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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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13 entries under predigtamt.

Predigtamt. —

—

Abriß. Predigtamt in conereto und abstracto. § 1. ſertum noch ein beſonderes Predigtamt geſtitet. § 2. Was iſt das Predigtamt? 8§ 3. Das Predigtamt iſt von Gott eingeſetzt. § 4. Welche Gewalt hat das Predigtamt? §5. Notwendigkeit des Predigtamtes. § 6. Zweck und Ziel. S§ 7. Das Predigtamt iſt ein ſchweres, aber herrliches Amt. §8. Der Paſtorenſtand iſt kein beſonderer Stand über dem Chriſtenſtand. § 9. Die Übertragung des Amtes. § 10. Eimdände. § 11. Antitheſe. § 12 und 13. Das Predigtamt ſoll man aufrichten. 14.. Das Predigtamt iſt das höchſte Amt in der Kirche, alle andern Amter ſind nur Hilfsämter. § 15. Predigtamt und Schulamt. S Predigtamt hoch und heilig halten. § 17. Predigtamt. . Zu unterſcheiden iſt zwiſchen Predigtamt ½ cον eto +abstracto (losgelöſt gedacht von den Per. jonen, die es tragen), Pfarramt im engeren und wei— teren Sinn. Anm. a. Wenn eine Mutter oder ein Knabe Gottes Wort ausbreitet, ſo iſt das das Predigtamt, aber nicht das öffentliche Pfarramt. Anm. b. Das Predigtamt iſt abſolut notwendig, das Piarramt nicht. Es kann jemand bekehrt werden ohne Vaſtor, aber nicht ohne Gottes Wort.“ Anm. c. Unſere Bekenntnisſchriften reden vom Pre. digtamt im weiteren Sinn A. C. Art. 5: Solchen Glau: ben zu erlangen hat Gott das Predigtamt eingeſetzt. Vom Predigtamt im engeren Sinn handelt Art. 14 der A. 6 — Auch Luther redet vom. Predigtamt im weite. ren Sinn, wenn er ſagt: Gott hat ſolchen Schatz in das mündliche Wort oder Predigtamt gefaſſet. Il. 75, 30. 29. 2. Außer dem allgemeinen Prieſtertum (1 Petr. 2, 9) hat Gott noch ein beſonderes öffentliches Amt in der Lirche aufgerichtet. 1 Kor. 12, 28. 29: und Gott hat geſetzt in der Gemeinde u. ſ. w. Sind ſie alle Lehrer? Anm. a. Daß das Predigtamt ein vom Prieſtertum verſchiedenes iſt, ſ. Prieſtertum § 7. Anm. b. Das beſondere Predigtamt hat Gott einge. ct damit die Votſchaft von der Gnade Gottes in alle Welt dringe. Unm. e. Wunderbar, daß Gott ſein Gnadenreich durch uns Menſchen ausgebreitet haben will. Er könnte 4 Nenſchen unmittelbar zum Glauben bringen, wie etliche außerordentliche Bekehrungen gibt, aber es hat Im gefallen, durch gewiſſe Mittel, durch das Predigtamt, zu wirken. Wlm, di Das Predigtamt iſt ſchon o alt. wie die Welt. Die Patriarchen, das levitiſche Prieſtertum, Chri ſtus, die Apoſtel. —. Was iſt das Predigtamt? Es iſt die öffentliche Lerwaltung der Rechte und Pflichten des geiſtlichen Prie: lertums von Gemeinſchafts wegen. Der Paſtor tut öf. ſentlich, im Namen und Auftrag der Gemeinde, was irder geiſtli i iwati ſtliche Prieſter privatim tun kann. Anm. a. Das Proedigtamt iſt eine ganz natur. und vernunftgemäße Ordnung: 1. Wenn alle gleiche Rechte in der Gemeinde i ben, ſo würde der, der ſich ſelbſt zum öffentlian Prediger aufwirft, die Rechte ſeiner Brüder de⸗ letzen. 2. Welche Unordnung würde entſtehen, wenn abe predigen wollten! Es muß alſo eine gewiſſe Ordnung getroffen verden Anm. b. Gott hat das Ordnen dieſer Sackhe aber nicht den Chriſten ſelbſt überlaſſen, ſondern die Oer nung den Chriſten vorgeſchrieben. § 4. V.

  • Il. 75, 30
  • Il. 75, 30. 29
  • Il. 75, 30. 29. 2
  • L. W. 20, 257 margin
  • Mit. 80, 18 margin
  • Syn. 73, 21 margin
  • Schulbl. 32, 330 margin
  • W. 76, 54 margin
  • W. 76, 54. 53 margin
  • W. 76, 54 margin
  • W. 76, 54. 53 margin
  • Luth. 16, 10 margin
  • Luth. 16, 10. 11 margin
  • Luth. 16, 10. 11. 13, 50 margin
  • Luth. 16, 10. 11. 13, 50. 51 margin
  • Mit. 97, 19 margin
  • Mit. 97, 19. 80, 12 margin
  • Mit. 97, 19. 80, 12. 95, 38—41 margin
  • Neb. 95, 45 margin
  • Mich. 1907, 14 margin
  • Mich. 1907, 14. 15 margin
  • Ges. u. Ev. 1, 16 margin
  • Mich. 1907, 6 margin
  • Neb. 82, 35 margin
  • Bro. 59 margin
  • Bro. 59. 60 margin
  • Can. 19, 36 margin
  • Jo, 1901, 53 margin
  • W. 91, 18 margin
  • W. 91, 18. 65, 58 margin
  • L. W. 2 margin
  • W. 54, 76 margin
  • W. 54, 76. 17 margin
  • W. 54, 76. 17. 24 margin
  • Luth. 1, 61 On the Orderly Calling to the Preaching Office. margin
  • Neb. 95, 45 margin
  • Theol. 6, 18 margin
  • Jo. 83, 31 margin
  • Theol. 6, 18 margin
  • Theol. 6, 18. 19 margin

vol c, printed page 459–460 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0455_PA459

4. Das Predigtamt iſt nicht eine menſchliche, ſonden göttliche Einrichtung

4. Das Predigtamt iſt nicht eine menſchliche, ſonden göttliche Einrichtung. Gott gibt die Prediger. Vf. 6s 12: Der Herr gibt das Wort mit großen Sahter Evangeliſten. (L. W. 18, 71—76) Edh. J. 11: m er hat etliche zu Apoſteln geſetzt u. ſ. w. 1 Kor. 12. 28: Gott hat geſetzt in der Gemeinde u. ſ. w. Ap. . 28: unter welche euch der Heilige Geiſt geſent bar Prediger ſind von Gott geſchenkte Gaben. Luth. I7, 193. — Kol. 1, 25: nach dem göttlichen Predigtam Eph. 3, 8: Mir iſt gegeben dieſe Gnade. (R. Pi. Piid 1. 151. 152.) 2 Kor. 3, 6: Welcher auch uns tütßtin gemacht bat. — Konk. 203, 11: Denn das Predit amt hat Gott eingeſetzt und geboten. Anm. a. Es iſt eine göttliche Ordnung, abet, ve alle Ordnungen im neuen Teſtament, kein Geſetz, ſondem eine gnädige Stiſtung zum Heil der Menſchen, nitt eine geſetzliche Pflicht, ſondern ein herrliches Vorrecht. Anm. b. Gott hat ein ſolches Amt eingeſetzt, das den beſtimmten Perſonen verwaltet werden muß. Anm. c. Daß das Predigtamt göttliche Einſetznz iſt, hat Gott mit der Tat bezeugt. Menſchenordnungen ſind aufgekommen und wieder hingefallen, das Predig amt iſt geblieben. Anm. d. Wann hat Chriſtus das neuteſtamentlise Predigtamt eingeſetzt? Als er die Apoſtel einſette. Noch vor ſeiner Himmelfahrt ſandte er ſeine Jünger aus: Gehet hin in alle Welt. Nach ſeiner Himmelfahn treibt Chriſtus ſein prophetiſches Amt durch das In⸗ digtamt. Mich. 1900, 61. Anm. e. Der Grund der Einſetzung iſt die Auf⸗ erſtehung Jeſu Chriſti. Daher iſt das Predigtamt an Tage der Auferſtehung eingeſetzt. Ohne Leiden und Auferſtehen Chriſti gäbe es auch kein Predigtamt. Anm. f. Wie wichtig iſt das für Paſtor und 66 meinde: 1. An das Predigtamt iſt die Kirche bis ans Erde der Welt gebunden. 2. Es ſteht nicht in unſerer Willkür, ob wir dt Amt unter uns aufrichten wollen oder nicht. Edit ein Amt, deſſen Aufrichtung der Kirche geboten iſt. Wenn Gott eine Ordnung macht, ſoll es keiner Kreatur beikommen, ſie zu brechen. 3. Auch die Gemeinde iſt eine göttliche Ordnung. Gott hat geſetzt in der Gemeinde u. ſ. w. 1 Kor. 12, 28. Das wäre ein wunderbares Predigtamt, das geſtiftet wäre ohne Gemeinde. Darum ſollen ſich die Chriſten zuſammenſchließen zu Ge; meinden. Traktat von Walther: Anſchließen 18. 19. 4. Es iſt auch Gottes Wille, daß die Chriſten zuſammenkommen, zur Kirche gehen, ſein Wort hören und die Sakramente gebrauchen.

