schule (1913), its own page 335 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0366_PA335
8.
Das Nachſpiel
Die Schule (1913)
8. Das Nachſpiel. Auch das Nachſpiel muß mit dem
17,
20.
Zonntag und der Predigt in Einklang ſtehen. Es wäre
anſtößig, mit einem Marſch aus der Kirche zu marſchie—
ren.
Anm. a. Nach dem Schlußvers ſoll die Orgel ver—
12,
ſummen, da die Leute beten wollen.
Anm. b. Nach dem S=
Segen ſoll man nicht präludieren, 3
1.
—9 ob der Gottesdienſt erſt beginnen ſolt.
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Die Schule (1913), its own page 335 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0366_PA335
9.
Die Vorbereitung auf den Sonntag
Die Schule (1913)
9. Die Vorbereitung auf den Sonntag. Will ein Or⸗
31,
ganiſt ſein Amt recht verſehen, ſo muß er ſich auf das
7,
261.
Spiel am Sonntag vorbereiten. Es ſteht übel, wenn er
erſt am Sonntag ſeine Noten hervorſucht. 27, 223. Da⸗
98,
zu gehört, daß er
a. die Lieder vorher durchſieht: der Paſtor ſollte dem
12,
dun miſten die Lieder ſpäteſtens am Samstagmittag mel⸗
224.
en.
Anm. Wer kann wohl Vor⸗, Zwiſchen- und Nachſpiele
47,
- Ma. 4
margin
- Ma. 4., 263
margin
- Min. 88, 42
margin
- Neb. 91. 10
margin
- Neb. 91. 10. 31
margin
- Neb. 91. 10. 31. 302
margin
- Neb. 91. 10. 31. 302. 27
margin
- Neb. 91. 10. 31. 302. 27, 223
margin
- Neb. 91. 10. 31. 302. 27, 223. 91
margin
- Neb. 91. 10. 31. 302. 27, 223. 91. 37
margin
- Neb. 91. 10. 31. 302. 27, 223. 91. 37, 333
margin
- Neb. 91. 10. 31. 302. 27, 223. 91. 37, 333. 42
margin
Die Schule (1913), its own page 335 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0366_PA335
—
Die Schule (1913)
ſo phantaſieren, daß es die Herzen der Glänbigen zur Andacht ſtimmt? Es iſt ein Unfug, öffentlich phantaſieren zu wollen;
b. in der Muſik weiter forzuſtudieren ſucht;
c. ſich eine genaue Kenntnis ſeiner Orgel verſchafft. Er muß die rechten Regiſter ziehen 8, 85, darum muß er aber auch Kenntnis aller in ſeiner Orgel vorhandenen Regiſter haben. 45, 204. 2, 209. 210.
0. Bücher für den Organiſten. Anthologie 45, 186. Neues Choralbuch 45, 114—120. Vor- und Zwiſchenſpiele 27, 32. — 30, 376. 31, 317. 8, 276. Vorſpiele: Loch. Hauptgottesdienſt 85.
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Die Schule (1913), its own page 336 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0104_PA336
11.
Der Lehrer als Kantor
Die Schule (1913)
11. Der Lehrer als Kantor. Muß der Lehrer beim Geſang vorſingen, dann ſoll er die richtige Tonart wählen, den Choral nicht zu hoch einſetzen und ſein Singen nicht in ein Schreien ausarten laſſen.
Anm. a. Sinkt der Ton herab, dann ſoll er nicht unnatürliche Selbſtmittel gebrauchen, um den Ton höher zu bekommen. Man fängt am beſten eine volle Quarte höher an.
Anm. b. Will die Gemeinde in eine verkehrte Strophe kommen, dann muß der Vorſänger genau den rechten Ton klein wenig früher als die Gemeinde ſingen.
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12.
