A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
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—
Abrift.
Beſchreibung der alten Orgeln. § 2. Die heutige Orge⸗
Die Orgel im Gottesdienſt. § 4. Der Zweck der Orgel im Gottesdienſt. S Orgelſpiel in der Kirche. § 7.
Die Vorbereitung de:
Organiſten auf den Gottesdienſt. § 8.
Die Orgel.
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vol c, printed page
252 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0284_PA252
1.
—
1. Geſchichtliches.
a. Die Pansflöte der Griechen, die Maſchrokitha der Hebräer, der Dudelſack.
b. Die erſte Kunde über Orgeln. Die Waſſerorge. muß ſchon 120 vor Chriſto bekannt geweſen ſein.
c. Eine Orgel als Geſchenk das Kaiſers Konſtantin im Jahre 757.
d. Der Orgelbau vom 8. Jahrhundert an.
e. Die Windorgel in der Zeit des Mittelalters.
f. Die erſte Orgel in Deutſchland.
g. Bedeutende Orgelſpieler im Mittelalter: Schulb! 26. 234. 235. — Orgelmeiſter in Italien im 16. une 17. Jahrhundert. Willaert, Schulbl. W. 307—312 Gabrieli, Schulbl. 29, 57—64. Frescobaldi, Schulb. 29, 113. — In Deutſchland. Bach, Schulbl. 2. 14½ 147. — 29, 302.
- Schulbl. 29, 57—64
- Schulb. 29, 113
- Schulbl. 2. 14
- Schulbl. 2, 144
margin
- Schulbl. 2, 144. 145
margin
- Schulbl. 45, 171
margin
- Schulbl. 45, 171. 172
margin
- Schulbl. 45, 171. 172. 25, 77
margin
- Schulbl. 21, 72
margin
- Schulbl. 21, 72. 45, 172
margin
- Schulbl. 21, 72. 45, 172. 29, 199
margin
- Schulbl. 21, 72. 45, 172. 29, 199. 25, 178—180
margin
- Schulbl. 43, 329
margin
- Schulbl. 2, 144
margin
- Schulbl. 2, 144. 145
margin
- Schulbl. 25. 363—365
margin
- Schulbl. 25. 363—365. 25, 366
margin
- Schulbl. 2, 254
margin
- Ma. 2, 15
margin
- Schulb! 26. 234. 235. —
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2.
—
2. Beſchreibung der Orgel der alten Zeit.
a. Die Orgeln hatten etwa 12—15 Töne und wur den mit Fäuſten bearbeitet. — Zum Spiel einer großen Orgel waren 70 Männer nötig. Brüllende Ungetüme Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365.
. Die Erfindung des Pedals Schulbl. 4, 208. 15 171.
- Schulbl. 43, 330
- Schulbl. 43, 330. 45, 173
- Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365
- Schulbl. 4, 208
- Schulbl. 4, 208. 15
- Schulbl. 4, 208. 15 171
- Schulbl. 26, 230—234
margin
- Schulbl. 45, 172
margin
- Schulbl. 45, 172. 29, 199
margin
- Schulbl. 45, 172. 29, 199. 25, 364
margin
- Ma. 8, 275
margin
- Ma. 8, 275. 4, 261
margin
- Schulbl. 2, 210
margin
vol c, printed page
252 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0284_PA252
3.
Die heutige Orgel
3. Die heutige Orgel. Die Orgeln ſind wunderbar verbeſſert worden. Der Blasbalg Schulbl. 45. Windkanäle, Windkaſten, Windlade Schulbl. 45, 207
Das Regierwerk Schulbl. 45, 243—245. 337
208.
46, 18. Pfeifer
Das Pfeifenwerk Schulbl. 45, 370.
aus Porzellan Schulbl. 31. 375. Die Regiſtratior Schulbl. 46, 48 - 50. 150. 8, 84.
Anm. a. Heutzutage hat die Orgel eine Fülle von
Tönen, ſie kann den Donner von Sinai, aber auch das
ſtille, ſanfte Sauſen des Evangelii hören laſſen. Sie ii unter den Muſikinſtrumenten das ſchönſte Ma. 4, Rt und wird mit Recht die Königin der Inſtrumente ge. nannt. Schulbl. 1, 85. 21, 75. Gedicht. Schulbl 5, 46. 47. —
Anm. b. Beſchreibung verſchiedener Orgeln. Tir Orgel in der Panlustirche zu Valtimore Schulbl. 22 25, Michaeliskirche zu Hamburg 45, 157, in Riga 17 160, Ludwigsburg 20. 95, Weingarten 23, 189, Liban 23. 35, Sovilla 38. 93, Heidelberg 39, 91, Notre Dame Paris. 29. 320. Sidney 25. 181, Verona 25. 32, Haar len 30, 371. Boſton 3. 158. Clepeland 12. 345. Ein
inmati 13, 222, Addiſon 5, 152. 11, 339. 22, 49
51, St. Louis 2, 210. 211, Watertown 10, 316, ved Hork 30, 30, Oliva 2, 31. 32. — Große Orgeln 588. 26, 287. 12, 284. 285. Große Orgelpfeifen . 77. — Orgelbaufabrik 22, 52. 5, 304 -309. Beühmte Orgelbauer 4, 275—-279.