  • L. W. 18, 71—76
  • Luth. I7, 193
  • Konk. 203
  • Konk. 203, 11
  • Mich. 1900, 61
  • Mit. 80, 35 margin
  • Mit. 80, 35. 43 margin
  • Mit. 80, 35. 43. 97, 37 margin
  • Mit. 80, 35. 43. 97, 37. 95, 29 margin
  • Mit. 80, 35. 43. 97, 37. 95, 29. 39 margin
  • Mit. 80, 35. 43. 97, 37. 95, 29. 39. 40 margin
  • Can. 70, 43 margin
  • Can. 70, 43. 44 margin
  • Il. 98. 64 margin
  • Neb. 82, 35 margin
  • Neb. 82, 35. 98, 23 margin
  • Neb. 82, 35. 98, 23. 24 margin
  • Ka. 1903, 13 margin
  • Ka. 1903, 13. 14 margin
  • Mich. 1907, 7 margin
  • Ma. 33, 169 margin
  • Ma. 33, 169. 18, 200 margin
  • Ma. 33, 169. 18, 200. 10 margin
  • Ma. 33, 169. 18, 200. 10. 152 margin
  • Wis. Syn. 85. 8 margin
  • Wis. Syn. 85. 8. 9 margin
  • Wis. Syn. 85. 8. 9. 73, 20 margin
  • L. W. 35, 221 margin
  • L. W. 35, 221. 24, 265 margin
  • L. W. 35, 221. 24, 265. 16, 173 margin
  • Brun 557 margin
  • Baier 3, 687 margin
  • Baier 3, 687. 688 margin
  • Luth. 1, 61 On the Orderly Calling to the Preaching Office. margin
  • Luth. 1, 61. 17, 105 margin
  • W. 65, 60 margin
  • Can. 79, 44 margin
  • Can. 79, 44. 45 margin
  • Walth. Epi. 361 margin
  • Neb. 82, 35 margin
  • Löb. 585 margin
  • Löb. 585. 586 margin
  • Ma. 10, 152 margin
  • Ma 28, 202 margin
  • Ma 28, 202. 203 margin
  • Walth. Epi. 361 margin
  • L. W. 24, 265 margin
  • W. 65, 60 margin
  • Luth. 16, 11 margin
  • Ka. 97, 50 margin
  • Ka. 1903, 12 margin
  • R. Pi. Piid 1. 151. 152.

vol c, printed page 460–461 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0456_PA460

5. Der Paſtor iſt ein Diener und Haushalter Gottes

5. Der Paſtor iſt ein Diener und Haushalter Gottes. Botſchafter.

  • Mich. 1907, 7 margin

vol c, printed page 461 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0123_PA461

6. —

6. Würden wir immer bedenken, daß Gott dies Amt unter uns aufgerichtet hat, ſo würde das Verhältnis zwiſchen Paſtor und Gemeinde immer das beſte ſein und das Amtsleiden den Paſtoren nicht das Herz trüben. g. Das Vorſteheramt iſt nicht göttliche Stif⸗ ng. Antitheſe. Viele ſehen das Predigtamt an als eine menſchliche Einrichtung, die die Kirche aus Gründen der Zweckmäßigkeit getroffen habe, wie etwa eine bür⸗ Lerliche Geſellſchaft ſich einen Sekretär wählt, um ihre UAngelegenheiten zu verwalten. 1. Höfling. Chriſtus habe ſeine Kirche geſtiftet und es ihr überlaſſen, die Güter zu verwalten, wie es ihr am beſten erſchien. Neb. 98, 23. Das Pre—— iſt mit dem Prieſtertum identiſch. L. W. „353. 2. Reformierte, Sozinianer, Quäker. 5. Das Predigtamt haͤt die Gewalt, das Evangelium ofſentlich zu predigen, die Sakramente zu verwalten und die Gewalt eines geiſtlichen Gerichts. Anm. a. Welches ſind die Funktionen des geiſtlichen Prieſtertums, die der Prediger öffentlich von Gemein- chafts wegen verwalten ſoll? Sie ſind keine anderen als die Gewalt der Schlüſſel. Anm. b. Die Aufgabe des Paſtors iſt, das Wort zu predigen. Er ſoll nicht eigene, ſondern Gottes Worte rden. Die Predigt des Cvangelii R. Pi. Pred. 1, 154—157. Anm. e. Keine Gemeinde könnte einem das Amt über⸗ bn ihm aber Taufen und Abendmahlreichen verbie. 6. Notwendigkeit des Predigtamtes. Daß das Pre· igtamt notwendig iſt, geht ſchon daraus hervor, daß Gott es geſchafſen hat. Doch iſt das Predigtamt nicht belut notwendig, da man auch durch das geſchrie⸗ ene Wort ſelig werden kann. Es braucht nicht erſt das Seelenwaſſer des Paſtors hinzuzukommen. Il. 89, 26. 27. Die Bekehrung kann auch geſchehen durch n ohne Predigtamt. N. 73, 30—32. Anm. Aus dieſem Grunde ſoll man aber das dre digtamt nicht verachten. Wer es tut, kann ſich deſſen nitt getröſten, daß er ja das geſchriebene Wort habe. Antitheſe. a. Auf der einen Seite wird die Notwendigkeit de Predigtamtes ganz geleugnet. Anabaptiſten, Soziniane. Arminianer u. ſ. w. Man beruft ſich auf 1 Joh. 2, 20: Ihr habt die Salbung. W. braucht man kein Predigtamt. — Aber der Apaft. meint, daß ſie, die vom Geiſt unterrichtet ſind, nitt nötig hätten, etwas von den Verführern zu lernen Jeſ. 54, 13: alle deine Kinder gelehrt den Herrn. — Aber nicht unmittelbar, ſondern mine bar. Jer. 31, 34: Es wird keiner den andern, ras ein Bruder den andern lehren. — Dieſe Stele cher ſo auslegen, als ob im neuen Teſtament kein Fr digtamt ſein werde, wäre gegen Röm. 10, 14. b. Auf der andern Seite wird die abſolute Nur wendigkeit des Predigtamtes behauptet: Wo keine rett mäßig berufenen Prediger ſind, iſt auch nicht dos Min zum Glauben und zur Seligkeit. Grabau. — So min: man dem Wort die Kraft und ſchreibt ſie den Paſtore zu. Il. 89, 26. 27. Die Kraft des Wortes hängt nit. ab von der Ordination. Einwand. Sagt nicht die Augsburgiſche Konfeſie Artikel 5: Das Predigtamt ſei eingeſett, den Glare zu erlangen? — Sier iſt vom Predigtamt in abstractz die Rede.

  • Neb. 98, 23
  • R. Pi. Pred. 1, 154—157
  • Il. 89, 26
  • Neb. 1903, 32 margin
  • Neb. 1903, 32. 33 margin
  • Mit. 80, 12 margin
  • Mich. 1907, 7 margin
  • Wis. 92, 16 margin
  • Il. 1906, 58 margin
  • Il. 1906, 58. 59 margin
  • W. 65, 59 margin
  • Neb. 1903, 31 margin
  • L. W. 35, 221 margin
  • L. W. 35, 221. 16, 174 margin
  • L. W. 35, 221. 16, 174. 175 margin
  • Can. 79. 45 margin
  • Jo. 83, 29 margin
  • L. W. 16, 173 margin
  • L. W. 16, 176 margin
  • L. W. 16, 176. 24, 267 margin
  • L. W. 16, 176. 24, 267. 20, 261 margin
  • Jo. 1901, 53 margin
  • Can. 79, 41 margin
  • Baier 3, 703 margin
  • Baier 3, 703. 706 margin
  • Baier 3, 703. 706. 707 margin
  • Löb. 587 margin
  • Mit. 80, 23 margin
  • L. W. 20, 259 margin
  • Ma. 35, 131 margin
  • L. W. 20. 265 margin
  • L. W. 20. 265. 266 margin
  • Luth. 16, 11 margin
  • Il. 89, 26
  • Il. 89, 26. 27
  • Il. 89, 26 margin
  • Baier 3, 704 margin
  • Can. 79, 47 margin
  • Can. 79, 46 margin
  • Can. 79, 46. 47 margin
  • L. W. „353. 2. Reformier

vol c, printed page 461–462 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0123_PA461

7. —

7. Zweck und Ziel des Predigtamtes iſt 1 3. auf ſeiten Gottes ſeine Ehre. 1 Petr. 4, 11 daß in allen Dingen Gott gepreiſet werde. Ma. 1 137—139: b. auf ſeiten des MWenſchen ſeine Errettung, Vekehen und Seliakeit. 1 Kor. 9. 22: allenthalben etlite * mache. (Win. 86. 7.) Av. 26, 18: aufzutum ibre 12 2 gen. (Waleh. Epi. 363—364.) Nöm. 10. 17.65 * kommt der Glanbe aus der Predigt. (Baier 3. 4 Eph. 4. 12: daß die Heiligen zugerichtet werden. — 18. 76. 77. Ma. 35, 182. 183.) 9 an Anm. a. Das Amt predigt die Verſöhnung 5, 18. Vergebung der Sünden Luk. 24. 47, den dr den Jeſ. 52, 7. Anmm. b. Das Amt iſt eine Gnadengabe. 7 Aum. e. Das Mittel zur Erreichung des Enden iſt nicht das Geſetz, ſondern das Evangelium.

