20.
Gute Werke ſind notwendig
20. Gute Werke ſind notwendig. § 21. Glaube muß gute
§ 22. Werke ſind Zeugen des Glaubens. § 23. Wir ſol§ 24. Gute Werke ſind nicht nötig zur Seligkeit. S 25.
§ 26, dennoch gefallen ſie Gott. S 27. Durch Werke
§ 28—30. Einwände. § 31. Antitheſe. § 32. Der
Dieſer Lohn iſt Gnadenlohn. § 34. Dadurch will Gott
reizen. § 35.
Gute Werke.
1. Was iſt ein gutes Werk? Alles, was ein Kind Gottes im Glauben nach den zehn Geboten denkt, redet oder tut.
Anm. a. Unter guten Werken verſteht man im
1. engeren Sinn Werke der Wohltätigkeit.
Ap. 9, 36. 39. Tabea. 1 Tim. 5, 10. Mark. 14,
6—8
2. weiteren Sinn aber den ganzen neuen Ge⸗
horſam und Wandel eines Chriſten. Eph. 2, 10:
geſchaffen zu guten Werken. Tit. 2, 14: fleißig zu
guten Werken.
Anm. b. Gute Werke können geſchehen in Gedanken, Worten und Werken. Unter guten Werken verſteht die Schrift nicht bloß das Werk, ſondern auch die inneren Regungen und Bewegungen der Seele. Gal. 5, 22: Sanftmut u. ſ. w. Hön. Dog. 456. Wis. Syn. 1906, 15. 16.
Anm. c. Gut iſt ein Werk, wenn es Gott gefällt. Hebr. 13, 21: Der Herr mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun ſeinen Willen und ſchaffe in euch, was vor ihm gefällig iſt. Was Gott mißfällt, iſt Sünde.
Anm. d. Ein Wort mag die Welt in Staunen ſetzen. gefällt es Gott nicht, ſo iſt es nichts.
2. Gute Werke müſſen nach den zehn Geboten geſchehen. Was Gott gefällt, kann der Menſch nicht nach ſeiner Vernunft entſcheiden. Gott muß es uns ſagen. Das hat Gott getan im Geſetz. Das Geſetz iſt Norm und Richtſchnur für unſere Werke. Was mit dem Geſetz ſtimmt, iſt gut. Pſ. 119, 9: Wie wird ein Jüngling u. ſ. w.? Vers 105: Dein Wort iſt meines Fußes Leuchte. Il. 83, 67. 70. 83. — Gott kann nur Gutes befehlen.
Anm. a. Das Geſetz zeigt, was gute Werke ſind und
legt den Willen Gottes vollkommen dar. Darum iſt bei
Beurteilung eines Werkes die erſte Frage: Wie ſtimmt es
mit dem Geſetz?
Anm. b. Die Werke, die in der Schrift gut genannt werden, ſind nur Befolgungen der Gebote Gottes. Tabea Ap. 9, 36. Matth. 25, 35. 36: Hungrige ſpeiſen u. ſ. w. Gal. 5, 22.
Anm. c. Zu einem guten Werk gehört ein göttlicher Beruf.
Anm. d. übertretungen des Geſetzes ſind böſe Werke oder Sünde.
Anm. e. Darum treibt eine chriſtliche Gemeinde vor allem die Werke der zehn Gebote.
Anm. f. Chriſten ſollen den Willen Gottes recht zu erkennen ſuchen, ſich mit den Geboten beſchäftigen. Da ſiehe deinen Stand an nach den 10 Geboten. Pſ. 143, 10: Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen. Pſ. 86, 11: Weiſe mir, Herr, deinen Weg. Röm. 12, 2: Wir ſollen prüfen, welches da ſei der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gotteswille.
Anm. g. Als Gott den Menſchen ſchuf, ſtimmte des Menſchen Wille vollkommen mit Gottes Willen.
3. Norm für die guten Werke iſt nur Gottes Gebot. 1 Moſ. 12, 8: Ihr ſollt der keines tun, was wir heute allhier tun, ein jeglicher, was ihn recht dünkt. Norm für unſere Werke kann nicht ſein
a. das Zeremonialgeſetz oder das jüdiſche Polizeigeſetz, weil wir im Neuen Teſtament davon frei
b. ſpezielle Gebote, die Gott nur einzelnen Perſonen gegeben hat. 1 Moſ. 22, 2: Nimm Iſaak u. ſ. w. 1 Kön. 17, 3;
c. die Vernunft. 1 Kor. 2, 14: Der natürliche Menſch vernimmt nichts u. ſ. w. Die Vernunft kann
2 Kor. 3, 5: Nicht, daß nicht entſcheiden, was gut iſt.
wir tüchtig ſind von uns ſelber u. ſ. w.;
d. evangeliſche Ratſchläge;
e. Menſchengebote, Gebote der Kirche.
4. Selbſterwählte Werke. Selbſterwählte Werke ſind Werke, die die Menſchen außerhalb der 10 Gebote meinen tun zu müſſen, um Gott zu dienen. Kol. 2, 23: ſelbſterwählte Geiſtlichkeit. 4 Moſ. 15, 39: richten nach 2 Herzens Dünken. — Dahin gehören allerlei Werke
er
a. Heiden. Auf welche törichten Werke ſind die Heiden verfallen!
Phariſäer. Aufſätze der Älteſten ſ. Aufſätze 256. Luk. 11. 38: ſich vor dem Eſſen waſchen. Mark. 7, 8. Kol. 2, 20. 21;
27. 34.
c. Papiſten. Mönchsweſen. Faſten. 1 Tim. 4.8 3: meiden die Speiſen, die Gott geſchaffen hat. Von manchen Heiligen wird gerühmt, daß ſie viele Jahre nie Fleiſch gegeſſen, nur Waſſer getrunken, nie in einem Bette geſchlafen haben. Luth. 63, 343. Il. 1904. 33.
Anm. Gute Werke ſind bei den Papiſten auch die Werke, die nach den Geboten der Kirche getan werden. Die 5 Gebote der Kirche Wis. Syn. 1906, 28. 29, die 3„ . Ratſchläge Walth. Geſ. u. Ev. 2, 79. 80. R. Pi. Kat. 2, 220. 221:
d. Sekten. Die Kirchenordnung der Methodiſten Luth. 2, 25. Wis. Syn. 1906, 30. Feier des Sabbaths Ma. 38, 220. Wis. Syn. 1906, 39—41.
e. Temperänzler. Enthaltſamkeit von geiſtigen Getränken und Tabak.
Anm. a. Etliche andere Beiſpiele: Saul 1 Sam. 15, 21. 22: Gehorſam iſt beſſer, denn Opfer. — Die Stuliten, %%½% die ſich auf hohe Säulen ſetzten W. 73, 34. Ma. 38, 220. — Der Jeſuit Xaver W. 73, 33. 34.
Anm. b. Zu ſelbſterwählten Werken gehören auch
Werke, die an ſich gut ſind, aber unter Um⸗
ſtänden mit Verleugnung der reinen Lehre verbun⸗
den ſind. z. B. gemeinſchaftliches Gebet mit Falſch⸗
gläubigen, Unionismus:
2. alles ſelbſterwählte Kreuz.
Anm. c. Selbſterwählte Werke haben vor Menſchen einen großen Schein. Der Menſch, der ſie tut, glüht dabei vor Andacht, wird aber träge, wenn er ſich nach Gottes Willen richten ſoll. Mark. 7, 8: Ihr verlaſſet Got23 Gebot und haltet der Menſchen Geſetz. Matth. 23,
5. Selbſterwählter Gottesdienſt iſt Gott ein Greuel. Selbſterwählte Werke
a. ſind nicht von Gott und Gottes Wort gewirkt, ſondern kommen vielmehr aus geiſtlichem Hochmut. Süd. 88, 47. Welche Torheit, wenn ein Menſch mehr tun will, als Gott für gut befunden hat! Cal. 97, 64;
b. ſind keine guten Werke (5 Moſ. 12, 8. 32. 4 Moſe 15, 39), ſondern Sünde, Abgötterei gegen das 1. Gebot. Min. 83, 48. 49. Cal. 97, 64. Wer ohne göttlichen Beruf etwas tut, macht ſich los von Gott W. 91. 10. 12 und ſetzt ſeine Vernunft an Gottes Stelle. Wis. Syn. 1906, 27:
c. ſind ein vergeblicher Gottesdienſt. Matth. 15, 9: Vergeblich dienen ſie mir. Sie mißfallen Gott und ziehen ſeine Strafe nach ſich. Jer. 23, JI. 32: Siehe, ich will an die Propheten, die ihr eigen Wort führen u. ſ. w. O. 92, 31. — Beiſpiele: Uſa 2 Sam. 6, 6. 7. Saul 1 Sam. 13, 13. 14. Uſia 2 Chron. 20, 16—21. Ephraim Hoſ. 5, 11. Wis. 95, 36. 37.
Anm. Wer ſelbſterwählte Werke tut, wendet ſich von der Wahrheit Tit. 1, 13. 14 und hat den Artikel von der Rechtfertigung nicht erfaßt. Wis. 95, 37.