- Schulbl. 45
- Schulbl. 45, 207
- Schulbl. 45, 243—245
- Schulbl. 45, 243—245. 337
- Schulbl. 45, 243—245. 337
208
- Schulbl. 45, 243—245. 337
208.
46, 18
- Schulbl. 45, 370
- Schulbl. 31. 375
- Schulbl. 46, 48 - 50
- Schulbl. 46, 48 - 50. 150
- Schulbl. 46, 48 - 50. 150. 8, 84
- Schulbl. 1, 85
- Schulbl. 1, 85. 21, 75
- Schulbl 5, 46
- Schulbl 5, 46. 47
- Schulbl. 22
- Schulbl. 45, 175
margin
- Wis. 1907, 30
margin
- Wis. 1907, 30. 31
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- Ma. 4, 261
margin
- Ma. 8, 275
margin
- Schulbl. 3, 311—314
margin
- Schulbl. 3, 311—314. 221
margin
- Schulbl. 3, 311—314. 221. 1
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- Schulbl. 3, 311—314. 221. 1. 256
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- Schulbl. 3, 311—314. 221. 1. 256. 3, 221
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- Große O
- Große O
- Ma. 4, Rt und wird mit R
vol c, printed page
252–253 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0284_PA252
4.
Die Orgel im Gottesdienſt
J. Die Orgel im Gottesdienſt. Schon im alten Te— ament wurden Muſikinſtrumente aller Art im Gottesdenit verwendet. Siehe Muſik. Die erſte chriſtliche urche hatte keine Orgeln. Zur Zeit der Verfolgung onnte man ſie nicht gebrauchen. Dazu waren ſie zu anbeholfen. In der orientaliſchen Kirche kam die Or— aelgar nicht in Gebrauch. Schulbl. 2, 146. Erſt vom zhre 660 an kamen Orgeln in Kirchen zur Verwen⸗— aung. Schulbl. 19, 115. Ma. 5, 217.
Unm. a. Zwingli und die Reformierten warfen die Orgeln aus der Kirche hinaus als etwas Papiſtiſches. — Doch iſt die Orgel nicht papiſtiſch, und um der Reormation willen brauchte man ſie nicht abzuſchaffen.
Uum. b. Daß Luther gegen die Orgel in der unche geweſen ſei, iſt nicht der Wahrheit gemäß. Luder behielt ſie bei.
Anm. c. Die Orgel eignet ſich vorzüglich zum Goteedienſt wegen der Beſchaffenheit und der Mannigfalnkeit der Töne. Daß der Orgelton gleichmäßig iſt und kein An. und Abſchwellen des Tones ſtattfinden ann, wie bei andern Inſtrumenten, iſt kein Nachteil. Schulbl. 45, 141. 142.
Anm. d. Die ſächſiſchen Auswanderer brachten auch ine Orgel mit herüber.
Unm. e. über den Gebrauch der Orgel in der Kirche elten folgende Grundſätze:
1. Die Orgel iſt nicht abſolut nötig in der Kirche.
Manche Gemeinde kann ohne Orgel ſchön ſingen.
2. Die herrlichſte Form der Kirchenmuſik iſt der
Gemeindegeſang.
3. Nicht die Orgel, ſondern die Predigt des Wor⸗
tes iſt die Hauptſache, der ſchönſte Schmuck der
Kirche. Fehlt dieſe, dann hilft die beſte Orgel⸗
muſik nichts.
. Der Gebrauch der Orgel in der Kirche iſt nicht
ſindlich
„Einwand 1. Der Gebrauch der Orgel ſei nicht in der Schrift geboten. — Auch das Schlafen iſt in der Schrift Znicht geboten.
Einwand 2. Chriſtus habe nie mit Inſtrumenten Nufik gemacht. — Dann dürfte man auch nicht in die ehe treten, denn Chriſtus iſt ledig geblieben.
d 3. Die Muſik komme von einem Nachkommen des gottloſen Kain und findet ſich vornehmlich da, wo der Fleiſchesluſt gedient wird. — Aber dann dürfte nan auch nicht in einer Stadt wohnen, da Kain zuerſt
eine Stadt gebaut hat.
Anm. f. Wenn man auch Metall und Holz zum LetGottes verwendet, ſo wird der Endzweck alles Geſchefenen, die Ehre Gottes, befördert.
Anm. g. Auch andere Inſtrumente als die Orge! (Poſaunenchor) mögen beim Gottesdienſt Verwendun; finden. „Alles iſt euer.“
x 1 Der Zweck der Orgel im Gottesdienſt. Die Orgel o
a. den Gemeindegeſang begleiten. Si bewahrt vor dem läſtigen Sinken im Ton und trägt zur Hebung des Gemeindegeſangs bei. R. Pi. Kaſ. 138.
Anm. a. Die Orgel ſoll der Gemeinde diener nicht herrſchen. Sie iſt des Herrn Magd. Geſang und Begleitung ſoll darum nicht auseinander kommen.
Anm. b. Der Organiſt ſpielt nicht für ſich, ſondern für die Gemeinde;
b. zur Erbauung der Gemeinde beittegen. Durch einleitende Spiele ſammelt ſie zur Ardacht. Rechtes Orgelſpiel trägt viel dazu bei, die An
weſenden in andächtige Stimmung zu verſetzen.
