A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's
own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation
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Sklaverei finds Sclaverei, Konkordienformel finds
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—
Katecheſe.
Kurze Regeln für den Katecheten. Schulb. 33, 120. echte Weiſe zu katechiſieren? Schulb. 10, 210—212. Auf meerſten und am meiſten ſein Augenmerk richten? Schulb. frage und die Antwort. Schulb. 26, 20—32. Die Frage icht. Schulb. 44, 228—236. Gedanken über den frageweiſen 3, 25—28. Katechetiſche Winke. Schulb. 2, 299—305. ber die Katechiſation. Schulb. 1, 21—27.
lbkürzungen.
Ram.-Rambach, wohlunterrichteter Katechet.
Meib.-Meibohm. Die Frage im Unterricht.
Lind. Lindemann, Schulpraxis.
Aufmerkſam machen wir auf das Buch: „Ev. Luth. Katechetik“ von Prof. J. derzer, welches bald erſcheinen wird.
- Schulb. 33, 120
- Schulb. 10, 210—212
- Schulb. 26, 20—32
- Schulb. 44, 228—236
- Schulb. 2, 299—305
- Schulb. 1, 21—27
- Schulb. 1, 21—27.
l
- Schulb. Einige Bemerkung
vol b, printed page
663 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0744
—
c. ſeine Schäflein kennen, den Erkenntniszuſtand .
Ram. 13.
ner Katechumenen erforſchen, damit er jedem ſeine 6 bühr geben kann;
d. ſich die Liebe und Zuneigung ſeiner R erobern und zu erhalten wiſſen;
e. ſeine Arbeit mit Luſt und Vergnügen tun. de Luſt muß er von Gott erbitten. Mürriſche, finſtere, ufreundliche Menſchen taugen nicht dazu;
f. eine gute Mitteilungsgabe beſitzen, lehrhaftig n Bloße Gelehrſamkeit tut es nicht;
g. mit dem Inhalt des Katechismus vertraut ſen eine gründliche Kenntnis des Lehrſtoffs haben.
Anm. a. Den Katechismustext und die Bibelſprütz im Katechismus muß er auswendig wiſſen, damit er di Kinder ohne Buch korrigieren kann.
Anm. b. Der Katechet mag den Katechismus in — Hand haben während der Katecheſe, ſoll aber nur m Notfalle hineinſehen;
h. ein gewiſſes Maß natürlicher Gaben beſitzen, gus Gedächtnis, die Gabe, ſich leicht und verſtändlich auszr drücken, Fertigkeit in der Sprache u. ſ. w.;
i. treu ſein;
. fleißig beten, für ſich um nötige Weisheit und n ben, für ſeine Katechumenen um Erleuchtung ihres Lerſtandes und Beſſerung ihres Willens;
l. auf ſeine Katechumenen, auch wenn er ſein Ant. an ihnen ausgerichtet hat, weiter achten und ihnen mi gutem Wandel voranleuchten.
- Schulb. 11, 357
margin
- L. W. 15, 39
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- Past. 273
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- Schulb. 11, 357
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- Schulb. 11, 357. 358
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- L. W. 15, 36
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- L. W. 15, 36. 38
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- L. W. 15, 36. 38. 39
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- Past. 270
margin
- Past. 272
margin
- Past. 273
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- Schulb 11, 355
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- Schulb 11, 355. 23, 121
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- Trak. 36
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- Schulb. 11, 354
margin
- Schulb. 11, 354. 1, 21
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- Schulb. 33, 120
margin
- Schulb. 33, 120
margin
- Schulb. 1, 21
margin
vol b, printed page
674 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0755
13.
—
13. Hinderniſſe des Erfolgs einer Katecheſe ſind
a. auf ſeiten des Katecheten, wenn er die Sache nicht verſteht, die er lehren ſoll, nicht bekehrt iſ. ein anſtößiges Leben führt in Worten und Werken, mi Unwillen unterrichtet, faul iſt oder das Katechiſieren nicht verſteht.
Anm. Solche Hinderniſſe ſoll der Katechet mit Gottes Hilfe überwinden durch wahre Buße, fleißiges Ge. bet und Studium der Schrift, durch Wachen über ſeine Worte und Wandel und fleißiges Achtgeben, wie andere katechiſieren;
b. auf ſeiten des Katechumenen: mtinliches Unvermögen, etwas zu faſſen, ſchwache Begabung. Blödigkeit, böſer Wille und Temperament.
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vol b, printed page
674 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0755
14.
Die Vorbereitung auf die Katecheſe
14. Die Vorbereitung auf die Katecheſe. Der Katechet ſoll ſich auf jede Katecheſe wohl vorbereiten. Dazn gehört
a. Meditation über das Lehrſtück, das behandelt werden ſoll. — Man muß ſich der einzelnen Begriffe und Vorſtellungen, der Hauptteile und einzelnen Glieder der Katechismusantwort recht bewußt werden. Schulb. 2 301. 302;
b. Aufſuchen von paſſenden Beweiſen, Gleichniſſen u.
w. ;
c. Dispoſition und Anordnung des Stoffes;
d. das Aufſchreiben, wenigſtens der Hauptfragen. Am ten wird es immer ſein, die ganze Katecheſe ſchriftlich szuarbeiten. Das bringt immer reichen Gewinn, auch un beim Halten der Katecheſe viele Fragen verändert rden. Schulb. 44, 229. 230.
Anm. Das bloße ſchriftliche Ausarbeiten der Kate— ſsſe iſt noch keine rechte Vorbereitung, wenn dem hreiben nicht die Meditation vorausgegangen iſt. War Meditation ſehr gründlich, dann mag manchmal das irtliche Aufſchreiben nicht mehr ſo nötig ſein;
e. das Einprägen der Ordnung und des Gedankenngs. Die Vorbereitung iſt nicht damit getan, daß m die Fragen auf Papier bringt, wir müſſen ſie uns
eigen machen, daß wir frei darüber verfügen können. Anm. a. Nie unterrichte der Lehrer ohne ſorgfältige orbereitung.
Anm. b. Unglückliche Schüler, die ſolchen in die ände fallen, die ſich nicht vorbereiten.
Anm. c. Die Vorbereitung ſoll nicht bis auf die letzte inute verſchoben werden.
Anm. d. Um rechte Übung zu bekommen, ſollte der atechet
1. viele Fragen entwerfen und überlegen, was
für Antworten etwa gegeben werden könnten,
2. gehörte oder geleſene gute Katecheſen nachbil⸗
en,
3. jede Gelegenheit, eine gute Katecheſe zu hören,
benutzen und darauf achten, wie andere es machen. Einwand. Wenn die Katecheſe ſchriftlich vorbereitet t. werde ſie hernach beim Halten ſteif und unbeholfen. — Das mag ſein, wenn die Vorbereitung ungenügend t. Iſt die Vorbereitung rechter Art, ſo wird auch die katecheſe frei werden.
Katecheſen und Material dazu.
Folgende Liſte zeigt, wie man den ganzen Katechismus in einem Jahre in 82 Katecheſen abhandeln kann. Man kann oft zwei Katecheſen in eine zuſammenziehen oder aus einer Katecheſe zwei machen, je nach ſeinen Verhältniſſen und Umſtänden.
M KIV Die erſte Rubrik zeigt die Zahl der Katecheſen, die zweite die Fragen nach Schwan. die dritte die darin abgehandelte Materie. Die vierte Rubrik zeigt, wo im Schulblatt ſich eine Katecheſe darüber befindet. (Die Katecheſen bis 1897, dem 32. Jahrgang des Schulblattes, ſind nach Dietrich bearbeitet.) Als Anhang bringen wir in der fünften Rubrik die Erklärung der Sprüche ('roof texts) nach dem Theological Quarterly und in der ſechsten Rubrik die betreffenden Abhandlungen darüber nach Voung Luth. Mag. Die letzte Rubrik bringt einzelne Bemerkungen. meiſt Worterklärungen.
E Materie.
Ratecheſen. Theol. Noung Luth. Mag. Worterklärung.
—— ——
Bibel. 289—291. 30, 97—102. (2, 281—289. 1. 2—3.
. B50—300. 9, 33. 2. 289—293. 7. 145—147. Ramb. 64—77.
3—9, 2. 293—290. 7. 161—164. 45, 162
59—75. 2. 398—403.
208—241 2, 403—405. 7 177—170. 38, 163.
353—358. 2. 106—106.
3534—357. 11, 257—271. 2, 409.
8—318.
70—72. 2. 410—55.
11—19. 40, 225—22060. 3. 21—32. 8. 1—4.
3. 33—35. 8.
3. 35—43. 8. 34 —35. 49—51. 35, 193.
40. 165—176. 34, 164—175.
413. 225—230. 3, 175—186. 8. 177—179. 0, 1. 17. 25. 193.
36. 33—38. 44, 33—38.
7 55— 9, 97—102. 3. 304—312. 9. 35—37, 49—52. 85. 195
— * 1.
S. Gebot. 3. 312—318.
V. Gebat. 5, 51—90.
10. Gevol. 5, 96—100.
luß. 2⁰ 33—15. 4. 200. 5. 100—104.
. 5, 293—245.
. 65—102. 17, 57—65. 5, 245—251.
29 206—210. (Ev.)
t Gott. 6. 1 121
432 8 Saube. 21. 257—264. 10, 162—169
11 Schopier. — 11, 31—40. 3,. 2—3.
laube. 15. 145—158. 10, 225—239.
Engel. 5—228. 11. 86—96. 3.
Teufel 4, 257 „ 11, 163—172. 3.
„ 18.7—14
ö 11. 208—212.
11, 212—210.
345, 130. 13. 105. 12
-133 Gottmenſch. 13. 170—-172. 11. 3 94— 137 243.43.81—83.
138 2 Naturen. 12. 260—274. 5 37.12. 101.43
4⁰ phet. 35, 131—134. 232—243. 3. 116.
obeprieſter. 14. 35—42. 3. 129—
3,
Eroj ung. 6 4.
158 Er Erle 10, 310—312. 3, 201. 3.
4. 1—3,
ernehung. 43⁰, 35—569. 1.
165 S 4,
4,
. 193—193. 10, 325— 328.
280—201. 4. 97—99. 77 0—255. 10, 320. 38 131—167. 4. 113—116, 129—141. 15. 39. .. 10.335 26. 263—268. 4. 145.
4.
4.
11. 327—335. 1—3,
7 65—72. K. 33—37. 10. 332.
1. 70—72. 5.
4. 13—18. 37—40.
I. 285—312. 327. —
5,
„353—357. 16, 161—171. 5, 98—90. 45 205.
8
5.
+.
3,
6. 1—3.
4.
6.
ö 5. 49—51. 35, 211.
6,
6. 81.
6.
38 ias- 170.1 4. 126—130. 35. 227. 34, 257— 203. 5. 145—146. 35, 228. — 12. 163 196. . 1½1. 178 375, 220. 230.
7, 2.
7, 33.
92⁰ 5 164.—157. Kelchentg. 24. 7. 10D. 50. 65—67. 25. 23. 2.12.
32 en. Verwandl. 24. 218.
en. Mehopf. 24. 97.
f1. 7. 81—82. zu, 233.
nuch. 2. 33. 82. 35. 234.
1 uch. 7. 97—99. 38, 534. 235.
- Schulb. 2
- Schulb. 2 301
- Schulb. 2 301. 302
- Schulb. 11, 355
margin
- Schulb. 11, 355. .7
margin
- L. W. 15, 36
margin
- Schulb. 11, 356
margin
- Schulb. 11, 356. 23, 121
margin
- Trak. 36
margin
- L. W. 15, 38
margin
- Past. 272
margin
- Schulb. 44, 229
- Schulb. 44, 229. 230
- Schulb. 233, 120
margin
- Past. 271–273
margin
- Trak. 34
margin
- Trak. 34. 8
margin
- Trak. 34. 8 33
margin
- Trak. 34. 8 33. 23
margin
- Trak. 34. 8 33. 23, 121
margin
- L. W. 15, 37
margin
- Past. 271
margin
- Schulb. 26, 25
margin
- Schulb. 26, 25. 11, 355
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- L. W. 15, 37
margin
- Past. 271
margin
- Schulb. 11, 356
margin
- L. W. 15, 37
margin
- Past. 271
margin
- Schulb. 11, 356
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- Ma. 23. 180—184
margin
- Schulb. 18. 161—173
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164. 17—10
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164. 17—10. 35, 103
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164. 17—10. 35, 103. 35, 195
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164. 17—10. 35, 103. 35, 195. 35, 107
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164. 17—10. 35, 103. 35, 195. 35, 107. 35
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164. 17—10. 35, 103. 35, 195. 35, 107. 35. 197
margin
- Schulb. 18. 161—173. 35. 164. 17—10. 35, 103. 35, 195. 35, 107. 35. 197. 35, 198
margin
- Schulb. 21. 184
margin
- Schulb. 21. 184. 113
margin
- Mag. Die letzte Rubrik b
- Theol. Noung
- Mag. Worterklärung.
