A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
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— page 7 of 15.
1.
—
Die Schule (1913)
1. Die verſchiedenen Lehrformen ſind
a. die vorzeigende, da man durch Vorzeigen der betreffenden Gegenſtände oder deren Abbildungen unterrichtet,
b. die vorſprechende, da man das zu Lernende vorſpricht und von den Schülern nachſprechen reſp. aus dem Buch memorieren läßt,
c. die vortragende, da der Lehrer das, was der Schüler lernen ſoll, im Zuſammenhang vorträgt,
d. die fragende, da der Schüler durch Fragen angeleitet wird, das zu Lernende ſelbſt zu finden.
Anm. a. Alle Lehrformen laſſen ſich auf zwei zurück führen: die vortragende und die fragende. In dieſen beiden Lehrformen gehen die übrigen auf.
Anm. b. Keine dieſer Lehrformen für ſich allein eig net ſich zum Unterricht der Jugend. Die beſte Methode beſteht in der Vereinigung beider.
Anm. c. Man unterſcheidet zwiſchen katechetiſcher und ſokratiſcher Methode, ſodaß ſich die katechetiſche Methode nur auf Religion, die ſokratiſche ganz —.— auf alle Gegenſtände, die fragend gelehrt werden, bezieht.
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Die Schule (1913), its own page 230 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0277_PA230
2.
Der katechetiſche Unterricht iſt ein Unterricht in Frage und Antwort
Die Schule (1913)
2. Der katechetiſche Unterricht iſt ein Unterricht in Frage und Antwort. Der Nutzen ſolchen Unterrichts iſt ein vielfacher. Durch Wechſel von Fragen und Antworten
a. wird die Erkenntnis der Schüler gefördert, indem Punkt für Punkt die Lehre ins rechte Licht gezogen wird, bis die Schüler ſie begriffen haben,
b. wird die Aufmerkſamkeit wach erhalten, die Kinder werden im Denken geübt,
c. werden die Lücken bloßgelegt in der Erkenntnis der Schüler. An den Antworten merkt der Katechet, wo er tiefer graben und nachhelfen muß,
d. wird der Schüler im logiſch und grammatiſch richtigen Ausdruck der Gedanken gefördert.
Anm. a. Dieſe Unterrichtsweiſe
1. iſt nötig für die Jugend,
2. ſollte die er ſte Lehrweiſe ſein,
3. ſchafft mehr Frucht als die Predigt, ſ. Chri⸗
ſtenlehre 489,
- Schulb. 1, 21
margin
- Schulb. 1, 21. 11, 291
margin
- O. 79, 38
margin
- O. 79, 38. 39
margin
- Schulb. 37, 60
margin
- Schulb. 37, 60. 61
margin
- Wis. 83, 63
margin
- L. W. 15, 35
margin
- L. W. 15, 35. 4, 206 Lutheran-theological Pastors' Library.
margin
- Past. 269
margin
Die Schule (1913), its own page 230 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0277_PA230
—
Die Schule (1913)
4. iſt auch bei den Sekten wieder zu Ehren ge⸗
kommen.
Anm. b. über Wichtigkeit und Wert des katechetiſchen Unterrichts ſollte die Gemeinde belehrt werden.
Anm. c. Viele halten die frageweiſe Unterrichtsmethode für verkehrt, da die Aufgabe des Unterweiſens in Mitteilung neuer Gedanken beſteht (ſ. Seite 490, Einwand a), die meiſten aber verteidigen ſie.
Anm. d. Das Examen iſt von der Katecheſe verſchieden. Im Examen will man prüfen, was das Kind weiß, in der Katecheſe will man das Kind unterrichten.
Anm. e. Das Wort „katechizein“ heißt im weiten Sinn überhaupt: Unterweiſen in der göttlichen Wahrheit oder in der Katechismusmilch, im engeren Sinn: unterweiſen durch Frage und Antwort.
Anm. f. Katechumenen waren in den erſten Jahrhunderten ſolche Erwachſene, die auf die Taufe vor— bereitet wurden. Sie durften beim Abendmahl keine Zuſchauer ſein. Luth. 5, 54.
Anm. g. Geſchichtliches zur katechetiſchen Unterweiſung ſ. Seite 487, § 3. Vor Luther geſchah we— nig für Katecheſe. Einleitung zur Konkordia 91.
Anm. h. Katechetiſche Literatur L. W. 4, 205. Katechetik von Lorenz Kraußold L. W. 4, 206. Rambach, wohlunterrichteter Katechet L. W. 4, 207. 53, 137. Katechetiſche Schriften Luthers Ma. 24, 51.
- Luth. 5, 54
- L. W. 4, 205 Prof. Münkel's Judgment on Baumgarten's Defender.
- L. W. 4, 206 Lutheran-theological Pastors' Library.
- L. W. 4, 207 Lutheran-theological Pastors' Library.
- L. W. 4, 207. 53, 137
- Ma. 24, 51
- Luth. 28, 94
margin
- Luth. 28, 94. 31, 22
margin
- Luth. 6, 41
margin
- Schulb. 26, 21
margin
- W. 95, 53
margin
- W. 95, 53. 54
margin
- O. 79, 22
margin
- Wis. 83, 26
margin
- Schulb. 11, 354
margin
- Konk. 90
margin
Die Schule (1913), its own page 231 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0278_PA231
3.
—
Die Schule (1913)
3. Die Katecheſe ſoll ſein
a. erbaulich. Jede Katechismusſtunde ſoll eine Erbauungsſtunde ſein;
b. lebendig, praktiſch, intereſſant. Der Katechet
ſoll die Aufmerkſamkeit der Kinder zu feſſeln ſuchen;
c. klar und deutlich. Wie klar hat Chriſtus
die göttlichen Geheimniſſe gelehrt!
d. wohlgeordnet:
e. der Erkenntnis der Kinder entſpre⸗
chend:
f. anſchließend an Luthers kleinen
Katechismus, ſ. Katechismusunterricht § 2.
Anm. Wie die Katecheſe den Katechismustert treiben,
zum Verſtändnis der Kinder bringen und dabei Herz
und Wille des Kindes bewegen ſoll, ſ. Katechismusunter⸗
richt § 4—8;
g. einabgerundetes Ganze;
h. kurz. Dauer etwa vierzig Minuten. Schulb. 33,
120. Höre auf zur rechten Zeit! Durch zu viel werden
die Kinder ſchlaff:
i. gründlich. Es müſſen ſo viele Fragen geſtellt
werden, bis die Kinder die Sache begriffen haben. Um
zu ſehen, ob das geſchehen iſt, kann man
1. das Gegenteil der Sache mit einer oder paar
Fragen vorlegen,
2. Einwürfe bringen u. ſ. w.
Anm. a. Man ſoll die Kinder aber auch nicht ſo lange
- Schulb. 33,
120
- Schulb. 1, 26
margin
- Past. 269
margin
- Schulb. 11, 361
margin
- Schulb. 2, 299
margin
- Schulb. 2, 299. 300
margin
- Quart. 7, 40
margin
- Schulb. 11, 360
margin
- Schulb. 11, 360
margin
- Schulb. 11, 361
margin
- Schulb. 1, 27
margin
- Schulb. 1, 27. 11, 361
margin
- Schulb. 12, 314
margin
Die Schule (1913), its own page 231 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0278_PA231
—
Die Schule (1913)
mit Kreuz- und Querfragen auspumpen, bis nichts mehr
herauszupumpen iſt. Habichte nehmen den Vögeln keine
ſi. aus den Neſtern, wenn die Eier noch nicht gelezt
ind.
Anm. b. Zwar muß der Kalechet hier und da Er⸗
klärungen und Ermahnungen einſtreuen, aber dieſe müſ—
ſen kurz ſein. Nicht viel predigen zwiſchen den einzel⸗
nen Fragen.
Anm. c. Etwas anders als in der Schule, wird ſich
die Katecheſe in der Chriſtenlehre geſtalten, da man hier
auch auf die Zuhörer Rückſicht nehmen muß.
Anm. d. In der Schule mag die Katecheſe hier und
da die Geſtalt eines Examens annehmen, in der Cbri⸗
ſtenlehre nie.
Anm. e. Allgemeine Regeln für das Katechiſieren:
1. Vergiß keinen Augenblick, daß du chriſtliche
Kinder katechiſierſt.
2. Hüte dich vor Fragen, welche vorausſetzen: das
Kind könnte aus eigener Vernunft die Geheimniſſe
des Reiches Gottes erkennen.
3. Laß die Kinder mit ihrer Vernunft arbeiten, gib
ihnen Gelegenheit, ihren Verſtand zu gebrauchen
und zu üben.
- Trak. 39
margin
- Schulb. 23, 129
margin
- O. 65, 47
margin
- Schulb. 23, 123
margin
- Trak. 39
margin
- Schulb. 23, 122
margin
- Schulb. 23, 122. 123
margin
- Trak. 38
margin
Die Schule (1913), its own page 232 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0078_PA232
4.
—
Die Schule (1913)
4. Sage ihnen nichts vor, was ſie ſelbſt finden
können.
Anm. f. Katecheſe, wie ſie nicht ſein ſoll Lind. 358 bis
362. Schema für die Kritik einer Katecheſe auf Konfe⸗
renzen 36, 286. 285.
Anm. g. Die Katecheſe muß haben
1. eine Einleitung, die aber kurz ſein
ſoll. In wenig Worten kann man auf die Wich⸗
tigkeit der Sache, den Zuſammenhang mit der letz⸗
ten Katecheſe hinweiſen oder nötige Vorkenntniſſe
vermitteln u. ſ. w.;
2. einen Schluß, der eine kurze Wieder⸗
holung, eine Aufforderung, Ermahnung, Warnung,
Troſt, Ermunterung, Gebetswunſch u. ſ. w. enthält.