Anm. So dient die Orgel der Predigt und unter
ſtützt die Wirkung derſelben, bereitet den Weg zum Her⸗
zen;
e. Sehnſucht erwecken nach den vollkommenen
Chören der triumphierenden Kirche. Lied 443, 8. 15, 5.
Anm. a. Die Orgel iſt ein ſchönes Abbild
1. der Heiligen Schrift. Mancherlei Regiſter
und Pfeifen, aber ein Geiſt; —
2. der Kirche. Chriſtus hält in einem Sinn
gar eben die ganze Chriſtenheit auf Erden.
Anm. b. Die Gemeinden ſollen eine Orgel an
ſchaffen, wenn möglich.
- Schulbl. 2, 146
- Schulbl. 19, 115
- Ma. 5, 217
- Schulbl. 45, 141
- Schulbl. 45, 141. 142
- Schulbl. 45, 173
margin
- Schulbl. 43, 331
margin
- Schulbl. 43, 331. 2, 146
margin
- Schulbl. 43, 331. 2, 146. 21, 72
margin
- Schulbl. 43, 331. 2, 146. 21, 72. 29, 197
margin
- Schulbl. 43, 331. 2, 146. 21, 72. 29, 197. 34, 300
margin
- Ma. 5, 217
margin
- Neb. 98, 90
margin
- Neb. 98, 90. 91
margin
- Wis. 1907, 30
margin
- Luth. 39, 115
margin
- Luth. 39. 115
margin
- Luth. 39. 115. 116
margin
- Schulbl. 43, 331
margin
- Schulbl. 43, 331. 21, 72
margin
- Neb. 98, 91
margin
- Ma. 4, 258
margin
- Schulbl. 45, 140
margin
- Schulbl. 45, 140. 141
margin
- Schulbl. 45, 140. 141. 34, 300
margin
- Neb. 98. 91
margin
- Ma. 4, 261
margin
- Ma. 4, 261. 262
margin
- Schulbl. 43, 334
margin
- Schulbl. 46, 175
margin
- Schulbl. 46, 175. 8, 80
margin
- Ma. 2, 45
margin
- Ma. 2, 44
margin
- Ma. 2, 44. 4
margin
- Ma. 2, 44. 4. 264
margin
- Schulbl. 21, 73
margin
- Schulbl. 21, 73. 74
margin
- Schulbl. 21, 73
margin
- Schulbl. 21, 73
margin
- Schulbl. 29, 197
margin
- Schulbl. 29, 197
margin
- Kas. 138
- Lied 443, 8
- Lied 443, 8. 15, 5
- Ma. 4, 260
margin
- Neb. 98, 91
margin
- Neb. 98, 91. 92
margin
- Schulbl. 34, 301
margin
- Schulbl. 1, 85
margin
- Schulbl. 1, 85. 29, 201
margin
- Schulbl. 1, 85. 29, 201. 46, 273—276
margin
- Schulbl. 1, 85. 29, 201. 46, 273—276. 8, 81
margin
- Il. 98, 84
margin
- Schulbl. 1, 85
margin
- Schulbl. 1, 85. 10, 219
margin
- Schulbl. 40, 29
margin
- Schulbl. 40, 29. 42, 15
margin
- Schulbl. 40, 29. 42, 15. 3, 156
margin
- Schulbl. 40, 29. 42, 15. 3, 156. 1, 87
margin
- Schulbl. 10, 218
margin
- Wis. 1907, 31
margin
- Ma. 2, 45
margin
- Schulbl. 29, 199
margin
- Schulbl. 29, 199. 202
margin
- Schulbl. 29, 199. 202. 21, 76
margin
- Schulbl. 29, 205
margin
- Schulbl. 43, 333
margin
- Wis. 1907, 31
margin
- Wis. Syn. 1905, Teil 2,
vol c, printed page
253–254 · thesis number recovered from a garbled
character · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0285_PA253
6.
Das Organiſtenamt
6. Das Organiſtenamt. Das Amt eines Organiſten
iſt ein Stück des öffentlichen Gottesdienſtes und wur
zelt ſchließlich im Predigtamt.
In erſter Linie hat der Lehrer Anrecht dar
Anm. a.
auf. ‚ Anm. b. Schon auf dem Seminar muß Orgelſviel
gelehrt werden, da die meiſten Lehrer die Orgel ſpielen
müſſen.
Anm. c. Es iſt auch für den Paſtor gut, wenn er
In manchen Fällen iſt es ſch:
Otrgel ſpielen kann.
wünſchenswert.
Anm. d. Der Organiſt ſoll ein geiſtlich geſinnter und
Er ſoll ſein Amt in der
verſtändiger Meiſter ſein.
Er ſol.
Furcht Gottes und zum Lobe Gottes führen.
