—
Abriß.
Was iſt falſche Lehre? § 1. Urſprung. § 2. Warum hat Gott falſche Leirt
zugelaſſen? § 3. Falſche Lehre iſt Sünde. § 4. Falſche Lehre iſt ſeelengefagrπν
§ 5. Warum iſt falſche Lehre ſchädlich? § 6. Die Lehren hängen alle zuſarreren
§ 7. Die Fruchtbarkeit des Irrtums. § 8. Die Kraft des Irrtums. S 9. E
her kommt es, daß falſche Lehre ſolche Ausbreitung findet? § 10. Die Gefahr de
Verführung zu falſcher Lehre. § 11. Vor falſcher Lehre ſollen wir uns hüten. S 12
Falſche Lehre.
1. Was iſt falſche Lehre? Alles, was dem Worte GSor tes widerſpricht.
Anm. a. Falſche Lehre hat es immer gegeben durc alle Jahrhunderte hindurch, im alten und neuen Teſta— ment. Woimmer die Kirche war, iſt der Teufel mit ſe—— nen Rotten dazwiſchen gekommen.
Anm. b. Luthers Nachweis aus der Geſchichte, dai der Teufel eine falſche Lehre nach der andern aufgebrach: hat Wis. 82, 29—32.
Anm. c. Es gibt drei ganz verſchiedene Richtungen. Die eine hebt das Weſen der Schrift auf, die andere der miſcht Geſetz und Evangelium, die dritte erwartet, waz das Wort wirken ſoll, von etwas anderem. Schwarmgeiſter.
Anm. d. Doch ſind die Sekten alle in einen Kuchen zu
rechnen. Niemand kann bei ihnen aus dem Wort der Gnade gewiß werden. Keine lehrt uns die Gerechtigken
allein in Chriſto ſuchen. Keine weiſt uns einfältig auf die Gnadenmittel als Träger der Gnade.
Anm. e. Wer Geſetz und Evangelium ſcheiden kann.
- Wis. 82, 29—32
- Wis. 98, 15
margin
- Walth. Ev. 257
margin
- Mit. 95, 60
margin
- Mit. 95, 60. 61
margin
- Mit. 95, 60. 61. 98, 24
margin
- Syn. 96, 6
margin
- Syn. 96, 6. 7
margin
- Luth. 22, 169—171
margin
- Ka. 92, 37
margin
- Ka. 92, 37. 39
margin
- Mit. 91,
vol b, printed page
884 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0965
28.
—
28. Geſetz und Evange⸗ hat damit auch die Waffe gegen falſche Lehre.
Anm. f. Kennzeichen der falſchen Lehre ſ. „Lehre prüfen“ § 2 b.
2. Urſprung. Der Urheber der falſchen Lehre iſt
W. a. nicht Gott. Er iſt der Brunnquell des Lichtes.
Er hat jede Abweichung von ſeinem Wort verboten und
will keine falſche Lehre.
Anm. Falſchgläubige Gemeinden beſtehen wider Gottes Willen. Ihr Fortbeſtehen iſt eine beſtändige Verſündigung gegen Glaube und Liebe. Gott will keine Spaltungen. Luth. 61, 387;
b. der Teufel. Matth. 13, 25. 39: Der Feind ſät das Unkraut unter den Weizen. Joh. 8, 44: iſt ein Lügner und ein Vater derſelbigen. 2 Theſſ. 2, 9: nach der Wirkung Satans. 2 Kor. 11, 3: wie die Schlange Evam verführte mit ihrer Schalkheit, alſo auch eure Sinne verrücket werden. (Ap. 26, 18: von der Gewalt Satans zu Gott. Luk. 22, 53: Macht der Finſternis. Off. 12, 12: hat einen großen Zorn.) — Der Teufel bringt überall etwas von ſeinem Dreck an.
Anm. a. „Sollte Gott geſagt haben?“ 1 Moſ. 3, iſt noch heute des Teufels Weiſe.
Anm. b. Satan wendet auch alle Liſt und Macht m,
die Verführten gegen das Licht der Wahrheit zu ver⸗
ſchließen. 2 Kor. 4, 4: hat ihre Sinne verblendet, daß
ſie nicht ſehen das helle Licht des Evangelii. 2 Tim.
2. 26: nüchtern würden aus des Teufels Strick.
Anm. c. Heutzutage hat man den Teufel totgeſchla⸗
gen. „Das Papſttum zu Rom vom Teufel geſtiftet“
würde man kaum mehr ſchreiben;
c. der Menſch. Falſche Propheten bringen neue
Lehren auf. Der Menſch hält ſeine eigenen Gedanken
für beſſer und klüger als Gottes Wort. Er will nicht
glauben, was Gott ſagt.