—— —
vol b, printed page
674–677 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0755
—
Die Schule (1913)
Katecheſe.
Abhandlungen.
Kurze Regeln für den Katecheten. Schulbl. 33, 120. 121. Welches iſt die rechte Weiſe zu katechiſieren? Schulbl. 10, 210—212. Auf was muß ein Katechet
am erſten und am meiſten ſein Augenmerk richten? Schulbl. 11, 353—362. Die Frage und die Antwort. Schulbl. 26, 20—32. Die Frage im Katechismusunterricht. Schulbl. 44, 228— 236. Gedanken über den frageweiſen Unterricht. Schulbl. 13. 25—28. Katechetiſche Winke. Schulbl. 2, 299—305. Einige Bemerkungen über die Katechiſation. Schulbl. 1, 21—27. Zur Katechetik 14, 54—56. 71—-74. 105—108. Lindemann 107— 132. Ev. Luth. Katechetik. J. Herzer. Gedanken über den fragweiſen Unterricht. Schulb. 48, 272—276.
Abkürzungen.
Ram. —Rambach, wohlunterrichteter Katechet.
Meib. —Meibohm. Die Frage im Unterricht.
Lind.—Lindemann, Schulpraxis.
- Schulbl. 33, 120
- Schulbl. 33, 120. 121
- Schulbl. 10, 210—212
- Schulbl. 11, 353—362
- Schulbl. 26, 20—32
- Schulbl. 44, 228— 236
- Schulbl. 13. 25—28
- Schulbl. 2, 299—305
- Schulbl. 1, 21—27
- Schulb. 48, 272—276
Die Schule (1913), its own page 229 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0275_PA229
—
Die Schule (1913)
Her tatechetiſche Unterricht § 2. Eigen⸗
Abri
Lehrformen § 1.
Die Frage § 4. Arten der Frage § 5. Eigenſchaſten in ihrem Zuſammenhang § 7. Der Inhalt der Frage
Wie der Lehrer bei den verſchiedenen Antworten zu han⸗
der Katecheſe § 11.
Der Katechet § 12. Hinderniſſe des
13. Die Vorbereitung auf die Katecheſe § 14. Verzeich
Katecheſe.
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Die Schule (1913), its own page 230 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0277_PA230
1.
—
Die Schule (1913)
1. Die verſchiedenen Lehrformen ſind
a. die vorzeigende, da man durch Vorzeigen der betreffenden Gegenſtände oder deren Abbildungen unterrichtet,
b. die vorſprechende, da man das zu Lernende vorſpricht und von den Schülern nachſprechen reſp. aus dem Buch memorieren läßt,
c. die vortragende, da der Lehrer das, was der Schüler lernen ſoll, im Zuſammenhang vorträgt,
d. die fragende, da der Schüler durch Fragen angeleitet wird, das zu Lernende ſelbſt zu finden.
Anm. a. Alle Lehrformen laſſen ſich auf zwei zurück führen: die vortragende und die fragende. In dieſen beiden Lehrformen gehen die übrigen auf.
Anm. b. Keine dieſer Lehrformen für ſich allein eig net ſich zum Unterricht der Jugend. Die beſte Methode beſteht in der Vereinigung beider.
Anm. c. Man unterſcheidet zwiſchen katechetiſcher und ſokratiſcher Methode, ſodaß ſich die katechetiſche Methode nur auf Religion, die ſokratiſche ganz —.— auf alle Gegenſtände, die fragend gelehrt werden, bezieht.
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Die Schule (1913), its own page 230 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0277_PA230
2.
Der katechetiſche Unterricht iſt ein Unterricht in Frage und Antwort
Die Schule (1913)
2. Der katechetiſche Unterricht iſt ein Unterricht in Frage und Antwort. Der Nutzen ſolchen Unterrichts iſt ein vielfacher. Durch Wechſel von Fragen und Antworten
a. wird die Erkenntnis der Schüler gefördert, indem Punkt für Punkt die Lehre ins rechte Licht gezogen wird, bis die Schüler ſie begriffen haben,
b. wird die Aufmerkſamkeit wach erhalten, die Kinder werden im Denken geübt,
c. werden die Lücken bloßgelegt in der Erkenntnis der Schüler. An den Antworten merkt der Katechet, wo er tiefer graben und nachhelfen muß,
d. wird der Schüler im logiſch und grammatiſch richtigen Ausdruck der Gedanken gefördert.
Anm. a. Dieſe Unterrichtsweiſe
1. iſt nötig für die Jugend,
2. ſollte die er ſte Lehrweiſe ſein,
3. ſchafft mehr Frucht als die Predigt, ſ. Chri⸗
ſtenlehre 489,
- Schulb. 1, 21
margin
- Schulb. 1, 21. 11, 291
margin
- O. 79, 38
margin
- O. 79, 38. 39
margin
- Schulb. 37, 60
margin
- Schulb. 37, 60. 61
margin
- Wis. 83, 63
margin
- L. W. 15, 35
margin
- L. W. 15, 35. 4, 206 Lutheran-theological Pastors' Library.
margin
- Past. 269
margin
Die Schule (1913), its own page 230 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0277_PA230
—
Die Schule (1913)
4. iſt auch bei den Sekten wieder zu Ehren ge⸗
kommen.
Anm. b. über Wichtigkeit und Wert des katechetiſchen Unterrichts ſollte die Gemeinde belehrt werden.
Anm. c. Viele halten die frageweiſe Unterrichtsmethode für verkehrt, da die Aufgabe des Unterweiſens in Mitteilung neuer Gedanken beſteht (ſ. Seite 490, Einwand a), die meiſten aber verteidigen ſie.
Anm. d. Das Examen iſt von der Katecheſe verſchieden. Im Examen will man prüfen, was das Kind weiß, in der Katecheſe will man das Kind unterrichten.
Anm. e. Das Wort „katechizein“ heißt im weiten Sinn überhaupt: Unterweiſen in der göttlichen Wahrheit oder in der Katechismusmilch, im engeren Sinn: unterweiſen durch Frage und Antwort.
Anm. f. Katechumenen waren in den erſten Jahrhunderten ſolche Erwachſene, die auf die Taufe vor— bereitet wurden. Sie durften beim Abendmahl keine Zuſchauer ſein. Luth. 5, 54.
Anm. g. Geſchichtliches zur katechetiſchen Unterweiſung ſ. Seite 487, § 3. Vor Luther geſchah we— nig für Katecheſe. Einleitung zur Konkordia 91.
Anm. h. Katechetiſche Literatur L. W. 4, 205. Katechetik von Lorenz Kraußold L. W. 4, 206. Rambach, wohlunterrichteter Katechet L. W. 4, 207. 53, 137. Katechetiſche Schriften Luthers Ma. 24, 51.
- Luth. 5, 54
- L. W. 4, 205 Prof. Münkel's Judgment on Baumgarten's Defender.
- L. W. 4, 206 Lutheran-theological Pastors' Library.
- L. W. 4, 207 Lutheran-theological Pastors' Library.
- L. W. 4, 207. 53, 137
- Ma. 24, 51
- Luth. 28, 94
margin
- Luth. 28, 94. 31, 22
margin
- Luth. 6, 41
margin
- Schulb. 26, 21
margin
- W. 95, 53
margin
- W. 95, 53. 54
margin
- O. 79, 22
margin
- Wis. 83, 26
margin
- Schulb. 11, 354
margin
- Konk. 90
margin
Die Schule (1913), its own page 231 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0278_PA231
3.
—
Die Schule (1913)
3. Die Katecheſe ſoll ſein
a. erbaulich. Jede Katechismusſtunde ſoll eine Erbauungsſtunde ſein;
b. lebendig, praktiſch, intereſſant. Der Katechet
ſoll die Aufmerkſamkeit der Kinder zu feſſeln ſuchen;
c. klar und deutlich. Wie klar hat Chriſtus
die göttlichen Geheimniſſe gelehrt!
d. wohlgeordnet:
e. der Erkenntnis der Kinder entſpre⸗
chend:
f. anſchließend an Luthers kleinen
Katechismus, ſ. Katechismusunterricht § 2.
Anm. Wie die Katecheſe den Katechismustert treiben,
zum Verſtändnis der Kinder bringen und dabei Herz
und Wille des Kindes bewegen ſoll, ſ. Katechismusunter⸗
richt § 4—8;
g. einabgerundetes Ganze;
h. kurz. Dauer etwa vierzig Minuten. Schulb. 33,
120. Höre auf zur rechten Zeit! Durch zu viel werden
die Kinder ſchlaff:
i. gründlich. Es müſſen ſo viele Fragen geſtellt
werden, bis die Kinder die Sache begriffen haben. Um
zu ſehen, ob das geſchehen iſt, kann man
1. das Gegenteil der Sache mit einer oder paar
Fragen vorlegen,
2. Einwürfe bringen u. ſ. w.
Anm. a. Man ſoll die Kinder aber auch nicht ſo lange
- Schulb. 33,
120
- Schulb. 1, 26
margin
- Past. 269
margin
- Schulb. 11, 361
margin
- Schulb. 2, 299
margin
- Schulb. 2, 299. 300
margin
- Quart. 7, 40
margin
- Schulb. 11, 360
margin
- Schulb. 11, 360
margin
- Schulb. 11, 361
margin
- Schulb. 1, 27
margin
- Schulb. 1, 27. 11, 361
margin
- Schulb. 12, 314
margin
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—
Die Schule (1913)
mit Kreuz- und Querfragen auspumpen, bis nichts mehr
herauszupumpen iſt. Habichte nehmen den Vögeln keine
ſi. aus den Neſtern, wenn die Eier noch nicht gelezt
ind.
Anm. b. Zwar muß der Kalechet hier und da Er⸗
klärungen und Ermahnungen einſtreuen, aber dieſe müſ—
ſen kurz ſein. Nicht viel predigen zwiſchen den einzel⸗
nen Fragen.
Anm. c. Etwas anders als in der Schule, wird ſich
die Katecheſe in der Chriſtenlehre geſtalten, da man hier
auch auf die Zuhörer Rückſicht nehmen muß.
Anm. d. In der Schule mag die Katecheſe hier und
da die Geſtalt eines Examens annehmen, in der Cbri⸗
ſtenlehre nie.
Anm. e. Allgemeine Regeln für das Katechiſieren:
1. Vergiß keinen Augenblick, daß du chriſtliche
Kinder katechiſierſt.
2. Hüte dich vor Fragen, welche vorausſetzen: das
Kind könnte aus eigener Vernunft die Geheimniſſe
des Reiches Gottes erkennen.
3. Laß die Kinder mit ihrer Vernunft arbeiten, gib
ihnen Gelegenheit, ihren Verſtand zu gebrauchen
und zu üben.
- Trak. 39
margin
- Schulb. 23, 129
margin
- O. 65, 47
margin
- Schulb. 23, 123
margin
- Trak. 39
margin
- Schulb. 23, 122
margin
- Schulb. 23, 122. 123
margin
- Trak. 38
margin
Die Schule (1913), its own page 232 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0078_PA232
4.
—
Die Schule (1913)
4. Sage ihnen nichts vor, was ſie ſelbſt finden
können.
Anm. f. Katecheſe, wie ſie nicht ſein ſoll Lind. 358 bis
362. Schema für die Kritik einer Katecheſe auf Konfe⸗
renzen 36, 286. 285.