ſein Amt nicht als ein Handwerk anſehen, ſondern als
einen Dienſt am Heiligtum. Schulbl. 10, 217—220, Anm. e. Es iſt unrecht, Falſchgläubige oder gar Un
aläubige zur Verſchönerung des Gottesdienſtes herbe⸗
zuziehen, wie das oft in Sektenkirchen geſchiebt. Anm. f. Der Organiſt iſt ein Diener der Gemein
de. Darum darf er nicht eigenmächtig fremde Melodien
einführen, das von der Gemeinde angenommene Choral—
buch durch ein anderes erſetzen. — Die Gemeinde aber
ſoll ihm die Orgelbücher anſchaffen. Schulbl. 31, 301. Anm. g. Der Organiſt ſoll die Orgel, da ſie nicht
ihm gehört, verſchließen und ſie möglichſt vor Verderben
ſchüten. Ratſchläge dazu Schulbl. 28, 214. 215. Anm. h. Organiſtenbücher. Schulbl. 8, 276. 30,
76. 31, 317. Im 15. und 16. Jahrhundert 4, 208.
209.
- Schulbl. 10, 217—220
- Schulbl. 31, 300
margin
- Schulbl. 31, 300. 21
margin
- Schulbl. 31, 300. 21. 75
margin
- Schulbl. 31, 300
margin
- Schulbl. 11, 340
margin
- Schulbl. 29, 204
margin
- Schulbl. 29, 204. 76
margin
- Schulbl. 31, 300
margin
- Schulbl. 31, 300. 301
margin
- Schulbl. 31, 302
margin
- Schulbl. 31, 301
- Schulbl. 28, 214
- Schulbl. 28, 214. 215
- Schulbl. 8, 276
- Schulbl. 8, 276. 30,
76
- Schulbl. 8, 276. 30,
76. 31, 317
- Schulbl. 8, 276. 30,
76. 31, 317. I
- Schulbl. 28, 213
margin
vol c, printed page
254–255 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0286_PA254
7.
—
7. Das Orgelſpiel in der Kirche während des Gottes⸗
dienſtes. Hier kommen in Betracht die Melodien, fer⸗
ner die Vor⸗, Zwiſchen⸗ und Nachſpiele. Die Orgel
keitet ein, ſchließt ab und verbindet.
a. Die Melodie.
1. Wahl der Melodie. Die Melodie muß zum
Inhalt und Text des Liedes paſſen. Zu dem Liede:
Aus tiefer Not u. ſ. w. No. 214, paßt nicht: Nun
freut euch, lieben Chriſten g'mein. Zum Liede 107
(Seut triumphieret) paßt nicht: Vater unſer im
Himmelreich.
Anm. Man ſollte keine andere als die vorge⸗
ichriebene Melodie nehmen, den Leuten auch
Gelegenheit geben, unbekannte Melodien zu lernen.
2. Der Orgelton (Reaiſter) muß zum Lied
paſſen. Darum lies das Lied erſt durch vor dem
Spiel. Das Lied 69 (Chriſte, du Lamm Gottes)
anders als 341 (Lobe den Herrn).
3. Das Tempo ſoll Rückſicht nehmen auf das
Lied. „Es iſt das Heil uns kommen her“ wird
man in raſchem Tempo ſpielen. Die Lieder ſollen
überhaupt nicht träge hinſchlepvend geſungen wer⸗
Schlendrian. Schulbl. 8. 86.
Anm. a. Wenn der Organiſt ſelbſt mitſingt, kann er
das Tempo beſſer halten.
Anm. b. Auch die Zeit des Kirchenjahres (Weihnacht.
Charfreitag u. ſ. w.) darf nicht ohne Einfluß ſein auf
10 30J1. Nach Maßgabe der Gelegenheit. Schulbl. Anm. c. Der Choral muß mit Verſtand und Andacht
geſpielt werden, wenn er die Andacht der Gemeinde er⸗
wecken ſoll.
Anm. d. Manche Lieder haben in einzelnen Zeilen
nicht die gleiche Anzahl Silben. Beiſpiele: Lied 17. 94.
191. 198. 37, 1. 87, 2. 3. 136, 4. 167, 1.
b. Das Vorſpiel. Präludinm. Eigenſchaften
des Vorſpiels: Das Vorſpiel
1. muß dem Liede in Tonart, Rhythmus und
Tempo entſprechen:
2. die zu ſingende Melodie andeuten:
3. muß in den Charakter und Geiſt des Liedes
der Melodie einführen:
4. ſoll der Zeit des Kirchenijahres angepaßt ſein:
5. muß kirchlich würdig ſein:
6. darf nicht allzulang ſein. Daner: nicht über
42. 12 bei Beichtreden noch kürzer. Schulbl.
Anm. a. Beſprechung von Vorſpielen zu verſchitde nen Liedern Schulbl. 2,. 27—29.
Anm. b. Manchmal iſt das Vorſpielen des Cho„als das beſte Vorſpiel und dient zur Einführung der Melodie. Dann ſoll man ihn nicht herunterjagen, ſon — .— ſpielen, wie er geſungen werden ſoll. Schulb!
Anm. c. Beſonders bei dem Vorſpiel hat ſich der Organiſt zu hüten, daß er
1. nicht unkirchliche, leichtfertige
Muſik auf die Orgel bringt und ſie ſo der Eitelken
dienſtbar macht. Opern. Märſche paſſen nicht an
die Orgel. Weltliche Lieder ſtören den Gottesdienſ.