Anm. a. Einen treuen Bundesgenoſſen hat der Teu⸗
fel an der menſchlichen Vernunft. Der Menſch will die
Schriftlehren verſtehen. Zwingli: Es iſt ſchwer zu glau⸗
ben, es reimt ſich nicht.
Anm. b. Das iſt das Charakteriſtikum aller falſchen
Lehre, daß man ſie verſtehen kann.
Anm. c. Woher kommt es, daß die, welche die Bibel als Gottes Wort annehmen, ſo verſchiedene Lehre führen? Man rühmt die Schrift, nimmt aber nebenbei andere Quellen der Theologie an: Vernunft, Tradition, das eigene „Ich“.
Anm. d. Viel hat ſchon zu falſcher Lehre beigetragen
1. Ehrgeiz, die Mutter aller Ketzerei. Wo die
Liebe nicht iſt, kann auch die Lehre nicht rein blei⸗
ben;
2. Selbſtgerechtigkeit, Menſchenklugheit,
das
Nachdrucklegen auf kirchenregimentliche Dinge;
3. Gleichgiltigkeit, Indifferentismus. Wenn die
Leute ſchlafen, kommt der Feind.
3. Warum hat Gott falſche Lehre zugelaſſen?
a. Zur Prüfung der Seinen. 1 Kor. 11, 19: auf den die, ſo rechtſchaffen ſind, offenbar unter euch wer ⸗
en;
b. als Strafgericht für den Undank und die Verachtung ſeines Wortes. 2 Theſſ. 2, 10. 11: dafür, daß ſie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, wird ihnen Gott kräftige Irrtümer ſenden, daß ſie glauben der Lüge. Matth. 21, 43: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden gegeben werden. Ap. 13, 46: nun ihr es aber von euch ſtoßet u. ſ. w. Off. 2, 5: deinen Leuchter wegſtoßen von der Stätte, wo du nicht Buße tuſt. 2 Tim. 4, 3. 4. Heſ. 20, 25. 2 Chron. 18. 18—22.
Anm. a. Leider wird das von den wenigſten erkannt.
Anm. b. Wenn Gott ſeine Hand von uns abzieht und uns nach unſerm Verſtand und Willen wandeln läßt, ſind wir verloren.
Anm. c. Gottes Wort iſt ein fahrender Platzregen. Kauft, weil der Markt vor der Tür iſt. Jetzt iſt die angenehme Zeit. Joh. 12, 35. 36: Wandelt, weil ihr das Licht habt, daß euch die Finſternis nicht überfalle.
Anm. d. Solange aber der Chriſt noch Verlangen hat nach Gottes Wort, weicht die Gnade nicht von ihm.
4. Falſche Lehre iſt Sünde. Gott hat geboten, daß nur ſein Wort gepredigt werden ſoll ſ. reine Lehre. 8 hat alle falſche Lehre verboten ſ. falſche Lehre. — Fal ſche Lehre iſt Sünde gegen das
1. Gebot. Man glaubt nicht, was Gott ſagt un macht ihn zum Lügner. 1 Joh. 5, 10. Man ſetzt ſeir: Vernunft auf Gottes Tron oder folgt blindlings große Männern. S. Abgötterei 83. 2 Joh. 9: der hat kei— nen Gott. (Atheismus.)
Anm. Durch falſche Lehre wird
1. Gottes Ehre geſchmälert.
Nachweis an Cal.
viniſten und Synergiſten;
2. Chriſti Verdienſt verkürzt.
Leugnet man;
B. die Erbſünde, ſo macht man
den natürlichen
Menſchen fromm:
3. Chriſto in ſein königliches Amt gegriffen.
2. Gebot. Falſche Lehre iſt Entheiligung des Ne mens Gottes. 1. Bitte.
Anm. a. Schmückt man ſeine Lehre mit Gottes Wor: ſo iſt das ein Lügen und Trügen bei Gottes Namen Jer. 23, 31. 32: ihr eigen Wort führen und ſprechen. er hat's geſagt. Solcher Mißbrauch des Wortes mach die Sünde nur um ſo ſchlimmer.
Anm. b. Auch ein rechter Prediger kann ja in Un wiſſenheit einmal etwas Verkehrtes ſagen, geſchieht = aber bewußterweiſe, ſo iſt es Lug und Trug:
3. Gebot.
a. Wer nicht bei Gottes Richtſchnur bleibt, iſt ein Ver ächter des Wortes Gottes.
b. Um die falſche Lehre zu rechtfertigen, muß man beſtändig Gottes Wort verdrehen. Leute, die behaupten daß die Taufe kein Gnadenmittel ſei, müſſen z. B. verdrehen: Gal. 3. 27. Ap. 2. 38. Tit. 3, 5.
c. Falſche Lehre predigen, iſt Entheiligung des Sab— baths. Matth. 15. 9: Vergeblich dienen ſie mir.