Der Lehrer als Küſter
Die Schule (1913)
12. Der Lehrer als Küſter. Manchmal wird vom Lehrer auch erwartet, daß er Küſterdienſte tut, die Glocke läutet und andere Dinge. Das gehört nicht zu ſeinem Amt. Wenn es aber der Lehrer tut, ſo iſt es für ihn nichts Verächtliches, ſondern auch „Werk des Herrn“. 46, 44.
Anm. In früheren Zeiten wurden die Lehrer zu allerlei kirchlichen Verrichtungen herangezogen.
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Die Schule (1913), its own page 336 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0104_PA336
—
Die Schule (1913)
Orgel.
Die Orgel.
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Die Schule (1913), its own page 337 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0367_PA337
1.
—
Die Schule (1913)
1. Geſchichtliches.
a. Die Pansflöte der Griechen, die Maſchrokitha ver
Hebräer, der Dudelſack.
b. Die erſte Kunde über Orgeln. Die Waſſerorgel
muß ſchon 120 vor Chriſto bekannt geweſen ſein.
e. Eine Orgel als Geſchenk des Kaiſers Konſtantin
im Jahre 757.
d. Der Orgelbau vom 8. Jahrhundert an.
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Die Schule (1913), its own page 337 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0367_PA337
—
Die Schule (1913)
e. Die Windorgel in der Zeit des Mittelalters.
f. Die erſte Orgel in Deutſchland.
g. Bedeutende Orgelſpieler im Mittelalter: Schulkl. 26. 234. 235. — Orgelmeiſter in Italien im 16. und 17. Jahrhundert. Willaert, Schulbl. 28, 307—312. Gabrieli, Schulbl. 29, 57—64. Frescobaldi, Schulbl 29, 113. — In Deutſchland. Bach. Schulbl. 2, 146. 147. —. 29, 302.
- Schulbl. 28, 307—312
- Schulbl. 29, 57—64
- Schulbl 29, 113
- Schulbl. 2, 146
- Schulbl. 2, 146. 147
- Ma. 2, 45
margin
Die Schule (1913), its own page 338 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0368_PA338
2.
—
Die Schule (1913)
2. Beſchreibung der Orgel der alten Zeit.
a. Die Orgeln hatten etwa 12—15 Töne und wurden mit Fänſten bearbeitet. — Zum Spiel einer großen Orgel waren 70 Männer nötig. Brüllende Ungetüme. Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365. 7, 175.
b. Die Erfindung des Pedals Schulbl. 4. 208. 45, 174.
- Schulbl. 43, 330
- Schulbl. 43, 330. 45, 173
- Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365
- Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365. 7, 175
- Schulbl. 4. 208
- Schulbl. 4. 208. 45, 174
- Ma. 8, 275
margin
- Ma. 8, 275. 4, 261
margin
- Ma. 8, 275. 4, 261. 2, 210
margin
Die Schule (1913), its own page 338 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0368_PA338
3.
Die heutige Orgel
Die Schule (1913)
3. Die heutige Orgel. Die Orgeln ſind wunderber verbeſſert worden. Der Blasbalg Schulbl. 45, Mi.
Windkanäle. Windkaſten. Windlade Schulbl. 45, A7.
208. Das Regierwerk Schulbl. 45, 243—245. 337
Das Pfeifenwerk Schulbl. 45, 370. 46, 18. Pieiim aus Porzellan Schulbl. 31, 375. Große Orgelpfeifen 17, 77. Die Regiſtration Schulbl. 46, 4850. 82. 159. 8, 84.
Anm. a. Heutzutage hat die Orgel eine Fülle von Tönen, ſie kann den Donner von Sinai, aber auch das ſtille, ſanfte Sauſen des Evangelii hören laſſen. Sie it unter den Muſikinſtrumenten das ſchönſte Ma. 4. und wird mit Recht die Königin der Inſtrumente genannt. Schulbl. 1, 85 . 21, 75. Gedicht. Schulb!. 5, 46. 74.