  • Ma. 1
  • Ma. 1 137—139
  • Baier 3. 4
  • Ma. 35, 182
  • Ma. 35, 182. 183
  • Ma. 30, 272 margin
  • Ma. 30, 272. 22, 220 margin
  • Ma. 30, 272. 22, 220. 221 margin
  • Ma. 30, 272. 22, 220. 221. 11, 138 margin
  • Ma. 30, 272. 22, 220. 221. 11, 138. 18, 201 margin
  • Ma. 30, 272. 22, 220. 221. 11, 138. 18, 201. 202 margin
  • Jo. 82. 67 margin
  • Syn. 73. 20 margin
  • Baier 3, 722 margin
  • Wis. Syn. 85. 10 margin
  • Wis. Syn. 85. 10. 11 margin
  • Out. 253 margin
  • Mit. 95, 39 margin
  • Neb. 82, 11 margin
  • Neb. 82, 11. 12 margin
  • Brun 558 margin
  • Walth. Epi. 365 margin
  • Walth. Epi. 365. 366 margin
  • Mich. 1907. S. 9.

vol c, printed page 462 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0457_PA462

8. —

8. Das Predigtamt iſt a ein ſchweres Amt, ſchwer —2 1. wegen der hohen Aufgabe, die es Cunt * Paſtor ſoll die Sicheren erichrecken, die Cu nen tröſten, er ſoll lehren, ermahnen, ſtrafen. ſonders das Strafamt macht das Amt ſchwet 2. wegen der hohen Verantwortung, die es mit ſich bringt. Heſ. 33, 8: ſein Blut will ich von dei⸗ ner Hand fordern. Anm. a. Das Predigtamt hat viel Widerwärtigkei ⸗· een. Viele halten es für überflüſſig oder für den größten Schaden in der Welt. Anm. b. Nach dem äußerlichen Schein zu urteilen, ieht es aus, als wäre es ein leichtes Amt. Aber keiner ieht, wo den andern der Schuh drückt. Anm. c. Zur Verwaltung dieſes Amtes gehört Liebe, Im Treue. Ein Paſtor muß ſelbſt ein wahrer Chriſt ein; b.ein hohes, herrliches Amt. 1 Tim. 3, 1: So jemand ein Biſchofsamt begehret, begehret ein löſtlich Werk. Köſtlich trotz aller ſeiner Mühe und Widerwärtigkeit. Mich. 1907, 25. Köſtlich iſt das Amt, nicht weil der Paſtor in ſo guten Verhältniſſen lebte, ondern weil Gott es geſtiftet hat, weil es der Welt zum Heil gereicht Mich. 1907, 8. 7. Wis. 1907, 20, weil es ſo herrliche Verheißung hat (Röm. 10, 17: So kommt der Glaube aus der Predigt. 1 Tim. 4. 16: nirſt du dich ſelbſt ſelig machen und die dich hören H. 94, 53. 54), weil es ſo großen Erfolg hat. Ma. 18, 203. 204. Das Predigtamt hat das herrlichſte Objekt Menſchen), das herrlichſte Mittel (Evangelium), das errlichſte Ziel (Seligmachung), die herrlichſte Verheizung und den reichſten Gnadenlohn und iſt die ſeligſte Leſchäftigung. Walth. Geſ. u. Ev. 2. 274. 275, Ma. 15, 222. 223. — Luther darüber: Wis. 1907, 43. Ma. 7. 614. Ka. 1907, 15. Anmerkungen hierzu: 1. Das Predigtamt iſt mit andern Amtern gar nicht zu vergleichen. Andere Amter beſchäftigen ſich mit irdiſchen, dieſes mit himmliſchen Dingen. 2. Durch das Predigtamt geſchehen größere Wunder, als daß Lahme geheilt, Blinde ſehend gemacht werden. Es macht geiſtlich Blinde ſehend und Kranke geſund. MNa. 26, 279. 280. ‚ 3. Das Predigtamt hilft nicht für dieſes Leben, ſondmn für das ewige Leben. Es ſoll nicht das zeitliche Leben verlängern, ſondern ein neues Leben erwecken. 4. Das Predigtamt iſt höher als das Amt der Engel. Engel tun vieles am Menſchen, aber zum Glauben will e Gott durch Menſchen bringen. 3. Um des Predigtamtes willen ſteht die Welt noch. 6. Auch die gottloſe Welt, die das Predigtamt verachtet, iſt ihm zu großem Danke verpflichtet. 7. Was nützen alle Wohltaten des erſten und zweiten Artikels ohne die des dritten? — 8. Es iſt der größte Segen, den Gott über ein Land aueſchütten kann, wenn er das Predigtamt aufrichtet. im Die Wichtigteit des Predigtamtes ertennt man on beſſer, wenn die Gemeinde längere Zeit vakant iſt, aber vollkommen wird ſie erſt erkannt in jener Welt, wenn die Seligen bei ihrer Auferſtehung ſich beſchanen.

  • Ma. 27. 91 margin
  • Ma. 18. 202 margin
  • Ma. 18. 202. 28 margin
  • Ma. 18. 202. 28. 277 margin
  • Ma. 18. 202. 28. 277. 5 margin
  • Bro. 66 margin
  • Mich. 1907, 25
  • Mich. 1907, 8
  • Mich. 1907, 8. 7
  • Wis. 1907, 20
  • Ma. 18, 203
  • Ma. 18, 203. 204
  • Ges. u. Ev. 2, 274
  • Ma. 15, 222
  • Ma. 15, 222. 223
  • Wis. 1907, 43
  • Ma. 7. 614
  • Ka. 1907, 15
  • Ma. 31, 104 margin
  • Ma. 31, 104. 103 margin
  • Ma. 31, 104. 103. 26, 279 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 160 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 160. 161 margin
  • W. 91, 12 margin
  • W. 91, 12. 13 margin
  • Luth. 68, 197 margin
  • Wis. 1907, 20 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 159 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 159. 161 margin
  • Ma. 10, 153 margin
  • Bro. 182 margin
  • Bro. 182. 183 margin
  • Ma. 24, 10 margin
  • Ma. 24, 10. 10, 273 margin
  • Ma. 24, 10. 10, 273. 274 margin
  • Luth. 5, 154 margin
  • Il. 98, 69 margin
  • Il. 98, 69. 70 margin
  • Wis. Syn. 91, 40 margin
  • Schulbl. 21, 112 margin
  • Il. 1904, 53 margin
  • Ma. 31, 103 margin
  • Mit. 1903, 7 margin
  • Ma. 2, 39 margin
  • Ges. u. Ev. 1, 17 margin
  • Ma. 29, 251 margin
  • Ma. 29, 251. 252 margin
  • Mich. 1907, 6 margin
  • W. 91, 8 margin
  • Ma. 10. 297 margin
  • Wis. 1907, 14 margin

vol c, printed page 462–464 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0457_PA462