5. Gebot. Iſt es Sünde, des Nächſten Leih zu t— ten, wie viel mehr ſeine Seele zu ſchädigen!
8. Gebot. Falſche Lehre predigen heißt lügen.
9. und 10. Gebot. Falſche Lehre gehört mit zu dem angeerbten Verderben des Menſchen.
Anm. a. Falſche Lehre iſt gegen die erſte und zweite Tafel der Gebote. Sie gefährdet die Seligkeit des Menſchen. Du ſollſt deinen Nächſten lieben.
Anm. b. Falſche Lehre iſt Sünde wie jedes andere Abgehen von einem Gebot, z. B. Mord, Diebſtahl.
Anm. c. Falſche Lehre iſt Gott ein Greuel.
Anm. d. Nicht bloß grobe Abweichung von der rech ten Lehre iſt Sünde, ſondern auch jede geringe Abwei— chung. Matth. 5, 19.
Anm. e. Prediger ſollten nie ſo reden, als ſei falſche Lehre ein verzeihlicher Irrtum. Wie ſchändlich. wenn Monſchen als falſche Zeugen wider Gott auftreten!
Anm. f. Wie bitter haben Paulus. Auguſtin. Luther und andere ihre Irrtümer bereut!
5. Falſche Lehre iſt ſeelengefährlich. Gal. 5, 4: ihr
habt Chriſtum verloren. 2 Tim. 2, 17. 18: haben et⸗
licher Glauben verkehret. 1 Kor. 15, 13. 14: Iſt die
Auferſtehung der Toten nichts, ſo iſt auch euer Glaube
vergeblich. — Falſche Lehre
a. führt ab von Chriſto und von der Wahrheit. Tit.
1, 13. 14: welche ſich von der Wahrheit abwenden. b. zerſtört das Evangelium. Gal. 1, 6. 7: verkehrt
das Evangelium Chriſti und führt auf ein ander Evan⸗
gelium;
c. verdunkelt den Heilsweg;
d. hindert die heilſame Kraft der Gnadenmittel. In⸗
ſofern die Lehre nicht rein iſt, iſt ſie auch nicht das Mit⸗
tel, wodurch der Heilige Geiſt wirkt;
e. macht, ſoweit falſche Lehre dem Evangelium ſub—
ſtituiert wird, die Bekehrung unmöglich. Bei Irrtümern
in Fundamentalartikeln kann der Glaube nicht beſtehen; f. erzeugt immer falſchen Glauben, falſche Buße, fal⸗
ſche Heiligung, falſchen Troſt. Falſche Lehre wird nicht
geglaubt, es iſt Aberglaube, Unglaube. Süd. 85,
47. Mit. 92, 26. 27;
g. hat falſches Leben zur Folge;
h. beſteht die Probe nicht. (Gewißheit);
i. kann das geiſtliche Leben zerſtören. Geiſtliche Hin-
richtung, ſchlimmer als Verfolgung mit dem Schwert; k. kann den Menſchen um die Seligkeit bringen. Wer
in Grundartikeln irrt, geht verloren. Es iſt in keinem
andern Heil.
Anm. a. Falſche Lehre iſt
a. ein falſcher Wegweiſer. Was wird aus einem
Wanderer, wenn er vom rechten Weg abgeht und
immer weiter irrt?
b. Stroh. Jer. 23, 28;
c. Gift für unſer geiſtliches Leben. Der Tod im
Topf. (Auswendig trägt er anſtatt eines Toten⸗
kopfes den Namen: Wiſſenſchaft, Fortſchritt, Auf⸗
klärung, höhere Kritik, Bruderliebe. Jo. 1906, 48);
d. ein Argernis. Röm. 16. 17. Luk. 17, 1;
e. das größte Übel in der Welt.
Anm. b. Daß die Lutheriſche Kirche falſche
Lehre für Seelengift hält, beweiſen ihre Bekenntniſſe (fal⸗
ſche Lehre wird auf das entſchiedenſte verdammt), ihre
Lehrzucht, Polemik und Geſchichte.
Anm. c. Manche Seele iſt ſchon durch eine einzige
falſche Lehre auf einen falſchen Weg geführt und um die
Seligkeit gebracht worden.
Anm. d. Falſche Lehre iſt um ſo verderblicher, je—
mehr ſie einen Artikel von beſonderer Wichtigkeit angeht,
doch war ſchon eine falſche Lehre von den Engeln der
Anfang des Sturmlaufs, mit welchem der Rationalis-mus die ganze Schrift aus der Chriſtenheit zu ver⸗
drängen ſuchte.