6. Einwände.
a. Matth. 15, 9 ſei nur von ſolchen die Rede, welche Menſchengebote lehrten mit Unterlaſſung der göttlichen Gebote. Vers 6.
b. Nur das ſeien ſelbſterwählte Werke, die gegen das Geſetz ſeien. — Auch jeder Zuſatz zum Geſetz iſt verboten. Keine Kreatur hat ein Recht, einen neuen Gottesdienſt zu ordnen.
c. Matth. 23, 2—4: Alles, was ſie euch ſagen, daß ihr halten ſollt, das haltet und tut. — Aber wenn man etwas anderes lehrt als das Geſetz, dann ſitzt man nicht mehr auf Moſes Stuhl.
d. Pſ. 119, 108. Laß dir wohlgefallen, Herr, das willige Opfer meines Mundes. Das willige oder freiwillige Opfer ſoll das ſelbſterwählte Opfer ſein. — Aber es folgt: Lehre mich deine Rechte. Ein williges Opfer iſt niemals ein ſelbſterwähltes.
e. Die Patriarchen haben geopfert ohne ausdrückliches Gebot und Gott ſahe ihr Opfer mit Wohlgefallen an. — Ohne Zweifel hat Gott den Menſchen Anweiſung zum Opfer gegeben. Hebr. 11, 4: durch den Glauben hat Abel geopfert. Der Glaube kommt aus der Predigt. Darum muß Abel für ſein Opfer ein Gotteswort gehabt haben.
f. Die gute Meinung mache die Werke gut. Papiſten. Was zu dem Zweck getan wird, daß Gott Ehre und Gehorſam gegeben werden, ſei ein Gottesdienſt. — Böſe Abſicht macht ein gutes Werk immer bös, aber die gute Abſicht macht ein ſelbſterwähltes Werk nicht gut, am allerwenigſten ein böſes Werk. Joh. 16, 2: wird meinen, er tue Gott einen Dienſt daran. Wie verkehrt iſt es, ſich auf ſeine gute Meinung zu verlaſſen!
g. Die Liebe iſt die Regel aller guten Werke. Was aus Liebe geſchieht, iſt gut. — Liebe, verbunden mit Übertretung des Geſetzes, iſt falſche Liebe.
h. Der Wiedergeborene wird vom Heiligen Geiſt getrieben. Röm. 8, 14. Der Geiſt aber handelt uneingeſchränkt, und der Gehorſam des Wiedergeborenen wird darum nicht eingeſchloſſen ſein in die engen Schranken des Geſetzes. — Aber der Geiſt regiert die Chriſten nicht ohne Mittel, ſondern durchs Wort. Jer. 31, 33: Ich will mein Geſetz in ihr Herz ſchreiben.
7. Einteilung der guten Werke. Die guten Werke kann man einteilen in
a. Werke in Bezug auf die 1. Tafel (gegen Gott) und die 2. Tafel (gegen Menſchen). Luk. 1, 75: Heiligkeit (1. Tafel) und Gerechtigkeit (2. Tafel). Doch ſieht Gott das, was man dem Nächſten tut, an als ihm ſelbſt getan. Matth. 25, 40.
Anm. a. Die Werke der 1. Tafel gehen denen der 2.
Tafel vor. Werke der Barmherzigkeit fallen mehr in die Augen, aber das vornehmſte Werk eines Chriſten iſt Gott fürchten, lieben und vertrauen. Jeſ. 66, 2. Joh. 14, 23.
Anm. b. Werke gegen unſern Nächſten kann man wieder einteilen in Bezug auf das Objekt: gegen Eltern, Obrigkeit, Nächſten u. ſ. w. oder in Bezug auf die Teile des Menſchen: ſolche, die dem Leib zu gute kommen (Werke der Wohltätigkeit Ma. 6, 13) und ſolche, die der Seele zu gute kommen, die Predigt des Evangelii W. 1904, 75. Für Seelen zu ſorgen iſt ein köſtliches Werk 1 Tim. 3, 1 (Luth. 64, 233), das wir auch darum vor allem treiben ſollen, weil hier die Welt nicht mithelfen kann und will. W. 1906, 7.
Anm. c. Ein Chriſt achtet die geiſtlichen Dinge höher als die perſönlichen, geſchäftlichen und häuslichen Angelegenheiten und zieht darum ſolche Werke, die ſich auf das Seelenheil des Nächſten beziehen, denen, die ſich auf ſein Geſchäft und Beruf beziehen, vor:
b. poſitive (Werke, die wir nach Gottes Gebot tun ſollen) und negative (aute Werke, da wir unterlaſſen, was Gott verboten hat). Gerade die letzteren, ſein eigenes Ich bekämpfen, die Sünde unterdrücken, ſind oft große Werke;
e. Werke in Gedanken, Worten und Taten. Auch die Meidung des Böſen kann in Worten und Gedanken geſchehen.
Anm. Aus dem allen geht hervor, daß auch der ärmſte Chriſt gute Werke tun kann. Die Sunamitin ſpeiſt einen Propheten. 2 Kön. 4, 8. Matth. 10, 42: Becher kalten Waſſers. Die Arbeit einer Magd. In der Tat hat es nie einen Chriſten gegeben, der kein gutes Werk aufzuweiſen hätte.
8. Gute Werke müſſen aus dem Glauben fließen. Der Glaube muß die Quelle aller guten Werke ſein. Der Glaube gibt allen Werken erſt ihren Wert und iſt das Weſen der guten Werke. Weil die Werke aus dem Glauben fließen, heißen ſie Früchte des Glaubens. Gal. 5, 6: der Glaube iſt durch die Liebe tätig, d. h. der Glaube tut die Werke. Can. 1907, 25. 26.
Anm. a. Ohne Glauben kann niemand ein gutes Werk tun. Röm. 14, 23: Was nicht aus dem Glauben gehet, das iſt Sünde. Ohne Glauben iſt es unmöglich, Gott gefallen. Darum ſollen wir uns nicht zufrieden geben mit dem äußerlichen Werk.
Anm. b. Werke ohne Glauben ſind ein Leib ohne Seele. Sie
1. genügen wohl dem Staate, der nur äußerlichen
Gehorſam, äußerliche Beſſerung fordert,
2. befriedigen aber Gott nicht. Sollte Gott nicht
danach fragen, wie unſere Seele zu ihm ſteht? Was
fragt Gott nach dem äußerlichen Werk? Matth. 15,
8: ihr Herz iſt ſerne von mir. Micha 6, 7. 8: Meineſt du, daß der Herr Gefallen habe u. ſ. w.
Anm. c. Die Moral der Welt iſt bloß eine äußerliche
und hat keinen Wert vor Gott. Matth. 5, 20: Es ſei
denn eure Gerechtigkeit beſſer u. ſ. w.
Anm. d. Viele wollen praktiſches Chriſtentum üben
ohne Glauben. — Zum äußerlichen Werk gehört auch al⸗
les Beten, Bibelleſen, Singen ohne Andacht. O. 92, 22.
Antitheſe. Papiſten. Auch Unwiedergeborene
können gute Werke tun. — Bei den Papiſten machen die
Werke den Glauben gut, anſtatt der Glaube die Werke.
Luth. 15, 18.
9. Gute Werke müſſen in der rechten Geſinnung ge ⸗
ſchehen, nämlich aus
1. Liebe. Die Liebe iſt der Inhalt aller Gebote. Röm. 13. 10: Die Liebe iſt des Geſetzes Erfüllung. Die Werke, die wir tun, haben nur dann Wert, wenn ſie aus Liebe fließen. Jo. 94, 15. Darum fänat Luther die Auslegung der Gebote an
mit den Morten: Wir ſollen Gott fürchten und lie; ben. N. W. 80, 25.
Anm. a. Iſt die Liebe nicht da, ſo ſind alle Wer⸗
ke, auch wenn ſie noch ſo ſehr glänzen, tote Werke.
1 Kor. 13, 3: Wenn ich alle meine Habe u. ſ. w.
Anm. b. Wäre es nicht armſelig, wenn Gott
nur ſolche Kreaturen zuwege gebracht hätte, die gezwungen und gedrungen äußerlich dem Geſetz nach⸗
kommen?
Anm. c. Dieſe Liebe findet ſich nur bei Wieder⸗
geborenen. Röm. 5, 5: Die Liebe Gottes iſt aus⸗
gegoſſen in unſer Herz. Wer mich liebet, der wird
mein Wort halten. Cal. 97, 72;
2. Dankbarkeit. Alle Werke, die wir tun,
ſollen fließen aus Dankbarkeit gegen Gott, der uns
erſchaffen, erlöſt, geheiligt hat. Durch die Gnade,
die er uns erwieſen hat, ſind wir Gottes Schuldner
geworden. Walth. Epi. 321. — Die drei Artikel
Dall. 333. 334.
Anm. a. Wo darum eine Lehre geführt wird, die dem
Menſchen noch allerlei Ehre zuſchreibt, wird der Eifer zu
auten Werken gedämpft, die Quelle der guten Werke ver⸗
ſtoyft. Papiſten, Synergiſten. Süd. 82, 41. 44.
Anm. b. Die Erneuerung geht auf Geiſt und Gemüt.
Eph. 4, 23. Wenn die Schrift Früchte des Geiſtes auf⸗
zählt, gebraucht ſie oft Worte mit der Endung heit, keit,
ig, lich und weiſt ſchon damit auf die Geſinnung hin.
Cal. 97, 68.