10. —

10. Wenn die Leute die Wichtigkeit des Predigtans immer bedächten, würden ſie ſich zum Amt herzu dränemn 9. Der Predigerſtand iſt kein beſonderer Stand wn dem allgemeinen Chriſtenſtand, wie das levitiſche Vre. ſtertum im alten Teſtament. Wäre das Predigtamt en beſonderer Stand, dann a. dürfte kein Laie im Notfall taufen: b. wäre das Predigtamt ein Gnademmittel und der Paſtor Mittler zwiſchen Gott und Menſchen. Zu einen Gnadenmittel machen alle die das Predigten welche die Kraft des Wortes von der Ordination ahängig machen. W. 65, 58: c. übte der Paſtor nicht die Rechte des geiſtlichen Iriſtertums öffentlich aus, ſondern brächte ſie erſt in de Gemeinde hinein, dann macht nicht das Amt den Paidr. ſondern der Paſtor das Amt. Luth. 17, 171: d. wäre der Unterſchied zwiſchen dem alten und neueTeſtament wieder aufaehoben. Im alten Teſtament var kein Oyfer giltig, das nicht vom Prieſter gebracht wurde. Das Pfarramt wäre eine Art neuteſtamentlichen Geſetes Anm. a. Das Predigtamt iſt kein beſonderer Stund, ſondern ein Amt des Dienſtes. Anm. b. Im Gnadenreich iſt kein Unterſchied untr. don Menſchen. Gal. 3, 28: Hie iſt kein Jude nos Grieche u. ſ. w. Matth. 23, 8: Ihr ſeid alle Brüber. Der Paſtor hat nicht mehr Gewalt vor Gott wie der ne N. W. 75, 47. Anm. c. Das Pfarramt hat es weſentlich mit nich anderm zu tun als mit dem, was alle Chriſten als geijliche Prieſter tun. Anm. d. Zwar kann man von einem Prediger ſtand reden ebenſo wie von einem Richterſtand („Da ſiehe der noen Stand an nach den zehn Geboten.“ So redet A⸗ ther Jo. 83. 23. Anm. und Otho Luth. 17. 92 ten einem Predigerſtand), aber dann iſt das Wort im wi teren Sinn genommen. Der Unterſchied der Stände gehört ins wel Anm. e. liche Roich. Da iſt einer größer als der andere. Die drei Stände: Lehrſtand. Wehrſtand und Nährſtand id nicht in der Hirche, ſondern in der Welt. Anm. f. Viele ſehen den Predigerſtand als einen de⸗ ſonderen Stand an, der dem Paſtor einen unauslötch⸗ lichen Charakter aufprägt. Das Amt vflanzt ſich funt durch Suecoſſion der Amtsträger. S. Antitheſe 8 13. 10. Die übertragung des Amtes. Wie kommt d Amt auf den Paſtor? Darüber iſt viel geſtritten wor⸗ den. Die Frage geht zurück auf die andere Frage: Ber hat urſprünglich die Gewalt der Schlüſſel? a. Eine übertragung des Amtes nui geſchehen. Die BVibel ſagt: Lehret ſie halten als u. ſ. w. Aber es wird nicht geſagt, wer es nun tun ſl. b. Wer überträgt das Amt? Das tut 1. Gott. Gott hat geſetzt in der Gemeinde u. ſ. w. 1 Kor. 12, 28. Gott tut es aber micht unmittelbar, ſondern mittelbar durch die Gemeinde, ſo daß man auch ſagen kann, die Gemeinde überträgt; 2. die Gemeinde. Der Paſtor empfängt das Amt durch die Gemeinde. Die Gemeinde hat die Schlüſ— ſelgewalt. L. W. 35, 225. S. Amt der Schlüſſel. 129. Die Gemeinde hat das Verufsrecht. L. W. 20, 263. Jo. 1901, 32. Es ſoll kein Biſchof je— mand einſetzen ohne der Gemeinde Wahl, Willen und Beruf. Mit. 80, 57. Anm. a. Unter der Gemeinde ſind die Gläubigen zu verſtehen. Antitheſe: Dietrich. Pfarrherrn zu berufen ſei auch Sache der Ungläubigen. Anm. b. Ob die Gemeinden durch ihre Repräſentan⸗ ten oder durch einen Stellvertreter berufen, iſt zwar nicht aleichgiltig, ändert aber am Weſen der Sache nichts. Anm. c. Zur Zeit der Apoſtel geſchah die Wahl durch Handaufheben. Anm. d. Das Almoſenamt iſt ein viel geringeres Amt als das Predigtamt und doch geſchah es durch die Ge⸗ meinde. Wie viel mehr das Predigtamt! Anm. e. Daraus folgt nun: 1. Daß das Amt ein Dienſt iſt. 1 Kor. 3, 5: Diener ſind ſie. Der Paſtor hat nichts zu befeblen, iſt kein Herrſcheramt. Il. 98, 71. Quart. „ . 2. Alles, was ein Paſtor in ſeinem Amte tut, tut er von Gemeinſchaft wegen als Diener und Werkzeug der Gemeinde. Er iſt Hand und Mund der Gemeinde. Wenn er tauft, tauft die Kirche. Brun 560. Er iſt wie ein Verwalter, der ein Stück Land für ſeine Brüder verwaltet. Mit. 97, 16. 17. 91, 34. Brun 559. 3. Darum iſt er der Gemeinde Rechenſchaft ſchul⸗ ig. 4. Auch die Handlungen eines heuchleriſchen Pa— ſtors geſchehen im Namen der Gemeinde und haben Geltung. 5. Man darf nicht auf die Perſon des Paſtors ſe— hen, ſondern auf ſein Amt. c. Was überträgt die Gemeinde dem Paſſt or? Nicht das Prieſteramt, das alle Gläubigen haben, ſondern das Prodigtamt, d. h. die öffentliche Aus⸗ ibung der Rechte der geiftlichen Prieſter von Gemein⸗ ſchafts wegen. Das Predigtamt iſt mit dem Prieſter⸗ amt nicht identiſch. d. Wodurch geſchieht die übertragung? Die Gemeinde überträgt das Amt durch den Beruſ. Im amen und Anftrag einer Gemeinde kann nur der et— was tun, der Auitrag dazu hat. Can. 8§9. 21. Anm. a. Wer das Amt verwalten will, muß einen Beruf von der Gemeinde haben. Niemand ſoll in de Kirche öffentlich lehren ohne Beruf. Luth. 16. 11. Gen hat dieſe Ordnung gemacht, darum ſoll man ſie nitt durchbrechen. W. 65, 59. 60. Anm. b. Es ſoll ſich keiner von felbſt hervor um und ſich allein zueignen, was unſer aller iſt. Wer ſich der Recht zueignet, iſt ein abgefeimter Kirchendieb. Baier 3. 692. Er verſündigt ſich wider Gottes Ordnung, obwot. ſein Wort kräftig iſt. Mit. 80, 45. 44. Anm. c. Chriſten als Prieſter können ſich gegenieitin erbauen, aber die Verſammlungen zu dieſem Zwetke dir— fen nicht öffentliche ſein und keiner darf ſich als Lebrn der andern aufwerfen. Anm. d. Zum Predigtamt kommt man nicht durt leibliche Geburt, auch nicht durch den Glauben, ſondern allein durch den Beruf. Anm. e. Dieſe Lehre iſt vielen anſtößig. Miſſonriitz übertragungslehre heißt bei ihnen ſo viel wie Man. ſchenfündlein, ſelbſterdachte Lehre. Anm. f. Die Lehre von der übertragung des Piun. amtes gehört nicht zu den primären Fundamentalartilelh.

  • W. 65, 58
  • Luth. 17, 171
  • N. W. 75, 47
  • Jo. 83. 23
  • Luth. 17. 92
  • Ges. u. Ev. 2, 275 margin
  • Walth. Epi. 64 margin
  • Luth. 17, 106 margin
  • Luth. 17, 106. 107 margin
  • L. W. 4, 100 Answer to a Voice from the Lutheran Church of Germany concerning the Missourian Church Affairs and concerning "the Voice of Our Church on the Question of Church and Ministry." margin
  • L. W. 4, 100. 35, 200 margin
  • Brun. 345 margin
  • O. 88, 28 margin
  • Il. 92, 20 margin
  • Can. 79, 37 margin
  • Mit. 80, 34 margin
  • Bro. 64 margin
  • L. W. 4, 100 Answer to a Voice from the Lutheran Church of Germany concerning the Missourian Church Affairs and concerning "the Voice of Our Church on the Question of Church and Ministry." margin
  • Can. 79, 7 margin
  • Can. 79, 7 38 margin
  • Luth. 17, 106 margin
  • Luth. 17, 106. 107 margin
  • Brun 558 margin
  • Il. 1901, 53 margin
  • Il. 1901, 53. 221—237 margin
  • Il. 1901, 53. 221—237. 222 margin
  • Mit. 80, 28 margin
  • Mit. 80, 28. 33 margin
  • Mit. 80, 27 margin
  • Mit. 80, 27 margin
  • Mit. 80, 32 margin
  • Mit. 80, 32. 9 margin
  • Brun 555 margin
  • Brun 555. 556 margin
  • Mit. 95, 28 margin
  • Mit. 95, 28. 29 margin
  • Mit. 95, 28. 29. 35 margin
  • Mit. 95, 28. 29. 35. 225 margin
  • Luth. 27, 157 margin
  • Luth. 27, 157. 158 margin
  • W. 65. 58 margin
  • L. W. 35, 225
  • L. W. 20, 263
  • Jo. 1901, 32
  • Mit. 80, 57
  • Il. 98, 71
  • Brun 560
  • Mit. 97, 16
  • Mit. 97, 16. 17
  • Mit. 97, 16. 17. 91, 34
  • Brun 559
  • Brun 559. 3
  • Mit. 80. 47 margin
  • Mit. 80. 47. 60 margin
  • N. W. 75, 34 margin
  • L. W. 35, 223 margin
  • L. W. 35, 223. 24, 268 margin
  • L. W. 35, 223. 24, 268. 20, 167 margin
  • L. W. 35, 223. 24, 268. 20, 167. 16, 177 margin
  • Mit. 80. 47 margin
  • Mit. 80. 47. 8 margin
  • Löb. 586 margin
  • R. Pi. Kat. 3 margin
  • L. W. 20, 167 margin
  • L. W. 20, 167. 168 margin
  • Mit. 80, 77 margin
  • Mit. 80, 57 margin
  • L. W. 20, 257 margin
  • L. W. 20, 257. 258 margin
  • Il. 98. 70 margin
  • Can. 79. 42 margin
  • N. W. 75, 44 margin
  • Luth. 55, 186 margin
  • N. W. 75, 34 margin
  • Mit. 97, 22 margin
  • Mit. 97, 22. 23 margin
  • Mit. 97, 22. 23. 1 margin
  • Mit. 95, 42 margin
  • Brun 561 margin
  • Brun 561. 562 margin
  • Brun 561. 562. 24 margin
  • Brun 561. 562. 24, 267 margin
  • L. W. 79, 38 margin
  • Jo. 1901, 53 margin
  • Brun. 559 margin
  • Brun. 559, 560 margin
  • Luth. 16. 11
  • W. 65, 59
  • W. 65, 59. 60
  • Baier 3. 692
  • Mit. 80, 45
  • Mit. 80, 45. 44
  • Mit. 97, 19 margin
  • Mit. 97, 19. 25 margin
  • Bra. 1905, 55 margin
  • Bra. 1905, 55. 56 margin
  • Baier 3, 691 margin
  • Mit. 80, 12 margin
  • Luth. 16, 12 margin
  • L. W. 23, 304 margin
  • L. W. 23, 304. 305 margin
  • Can. 94, 45 margin
  • Mit. 80, 11 margin
  • Mit. 80, 11. 18 margin
  • Mit. 80, 11. 18. 46 margin
  • L. W. 25, 73 margin
  • L. W. 22, 140 margin
  • L. W. 22, 140. 141 margin
  • L. W. 35,