Anm. b. Veſchreibung verſchiedener Orgeln. Die Orgel in der Pauluskirche zu Baltimore Schulbl. 24 25. Michaeliskirche zu Hamburg 45, 157, in Riga 17 160, Ludwigsburg 20, 95, Weingarten 23, 189, Libau 23, 35, Sevilla 38, 93, Heidelberg 39, 94, Notre Dame.
garis, 29. 320, Sidney 25, 181, Verona 25, 32, Haarlem 30. 371, Danzig 2, 31, Boſton 3, 158, Cleveland 12. 345, Cincinnati 13, 33 5 Addiſon 5, 152. 11, 330. 22. 49—51, St. Lonis 2, 210. 211, Watertown 10, 3. Nounastown, Ohio, 15, 174. New Nork 30. 30, Oliva 2, 31. 32 — Große Orgeln 5, 288. 26, 287 12. 284. 285. 23, 35. Große Orgelpfeifen 17, 77. — Orgelbaufabrik 22. 52. 5, 304 —309. Berühmte Orgelbauer 4. 275—279.
- Schulbl. 45, 243—245
- Schulbl. 45, 243—245. 337
- Schulbl. 45, 370
- Schulbl. 45, 370. 46, 18
- Schulbl. 31, 375
- Große O
- Ma. 4
- Schulbl. 1, 85
- Schulbl. 1, 85 . 21, 75
- Schulbl. 24
- Schulbl. 24 25
- Große O
- Große O
- Wis. 1907, 30
margin
- Wis. 1907, 30. 31
margin
- Ma. 4, 261
margin
- Ma. 8, 275
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256. 3, 221
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256. 3, 221. 38, 31
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256. 3, 221. 38, 31. 47, 382
margin
- Schulbl. 45, Mi.
Windkan
- Schulbl. 45, A7.
208. Da
- Schulbl. 46, 4850. 82. 1
- Schulb!. 5, 46. 74.
Anm.
Die Schule (1913), its own page 338 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0368_PA338
4.
Die Orgel im Gottesdienſt
Die Schule (1913)
4. Die Orgel im Gottesdienſt. Schon im alten Teſtament wurden Muſikinſtrumente aller Art im Gottesdienſt verwendet. Siehe Muſik. Die erſte chriſtliche Kirche hatte keine Orgeln. Zur Zeit der Verfolgung konnte man ſie nicht gebrauchen. Dazu waren ſie zu unbeholfen. In der orientaliſchen Kirche kam die Orgel gar nicht in Gebrauch. Schulbl. 2. 146. Erſt von Jahre 660 an kamen Orgeln in Kirchen zur Verwendung. Schulbl. 19, 115. Ma. 5, 217.
- Schulbl. 2. 146
- Schulbl. 19, 115
- Ma. 5, 217
Die Schule (1913), its own page 338 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0368_PA338
—
Die Schule (1913)
Anm. a. Zwingli und die Reformierten warfen
die Orgeln aus der Kirche hinaus als etwas Papiſtiſches.
— Doch iſt die Orgel nicht papiſtiſch, und um der Re-
jormation willen brauchte man ſie nicht abzuſchaffen. Anm. b. Daß Luther gegen die Orgel in der
Kirche geweſen ſei, iſt nicht der Wahrheit gemäß. Lu-
ther behielt ſie bei.
Anm. c. Die Orgel eignet ſich vorzüglich zum Got—
tesdienſt wegen der Beſchaffenheit und der Mannigfal⸗
nakeit der Töne. Daß der Orgelton gleichmäßig iſt
und kein An⸗ und Abſchwellen des Tones ſtattfinden
kann, wie bei andern Inſtrumenten, iſt kein Nachteil.
Schulbl. 45, 141. 142.
Anm. d. Die ſächſiſchen Auswanderer brachten auch
eine Orgel mit herüber.
Anm. e. Über den Gebrauch der Orgel in der Kirche
gelten folgende Grundſätze:
1. Die Orgel iſt nicht abſolut nötig in der Kirche.
Manche Gemeinde kann ohne Orgel ſchön ſingen.
2. Die herrlichſte Form der Kirchenmuſik iſt der
Gemeindegeſang.