10. Darum tut der Chriſte die guten Werke freiwillig,
mit Luſt. Pſ. 110, 3: williglich opfern. 2 Kor. 9, 7:
nicht mit Unwillen oder aus Zwang. Röm. 15, 27: Sie
haben es williglich getan. 1 Tim. 6, 18: gerne geben.
Anm. a. Der Chriſt iſt frei vom Zwang des Ge⸗
ſetzes. 1 Tim. 1, 9: Dem Gerechten iſt kein Geſetz ge⸗
geben. Er tut die Werke nicht, weil das Geſetz ihn dazu
treibt, er tut ſie auch ohne Gebot, weil es ſeines Herzens
Luſt iſt.
Anm. b. Der Chriſt, ſofern er wiedergeboren iſt, hat
Luſt zum Guten und bedarf des Drängens und Trei⸗
bens nicht. Röm. 7. 22: ich habe Luſt an Gottes Geſetz.
Darum heißen die Werke Früchte des Geiſtes. Cal.
1901, 33.
Anm. c. Wie ein Fluß von ſelbſt ſeinen Weg bergab
findet, ohne daß er geſchoben wird, wie die Magnetnadel
von ſelbſt dem Pole zufliegt, ſo liebt der Chriſt das
Gute.
Anm. d. Wenn unter Werken des Geſetzes ſolche Werke
verſtanden werden, welche das Geſetz durch ſeine Drohun⸗
gen herausgepreßt hat, ſo ſind die Chriſtenwerke keine
ſolchen Werke.
Anm. e. Freiheit vom Zwang des Geſetzes iſt keine
Willkür oder Neutralität, als ob der Chriſt Gutes tun
oder laſſen könnte. Der Unwiedergeborene kann das
Gute nicht tun, der Chriſt, ſofern er wiedergeboren iſt,
kann nichts anders als nur das Gute wollen.
11. Der rechten Geſinnung zuwider iſt
a. Selbſtliebe, die ſich äußert in
1. Eigennutz. Man hilft andern, damit ſie einem wieder helfen. Man iſt wohltätig und meint damit ſein Geſchäft aufzubeſſern.
Anm. Die Werke der Unterſtützungsgeſellſchaften ſind nicht aute Werke, ſondern Selbſtſucht. Luk. 6. 32—35: Wenn ihr leihet, von denen ihr zu hoffen nehmt. Die Welt gibt, um zu nehmen. Wis. 1900, 31. 32;
2. Ruhmſucht. Phariſäer. Matth. 6, 1: daß ihr von den Leuten geſehen werdet. Vers 2: daß ſie von den Leuten gepreiſet werden. Joh. 5, 44: Wie könnet ihr glauben, ſo ihr Ehre von einander nehmetꝰ
Anm. Wohl mögen Umſtände eintreten, wo man wie Paulus 2 Kor. 11, 19—33 ſagen kann, was man getan hat, aber das ſoll keine Ruhmſucht ſein;
3. Lohnſucht. Man will bei Gott etwas ver m dienen oder erwartet den Lohn von Menſchen. Matth. 19. 27: Was wird uns dafür? Wie töricht und gefährlich. ſo zu fragen! Ma. 13. 63. Chriſti Antwort darauf: In meinem Reiche gilt nur Gnade. Wer um Lohn arbeitet, wird verworfen. Ma. 18, 14. Lohnſüchtige Arbeiter, wer ſie ſind und wie unſolia ſie ſind Ma. 9, 48.
Anm. a. Wer ein Werk tut, weil er Lohn erwartet, macht ſich gerade dadurch des Lohnes ver—
luſtig. Gott läßt ſich nicht beſtechen, nimmt nicht
Geſchenke. 5 Moſ. 10, 17.
Walth. Geſ. u. Ev. 2,
Anm. b. Auch uns Menſchen ſind ſolche, die uns
215
Gutes tun, dabei aber auf unſern Geldbeutel ſpeku⸗
lieren, verhaßt.
Anm. c. Ein Chriſt berechnet nicht erſt, ob es
ſich lohnt, er ſucht auch bei Menſchen nichts zu er⸗m
werben. Die Liebe ſucht nicht das Ihre. Gibt je—
mand, ſo gebe er einfältiglich. — Die Eigenliebe
miſcht ſich auch bei Chriſten gerne ein, ſoll aber be⸗
kämpft werden.
Anm. d. Gott hat ſchon längſt alles voraus be⸗
zahlt;
b. Geſetzesfurcht. Jer. 31, 32: und ich ſie zwingen mußte. Die Werke ſollen nicht herausgepreßt ſein wie der Saft aus der Zitrone, nicht abgedrängt von Geſetzesfurcht oder Furcht, die Abneigung der Menſchen auf ſich zu laden. Opfern, Kirchengehen ſoll keine ſchwere Laſt ſein. Wer die Werke in ſolcher knechtiſchen Geſinnung tut, ſteht unter dem Geſetz und iſt verdammt. H. 77, 43.
12. Gute Werke müͤſſen geſchehen
a. zu Gottes Ehre. 1 Kor. 10, 31: Alles zu Gottes Ehre. 2 Kor. 8, 19: dem Herrn zu Ehren. Phil. 1, 11: erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit zu Ehre und Lob Gottes. Matth. 5, 16: und euren Vater im Himmel preiſen. Durch gute Werke wird Gottes Ehre gefördert. Joh. 15. 8: darin wird mein Vater geehrt. Hön. Pred. 562. 563. Pſ. 115, 1: Nicht uns, Herr u. ſ. w. — Auch alle unſere Berufsarbeit ſoll zur Ehre Gottes geſchehen. Mit. 1900, 19:
b. zum Dienſt des Nächſten. 1 Petr. 4, 10: Dienet einander. Theol. 17, 222. 223. Phil. 2, 4: Ein jeglicher ſehe nicht auf das Seine. 1 Kor. 13, 5: Die Liebe ſucht nicht das Ihre. 1 Joh. 4, 21. — Der Mönch lebt ſich ſelbſt. Ma. 27, 303.
Anm. Im Nächſten dienen wir Gott. Matth. 25, 40: das habt ihr mir getan.
13. Die Werke des Berufes. In ſeinem Beruf ſoll der Chriſt Gott und Menſchen dienen. Der Chriſt tut die Werke ſeines Berufes im Glauben oder im Herrn. Süd. 85. 31—34. Ma. 27. 301. 303.
Anm. a. Darum ſind die Werke einer Magd,‚ die im Gehorſam einhergeht, beſſer als die Werke der Mönche und Nonnen. In den Werken des Berufs hat der Chriſt nicht bloß Beruf W. 91, 10, ſondern dieſe Werke gefallen Gott auch, weil ſie der Chriſt im Glauben und Dienſt der Menſchen tut.
Anm. b. Der Chriſt iſt ſich deſſen nicht immer bewußt, daß er gute Werke tut, aber er weiß, er hat einen gnädi⸗
gen Gott, und in dieſer Geſinnung geht er aus und ein, in dieſer Geſinnung erfüllt er ſeinen Beruf. ‚
Anm. c. Wie ganz anders ſind die Werke, die ein Chriſt in ſeinem Berufe tut, als die Werke der Unwiedergeborenen, obwohl ſie äußerlich ganz gleich ausſehen. Ein Unterſchied wie zwiſchen Pfeil und Vogel. Der Pfeil hat ſeine Bewegung durch einen äußerlichen Antrieb, der Vogel fliegt durch die Luft, da er das Leben in ſich hat. Luth. 5, 135.
14. Nur Wiedergeborene können aute Werke tun. Das geht daraus hervor, daß alle auten Werke aus dem Glauben und der Liebe zu Gott fließen müſſen. Joh. 15, 5: Mor in mir bleibet, der bringet viele Frucht. Hön. Pred. 560. Il. 80. 43. Matth. 7, 17: Ein jealicher aute Baum bringet gute Früchte. Gute Werke ſetzen immer eine gute Perſon voraus. Ka. 1909, 31. — Konk. 107.
Anm. a. Man muß erſt ein Kind Gottes ſein, ehe man anfangen kann, aute Werke zu tun. Erſt ſelig, dann heilig. Erſt Glaube, dann Werke.
Anm. b. Der Wiedergeborene hat die rechte Erkenntnis der guten Werke, er hat auch die rechte Geſinnung und Luſt dazu. Auch Chriſten in falſchgläubigen Kirchen tun aute Werke. Jo. 1907. 77.
15. Unwiedergeborene können keine auten Werke tun. Mo kein geiſtliches Leben, da kein autes Werk. Ka. 92, 34. Matth. 7, 18: Ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jaoh. 15, 5: Ohne mich könnt ihr nichts tun. Röm. 3. 12: Da iſt nicht, der Gutes tut, auch nicht einer. Wis. Syn. 1906, 31. Unwiedergeborenen fehlt
a. der Glaube. Röm. 14, 23: Was nicht aus dem Glauben gehet. das iſt Sünde:
b. die Liebe. Ein Unaläubiger kann kein Werk aus Liebe zu Gott hervorbringen. Was er tut. tut er um äußerlicher Vorteile willen. Ma. 35, 309. 310:
c. dierechte Erkenntunis von auten Werken:
d. das Wollen. Selbſt wenn Unaläubige die Erkenntnis hätten, ſo iſt doch ihr Wille in geiſtlichen Dingen nicht frei:
Selbſt wenn ſie das Gute
e. das Nermögen.
wollten, ſo können ſie es nicht tun.