vol c, printed page 464–466 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0459_PA464

11. —

11. Einwände. a. Wenn man etwas auf andere überträgt, dann bet man es ſelbſt nicht mehr. Die Chriſten könnten ſich deSchlüſſelamtes nicht entledigen. — Aber die Chriſten ge. ben das Prieſterrecht nicht aus den Händen. Iſt ein⸗ Haushälterin ihrer Rechte entledigt, wenn ſie Diener an— ſtellt? Veral. Prieſtertmn §7e. Anm. Eine andere Form dieſes Einwandes iſt: Da: durch würden die Gemeinden entrechtet. — Aber witd ein Fürſt entrechtet, wenn er durch ſeine Miniſter reſien? In der übertraaung findet nicht eine Verzichtleiſnna vor ſeiten des übortragenden ſtatt, ſondern vielmehr eine L⸗ tätigung des ihm zuſtehenden Rechtes. b. Dann müßten alle Chriſten Paſtoren ſein, denn won kann niemand etwas übertragen, was man ſelbit nitt hat. — Aber die amerikaniſchen Bürger übertragen durd Wahl das Präſidentenamt. obwohl ſie ſelbſt keine Präf⸗ denten ſind. Die Chriſten übertragen ja nur die öfient⸗ liche Ausühung des Amtos. Anm. Gorade dieſes Veiſpiel zeigt, daß das Volk das Recht hat. Dem Schweizervolk könnten wir keinen Prz— ſidenten wählen. c. Die Amtsträger bedürften nicht einer übertrann. da ſie das Schlüſſelamt ſchon als Chriſten haben. — Durtd übertragung aber werden die Berufenen etwas, was ſt vorher nicht waren, nämlich Paſtoren. d. Dann wären die Chriſten jederzeit befähiat. das Ant wieder an ſich zu nehmen und ſelbſt auszuüben. — Chriſtus hat aber die Verordnung getroffen, daß en zeitweiliger Beruf nicht gelten ſoll. Danach muß min ſich richten. e. Wir leugneten damit die göttliche Stiftung de Amtes und machten es zu einer menſchlichen Einrichtunn Ir es göttliche Stiftung, ſo wächſt es nicht aus dem Prieſtertum heraus und wurzelt auch nicht darin, ſon⸗ dern in Gottes Einſetzung. Wächſt es aus dem Prie⸗ ſtertum heraus, ſo braucht es Gott nicht einzuſetzen. — Das Amt der Obrigkeit wächſt aus den Bürgern heraus und iſt doch göttliche Ordnung. Prieſtertums ſei, j. Daß das Predigtamt Ausfluß des ſei pietiſtiſch. g. Dr. Walther ſcheide allgemeines Prieſtertum und Predigtamt nicht gehörig. h. Die Kirche habe über dieſe Lehre noch nicht ent⸗ ſchieden, darum ſei es offene Frage. i. Unſere Lehre ſtehe nicht in der Bibel. — Das Wort übertragen“ ſteht nicht darin, wie viele andere Wörter, 3. B. Erbjünde, Sakrament. Die Lehre ſteht aber da: 2 Kor. 2, 10: das vergebe ich um euretwillen, d. h. an eurer Statt, in eurem Auftrag. Einmal heißt 6s: Hirten und Lehrer ſind von Gott geſetzt. Das an. dere Mal: Die Schlüſſel ſind der Kirche gegeben. Daraus jolgt dann alles andere. .. Man ſolle die beiden Sätze der Schrift feſthalten, ohne die genanere Beſtimmung des Verhältniſſes zwiſchen Predigtamt und Prieſtertum ſo ſcharf feſtzuſtellen. — Dann iſt es aber unmöglich, die Lehre vom Predigtamt recht zu verſtehen. I. Unſere Lehre ſei auch nicht in den Bekenntniſſen enthalten. — Wenn auch das Wort „übertragen“ nicht vorkommt, ſo lehren ſie doch deutlich: Die Kirche hat urprünglich die Gewalt der Schlüſſel. Sie hat das Recht, Kirchendiener anzuſtellen. m. Der Ausdruck „übertragen“ ſei ein ganz neuer. Ausdruck. — Dagegen: 1. Der Ausdruck wurde ſchon von den Vätern ge— braucht. Lyierins. Baier 3. 694: deferre, demandat. Luther: von wegen der Gemeinde, anſtatt der Ge— meinde. 2. Doch beſtehen wir nicht auf dem Ansdruck, wenn man nur die Sache feſthält. Wir wollen nicht um Worte zanken. Wir ſprechen niemand das Lu⸗ thertum ab, der dieſen Ausdruck nicht gebraucht. L. W. 22, 65. 66. 19, 366. 367. 3. Die Sache kommt durch dieſes Wort ſchön zum Ausdruck. Das Wort dient dazu, falſche Lehre zu entlarven. Anm. Es iſt nicht der Ausdruck „bertragung“, ſon. — die damit ausgeſprochene Lehre, an der man ſich ößt. Die Antitheſe vertritt beſonders zwei

  • L. W. 35, 229 margin
  • L. W. 35, 229. 23, 177 margin
  • Luth. 51, 176 margin
  • Luth. 51, 176. 16, 182 margin
  • Mit. 80, 18 margin
  • Mit. 80, 18. 26 margin
  • Mit. 80, 18. 26, 124 margin
  • Mit. 80, 18. 26, 124. 37 margin
  • L. W. 19, 365 margin
  • L. W. 24, 267 margin
  • L. W. 24, 267. 268 margin
  • L. W. 24, 267. 268. 23, 176 margin
  • L. W. 24, 267. 268. 23, 176. 177 margin
  • L. W. 24, 267. 268. 23, 176. 177. 292 margin
  • L. W. 24, 267. 268. 23, 176. 177. 292. 298 margin
  • Mit. 80, 18 margin
  • Mit. 80, 18 23 margin
  • Mit. 80, 18 23, 228 margin
  • Mit. 80, 18 23, 228. 19, 363 margin
  • Mit. 80, 18 23, 228. 19, 363. 365 margin
  • Mit. 80, 18 23, 228. 19, 363. 365. 257 margin
  • Mit. 80, 18 23, 228. 19, 363. 365. 257. 298 margin
  • L. W. 23. 293 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365. 366 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365. 366. 23, 293 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365. 366. 23, 293. 299 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365. 366. 23, 293. 299. 0 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365. 366. 23, 293. 299. 0 24, 265 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365. 366. 23, 293. 299. 0 24, 265. 266 margin
  • L. W. 23. 293. 19, 365. 366. 23, 293. 299. 0 24, 265. 266. 4, 90 The Last Anointing. margin
  • Can. 94, 45 margin
  • Baier 3. 694
  • L. W. 22, 65
  • L. W. 22, 66
  • L. W. 19, 366
  • L. W. 19, 367
  • L. W. 19, 3
  • Luth. 26, 123 margin
  • Luth. 26, 123. 124 margin
  • Mit. 80, 59 margin
  • L. W. 35, 220 margin
  • Luth. 15, 172 margin
  • Luth. 15, 172. 171 margin
  • L. W. 22, 140 margin
  • Brun 560 margin
  • Luth. 27, 157 margin
  • L. W. 25, 73—76 margin
  • Mit. 80, 52 margin
  • L. W. 35, 228 margin
  • L. W. 35, 228. 227 margin
  • L. W. 35, 228. 227. 19, 366 margin
  • L. W. 35, 228. 227. 19, 366. 20, 168 margin
  • L. W. 35, 228. 227. 19, 366. 20, 168. 22, 65 margin
  • L. W. 35, 228. 227. 19, 366. 20, 168. 22, 65. 66 margin
  • Mit. 80, 11 margin
  • L. W. 20, 168 margin
  • L. W. 25, 78 margin