Anm. g. Die Katecheſe muß haben
1. eine Einleitung, die aber kurz ſein
ſoll. In wenig Worten kann man auf die Wich⸗
tigkeit der Sache, den Zuſammenhang mit der letz⸗
ten Katecheſe hinweiſen oder nötige Vorkenntniſſe
vermitteln u. ſ. w.;
2. einen Schluß, der eine kurze Wieder⸗
holung, eine Aufforderung, Ermahnung, Warnung,
Troſt, Ermunterung, Gebetswunſch u. ſ. w. enthält.
Der Schluß ſoll aber keine Predigt ſein.
4. Die Frage. Die Frage iſt nicht zu definieren als
ein unvollſtändiger Satz, den der Gefragte ergänzen ſoll
(demnach könnte man fragen: Am Anfang ſchuf?), auch
nicht als ein unvollſtändiges Urteil (denn ſie erhält gar
kein Urteil), ſondern als ein Satz, darin etwas unbe⸗
ſtimmt gelaſſen iſt, mit der Aufforderung, dies zu be⸗
ſtimmen.
Anm. Jede Frage enthält eine unbeſtimmte Ausſage
und den Fragepunkt. Beiſpiel: Wer hat die Welt er ⸗
ſchaffen? Die unbeſtimmte Ausſage oder das Gegebene
der Frage: die Welt iſt erſchaffen. Der Fragepunkt iſt
die Forderung, den Schöpfer zu nennen.
Die Schule (1913), its own page 232 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0078_PA232
5.
Die Arten der Frage
Die Schule (1913)
5. Die Arten der Frage. Die Fragen können ſein
dem Weſen nach:
a. Entſcheidungsfragen, Wahlfragen, Ja⸗
Meib. 11. 12.
und Neinfragen: Iſt Chriſtus auferſtanden? Glaubſt
du an Jeſum?
Anm. a. Dieſe Fragen können einfach oder zuſam⸗
Meib. 13.
mengeſetzt ſein. Beiſpiele für letztere: Die Taufe Jo-
hannis, war ſie vom Himmel oder von Menſchen? Biſt
du, der da kommen ſoll, oder ſollen wir eines andern
warten?
Anm. b. Entſcheidungsfragen ſollte man nur ſelten
im Unterricht anwenden, um gedankenloſes Ja⸗ und
Neinſagen zu verhüten. (War das nicht Sünde, daß
Judas ſeinen Herrn verriet? Ja. Er tat das aus
Geiz, nicht wahr? Ja.)
Anm. c. Zur rechten Zeit augewendet, ſind ſie jedoch
von großem Wert. Beiſpiele: Iſt ables Schwören
berboten? Glaubeſt du an Jeſum? Ja, ich glaube an
Jeſum.
b. Beſtimmungsfragen, „W.“ Fragen, weil
die Fragewörter mit Webeginnen. In der Frage: Wer
hat die Welt geſchaffen? iſt das „Wer“ ganz unbeſtimmt.
Der Gefragte ſoll das Subjekt näher angeben.
Anm. Dieſe Fragen können ſein
1. Subjektsfragen. Wer? Was? Welcher?
2. Prädikatsfragen. Was tat Johannes?
3. Objektsfragen. Wem ſollen wir gehorchen?
4. Attributfragen. Weſſen Hand ſchützte ihn? Wie vielfach iſt Chriſti Amt?
5. Adverbialfragen. Wo? Woher? Wohin? (Ort.) Wann? Seit wann? Wie lange? (Zeit.) Wie? Wie oft? (Art und Weiſe.) Warum? Weshalb? Wozu? (Grund);
dem Zweck nach:
a. Erkundigungsfragen, da man ſich
ſelbſt über eine Sache zu informieren ſucht. Dieſe
Fragen kommen im Unterricht nicht in Betracht.
b. Lehrfragen, da man andere Perſonen un⸗
terrichten will. Dieſe zerfallen in
1. Zergliederungsfragen. Eine Ant⸗
Meib. 25. 26. wort im Katechismus, ein Bibelſpruch, eine bibliſche Geſchichte wird in die einzelnen Teile zerlegt, damit ſie die Schüler beſſer von einander unter— ſcheiden.
Anm. a. Beim Zergliedern einer fertig vorlie—
Meib. 26. Analytiſch 145. genden Definition wird der Begriff in ſeine einzel— nen Momente zerlegt. Analytiſche Methode. Schwerer iſt es, den Begriff aus Sprüchen und Beiſpielen zu entwickeln. Synthetiſche Methode.
Anm. b. Doch wird durch Abfragen des vorlie—
Meib. 30. genden, zergliederten Textes allein noch kein rechtes Verſtändnis erzielt. Das Reſultat wird meiſt nur ein Nachplappern ſein:
2. Entwickelungsfragen. Der Ge⸗
Meib. 29. 30. Lind. 61.
- Schulb. 44, 233
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27. 1, 23
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27. 1, 23. 26, 28
margin
Die Schule (1913), its own page 233 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0279_PA233
—
Die Schule (1913)
fragte wird zu neuer Erkenntnis geführt. Aus be⸗
kannten Wahrheiten wird durch Schlußfolgerungen
eine noch unbekannte gefunden.
Anm. Hierher gehören Beſeitigungsfragen.
welche falſche Vorſtellungen, irrige Meinungen ab⸗
ſchneiden, Einwurfsfragen, welche Einwände wider⸗
legen ſollen. Beiſpiel: Wir werden durch den
Glauben gerecht. Sind alſo nicht die guten Werke
überflüſſig?
3. Prüfungsfragen. Das vom Gefrag ⸗
ten Erkannte ſoll in ſeinem Gedächtnis befeſtigt
werden. Wiederholungsfragen (gewöhnlich am
Schluß), Examenfragen (der Examinator will nicht
unterrichten, ſondern das Wiſſen der Schüler er⸗
halten), Bekenntnisfragen. Wer ſagt denn ihr,
daß ich ſei?
Anm. Die rhetoriſche Frage wird hier mit Recht un— berückſichtigt gelaſſen, weil ſie eigentlich keine Frage, ſondern eine in Frageform aufgeſtellte Behauptung iſt. Iſt nicht das Leben mehr denn die Speiſe?
Die Schule (1913), its own page 234 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0280_PA234
6.
Die Eigenſchaften der Frage
Die Schule (1913)
6. Die Eigenſchaften der Frage. Wollen wir richtige Antworten bekommen und die Schüler wahrhaft in der Erkenntnis fördern, ſo muß die Frage grammatiſch, logiſch und katechetiſch richtig ſein.
Grammatiſche Eigenſchaften.
ů Die Frage muß grammatiſch und ſprachlich korrekt ein.
a. Die Frage muß ein vollſtändiger Satz ſein. Uneigentliche Fragen ſollen nie vorkommen, z. B.: Chriſtus hatte zwölf? Antwort: Jünger. Judas hat ſeinen Herrn? Antwort: verraten.
Anm. a. Selbſt dann iſt die Frage fehlerhaft, wenn ſie nicht das vollſtändige Prädikat enthält, ſondern ſtan deſſen nur das Hilfszeitwort ohne Verbum. Beiſpiel: Was muß jeder, der ein Chriſt werden ſoll? Er muß getauft werden.
Anm. b. Doch ſind abgekürzte Fragen, wenn ſie in einer Reihe von Fragen und Antworten vorkommen, ſo daß ſie leicht aus dem Zuſammenhang ergänzt werden können, nicht zu verwerfen. Beiſpiele: Wer? Wann? Wozu?
b. Die Wortfolge muß richtig ſein. Das Fragewort muß am Anfang ſtehen. Falſche Beiſpiele: Die Sünde, welche Judas begangen, wie nennt man die? Jeruſalem iſt zerſtört worden durch wen?
Anm. a. In zuſammengeſetzten Frageſätzen, da der Nebenſatz vorausgeht und der Hauptſatz folgt, mag das Fragewort die erſte Stelle im zweiten Glied einnehmen. Beiſpiel: Wenn ein Schüler trotzig iſt, was hat er dann verdient? Beſſer aber: Was verdient der Schüler, wenn er trotzig iſt?
Anm. b. Anders verhält es ſich, wenn die Frage zwei Hauptſätze enthält, die einander koordiniert ſind. Beiſpiel: Völliger Friede iſt auf Erden nicht zu finden, ſon⸗
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 1, 23
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- Schulb. 1, 23
margin
- Schulb. 1, 23. 26, 28
margin
Die Schule (1913), its own page 234 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0280_PA234
—
Die Schule (1913)
dern wo iſt er? Hier ſchließt man am beſten den erſten
Satz ab. Völliger Friede iſt auf Erden nicht zu finden.
Bo iſt er allein zu finden?
Anm. c. Ebenſowenig ſoll das Fragewort in der
Mitte ſtehen.
Anm. d. Steht das Fragewort am Anfang, ſo er ⸗
fährt das Kind gleich beim erſten Wort, ob nach einer
Perſon oder Sache oder Grund oder Zweck gefragt wird. Anm. e. Unrichtig iſt auch die Auslaſſung des
Fragewortes: Was ich gern erreichen will, nenne ich? —
Nur in Entſcheidungsfragen iſt die Auslaſſung des
Fragewortes zuläſſig. Beiſpiel: Dieſen Brief gab
dir der König? Hier genügt die Betonung.
Logiſche Eigenſchaften.
a. Die Frage muß deutlich ſein.
1. Sie darf keinen Widerſpruch enthalten,
z. B.: Wie kann man ſich vor Leiden, in die man
geraten iſt, hüten?
2. Widerſprechende Dinge, davon das eine mi
Ja, das andere mit Nein beantwortet werden muß,
dürfen nicht in eine Frage vereinigt werden. Bei⸗—
ſpiel: Iſt Chriſtus geſtorben und im Grabe liegen
geblieben?
3. Poetiſche, bildliche, myſtiſche, fremdſprachliche
Ausdrücke ſind in der Frage vom Übel.
4. Die Frage darf nicht zweideutige Ausdrücke
enthalten.
5. Phraſen und Redensarten (3. B. einen Blick
werfen, Abſchied nehmen, Sorge tragen) dürfen
nicht getrennt werden. Beiſpiele: Was haſt du auf
die Arbeit geworfen? Einen Blick. Was nimmt
der Reiſende von den Seinigen?
b. Die Fxrage mußbeſtimmt ſein. Das Kind
muß wiſſen, was der Lehrer will. Beſtimmt iſt eine
Frage, wenn nur eine Antwort paßt. Unbeſtimmte
Fragen: Was muß ein König haben? Was wißt ihr
von Jeſu?
Anm. a. Die Frage darf nicht zu weit ſein (3. B.
Velcher Kaiſer regierte in Rom?), aber auch nicht zu
bitn Vor unbeſtimmten Fragen ſoll ſich jeder Lehrer üten.
— Anm. b. Zu vermeiden ſind auch zweideutige
Fragebildungen, in welchen das Fragewort als Subjekt
und auch als Objekt aufgefaßt werden kann. Beiſpiel:
Das erzeugt Liebe?
Anm. c. Unbeſtimmte Fragen auf künſtliche Weiſe
durch Gebärden und Geſten beſtimmt zu machen, iſt ver⸗
werflich? Beiſpiel: Worauf ſieht Gott? Die Hand aufs
Herz legen.
Anm. d. Richtig formulierte Fragen erſparen viel
geit. Die Klarheit der Frage hängt ab von der gründ—
lichen Kenntnis des Gegenſtandes und der guten Vor—
bereitung des Lehrers 14, 54—56.
t. Die Frage muß angemeſſen ſein,
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26. 1, 24
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26. 1, 24. 26, 28
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 106. 44, 231. 232. 13, 26. 1, 24. 26, 28. 26
margin
- Schulb. 48, 273
margin
- Schulb. 2, 301
margin
Die Schule (1913), its own page 235 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0281_PA235
—
Die Schule (1913)
1. in der Verbindung mit den übrigen Fragen
den Fortgang des Unterrichts fördernd, ſ. §7:
2. dem Bildungsſtande und der Erkenntnis des Katechumenen anbequemt.