Der Schluß ſoll aber keine Predigt ſein.
4. Die Frage. Die Frage iſt nicht zu definieren als
ein unvollſtändiger Satz, den der Gefragte ergänzen ſoll
(demnach könnte man fragen: Am Anfang ſchuf?), auch
nicht als ein unvollſtändiges Urteil (denn ſie erhält gar
kein Urteil), ſondern als ein Satz, darin etwas unbe⸗
ſtimmt gelaſſen iſt, mit der Aufforderung, dies zu be⸗
ſtimmen.
Anm. Jede Frage enthält eine unbeſtimmte Ausſage
und den Fragepunkt. Beiſpiel: Wer hat die Welt er ⸗
ſchaffen? Die unbeſtimmte Ausſage oder das Gegebene
der Frage: die Welt iſt erſchaffen. Der Fragepunkt iſt
die Forderung, den Schöpfer zu nennen.
Die Schule (1913), its own page 232 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0078_PA232
5.
Die Arten der Frage
Die Schule (1913)
5. Die Arten der Frage. Die Fragen können ſein
dem Weſen nach:
a. Entſcheidungsfragen, Wahlfragen, Ja⸗
Meib. 11. 12.
und Neinfragen: Iſt Chriſtus auferſtanden? Glaubſt
du an Jeſum?
Anm. a. Dieſe Fragen können einfach oder zuſam⸗
Meib. 13.
mengeſetzt ſein. Beiſpiele für letztere: Die Taufe Jo-
hannis, war ſie vom Himmel oder von Menſchen? Biſt
du, der da kommen ſoll, oder ſollen wir eines andern
warten?
Anm. b. Entſcheidungsfragen ſollte man nur ſelten
im Unterricht anwenden, um gedankenloſes Ja⸗ und
Neinſagen zu verhüten. (War das nicht Sünde, daß
Judas ſeinen Herrn verriet? Ja. Er tat das aus
Geiz, nicht wahr? Ja.)
Anm. c. Zur rechten Zeit augewendet, ſind ſie jedoch
von großem Wert. Beiſpiele: Iſt ables Schwören
berboten? Glaubeſt du an Jeſum? Ja, ich glaube an
Jeſum.
b. Beſtimmungsfragen, „W.“ Fragen, weil
die Fragewörter mit Webeginnen. In der Frage: Wer
hat die Welt geſchaffen? iſt das „Wer“ ganz unbeſtimmt.
Der Gefragte ſoll das Subjekt näher angeben.
Anm. Dieſe Fragen können ſein
1. Subjektsfragen. Wer? Was? Welcher?
2. Prädikatsfragen. Was tat Johannes?
3. Objektsfragen. Wem ſollen wir gehorchen?
4. Attributfragen. Weſſen Hand ſchützte ihn? Wie vielfach iſt Chriſti Amt?
5. Adverbialfragen. Wo? Woher? Wohin? (Ort.) Wann? Seit wann? Wie lange? (Zeit.) Wie? Wie oft? (Art und Weiſe.) Warum? Weshalb? Wozu? (Grund);
dem Zweck nach:
a. Erkundigungsfragen, da man ſich
ſelbſt über eine Sache zu informieren ſucht. Dieſe
Fragen kommen im Unterricht nicht in Betracht.
b. Lehrfragen, da man andere Perſonen un⸗
terrichten will. Dieſe zerfallen in
1. Zergliederungsfragen. Eine Ant⸗
Meib. 25. 26. wort im Katechismus, ein Bibelſpruch, eine bibliſche Geſchichte wird in die einzelnen Teile zerlegt, damit ſie die Schüler beſſer von einander unter— ſcheiden.
Anm. a. Beim Zergliedern einer fertig vorlie—
Meib. 26. Analytiſch 145. genden Definition wird der Begriff in ſeine einzel— nen Momente zerlegt. Analytiſche Methode. Schwerer iſt es, den Begriff aus Sprüchen und Beiſpielen zu entwickeln. Synthetiſche Methode.
Anm. b. Doch wird durch Abfragen des vorlie—
Meib. 30. genden, zergliederten Textes allein noch kein rechtes Verſtändnis erzielt. Das Reſultat wird meiſt nur ein Nachplappern ſein:
2. Entwickelungsfragen. Der Ge⸗
Meib. 29. 30. Lind. 61.
- Schulb. 44, 233
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27. 1, 23
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27. 1, 23. 26, 28
margin
Die Schule (1913), its own page 233 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0279_PA233
—
Die Schule (1913)
fragte wird zu neuer Erkenntnis geführt. Aus be⸗
kannten Wahrheiten wird durch Schlußfolgerungen
eine noch unbekannte gefunden.
Anm. Hierher gehören Beſeitigungsfragen.
welche falſche Vorſtellungen, irrige Meinungen ab⸗
ſchneiden, Einwurfsfragen, welche Einwände wider⸗
legen ſollen. Beiſpiel: Wir werden durch den
Glauben gerecht. Sind alſo nicht die guten Werke
überflüſſig?
3. Prüfungsfragen. Das vom Gefrag ⸗
ten Erkannte ſoll in ſeinem Gedächtnis befeſtigt
werden. Wiederholungsfragen (gewöhnlich am
Schluß), Examenfragen (der Examinator will nicht
unterrichten, ſondern das Wiſſen der Schüler er⸗
halten), Bekenntnisfragen. Wer ſagt denn ihr,
daß ich ſei?
Anm. Die rhetoriſche Frage wird hier mit Recht un— berückſichtigt gelaſſen, weil ſie eigentlich keine Frage, ſondern eine in Frageform aufgeſtellte Behauptung iſt. Iſt nicht das Leben mehr denn die Speiſe?
Die Schule (1913), its own page 234 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0280_PA234
6.
Die Eigenſchaften der Frage
Die Schule (1913)
6. Die Eigenſchaften der Frage. Wollen wir richtige Antworten bekommen und die Schüler wahrhaft in der Erkenntnis fördern, ſo muß die Frage grammatiſch, logiſch und katechetiſch richtig ſein.
Grammatiſche Eigenſchaften.
ů Die Frage muß grammatiſch und ſprachlich korrekt ein.
a. Die Frage muß ein vollſtändiger Satz ſein. Uneigentliche Fragen ſollen nie vorkommen, z. B.: Chriſtus hatte zwölf? Antwort: Jünger. Judas hat ſeinen Herrn? Antwort: verraten.
Anm. a. Selbſt dann iſt die Frage fehlerhaft, wenn ſie nicht das vollſtändige Prädikat enthält, ſondern ſtan deſſen nur das Hilfszeitwort ohne Verbum. Beiſpiel: Was muß jeder, der ein Chriſt werden ſoll? Er muß getauft werden.
Anm. b. Doch ſind abgekürzte Fragen, wenn ſie in einer Reihe von Fragen und Antworten vorkommen, ſo daß ſie leicht aus dem Zuſammenhang ergänzt werden können, nicht zu verwerfen. Beiſpiele: Wer? Wann? Wozu?
b. Die Wortfolge muß richtig ſein. Das Fragewort muß am Anfang ſtehen. Falſche Beiſpiele: Die Sünde, welche Judas begangen, wie nennt man die? Jeruſalem iſt zerſtört worden durch wen?
Anm. a. In zuſammengeſetzten Frageſätzen, da der Nebenſatz vorausgeht und der Hauptſatz folgt, mag das Fragewort die erſte Stelle im zweiten Glied einnehmen. Beiſpiel: Wenn ein Schüler trotzig iſt, was hat er dann verdient? Beſſer aber: Was verdient der Schüler, wenn er trotzig iſt?
Anm. b. Anders verhält es ſich, wenn die Frage zwei Hauptſätze enthält, die einander koordiniert ſind. Beiſpiel: Völliger Friede iſt auf Erden nicht zu finden, ſon⸗
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 1, 23
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- Schulb. 1, 23
margin
- Schulb. 1, 23. 26, 28
margin
Die Schule (1913), its own page 234 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0280_PA234
—
Die Schule (1913)
dern wo iſt er? Hier ſchließt man am beſten den erſten
Satz ab. Völliger Friede iſt auf Erden nicht zu finden.
Bo iſt er allein zu finden?
Anm. c. Ebenſowenig ſoll das Fragewort in der
Mitte ſtehen.
Anm. d. Steht das Fragewort am Anfang, ſo er ⸗
fährt das Kind gleich beim erſten Wort, ob nach einer
Perſon oder Sache oder Grund oder Zweck gefragt wird. Anm. e. Unrichtig iſt auch die Auslaſſung des
Fragewortes: Was ich gern erreichen will, nenne ich? —
Nur in Entſcheidungsfragen iſt die Auslaſſung des
Fragewortes zuläſſig. Beiſpiel: Dieſen Brief gab
dir der König? Hier genügt die Betonung.
Logiſche Eigenſchaften.
a. Die Frage muß deutlich ſein.
1. Sie darf keinen Widerſpruch enthalten,
z. B.: Wie kann man ſich vor Leiden, in die man
geraten iſt, hüten?
2. Widerſprechende Dinge, davon das eine mi
Ja, das andere mit Nein beantwortet werden muß,
dürfen nicht in eine Frage vereinigt werden. Bei⸗—
ſpiel: Iſt Chriſtus geſtorben und im Grabe liegen
geblieben?
3. Poetiſche, bildliche, myſtiſche, fremdſprachliche
Ausdrücke ſind in der Frage vom Übel.
4. Die Frage darf nicht zweideutige Ausdrücke
enthalten.
5. Phraſen und Redensarten (3. B. einen Blick
werfen, Abſchied nehmen, Sorge tragen) dürfen
nicht getrennt werden. Beiſpiele: Was haſt du auf
die Arbeit geworfen? Einen Blick. Was nimmt
der Reiſende von den Seinigen?
b. Die Fxrage mußbeſtimmt ſein. Das Kind
muß wiſſen, was der Lehrer will. Beſtimmt iſt eine
Frage, wenn nur eine Antwort paßt. Unbeſtimmte
Fragen: Was muß ein König haben? Was wißt ihr
von Jeſu?