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12. —

12. Antitheſe. Nemungen: a. Das Predigtamt wird nicht übertragen durch die Gemeinde, ſondern pilanzt ſich fort durch die Paſtoren. durch die Ordination. Zur Ordination iſt Verufung durch die Gemeinde nicht nötig. b. Nicht die Paſtoren übertragen das Amt durch die Ordination, ſondern die Gemeinde durch den Beruf, abn als ein Amt, das der Kirche im ganzen gegeben iſt, dorn die Gemeinde ſelbſt keinen Anteil hat. Die Gemeinde leiſtet nur Handlangerdienſte. Anm. a. So löſt man das Amt los von der Gemeinde Der Paſtor iſt von der Gemeinde unabhängig und iht nicht verantwortlich. Gemeinde und Gemeindeglitde können ſich nicht einmiſchen in Dinge, die dem Amt de— fohlen ſind. Paſtoren verdanken der Gemeinde nichts nelr als das Gehalt. Anm. b. Dabei gerät man freilich in Widerſprütze Man ſieht ſich nicht eher als Paſtor an, bis die 66 meinde berufen hat, und hernach ſagt man, man bringe die Schlüſſelgewalt erſt in die Gemeinde hinein.

  • Mit. 95, 28 margin
  • Mit. 95, 28. 29 margin
  • W. 65, 58 margin
  • L. W. 16, 177 margin
  • Mit. 95, 29 margin
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  • N. W. 75, 33. 34 margin

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13. —

13. Unter die Antitheſe gehören: a. Papiſten. Die Prieſter bilden einen beſonderen Stand und ſind viel mehr, als ein gewöhnlicher Cbrit. Mittler zwiſchen Gott und Menſch. Das Predidum drückt den dazu erwählten Perſonen einen unauslöſchlithn Charakter auf. Wis. 92, 21. 22. Darum verweigerr ſie auch den Laien den Kelch im Abendmahl, daß ein Un terſchied des Standes ſei. Konk. 233, 9. Mit. 80, 2 30. —Daß die Gemeinde das Predigtamt übertränt. wird darum verurteilt. L. W. 20, 168. 169. Der Prieſterſtand tut alles. b. Mormonen. Nur die Geiſtlichen ſind VPrieſter. c. Löhe. Das Predigtamt ſteht in der Gemeinde ni' ein fruchtbarer Baum, der ſich von ſelbſt fſortpflanzt. L. W. 35, 222. 223. Nur wer das Amt hat, kannes übertragen. und das geſchieht nicht durch Beruf, ſondern durch die Ordination. Unbedinates Wahlrecht ie gefäbrlich für die Gemeinde. L. W. 16. 177. Die he. meinde mag billige Wünſche äußern, aber durch Vabl der Gemeinde kommt niemand ins Predigtamt. d. Vilmar. Ein von der Gemeinde willkürlich auf— e. Grabau. (Dann kann geworfener Mann kann nicht abſolvieren. man nie wiſſen, ob man abſolviert iſt.) Das Piedigt. ant iſt ein beſonderer Stand Wis. 82, 73. Es witd übertragen nicht durch die Gemeinde, ſondern von Gatt. (Darauf könnte ſich jeder Schwärmer beruſen.) Em. 91. 45. f. Menins. Das Prediatamt iſt nicht ein Ant. das die Funktionen des allgemeinen Prieſtertums volzieht, ſondern beruht auf einer ſonderlichen Gabe de Geiſtes. ‚ a. Kraushold teilt die Schlüſſel den Paſtoren zu. h. Donatiſten. Ein von der Gemeinde willlüt⸗ lich Rerufener könne weder Abſolution geben, nos Chriſti Leib und Blut austeilen. ‚ i. Immannelsſynode. Der Paſtor iſt für ſen Tun nur Chriſto verantwortlich. Dietrich: L. W. l5. 181. 182. 19, 363. k. Die Jowaſyno de hält nicht dafür, daß das Umt ſich ſelbſt fortpflanzt L. W. 50, 445. Deindörfer 6. 7. Das Predigtamt iſt aber nicht Ausfluß des geiſtlichen Prieſtertums, ſondern ein beſonderes Amt, das der Kirche imganzen, nicht den einzelnen Chriſten verliehen iſt. Unterſcheidungslehren von Fritſchel 10. 2. Die Gemeinde überträgt ein Amt, daran ſie ſelbſt keinen Anteil hat. Durch Beruf übertragen die Chriſn nicht ihene Rechte, damit der Paſtor ſie an aller SZlatt öifentlich vorwalte. Das Amt liegt vielmehr guſſerhalb der Gomeinde. — Doch gebört dieſe Lehre umter die offenen Fragen. Deindörfer 7. AUnm. Kotloaninm »wiſchen Joma und Ohio 1893 . W. 39, 257. 260. Toledo 1907. L. W. 53, 278. Ouart. 4. 116.

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14. Das Predigtamt ſoll man anfrichten

14. Das Predigtamt ſoll man anfrichten. Wohnen Chriſten an Orten, wo noch keine Gemeinde iſt. dann ſellen ſie ſich zu einer Gomeinde zuſammenſchließen Cal. 7, 15 und einen Paſtor beruſen Or. 99. 17. 18. Das üt das erſte, was ſie tun ſollten. Ka. 1910, 52. Dadurch a. betätiaen ſie ihr geiſtliches Prieſtertum: b. erzeigen ſie ſich und andern die größte Wohltat * legen ihre zeitlichen Güter am gewinnbringendſten ö pflanzen ſie das Predigtamt auf ihre Nachkommen ort. Anm. a. Es ſtebt nicht in ihrer Willkür, ob ſie das rediatant aufrichten wollen oder nicht. Die Kirche hat 28. 1 „„ daß ſie ſoll Prediger beſtellen. Konk. Unm. b. Prediaten zu Sauſe leſen kann die öffent libe Prediat nicht erſeten. Gerade darum hat Gott ein Lerſönliches Prediatamt geſtiftet, damit das Wort auf die beſonderen Verhältniſſe angewendet werde. Anm. c. Warum ſollen wir das Prediatamt mit Frenden aufrichten? Weil wir es Gott ſchuldia ſind. amiere eigene Wohlfahrt es erbeiſcht und wir dadurch auch ein Segen für unſere Kinder werden. Anm. d. Das Predigtamt aufrichten iſt ein hohes, göttſiches Recht und eine hohe Pflicht. Anm. e. Wird das Amt aufaerichtet, dann ſoll es aber guch geſchehen in ſchriftaemäßer Weiſe. vmlich dinth die Gemeinde. Es fit nicht Soe der Obriakeit odor des Konſiſtoriums. Auch hat Gatt In Aruktionen dafür gegeben, was für Leute man berufen doll Sun. 96. 25. Anm. f. Duäker brauchen kein Predigtamt. „Wir ſind alle Prodiger.“

  • Or. 99. 17
  • Or. 99. 17. 18
  • Ka. 1910, 52
  • W. 91, 26 margin
  • W. 91, 26. 28 margin
  • Wis. 1907, 14 margin
  • Wis. 1907, 14. 15 margin
  • Wis. 1907, 14. 15. 92, 15 margin
  • Wis. 1907, 14. 15. 92, 15. 16 margin
  • N. W. 75, 43 margin
  • Jo. 83, 33 margin
  • Jo. 83, 33. 34 margin
  • Wis. Syn. 91, 41 margin
  • Jo. 82, 66 margin
  • Jo. 82, 66. 67 margin
  • Syn. 96, 16 margin
  • Wis. 1907, 15 margin
  • Or. 99, 17 margin
  • Bro. 199 margin
  • Luth. 51, 17 margin
  • Wis. 92, 17 margin
  • Syn. 96, 16 margin
  • Mit. 80,