Schulbl. 10, 346. Neb. 98, 91. — Unkirchlich iit
alles, was uns, während wir im Gotteshaus ſizen.
an einen andern Ort erinnert. Mit. 1903, 42.
2. durch verachtenswerte Effekthaſcherei
die Aufmerkſamkeit der Gemeinde auf ſich und ſein
Spiel lenkt. Lieber laſſe man das Vorſpiel wey.
als daß man die Andacht ſtört.
Zwiſchenſpiele müſſen di'»
c. Zwiſchenſpiele.
ſelben Eigenſchaften beſitzen als Vorſpiele. Sie müſſn zum Lied paſſen Schulbl. 42. 18. 19. in den Anfanas
toan der Melodie leiten, in den Sinn des nächſten Verſes
eindringen und Rhythmus. Tempo und Tonart haben wie
Beſprechung von Zwiſchen.
das Lied. Schulbl. 2. 52.
ſpielen Schulbl. 2, 52—54.
Anm. a. Nur muß das Zwiſchenſpiel bedeutend Kür⸗
er ſein als das Vorſpiel. Durch lange Zwiſchenſpiele
wird die Kette zerriſſen und der Gottesdienſt ohne Not
verlängert.
Anm. b. Sind Verſe bloß durch ein Komma getrennt.
53 bleibt das Zwiſchenſpiel am beſten weg. Veiſpiele:
226. 2—4. 239, 3. 4. 237, 13. 14.
Anm. c. Auch für Zwiſchenſpiele verwende man keine
»rofanen Sätze.
d. Die Orgelbegleitung während der
Abendmahlsfeier. Das Vater Unſer und die
Einſetzungsworte mögen begleitet werden oder nicht, ie
nach den Umſtänden.
Anm. a. Der Zweck dieſer Begleitung iſt nicht, den
Paſtor im Geſang zu umterſtüten (dann kännte die Ve:
»leitung bei auten Sängern ganz wegfallen), ſondern
die Feierlichkeit zu erhöhen und die Andacht zu fördern.
Anm. b. Bei dieſer Bealeitung ſollen nie ſtarke Re·
aiſter gezogen werden, die Noten ſollen nicht nach ibrer
Zeitdauer, ſondern genau nach dem Geſang des Paſtors
gehalten werden. Wo mehreren Tönen derſelbe Aklord
zugrunde liegt, ſchweige die Orgel ganz. Das Pedal it
zu vermeiden.
Anm. c. Ob auch der Chorgeſang von der Orgel be⸗
hitet werden ſoll oder nicht ſ. Lochner, Hauptgottes-
dienſt 39.
e. Der Schluß des Gottesdienſtes.
1. Nach dem Segen ſoll man nicht präludieren,
als ob der Gottesdienſt erſt beginnen ſoll.
2. Nach dem Schlußvers ſoll die Orgel verſtum—
men, da die Leute beten wollen.
3. Das Nachſpiel muß mit dem Sonntag und
der Predigt in Einklang ſtehen. Es wäre an⸗
ſtößig, mit einem Marſch aus der Kirche zu mar⸗
ſchieren.
8. Die Vorbereitung auf den Sonntag. Will ein
Trnaniſt ſein Amt recht verſehen, ſo muß er ſich auf
dos Spiel am Sonntag vorbereiten. Dazu gehört,
a. daß er die Lieder vorher durchſieht.
Unm. a. Der Paſtor ſollte die Lieder dem Organiſten
häteſtens am Samstag mittag melden.
Unm. b. Unbekannte Melodien ſollten, wo möglich,
erſt in der Schule eingeübt werden.
Anm. c. Wer kann wohl Vor⸗, Zwiſchen und Nach;
uile ſo phantaſieren, daß es die Herzen der
hlhubinen zur Andacht ſtimmt? Es iſt ein Unfug, öf.
entlich phantaſieren zu wollen.
Anm. d. Stümvperhaftes Spielen wirkt ſtörend:
b. daß er ſich eine genaue Kenntnis von ſeiner Orgel
erſchafft. Er muß die rechten Reaiſter ziehen Schulbl.
. S5. darum muß er aber auch Kenntnis aller in ſei ·
ver Orgel vorbandenen Regiſter haben. Schulbl. 45, 204. 2, 209. 210.
Homiletik.
Freiterte.
Chron. 15, 16—29. — Die Orgel im lutheriſchen durin mit Recht eine Stätte, b. dient insgemein der Lerwaltung der Sakramente, c. unterſtüvt die Wirkung die Herzen der einzelnen Zuhörer, d. erfordert darum einen geiſtlich geſinnten und eritändigen Meiſter im Orgelſpiel, e. ſoll Sehnſucht u den vollen Chören der triumphierenden Kirche. — Schulbl. Wi Pi. 81. 2—5. — Die Freude einer chriſtlichen
Die berechtigt dieſe Freude iſt, b. wie dieſe Freude eine bleibende und ſtets erhöhte werden kann und ſoll. — Schulbl. 21. 72.