Anm. a. Die Fragen ſollen ſein
1. nicht zu ſchwer, über das Begriffsdermögen der Kinder hinausgehend. Solche Fragen richten ſich augenblicklich ſelbſt. Man ſoll keine Antwort fordern, die die Kinder nicht aus dem Tert, Erfahrung, Gewiſſen oder Gedächtnis wiſſen könnten. Ramb. 19. Lind 115.
2. nicht zu leicht, ſo daß auch bei allgemeiner Unaufmerkſamkeit die rechte Antwort gegeben werden kann. Die Frage ſoll Nachdenken erwecken.
Anm. b. Zu leicht iſt die Frage: Wen bat Salomo
um Weisheit? Beſſer: Um was bat Salomo? — Zu
vermeiden ſind in der Regel Wahlfragen, Ja- und Nein⸗
fragen, ſ. § 5.
Anm. c. Die Katechumenen kann man einteilen in
drei Klaſſen: Anfänger, Mittlere, Gereiftere. Je nach⸗
dem muß die Frage eingerichtet werden. Anfängern lege
man leichte Fragen vor.
Anm. d. Hat man alle drei verſchiedenen Klaſſen zu⸗
gleich vor ſich, dann muß man jede Klaſſe berückſichtigen
und jedem Kind bieten, was man ihm ſchuldig iſt.
Didaktiſche Eigenſchaften.
Eine Frage kann ſprachlich und logiſch vollkommen
richtig ſein und iſt doch in der Katecheſe vom Übel. Ka⸗
techetiſche Regeln ſind dieſe: Die Frage muß ſein
1. kurz. Wegzulaſſen iſt alles, was die Frage unnötig verlängert, z. B. unnötig gehäufte Eigenſchaftswörter, Häufung gleichbedeutender Worte, eingeſchobene Parentheſen, ferner Zuſätze wie: Wer kann mir wohl ſagen? Wer weiß vielleicht? Schulb. 44, 233. Abſchreckende Beiſpiele Meib. 67.
Anm. Doch darf über der Kürze die Deutlichkeit nicht leiden;
2. einfach. Sie darf nur einen Fragepunkt haben und nur eine Antwort verlangen. Alle Doppelfragen, z. B.: Wann und für wen hat Chriſtus das Abendmahl eingeſetzt? ſind zu meiden. Dem Schüler die Löſung zweier Schwierigkeiten auf ein mal zu bieten, ſtreitet gegen die Didaktik.
Anm. a. Muſterfragen ſind die Fragen der Bibel, z.
B.: Wo biſt du? Was haſt du getan? Wen ſoll ich
ſenden? Wes iſt das Bild und die überſchrift?
Anm. b. Dieſe Regeln zielen alle darauf, daß der
Zweck des Unterrichts möglichſt vollkommen erreicht
wird.
- Schulb. 44, 233
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 1
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 1. 25
margin
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121. 13, 26
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121. 13, 26. 28
margin
- Schulb. 26, 25
margin
- Schulb. 44, 232
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121. 13, 26
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121. 13, 26. 26, 28
margin
- Schulb. 44, 232. 33, 121. 13, 26. 26, 28. 1, 24
margin
- Schulb. 48, 273
margin
- Schulb. 44, 233
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 26
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 26. 1, 24
margin
- Schulb. 26, 26
margin
- Schulb. 26, 26. 44, 231
margin
Die Schule (1913), its own page 236 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0079_PA236
7.
—
Die Schule (1913)
7. Die Frage in ihrem Zuſammenhang in der Kate⸗
cheſe. Jede Frage ſoll
a. ſich an eine vorausgegangene Antwort anſchließen
und zugleich in ſtrenger Ordnung dem Ziele zuſteuern:
b. logiſch mit den andern zuſammenhängen;
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 230
margin
- Schulb. 44, 230
margin
- Schulb. 44, 230. 2, 305
margin
Die Schule (1913), its own page 236 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0079_PA236
—
Die Schule (1913)
c. in der gehörigen Ordnung und zu rechter Zeit kommen. Erſt Glaube, dann Werke, erſt hiſtoriſche Hauptſachen, dann Nebenumſtände, erſt Beweiſe, dann Gleichniſſe u. ſ. w.;
d. ein gewiſſes Ziel haben. Man ſoll nicht planlos ins Blaue hineinfragen.
Anm. a. Jede überflüſſige Frage iſt zu ſtreichen.
Anm. b. Gut fragen iſt eine Kunſt, die man lernt 23* Übung und ſchriftliche Vorbereitung Schulb. 26, 8 Der Inhalt der Frage. Was ſoll man fragen? Es ſollen nur Dinge gefragt werden, die wirklich fra— genswert ſind, Dinge, die zum Grund des Glaubens gebören, nicht Probleme, allerlei ſtrittige Punkte, verſchiedene Meinungen der Exegeten über Vibelſprüche u. ſ. w.
Anm. Die Frage nach dem „was“ iſt die Hauptſache, die Frage nach dem „wie“ mehr untergeordnet.
- Schulb. 26, 8
- Schulb. 44, 229
margin
- Schulb. 44, 229. 26, 22
margin
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 44, 228
margin
- Schulb. 44, 228. 229
margin
- Schulb. 44, 228. 229. 11, 361
margin
- Past. 269
margin
- Schulb. 13, 25
margin
Die Schule (1913), its own page 237 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0282_PA237
9.
Die Antwort
Die Schule (1913)
9. Die Antwort. Die Antwort ſoll
a. ſachlich und ſprachlich, nach Form und Inhalt, richtig, vollſtändig und deutlich ſein;
b. in einem vollſtändigen Satz ausgedrückt werden. Alle einwortigen Antworten ſind beſonders in untern Klaſſen vom Übel. Beiſpiel: Was hat Kain mit Abel getan? Totgeſchlagen.
Amm. Doch iſt es nicht nötig, die Frage des Lehrers mit in die Antwort zu nehmen. Beiſpiel: Was tat Ab-— raham, als er aus Meſopotamien nach Kanaan gekommen war? Er baute dem Herrn einen Altar:
c. laut geſprochen werden, ſodaß ſie von allen ver— ianden wird.
Anm. a. Das Kind ſpricht nicht für ſich, ſondern für die Schule. Wird die Antwort von den übrigen Kindern nicht derſtanden, ſo wird jedesmal der Faden einer fort— lanfenden Entwickelung zerriſſen, die Aufmertſamkeit der
nder gelähmt, Mißwerſtändniſſe hervorgeruſfen, durch u. olen der unverſtandenen Worte viel Zeit vergeu⸗
et.
Anm. b. Manche Lehrer haben die üble Gewohnheit, die Antworten wie ein Echo zu wiederholen. Lehrer, ſcone deine Lunge! Nur in der Chriſtenlehre könnte ausnahmsweiſe einmal eine Antwort um der Zuhörer willen wiederholt werden.
Anm. c. Der Lehrer muß darauf achten, was und wie die Kinder antworten, um danach die folgende Frage einzurichten.
Anm. d. Die Antworten zeigen uns, ob das Gefragte richtig verſtanden worden iſt, wie die Kinder auffaſſen und begreifen. Sie ſind einer Tür gleich, durch die wir einen Einblick tun in das Seelenleben des Kindes.
- Schulb. 48, 275
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 1, 25. 14, 331
margin
- Schulb. 26, 28
margin
- Schulb. 26, 28. 32
margin
- Schulb. 26, 28. 32. 13, 27
margin
- Schulb. 11, 361
margin
- Schulb. 11, 361. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29. 47, 214
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 30
margin
Die Schule (1913), its own page 237 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0282_PA237
10.
Wie der Lehrer bei den verſchiedenen Antworten zu handeln hat
Die Schule (1913)
10. Wie der Lehrer bei den verſchiedenen Antworten zu handeln hat. Iſt die Antwort
a. richtig, ſo unterlaſſe der Lehrer die laute Zen⸗
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29. 32
margin
Die Schule (1913), its own page 237 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0282_PA237
—
Die Schule (1913)
ſur: Gut! Richtig! Beiſpiel: Was tat Kain? Er ſchlug
Abel tot. Gut! — Nur ausnahmsweiſe zur Ermuti⸗
heh eines ſchwachbegabten Schülers mag es einmal ge ⸗· ehen.
Anm. a. Manchmal gibt ein Schüler eine Antwort,
die dem Lehrer ein halbes Dutzend der beabſichtigten
Fragen erſpart.
Anm. b. Gutes Antworten ſoll man nicht über⸗
ſchätzen. Oft ſind ſchlagfertige Kinder Dornenbüſche,
von denen man keine Trauben leſen kann;
b. logiſcherichtig, aber nicht die erwar⸗
tete Antwort, dann kann man die Antwort nicht
zurückweiſen. Der Fehler liegt in dieſem Falle an dem
Katecheten. Er muß durch eine weitere Frage die ge⸗
wünſchte Antwort herauslocken:
c. nicht genau, die Faſſung nicht korrekt, iſt ſie
zweidentig, dann ſuche ſie der Lehrer auf eine geſchickte
Art durch eine neue Frage zu verbeſſern.
Anm. Durch ſchieſe Antworten darf man ſich nicht
zu weit abführen laſſen:
d. falſch, dann wiederhole der Lehrer die Frage
nochmals oder ſtelle ſie vielleicht etwas leichter oder lege
ſie einem andern Kinde zur Beantwortung vor.
Anm. a. Bei falſchen Antworten hüte ſich der Lehrer
1. vor unzeitigem Eifer, vor Scheltworten. Bit⸗
terkeit ſtößt das Kind ab. Selig ſind die Sanft
mütigen;
2. die Antwort ins Lächerliche zu ziehen. Bei
törichten Antworten ſuche man dem Kinde das Aus-
lachen zu erſparen.
Anm. b. Iſt die Antwort falſch oder ungenügend we⸗
gen offenbarer Unaufmerkſamkeit, dann frage ſich der
Lehrer: Was habe ich getan oder verſäumt, daß das Kind
unaufmerkſam iſt?
e. leiſe geſprochen, dann ſoll der Lehrer nicht
ſelbſt die Antwort wiederholen:
f. nicht aus dem Gefragten herauszu⸗
bekommen, erfolgt gar keine Antwort, dann ſoll der
Lehrer
1. nicht die Antwort halb vorſagen oder das
Wort anfangen, z. B. Chriſtus iſt ein Pro.? Kind:
Prophet:
2. nicht die Antwort durch Gebärden andeuten,
3. B.: Was ſieht Gott an? Die Hand auf das Herz
legen;
3. nicht peinlich lange auf eine Antwort warten:
4. vielmehr dem Gefragten durch eine neue Frage
zu Hilfe kommen oder ihm die Antwort vorſagen
oder die Frage jemand anders vorlegen.
Anm. a. Vielleicht war die Frage ungeſchickt, das
Kind blöde u. ſ. w. Manches Kind hat eine gewiſſe Scheu
vor dem Lehrer. Darum ſoll er freundlich mit den Kin⸗
dern reden. 14, 71.
Anm. b. Schweigſame Kinder kann man zum Reden
- Schulb. 26, 27
margin
- Schulb. 26, 30
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 47, 214
margin
- Schulb. 13, 28
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 26, 31
margin
- Schulb. 26, 31. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 31. 1, 25. 26
margin
- Past. 270
margin
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29. 32
margin
- Schulb. 26, 29. 32. 38, 316
margin
- Schulb. 26, 29. 32. 38, 316. 40, 64
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 31
margin
- Schulb. 26, 31. 32
margin
- Schulb. 26, 32
margin
- Schulb. 26, 32. 19, 75
margin
- Schulb. 26, 32. 19, 75. 14, 107
margin
- Schulb. 44, 232
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 14, 107
margin
- Schulb. 26, 29
margin
Die Schule (1913), its own page 238 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0283_PA238
—
Die Schule (1913)
bringen, indem man richtige Antworten der Mitſchüler von ihnen wiederholen läßt.
Anm. c. Der Lehrer muß ſorgfältig die Wirkung ſeiner Frage auf den Schüler beobachten, welche Schwierigkeit ſie ihm darbietet u. ſ. w.
Die Schule (1913), its own page 239 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0284_PA239
11.