Anm. a. Die Frage darf nicht zu weit ſein (3. B.
Velcher Kaiſer regierte in Rom?), aber auch nicht zu
bitn Vor unbeſtimmten Fragen ſoll ſich jeder Lehrer üten.
— Anm. b. Zu vermeiden ſind auch zweideutige
Fragebildungen, in welchen das Fragewort als Subjekt
und auch als Objekt aufgefaßt werden kann. Beiſpiel:
Das erzeugt Liebe?
Anm. c. Unbeſtimmte Fragen auf künſtliche Weiſe
durch Gebärden und Geſten beſtimmt zu machen, iſt ver⸗
werflich? Beiſpiel: Worauf ſieht Gott? Die Hand aufs
Herz legen.
Anm. d. Richtig formulierte Fragen erſparen viel
geit. Die Klarheit der Frage hängt ab von der gründ—
lichen Kenntnis des Gegenſtandes und der guten Vor—
bereitung des Lehrers 14, 54—56.
t. Die Frage muß angemeſſen ſein,
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26. 1, 24
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26. 1, 24. 26, 28
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26. 1, 24. 26, 28. 26
margin
- Schulb. 48, 273
margin
- Schulb. 2, 301
margin
Die Schule (1913), its own page 235 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0281_PA235
—
Die Schule (1913)
1. in der Verbindung mit den übrigen Fragen
den Fortgang des Unterrichts fördernd, ſ. §7:
2. dem Bildungsſtande und der Erkenntnis des Katechumenen anbequemt.
Anm. a. Die Fragen ſollen ſein
1. nicht zu ſchwer, über das Begriffsdermögen der Kinder hinausgehend. Solche Fragen richten ſich augenblicklich ſelbſt. Man ſoll keine Antwort fordern, die die Kinder nicht aus dem Tert, Erfahrung, Gewiſſen oder Gedächtnis wiſſen könnten. Ramb. 19. Lind 115.
2. nicht zu leicht, ſo daß auch bei allgemeiner Unaufmerkſamkeit die rechte Antwort gegeben werden kann. Die Frage ſoll Nachdenken erwecken.
Anm. b. Zu leicht iſt die Frage: Wen bat Salomo
um Weisheit? Beſſer: Um was bat Salomo? — Zu
vermeiden ſind in der Regel Wahlfragen, Ja- und Nein⸗
fragen, ſ. § 5.
Anm. c. Die Katechumenen kann man einteilen in
drei Klaſſen: Anfänger, Mittlere, Gereiftere. Je nach⸗
dem muß die Frage eingerichtet werden. Anfängern lege
man leichte Fragen vor.
Anm. d. Hat man alle drei verſchiedenen Klaſſen zu⸗
gleich vor ſich, dann muß man jede Klaſſe berückſichtigen
und jedem Kind bieten, was man ihm ſchuldig iſt.
Didaktiſche Eigenſchaften.
Eine Frage kann ſprachlich und logiſch vollkommen
richtig ſein und iſt doch in der Katecheſe vom Übel. Ka⸗
techetiſche Regeln ſind dieſe: Die Frage muß ſein
1. kurz. Wegzulaſſen iſt alles, was die Frage unnötig verlängert, z. B. unnötig gehäufte Eigenſchaftswörter, Häufung gleichbedeutender Worte, eingeſchobene Parentheſen, ferner Zuſätze wie: Wer kann mir wohl ſagen? Wer weiß vielleicht? Schulb. 44, 233. Abſchreckende Beiſpiele Meib. 67.
Anm. Doch darf über der Kürze die Deutlichkeit nicht leiden;
2. einfach. Sie darf nur einen Fragepunkt haben und nur eine Antwort verlangen. Alle Doppelfragen, z. B.: Wann und für wen hat Chriſtus das Abendmahl eingeſetzt? ſind zu meiden. Dem Schüler die Löſung zweier Schwierigkeiten auf ein mal zu bieten, ſtreitet gegen die Didaktik.
Anm. a. Muſterfragen ſind die Fragen der Bibel, z.
B.: Wo biſt du? Was haſt du getan? Wen ſoll ich
ſenden? Wes iſt das Bild und die überſchrift?
Anm. b. Dieſe Regeln zielen alle darauf, daß der
Zweck des Unterrichts möglichſt vollkommen erreicht
wird.
- Schulb. 44, 233
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 1
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 1. 25
margin
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121. 13, 26
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121. 13, 26. 28
margin
- Schulb. 26, 25
margin
- Schulb. 44, 232
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121. 13, 26
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121. 13, 26. 26, 28
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121. 13, 26. 26, 28. 1, 24
margin
- Schulb. 48, 273
margin
- Schulb. 44, 233
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 26
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 26. 1, 24
margin
- Schulb. 26, 26
margin
- Schulb. 26, 26. 44, 231
margin
Die Schule (1913), its own page 236 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0079_PA236
7.
—
Die Schule (1913)
7. Die Frage in ihrem Zuſammenhang in der Kate⸗
cheſe. Jede Frage ſoll
a. ſich an eine vorausgegangene Antwort anſchließen
und zugleich in ſtrenger Ordnung dem Ziele zuſteuern:
b. logiſch mit den andern zuſammenhängen;
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 230
margin
- Schulb. 44, 230
margin
- Schulb. 44, 230. 2, 305
margin
Die Schule (1913), its own page 236 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0079_PA236
—
Die Schule (1913)
c. in der gehörigen Ordnung und zu rechter Zeit kommen. Erſt Glaube, dann Werke, erſt hiſtoriſche Hauptſachen, dann Nebenumſtände, erſt Beweiſe, dann Gleichniſſe u. ſ. w.;
d. ein gewiſſes Ziel haben. Man ſoll nicht planlos ins Blaue hineinfragen.
Anm. a. Jede überflüſſige Frage iſt zu ſtreichen.
Anm. b. Gut fragen iſt eine Kunſt, die man lernt 23* Übung und ſchriftliche Vorbereitung Schulb. 26, 8 Der Inhalt der Frage. Was ſoll man fragen? Es ſollen nur Dinge gefragt werden, die wirklich fra— genswert ſind, Dinge, die zum Grund des Glaubens gebören, nicht Probleme, allerlei ſtrittige Punkte, verſchiedene Meinungen der Exegeten über Vibelſprüche u. ſ. w.
Anm. Die Frage nach dem „was“ iſt die Hauptſache, die Frage nach dem „wie“ mehr untergeordnet.
- Schulb. 26, 8
- Schulb. 44, 229
margin
- Schulb. 44, 229. 26, 22
margin
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 44, 228
margin
- Schulb. 44, 228. 229
margin
- Schulb. 44, 228. 229. 11, 361
margin
- Past. 269
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- Schulb. 13, 25
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Die Schule (1913), its own page 237 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0282_PA237
9.
Die Antwort
Die Schule (1913)
9. Die Antwort. Die Antwort ſoll
a. ſachlich und ſprachlich, nach Form und Inhalt, richtig, vollſtändig und deutlich ſein;
b. in einem vollſtändigen Satz ausgedrückt werden. Alle einwortigen Antworten ſind beſonders in untern Klaſſen vom Übel. Beiſpiel: Was hat Kain mit Abel getan? Totgeſchlagen.
Amm. Doch iſt es nicht nötig, die Frage des Lehrers mit in die Antwort zu nehmen. Beiſpiel: Was tat Ab-— raham, als er aus Meſopotamien nach Kanaan gekommen war? Er baute dem Herrn einen Altar:
c. laut geſprochen werden, ſodaß ſie von allen ver— ianden wird.
Anm. a. Das Kind ſpricht nicht für ſich, ſondern für die Schule. Wird die Antwort von den übrigen Kindern nicht derſtanden, ſo wird jedesmal der Faden einer fort— lanfenden Entwickelung zerriſſen, die Aufmertſamkeit der
nder gelähmt, Mißwerſtändniſſe hervorgeruſfen, durch u. olen der unverſtandenen Worte viel Zeit vergeu⸗
et.
Anm. b. Manche Lehrer haben die üble Gewohnheit, die Antworten wie ein Echo zu wiederholen. Lehrer, ſcone deine Lunge! Nur in der Chriſtenlehre könnte ausnahmsweiſe einmal eine Antwort um der Zuhörer willen wiederholt werden.
Anm. c. Der Lehrer muß darauf achten, was und wie die Kinder antworten, um danach die folgende Frage einzurichten.
Anm. d. Die Antworten zeigen uns, ob das Gefragte richtig verſtanden worden iſt, wie die Kinder auffaſſen und begreifen. Sie ſind einer Tür gleich, durch die wir einen Einblick tun in das Seelenleben des Kindes.
- Schulb. 48, 275
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 1, 25. 14, 331
margin
- Schulb. 26, 28
margin
- Schulb. 26, 28. 32
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- Schulb. 26, 28. 32. 13, 27
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- Schulb. 11, 361
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- Schulb. 11, 361. 26, 29
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- Schulb. 26, 29
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- Schulb. 26, 29. 47, 214
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 30
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Die Schule (1913), its own page 237 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0282_PA237
10.
Wie der Lehrer bei den verſchiedenen Antworten zu handeln hat
Die Schule (1913)
10. Wie der Lehrer bei den verſchiedenen Antworten zu handeln hat. Iſt die Antwort
a. richtig, ſo unterlaſſe der Lehrer die laute Zen⸗
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29. 32
margin
Die Schule (1913), its own page 237 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0282_PA237
—
Die Schule (1913)
ſur: Gut! Richtig! Beiſpiel: Was tat Kain? Er ſchlug
Abel tot. Gut! — Nur ausnahmsweiſe zur Ermuti⸗
heh eines ſchwachbegabten Schülers mag es einmal ge ⸗· ehen.