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15. —

15. Das Predigtamt iſt das höcſte Amt in der Kirche, alle anderen Amter ſind bloße Hilfsämter. a. Es iſt nur ein Amtt in der Kirche, das Prediatomt. Schulbl. 32, 326. Walth., Rechte Geſt. 55. Kirche u. Amt 386. b. Alle Hilfsämter fließen aus den Predigtamt. Sie liegen nicht außerhalb desjelben. Solche Hilfsämter waren zur Zeit der Anm. a. Apoſtel Evangeliſten, Regierer, Diakonen u. ſ. w. Ren. 12, 7. 8. 1 Kor. 12, 5: Es ſind mancherlei Anter. (Das heutige Diatonenamt iſt von dem jener Zeit der— ſchieden. Luth. 26, 67.) Hilfsämter in unſern Tagen ſind Hilfsprediger, Lehrer, Sonntagsſchullehrer u. fv. auch Profeſſoren. Walth. Vro. 350. 349. Anm. b. Das Amt der Evangeliſten, Alteſten u. ſ.x. war zugleich mit dem Apoſtelamt geſetzt. Nicht warn es Amter, die Gott erſt nach und nach neu geſtiftet hätte. — Durch Abzweigung entſtehen keine neuen Amter, ſondern es werden nur mehr Perſonen zur Mewaltung desſelben Amtes beſtellt. Walth. Kirche u. Aun 366. Anm. c. Weil dieſe Amter Hilfsämter des Predigt. amtes ſind, werden ihre Inhaber auch Gehilſen des Ye. ſtors genannt. Philem. 24. Diener desſelben: Kel. 4, 7. Eph. 6, 21. 2 Tim. 4, 11. Ap. 13, 5. c. Hilfsämter können abgezweig! werden. Die Gemeinde hat das Recht, einzelne Ver— richtungen vom Predigtamt abzuzweigen. Das ſieht mr aus der Wahl der Diakonen Ap. 6, 1—6. Anm. a. Das Predigtamt hat mancherlei Verrittungen, z. B. predigen, taufen, trauen, Krankenſerlſorg: u. ſ. w. Obwohl es nur ein Amt iſt, ſo iſt doch nict geboten, daß es nur von einer Perſon vollzogen werden darf. Die Gemeinde kann den einen dieſen, den andem jenen Teil des Amtes beſorgen laſſen. Anm. b. So kann die Gemeinde auch ein Zweigmmt einrichten für das Weiden der Lämmer und einen Lehter anſtellen. d. Das Abzweigen von Hilfsämtern von Gott nicht vorgeſchrieben, ſondern nur menſchliche Ordnung. Anm. a. So iſt z. B. das Schulamt nicht ein den Gott neben dem Predigtamt urſprünglich mitgeſtiitetrs Amt, nicht dem Predigtamt koordiniert. Das Predint⸗ amt liegt ſchon in abstracto in der Gemeinde, noch eh ſie einen Paſtor hat, nicht das Lehreramt. Anm. b. Auch der Unterſchied zwiſchen Pfartherm und Biſchof iſt nur menſchliche Ordnung. Nach der Schrift iſt zwiſchen Presbyter und Biſchof kein Unter ſchied. Antitheſe. Katholiken, Presbyterianer, Episcopole u. ſ. w. machen den Unterſchied der Amter götlichen Rob— tes. e. Hilfsämter ſind dem Pfarramt un. tergeordnet. Dem Paſtor wird geſagt: Habe att auf dich ſelbſt und die ganze Herde. Er muß zuſchen, daß alle Hilfsämter nach Gottes Wort verwaltet werden f. Hilfsämter kann man wieder einge. henlaſſen, wenn die Notwendigkeit dafür nicht nehr vorhanden iſt, wie auch das Diakonenamt bald wieder ungegangen zu ſein ſcheint. g. Wembloß der eine Teil des Amtes anfgetragen worden iſt, ſoll ſich nicht mehraanmaßen. Eine menſchliche Einrichtung zu durchbrechen, wäre zwar an ſich keine Sünde, aber gegen die Liebe und das kirchliche Dekorum. 9. Zu unterſcheiden iſt dabei zwiſchen Leſentlichem und Unweſentlichem 1. Wer einen weſentlichen Teil von der Gemeinde übertragen bekommt, ſollte ordiniert oder wenig— ſtens ausgeſondert ſein. 2. Wem die Gemeinde einen weſentlichen Teil des Predigtamtes überträgt, dem überträgt ſie das ganze, nur mit der Beſtimmung, nur den bezeichne⸗ ten Teil zu verſorgen. 3. Wer ein Hilfsamt hat zu einem nicht weſent⸗ lichen Teil des Predigtamtes, kann das Amt des Wortes nicht verwalten. Das Vorſteheramt iſt ein kirchlichs Amt, führt aber Führung des Predigt— amtes im engeren Sinne nicht in ſich. L. W. 20, 336. Bei der Austeilung des Abendmahles mit aus⸗ helfen, ſetzt ſo wenig voraus, daß der Aushelfer das Predigtamt verwalte, wie wenn ein Küſter bei der Taufe hilſt. L. W. 20, 338. 16. Predigtamt und Schulamt. Siernach kann das Lerbälmis zwiſchen Predigtamt und Schulamt beſtimmt werden: Das Schulamt wurzelt im Predigtamt und iſt ein Teil desſelben. Indem Lehrer die Kinder in Gottes Vort unterrichten, verwalten ſie nicht ein Amt neben dem 10 digtant, ſondern ein Stück desſelben. Mich. 1907, 5. Anm. a. Das Schulantt iſt ein Zweigamt. L. W. 53, 5. Es iſt das wichtigſte unter allen Hilfsämtern. Schulbl. 32, 288. Uenn. b. Obwohl ein Lehrer nicht Paſtor iſt, ſo iſt er doch ein öffentlicher Diener am Wort und in der Lehre. er Feht in einem göttlichen Beruf und Amt. L. W. 53, —19. Anm. c. Ein Zweigamt iſt das Schulamt, inſofern es n Lehren des Wortes Gottes beſteht. Das Schulamt hat ſreilich auch noch eine bürgerliche Seite, inſofern Fnaltliche Fächer gelehrt werden. Anm. d. Der Lehrer iſt Gehilſe des Paſtors. b. Schullehrer ſtehen nicht im Pfarramt. Sie ſind nicht Le hrer der Gemeinde, ſondern nur der Kinder. Sie ſol— en nicht die ganze Herde weiden. Anm. Darum kann man auch Frauen als Lehrer an⸗ ſellen, nicht aber als Paſtor. . Der Paſtor bleibt Aufſeher über die Schule, ſofern ein Hilfsamt iſt. Ihm wird die Verantwortung für die Lämmer nicht abgenommen. Inſofern freilich welt⸗ ſte Fächer in der Schule gelehrt werden, hätte der Pa— ſtor die Aufſicht nur dann, wenn ihm die Gemeinde die Aufſicht überträgt. Neb. 1903, 42. d. Wird die Kinderzahl in der Schule zu klein, ſo kann man das Schulamt wieder eingehen und die Kinder wie⸗ der durch den Paſtor unterweiſen laſſen.

  • Schulbl. 32, 326
  • L. W. 35. 229 margin
  • L. W. 35. 229. 53, 243 margin
  • L. W. 35. 229. 53, 243. 24 margin
  • Jo. 1901, 53 margin
  • Mit. 97, 7 margin
  • Mit. 97, 7. 28 margin
  • Luth. 10, 3 margin
  • Proc. 97, 25 margin
  • Proc. 97, 25. 26 margin
  • Luth. 26, 67
  • Mit. 97, 28 margin
  • Ma. 33, 285 margin
  • Luth. 10, 3 margin
  • Walth. Epi. 72 margin
  • Neb. 1903, 40 margin
  • Theol. 97, 22 margin
  • Theol. 97, 22. 23 margin
  • Proc. 97, 27 margin
  • Proc. 97, 27. 28 margin
  • Out. 250 margin
  • L. W. 20, 335 margin
  • Mit. 97, 30 margin
  • L. W. 35, 229 margin
  • Luth. 23, 66 margin
  • Schulbl. 32, 326 margin
  • Schulbl. 32, 326. 285 margin
  • Schulbl. 32, 326. 285. 286 margin
  • Luth. 23, 66 margin
  • L. W. 20, 266 margin
  • L. W. 20, 266. 267 margin
  • Can. 95, 38 margin
  • Günth. 328 margin
  • Luth. 10, 3 margin
  • L. W. 20, 266 margin
  • L. W. 20, 266. 267 margin
  • Schulbl. 32, 330 margin
  • Schulbl. 32, 330. 287 margin
  • L. W. 20, 268 margin
  • L. W. 20, 268. 19, 157 margin
  • Günth. 329 margin
  • Günth. 329. 330 margin
  • L. W. 16, 182 margin
  • L. W. 16, 182. 183 margin
  • Schulbl. 32. 327 margin
  • Schulbl. 32. 327. 328 margin
  • Neb. 1903, 40 margin
  • Neb. 1903, 40. 41 margin
  • Mit. 97, 31 margin
  • Mit. 97, 31. 32 margin
  • L. W. 20, 336
  • L. W. 20, 338
  • L. W. 20, 338. 16
  • Mich. 1907, 5
  • L. W. 53, 5
  • Schulbl. 32, 288
  • L. W. 20, 334 margin
  • Schulbl. 32, 326 margin
  • Schulbl. 32, 326. 327 margin
  • L. W. 20, 362 margin
  • L. W. 20, 331 margin
  • L. W. 20, 335 margin
  • Schulbl. 32, 287 margin
  • Schulbl. 32, 287. 21, 112 margin
  • L. W. 53, 245 margin
  • Past. 391 margin
  • Mit. 95, 30 margin
  • Neb. 1903, 41 margin
  • Neb. 1903, 41. 43 margin
  • Neb. 1903, 41. 43. 44 margin
  • Schulbl. 32, 329 margin
  • Schulbl. 28, 281 margin
  • Mit. 97, 31 margin
  • Schulbl. 32, 327 margin
  • Proc. 97, 31 margin
  • Schulbl. 32, 329 margin
  • L. W. 53, 251 margin
  • Schulbl. 32, 291 margin
  • Neb. 1903, 42
  • L. W. 53, —19. Anm. c. E