—
Die Schule (1913)
11. Das Halten der Katecheſe.
a. Die Katechismusſtunde kann mit Geſang und Ge bet eröffnet werden.
b. Die Kinder müſſen
1. ſtill und aufmerkſam ſein,
2. von vornherein den Gegenſtand oder das Ka-
techismusſtück kennen, das abgehandelt werden ſoll.
c. Die Fragen ſollen laut und verſtändlich ausgeſprochen werden. — Der Lehrer ſollte die Fragen nicht ableſen, ſondern ſeine Katecheſe frei halten. 44, 204.
d. Das Fragewort oder das Wort, worauf es in der Frage ankommt, muß ſcharf betont werden.
e. Jede Frage muß an die ganze Klaſſe gerichtet werden.
Ammn. Darum folgt er ſt die Frage, dann der Name des Kindes, weil ſonſt die Gedanken der übrigen Kinder ſppazieren gehen.
j. Die Kinder ſollten nicht der Reihe nach gefragt verden, in welcher ſie ſiten. Dadurch verlieren Kinder die Aufmerkſamkeit leicht. Auch iſt es unpädagogiſch, an alle Kinder die gleichen Anforderungen zu ſtel— len, da bei dieſer Weiſe des Fragens ſchwere Fragen gerade Schwachbegabte treffen können.
g. Kein Kind darf leer ausgehen. Jedem Kind ſoll Gelegenheit zum Antworten gegeben werden. Der Lehter muß jedem Kinde bieten, was er ihm ſchuldig iſt. Schwachbegabten geſchieht unrecht, wenn ſie als das ünite Rad am Wagen angeſehen werden. Auch die Schüler des erſten Schuljahres dürfen nicht gänzlich unberückſichtigt bleiben. 44, 274—275.
Anm. Einige wenige Kinder, die gut antworten können, immer wieder zu fragen, während die andern unbeteiligt daſitzen, iſt ein Unrecht gegen die Letzteren. — Ver iſt heute nicht gefragt worden? ſollte eigentlich die letzte Frage ſein.
h. Manche Antworten können im Chor aufgeſagt wer— en.
i. Die Fragen dürfen ſich nicht überſtürzen.
Dem Schüler muß Zeit zum Nachdenken gegeben werden.
k. Die Kinder in der Schule ſollten mit dem Taufnamen angeredet werden. — Nie ſollte man den Na— men in die Mitte der Frage einfügen, z. B.: Was heißt, Anna, beten im Namen Jeſu?
I. Wer antworten will und kann, ſoll aufzeigen.
m. Flüſtern und Vorſagen dürfen nicht erlaubt ſein.
n. Der Lehrer achte während der Katecheſe auf
1. den Ton, der in jeder Katechismusſtunde, wo
man mit göttlichen Dingen umgeht, herrſchen ſoll,
2. ſeine Stimme, die nicht ernſt und barſch, ſon⸗
Ramib. 24. Schulb. 14,
- Schulb. 11, 362
margin
- Schulb. 11, 358
margin
- Schulb. 2, 300
margin
- Schulb. 1, 24
margin
- Schulb. 44. 234
margin
- Schulb. 44. 234. 13, 27
margin
- Schulb. 44. 234. 13, 27. 26, 28
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 28
margin
- Schulb. 26, 24. 28. 14, 74
margin
- Schulb. 26, 24. 28. 14, 74. 44, 234
margin
- Schulb. 26, 24. 28. 14, 74. 44, 234. 13, 27
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 235
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 235. 13, 27
margin
- Schulb. 1, 26
margin
- Schulb. 1, 26. 26, 32
margin
- Schulb. 1, 26. 26, 32. 14, 73
margin
- Schulb. 1, 26. 26, 32. 14, 73. 74
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235. 26, 31
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235. 26, 31. 14, 73
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234. 235. 26, 31. 14, 73. 74
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 24. 44, 234
margin
- Schulb. 26, 24
margin
- Schulb. 26, 32
margin
- Schulb. 26, 30
margin
- Schulb. 14,
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—
Die Schule (1913)
dern familiär, freundlich, liebreich ſein ſoll,
3. ſeine Bewegungen. Er ſoll nicht pendelmäßig
umhergehen, aber auch nicht bombenfeſt auf einem
Platze ſtehen,
4. ſeine Sprache und Redensarten, auf ſeine
Kleider u. ſ. w. und prüfe ſich, ob darin etwas
liegt, was die Kinder ſtoßen oder zerſtreuen kann.
Anm. Wir dürfen den Wert der Katecheſe nicht nach den Worten abmeſſen, die wir dabei ſprechen.
- Schulb. 23, 123
margin
- L. W. 15, 36
margin
- L. W. 15, 36. 37
margin
- Past. 270
margin
- Past. 44
margin
- Past. 229
margin
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12.
Der Katechet
Die Schule (1913)
12. Der Katechet. Anforderungen an einen guten Katecheten. Ein Katechet muß
a. vor allem ein Chriſt ſein, ſonſt iſt er ein tönend Erz. Eine tote Kohle bringt keine toten Kohlen zum Glühen.
Anm. a. Der Katechet muß von den Katechismus-wahrheiten durchdrungen ſein und ſelbſt darin leben.
Anm. b. Der Katechet muß geiſtliche Gaben beſitzen: Liebe zu Jeſu, göttliche Weisheit, rechte Erkenntnis der göttlichen Wahrheit, dazu wahre Demut, kindliche Einfalt, Freundlichkeit, Geduld u. ſ. w.;
b. ein großes Maß von Liebe zu den Kindern beHator Dieſe Liebe muß er ſich in herzlichem Gebet erflehen:
c. ſeine Schäflein kennen, den Erkenntniszuſtand ſeiner Katechimenen erforſchen, damit er jedem ſeine Gebühr geben kann;
d. ſich die Liebe und Zuneigung ſeiner Katechumenen erobern und zu erhalten wiſſen;
e. ſeine Arbeit mit Luſt und Vergnügen tun. Die Luſt muß er von Gott erbitten. Mürriſche, finſtere, unfreundliche Menſchen taugen nicht dazu:
f. eine gute Mitteilungsgabe beſitzen, lehrhaftig ſein. Bloße Gelehrſamkeit tut es nicht;
g. mit dem Inhalt des Katechismus vertraut ſein, eine gründliche Kenntnis des Lehrſtoffs haben.
Anm. a. Den Ratechismustert und die Bibelſprüche im Katechismus muß er auswondig wiſſen, damit er die Kinder ohne Buch korrigieren kann.
Anm. b. Der Katechet mag den Katechismus in der Hand haben während der Katecheſe, ſoll aber nur im Notfall hineinſehen:
h. ein gewiſſes Maß natürlicher Gaben beſitzen, gutes Gedächtnis, die Gabe, ſich leicht und verſtändlich auszudrücken, Fertigkeit in der Sprache u. ſ. w.;
i. treu ſein;
k. fleißig beten, für ſich um nötige Weisheit und Ga⸗
Ramb. 15. 16.
ben, für ſeine Katechumenen um Erleuchtung ihres Verſtandes und Beſſerung ihres Willens;
Ramb. 30. 31.
l. auf ſeine Katechumenen, auch wenn er ſein Amt an ihnen ausgerichtet hat, weiter achten und ihnen mit gutem Wandel voranleuchten.
- Schulb. 12, 314
margin
- Schulb. 12, 314. 11, 354
margin
- Schulb. 12, 314. 11, 354. 1, 26
margin
- Trak. 33
margin
- Schulb. 23, 119
margin
- Schulb. 23, 119. 1, 21
margin
- Trak. 33
margin
- Schulb. 1, 21
margin
- Schulb. 1, 21. 33, 121
margin
- Schulb. 11, 357
margin
- L. W. 15, 39
margin
- Past. 273
margin
- Schulb. 11, 357
margin
- Schulb. 11, 357. 358
margin
- L. W. 15, 36
margin
- L. W. 15, 36. 38
margin
- L. W. 15, 36. 38. 39
margin
- Past. 270
margin
- Past. 272
margin
- Past. 273
margin
- Schulb. 11, 355
margin
- Schulb. 11, 355. 23, 121
margin
- Trak. 36
margin
- Schulb. 11, 354
margin
- Schulb. 11, 354. 1, 21
margin
- Schulb. 33, 120
margin
- Schulb. 33, 120
margin
- Schulb. 1, 21
margin
Die Schule (1913), its own page 240 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0080_PA240
13.
—
Die Schule (1913)
13. Hinderniſſe des Erfolgs einer Katecheſe ſind
a. auf ſeiten des Katecheten, wenn er die
Ramb. 99—101.
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—
Die Schule (1913)
Sache nicht verſteht, die er lehren ſoll, nicht bekehrt iſt, ein anſtößiges Leben führt in Worten und Werken, mit Unwillen unterrichtet, faul iſt oder das Katechiſieren nicht verſteht.
Anm. Solche Hinderniſſe ſoll der Katechet mit Gottes Hilfe überwinden durch wahre Buße, fleißiges Gebet und Studium der Schrift, durch Wachen über ſeine Worte und Wandel und fleißiges Achtgeben, wie andere katechiſieren;
b. auf ſeiten des Katechumenen: natürliches Unvermögen, etwas zu faſſen, ſchwache Begabung, Blödigkeit, böſer Wille und Temperament.
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14.
Die Vorbereitung auf die Katecheſe
Die Schule (1913)
14. Die Vorbereitung auf die Katecheſe. Der Katechet ſoll ſich auf jede Katecheſe wohl vorbereiten. Gerade die Katecheſe erfordert beſondere Vorbereitung. 19, 132. Dazu gehört
a. Meditation über das Lehrſtück, das behandelt werden ſoll. — Man muß ſich der einzelnen Begriffe und Vorſtellungen, der Hauptteile und einzelnen Glieder der Katechismusantwort recht bewußt werden. Schulbl. 2, 301. 302;
b. Aufſuchen von paſſenden Beweiſen, Gleichniſſen u. ſ. w.;
c. Dispoſition und
Anordnung des Stoffes;
d. das Aufſchreiben, wenigſtens der Hauptfragen. Am beſten wird es immer ſein, die ganze Katecheſe ſchriftlich auszuarbeiten. Das bringt immer reichen Gewinn, auch wenn beim Halten der Katecheſe viele Fragen verändert werden. Schulbl. 44, 229. 230. Man gewinnt einen klaren überblick über das Ganze, kann nachträglich den Unterricht prüfen 28, 210. 211. Die Katecheſe wird auch in ſprachlicher Beziehung beſſer. 41, 141. Vorbild eines Lehrers 44, 198.
Anm. Das bloße ſchriftliche Ausarbeiten der Katecheſe iſt noch keine rechte Vorbereitung, wenn dem Schreiben nicht die Meditation vorausgegangen iſt. War die Meditation ſehr gründlich, dann mag manchmal das wörtliche Aufſchreiben nicht mehr ſo nötig ſein;
e. das Einprägen der Ordnung und des Gedankengangs. Die Vorbereitung iſt nicht da— mit getan, daß man die Fragen auf Papier bringt, wir müſſen ſie uns zu eigen machen, daß wir frei darüber derfügen können.
Anm. a. Nie unterrichte der Lehrer ohne ſorgfältige Vorbereitung.
Anm. b. Unglückliche Schüler, die ſolchen in die Hände fallen, die ſich nicht vorbereiten!
Anm. c. Die Vorbereitung ſoll nicht bis auf die letzte Ninute verſchoben werden.
Anm. d. Um rechte Übung zu bekommen, ſollte der Katechet
1. viele Fragen entwerfen und überlegen, was
- Schulbl. 2, 301
- Schulbl. 2, 301. 302
- Schulbl. 44, 229
- Schulbl. 44, 229. 230
- Schulb. 11, 355
margin
- Schulb. 11, 355. 1, 7
margin
- L. W. 15, 36
margin
- Schulb. 11, 356
margin
- Schulb. 11, 356. 23, 121
margin
- Trak. 36
margin
- L. W. 15, 38
margin
- Past. 272
margin
- Schulb. 23, 120
margin
- Schulb. 23, 120. 44, 204
margin
- Schulb. 23, 120. 44, 204. 205
margin
- Schulb. 23, 120. 44, 204. 205. 20, 23
margin
- Past. 271–273
margin
- Trak. 34
margin
- Schulb. 23, 121
margin
- Trak. 36
margin
- L. W. 15, 37
margin
- Past. 271
margin
- Schulb. 26, 25
margin
- Schulb. 26, 25. 11, 355
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- L. W. 15, 37
margin
- Past. 271
margin
- Schulb. 11, 356
margin
- L. W. 15, 37
margin
Die Schule (1913), its own page 241 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0285_PA241
—
Die Schule (1913)
für Antworten etwa gegeben werden könnten,
2. gehörte oder geleſene gute Katecheſen nachbil
en,
3. jede Gelegenheit, eine gute Katecheſe zu hͤten,
benutzen und darauf achten, wie andere es machen.