Anm. a. Manchmal gibt ein Schüler eine Antwort,
die dem Lehrer ein halbes Dutzend der beabſichtigten
Fragen erſpart.
Anm. b. Gutes Antworten ſoll man nicht über⸗
ſchätzen. Oft ſind ſchlagfertige Kinder Dornenbüſche,
von denen man keine Trauben leſen kann;
b. logiſcherichtig, aber nicht die erwar⸗
tete Antwort, dann kann man die Antwort nicht
zurückweiſen. Der Fehler liegt in dieſem Falle an dem
Katecheten. Er muß durch eine weitere Frage die ge⸗
wünſchte Antwort herauslocken:
c. nicht genau, die Faſſung nicht korrekt, iſt ſie
zweidentig, dann ſuche ſie der Lehrer auf eine geſchickte
Art durch eine neue Frage zu verbeſſern.
Anm. Durch ſchieſe Antworten darf man ſich nicht
zu weit abführen laſſen:
d. falſch, dann wiederhole der Lehrer die Frage
nochmals oder ſtelle ſie vielleicht etwas leichter oder lege
ſie einem andern Kinde zur Beantwortung vor.
Anm. a. Bei falſchen Antworten hüte ſich der Lehrer
1. vor unzeitigem Eifer, vor Scheltworten. Bit⸗
terkeit ſtößt das Kind ab. Selig ſind die Sanft
mütigen;
2. die Antwort ins Lächerliche zu ziehen. Bei
törichten Antworten ſuche man dem Kinde das Aus-
lachen zu erſparen.
Anm. b. Iſt die Antwort falſch oder ungenügend we⸗
gen offenbarer Unaufmerkſamkeit, dann frage ſich der
Lehrer: Was habe ich getan oder verſäumt, daß das Kind
unaufmerkſam iſt?
e. leiſe geſprochen, dann ſoll der Lehrer nicht
ſelbſt die Antwort wiederholen:
f. nicht aus dem Gefragten herauszu⸗
bekommen, erfolgt gar keine Antwort, dann ſoll der
Lehrer
1. nicht die Antwort halb vorſagen oder das
Wort anfangen, z. B. Chriſtus iſt ein Pro.? Kind:
Prophet:
2. nicht die Antwort durch Gebärden andeuten,
3. B.: Was ſieht Gott an? Die Hand auf das Herz
legen;
3. nicht peinlich lange auf eine Antwort warten:
4. vielmehr dem Gefragten durch eine neue Frage
zu Hilfe kommen oder ihm die Antwort vorſagen
oder die Frage jemand anders vorlegen.
Anm. a. Vielleicht war die Frage ungeſchickt, das
Kind blöde u. ſ. w. Manches Kind hat eine gewiſſe Scheu
vor dem Lehrer. Darum ſoll er freundlich mit den Kin⸗
dern reden. 14, 71.
Anm. b. Schweigſame Kinder kann man zum Reden
- Schulb. 26, 27
margin
- Schulb. 26, 30
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 47, 214
margin
- Schulb. 13, 28
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 26, 31
margin
- Schulb. 26, 31. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 31. 1, 25. 26
margin
- Past. 270
margin
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29. 32
margin
- Schulb. 26, 29. 32. 38, 316
margin
- Schulb. 26, 29. 32. 38, 316. 40, 64
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 31
margin
- Schulb. 26, 31. 32
margin
- Schulb. 26, 32
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- Schulb. 26, 32. 19, 75
margin
- Schulb. 26, 32. 19, 75. 14, 107
margin
- Schulb. 44, 232
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 107
margin
- Schulb. 26, 29
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Die Schule (1913), its own page 238 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0283_PA238
—
Die Schule (1913)
bringen, indem man richtige Antworten der Mitſchüler von ihnen wiederholen läßt.
Anm. c. Der Lehrer muß ſorgfältig die Wirkung ſeiner Frage auf den Schüler beobachten, welche Schwierigkeit ſie ihm darbietet u. ſ. w.
Die Schule (1913), its own page 239 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0284_PA239
11.
—
Die Schule (1913)
11. Das Halten der Katecheſe.
a. Die Katechismusſtunde kann mit Geſang und Ge bet eröffnet werden.
b. Die Kinder müſſen
1. ſtill und aufmerkſam ſein,
2. von vornherein den Gegenſtand oder das Ka-
techismusſtück kennen, das abgehandelt werden ſoll.
c. Die Fragen ſollen laut und verſtändlich ausgeſprochen werden. — Der Lehrer ſollte die Fragen nicht ableſen, ſondern ſeine Katecheſe frei halten. 44, 204.
d. Das Fragewort oder das Wort, worauf es in der Frage ankommt, muß ſcharf betont werden.
e. Jede Frage muß an die ganze Klaſſe gerichtet werden.
Ammn. Darum folgt er ſt die Frage, dann der Name des Kindes, weil ſonſt die Gedanken der übrigen Kinder ſppazieren gehen.
j. Die Kinder ſollten nicht der Reihe nach gefragt verden, in welcher ſie ſiten. Dadurch verlieren Kinder die Aufmerkſamkeit leicht. Auch iſt es unpädagogiſch, an alle Kinder die gleichen Anforderungen zu ſtel— len, da bei dieſer Weiſe des Fragens ſchwere Fragen gerade Schwachbegabte treffen können.
g. Kein Kind darf leer ausgehen. Jedem Kind ſoll Gelegenheit zum Antworten gegeben werden. Der Lehter muß jedem Kinde bieten, was er ihm ſchuldig iſt. Schwachbegabten geſchieht unrecht, wenn ſie als das ünite Rad am Wagen angeſehen werden. Auch die Schüler des erſten Schuljahres dürfen nicht gänzlich unberückſichtigt bleiben. 44, 274—275.
Anm. Einige wenige Kinder, die gut antworten können, immer wieder zu fragen, während die andern unbeteiligt daſitzen, iſt ein Unrecht gegen die Letzteren. — Ver iſt heute nicht gefragt worden? ſollte eigentlich die letzte Frage ſein.
h. Manche Antworten können im Chor aufgeſagt wer— en.
i. Die Fragen dürfen ſich nicht überſtürzen.
Dem Schüler muß Zeit zum Nachdenken gegeben werden.
k. Die Kinder in der Schule ſollten mit dem Taufnamen angeredet werden. — Nie ſollte man den Na— men in die Mitte der Frage einfügen, z. B.: Was heißt, Anna, beten im Namen Jeſu?
I. Wer antworten will und kann, ſoll aufzeigen.
m. Flüſtern und Vorſagen dürfen nicht erlaubt ſein.
n. Der Lehrer achte während der Katecheſe auf
1. den Ton, der in jeder Katechismusſtunde, wo
man mit göttlichen Dingen umgeht, herrſchen ſoll,
2. ſeine Stimme, die nicht ernſt und barſch, ſon⸗
Ramib. 24. Schulb. 14,
- Schulb. 11, 362
margin
- Schulb. 11, 358
margin
- Schulb. 2, 300
margin
- Schulb. 1, 24
margin
- Schulb. 44. 234
margin
- Schulb. 44. 234. 13, 27
margin
- Schulb. 44. 234. 13, 27. 26, 28
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 28
margin
- Schulb. 26, 24. 28. 14, 74
margin
- Schulb. 26, 24. 28. 14, 74. 44, 234
margin
- Schulb. 26, 24. 28. 14, 74. 44, 234. 13, 27
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 235
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 235. 13, 27
margin
- Schulb. 1, 26
margin
- Schulb. 1, 26. 26, 32
margin
- Schulb. 1, 26. 26, 32. 14, 73
margin
- Schulb. 1, 26. 26, 32. 14, 73. 74
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235. 26, 31
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235. 26, 31. 14, 73
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235. 26, 31. 14, 73. 74
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 32
margin
- Schulb. 26, 30
margin
- Schulb. 14,
Die Schule (1913), its own page 239 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0284_PA239
—
Die Schule (1913)
dern familiär, freundlich, liebreich ſein ſoll,
3. ſeine Bewegungen. Er ſoll nicht pendelmäßig
umhergehen, aber auch nicht bombenfeſt auf einem
Platze ſtehen,
4. ſeine Sprache und Redensarten, auf ſeine
Kleider u. ſ. w. und prüfe ſich, ob darin etwas
liegt, was die Kinder ſtoßen oder zerſtreuen kann.
Anm. Wir dürfen den Wert der Katecheſe nicht nach den Worten abmeſſen, die wir dabei ſprechen.
- Schulb. 23, 123
margin
- L. W. 15, 36
margin
- L. W. 15, 36. 37
margin
- Past. 270
margin
- Past. 44
margin
- Past. 229
margin
Die Schule (1913), its own page 240 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0080_PA240
12.
Der Katechet
Die Schule (1913)
12. Der Katechet. Anforderungen an einen guten Katecheten. Ein Katechet muß
a. vor allem ein Chriſt ſein, ſonſt iſt er ein tönend Erz. Eine tote Kohle bringt keine toten Kohlen zum Glühen.
Anm. a. Der Katechet muß von den Katechismus-wahrheiten durchdrungen ſein und ſelbſt darin leben.