Anm. e. Darum werden die falſchen Propheten genannt: reißende Wölfe, Hunde, böſe Arbeiter.
6. Warum iſt jede falſche Lehre ſchädlich? Weil jede
falſche Lehre mehr oder weniger
a. mit der Lehrevon der Rechtfertigung zuſammenhängt. Wer hartnäckig an falſcher Lehre feſthält, wird auch in der Lehre von der Recht⸗
fertigung nicht recht ſtehen.
Darauf läuft gewöhnlich 1 Lehre der Sekten hinaus: was wir für Chriſtum tun ollen;
b. ſich gegen das Zentrum, gegen Chriſt um, richtet;
c. irgendwie in Beziehung zu unſerer
Seligkeit ſteht.
Wer von der Schriftlehre abtut, 4 auch ab von dem Troſt, den die Schrift uns zugedacht
at.
Anm. a. Jede falſche Lehre geht gewöhnlich Hand in Hand mit Verfälſchung der beiden Fundamentalartikel, der Lehre von der Rechtfertigung und der Schrift. Entweder hat der Irrtum in der Verfälſchung einer dieſer beiden Lehren ſeinen Grund, oder er führt konſequenter Weiſe eine Verfälſchung derſelben herbei.
Anm. b. Lehren, die dem Glaubensleben ſchädlich ſind, ſind z. B. die neuere Inſpirationslehre, Synergismus, vollkommene Heiligung u. ſ. w.
Anm. c. Viele falſche Lehren ſtoßen den Grund um. Werklehre, Menſchengebot.
Einwand. Falſche Lehre könne nicht ſo gefährlich ſein, weil auch unter den Sekten noch Chriſten ſind. — Das kommt nicht von ihrer falſchen Lehre. Durch falſche
Es kommt daher, daß ſie
Lehre wird niemand ſelig.
noch Stücke des reinen Wortes hören und ihren Irrtum nicht durchſchauen.
7. Die Lehren hängen alle zuſammen und greifen in einander. Sie ſtehen in einem harmoniſchen Verhältnis. Man könnte denken, die Bibel ſei ein buntes Durcheinander, aber aus den vielen tauſend Sprüchen iſt ein wunderbares Lehrgebäude aufgeführt, wo jedes Stück zu dem anderen paßt. Daher läßt ſich aus dem chriſtlichen Lehrkörper keine Lehre ausſcheiden oder einſchieben, ohne das Ganze in Mitleidenſchaft zu ziehen. W. 97, 65. 66. Ein Irrtum ſtört die ganze Harmonie. L. W. 19, 40.
Anm. a. Wer einen Artikel nicht glaubt, glaubt keinen mit Ernſt. Wer Chriſtum in einem Artikel leugnet, hat ihn gewiß in allen geleugnet und macht die ganze Schrift ungewiß.
Anm. b. Es iſt hier wie mit
1. einem Ring. Iſt er zerbrochen, ſo iſt er
nicht mehr ein Ring;
2. einer Kette, die vom Himmel herunter bis
zur Erde reicht. Nimmt man ein Glied heraus, ſo
iſt die Kette zerriſſen und das Ganze zerſtört;
3. einer Glocke. Hat ſie einen Sprung, ſo tönt
ſie nicht mehr.
Anm. c. Die Lehren ſind kein Obſtgarten, wo man
einen Baum abhacken kann, ohne andere zu beſchädigen.
8. Die Fruchtbarkeit des Irrtums. Ein Irrtum
kommt ſelten allein. Eine falſche Lehre hat immer an⸗
dere zur Folge. Darum vergleicht die Schrift die falſche
Lehre mit einem
a. Sauerteig. Gal. 5, 9: Ein wenig Sauerteig verſäuert den ganzen Teig. 1 Kor. 5, 6. Matth. 16, 6—12
Anm. a. Der Sauerteig wirkt nicht plötzlich, ſondern nach und nach.
Anm. b. Der Sauerteig der falſchen Lehre hat allerdings die Kraft, den ganzen Teig der reinen Lehre zu verſäuern, muß aber nicht notwendig ſeine Wirkung ſo weit äußern. Gott hindert oft die Wirkung;
b. Krebsgeſchwür. 2 Tim. 2, 17: Ihr Wort frißt um ſich wie der Krebs. Er frißt nicht bloß weiter, ſondern hat, wenn ihm freier Lauf gelaſſen wird, den Tod nach ſich.
Anm. a. Aus einer kleinen Abweichung kann ſich eine große Ketzerei entwickeln, wie aus einem gewiſſen Vorrang Petri das ganze Papſttum.