Einwand. Wenn die Katecheſe ſchriftlich vorbereiten
iſt, werde ſie hernach beim Halten ſteif und unbeholien.
— Das mag ſein, wenn die Vorbereitung ungenügend
iſt. Iſt die Vorbereitung rechter Art, ſo wird auch die
Katecheſe frei werden.
- Schulb. 11, 356
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- Schulb. 1, 22
margin
Die Schule (1913), its own page 242 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0286_PA242
—
Die Schule (1913)
Abhandlungen zur Erklärung des
Was ſagen die Worte? 35, 161—165. 193—211. 226—235. Praktiſche
Zingerzeige zu den Beweisſprüchen des Katechismus.
41,
Wo die einzelnen Stücke des Katechismus in den Sy⸗
104. 129—134. 161—165.
nodalberichten bereits abgehandelt worden ſind 15, 3—6.
33, 240—243. 266—275. 294—304. 341—347.
thers Schriften zu den Geboten.
34, 43—56. 83—88. Zum 2. Hauptſtück 34,
357—371.
The proof-texts of the Catechism. Theol. 2, 281 ff.
Katecheſen.
Einleitung. Frage 1—6. — 35, 289—291. 39, 97
bis 102. The introduction. 46, 65-68. The Bible
46. 129-133. Proof of the divine authority of the
bible. 46. 225—230. Die Hauptbeweiſe für die Gött⸗
lichkeit der Heiligen Schrift. 18. 161—173.
Frage 7—12. — 35, 358—360. Was ſind die Ge⸗
bote? 9, 33—35.
Gebote.
1. Gebot. — 36, 3—9. 69—75. 2, 230—235.
Engliſche Katecheſe 47, 129—135. 225—230.
2. Gebot. — 36, 208—211. Schwören 36, 353—358.
Zaubern 39, 353—357. 11, 257—271. 308—318.
Lügen und Trügen 40, 70— 72.
Cursing, swearing, 48, 98. Using witcheraft, 48,
193. Lying and deceiving God's name 48, 289. 3. Gebot. — 34, 11—19. 40, 225 —-229.
4. Gebot.
5. Gebot. — 40, 165—171. 27, 161—172.
6. Gebot. — Verbot 43, 225 —230.
7. Gebot. — 36, 33—38. 44, 33—38. Verbot 44,
65—69. Gebot 44, 97 — 102. 27, 65—72.
8. Gebot. — 27, 65—72.
9. Gebot. — 10. Gebot.
Schluß der Gebote. 29, 65—72. 4, 200—204. Er⸗
füllung des Geſetzes 9, 35—41. 15, 81—88. Ge⸗
brauch des Geſetzes 9, 41—46. Sünde und ihre Urſache
9. 65—74. 17, 57—65. 7, 46—53. Erbſünde 9,
75—79. Der Verſtand verfinſtert 2, 76. 77. Wirk⸗
liche Sünde 9, 97—102. Wie eine Sünde aus der an⸗
dern folgt 35, 175.
I. Artikel. 10. 183—186. 204—210.
Geſetz und Evangelium. 29, 206—210.
Gottes Weſen und Eigenſchaften.
Dreieinigkeit. 27, 257—264.
Glaube. 15, 145—158. 9, 108—110. 32. 11—13. Schöpfung. 10, 184. 185.
Engel 44, 225—228.
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—
Die Schule (1913)
Welches ſind die vor⸗
nehmſten unter den un⸗
ſichtbaren Kreaturen? 44,
156.
Worterklärung des 2. Ar⸗
tikels 5, 115—123.
Höllenfahrt 19, 97101.
„ihm dienen“ 40, 224.
„Mit ſeinen Gaben er⸗
leuchtet“ 36, 39—43. 97
—101. 38, 221.
Kennzeichen der
Kirche
24, 80—83.
Vater Unſer 36, 92. Iſt
ſchon frühzeitig für den
Unterricht verwertet wor⸗
den 37, 160. Kniebeugen
9, 19.
Ebenbild Gottes.
Der Menſch die vornehmſte Krea⸗
1, 171—178. 35, 1—13. 15, 177.
tur. 18, 7—14.
178.
Erhaltung und Regierung. 45, 193—198. 321—3R.
10, 205—207.
2. Artikel. 10, 272—278. 306—313. 325—328. Namen Chriſti 35, 129. 130. 13, 165.
Gottheit Chriſti 47, 3—10. 24, 321—333. 13, 17⁰
bis 172.
Perſönliche Vereinigung 42, 266—274.
Prophet 35, 131—134.
König.
Hoheprieſter.
Erniedrigung.
Erlöſung 10, 310—312. 3. 201—208.
Erhöhung. Höllenfahrt.
Auferſtehung. Betrachtung des Oſterliedes: Chriſt iſt
erſtanden 36, 65—69.
Himmelfahrt. 12, 301. 332—337.
Wiederkunft. 46, 326—330.
44, 193—196. Schluß: Auf daß ich ſein eigen ſei.
1, 325—328.
10, 325—328.
3. Artikel. 10, 329—338. 367—-876.
Geiſt. 33, 289 —- 294.
Berufung, Erleuchtung. 38, 161.—167.
Zur kate·
chetiſchen Behandlung der Frage 178— 183.
41, 321
bis 327. 3, 136—144.
Heiligung. 26, 263—268.
Erhaltung.
Kirche.
Vergebung“ 11, 327—335.
Auferſtehung. 37. 65—72.
Ewiges Leben. 37, 70—72.
13, 289—312. Gnadenwahl. 4, 13—19. 37—40.
327—333.
Der gnädige Wille Gottes 30, 225.
3. Hauptſtück. Gebet. 20, 49—53. Anrede 40, 353
bis 357. 16, 161—171. 3. Bitte. 45, 161—166. Die 3 letzten Bitten 36, 118.
4. Hauptſtück. Was nennen wir ein Sakrament? 47,
Kraft der Taufe 38, 168—170. Bedeutung
der Taufe 34, 257— 263. 47, 257—264.
5. Hauptſtück. 42, 193—198.
6. Hauptſtück. Catechetical discourse on the Lord's
Supper 39 163—167. 1, 45—50. Warum dürfen wir
die Worte: Das iſt mein Leib, nicht bildlich verſtehen?
47, 289—294. Kelchentziehung 24, 2—12. Verwand⸗
lung 24, 218—223. Meßopfer 24, 97—112. Anhang. über die ſymboliſchen Bücher 12, 97 bis
133. Weihnachtskatecheſen: 47, 353—357. 35, 321 bis
327. 36, 321—326. 43, 321—327. 45, 353—357.
44, 353—358. 46, 354—-358. Anſprache bei der Weih⸗
nachtsfeier 25, 6.
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—
4. iſt auch bei den Sekten wieder zu Ehren ge—
kommen.
Anm. b. UÜber Wichtigkeit und Wert des katechetiſchen nterrichts ſollte die Gemeinde belehrt werden.
Anm. c. Viele halten die frageweiſe Unterrichtsmeode für verkehrt, da die Aufgabe des Unterweiſens in eitteilung neuer Gedanken beſteht (ſ. Seite 490, Einand a.), die meiſten aber verteidigen ſie.
Anm. d. Das Examen iſt von der Katecheſe ver— hieden. Im Examen will man prüfen, was das Kind eiß, in der Katecheſe will man das Kind unterrichten.
Anm. e. Das Wort „katechizein“ heißt im wein Sinn überhaupt: Unterweiſen in der göttlichen zahrheit oder in der Katechismusmilch, im engeren zinn: unterweiſen durch Frage und Antwort.
Anm. f. Katechumenen waren in den erſten ahrhunderten ſolche Erwachſene, die auf die Taufe vor— ereitet wurden. Sie durften beim Abendmahl keine zuſchauer ſein. Luth. 5, 54.
Anm. g. Geſchichtliches zur katechetiſchen Un— erweiſung ſ. Seite 487, § 3. Vor Luther geſchah we— ig für Katecheſe. Einleitung zur Konkordig 91.
Anm. h. Katechetiſche Literatur L. W. 4, 05. Katechetik von Lorenz Kraußold L. W. 4, 206. lambach, wohlunterrichteter Katechet L. W. 4, 207. 53, 37. Katechetiſche Schriften Luthers Ma. 24, 51.
- Luth. 5, 54
- L. W. 4, 05 Preface to the 1858 Volume.
- L. W. 4, 206 Lutheran-theological Pastors' Library.
- L. W. 4, 206. l Preface to the 1858 Volume.
- L. W. 4, 207 Lutheran-theological Pastors' Library.
- L. W. 4, 207. 53, 37
- Ma. 24, 51
- Luth. 28, 93
margin
- Luth. 28, 93. 31, 22
margin
- Luth. 6, 41
margin
- Schulb. 26, 21
margin
- W. 95, 53
margin
- W. 95, 53. 54
margin
- O. 79, 22
margin
- Wis. 83, 26
margin
- Schulb. 11, 354
margin
- Konk. 00
margin
vol b, printed page
665 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0746
3.
—
3. Die Katecheſe ſoll ſein
a. erbaulich. Jede Katechismusſtunde ſoll eine erbauungsſtunde ſein;
b. lebendig, praktiſch, intereſſant. Der Katechet oll die Aufmerkſamkeit der Kinder zu feſſeln ſuchen;
c. klar und deutlich. Wie klar hat Chriſtus ie göttlichen Geheimniſſe gelehrt!
d. wohlgeordnet;
e. der Erkenntnis der Kinder entſprehend;
f. anſchließend an Luthers kleinen katechismus.
Anm. a. Die beſte Weiſe zu katechiſieren iſt, den kleinen Katechismus Luthers und den in der Schule gebrauchten (Schwan oder Dietrich) mit einander zu verbinden.
Anm. b. Alle Fragen müſſen an den Katechismustext anknüpfen, darauf zurückführen oder ir— gendwie im Zuſammenhang damit ſtehen. Alles Ab⸗— ſchweifen iſt zu meiden.
Anm. c. Wie die Katecheſe den Katechismustext treiben, zum Verſtändnis der Kinder bringen und dabei Herz und Wille des Kindes bewegen ſoll, ſ. Katechismus, §11:
g. ein abgerundetes Ganze:
h. kurz. Dauer etwa vierzig Minuten. Schulb. 33,
120. Höre auf zur rechten Zeit! Durch zu viel wer
—— —————— ——————— . —ßt. — ——i/ißi7ß———
die Kinder ſchlaff:
i. gründlich. Es müſſen ſo viele Fragen gei werden, bis die Kinder die Sache begriffen haben. zu ſehen, ob das geſchehen iſt, kann man
1. das Gegenteil der Sache mit einer oder 5
Fragen vorlegen, ö
2. Einwürfe bringen u. ſ. w.
Anm. a. Man ſoll die Kinder aber auch nicht ſo la mit Kreuz- und Querfragen auspumpen, bis nichts m herauszupuͤmpen iſt. Habichte nehmen den Vögeln ke uud. aus den Neſtern, wenn die Eier noch nicht gelen ind.
39.
Anm. b. Zwar muß der Katechet hier und da En klärungen und Ermahnungen einſtreuen, aber dieſe müſen kurz ſein. Nicht viel predigen zwiſchen den einze nen Fragen.
23,
Anm. c. Etwas anders als in der Schule, wird ſit
die Katecheſe in der Chriſtenlehre geſtalten, da man hin auch auf die Zuhörer Rückſicht nehmen muß.
123.