Anm. b. Der Katechet muß geiſtliche Gaben beſitzen: Liebe zu Jeſu, göttliche Weisheit, rechte Erkenntnis der göttlichen Wahrheit, dazu wahre Demut, kindliche Einfalt, Freundlichkeit, Geduld u. ſ. w.;
b. ein großes Maß von Liebe zu den Kindern beHator Dieſe Liebe muß er ſich in herzlichem Gebet erflehen:
c. ſeine Schäflein kennen, den Erkenntniszuſtand ſeiner Katechimenen erforſchen, damit er jedem ſeine Gebühr geben kann;
d. ſich die Liebe und Zuneigung ſeiner Katechumenen erobern und zu erhalten wiſſen;
e. ſeine Arbeit mit Luſt und Vergnügen tun. Die Luſt muß er von Gott erbitten. Mürriſche, finſtere, unfreundliche Menſchen taugen nicht dazu:
f. eine gute Mitteilungsgabe beſitzen, lehrhaftig ſein. Bloße Gelehrſamkeit tut es nicht;
g. mit dem Inhalt des Katechismus vertraut ſein, eine gründliche Kenntnis des Lehrſtoffs haben.
Anm. a. Den Ratechismustert und die Bibelſprüche im Katechismus muß er auswondig wiſſen, damit er die Kinder ohne Buch korrigieren kann.
Anm. b. Der Katechet mag den Katechismus in der Hand haben während der Katecheſe, ſoll aber nur im Notfall hineinſehen:
h. ein gewiſſes Maß natürlicher Gaben beſitzen, gutes Gedächtnis, die Gabe, ſich leicht und verſtändlich auszudrücken, Fertigkeit in der Sprache u. ſ. w.;
i. treu ſein;
k. fleißig beten, für ſich um nötige Weisheit und Ga⸗
Ramb. 15. 16.
ben, für ſeine Katechumenen um Erleuchtung ihres Verſtandes und Beſſerung ihres Willens;
Ramb. 30. 31.
l. auf ſeine Katechumenen, auch wenn er ſein Amt an ihnen ausgerichtet hat, weiter achten und ihnen mit gutem Wandel voranleuchten.
- Schulb. 12, 314
margin
- Schulb. 12, 314. 11, 354
margin
- Schulb. 12, 314. 11, 354. 1, 26
margin
- Trak. 33
margin
- Schulb. 23, 119
margin
- Schulb. 23, 119. 1, 21
margin
- Trak. 33
margin
- Schulb. 1, 21
margin
- Schulb. 1, 21. 33, 121
margin
- Schulb. 11, 357
margin
- L. W. 15, 39
margin
- Past. 273
margin
- Schulb. 11, 357
margin
- Schulb. 11, 357. 358
margin
- L. W. 15, 36
margin
- L. W. 15, 36. 38
margin
- L. W. 15, 36. 38. 39
margin
- Past. 270
margin
- Past. 272
margin
- Past. 273
margin
- Schulb. 11, 355
margin
- Schulb. 11, 355. 23, 121
margin
- Trak. 36
margin
- Schulb. 11, 354
margin
- Schulb. 11, 354. 1, 21
margin
- Schulb. 33, 120
margin
- Schulb. 33, 120
margin
- Schulb. 1, 21
margin
Die Schule (1913), its own page 240 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0080_PA240
13.
—
Die Schule (1913)
13. Hinderniſſe des Erfolgs einer Katecheſe ſind
a. auf ſeiten des Katecheten, wenn er die
Ramb. 99—101.
No citation printed with this thesis.
Die Schule (1913), its own page 240 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0080_PA240
—
Die Schule (1913)
Sache nicht verſteht, die er lehren ſoll, nicht bekehrt iſt, ein anſtößiges Leben führt in Worten und Werken, mit Unwillen unterrichtet, faul iſt oder das Katechiſieren nicht verſteht.
Anm. Solche Hinderniſſe ſoll der Katechet mit Gottes Hilfe überwinden durch wahre Buße, fleißiges Gebet und Studium der Schrift, durch Wachen über ſeine Worte und Wandel und fleißiges Achtgeben, wie andere katechiſieren;
b. auf ſeiten des Katechumenen: natürliches Unvermögen, etwas zu faſſen, ſchwache Begabung, Blödigkeit, böſer Wille und Temperament.
No citation printed with this thesis.
Die Schule (1913), its own page 241 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0285_PA241
14.
Die Vorbereitung auf die Katecheſe
Die Schule (1913)
14. Die Vorbereitung auf die Katecheſe. Der Katechet ſoll ſich auf jede Katecheſe wohl vorbereiten. Gerade die Katecheſe erfordert beſondere Vorbereitung. 19, 132. Dazu gehört
a. Meditation über das Lehrſtück, das behandelt werden ſoll. — Man muß ſich der einzelnen Begriffe und Vorſtellungen, der Hauptteile und einzelnen Glieder der Katechismusantwort recht bewußt werden. Schulbl. 2, 301. 302;
b. Aufſuchen von paſſenden Beweiſen, Gleichniſſen u. ſ. w.;
c. Dispoſition und
Anordnung des Stoffes;
d. das Aufſchreiben, wenigſtens der Hauptfragen. Am beſten wird es immer ſein, die ganze Katecheſe ſchriftlich auszuarbeiten. Das bringt immer reichen Gewinn, auch wenn beim Halten der Katecheſe viele Fragen verändert werden. Schulbl. 44, 229. 230. Man gewinnt einen klaren überblick über das Ganze, kann nachträglich den Unterricht prüfen 28, 210. 211. Die Katecheſe wird auch in ſprachlicher Beziehung beſſer. 41, 141. Vorbild eines Lehrers 44, 198.
Anm. Das bloße ſchriftliche Ausarbeiten der Katecheſe iſt noch keine rechte Vorbereitung, wenn dem Schreiben nicht die Meditation vorausgegangen iſt. War die Meditation ſehr gründlich, dann mag manchmal das wörtliche Aufſchreiben nicht mehr ſo nötig ſein;
e. das Einprägen der Ordnung und des Gedankengangs. Die Vorbereitung iſt nicht da— mit getan, daß man die Fragen auf Papier bringt, wir müſſen ſie uns zu eigen machen, daß wir frei darüber derfügen können.
Anm. a. Nie unterrichte der Lehrer ohne ſorgfältige Vorbereitung.
Anm. b. Unglückliche Schüler, die ſolchen in die Hände fallen, die ſich nicht vorbereiten!
Anm. c. Die Vorbereitung ſoll nicht bis auf die letzte Ninute verſchoben werden.
Anm. d. Um rechte Übung zu bekommen, ſollte der Katechet
1. viele Fragen entwerfen und überlegen, was
- Schulbl. 2, 301
- Schulbl. 2, 301. 302
- Schulbl. 44, 229
- Schulbl. 44, 229. 230
- Schulb. 11, 355
margin
- Schulb. 11, 355. 1, 7
margin
- L. W. 15, 36
margin
- Schulb. 11, 356
margin
- Schulb. 11, 356. 23, 121
margin
- Trak. 36
margin
- L. W. 15, 38
margin
- Past. 272
margin
- Schulb. 23, 120
margin
- Schulb. 23, 120. 44, 204
margin
- Schulb. 23, 120. 44, 204. 205
margin
- Schulb. 23, 120. 44, 204. 205. 20, 23
margin
- Past. 271–273
margin
- Trak. 34
margin
- Schulb. 23, 121
margin
- Trak. 36
margin
- L. W. 15, 37
margin
- Past. 271
margin
- Schulb. 26, 25
margin
- Schulb. 26, 25. 11, 355
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- L. W. 15, 37
margin
- Past. 271
margin
- Schulb. 11, 356
margin
- L. W. 15, 37
margin
Die Schule (1913), its own page 241 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0285_PA241
—
Die Schule (1913)
für Antworten etwa gegeben werden könnten,
2. gehörte oder geleſene gute Katecheſen nachbil
en,
3. jede Gelegenheit, eine gute Katecheſe zu hͤten,
benutzen und darauf achten, wie andere es machen.
Einwand. Wenn die Katecheſe ſchriftlich vorbereiten
iſt, werde ſie hernach beim Halten ſteif und unbeholien.
— Das mag ſein, wenn die Vorbereitung ungenügend
iſt. Iſt die Vorbereitung rechter Art, ſo wird auch die
Katecheſe frei werden.
- Schulb. 11, 356
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- Schulb. 1, 22
margin
Die Schule (1913), its own page 242 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0286_PA242
—
Die Schule (1913)
Abhandlungen zur Erklärung des
Was ſagen die Worte? 35, 161—165. 193—211. 226—235. Praktiſche
Zingerzeige zu den Beweisſprüchen des Katechismus.
41,
Wo die einzelnen Stücke des Katechismus in den Sy⸗
104. 129—134. 161—165.
nodalberichten bereits abgehandelt worden ſind 15, 3—6.
33, 240—243. 266—275. 294—304. 341—347.
thers Schriften zu den Geboten.
34, 43—56. 83—88. Zum 2. Hauptſtück 34,
357—371.
The proof-texts of the Catechism. Theol. 2, 281 ff.
Katecheſen.
Einleitung. Frage 1—6. — 35, 289—291. 39, 97
bis 102. The introduction. 46, 65-68. The Bible
46. 129-133. Proof of the divine authority of the
bible. 46. 225—230. Die Hauptbeweiſe für die Gött⸗
lichkeit der Heiligen Schrift. 18. 161—173.
Frage 7—12. — 35, 358—360. Was ſind die Ge⸗
bote? 9, 33—35.
Gebote.
1. Gebot. — 36, 3—9. 69—75. 2, 230—235.
Engliſche Katecheſe 47, 129—135. 225—230.
2. Gebot. — 36, 208—211. Schwören 36, 353—358.
Zaubern 39, 353—357. 11, 257—271. 308—318.
Lügen und Trügen 40, 70— 72.
Cursing, swearing, 48, 98. Using witcheraft, 48,
193. Lying and deceiving God's name 48, 289. 3. Gebot. — 34, 11—19. 40, 225 —-229.
4. Gebot.
5. Gebot. — 40, 165—171. 27, 161—172.
6. Gebot. — Verbot 43, 225 —230.
7. Gebot. — 36, 33—38. 44, 33—38. Verbot 44,
65—69. Gebot 44, 97 — 102. 27, 65—72.