Anm. b. Nachweis aus der Geſchichte: Papſttum, Arius, Zwingli, Calvin und die Schwärmer. — Ohioſynode. (Konk. Syn. 83, 4.) Jowaſynode. Jo. 1901, 65⁵5
Anm. c. Mit dem Irrtum iſt darum nicht zu ſcherzen. Kein Lehrpunkt darf uns zu unwichtig erſcheinen, er kann nach und nach den Grund umſtoßen. O. 94, 14. Principiis obsta. Ka. 98, 6. 7.
Anm. d. Wir dürfen dem Teufel nicht geſtatten, auch nur die kleinſte Lücke in unſere Feſtung zu reißen.
Anm. e. Jedes Stäublein tut dem Auge wehe und iſt ihm ſchädlich.
Anm. f. Woher kommt es, daß der Irrtum ſich immer weiter ausbreitet?
1. Es bedarf ſieben Lügen, um eine zu decken.
Die Wahrheit iſt immer eine, die Lüge vielfäl⸗
39.
tig, ſodaß oft falſche Lehrer ſchließlich unter ſich
ſelbſt uneins werden.
2. Der Teufel iſt mit dem kleinen Finger nicht
zufrieden, er will die ganze Hand. Räumt man
ihm einen Artikel ein, ſo iſt es ebenſoviel, als hätte
er ſie alle.
3. Die Lehren greifen alle in einander.
9. Die Kraft des Irrtums. Wie Gottes Wort eine Kraft iſt, ſo wird auch dem Irrtum eine gewiſſe Kraft zugeſchrieben. 2 Theſſ. 2, 11: kräftige Irrtümer. Gal. 3, 1: bezaubert. Falſche Lehre nimmt die Menſchen mit einem unwiderſtehlichen Reiz der Verführung, mit einem Rauſch der Betäubung gefangen. Wie von einem Gifttrunk, werden die Sinne des Menſchen umnebelt. 2 Kor. 11, 3: Sinn verrückt. 2 Tim. 2. 62: des Teufels Strick.
Anm. a. Darum
1. werden Lügen und die handgreiflichſten Un⸗
wahrheiten als göttliche Wahrheiten angenommen.
Es iſt, als wäre den Menſchen eine Maske vor die
Augen gebunden;
2. greift der Irrtum oft ganz epidemienartig um
ſich. Er findet viel leichter Eingang als reine
Lehre. Es iſt oft, wie wenn ein Funke ins Stroh
fällt.
Anm. b. Wie werden die Irrenden in ihrem Irrtum feſtgehalten! Sie verſchließen ihr Herz gegen Belehrung und beſſere Überzeugung. Selbſt wenn ſie überführt werden, wenden ſie ſich doch nicht der Wahrheit zu. „Ich habe nie geleſen, daß die, ſo Ketzerei anheben, bekehrt worden ſind.“ Pſ. 109, 17. 18. Luth. 3, 12.
Anm. c. Wie iſt das zu erklären? Es iſt die Kraft Satans. Es liegt eine diaboliſche Gewalt im Irrtum.
68. Es geht nicht natürlich zu, wo falſche Lehre Eingang findet.
Anm. d. Ein Wunder der Gnade Gottes iſt es, wenn ein Menſch aus ſolcher Tyrannei herausgeriſſen wird. Ein Stärkerer muß über ihn kommen.
10. Woher kommt es, daß falſche Lehre ſolche Ausbreitung findet?
a. Die falſchen Propheten täuſchen und betrügen. Sis ſchmücken ihre falſche Lehre mit Gottes Wort.
Anm. a. Die falſchen Lehren kommen als Zuſätze
neben herein. Röm. 16, 17: neben der Lehre. 2 Petr. 2, 1nebeneinführen.
Anm. b. Halbe Wahrheiten ſind gefährlicher als Lügen, weil mit halben Wahrheiten Verfälſchung und Täuſchung leichter erreicht wird.
b. In der falſchen Lehre iſt Plan, Methode, Syſtem, Schlußfolgerung, Beweisführung. (Freilich Trugſchlüſſe, Scheinbeweiſe.)
e. Das Herz des Menſchen ſelbſt iſt ein guter Boden dafür. Die Menſchen lieben die Finſternis mehr denn das Licht. Wir tragen alle den Zunder in unſerm Herzen. Niemand kann verhindern, daß der Unkrautſame aufgeht.
Anm. Torheit freilich wäre es, aus der Menge der Anhänger einer Lehre auf ihren göttlichen Urſprung ſchließen zu wollen.