Pf. 81, 2—5. — Wie wir unſern Gott loben ſollen. — Ma. 5. 213.
der Orgel im — 4* 150. — über den Gebrauch
Gebrauchs. Das gute Recht, b. die rechte Beſchaffenheit des
0 VI. 150. — Der rechte Gebrauch muſikaliſcher „Zur Hebung des Geſangs, b. zur Erbauung der
— R. Pi. Kaſ. 136.
Rede bei einer Orgelweibe. — Obwohl Gottez uirche in. ſo i doch auch eine Orgel ein herrlicher Schmuck darin. — M.
272—275.
ede bei einer Orgelweihe. — Ma. 8,
- Lied 69
- Schulbl. 8. 86
- Lied 17. 94
- Lied 17. 94.
191
- Lied 17. 94.
191. 198
- Lied 17. 94.
191. 198. 37, 1
- Lied 17. 94.
191. 198. 37, 1. 87, 2
- Lied 17. 94.
191. 198. 37, 1. 87, 2. 3
- Lied 17. 94.
191. 198. 37, 1. 87, 2. 3. 136, 4
- Lied 17. 94.
191. 198. 37, 1. 87, 2. 3. 136, 4. 167, 1
- Schulbl. 46, 372
margin
- Schulbl. 31, 122
margin
- Schulbl. 31, 122. 8, 83
margin
- Schulbl. 31, 122. 8, 83. 81
margin
- Schulbl. 31, 122. 8, 83. 81. 46, 336—339
margin
- Schulbl. 31, 122. 8, 83. 81. 46, 336—339. 1, 250
margin
- Schulbl. 31, 122. 8, 83. 81. 46, 336—339. 1, 250. 42, 12
margin
- Schulbl. 31, 122. 8, 83. 81. 46, 336—339. 1, 250. 42, 12. 13
margin
- Schulbl. 31, 122. 8, 83. 81. 46, 336—339. 1, 250. 42, 12. 13. 31, 301
margin
- Kas. 140
margin
- Schulbl. 42, 14
margin
- Schulbl. 42, 14. 13
margin
- Schulbl. 3, 156
margin
- Schulbl. 3, 156. 29, 204
margin
- Schulbl. 8, 81
margin
- Schulbl. 8, 81. 47, 12— 14
margin
- Schulbl. 42. 17
margin
- Schulbl. 8, 81
margin
- Schulbl. 8, 81. 1, 251
margin
- Schulbl. 31. 302
margin
- Schulbl. 2. 27
margin
- Schulbl. 2. 27. 42, 16
margin
- Schulbl. 42, 16
margin
- Schulbl. 42, 16. 14
margin
- Schulbl. 43, 13
margin
- Schulbl. 43, 13. 2, 208
margin
- Schulbl. 42. 16
margin
- Schulbl. 42. 16
margin
- Schulbl. 42, 16
margin
- Schulbl. 2,. 27—29
- Schulbl. 10, 346
- Neb. 98, 91
- Mit. 1903, 42
- Mit. 1903, 42.
2
- Schulbl. 42. 18
- Schulbl. 42. 18. 19
- Schulbl. 42. 18. 19. i
- Schulbl. 2. 52
- Schulbl. 2, 52—54
- Schulbl. 31, 302
margin
- Schulbl. 31, 302. 2, 51
margin
- Schulbl. 31, 302. 2, 51. 2, 209
margin
- Min. 88. 42
margin
- Schulbl. 21, 76
margin
- Schulbl. 21, 76. 34, 300
margin
- Kas. 140
margin
- Schulbl. 1. 250
margin
- Schulbl. 1. 250. 86
margin
- Schulbl. 1. 250. 86. 87
margin
- Schulbl. 1. 250. 86. 87. 46, 275
margin
- Kas. 141
margin
- Schulbl. 2, 52
margin
- Schulbl. 42, 19
margin
- Schulbl. 42, 19. 31, 301
margin
- Schulbl. 42, 19. 31, 301. 122
margin
- Schulbl. 2, 208
margin
- Schulbl. 2, 208. 209
margin
- Schulbl. 45, 204
- Schulbl. 45, 204. 2, 209
- Schulbl. 45, 204. 2, 209. 210
- Pi. 81
- Pi. 81. 2—5
- Schulbl. 21. 72
- Ma. 5. 213
- Kas. 136
- Schulbl. 31, 122
margin
- Schulbl. 42, 19
margin
- Schulbl. 42, 19. 20
margin
- Schulbl. 42, 20
margin
- O. 74, 57
margin
- Schulbl. 34, 300
margin
- Schulbl. 34, 300. 31, 302
margin
- Ma. 4, 263
margin
- Ma. 4, 263. 264
margin
- Min. 88, 42
margin
- Neb. 98, 91
margin
- Schulbl. 42, 10
margin
- Schulbl. 31, 302
margin
- Schulbl. 31, 302. 42, 10
margin
- Schulbl. 42, 11
margin
- Schulbl. 42, 11. 12
margin
- Schulbl. 42, 15
margin
- Schulbl. 42, 15. 16
margin
- Schulbl. 42, 15. 16. 2, 208
margin
- Wis. 1907, 31
margin
- Schulbl. 28, 213
margin
- Schulbl. 43, 328
margin
- Schulbl. Wi
- Ma. 8,
vol c, printed page
255–257 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0072_PA255
—
Die Schule (1913)
Orgel.