Anm. d. In der Schule mag die Katecheſe hier und da die Geſtalt eines Examens annehmen, in der Cörſtenlehre nie.
Anm. e. Die Katecheſe muß haben
33,
1. eine Einleitung, die aber kurz ſem
ſoll. In wenig Worten kann man auf die Wic⸗—
tigkeit der Sache, den Zuſammenhang mit der le
ten Katecheſe hinweiſen oder nötige Vorkenniniſ⸗
vermitteln u. ſ. w.;
2. einen Schluß, der eine kurze Wieder⸗
holung, eine Aufforderung, Ermahnung, Warmmz.
Troſt, Ermunterung, Gebetswunſch u. ſ. w. enthält
Der Schluß ſoll aber keine Predigt ſein.
J. Die Frage. Die Frage iſt nicht zu definieren a ein unvollſtändiger Satz, den der Gefragte ergänzen ſel (demnach könnte man fragen: Am Anfang ſchuf?), auch nicht als ein unvollſtändiges Urteil (denn ſie erhält gar
kein Urteil), ſondern als ein Satz, darin etwas unde. ſtimmt gelaſſen iſt, mit der Aufforderung, dies zu be—
ſtimmen.
Anm. Jede Frage enthält eine unbeſtimmte Ausſag
und den Fragepunkt. Beiſpiel: Wer hat die Welt er—
ſchaffen? Die unbeſtimmte Ausſage oder das Gegeben der Frage: die Welt iſt erſchaffen. Der Fragepunkt ſ die Forderung, den Schöpfer zu nennen.
5. Die Arten der Frage. Die Fragen können ſein
dem Weſen nach:
a. Entſcheidungsfragen, Wahlfragen. Ja und Neinfragen: Iſt Chriſtus auferſtanden? Glanud't du an Jeſum? ö
Anm. a. Dieſe Fragen können einfach oder zuſam mengeſetzt ſein. Beiſpiele für letztere: Die Taufe de hannis, war ſie vom Himmel oder von Menſchen? dit
1. der da kommen ſoll, oder ſollen wir eines andern
arten? ä
Anrimn. b. Entſcheidungsfragen ſollte man nur ſelten
Unterricht anwenden, um gedankenloſes Ja⸗ und
einſagen zu verhüten. (War das nicht Sünde, daß
en
das ſeinen Herrn verriet? Ja. Er tat das aus
eig., nicht wahr? Ja.)
Anm. c. Zur rechten Zeit angewendet, ſind ſie jedoch
on großem Wert. Beiſpiele: Iſt alles Schwören
e'rboten? Glaubeſt du an Jeſum? Ja, ich glaube an
eſum.
b. Beſtimmungsfragen, „W.“ Fragen, weil
e Fragewörter mit Wbeginnen. In der Frage: Wer
at die Welt geſchaffen? iſt das „Wer“ ganz unbeſtimmt.
er Gefragte ſoll das Subjekt näher angeben.
Anm. Dieſe Fragen können ſein
1. Subjektsfragen. Wer? Was? Welcher?
2. Prädikatsfragen. Was tat Johannes?
3. Objektsfragen. Wem ſollen wir gehorchen?
4. Attributfragen. Weſſen Hand ſchützte ihn? Wie vielfach iſt Chriſti Amt?
5. Adverbialfragen. Wo? Woher? Wohin? (Ort.) Wann? Seit wann? Wie lange? (Zeit.) Wie? Wie oft? (Art und Weiſe.) Warum? Weshalb? Wozu? (Grund);
dem Zweck nach:
a. Erkundigungsfragen, da man ſich
elbſt über eine Sache zu informieren ſucht. Dieſe
Fragen kommen im Unterricht nicht in Betracht.
b. Lehrfragen, da man andere Perſonen un⸗
errichten will. Dieſe zerfallen in
1. Zergliederungsfragen. Eine Antwort im Katechismus, ein Bibelſpruch, eine bibli— ſche Geſchichte wird in die einzelnen Teile zerlegt, damit ſie die Schüler beſſer von einander unter— ſcheiden.
Anm. a. Beim Zergliedern einer fertig vorlie— genden Definition wird der Begriff in ſeine einzel— nen Momente zerlegt. Analytiſche Methode. Schwerer iſt es, den Begriff aus Sprüchen und Beiſpielen zu entwickeln. Synthetiſche Methode.
Anm. b. Doch wird durch Abfragen des vorlie— genden, zergliederten Textes allein noch kein rech— tes Verſtändnis erzielt. Das Reſultat wird meiſt nur ein Nachplappern ſein;
2. Entwickelungsfragen. Der Geſragte wird zu neuer Erkenntnis geführt. Aus be— kannten Wahrheiten wird durch Schlußfolgerungen eine noch unbekannte gefunden.
Anm. Hierher gehören Beſeitigungsfragen, welche falſche Vorſtellungen, irrige Meinungen ab— ſchneiden, Einwurfsfragen, welche Einwände wider— legen ſollen. Beiſpiel: Wir werden durch den
*
Glauben gerecht. Sind alſo nicht die guten Bem
E*
120 Erkannte ſoll in ſeinem Gedächtnis beieing
Prüfungsfragen. Das vom Geirg
werden. Wiederholungsfragen (gewöhnlich
Schluß), Examenfragen (der Examinator will nih
unterrichten, ſondern das Wiſſen der Schüler n
forſchen), Bekenntnisfragen. Wer ſagt denn 6.
daß ich ſei?
Anm. Die rhetoriſche Frage wird hier mit Recht un berückſichtigt gelaſſen, weil ſie eigentlich keine Itaze ſondern eine in Frageform aufgeſtellte Behauptung Iſt nicht das Leben mehr denn die Speiſe?
- Schulb. 1, 26
margin
- Past. 269
margin
- Schulb. 11. 361
margin
- Schulb. 2, 299
margin
- Schulb. 2, 299. 300
margin
- Quart. 7, 40
margin
- Schulb. 11, 360
margin
- Schulb. 11, 360
margin
- Schulb. 11, 359
margin
- Schulb. 11, 359. 42, 378
margin
- Schulb. 10, 210
margin
- Schulb. 2. 305
margin
- Schulb. 2. 305. 44, 230
margin
- Schulb. 11, 361
margin
- Schulb. 1, 27
margin
- Schulb. 1, 27. 11, 361
margin
- Schulb. 12, 314
margin
- Schulb. 23, 129
margin
- O. 65, 47
margin
- Schulb. 123
margin
- Trak. 39
margin
- Schulb. 23, 122
margin
- Trak. 38
margin
- Schulb. 120
margin
- Schulb. 44, 233
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27. 1, 23
margin
- Schulb. 44, 233. 13, 27. 1, 23. 26, 28
margin
- Dietrich) mit einander z
- Schulb. 33,
- Mezg. Vorwort 3. Katechi
vol b, printed page
665–668 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0746
6.
Die Eigenſchaften der Frage
6. Die Eigenſchaften der Frage. Wollen wir richtig Antworten bekommen und die Schüler wahrhaft in de
Erkenntnis fördern, ſo muß die Frage grammatiſch. le giſch und katechetiſch richtig ſein.
Grammatiſche Eigenſchaften.
Die Frage muß grammatiſch und ſprachlich kore
ſein.
a. Die Frage muß ein vollſtändige
Satz ſein. Uneigentliche Fragen ſollen nie vorte men, z. B. Chriſtus hatte zwölf? Antwort: Jünge Judas hat ſeinen Herrn? Antwort: verraten.
Anm. a. Selbſt dann iſt die Frage fehlerhaft, wen ſie nicht das vollſtändige Prädikat enthält, ſondern 3 deſſen nur das Hilfszeitwort ohne Verbum. ½ Was muß jeder, der ein Chriſt werden ſoll? Er mi getauft werden.
Anm. b. Doch ſind abgekürzte Fragen, wer ſie in einer Reihe von Fragen und Antworten vorken men, ſo daß ſie leicht aus dem Zuſammenhang ergan werden können, nicht zu verwerfen. Beiſpiele: Ver
Wann? Wozu?
b. Die Wortfolge muß richtig ſein? dFragewort muß am Anfang ſtehen. Falſche Beiſpien Die Sünde, welche Judas begangen, wie nennt man die Jeruſalem iſt zerſtört worden durch wen?
Anm. a. In zuſammengeſetzten Frageſätzen, da de Nebenſatz vorausgeht und der Hauptſatz folgt, mag 0 Fragewoͤrt die erſte Stelle im zweiten Glied einnehn
Beiſpiel: Wenn ein Schüler trotzig iſt, was hat er de verdient? Veſſer aber: Was verdient der Schüler, w er trotzig iſt?
Anm. b. Anders verhält es ſich, wenn die Frage zu Hauptſätze enthält, die' einander koordiniert ſind. 55 ſpiel: Völliger Friede iſt auf Erden nicht zu finden, dern wo iſt er? Hier ſchließt man am beſten den 40L Satz ab. Völliger Friede iſt auf Erden nicht zu finde
Wo iſt er allein zu finden?
Anm. e. Ebenſowenig ſoll das Fragewort in à Mitte ſtehen.
Anm. d. Steht das Fragewort am Anfang, ſo l
fährt das Kind gleich beim erſten Wort, ob nach eer
rſon oder Sache oder Grund oder Zweck gefragt wird.
Anm. e. Unrichtig iſt auch die Auslaſſung des
agewortes: Was ich gern erreichen will, nenne ich? —
ir in Entſcheidungsfragen iſt die Auslaſſung des
agewortes zuläſſig. Beiſpiel: Dieſen Brief gab
der König? Hier genügt die Betonung.
Logiſche Eigenſchaften.
a. Die Frage muß deutlich ſein.
1. Sie darf keinen Widerſpruch enthalten,
z. B.: Wie kann man ſich vor Leiden, in die man
geraten iſt, hüten?
2. Widerſprechende Dinge, davon das eine mit
Ja, das andere mit Nein beantwortet werden muß,
dürfen nicht in eine Frage vereinigt werden. Bei⸗
ſpiel: Iſt Chriſtus geſtorben und im Grabe liegen
geblieben?
3. Poetiſche, bildliche, myſtiſche, fremdſprachliche
Ausdrücke ſind in der Frage vom Übel.
4. Die Frage darf nicht zweideutige Ausdrücke
enthalten.
5. Phraſen und Redensarten 63. B. einen Blick
werſen, Abſchied nehmen, Sorge tragen) dürfen
nicht getrennt werden. Veiſpiele: Was haſt du auf
die Arbeit geworfen? Einen Blick. Was nimmt
der Reiſende von den Seinigen?
b. Die Frage muß beſtimmtſein. Das Kind
iuß wiſſen, was der Lehrer will. Beſtimmt iſt eine
rage, wenn nur eine Antwort paßt. Unbeſtimmte
ragen: Was muß ein König haben? Was wißt ihr
on Jeſu?
Anm. a. Die Frage darf nicht zu weit ſein 6. B.
Zelcher Kaiſer regierte in Rom?/, aber auch nicht zu
nug. Vor unbeſtimmten Fragen ſoll ſich jeder Lehrer
üten.
Anm. b. Zu vermeiden ſind auch zweideutige
ragebildungen, in welchen das Fragewort als Subfjekt
nd auch als Objekt aufgefaßt werden kann. Beiſpiel:
Las erzeugt Liebe?
Anm. c. Unbeſtimmte Fragen auf künſtliche Weiſe
urch Gebärden und Geſten beſtimmt zu machen, iſt ver⸗
erflich. Beiſpiel: Worauf ſieht Gott? Die Hand aufs
derz legen. ö Anm. d. Richtig formulierte Fragen erſparen viel
zeit.
c. Die Frage muß angemeſſen ſein.
1. in der Verbindung mit den übrigen Fragen,
den Fortgang des Unterrichts fördernd, ſ. §S7;
2. dem Bildungsſtande und der Erkenntnis des
Katechumenen anbequemt.