3. Nicht die Orgel, ſondern die Predigt des Wor⸗
tes iſt die Hauptſache, der ſchönſte Schmuck der
Kirche. Fehlt dieſe, dann hilft die beſte Orgel⸗
muſik nichts.
4. Der Gebrauch der Orgel in der Kirche iſt nicht
ſündlich.
Einwand 1.
Der Gebrauch der Orgel ſei nicht in der
Schrift geboten. — Auch das Schlafen iſt in der Schrift
nicht geboten.
Einwand 2. Chriſtus habe nie mit Inſtrumenten
Muſik gemacht. — Dann dürfte man auch nicht in die
Ehe treten, denn Chriſtus iſt ledig geblieben.
Einwand 3. Die Muſik komme von einem Nachkom-
men des gottloſen Kain und finde ſich vornehmlich da,
wo der Fleiſchesluſt gedient wird. — Aber dann dürfte
man auch nicht in einer Stadt wohnen, da Kain zuerſt
eine Stadt gebaut hat.
Anm. f. Wenn man auch Metall und Holz zum Lobe
Gottes verwendet, ſo wird der Endzweck alles Geſchaffe—
nen, die Ehre Gottes, befördert.
Anm. g. Die Orgel iſt ein ſchönes Abbild
1. der Heiligen Schrift. Mancherlei Regiſter und
Pfeifen, aber ein Geiſt:
2. der Kirche. Chriſtus hält in einem Sinn gar
eben die ganze Chriſtenheit auf Erden.
Anm. h. Auch andere Inſtrumente als die Orgel (Voſaunenchor) mögen beim Gottesdienſt manchmal Verwendung finden. „Alles iſt euer.“
- Schulbl. 45, 141
- Schulbl. 45, 141. 142
- Ma. 5, 217
margin
- Neb. 98, 90
margin
- Neb. 98, 90. 91
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- Wis. 1907, 30
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- Luth. 39, 115
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- Luth. 39, 115
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- Luth. 39, 115. 116
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- Schulbl. 43, 331
margin
- Schulbl. 43, 331. 21, 72
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- Neb. 98, 91
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- Ma. 4, 258
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- Ma. 4, 258. 45, 140
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140. 141
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140. 141. 7, 174
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- Ma. 4, 258. 45, 140. 141. 7, 174. 175
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140. 141. 7, 174. 175. 34, 300
margin
- Neb. 98, 91
margin
- Ma. 4, 261
margin
- Ma. 4, 261. 262
margin
- Ma. 2, 45
margin
- Ma. 2. 11
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- Ma. 2. 11. 4
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- Ma. 2. 11. 4. 264
margin
- Schulbl. 21, 73
margin
- Schulbl. 21, 73. 74
margin
- Tex. 1906, 20
margin
- Ma. 4, 260
margin
- Ma. 4, 260 43
margin
- Ma. 4, 260 43, 333
margin
- Ma. 4, 265
margin
- Ma. 4, 265. 34, 301
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- Neb. 98, 91
margin
- Neb. 98, 91. 92
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- Wis. Syn. 1905, Teil 2,
Die Schule (1913), its own page 339 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0369_PA339
—
Die Schule (1913)
Schulprüfung.
Abhandlungen.
Unſere jährlichen Schulprüfungen. 43, 193—198.
prüfungen. 16, 87—92. Offentliche Schulprüfungen.
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Die Schule (1913), its own page 201 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0253_PA201
1.
Notwendigkeit
Die Schule (1913)
1. Notwendigkeit. Schulprüfungen ſind nicht unbe⸗
dingt notwendig. Sie ſind nicht nötig um des Paſtors
oder Vorſtandes oder einſichtsvoller Eltern willen. Sie
maͤrkieren aber den Schluß eines längeren Abſchnittes.
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Die Schule (1913), its own page 201 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0253_PA201
2.