Die Orgel.
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1.
—
Die Schule (1913)
1. Geſchichtliches.
a. Die Pansflöte der Griechen, die Maſchrokitha ver
Hebräer, der Dudelſack.
b. Die erſte Kunde über Orgeln. Die Waſſerorgel
muß ſchon 120 vor Chriſto bekannt geweſen ſein.
e. Eine Orgel als Geſchenk des Kaiſers Konſtantin
im Jahre 757.
d. Der Orgelbau vom 8. Jahrhundert an.
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—
Die Schule (1913)
e. Die Windorgel in der Zeit des Mittelalters.
f. Die erſte Orgel in Deutſchland.
g. Bedeutende Orgelſpieler im Mittelalter: Schulkl. 26. 234. 235. — Orgelmeiſter in Italien im 16. und 17. Jahrhundert. Willaert, Schulbl. 28, 307—312. Gabrieli, Schulbl. 29, 57—64. Frescobaldi, Schulbl 29, 113. — In Deutſchland. Bach. Schulbl. 2, 146. 147. —. 29, 302.
- Schulbl. 28, 307—312
- Schulbl. 29, 57—64
- Schulbl 29, 113
- Schulbl. 2, 146
- Schulbl. 2, 146. 147
- Ma. 2, 45
margin
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2.
—
Die Schule (1913)
2. Beſchreibung der Orgel der alten Zeit.
a. Die Orgeln hatten etwa 12—15 Töne und wurden mit Fänſten bearbeitet. — Zum Spiel einer großen Orgel waren 70 Männer nötig. Brüllende Ungetüme. Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365. 7, 175.
b. Die Erfindung des Pedals Schulbl. 4. 208. 45, 174.
- Schulbl. 43, 330
- Schulbl. 43, 330. 45, 173
- Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365
- Schulbl. 43, 330. 45, 173. 25, 365. 7, 175
- Schulbl. 4. 208
- Schulbl. 4. 208. 45, 174
- Ma. 8, 275
margin
- Ma. 8, 275. 4, 261
margin
- Ma. 8, 275. 4, 261. 2, 210
margin
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3.
Die heutige Orgel
Die Schule (1913)
3. Die heutige Orgel. Die Orgeln ſind wunderber verbeſſert worden. Der Blasbalg Schulbl. 45, Mi.
Windkanäle. Windkaſten. Windlade Schulbl. 45, A7.
208. Das Regierwerk Schulbl. 45, 243—245. 337
Das Pfeifenwerk Schulbl. 45, 370. 46, 18. Pieiim aus Porzellan Schulbl. 31, 375. Große Orgelpfeifen 17, 77. Die Regiſtration Schulbl. 46, 4850. 82. 159. 8, 84.
Anm. a. Heutzutage hat die Orgel eine Fülle von Tönen, ſie kann den Donner von Sinai, aber auch das ſtille, ſanfte Sauſen des Evangelii hören laſſen. Sie it unter den Muſikinſtrumenten das ſchönſte Ma. 4. und wird mit Recht die Königin der Inſtrumente genannt. Schulbl. 1, 85 . 21, 75. Gedicht. Schulb!. 5, 46. 74.
Anm. b. Veſchreibung verſchiedener Orgeln. Die Orgel in der Pauluskirche zu Baltimore Schulbl. 24 25. Michaeliskirche zu Hamburg 45, 157, in Riga 17 160, Ludwigsburg 20, 95, Weingarten 23, 189, Libau 23, 35, Sevilla 38, 93, Heidelberg 39, 94, Notre Dame.
garis, 29. 320, Sidney 25, 181, Verona 25, 32, Haarlem 30. 371, Danzig 2, 31, Boſton 3, 158, Cleveland 12. 345, Cincinnati 13, 33 5 Addiſon 5, 152. 11, 330. 22. 49—51, St. Lonis 2, 210. 211, Watertown 10, 3. Nounastown, Ohio, 15, 174. New Nork 30. 30, Oliva 2, 31. 32 — Große Orgeln 5, 288. 26, 287 12. 284. 285. 23, 35. Große Orgelpfeifen 17, 77. — Orgelbaufabrik 22. 52. 5, 304 —309. Berühmte Orgelbauer 4. 275—279.
- Schulbl. 45, 243—245
- Schulbl. 45, 243—245. 337
- Schulbl. 45, 370
- Schulbl. 45, 370. 46, 18
- Schulbl. 31, 375
- Große O
- Ma. 4
- Schulbl. 1, 85
- Schulbl. 1, 85 . 21, 75
- Schulbl. 24
- Schulbl. 24 25
- Große O
- Große O
- Wis. 1907, 30
margin
- Wis. 1907, 30. 31
margin
- Ma. 4, 261
margin
- Ma. 8, 275
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256. 3, 221
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256. 3, 221. 38, 31
margin
- Ma. 8, 275. 3, 311—314. 224. 1, 256. 3, 221. 38, 31. 47, 382
margin
- Schulbl. 45, Mi.
Windkan
- Schulbl. 45, A7.
208. Da
- Schulbl. 46, 4850. 82. 1
- Schulb!. 5, 46. 74.
Anm.
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4.