Anm. a. Die Fragen ſollen ſein
1. nicht zu ſchwer, über das Begriffsver⸗
mögen der Kinder hinausgehend. Solche Fragen
richten ſich augenblicklich ſelbſt. Man ſoll keine
Antwort fordern, die die Kinder nicht aus dem d
Erfahrung, Gewiſſen oder Gedächtnis wiſſen ten
ten. Ramb. 19;
2. nicht zu leicht, ſo daß auch bei allgern
ner Unaufmerkſamkeit die rechte Antwort gezeh⸗
werden kann. Die Frage ſoll Nachdenken erwete Anm. b. Zu leicht iſt die Frage: Wen bat Salen
um Weisheit? Beſſer: Um was bat Salomo? — 3
vermeiden ſind in der Regel Wahlfragen, Ja⸗ und Nen
fragen, ſ. § 5.
Anm. c. Die Katechumenen kann man einteilen 3
drei Klaſſen: Anfänger, Mittlere, Gereiftere. Je rz
dem muß die Frage eingerichtet werden. Anfängern l
man leichte Fragen vor.
Anm. d. Hat man alle drei verſchiedenen Klaſſen u
gleich vor ſich, dann muß man jede Klaſſe berückſichten
und jedem Kind bieten, was man ihm ſchuldig iſt.
Didaktiſche Eigenſchaften.
Eine Frage kann ſprachlich und logiſch vollkonm
richtig ſein und iſt doch in der Katecheſe vom Übel. =
techetiſche Regeln ſind dieſe: Die. Frage muß ſein
1. kurz. Wegzulaſſen iſt alles, was die Fuu
unnötig verlängert, z. B. unnötig gehäufte Cizs
ſchaftswörter, Häufung gleichbedeutender Ben
eingeſchobene Parentheſen, ferner Zuſätze wie: 8
kann mir wohl ſagen? Wer weiß vielleicht? S Schull
44, 233. Abſchreckende Beiſpiele Meib. 67.
Anm. Doch darf über der Kürze die Deutlichn
nicht leiden;
2. einfach. Sie darf nur einen Fragerun!
haben und nur eine Antwort verlangen. Alle 23
pelfragen, z. B.: Wann und für wen hat Chrt
das Abendmahl eingeſetzt? ſind zu meiden.
Schüler die Löſung zweier Schwierigkeiten aufen
mal zu bieten, ſtreitet gegen die Didaktik.
Anm. a. Muſterfragen ſind die Fragen der Biben
B.: Wo biſt du? Was haſt du getan? Wen ſoll
ſenden? Weß iſt das Bild und die Überſchrift? Anm. b. Dieſe Regeln zielen alle darauf, daß
Zweck des Unterrichts möglichſt vollkommen erteitte
wird.
7. Die Frage in ihrem Zuſammenhang in der Lann
Jede Frage ſoll
ſich an eine vorausgegangene Antwort anſchlicher
und zugleich in ſtrenger Ordnung dem Ziele zufteuerr b. logiſch mit den andern zuſammenhängen,
c. in der gehörigen Ordnung und zu rechter Zeit kem
men. — Glaube, dann Werke, erſt hiſtoriſche Haurt
ſachen, dann Nebenumſtände, erſt Beweiſe, dann Eleid
niſſe u. ſ. w.,
Man ſoll nicht Wanles d. ein gewiſſes Ziel haben.
ins Blaue hineinfragen.
Anm. a. Jede überflüſſige Frage iſt zu ſtreichen Anm. b. Gut fragen iſt eine Kunſt, die man ker
ch Übung und ſchriftliche Vorbereitung Schulb. 26, 3. Der Inhalt der Frage. Was ſoll man fragen?
ſollen nur Dinge gefragt werden, die wirklich fraswert ſind, Dinge, die zum Grund des Glaubens geen, nicht Probleme, allerlei ſtrittige Punkte, veredene Meinungen der Exegeten über Bibelſprüche u. v.
Anm. Die Frage nach dem „was“ iſt die Hauptſache,
Frage nach dem „wie“ mehr untergeordnet.
). Die Antwort. Die Antwort ſoll
3. ſachlich und ſprachlich, nach Form und Inhalt richHbollſtändig und deutlich ſein;
d. in einem vollſtändigen Satz ausgedrückt werden. e einwortigen Antworten ſind beſonders in untern
27. ſſen vom Übel. Beiſpiel: Was hat Kain mit Abel an? Totgeſchlagen. ‚
Anm. Doch iſt es nicht nötig, die Frage des Lehrers t in die Antwort zu nehmen. Beiſpiel: Was tat Abjham, als er aus Meſopotamien nach Kanaan gekom-n war? Er baute dem Herrn einen Altar;
c. laut geſprochen werden, ſodaß ſie von allen vernden wird.
Anm. a. Manche Lehrer haben die üble Gewohnheit,
56. Antworten wie ein Echo zu wiederholen. Lehrer, one deine Lunge! Nur in der Chriſtenlehre könnte snahmsweiſe einmal eine Antwort um der Zuhörer Uen wiederholt werden.
Anm. b. Der Lehrer muß darauf achten, was und e die Kinder antworten, um danach die folgende Frage zurichten.
Anm. c. Die Antworten zeigen uns, ob das Gefragte htig verſtanden worden iſt, wie die Kinder auffaſſen d begreifen. Sie ſind einer Tür gleich, durch die wir ien Einblick tun in das Seelenleben des Kindes.
10. Wie der Lehrer bei den verſchiedenen Antworten
handeln hat. Iſt die Antwort
a. richtig, ſo unterlaſſe der Lehrer die laute Zen⸗
70. r: Gut! Richtig! Beiſpiel: Was tat Kain? Er ſchlug zel tot. Gut! — Nur ausnahmsweiſe zur Ermuting eines ſchwachbegabten Schülers mag es einmal geehen.
Anm. a. Manchmal gibt ein Schüler eine Antwort, e dem Lehrer ein halbes Dutzend der beabſichtigten dagen erſpart.
Anm. b. Gutes Antworten ſoll man nicht über⸗— ätzen. Oft ſind ſchlagfertige Kinder Dornenbüſche, in denen man keine Trauben leſen kann:
b. logiſch richtig, aber nicht die erwarte Antwort, dann kann man die Antwort nicht wrückweiſen. Der Fehler liegt in dieſem Falle an dem atecheten. Er muß durch eine weitere Frage die ge— ünſchte Antwort herauslocken:
c. nicht genau, die Faſſung nicht korrekt, iſt ſie
zweideutig, dann ſuche ſie der Lehrer auf eine geſche⸗
Art durch eine neue Frage zu verbeſſern.
71.
Anm. Durch ſchiefe Antworten darf man ſich nit—
zu weit abführen laſſen;
Schulb. d. falſch, dann wiederhole der Lehrer die ru
nochmals oder ſtelle ſie vielleicht etwas leichter oder 43
ſie einem andern Kinde zur Beantwortung vor.
Anm. a. Bei falſchen Antworten hüte ſich der 933
25.
1. vor unzeitigem Eifer, vor Scheltworten.
270.
terkeit ſtößt das Kind ab. Selig ſind die Sen—
mütigen;
2. die Antwort ins Lächerliche zu ziehen. h
törichten Antworten ſuche man dem Kinde das 3
lachen zu erſparen.
Anm. b. Iſt die Antwort falſch oder ungenügend ſ—
gen offenbarer Unaufmerkſamkeit, dann frage ſich
Lehrer: Was habe ich getan oder verſäumt, daß das in
unaufmerkſam iſt?
e. leiſe geſprochen, dann ſoll der Lehrer n
ſelbſt die Antwort wiederholen;
f. nicht aus dem Gefragten heraus
bekommen, erfolgt gar keine Antwort, dann ſohn
Lehrer
1. nicht die Antwort halb vorſagen oder n
Wort anfangen, z. B. Chriſtus iſt ein Pro.? Kin
Prophet:
2. nicht die Antwort durch Gebärden anden
z. B.: Was ſieht Gott an? Die Hand auf das den
legen;
3. nicht peinlich lange auf eine Antwort warten
Ramb.
1. vielmehr dem Gefragten durch eine neue Frer
zu Hilfe kommen oder ihm die Antwort vorigan
ö oder die Frage jemand anders vorlegen.
Anm. a. Vielleicht war die Frage ungeſchickt, d3
Kind blöde u. ſ. w.
Anm. b. Schweigſame Kinder kann man zum Reden
bringen, indem man richtige Antworten der Mitſchüler
von ihnen wiederholen läßt.
Anm. c. Der Lehrer muß ſorgfältig die Wirkung
—..—— ———.t.e .——
ſeiner Frage auf den Schüler beobachten, welche Schwe⸗
rigkeit ſie ihm darbietet u. ſ. w.
11. Das Halten der Katecheſe.
a. Die Katechismusſtunde kann mit Geſang und 632
bet eröffnet werden.
b. Die Kinder müſſen
1. ſtill und aufmerkſam ſein,
2. von vornherein den Gegenſtand oder das 0
techismusſtick kennen, das abgehandelt werden del c. Die Fragen ſollen laut und verſtändlich ausgeſpre
chen werden.
—
d. Das Fragewort oder das Wort, worauf es in der
Frage ankommt, muß ſcharf betont werden.
e. Jede Frage muß an die ganze Klaſſe gerichtet
werden.
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 1, 23
margin
- Schulb. 1, 22
margin
- Schulb. 1, 23
margin
- Schulb. 1, 23. 26, 28
margin
- Schulb. 33. 121
margin
- Schulb. 33. 121. 11
margin
- Schulb. 33. 121. 11. 231
margin
- Schulb. 33. 121. 11. 231. 232
margin
- Schulb. 33. 121. 11. 231. 232. 15, 26
margin
- Schulb. 33. 121. 11. 231. 232. 15, 26. 1
margin
- Schulb. 33. 121. 11. 231. 232. 15, 26. 1. 24
margin
- Schulb. 33. 121. 11. 231. 232. 15, 26. 1. 24. 26, 28
margin
- Schulb. 33. 121. 11. 231. 232. 15, 26. 1. 24. 26, 28. 26
margin
- Schulb. 2, 301
margin
- Schulb. 28. 23
margin
- Schulb. 28. 23. 44
margin
- Schulb. 28. 23. 44. 233
margin
- Schulb. 28. 23. 44. 233. 1
margin
- Schulb. 28. 23. 44. 233. 1. 25
margin
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121. 13, 26
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 233. 33, 121. 13, 26. 28
margin
- Schulb. 26, 25
margin
- Schulb. 232
margin
- Schulb. 232. 33, 121
margin
- Schulb. 232. 33, 121. 13, 26
margin
- Schulb. 232. 33, 121. 13, 26. 28
margin
- Schulb. 232. 33, 121. 13, 26. 28. 1, 24
margin
- Schulb. 44, 67
margin
- Schulb. 44, 67. 68
margin
- Schulb. 44, 67. 68. 1, 24
margin
- Schulb. 26, 26
margin
- Schulb. 26, 26. 44, 231
margin
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 23. 44, 230
margin
- Schulb. 44, 230
margin
- Schulb. 44, 230. 2, 305
margin
- Schulb. 44, 229
margin
- Schulb. 44, 229. 26
margin
- Schulb. 44, 229. 26. 22
margin
- Schulb. 26, 23
margin
- Schulb. 26, 3
- Schulb. 44, 228
margin
- Schulb. 44, 228. 229
margin
- Schulb. 44, 228. 229. 11, 361
margin
- Past. 269
margin
- Schulb. 13, 25
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 28
margin
- Schulb. 26, 28. 32
margin
- Schulb. 11, 361
margin
- Schulb. 11, 361. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 30
margin
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29. 32
margin
- Schulb. 26, 27
margin
- Schulb. 26, 30
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 13, 28
margin
- Schulb. 26
margin
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 26, 29. 32
margin
- Schulb. 1, 25
margin
- Schulb. 26, 31
margin
- Schulb. 26, 31. 32
margin
- Schulb. 26, 32
margin
- Schulb. 44, 232
margin
- Schulb. 33, 121
margin
- Schulb. 33, 121. 62
margin
- Schulb. 33, 121. 62. 63
margin
- Schulb. 26, 29
margin
- Schulb. 11, 362
margin
- Schulb. 11, 358
margin
- Schulb. 2, 300
margin
- Schulb. 1, 24
margin
- Schulb. 44. 234
margin
- Schulb. 44. 234. 13, 44
margin
- Schulb. 44. 234. 13, 44. 234
margin
vol b, printed page
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