Röm. 8, 7: vermag es auch nicht. Wis. Syn. 1906, 32.
Anm. a. Unwiedergeborene tun des Geſetzes Werk. Räm. 2. 14. Sie können aus eigener Kraft ein äußerlich ehrbares Leben führen Konk. 91, 22. 110. 9. aber dieſe Werfe ſind tote Werke und nur Nachahmungen der rechten Chriſtenwerke. Dall. 310. Darum gefallen ſie Gott nicht. Ter. 1912, 24. Süd. 1901, 25. 26.
Anm. b. Die Werke der Unwiedergeborenen ſind in
1909, 37. 38. N. 68, 18.
Gottes Augen Sünde. Konk. 626, 8. Obwohl die
Handlungen, ſoweit ſie mit dem Geſetz übereinſtimmen, an ſich betrachtet, gut ſind, ſo ſind ſie doch nicht gut in Bezug auf Subjekt, Objekt, Zweck und andere Umſtände. Can. 1907, 18.
Anm. c. Darum kann man Ungläubige nicht zu guten Werken ermahnen. Das wäre keine rechte Teilung von Geſetz und Evangelium. Walth. Geſ. u. Ev. 1, 122. Erſt muß ein guter Baum gepflanzt werden, ehe man Früchte ernten kann. Wis. Syn. 1906, 33. Erſt muß das Evangelium ſein Werk ausrichten. Ka. 1910, 23. Tit. 3, 5. 8: machte er uns ſelig — in einem Stand guter Werke erfunden. Jo. 85, 38. 39. Erſt Werke, dann Gnade predigen hieße die Pferde hinter den Wagen ſpannen. Il. 80, 71.
Anm. d. Zu den Unwiedergeborenen gehören die Welt, die nur tote Werke tut, die Heiden Ka. 1909, 33, die vom Glauben abgefallenen Ketzer und die Heuchler unter den Chriſten. Off. 3, 17. Ka. 1909, 36. 37.
Antitheſe. Papiſten, Arminianer, Pelagianer u. ſ. w. Auch Unwiedergeborene können gute Werke tun. Als Grund gibt man an, daß Gott auch dieſe Werke belohnt. Aber Gott erweiſt auch den Ungläubigen viele Wohltaten. Matth. 5, 45. Hän. Dog. 460.
16. Gott belohnt die Werke der Unwiedergeborenen. Obwohl die Werke der Unwiedergeborenen keine guten Werke ſind, ſo belohnt ſie doch Gott, weil er dadurch bürgerliche Ehrbarkeit und äußerliche Zucht in der Welt erhalten und durch ſeine Güte die Menſchen zur Buße leiten will. Can. 1907, 47. Matth. 6, 2: ſie haben ihren Lohn dahin. Luk. 16. 25: Du haſt dein Gutes empfangen in deinem Leben. Hiob 21, 7—15. Matth. 5, 45. Konk. 91. 24.
Anm. a. Beiſpiele: Die hebräiſchen Wehemütter 2 Moſ. 1, 20. 21: die Rechabiten, die ihrem Vater gehorchten Jer. 35, 1—19. Luth. 27, 68.
Anm. b. Dieſer Lohn iſt ein unverdienter Lohn. Gott iſt ihnen nichts ſchuldig.
Anm. c. Gott belohnt dieſe Werke mit zeitlichen, aber nicht mit geiſtlichen Gütern. Wer ehrlich iſt, bekommt Kundſchaft, gelangt zu Anſehen und Wohlſtand.
Anm. d. Nach ſozialiſtiſchem Grundſatz darf der Fleißige, Ehrbare, Gebildete nicht mehr beſitzen als der Faule, Laſterhafte, Ungebildete. Da wird ein Preis auf Faulheit geſetzt und jeder Sporn zu Leiſtungen erſtickt.
Einwand. Wenn Gott die Werke der Unwiedergebore— nen belohnt und dieſe Werke Sünde ſind, dann belohnt Gott die Sünde.
17. Die bewirkende Urſache der guten Werke iſt Gott. Von Gott kommt alles Gute. Jak. 1, 17. Er wirkt Wollen und Vollbringen. Phil. 2, 13. Er gibt Kraft und Tüchtigkeit. 2 Kor. 3, 5: daß wir tüchtig ſind, iſt von Gott. Beſonders gehören hierher die Sprüche:
222. 223. Heiligung
5489. Erneuerung 795.
a. Eph. 2, 10: geſchaffen zu guten Werken, zu welchen
Gott uns zuvor zubereitet hat.
b. Joh. 15, 5: Ohne mich könnt ihr nichts tun. Anm. a. Die bewirkende Urſache wird allen drei Per⸗
ſonen 4 em
1. dem Vater. Hebr. 13, 20. 21: der mache
euch fertig in allem guten Werk. 2 Theſſ. 2, 17:
und ſtärke euch in gutem Werk:
2. dem Sohne. Tit. 2. 14: reinigte ihm
ſelbſt ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu
guten Werken;
3. dem Heiligen Geiſt. Gal. 5, 22: Die
Frucht des Geiſtes iſt u. ſ. w. Röm. 8. 14: welche
der Geiſt Gottes treibet u. ſ. w. — Keine Perſon
wirkt die guten Werke mit Ausſchluß der andern
Perſonen.
Anm. b. Die Kraft fließt nicht aus uns ſelbſt. Wenn
dir die Kraft verſagt, blicke nach oben. Ka. 1909, 32. Anm. c. Nur die Werke ſind gut, die Gott ſelbſt ge⸗
wirkt hat. Matth. 15, 13: Alle Pflanzen, die mein
himmliſcher Vater nicht gepflanzt hat, werden ausge⸗
rottet.
18. Der Menſch wirkt mit. Gott wirkt im Menſchen
nicht wie eine Maſchine. Der Wille des erneuerten Men ·
ſchen iſt nicht müßig. Der Wiedergeborene
a. will das Gute. Röm. 7, 18: Wollen habe ich
wohl. Vers 21: der ich will das Gute tun. Vers 22:
Ich habe Luſt an Gottes Geſetz:
b. läßt ſich vvon Gott führen und leiten.
Er tut die Werke unter Führung des Geiſtes. Darum
werden die Werke auch zugeſchrieben
1. dem Menſchen ſelbſt. Joh. 5, 29: die da
Gutes getan haben. Eph. 6, 6: daß ihr ſolchen Wil⸗
len Gottes tut:
2. dem Glauben. Gal. 5, 6: der Glaube iſt
durch die Liebe tätig. Früchte des Glaubens. Anm. Doch wirken Gott und Menſch nicht wie zwei
Pferde zuſammen. Konk. 604, 66. Der Menſch kann
nur ſo lange Gutes tun, als Gott ihn führt. Ka. 1909,
32
19. Gott wirkt die guten Werke in den Chriſten durchs
ligung 5498. Ernenerung
Wort. Luk. 8, 15: die das Wort hören, bringen Frucht.
796.
2 Tim. 3, 16. 17: Alle Schrift, von Gott eingegeben —
vollkommen, zu allem guten Werk geſchickt. Alle Werke,
die nicht durchs Wort gewirkt ſind, gehören nicht zur Er⸗
neuerung. O. 92, 19. 20. — Gott wirkt die guten
Werke nicht durchs Geſetz, ſondern durchs Evangelium. a. Das Geſetz
1. zeigt, was gute Werke ſind, lehrt, wie ſie ge;
ſchehen ſollen und fordert ſie. Darum halten Chri-
ſten nicht geringe vom Geſetz, wie die Antinomer.
Can. 1907, 31;
2. kann aber keinen willigen Gehorſam in uns
wirken, keine Liebe zu Gott in uns pflanzen, uns
keine Kraft geben. Es gebiert zur Knechtſchaft. Anm. Wohl werden die Werke Werke des Geſetzes ge⸗
nannt, aber nicht in Bezug auf die bewirkende Urſache,
ſondern nur, weil ſie nach dem Geſetz geſchehen.
b. Das Evangelium allein gibt Luſt und Freu⸗
digkeit und wirkt die rechte Geſinnung. Die Gnade oder
die Lehre von der Rechtfertigung treibt zu guten Wer ⸗
ken. Ma. 31, 11. N. W. 77, 28. Pſ. 119, 32: Wenn
du mein Herz tröſteſt, ſo laufe ich den Weg deiner Ge⸗
bote. O. 92, 57. Theol. 1, 126.
Anm. a. Das Geſetz zeigt die rechte Bahn, das Evan⸗
gelium gibt Luſt und Kraft.