Die Orgel im Gottesdienſt
Die Schule (1913)
4. Die Orgel im Gottesdienſt. Schon im alten Teſtament wurden Muſikinſtrumente aller Art im Gottesdienſt verwendet. Siehe Muſik. Die erſte chriſtliche Kirche hatte keine Orgeln. Zur Zeit der Verfolgung konnte man ſie nicht gebrauchen. Dazu waren ſie zu unbeholfen. In der orientaliſchen Kirche kam die Orgel gar nicht in Gebrauch. Schulbl. 2. 146. Erſt von Jahre 660 an kamen Orgeln in Kirchen zur Verwendung. Schulbl. 19, 115. Ma. 5, 217.
- Schulbl. 2. 146
- Schulbl. 19, 115
- Ma. 5, 217
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—
Die Schule (1913)
Anm. a. Zwingli und die Reformierten warfen
die Orgeln aus der Kirche hinaus als etwas Papiſtiſches.
— Doch iſt die Orgel nicht papiſtiſch, und um der Re-
jormation willen brauchte man ſie nicht abzuſchaffen. Anm. b. Daß Luther gegen die Orgel in der
Kirche geweſen ſei, iſt nicht der Wahrheit gemäß. Lu-
ther behielt ſie bei.
Anm. c. Die Orgel eignet ſich vorzüglich zum Got—
tesdienſt wegen der Beſchaffenheit und der Mannigfal⸗
nakeit der Töne. Daß der Orgelton gleichmäßig iſt
und kein An⸗ und Abſchwellen des Tones ſtattfinden
kann, wie bei andern Inſtrumenten, iſt kein Nachteil.
Schulbl. 45, 141. 142.
Anm. d. Die ſächſiſchen Auswanderer brachten auch
eine Orgel mit herüber.
Anm. e. Über den Gebrauch der Orgel in der Kirche
gelten folgende Grundſätze:
1. Die Orgel iſt nicht abſolut nötig in der Kirche.
Manche Gemeinde kann ohne Orgel ſchön ſingen.
2. Die herrlichſte Form der Kirchenmuſik iſt der
Gemeindegeſang.
3. Nicht die Orgel, ſondern die Predigt des Wor⸗
tes iſt die Hauptſache, der ſchönſte Schmuck der
Kirche. Fehlt dieſe, dann hilft die beſte Orgel⸗
muſik nichts.
4. Der Gebrauch der Orgel in der Kirche iſt nicht
ſündlich.
Einwand 1.
Der Gebrauch der Orgel ſei nicht in der
Schrift geboten. — Auch das Schlafen iſt in der Schrift
nicht geboten.
Einwand 2. Chriſtus habe nie mit Inſtrumenten
Muſik gemacht. — Dann dürfte man auch nicht in die
Ehe treten, denn Chriſtus iſt ledig geblieben.
Einwand 3. Die Muſik komme von einem Nachkom-
men des gottloſen Kain und finde ſich vornehmlich da,
wo der Fleiſchesluſt gedient wird. — Aber dann dürfte
man auch nicht in einer Stadt wohnen, da Kain zuerſt
eine Stadt gebaut hat.
Anm. f. Wenn man auch Metall und Holz zum Lobe
Gottes verwendet, ſo wird der Endzweck alles Geſchaffe—
nen, die Ehre Gottes, befördert.
Anm. g. Die Orgel iſt ein ſchönes Abbild
1. der Heiligen Schrift. Mancherlei Regiſter und
Pfeifen, aber ein Geiſt:
2. der Kirche. Chriſtus hält in einem Sinn gar
eben die ganze Chriſtenheit auf Erden.
Anm. h. Auch andere Inſtrumente als die Orgel (Voſaunenchor) mögen beim Gottesdienſt manchmal Verwendung finden. „Alles iſt euer.“
- Schulbl. 45, 141
- Schulbl. 45, 141. 142
- Ma. 5, 217
margin
- Neb. 98, 90
margin
- Neb. 98, 90. 91
margin
- Wis. 1907, 30
margin
- Luth. 39, 115
margin
- Luth. 39, 115
margin
- Luth. 39, 115. 116
margin
- Schulbl. 43, 331
margin
- Schulbl. 43, 331. 21, 72
margin
- Neb. 98, 91
margin
- Ma. 4, 258
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140. 141
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140. 141. 7, 174
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140. 141. 7, 174. 175
margin
- Ma. 4, 258. 45, 140. 141. 7, 174. 175. 34, 300
margin
- Neb. 98, 91
margin
- Ma. 4, 261
margin
- Ma. 4, 261. 262
margin
- Ma. 2, 45
margin
- Ma. 2. 11
margin
- Ma. 2. 11. 4
margin
- Ma. 2. 11. 4. 264
margin
- Schulbl. 21, 73
margin
- Schulbl. 21, 73. 74
margin
- Tex. 1906, 20
margin
- Ma. 4, 260
margin
- Ma. 4, 260 43
margin
- Ma. 4, 260 43, 333
margin
- Ma. 4, 265
margin
- Ma. 4, 265. 34, 301
margin
- Neb. 98, 91
margin
- Neb. 98, 91. 92
margin
- Wis. Syn. 1905, Teil 2,
Die Schule (1913), its own page 339 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0369_PA339