Zweck und Nutzen
Die Schule (1913)
2. Zweck und Nutzen. Der Nutzen der Prüfungen iſt
ein mannigfacher.
a. Man erfährt, wie es mit der Schule ſteht. Die Ge⸗
meinde kann ſich von dem Stand der Schule überzeugen.
b. Die Eltern der Kinder bekommen einen Einblick in
die Schule. Dadurch wird
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Die Schule (1913), its own page 201 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0253_PA201
—
Die Schule (1913)
1. das Intereſſe der Eltern für die Schule er
19, 72. 143. 38, 34. 15,
weckt oder erhöht;
2. das Band zwiſchen Schule und Haus befeſtigt.
c. Für den Lehrer ſind ſie ein Sporn zu treuer Arbeit, aber auch ein Mittel gegen ſtürmiſche Eile und ungehörige Weitſchweifigkeit. Der Lehrer wird ſich nur von ei nem Kompaß leiten laſſen. Für unabhängige Arbeit bleibt keine Zeit. 16, 180.
Anm. Freilich darf das Examen nie der Zweck ſein, um des willen das Kind unterrichtet wird.
d. Auch die Schüler werden durch das Examen angetrieben zum Fleiß.
e. Kollegen, die etwa dem Examen beiwohnen können, haben eine Gelegenheit, zu ſehen, was andere Schulen leiſten.
Einwand 1.
Für die Prüfung ſind die Schulinſpektoren da.
Einwand 2. Das beſte wäre, den Eltern an jedem Schultage Zutritt zur Schule zu geſtatten oder wenigſtens beſondere Beſ uchstage anzuſetzen, damit ſie dem Schulunterricht in ſeinem gewöhnlichen Gang beiwohnen können. — Dadurch würden die Eltern freilich auch einen Einblick in die Schule gewinnen, aber
1. würden die Beſuchstage nicht auf ein Examen
hinauslaufen?
2. würde die Gegenwart von dritten Perſonen
beim Unterricht in ſeinem gewöhnlichen Gang nicht
die Unbefangenheit von Lehrer und Schüler ſtö⸗
ren, ſich wie ein iſolierendes Element zwiſchen ſie
ſchieben?
3. würden viele ſolcher Einladung folgen?
Anm. a. Es iſt darum nicht ratſam, die öffentlichen Prüfungen abzuſchaffen. In Deutſchland iſt dies in vielen Städten geſchehen. 43, 320. Gründe, warum man ſie in München abſchaffen wollte 43, 288.
Anm. b. Recht geleitet, kann die Prüfung Miſſionsarbeit ſein.
- Neb. 1906, 64
margin
- Neb. 1906, 64. 38
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- Neb. 1906, 64. 38, 34
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143. 19, 143
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143. 19, 143. 74
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143. 19, 143. 74. 19, 72
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143. 19, 143. 74. 19, 72. 44, 166
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143. 19, 143. 74. 19, 72. 44, 166. 43
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143. 19, 143. 74. 19, 72. 44, 166. 43, 261
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- Neb. 1906, 64. 38, 34. 19, 142. 16, 88. 16, 178. 179. 19, 143. 19, 143. 74. 19, 72. 44, 166. 43, 261. 19, 71
margin
- Neb. 1906, 64
margin
- Neb. 1906, 64. 43
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- Neb. 1906, 64. 43, 198
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1, 304
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1, 304. 19, 71
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1, 304. 19, 71. 19, 71
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1, 304. 19, 71. 19, 71. 43
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1, 304. 19, 71. 19, 71. 43, 198
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1, 304. 19, 71. 19, 71. 43, 198. 43
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- Neb. 1906, 64. 43, 198. 43, 262. 264. 1, 304. 19, 71. 19, 71. 43, 198. 43, 196
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Die Schule (1913), its own page 202 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0254_PA202
3.
Der Examinator
Die Schule (1913)
3. Der Examinator. Wer ſoll die Kinder prüfen? Nur der Lehrer der Kinder, nicht eine fremde Perſon. Der Lehrer kennt die Kinder und weiß, was ſie gelernt haben.