Anm. b. Zum Evangelium gehören auch die Verhei⸗
zungen des Lohnes. Durchs Evangelium kommen uns
auch die Verheißungen des Geſetzes von der Belohnung
37 guten Werke zugut. L. W. 34, 17. Min. 1903, 20. Ermahnung zu guten Werken. Aus dem Vorher⸗
Eerzen wird klar, daß man ermuntern ſoll zu guten E
a. nicht durchs Geſetz. Der Vernunft ſcheint
gerade das Geſetz das rechte Mittel zu ſein, Werke hervor⸗
zubringen Ma. 2, 168, aber die Werke ſollten nicht aus
Zwang getan werden. Niemand ſoll ein Werk tun, ohne
daß ſein Herz dabei iſt. Es iſt Torheit, die Leute durchs
Geſetz fromm machen zu wollen. N. W. 77, 36. 37. —
Die Folge von geſetzlichem Weſen wird ſein
1. zunächſt äußerlicher Erfolg. Die Gelder mö⸗
gen fließen. Durchs Geſetz kann man vielleicht
mehr herauspreſſen. Das war Luthers Erfahrung
im Papſttum. Wis. Syn. 1906, 14. Der Menſch
tut lieber Werke, wenn er nur nicht Buße zu tun
braucht;
2. tote Werke. Das Geſetz kann nur tote Werke
oder den Schein von guten Werken zuwege bringen;
3. Vermehrung der Zahl der Selbſtgerechten.
Man begnügt ſich, die Werke mitzumachen ohne
Luſt und Liebe;
4. offener Bruch mit der Kirche. Man erkennt,
daß die Forderungen zu hoch ſind und fängt an,
Gott zu haſſen und zu verzweifeln;
5. Verdunkelung des Verdienſtes Chriſti.
Anm. a. Durch ſcharfe Geſetzespredigt kännen wir die Schäden der Kirche nicht heilen. Hüten wir uns, daß wir nicht ein Geſchlecht von glaubloſen Werken, aber auch nicht von werkloſen Gläubigen erziehen. Ma. 29, 2.
Anm. b. Anſtatt aus Unwiedergeborenen durchs Geſetz Werke herauszulocken, ſoll man ſie vielmehr überzeugen, daß ſie gar keine guten Werke tun können. Aber auch bei den Wiedergeborenen iſt das Geſetz nicht das Mittel;
b. allein durchs Evangelium. Nur durchs Evangelium bringen wir die Leute zu guten Werken. Vorbild: die Apoſtel. Röm. 12, 1: Ich ermahne euch durch die Barmherzigkeit Gottes. Kol. 3, 12: gleichwie Chriſtus euch vergeben hat, alſo auch ihr. O. 92, 57. 58. 77, 50. So ſeid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder. Ma. 2, 66. 67. — Das kommt auch zum Ausdruck in der Auslegung Luthers zu den Artikeln. Erſt zählt er die Wohltaten Gottes auf, dann heißt es weiter: auf daß ich in ſeinem Reiche unter ihm lebe und ihm diene. Cal. 92, 6.
Anm. a. Die Quelle des Fleißes zu guten Werken iſt
1. die Rechtfertigung. Jemehr wir er⸗
kennen, daß wir allein aus Gnaden ſelig werden,
deſto mehr wird die Gnade durch Werke geprieſen;
2. die Gewißheit der Seligkeit. Wer
ſeines Gnadenſtandes und der Seligkeit gewiß iſt,
wird fleißig ſein zu guten Werken.
Anm, b. Das Evangelium hebt den Sünder in den Himmel. So wird er mit Luſt zu guten Werken erfüllt. Das wirkt beſſer als alle Blitze von Sinai. Cal. 92, 6. Damit richtet der Paſtor alles aus. Ka. 92, 56. Das Evangelium hat immer Erfolg in unſern Gemeinden. Mit. 95, 69.
Anm. c. Es iſt ein Hohn auf Chriſtum, wenn man in chriſtlichen Gemeinden zu andern Mitteln greift. Was nicht aus Liebe zum Heiland geſchieht, ſoll lieber gar nicht geſchehen.
Anm. d. Nur bei rechter Unterſcheidung von Geſetz und Evangelium haben wir den rechten Antrieb zu guten Werken. Zwar müſſen wir Geſetz predigen, aber auf das Geſetz muß immer das Evangelium folgen. Wis. 1909, 18.
Einwand: Das Evangelium mache träge zu guten Werken ſ. § 31, b.
Notwendigkeit der Werke.
- Hön. Dog. 456
- Wis. Syn. 1906, 15
- Wis. Syn. 1906, 15. 16
- Il. 83, 67
- Il. 83, 67. 70
- Il. 83, 67. 70. 83
- Tex. 1912, 43
margin
- Can. 1907, 11
margin
- Ma. 5, 269
margin
- Can. 1907, 11
margin
- Can. 1907, 11. 12
margin
- Ka. 1909, 39—41
margin
- Cal. 97, 63
margin
- Theol. 1, 127
margin
- Süd. 82, 41
margin
- Can. 1907, 12
margin
- Can. 1907, 12. 13
margin
- Can. 1907, 12. 13. 85, 13
margin
- Ka. 1909. 12
margin
- Ka. 1909. 12. 92, 14
margin
- Ka. 1909. 12. 92, 14. 91, 46
margin
- O. 92, 28
margin
- Cal. 1901, 33
margin
- Cal. 1901, 33. 95, 49
margin
- Mit. 1907, 43
margin
- Mit. 1907, 43. 44
margin
- Süd. 1901, 22
margin
- S. Dak. 1907, 59
margin
- Dall. 313
margin
- R. Pi. Kat. 2, 231
margin
- Hön. Dog. 457
margin
- Luth. 22, 155
margin
- Luth. 22, 155. 15, 18
margin
- Günth. 228
margin
- Brun 13
margin
- Theol. 1, 127
margin
- Cal. 97, 63
margin
- Cal. 97, 63. 64
margin
- Cal. 97, 63. 64. 67
margin
- Wis. Syn. 1906, 16
margin
- Wis. Syn. 1906, 16. 17
margin
- Past. 92
margin
- W. 91, 10
margin
- W. 91, 10. 12
margin
- W. 91, 10. 12. 12
margin
- Syn. 1906, 18
margin
- Wis. 95, 11
margin
- Wis. 95, 11. 16
margin
- Luth. 55, 43
margin
- Il. 80, 84
margin
- Wis. Syn. 1906, 19
margin
- Wis. Syn. 1906, 19. 20
margin
- Ka. 1909, 12—14
margin
- Wis. Syn. 1906. 25
margin
- Wis. Syn. 1906. 25. 26
margin
- Ka. 1909, 15
margin
- Ka. 1909, 16
margin
- Ka. 1909, 16. 17
margin
- Ka. 1909, 27
margin
- Wis. Syn. 1906, 27
margin
- Baier 3, 318
margin
- Ka. 1909, 21
margin
- Ka. 1909, 23
margin
- Il. 80, 71
margin
- Dall. 314
margin
- Stock 1031
margin
- R. Pi. Kat. 2, 232
margin
- Mich. 1910, 34
margin
- W. 73, 33
margin
- Neb. 1912, 29
margin
- Walth. Epi. 473
margin
- Neb. 1912, 28
margin
- Wis. 95, 36
margin
- Wis. Syn. 1906, 26
margin
- Luth. 63, 343
- Il. 1904. 33
- Wis. Syn. 1906, 28
- Wis. Syn. 1906, 28. 29
- Ges. u. Ev. 2, 79
- Ges. u. Ev. 2, 80
- R. Pi. Kat. 2, 220
- R. Pi. Kat. 2, 220. 221
- Luth. 2, 25 The False Doctrine of the Methodists Concerning Justification, Demonstrated from Their Church Order. (Conclusion.)
- Wis. Syn. 1906, 30
- Ma. 38, 220
- Wis. Syn. 1906, 39—41
- W. 73, 34
- Ma. 38, 220
- W. 73, 33
- W. 73, 33. 34
- Süd. 88, 47
- Cal. 97, 64
- Min. 83, 48
- Min. 83, 48. 49
- Cal. 97, 64
- W. 91. 10
- W. 91. 10. 12
- Wis. Syn. 1906, 27
- O. 92, 31
- Wis. 95, 36
- Wis. 95, 36. 37
- Il. 80, 71
margin
- Il. 80, 71. 72
margin
- W. 95, 35
margin
- O. 92, 29
margin
- W. 1904, 23
margin
- W. 1904, 23. 72
margin
- Neb. 1912, 28
margin
- Walth. Epi. 474
margin
- Hön. Ent. 524
margin
- Wis. Syn. 1906, 41
margin
- Cal. 95, 49
margin
- S. Dak. 1907, 59
margin
- Günth. 229
margin
- Luth. 15, 18
margin
- Wis. 95, 35
margin
- Wis. 95, 35. 36
margin
- Neb. 1912, 28
margin
- Wis. Syn. 1906, 35
margin
- Ka. 91, 46
margin
- Min. 83, 48
margin
- O. 92, 33
margin
- Luth. 2, 32 "Of His Fullness Have We All Received, Grace for Grace." John 1:16.
margin
- W. 1904, 73
margin
- O. 92, 30
margin
- Can. 1907, 18
margin
- Can. 1907, 18. 19
margin
- Theol. 17. 221
margin
- Theol. 17. 221. 222
margin
- Can. 1907, 19
margin
- Il. 80, 71
margin
- Luth. 2, 25 The False Doctrine of the Methodists Concerning Justification, Demonstrated from Their Church Order. (Conclusion.)
margin
- Wis. 95, 37
- Wis. 95, 37.