8. Gebot. — 27, 65—72.
9. Gebot. — 10. Gebot.
Schluß der Gebote. 29, 65—72. 4, 200—204. Er⸗
füllung des Geſetzes 9, 35—41. 15, 81—88. Ge⸗
brauch des Geſetzes 9, 41—46. Sünde und ihre Urſache
9. 65—74. 17, 57—65. 7, 46—53. Erbſünde 9,
75—79. Der Verſtand verfinſtert 2, 76. 77. Wirk⸗
liche Sünde 9, 97—102. Wie eine Sünde aus der an⸗
dern folgt 35, 175.
I. Artikel. 10. 183—186. 204—210.
Geſetz und Evangelium. 29, 206—210.
Gottes Weſen und Eigenſchaften.
Dreieinigkeit. 27, 257—264.
Glaube. 15, 145—158. 9, 108—110. 32. 11—13. Schöpfung. 10, 184. 185.
Engel 44, 225—228.
Die Schule (1913), its own page 243 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0287_PA243
—
Die Schule (1913)
Welches ſind die vor⸗
nehmſten unter den un⸗
ſichtbaren Kreaturen? 44,
156.
Worterklärung des 2. Ar⸗
tikels 5, 115—123.
Höllenfahrt 19, 97101.
„ihm dienen“ 40, 224.
„Mit ſeinen Gaben er⸗
leuchtet“ 36, 39—43. 97
—101. 38, 221.
Kennzeichen der
Kirche
24, 80—83.
Vater Unſer 36, 92. Iſt
ſchon frühzeitig für den
Unterricht verwertet wor⸗
den 37, 160. Kniebeugen
9, 19.
Ebenbild Gottes.
Der Menſch die vornehmſte Krea⸗
1, 171—178. 35, 1—13. 15, 177.
tur. 18, 7—14.
178.
Erhaltung und Regierung. 45, 193—198. 321—3R.
10, 205—207.
2. Artikel. 10, 272—278. 306—313. 325—328. Namen Chriſti 35, 129. 130. 13, 165.
Gottheit Chriſti 47, 3—10. 24, 321—333. 13, 17⁰
bis 172.
Perſönliche Vereinigung 42, 266—274.
Prophet 35, 131—134.
König.
Hoheprieſter.
Erniedrigung.
Erlöſung 10, 310—312. 3. 201—208.
Erhöhung. Höllenfahrt.
Auferſtehung. Betrachtung des Oſterliedes: Chriſt iſt
erſtanden 36, 65—69.
Himmelfahrt. 12, 301. 332—337.
Wiederkunft. 46, 326—330.
44, 193—196. Schluß: Auf daß ich ſein eigen ſei.
1, 325—328.
10, 325—328.
3. Artikel. 10, 329—338. 367—-876.
Geiſt. 33, 289 —- 294.
Berufung, Erleuchtung. 38, 161.—167.
Zur kate·
chetiſchen Behandlung der Frage 178— 183.
41, 321
bis 327. 3, 136—144.
Heiligung. 26, 263—268.
Erhaltung.
Kirche.
Vergebung“ 11, 327—335.
Auferſtehung. 37. 65—72.
Ewiges Leben. 37, 70—72.
13, 289—312. Gnadenwahl. 4, 13—19. 37—40.
327—333.
Der gnädige Wille Gottes 30, 225.
3. Hauptſtück. Gebet. 20, 49—53. Anrede 40, 353
bis 357. 16, 161—171. 3. Bitte. 45, 161—166. Die 3 letzten Bitten 36, 118.
4. Hauptſtück. Was nennen wir ein Sakrament? 47,
Kraft der Taufe 38, 168—170. Bedeutung
der Taufe 34, 257— 263. 47, 257—264.
5. Hauptſtück. 42, 193—198.
6. Hauptſtück. Catechetical discourse on the Lord's
Supper 39 163—167. 1, 45—50. Warum dürfen wir
die Worte: Das iſt mein Leib, nicht bildlich verſtehen?
47, 289—294. Kelchentziehung 24, 2—12. Verwand⸗
lung 24, 218—223. Meßopfer 24, 97—112. Anhang. über die ſymboliſchen Bücher 12, 97 bis
133. Weihnachtskatecheſen: 47, 353—357. 35, 321 bis
327. 36, 321—326. 43, 321—327. 45, 353—357.
44, 353—358. 46, 354—-358. Anſprache bei der Weih⸗
nachtsfeier 25, 6.
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Die Schule (1913), its own page 244 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0081_PA244
—
Die Schule (1913)
Katechismus.
Die große Wohltat, welche Gott ſeiner Kirche durch den Katechismus Luthers erwieſen hat. O. 79. Zur Geſchichte und Entſtehung der Katechismen Luthers. W. 54, 145—146. Wann iſt Dr. Luthers kleiner Katechismus das erſte Mal erſchienen? Luth. 35, 49. Wie iſt Dr. Luthers kleiner Katechismus entſtanden? Schulbl. 29, 257— 265. Die beiden Katechismen Luthers. Einleitung zur Konkordia 90—100. Die beiden Katechismen Luthers. Luth. 23, 27. 28. Der kleine Katechismus Luthers. Luth. 41, 66—68.. 74 —76. 82. 83. 90. 91. Der kleine Katechismus ein Kleinod für Kirche, Schule und Haus in evangeliſch-lutheriſchen Gemeinden. Schulbl. 12, 244 -250. 307—315. Luthers kleiner Katechismus eine gute Wehr und Waffe gegen die neueſten Verfälſcher der Lehre von der Bekehrung. Luth. 40, 170. 171. Luthers Katechismus eine kurze Summa der Analogie des Glaubens. N. 77, 29—38. Wie ſind unſere Gemeinden und vornehmlich unſere konfirmierte Jugend beim Katechismus zu erhalten? N. W. 80, 57—82. Wis. 83, 52—65. Die tägliche Katechismusübung nach Dr. Luthers Rat und Vorbild. Luth. 3,. 95—97. Stimmen über Dr. Luthers kleinen Katechismus. Luth. 34, 108. 109. Altere und neuere Stimmen über den kleinen Katechismus Luthers. Luth. 16, 197. 198. Was berühmte Leute über Luthers kleinen Katechismus ge⸗— urteilt haben. Luth. 60, 361. Der Katechismus Luthers und ſeine Behandlung. Schulbl. 44, 364—366. Einprägung des Katechismustextes in der Schule. Schulbl. 36, 129—133. Für wen und wozu iſt der kleine Katechismus Luthers von dieſem zunächſt und urſprünglich verabfaßt? Schulbl. 5, 333—336. Welche Stellung im Religionsunterricht nimmt Luthers Katechismus ein? Schulbl. 36, 9—15. Katechismusübungen in älterer Zeit. Schulbl. 39, 54. 55. Katechismusübungen zu Württemberg. Schulbl. 40, 336. 337. Der Religionsunterricht in der modernen Pädagogik. Schulbl. 34, 193—218. L. W. 45, 193—218. Die möglichſt beſte Verwertung des Katechismus in der Chriſtenlehre. Schulb. 23, 97 124. (Traktat.) Luthers Katechismus. Brunn 4—11. R. Pieper, Kat. 1, 3—18. Amerikaniſche Katechismusgeſchichte. Schulbl. 3. 274—277. Katechismen und katechetiſche Unterweiſung unter den früheren amerikaniſchen Anſiedlern. Schulbl. 34, 4—11. 33—42. Dr. Luthers kleiner Katechismus in Nordamerika. Schulbl. 3, 235—237. Was ſagen die Worte? Worterklärung des lutheriſchen Katechismustextes. Schulbl. 35, 161—165. 193—211. 225—235. (Traktat.) Praktiſche Fingerzeige zu den Beweisſprüchen. Schulbl. 41, 33—38. 65—72. 97—104. 129—134. 161—165. Prooftexts. Theol. 2, 281ff. Über die Konſtruktion der lutheriſchen Erklärung des 1. Artikels. Schulbl. 34, 370—372. Frage und Antwort in Briefen über unſern Katechismus. Luth. 15, 57. 58. Einleitendes Vorwort zur Katechismuserklärung. Schulbl. 3, 264—274. Die Verwendung unſerer deutſchen Leſebücher im Katechismusunterricht. Schulbl. 30, 165—170. Konrad Dietrichs Vermahnung, den Katechismus zu lernen und zu lehren. Schulbl. 3,. 183—186. Materialien zum rechten Verſtändnis und fruchtbringenden Erklärung unſeres Dietrichſchen Schulkatechismus. Schulbl. 20, 49—53. Auch eine Behandlung des Konrad Dietrichſchen Katechismus. Luth. 21, 13. Katechismusunterricht eines alten Juriſten. Schulbl. 36, 277—280. Ein Beſuch der Katechismusſtunde. Schulbl. 28, 36—38. Der Katechismus Luthers und ſeine Behandlung. Schulbl. 44, 364—366. Alte Katechismruslegende. Schulbl. 3,. 377—380. Zur 350. Jubelſeier des Katechismus. 14, 161—166. 225—233. The Catechism. Voung Luth. Mag. 1, 2-4.
Was wir an dem kleinen Katechismus Dr. Luthers haben. Schulb. 48, 292— 301. 321—334.
Abkürzung.
Khre. Die möglichſt beſte Verwertung des Katechismus in der Chri-⸗
re.