11. Die Gefahr der Verführung zu falſcher Lehre iſt groß. Die Chriſtenheit iſt mit falſcher Lehre überſchwemmt. Jeder Schriftlehre ſteht ein Irrtum gegenüber. 143 verſchiedene Denominationen! Ka. 1906, 6. — Falſche Lehre friſtet nicht ihr Daſein unter vielen Verm folgungen, ſondern führt die Herrſchaft.
Anm. a. Die Gefahr der Verführung nimmt in der letzten Zeit nicht ab, ſondern wird nur um ſo größer. 1 Tim. 4, 1. 2 Tim. 4, 3. 4. Matth. 24, 11. 5. 24. — Lied 165, 5.
Anm. Die Gefahr kommt von außen (Wir ſind ringsum von falſcher Lehre umgeben. Schriften, Bücher) und von innen. Ap. 20, 30: Auch aus euch ſelbſt werden auferſtehen u. ſ. w.
12. Vor falſcher Lehre ſollen wir uns darum hüten. Davor behüte uns vor, lieber himmliſcher Vater! Ein Gebet Ma. 3, 227. 228. Eine Geſchichte, wie das Gebet einer Gemeinde um Behütung vor einem falſchen Lehrer erhört wurde Luth. 10, 128.
Anm. a. Verfälſchte Nahrungsmittel, unreine Schlächtereien werden vom Staate condemned. und von der Kirche die falſche Lehre.
Anm. b. Mit welchem Ernſt ſollte ſich ein Prediger auf ſeine Predigt vorbereiten, damit er nichts Verkehrtes ſagt!
- Luth. 61, 387
- L. W. 43, 137 —139
margin
- L. W. 43, 137 —139. 91, 35
margin
- Bro. 261
margin
- L. W. 20, 34
margin
- L. W. 20, 34. 35
margin
- L. W. 20, 34. 35. 43, 137
margin
- Mich. 1901, 67
margin
- Mich. 1901, 67. 68
margin
- Wis. 82, 25
margin
- Wis. 82, 25. 26
margin
- Wis. 82, 25. 26. 5
margin
- Ma. 1, 197
margin
- Ma. 1, 197. 198
margin
- Ma. 1, 197. 198. 19, 275
margin
- Süd. 1906, 40
margin
- Süd. 1906, 40. 41
margin
- Süd. 1906, 40. 41. 94, 11
margin
- L. W. 20, 38
margin
- L. W. 20, 38. 39
margin
- L. W. 20, 42
margin
- Ma. 1, 198
margin
- Syn. 88, 18
margin
- Syn. 88, 18. 19
margin
- Wis. 86, 44
margin
- Wis. 86, 44. 45
margin
- Mag. 4, 163
margin
- Mich. 88, 38
margin
- Mich. 88, 38. 39
margin
- Süd. 85, 17
margin
- W. 1901, 58
margin
- W. 1901, 58. 59
margin
- Wis. Syn. 87, 41
margin
- Luth. 40, 125
margin
- O. 88, 37
margin
- O. 88, 37. 42
margin
- Syn. 1908, 29
margin
- Ka. 98, 63
margin
- Ka. 98, 63. I
margin
- Walth. Ev. 257
margin
- Luth. 44, 148
margin
- Luth. 44, 148. 61, 387
margin
- Luth. 44, 148. 61, 387. 388
margin
- Ma. 1, 199
margin
- W. 89, 57
margin
- W. 89, 57. 58
margin
- Walth. Ev. 257
margin
- Luth. 44, 148
margin
- L. W. 43, 140
margin
- Wis. 82, 24
margin
- Ma. 1, 198
margin
- Ma. 1, 198. 199
margin
- Wis. 82, 25
margin
- L. W. 20, 71
margin
- L. W. 43, 144
margin
- L. W. 43, 144. 145
margin
- L. W. 43, 144. 145. 20, 73
margin
- L. W. 43, 146
margin
- Wis. 82, 20
margin
- Luth. 18, 18
margin
- Wis. 82, 21
margin
- Luth. 45, 1
margin
- Luth. 45, 1. 18, 18
margin
- Min. 83, 49
margin
- Min. 83, 49. 50
margin
- Süd. 89, 30
margin
- Süd. 89, 30. 37
margin
- Syn. 79, 6
margin
- Ma. 17, 183
margin
- Luth. 40, 164
margin
- W. 73, 36
margin
- Süd. 89, 38
margin
- Süd. 86, 51
margin
- Min. 86, 32
margin
- Süd. 86, 49
margin
- Süd. 86, 49. 50
margin
- Luth. 40, 164
margin
- Süd. 86, 52
margin
- Neb. 89, 45
margin
- Dall. 57
margin
- Luth. 18, 18
margin
- Wis. 82, 20
margin
- Wis. 82, 20. 21
margin
- Min. 86, 35
margin
- Wis. 82, 21
margin
- Süd. 89, 42
margin