6
- Cal. 97, 64
margin
- Cal. 97, 64 66
margin
- Can. 1907, 19
margin
- Can. 1907, 19
margin
- Can. 1907, 19. 20
margin
- Cal. 97, 64
margin
- Can. 1907, 20
margin
- Can. 1907, 20
margin
- Can. 1907, 20. O
margin
- Can. 1907, 20
margin
- Can. 1907, 20. 21
margin
- Il. 83, 78
margin
- Wis. 95, 37
margin
- R. Pi. Kat. 2, 231
margin
- Wis. Syn. 1906, 27
margin
- Walth. Ev. 200
margin
- Can. 1907, 21
margin
- Can. 1907, 21
margin
- Can. 1907, 17
margin
- Wis. 95, 17—28
margin
- Süd. 89, 36
margin
- Ma. 6, 13
- W. 1904, 75
- Luth. 64, 233
- W. 1906, 7
- Can. 1907, 25
- Can. 1907, 25. 26
- Ka. 1909, 42
margin
- Ka. 1909, 42. 43
margin
- Cal. 92, 6
margin
- Cal. 92, 6. 7
margin
- Can. 1907, 16
margin
- Ka. 1909, 44 —50
margin
- Can. 1907, 6
margin
- Jo. 1906, 33
margin
- Jo. 1906, 33. 34
margin
- Jo. 1907, 77
margin
- Theol. 17, 219
margin
- Süd. 82, 42
margin
- Süd. 82, 42. 43
margin
- R. Pi. Kat. 2, 229
margin
- R. Pi. Kat. 2, 229. 230
margin
- Stock 1031
margin
- Stock 1031. 1032
margin
- Wis. Syn. 1906, 44
margin
- Ma. 6, 14
margin
- Hön. Dog. 458
margin
- O. 92, 23
margin
- Il. 92, 29
margin
- Ma. 38, 407
margin
- Mit. 1900, 20
margin
- O. 92, 20
margin
- O. 92, 20. 21
margin
- W. 1904, 24
margin
- W. 1904, 24. 25
margin
- Wis. Syn. 1906, 44
margin
- Cal. 1901, 23
margin
- Ka. 92, 54
margin
- Ma. 24. 78
margin
- Ma. 24. 78. 38, 220
margin
- Cal. 97, 67
margin
- Cal. 97, 67. 68
margin
- O. 92, 22
- Luth. 15, 18
- Luth. 15, 18.
9
- Jo. 94, 15
- N. W. 80, 25
- Cal. 97, 72
- Cal. 97, 72;
2
- Walth. Epi. 321
- Dall. 333
- Dall. 333. 334
- Süd. 82, 41
- Süd. 82, 41. 44
- Cal. 97, 68
- Cal. 97, 68.
10
- Cal. 95, 46
margin
- Cal. 95, 46. 47
margin
- L. W. 48, 5
margin
- Cal. 97, 67
margin
- Cal. 97, 67. 68
margin
- L. W. 51, 170
margin
- Ka. 1909, 28
margin
- Ka. 1909, 28. 29
margin
- Ma. 24, 78
margin
- N. W. 80, 29
margin
- Min. 1900, 14
margin
- Can. 85, 28
margin
- Cal. 97, 69
margin
- Cal. 97, 69. 70
margin
- Cal. 97, 69. 70. 91, 36
margin
- Wis. Syn. 1906, 21
margin
- Wis. Syn. 1906, 21. 22
margin
- Wis. Syn. 1906, 21. 22. 24
margin
- Cal. 97, 73
margin
- Jo. 94, 37
margin
- Wis. Syn. 1906, 24
margin
- Wis. Syn. 1906, 24. 25
margin
- Cal. 97, 71
margin
- Ka. 1909, 29
margin
- W. 98, 46
margin
- Luth. 55, 64
margin
- Ges. u. Ev. 2, 215
margin
- Ma. 8, 308
margin
- Cal. 95, 48
margin
- Can. 1907, 30
margin
- Süd. 1901, 23
margin
- Cal. 97, 83
margin
- Cal. 97, 83. 84
margin
- Cal. 97, 83. 84. 78
margin
- Cal. 97, 83. 84. 78. 79
margin
- Ma. 2. 66
margin
- Ma. 2. 66. 35, 310
margin
- Dall. 315
margin
- Baier 3, 326
margin
- Baier 3, 326. 327
margin
- Wis. Syn. 1906, 23
margin
- Wis. Syn. 1906, 23. 24
margin
- Cal.
1901, 33
- Wis. 1900, 31
- Wis. 1900, 31. 32
- Wis. 1900, 31. 32;
2
- Ma. 13. 63
- Ma. 18, 14
- Ma. 9, 48
- Süd. 88, 47
margin
- R. Pi. Kat. 2, 230
margin
- Can. 1907, 30
margin
- Süd. 1901, 23
margin
- Min. 1901, 30
margin
- Min. 1901, 30. 31
margin
- Ka. 1909, 30
margin
- Can. 98, 24
margin
- Can. 98, 24. 25
margin
- Can. 1907, 23
margin
- Can. 1907, 30
margin
- Can. 1907, 30. 31
margin
- Can. 1907, 30. 31. 24
margin
- Dall. 316
margin
- Dall. 316. 311
margin
- Wis. 1900, 30
margin
- Wis. 1900, 30. 31
margin
- Cal. 97, 77
margin
- O. 92, 25
margin
- O. 92, 25. 26
margin
- Mich. 82, 18—21
margin
- Cal. 97, 76
margin
- O. 92, 26
margin
- R. Pi. Kat. 2, 232
margin
- O. 92, 27
margin
- Süd. 1901, 22
margin
- Süd. 1901, 22. 23
margin
- Cal. 97, 74
margin
- Cal. 97, 74. 75
margin
- Süd. 82, 44
margin
- R. Pi. Kat. 2, 233
margin
- Cal. 97, 74
margin
- Cal. 97, 74. 75
margin
- Mich 92. 49
margin
- Mit. 1900, 19
- Theol. 17, 222
- Theol. 17, 222. 223
- Ma. 27, 303
- Süd. 85. 31—34
- Ma. 27. 301
- Ma. 27. 301. 303
- W. 91, 10
- Luth. 55, 63
margin
- R. Pi. Kat. 2, 232
margin
- Mich. 92, 48
margin
- Luth. 55, 63
margin
- Luth. 55, 63. 79
margin
- Can. 1907, 13
margin
- Cal. 97, 78
margin
- Cal. 97, 78. 5 —2
margin
- Süd. 82, 40
margin
- Dall. 311
margin
- Dall. 311. 98
margin
- Stock 1032
margin
- Wis. Syn. 1906, 23
margin
- Way 210
margin
- Can. 1907, 13
margin
- Cal. 97, 78
margin
- Süd. 82, 41
margin
- N. W. 75, 52
margin
- R. Pi. Kat. 2, 233
margin
- Stock 1032
margin
- Mich. 92, 42
margin
- Walth. Epi. 248
margin
- Arndt, Past. 385
margin
- Stöckh. N. T. 260
margin
- W. 1904. 73—75
margin
- Can. 85, 15
margin
- Luth. 55. 44
margin
- Wis. Syn. 1906, 42
margin
- Süd. 85, 34
margin
- W. 1900, 40—42
margin
- W. 1900, 40—42. 98, 43
margin
- Cal. 95, 49
margin
- Can. 92, 45
margin
- Mit. 1900, 33
margin
- Mit. 1900, 33. 34
margin
- Mit. 1900, 33. 34. 95, 68
margin
- Mit. 1900, 33. 34. 95, 68. 69
margin
- Wis. 95, 29—31
margin
- Baier 3, 319
margin
- Baier 3, 319. 320
margin
- Wis. Syn. 1906, 43
margin
- Can. 1907, 15
margin
- Can. 1907, 15. 16
margin
- Luth. 5, 135
- Luth. 5, 135.
14
- Il. 80. 43
- Ka. 1909, 31
- Konk. 107
- Jo. 1907. 77
- Jo. 1907. 77.