- W. 54, 145—146
- Luth. 35, 49
- Schulbl. 29, 257— 265
- Luth. 23, 27
- Luth. 23, 27. 28
- Luth. 41, 66—68
- Luth. 41, 66—68.. 74 —76
- Luth. 41, 66—68.. 74 —76. 82
- Luth. 41, 66—68.. 74 —76. 82. 83
- Luth. 41, 66—68.. 74 —76. 82. 83. 90
- Luth. 41, 66—68.. 74 —76. 82. 83. 90. 91
- Schulbl. 12, 244 -250
- Schulbl. 12, 244 -250. 307—315
- Luth. 40, 170
- Luth. 40, 170. 171
- N. W. 80, 57—82
- Wis. 83, 52—65
- Luth. 3,. 95—97 The Daily Practice of the Catechism, According to Dr. Luther's Counsel and Example.
- Luth. 34, 108
- Luth. 34, 108. 109
- Luth. 16, 197
- Luth. 16, 197. 198
- Luth. 60, 361
- Schulbl. 44, 364—366
- Schulbl. 36, 129—133
- Schulbl. 5, 333—336
- Schulbl. 36, 9—15
- Schulbl. 39, 54
- Schulbl. 39, 54. 55
- Schulbl. 40, 336
- Schulbl. 40, 336. 337
- Schulbl. 34, 193—218
- L. W. 45, 193—218
- Schulb. 23, 97
- Schulb. 23, 97 124
- Brunn 4—11
- Kat. 1
- Kat. 1, 3—18
- Schulbl. 3. 274—277
- Schulbl. 34, 4—11
- Schulbl. 34, 4—11. 33—42
- Schulbl. 3, 235—237
- Schulbl. 35, 161—165
- Schulbl. 35, 161—165. 193—211
- Schulbl. 35, 161—165. 193—211. 225—235
- Schulbl. 41, 33—38
- Schulbl. 41, 33—38. 65—72
- Schulbl. 41, 33—38. 65—72. 97—104
- Schulbl. 41, 33—38. 65—72. 97—104. 129—134
- Schulbl. 41, 33—38. 65—72. 97—104. 129—134. 161—165
- Theol. 2, 281
- Schulbl. 34, 370—372
- Luth. 15, 57
- Luth. 15, 57. 58
- Schulbl. 3, 264—274
- Schulbl. 30, 165—170
- Schulbl. 3,. 183—186
- Schulbl. 20, 49—53
- Luth. 21, 13
- Schulbl. 36, 277—280
- Schulbl. 28, 36—38
- Schulbl. 44, 364—366
- Schulbl. 3,. 377—380
- Mag. 1, 2-4
- Schulb. 48, 292— 301
- Schulb. 48, 292— 301. 321—334
- O. 79. Zur Geſchichte un
Die Schule (1913), its own page 223 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0076_PA223
—
Die Schule (1913)
Katechismusunterricht. ‚
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Die Schule (1913), its own page 225 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0272_PA225
1.
—
Die Schule (1913)
1. Der Katechismus ſoll in der Schule fleiffig getrie ben werden und das Wichtigſte in der Schule ſein.
Anm. Das Ziel des Katechismusunterrichtes iſt, daß die Kinder den Katechismus Luthers auswendig können, jedes Wort verſtehen und die nötigen Beweisſprüche dazu im Kopfe haben.
- Luth. 6, 42
margin
- Il. 83, 44
margin
- Wis. 83, 59
margin
- Luth. 41, 83
margin
- O. 79, 56
margin
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2.
Luthers Katechismus ſoll dem Unterricht zugrunde liegen
Die Schule (1913)
2. Luthers Katechismus ſoll dem Unterricht zugrunde liegen. Auf ihn muß man immer wieder zurückkommen.
Anm. a. Alle Fragen müſſen an den Katechismustert anknüpfen, darauf zurückführen oder irgendwie im Zuſammenhang damit ſtehen. Alles Abſchweifen iſt zu meiden.
Anm. b. Schwans oder Dietrichs Auslegung des Katechismus ſoll nur den tiefen Inhalt des Luthertextes erſchließen helfen.
Anm. c. Die beſte Weiſe zu katechiſieren iſt, den kleinen Katechismus Luthers und den in der Schule ge— brauchten (Schwan) mit einander zu verbinden.
Anm. d. Luthers Katechismus gibt Form und Maß an, wonach dem Kinde die Wahrheit zu übermitteln iſt; das Maß: Was vom Katechismus abſeits liegt, laſſen auch wir beiſeite; die Form: Sprache, Ton u. ſ. w. gibt der Katechismus ſelbſt an die Hand.
Anm. e. Luthers Katechismus wurde zur Zeit der Reformation alsbald in die Schule eingeführt.
- Ma. 24, 1
margin
- Trak. 16
margin
- Trak. 16. 17
margin
- Trak. 16. 17. 2
margin
- Trak. 16. 17. 2, 305
margin
- Trak. 16. 17. 2, 305. 299
margin
- Trak. 16. 17. 2, 305. 299. 44
margin
- Trak. 16. 17. 2, 305. 299. 44, 230
margin
- Ma. 24, 2
margin
- Ma. 15, 292
margin
- Mezg. Vorwort 3. Ramb. 2
Die Schule (1913), its own page 225 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0272_PA225
3.
Das Auswendiglernen
Die Schule (1913)
3. Das Auswendiglernen. Der Katechismustert muß dem Kinde 'bekannt ſein. Die Worte des kleinen Kate— ismus Luthers und die zum Beweiſe angeführten Bi-— beliprüche ſollen vom Schüler auswendig gelernt wer— den. Vergl. den Abſchnitt: Auswendiglernen.
Anm. a Das iſt das Wertvollſte, was ein Kind mit us der Schule nimmt, ein feſtes Gerippe der religiöſen Erkenntnis.
Anm. b. Alle Antworten im Schwan oder wohl zar im Dietrich von allen Schülern auswendig lernen in laſſen, iſt unvernünftig, unnütz und Quälerei. Der ehrer wird auf die Gaben der Kinder Rückſicht nehmen. zut begabte Kinder mögen auch längere Antworten ſich inprägen.
Anm. c. Den Wortlaut des Katechismustertes genau inzuprägen, iſt nicht ſo leicht. Um es den Kindern zu rleichtern, wird der Lehrer
1. erſt die leichteren Sätze des Katechismus ler⸗
nen laſſen, dann die ſchwereren;
2. das Auswendiglernen mit dem Erklären ver—
binden;
3. den Kindern zeigen, wo ſie leicht aus einem
Gebot ins andere, aus einer Bitte in die andere
kommen können.
Anm. d. Bei dem Aufſagen des Gelernten achte der
- Trak. 29
margin
- Trak. 29. 30
margin
- L. W. 48, 246
margin
- L. W. 48, 246. 16, 187
margin
- L. W. 48, 246. 16, 187. 23, 117
margin
- Wis. 83, 60
margin
- Luth. 41, 83
margin
- Trak. 30
margin
- Trak. 30 36
margin
- Trak. 30 36, 129
margin
- Trak. 30 36, 129. 34
margin
- Trak. 30 36, 129. 34, 379
margin
- Dietrich von allen Schül
Die Schule (1913), its own page 225 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0272_PA225
—
Die Schule (1913)
Lehrer
1. auf Genauigkeit. Alle Abweichung vom Tert
und Wortverſtümmelung muß korrigiert werden;
2. auf richtige Betonung. Beiſpiele falſcher Ve;
tonung 36, 130.
Anm. e. Eltern. ſollen im Hauſe darüber wachen,
daß die Kinder ihre Aufgaben ordentlich lernen.
Anm. f. Das Memorierpenſum darf man im Kate⸗
chismusunterricht nicht unberückſichtigt laſſen.
- Trak. 23
margin
- Trak. 23. 30
margin
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4.
Das Verſtehen des Katechismustextes
Die Schule (1913)
4. Das Verſtehen des Katechismustextes. Das bloße
Auswendiglernen des Katechismustextes befriedigt nicht,
die Kinder müſſen ihn auch verſtehen lernen. Sie ſollen
das Gelernte nicht wie Papageien nachſprechen. Der
Lehrer muß darum
1. die Worte erklären, die im Katechismus
dem Kinde unverſtändlich ſind, z. B. Geſinde, Glied,
Gemahl, Regiment, Zucht, einfältig, Beichtiger u.
ſ. w. Das geſchieht durch Umſchreibung und Ver—
tauſchung mit andern Wörtern, die denſelben Sinn
haben. Lind. 116—120;
2. die Sache ſelbſt erklären, z. B. was Sünde,
Geſetz, Evangelium iſt.
Anm. a. Zur Erklärung der Sache dienen
1. Beiſpiele. Daß Chriſtus das Geſetz er⸗
füllt hat, veranſchauliche man mit Beiſpielen an et⸗
lichen Geboten:
2. Geſchichten und Erzählungen, unter wel⸗
chen die bibliſchen die erſte Stelle einnehmen. Man
»uwende im Katechismusunterricht viele Geſchich⸗
ten und Exempel aus der Schrift. — Auch eignen
ſich Stücke aus dem Leſebuch 30, 166—169 oder
Geſchichten aus dem täglichen Leben dazu. Sie
ſollen aber wahr ſein. 17, 70. 71.
Anm. b. Religionsunterricht muß einfach und klar
ſein. Kinder bedürfen es mehr als andere. Man richte
ſich nach dem geiſtlichen Verſtändnis der Kinder. 2, 141. Anm. c. Kurze Erklärungen oder Stichwörter, wie
z. B. im 6. Hauptſtück: Weſen, Nutzen, Kraft und Ge⸗
brauch, können an die Wandtafel geſchrieben werden. Anm. d. Hat ein Kind ein Anliegen, eine Frage,
dann ſtehe der Lehrer zu Dienſten.
Anm. e. Viele erklären im Katechismusunterricht ſo
viel, daß ſie den Katechismus ſelbſt unſichtbar machen. 5. Der Beweis aus der Schrift. Die im Katechis⸗
mus enthaltene Lehre muß auch mit der Schrift bewie⸗
ſen werden. Oft liegt der Beweis ſchon im Katechismus
ſelbſt, oft in den Veweisſprüchen.