- R. Pi. Kat. 1, 109
margin
- Luth. 18, 18
margin
- Wis. 82, 21
margin
- R. Pi. Pred. 1, 289
margin
- Luth. 18, 18
margin
- Luth. 22, 154
margin
- Mich. 94, 27
margin
- Wis. 82, 21
margin
- Wis. 82, 21. 22
margin
- Süd. 88, 30
margin
- Süd. 88, 30. 37
margin
- Il. 77, 68
margin
- L. W. 14, 257
margin
- Mich. 94, 27
margin
- Wis. 82, 22
margin
- Luth. 18, 19
margin
- Süd. 85,
47
- Mit. 92, 26
- Mit. 92, 26. 27
- Jo. 1906, 48
- Wis. 1903, 28
margin
- Mich. 97, 31
margin
- Mich. 97, 31. 32
margin
- Gna. 388
margin
- Gna. 388. 389
margin
- Bro. 262
margin
- Bro. 262. 263
margin
- Theol. 8, 242
margin
- Theol. 8, 242. 243
margin
- Ges. u. Ev. 19
margin
- Mag. 8, 100
margin
- O. 94, 15
margin
- Süd. 98, 9
margin
- Cal. 1900, 35
margin
- Syn. 1903, 55
margin
- Walth. L. L. 481
margin
- Luth. 18, 3
margin
- Luth. 6, 79
margin
- Ma. 27, 332—334
margin
- Walth. L. L. 481
margin
- Gna. 388
margin
- Gna. 388. 389
margin
- Mich. 85, 55
margin
- Theol. 10, 174
margin
- Theol. 10, 174. 175
margin
- W. 1904, 90
margin
- Gna. 388
margin
- O. 1900, 33
margin
- Bra. 1905, 74
margin
- Bra. 1905, 74. 17
margin
- Ka. 98, 46
margin
- Mich. 94, 33
margin
- Mit. 70, 21
margin
- Wis. 82, 19
margin
- Süd. 98, 9
margin
- Luth. 40, 164
margin
- Luth. 42, 74
margin
- Luth. 42, 74. 75
margin
- Wis. 82, 53
margin
- Wis. 82, 53. 54
margin
- Wis. 82, 53. 54. 15
margin
- Wis. 82, 53. 54. 15. 83, 49
margin
- Bro. 573
margin
- Syn. 72, 9
margin
- Syn. 91, 6
margin
- W. 97, 65
- W. 97, 65. 66
- L. W. 19, 40
- Wis. 82, 28
margin
- Mich. 97, 31
margin
- Mich. 97, 31. 32
margin
- Wis. 1903, 31
margin
- Süd. 89, 39
margin
- Quart. 1, 36
margin
- Quart. 1, 36. 37
margin
- O. 1900, 34
margin
- O. 1900, 31
margin
- O. 1900, 31. 32
margin
- Luth. 40, 164
margin
- Wis. 82, 27
margin
- Jo. 91, 38
margin
- Jo. 91, 38. 92, 21
margin
- Mag. 8. 100
margin
- Mag. 8. 100. 101
margin
- O. 1900, 32
margin
- L. W. 19, 42
margin
- L. W. 19, 42. 1, 79 Sample and Prospectus for the Publication of a "genuinely evangelical exposition of the Sunday and festival Gospels of the church year, translated and extracted from the Gospel Harmony of the Lutheran theologians M. Chemnitz, Polyk. Leyser, and Joh. Gerhard, published by the monthly Pastors' Conference at Fort Wayne, Indiana."
margin
- Mit. 70. 23
margin
- Wis. 82. 36
margin
- Min. 86, 39
margin
- Jo. 89, 33
margin
- O. 94, 14
margin
- Min. 86. 40
margin
- N. W. 77. 55
margin
- L. W. 19, 42
margin
- Syn. 83, 4
- Jo. 1901, 65
- O. 94, 14
- Ka. 98, 6
- Ka. 98, 6. 7
- Walth. Epi. 350
margin
- L. W. 15, 14
margin
- L. W. 15, 14. 15
margin
- Ka. 98, 43
margin
- Ka. 98, 43. 44
margin
- Mich. 97, 7
margin
- Luth. 2, 66 What Were Evangelicals, and What Are Evangelicals?
margin
- O. 1900, 31
margin
- Süd. 89, 42
margin
- Süd. 89, 42. 43
margin
- Wis. 82, 28
margin
- Ka. 98, 6
margin
- Ka. 98, 6. 7
margin
- Luth. 45, 2
margin
- Luth. 45, 2. 3, 62 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Luth. 45, 2. 3, 62. 63 Whoever rejects one article of faith rejects them all, and renders reprehensible everything else good that he otherwise does. (From Luther's Last Short Confession Concerning the Holy Supper, of the year 1544.)