15
- Ka. 92, 34
- Wis. Syn. 1906, 31
- Ma. 35, 309
- Ma. 35, 309. 310
- Wis. Syn. 1906, 32
- Konk. 91
- Konk. 91, 22
- Konk. 91, 22. 110
- Konk. 91, 22. 110. 9
- Dall. 310
- Süd. 1901, 25
- Süd. 1901, 25. 26
- Konk. 626
- Konk. 626, 8
- Konk. 626, 8. O
- W. 92, 44
margin
- Tex. 1912. 43
margin
- Tex. 1912. 43. 44
margin
- Dall. 310
margin
- Jo. 88, 28
margin
- Theol. 17, 219
margin
- Hön. Dog. 457
margin
- R. Pi. Kat. 2, 217
margin
- R. Pi. Kat. 2, 217. 218
margin
- Wis. Syn. 1906, 36
margin
- Wis. Syn. 1906, 36. 37
margin
- Can. 1907, 14
margin
- Can. 1907, 14. 15
margin
- Ka. 91, 46
margin
- Baier 3, 315
margin
- Baier 3, 315. 316
margin
- Can. 92, 19
margin
- Can. 92, 19. 20
margin
- Il. 80, 43
margin
- Il. 80, 43. 44
margin
- Ka. 1909, 30
margin
- Ka. 1909, 33
margin
- Ka. 1909, 33. 36
margin
- Il. 80, 37— 40
margin
- Mit. 79, 18
margin
- Süd. 1904, 69
margin
- Ma. 19. 220
margin
- Günth. 227
margin
- Baier 3, 322
margin
- Baier 3, 322. 323
margin
- Stock. 1031
margin
- Luth. 22, 155
margin
- Mit. 79, 19
margin
- Or. 1904, 54
margin
- Ka. 1909, 34
margin
- Wis. Syn. 1906, 34
margin
- Ka. 1909, 35
margin
- Can. 1907, 17
margin
- Süd. 1901. 24
margin
- Süd. 1901. 24. 25
margin
- W. 1904, 37
margin
- W. 1904, 37. 42
margin
- W. 1904, 37. 42. 43
margin
- Süd. 1903. 46
margin
- Can. 1907, 18
- Ges. u. Ev. 1, 122
- Wis. Syn. 1906, 33
- Ka. 1910, 23
- Jo. 85, 38
- Jo. 85, 38. 39
- Il. 80, 71
- Ka. 1909, 33
- Ka. 1909, 36
- Ka. 1909, 36. 37
- Can. 1907, 47
- Konk. 91
- Konk. 91. 24
- Luth. 27, 68
- Wis. Syn. 1906, 33
margin
- N. W. 77, 28
margin
- Ma. 29, 1
margin
- Ma. 29, 1. 2
margin
- O. 77, 23
margin
- O. 77, 23. 24
margin
- Günth. 228
margin
- Hön. Dog. 459
margin
- Ka. 1909, 33
margin
- Ka. 1909, 33. 34
margin
- S. Dak. 1907, 60
margin
- Baier 3, 324
margin
- Il. 83, 78
margin
- Ka. 1909, 38
margin
- Ka. 1909, 38. 39
margin
- Süd. 1901, 25
margin
- Süd. 1901, 25. 26
margin
- Neb. 92, 34
margin
- Min. 1903, 37
margin
- Baier 3, 336
margin
- Can. 1907, 47
margin
- Can. 1907, 47
margin
- Süd. 1901, 25
margin
- Syn. 1906, 41
margin
- Dall. 312
margin
- Dall. 312. 313
margin
- Hön. Dog. 457
margin
- L. W. 19, 335
margin
- Luth. 55, 23
margin
- Luth. 55, 23. 24
margin
- Theol. 17. 219
margin
- Ka. 1909, 32
- Konk. 604
- Konk. 604, 66
- Ka. 1909,
32
- Ka. 1909,
32
19
- Theol. 17, 162
margin
- Ma. 19, 220
margin
- Ma. 19, 220. 221
margin
- Ma. 19, 220. 221. 5, 270
margin
- R. Pi. Kat. 2, 215
margin
- R. Pi. Kat. 2, 215. 216
margin
- Jo. 88, 19
margin
- Jo. 88, 19. 20
margin
- Theol. 17, 220
margin
- Theol. 17, 220. 221
margin
- Il. 80, 46
margin
- Ka. 1909, 32
margin
- R. Pi. Kat. 2, 223—225
margin
- Can. 1907, 22
margin
- Luth. 55, 24
margin
- Ka. 1909, 32
margin
- Can. 1907, 24
margin
- Luth. 39, 112
margin
- Luth. 39, 112. 113
margin
- R. Pi. Kat. 2, 226
margin
- Can. 1907, 24
margin
- O. 91, 40
margin
- Can. 1907, 25
margin
- Can. 1907, 25
margin
- Can. 1907, 25
margin
- Can. 1907, 25. 26
margin
- Can. 1907, 25
margin
- R. Pi. Kat. 2. 227
margin
- O. 92, 19
- O. 92, 19. 20
- Can. 1907, 31
- Can. 1907, 31;
2
- Ma. 31, 11
- N. W. 77, 28
- O. 92, 57
- Theol. 1, 126
- L. W. 34, 17
- Min. 1903, 20
- Ma. 2, 168
- N. W. 77, 36
- N. W. 77, 36. 37
- Wis. Syn. 1906, 14
- O. 92, 55
margin
- Süd. 83, 76
margin
- Süd. 83, 76. 77
margin
- Can. 1907, 23
margin
- Wis. Syn. 1906, 38
margin
- L. W. 34, 16
margin
- Wis. 1909, 19
margin
- Mit. 91, 28
margin
- Ka. 1909, 64
margin
- Süd. 83, 78
margin
- L. W. 34, 16
margin
- Can. 1907, 23
margin
- Ma. 2, 169
margin
- Ka. 92, 54
margin
- Ka. 92, 54. 55
margin
- Can. 1907, 24
margin
- W. 92, 44
margin
- R. Pi. Kat. 2, 228
margin
- Can. 1907, 26
margin
- Ka. 1909, 65
margin
- Ka. 1909, 63
margin
- Theol. 8, 176
margin
- Theol. 8, 176. 177
margin
- W. 98, 48
margin
- Ka. 92, 56
margin
- W. 1904, 87
margin
- Wis. 1909, 16
margin
- Wis. 1909, 16. 17
margin
- Wis. Syn. 1906, 44
margin
- Wis. Syn. 1906, 44. 45
margin
- Mit. 91. 28
margin
- L. W. 34, 16
margin
- Ges. u. Ev. 1, 122
margin
- Ges. u. Ev. 237
margin
- Ges. u. Ev. 241
margin
- Ka. 92, 55
margin
- Ka. 92, 52
margin
- Ka. 92, 52. 53
margin
- Ka. 92, 52. 53. 54
margin
- O. 77, 50
margin
- Wis. 1909, 17
margin
- Wis. 1909. 18
margin
- Ma. 29, 2
- O. 92, 57
- O. 92, 57. 58
- O. 92, 57. 58. 77, 50
- Ma. 2, 66
- Ma. 2, 66. 67
- Cal. 92, 6
- Cal. 92, 6
- Ka. 92, 56
- Mit. 95, 69
- Wis. 1909, 18
- Wis. 1909, 19
margin
- O. 92, 58
margin
- Jo. 80, 94—97
margin
- Ka. 1909, 64
margin
- Ka. 1909, 64. 65
margin
- Ka. 1909, 64. 65. 92, 34
margin
- Can. 1907, 23
margin
- W. 1904, 87
margin
- W. 1904, 87. 88
margin
- W. 1904, 87. 88. 98, 48
margin
- N. W. 77, 36
margin
- Theol. 8, 177
margin
- Mit. 95, 69
margin
- Süd. 82, 43
margin
- Cal. 1901, 53
margin
- L. W. 34, 15
margin
- L. W. 34, 15. 16
margin
- Ges. u. Ev. 1, 123
margin
- Ges. u. Ev. 1, 124
margin
- Mich. 1907, 23
margin
- Mich. 1907, 23. 24
margin
- Süd. 83, 79
margin
- O. 91, 39
margin
- Jo. 88, 22
margin
- Jo. 85, 38
margin
- Or. 1909, 32
margin
- Il. 79, 15
margin
- Il. 79, 15. 16
margin
- Ka. 92, 53
margin
- Ka. 92, 53. 54
margin
- Cal. 1901, 58
margin
- Mit. 91, 28
margin
- Can. 1907,
- Geſ. u. Ev. 2,
Anm. b. A
- Cal. 97,
- W. 63 69. 70.
- R. Pi. Kat. „56.
- R. Pi. Kat. 2,
- Cal. 1901 33. 34.
vol d, printed page
284–296 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0368
32.
—
32. Zu den Leuten, die durch Werke gerecht werden wollen, gehören
a. Heiden. Gerechtigkeit durch Werke iſt der Grundſatz aller heidniſchen Religionen. Ihre Werke ſind heuchleriſch. Sie wollen Gott beſtechen. Sie ſuchen nicht Vergebung, ſondern Strafloſigkeit, Erlaubnis zum Sündigen. Can. 98, 72—74;
b. Papiſten. Die Rechtfertigung wird durch Werke verdient. Werke ſind nicht Früchte, ſondern Urſache der Rechtfertigung. Il. 83, 43. In der katholiſchen Kirche gibt man, um zu verdienen. Tex. 1913, 19. — Hier lag der Hauptkampf zwiſchen Luther und Rom Küg. 3, 146. Auch Luther wollte im Kloſter durch Werke büßen, bis er zur rechten Erkenntnis kam. O. 75, 24;
c. Sekten. Methodiſten machen die Seligkeit von den Werken abhängig, wollen nicht eher an die Rechtfertigung glauben, bis ſie ſich eine ſelbſterwählte Frömmigkeit geſchaffen haben Can. 97, 21, gründen die Bekehrung auf die Werke. Luth. 38, 131. 132;
d. Synergiſten; —
e. Werkheilige. Das ſind ſelbſtgerechte Menſchen, die ihr Vertrauen auf ihre Werke ſetzen. Sie ſind Knechte und Sklaven. Ma. 5, 84. Sie meinen, ſie hätten die Gebote gehalten Luth. 39. 190, aber dabei bleibt
die 1. Tafel der Gebote links liegen und die 2. wird nur ſehr oberflächlich behandelt. L. W. 167 —- 169.
Anm. a. Das iſt der Weg, den der natürliche Menſch einſchlägt. Er gründet ſeine Hoffnung auf die Werke. Phariſäer, Rationaliſten.
Anm. b. Viele in der Kirche verlaſſen ſich darauf: Ich bin getauft und konfirmiert.
Anm. c. Denken nicht auch manchmal wir: Was wird uns dafür? Werkheiligkeit hängt auch uns an. Der Bruder vom verlorenen Sohn Stöckh. N. T. 202.
Anm. d. Hat der Paſtor mit Werkheiligkeit zu tun, ſo muß er ihr entgegen arbeiten.