Anm. a. Die im Katechismus angeführten Bibel⸗
ſprüche ſind entweder Quellen, daraus die Lehren und
Begriffe des Katechismus zu entwickeln ſind, z. B. fürch ⸗
ten, lieben, vertrauen, oder ſie ſind Beweiſe.
Anm. b. Man muß die lutheriſche Lehre auch auf
- Trak. 30
margin
- Trak. 30. 31
margin
- Luth. 41, 82
margin
- Luth. 41, 82. 83
margin
- L. W. 15, 36
margin
- Past. 269
margin
- Past. 270
margin
- Wis. 83, 55
margin
- Schulbl. 13, 140
margin
- Schulbl. 13, 140. 2, 302
margin
- Schulbl. 13, 140. 2, 302. 303
margin
- Schulbl. 13, 140. 2, 302. 303. 23, 115
margin
- Schulbl. 13, 140. 2, 302. 303. 23, 115. 36, 130
margin
- Schulbl. 13, 140. 2, 302. 303. 23, 115. 36, 130. 4, 286
margin
- Schulbl. 13, 140. 2, 302. 303. 23, 115. 36, 130. 4, 286. 14, 72
margin
- Trak. 25
margin
- Trak. 25. 23
margin
- Trak. 25. 23, 114
margin
- Trak. 25
margin
- Trak. 25. 30
margin
- Trak. 25. 30, 165
margin
- Trak. 25. 30, 165. 2
margin
- Trak. 25. 30, 165. 2, 305
margin
- Trak. 25. 30, 165. 2, 305. 30
margin
- Trak. 25. 30, 165. 2, 305. 30, 165
margin
- Trak. 25. 30, 165. 2, 305. 30, 165. 166
margin
- Trak. 25. 30, 165. 2, 305. 30, 165. 166. 46
margin
- Trak. 25. 30, 165. 2, 305. 30, 165. 166. 46, 121
margin
- L. W. 54, 153
margin
- L. W. 54, 153. 22, 107
margin
- L. W. 54, 153. 22, 107. 112
margin
- L. W. 54, 153. 22, 107. 112. 44, 200
margin
- L. W. 54, 153. 22, 107. 112. 44, 200. 42, 231
margin
- L. W. 54, 153. 22, 107. 112. 44, 200. 42, 231. 2, 142 Is This, Then, the Theology of the American Lutheran Church?
margin
- L. W. 54, 153. 22, 107. 112. 44, 200. 42, 231. 2, 142. 44, 365
margin
- Schulb. 23, 114
margin
- Trak. 26
margin
- Il. 89, 60
margin
- Il. 89, 60. 61
margin
- Il. 89, 60. 61. 4
margin
- Il. 89, 61
margin
- Mezg. Vorw.
Die Schule (1913), its own page 226 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0273_PA226
—
Die Schule (1913)
lutheriſche Weiſe lehren, daß man immer ihren Grund
in der Schrift nachweiſt. Nur ſo erkennen die Kin⸗
der recht, daß die Schrift die einzige Quelle und Re⸗
gel unſeres Glaubens und Lebens iſt.
Anm. c. Bei Behandlung der Beweis⸗
ſprüche iſt zu beachten,
1. daß man nicht er ſt die Sache aus der Katechismusantwort abhandelt und dann die Sprüche bringt. Auf dieſe Weiſe würde manches unnötig zweimal geſagt und der Eindruck, daß die Bibel al⸗— lein Quelle iſt, nicht ſo lebendig ſein. Die Sprüche werden beſſer gleich eingeſchoben, wo ſie hingehören;
2. daß man nicht bloß die Beweisſtellen an— — ſondern auch zeigt, wioo die Beweiskraft
iegt;
3. daß man die Sprüche nicht ausführlich behandelt, ſondern alles beiſeite läßt, was nicht zur Sache gehört.
Anm. d. Der Unterſchied zwiſchen dem Unterricht in
Religion und Realien iſt ſo groß, wie Vernunft und
Glaube. Hier gilt die Vernunft, da heißt es: So ſpricht
der Herr.
6. Nicht überſehen werden darf die Apologetik. Die
Kinder müſſen gewappnet werden gegen die Angriffe der
Zeinde.
7. Ausführliche Polemik iſt vergeblich und ſchädlich.
Man ſoll nicht alle Irrtümer widerlegen wollen, aber
die hauptſächlichſten müſſen dargelegt werden. Dabei
ſehe man zu,
1. daß die falſchen Lehren kurz und, wo möglich, mit eigenen Worten der falſchen Lehrer angeführt werden,
2. daß die Beweisſprüche ſchlagend ſind,
3. daß die Liebe nicht verletzt wird, weder die Liebe zu den Falſchgläubigen, noch die Liebe zu den eigenen Schulkindern.
8. Einwirkung auf Herz und Gemüt des Kindes. Die
Kinder ſollen den Katechismus nicht bloß mit dem Ver⸗
ſtand erfaſſen, ſondern vor allem mit dem Herzen. Da⸗
rum ſoll der Lehrer
1. auf den Willen und das Gemüt des Kindes einzuwirken und die Wahrheiten ihnen ins Herz einzuyrägen ſuchen. Das geſchieht durch ſeelſorgerliche Behandlung des Stoffes. 46, 35. Der eigentliche Zweck des Unterrichts iſt Unterweiſung zur Seligkeit. 44, 332;
2. fleißig Anwendungen machen auf die Kinder:
3. den Unterricht nicht mechaniſch und geſchäftsmäßig betreiben;
4. das Kind erinnern, daß es mit dem bloßen Wiſſen nicht getan iſt;
- Schulb. 2, 303
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 2, 304
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- Mit. 1904, 24
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- Mit. 1904, 24. 8
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- Mit. 1904, 24. 8, 17—55
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- L. W. 53, 250
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- Luth. 24, 65
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- Wis. 83, 59
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- Wis. 83, 59. 60
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- Quart. 7, 45
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- Trak. 32
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- Luth. 24, 65
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5.
—
Die Schule (1913)
5. an der Hand des Katechismus locken, reizen und ermahnen.
Anm. a. Der Lehrer ſoll darauf hinarbeiten, daß die
- Luth. 41, 83
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- Luth. 41, 83. 36, 131
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- Luth. 41, 83. 36, 131. 132
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- Wis. 83,
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Die Schule (1913)
Kinder den Katechismus lieb gewinnen. Sie müſſen erkennen, daß er das ſeligmachende Gotteswort iſt und daß es dem Lehrer Herzensſache iſt. 1, 10.
Anm. b. Führt man die Kinder ſo in den Katechismus ein, dann werden ſie einen bleibenden Segen davon haben.
Anm. c. Dem Lehrer, der den Katechismus ſo treiben will, muß der Katechismus ſelbſt lieb und wert ſein. Der Lehrer muß ſelbſt ein Chriſt ſein ſ. Schullehrer. Er muß ſich auch ſorgfältig darauf vorbereiten, S. Chriſtenlehre 493. 494.
Anm. d. Freilich darf man auch nicht zu viel auf das Gemüt einzuwirken ſuchen, man möchte ſonſt mehr verderben als nützen.
9. Der Lehrer ſoll alle Katechismuswahrheiten lehren und keine auslaſſen.
Anm. a. Ob es erlaubt ſei, hier und da auch Ergänzungen des Katechismusſtoffes eintreten zu laſſen? — Das mag an manchen Stellen gut ſein, um die Kinder über heilſame, chriſtliche Dinge zu belehren, von denen ſie ſonſt nichts hören würden. Im allgemeinen 2er hitet der Katechismus genug und übergenug. 41,
Anm. b. Beſſer, der Lehrſtoͤff iſt beſchränkt und wird oft durchgegangen. Es wäre gut, wenn der Katechismus jedes Jahr könnte vollſtändig durchgenommen werden. Lind. 46. 47.
10. Die Methode. über analytiſche und ſynthetiſche Methode 10, 285. Lind. 128.
Anm. Daß man den Katechismus nach den fünf Formalſtufen (Religionsunterricht 2 b. Anm. a.) abhandeln ſoll, iſt unbegründet und unbillig. Man würde dabei dem eigentümlichen Charakter des Katechis— musſtoffes nicht gerecht.
28, 127. 10, 182. Lind.
11. Die Repetition. Der Lehrer ſoll das Golernte oft
130. Ramb. 24. 25. Mich.
wiederholen, und möglichſt in derſelben Weiſe. Die
1903, 12.
Wiederholung ſoll aber nicht ins Breite gehen, ſondern kurz und bündig ſein. Vergl. hierzu unter „Unterricht“ die Wiederholung.
Allerlei Anmerkungen:
43, 31.
1. Sollen Lehrer und Schüler den Katechismus
während der Katecheſe offen haben?
1, 222. 223.
2. Warum wird es vielen Lehrern ſchwer, einen
Unterſchied zwiſchen Katechismusunterricht und
Konfirmandenunterricht zu finden?
5, 80. 362.
3. Auch die Augsburgiſche Konfeſſion mag in der
Oberklaſſe eimmal geleſen werden.
4. Wie man früher Katechismus trieb Luth. 5,
174. N. 77, 37. 38. Schulbl. 40, 336. 337. 39,
54. 55. Katechismusunterricht eines alten Juri⸗
ſten 36, 277—280.
5. Über Entſtehung, Nutzen und 680.55 des
des Katechismus Luthers ſ. Seite 5680—685
Lexikons.
- Luth. 5,
174
- Schulbl. 40, 336
- Schulbl. 40, 336. 337
- Schulbl. 40, 336. 337. 39,
54
- Schulbl. 40, 336. 337. 39,
54. 55
- Wis. 83, 60
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- Trak. 33
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- Trak. 33. 41
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- Trak. 33. 41, 178
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