margin
- Mag. 8, 100
margin
- Mag. 8, 100. 101
margin
- Wis. Syn. 1902, 34
margin
- Wis. 82, 33—36
margin
- Ka. 98, 46
margin
- O. 94, 14
margin
- Mich. 94, 28
margin
- Mit. 70, 22
margin
- Mit. 70, 22. 25
margin
- Luth. 45, 101
margin
- O. 71, 56
margin
- L. W. 4, 76 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
margin
- L. W. 4, 76. 77 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
margin
- Theol. 8, 242
margin
- Syn. 83, 4
margin
- Ka. 1900, 28
margin
- Wis. 82, 34
margin
- W. 67, 27
margin
- Il. 77, 69
margin
- Ka. 98, 46
margin
- Mich. 85, 55—60
margin
- Wis. 82, 37
margin
- Wis. 82, 37. 38
margin
- O. 73, 37
margin
- L. W. 19, 68
margin
- L. W. 15, 15—18
margin
- Mich. 85, 55—60
margin
- Il. 76, 65
margin
- Süd. 89, 42
margin
- Süd. 89, 42. 43
margin
- Luth. 3, 62 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Luth. 3, 62. 63 Whoever rejects one article of faith rejects them all, and renders reprehensible everything else good that he otherwise does. (From Luther's Last Short Confession Concerning the Holy Supper, of the year 1544.)
margin
- Gna. 388
margin
- Gna. 388. 389
margin
- Bra. 1905, 74
margin
- Luth. 41, 3
margin
- L. W. 20, 44
margin
- Min. 86, 39
margin
- Mit. 70, 22
margin
- Wis. 82, 36
margin
- O. 71, 56
margin
- L. W. 4, 77 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
margin
- L. W. 4, 77. 78 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here.
margin
- Il. 76, 65
margin
- Luth. 3, 12 Methodism.
- Süd. 1906, 42
margin
- L. W. 15, 14
margin
- L. W. 15, 14. 15
margin
- Wis. Syn. 1903, 54
margin
- Wis. Syn. 1903, 54. 55
margin
- L. W. 20, 3
margin
- L. W. 20, 3. 5
margin
- L. W. 20, 3. 5. 36
margin
- L. W. 20, 3. 5. 36. 41
margin
- Mich. 1901, 68
margin
- Mich. 1901, 68. 69
margin
- Wis. 82, 28
margin
- L. W. 9, 257 Some Remarks on a New Apology for the Reformed Church.
margin
- Luth. 45, 1
margin
- Ka. 1900, 25
margin
- L. W. 20, 38
margin
- L. W. 20, 38. 39
margin
- L. W. 20, 38. 39. 41
margin
- L. W. 20, 4
margin
- Stöckh. A. T. 332
margin
- Stöckh. A. T. 332. 198
margin
- Wis. 1903, 28
margin
- Bra. 1905, 74
margin
- L. W. 20, 6—8
margin
- L. W. 20, 33
margin
- L. W. 20, 33. 34
margin
- Süd. 89, 43
margin
- Süd. 89, 43. 44
margin
- L. W. 20, 39
margin
- L. W. 20, 39. 40
margin
- L. W. 48, 77
margin
- Theol. 10, 176
margin
- L. W. 51, 145
margin
- L. W. 51, 145. 146
margin
- Syn. 1909, 37
margin
- L. W. 48, 77
margin
- Wis. 82, 27
margin
- Wis. 82, 27. 23
margin
- L. W. 20, 69
margin
- L. W. 20, 69. 68
margin
- Ma. 1, 198
margin
- O. 1900, 43
margin
- Mich. 83, 9
margin
- Il. 77, 69
margin
- Ka. 1900, 27
margin
- Ka. 1906, 6
- Lied 165, 5
- Ma. 3, 227
- Ma. 3, 227. 228
- Luth. 10, 128
- L. W. 20, 73
margin
- L. W. 20, 73. 74
margin
- Wis. Syn. 87, 34 —40
margin
- Neb. 97, 23
margin
- W. 1903, 45
margin
- W. 1903, 45. 46
margin
- O. 1900, 33
margin
- O. 1900, 33. 34
margin
- Mich. 1907, 21
margin
- Mich. 97, 34
margin
- Süd. 86, 53
margin
- Mit. 1906, 30
margin
- Mit. 1906, 30. 31
margin
- Wis. 82, 22
margin
- Theol. 10, . 1900, 28. 2
- Cal. 77,
- Wis. 82,
- Neb. 1901.
- Mich. 1901, * 1
vol b, printed page
884–891 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0965