Der Lohn der Werke.
33. Gott belohnt die Werke der Chriſten. 1 Tim. 4, 8: Die Gottſeligkeit hat die Verheißung dieſes und des zukünftigen Lebens. Spr. 13, 21. 22: Den Gerechten wird Gutes vergolten. Luk. 18, 20: der es nicht vielfältig wieder empfange. 19, 24: gebt es dem, der zehn Pfunde hat. 1 Kor. 3, 8. 14: Ein jeglicher aber wird ſeinen Lohn empfangen nach ſeiner Arbeit. Matth. 10, 41. 42: das Tränken mit einem Becher kalten Waſſers wird nicht unbelohnt bleiben. Spr. 19, 17: der wird ihm wieder Gutes vergelten. Konk. 148. Gott verheißt Gnade und alles Gute denen, die ſeine Gebote halten. Ma. 24, 79. Gott lohnt die Werke
a. hier in der Zeit
1. mit irdiſchen Gütern. 5 Moſ. 15, 10:
ſegnen in allen deinen Werken und was du vor⸗
nimmſt. 16, 15: ſegnen in alle deinem Einkom⸗
men und in allen Werken deiner Hände. Luk. 8,
38: Gebet, ſo wird euch gegeben. Spr. 28, 27: Wer
dem Armen gibt, dem wird nicht mangeln. Pſ. 37,
23: von dem Herrn wird ſolches Mannes Gang ge⸗
fördert werden. 2 Chron. 31, 21: darum hatte er
auch Glück. Pſ. 34, 13. 14: gut Leben, gute Tage.
1 Petr. 3, 10: gute Tage ſehen. Solcher Lohn iſt
Geſundheit, Verdienſt, irdiſcher Wohlſtand. — Gott
belohnt ſelbſt die bürgerliche Ehrbarkeit ſ. § 16.
b. mit geiſtlichen Gütern. 2 Kor. 9, 8: daß
allerlei Gnade unter euch reichlich ſei. Solcher Lohn
beſteht in gutem Gewiſſen, Freude am Sieg der gu-
ten Sache u. ſ. w.;
b. in der Ewigkeit. Luk. 6, 23: Euer Lohn iſt groß im Himmel. Matth. 5, 12: es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Luk. 14, 14: es wird dir aber vergolten werden in der Auferſtehung der Gerechten.
1907, 45. Gal. 6, 9: zu ſeiner Zeit werdet ihr auch ernten ohne Aufhören. Mich. 92, 49. Matth. 20, 8: Rufe den Arbeitern und gib ihnen den Lohn. Matth. 19, 28: werdet ſitzen auf zwölf Stühlen. Röm. 2, 6. 7: welcher geben wird einem jeglichen nach ſeinen Werken. Off. 14, 13:
ihre Werke folgen ihnen nach. Alles, was der Menſch im Glauben tut, iſt eine Ausſaat für die Ewigkeit. Mich. 92, 50. Alle unſere irdiſchen Werke werden am Jüngſten Tage verbrennen, aber unſere guten Werke bleiben. W. 1900, 27. 1 Tim. 6, 19: Schätze ſammeln.
Anm. a Am Jüngſten Tage wird der Herr die guten Werke der Chriſten rühmen: Ich bin hungrig ge— weſen und ihr habt mich geſpeiſt.
Anm. b. Der Lohn ſteht in einem gewiſſen Verhältnis zum geleiſteten Werk. Wer mehr getan hat als andere, wird mehr Lohn empfangen. 2 Kor. 9, 6: Wer da kärglich ſäet u. ſ. w. 1 Petr. 1, 17: nach eines jeglichen Werk. Jeder wird die Frucht ſeiner Werke eſſen. Röm. 2, 6: welcher geben wird einem jeglichen nach ſeinem Werk. 2 Kor. 5. 10: nachdem er gehandelt hat.
Anm. c. Darum gibt es Stufen der Herrlichkeit. Dan. 12, 3: Die Lehrer werden leuchten u. ſ. w. 1 Kor. 15, 41. 42: eine andere Klarheit hat die Sonne. Ein Mann, der ſein ganzes Leben im Dienſt des Herrn ge— arbeitet hat., wird beſſer ab ſein als der Schächer am Kreuz. Dall. 237.
Anm. Die Zeit und Weiſe, wie Gott die Werke belohnen will, ob ſchon hier oder erſt in der Ewigkeit oder beides, ob mit leiblichen oder geiſtlichen Gütern, hat ſich Gott vorbehalten.
Anm. e. Der Lohn beſteht nicht in der Vergebung der Sünden und in der Seligkeit. Vergebung und Seligkeit muß man bereits haben, ehe man anfängt, gute Werke zu tun. Sie gehen den guten Werken voran.
Einwand der Papiſten: Das ewige Leben wird ein Lohn genannt. Luk. 18, 30: in der zukünftigen Welt das ewige Leben. — Selbſt wenn das ewige Leben ein Lohn genannt wird Konk. 147. 148. Lied 363, 4, ſo iſt es doch freie unverdiente Gnade. Die Schrift unterſcheidet aber auch Himmel und Lohn. Matth. 5, 12: es wird euch im Himmel wohl belohnet werden.
- Can. 98, 72—74
- Il. 83, 43
- Il. 83, 43. I
- Tex. 1913, 19
- Kueg. 3, 146
- O. 75, 24
- Can. 97, 21
- Luth. 38, 131
- Luth. 38, 131. 132
- Ma. 5, 84
- Luth. 39. 190
- Ka. 1900, 58
margin
- Cal. 1901, 24
margin
- Ma. 24, 59
margin
- Ma. 24, 59. 38, 408
margin
- Ka. 1909, 59
margin
- Or. 1904, 58
margin
- Or. 1904, 58. 59
margin
- S. Dak. 1907, 58
margin
- S. Dak. 1907, 58. 60
margin
- Ka. 92, 55
margin
- Mit. 79, 49
margin
- W. 77, 64
margin
- W. 77, 64. 59, 28
margin
- W. 77, 64. 59, 28. 29
margin
- Günth. 235
margin
- Cal. 1901, 17
margin
- Cal. 1901, 17. 22
margin
- Baier 3, 336
margin
- Il. 83, 79
margin
- Ma. 2, 65
margin
- Luth. 2, 24 The False Doctrine of the Methodists Concerning Justification, Demonstrated from Their Church Order.*
margin
- Luth. 2, 24. 38, 114
margin
- Or. 1904, 59
margin
- Or. 1904, 59. 61
margin
- Ma. 3, 193
margin
- Ma. 3, 193. 4, 244
margin
- Ka. 92, 25
margin
- L. W. 167
- Stöckh. N. T. 202
- Spr. 13, 21
- Spr. 13, 21. 22
- Spr. 19, 17
- Konk. 148
- Ma. 24, 79
- Spr. 28, 27
- Mich. 92, 49
- W. 1901, 89
margin
- Or. 1904, 52
margin
- Or. 1904, 52. 53
margin
- Or. 1904, 54
margin
- Tex. 1913, 19
margin
- Il. 80, 57
margin
- Il. 80, 57. 58
margin
- Ma. 28, 220
margin
- Ma. 28, 220. 221
margin
- Tex. 1913, 63
margin
- Ka. 1909, 61
margin
- Ma. 8, 12
margin
- Ma. 8, 12. 13
margin
- Ma. 8, 12. 13. 10, 36
margin
- Jo. 98, 40
margin
- Günth. 234
margin
- Dall. 326
margin
- L. W. 52, 250
margin
- L. W. 52, 250. 41, 241
margin
- Luth. 15, 19
margin
- Can. 1907, 41
margin
- Can. 1907, 41. 42
margin
- Il. 83, 76
margin
- R. Pi. Kat. 2, 237
margin
- R. Pi. Kat. 2, 237. 238
margin
- W. 98, 2
margin
- Ka. 1909, 61
margin
- Ma. 10, 37
margin
- Mag. 2, 96
margin
- W. 98, 54
margin
- Tex. 1913, 63
margin
- Neb. 92, 34
margin
- Ka. 1909, 61
margin
- Ma. 10, 37
margin
- W. 98, 54
margin
- Can. 1907, 45
margin
- Ka. 1909, 62
margin
- W. 1906, 9
margin
- W. 1906, 9. 10
margin
- W. 98, 55
margin
- W. 98, 55. 56
margin
- Tex. 1913, 64
margin
- Tex. 1913, 64. 65
margin
- Mich. 92, 50
- W. 1900, 27
- W. 1900, 27. 1
- Dall. 237
- Konk. 147
- Konk. 147. 148
- Lied 363, 4
- Ma. 6, 17
margin
- Mich. 92, 49
margin
- Luth. 37, 83
margin
- Luth. 37, 83. 84
margin
- Jo. 98, 40
margin
- Dall. 237
margin
- Ka. 1909, 62
margin
- Can. 1907, 46
margin
- Can. 1907, 43
margin
- W. 98, 55
margin
- Can. 1907, 44
margin
- Can. 1907, 44. 45
margin
- Mich. 92, 48
margin
- Ka. 1909. 62
margin
- Ka. 1909. 62. 63
margin
- O. 76. 26
margin
- O. 76. 26. 27
margin
- Süd. 1904, 70
margin
vol d, printed page
304–306 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0388