Anm. a. Wohl kann in manchen Fächern der Paſtor oder Schulvorſtand oder ſonſt eine Perſon einen Abſchnitt ausſuchen, der durchgenommen werden ſoll, wie in der Übungsſchule zu Addiſon 35, 138, aber dabei iſt doch zu bedenken, daß
1. nicht jede Lektion zu einer Prüfung paſſend iſt;
2. manche Lektion wiederum eine beſondere Vor⸗
bereitung des Lehrers nötig macht. Niemand ſollte
eine Katecheſe aus den Armeln ſchütteln.
Anm. b. Etwas anderes iſt es, wenn der Paſtor dem Lehrer am Abend vorher ſagt, was durchgenommen werden ſoll, damit der Lehrer ſich noch vorbereiten kann.
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Die Schule (1913), its own page 202 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0254_PA202
—
Die Schule (1913)
Anm. c. Beſchließt eine Gemeinde, daß der Paſtor die Prüfung abhalten ſoll, ſo kann man auch einmal um des Friedens willen einen Unverſtand geſchehen laſſen, beſonders wenn der Paſtor ein einſichtsvoller Mann iſt.
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Die Schule (1913), its own page 203 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0071_PA203
4.
—
Die Schule (1913)
4. Wie ſoll das Examen gehalten werden?
a. Es ſoll eine Prüfung ſein.
b. Es ſoll keine Schauſtellung ſein, wozu die Aufgaben ſchon tagelang vorher eingeübt worden ſind. Man ſoll die einzelnen Kinder (die beſten unter ihnen) nicht zur Parade vorführen 19, 144. 44, 169 und ſo den Leuten ein für ein u vormachen. 38, 372. 373.
c. Jedes Kind ſoll Gelegenheit bekommen zu antworten.
d. Man ſoll aber auch nicht Schule halten, wie man ſonſt pflegt, nichts den Kindern Fremdartiges vorbrin-gen, ſondern einfach wiederholen. Prüfungen ſind nicht dazu da, die Kinder bloßzuſtellen. 44, 169. 19, 72.
e. Die wichtigſten Fächer, Katechismus und bibliſche Geſchichte kommen zuerſt, dann die anderen Fächer.
Anm. Um für die weltlichen Fächer mehr Zeit zu gewinnen, hat man mitunter die Prüfung in Katechismus und bibliſche Geſchichte auf den Sonntagnachmittag verlegt und die Kirche dazu benutzt.
f. Schreibhefte, Aufſätze, Zeichnungen der Kinder ſollen den Beſuchern vorgelegt werden. Die Schreibhefte gewähren den beſten Einblick in die Schule.
Anm. Sollen alle Hefte der Schüler vorgelegt werden? In der Regel: ja. Doch mag es Ausnahmen geben, wenn ein Buch zu verkleckſt iſt.
g. Der Lehrer darf vor dem Publikum und den Schülern nicht getadelt werden.
h. Jedes Kind ſollte dabei für ſich ſelbſt beurteilt werden und nicht im Vergleich mit andern.
Anm. a. Prüfung in der Übungsſchule zu Addiſon 35, 134—138.
Anm. b. Die Beteiligung am Examen iſt oft gering. Darum macht man vielfach eine Unterhaltung oder Schlußfeier daraus. Commencement.
Verſetzung.
Welche Gründe ſollen bei Verſetzung der Kinder maßgebend ſein? Dabei kommen in Betracht die Leiſtungsfähigkeit des Kindes, Begabung, Fleiß und Alter.
Anm. a. Das Nichtverſetzen gibt manchmal Unannehmlichkeiten.
Anm. b. Von der Prüfung ſollte das Verſetzen nicht abhängig gemacht werden.
Anm. c. Es ſind immer etliche, die in der Klaſſe zurückbleiben. In gemiſchten Schulen kann man ſich manchmal helfen durch Verſchmelzung von Klaſſen, indem man die beſten in jeder Unterabteilung aufrücken läßt.
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Die Schule (1913), its own page 203 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0071_PA203