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17. Chriſten ſollen das Predigtamt hoch und heilig hal- Wis

17. Chriſten ſollen das Predigtamt hoch und heilig hal- Wis. 92, 15. Mit. N, ten. Das ſollen ſie beweiſen dadurch, daß ſie 37. a. die Inhaber des Amtes als göttlich Ka. 1900, 37. 44. 45 berufen anſehen, als Diener Gottes anerkennen 47. Ma. 2, 41.42. J. und ihr Wort aufnehmen, auch wenn Gebrechen und 398, 66. Schwachheiten am Paſtor offenbar werden. Anm. a. Dem Predigtamt gebührt Ehrfurcht und un⸗ Walth. Kirche u. M bedingter Gehorſaun, wenn (ottes Wort geführt wird. 360—370. L. VW. 3 Man ſoll Prediger nicht wie einen Menſchenknecht be. 230. 21. 273. 16, 188 handeln. Wis. 92, 22. 23: Jo. 1901, 53. Syn. 7l. 20. 24. Mit. 95, 43. H 38. Il. 98, 67. 6e. ‚ meindeglied 5111l. b. das Amt brauchen. Hat Gott das Predigt. Luth. 51, 2. Shn. 7 amt geſtiſtet, ſo will er auch, daß die Gemeinde eine Hö. (28. 29. rerſchaft jei. — Gott hat auch den Saul an das Predigt⸗ amt gewieſen. Il. 98, 66. 69. Baier 3. 684. Anm. a. Wir ſollen das Predigtamt nicht verach. Min. 88, 42. 43. 8. 9. ten. Wer euch verachtet, der verachtet mich. Ein ſolcher 54. Ka. 1903, 22. 25 hat keine Verheifng, daß ihm Gott ſeine Gnade auf Neb. 82, 36. 37. außerordentliche Weiſe werde widerfahren“ laſſen. Il. 1906. 59. Die Verachtung wird geſtraft. Mirjam. Stöckh. A. T. 126. — Anm. b. Viele ſagen, ſie können auch zu Hauſe eine Luth. 6, 55. 56. Dain Predigt leſen, aber ſie tun es doch nicht, und wenn ſie es 3, 684. 685. • tun, iſt es doch nicht ſo fruchtbar, wie das mündliche Wort. Obwohl auch das geleſene Wort eine Kraft Gottes iſt Röm. 1. 16, ſo lieſt doch der ſich den Teufel auf den Kopf, der darüber das Predigtamt verachtet. Can. 70• 16. — Anm. e. Auch das Konventikelweſen iſt eine Verach. N. W. 75, 45. es Predigtamtes. nm . Schwärmer achten das Predigtamt gering Brun 558. Mich. 1087 und die Welt iſt ihm bitter ſeind. 7. Anm. e. Das Predigtamt gehört ins 3. und 4. Ge⸗ Wis. 91, 30. bot. (Geiſtliche Väter.) Homiletik. 3. Advent. — Epi. Macht euch das Predigtamt nach Gottes Rat zu ewigem Nutzen! a. dole die Prediger ſür die, als welche ſie Gott geſeht hat, b. fordert von ihnen nur d wozu Gott die Chriſten den Paſtoren gegenüber berechtigt, e. erkennt, wie ernſt & t mit dem Nutzen für euch durch die Prediger meint. — Hön. Ent. 24. Ger 2. Sonntag nach Epiphanias. — Epi. Vom öffentlichen Predigtamt. a. Worin es ſeinen Grund hat, b. worin ſür eigentliche Aufgabe beſteht. — Walth. Bro. 62. Quaſimodogeniti. — Ev. Das evangeliſche Predigtamt. a. Beſchaffenbeit, b. Inhaber, e. Zwer diis Amtes. — Ma. 19, 118. Das evangeliſche Predigtamt. a. Die göttliche Einſetzuna, b. der herrliche N halt und die ſelige Frucht, e. die Beſchaffenheit derer, die dies Amt verwalten. — Na. 10, 152. Miſericordias Domini. — Ev. Das evangeliſche Predigtamt ein Hirtenamt. Rechtſchaffene Prediger a. wei— den die Schafe, b. ſchützen ſie, c. laſſen ihr Leben für ſie. — Ma. 33, 121. Exaudi. — Epi. Die Ehre Gottes der Endzweck des Predigtamtes. a. Wie gewiß, b. wie wichtig. — Ma. 11, 138. 2. Pfingſttag. — Epi. Predigtamt, Wort und Sakrament. a. Das Predigtamt ſoll Wort und Sakra— ment in Gebrauch ſetzen, b. das Wort ſoll den Geiſt geben, c. das Sakrament ſoll den Geiſt beſiegeln. — Quart. 1, 99. 2. Sonntag nach Trin. — Ev. Das Amt eines evangeliſchen Predigers und ſeine Erfahrung darin. a. Welche Bewandtnis es mit dieſem Amte hat, b. welches die Erfahrungen eines evangeliſchen Predigers darin ſind. — Ma. 33, 169. 11. Sonntag nach Trin. — Ev. Die Lehre von der Würde des Predigtamtes. Die Pflichten des Paſtors und der Zuhörer. — Ma. 10, 273. 12. Sonntag nach Trin. — Epi. Das Predigtamit ein göttliches Mittel zur Bekehrung der Menſchen. a. Gott macht dazu tüchtig, b. das Evangelium, das wir predigen, iſt eine Kraft Gottes zur Seligkeit, e. in dem Evangelium kommt der Heilige Geiſt. — Ma. 30, 272. Haſt du vom Predigtamt den rechten, dir von Gott zugedachten Nutzen? Der Nutzen iſt a. das Leben, b. der Heilige Geiſt, c. die wahre Gerechtigkeit, d. gewiſſe Hoffnung für die Ewigkeit. — Hön. Ent. 413. Von der Hoheit und Herrlichkeit des evangeliſchen Predigtamtes. a. Endzweck, b. Mittel zur Erreichung dieſes Endzweckes. — Walth. Epi. 362. Freiterxte. „Jeſ. 6. — Das Predigtamt. a. Die rechte Vorbereitung, b. die rechte Ausjührung, e. der rechte Troſt. — Kirketid. 98, 613. Pſ. 100. — Warum ſollen wir das Predigtamt mit Freuden aufrichten und er— halten? a. Weil wir es Gott ſchuldig ſind, b. weil es unſere eigene Wohlfahrt er heiſcht, e. weil wir dadurch auch ein Segen für unſere Kinder und Kindestinder werden. — Walth. Bro. 199. Joh. 10, 1—11. — Vom Hirtenamt in der chriſtlichen Kirche. a. Wann es recht geführt wird, b. welche herrliche Frucht es ſchafft. — Ma. 3, 179. Joh. 21, 1—14. — Was lehrt uns die Ofſenbarung des Herrn am galiläiſchen Meer inbezuig auf unſer Amt? a. Worin unſer Amt beſteht, b. wie herrlich der Herr unſere Arbeit ſegnet, e. welch herrlichen Gnadenlohn der Herr ſeinen treuen Dienern verheißt. — Ma. 32, 139. 2 Kor. 5, 10—21. — Die evangeliſche Natur des Predigtamtes. a. Der ebangeliſche Grund (Verſöhnung Gottes mit den Menſchen), b. der evangeliſche Zweck Verſöhnung des Menſchen mit Gott), e. das evangeliſche Mittel, den Zweck zu erreichen (die Predigt der Verſöhmung). — L. W. 12, 13. Evh. 3, 8. — Das Amt eines evangeliſchen Predigers. a. Welches die eigentliche Aufgabe des evangeliſchen Predigtamtes ſei, b. wie dies Amt verwaltet wer— den ſoll. — R. Pi. Pred. 1, 153. — Eph. 4, 10—12. — Vom öffentlichen Predigtamt. a Die Prediger ſind a. Ziener der Kirche, b. Diener Chriſti. — Ma. 19, 288. Eph. 4, 11. 12. — Vom Predigtamt. a. Urſprung, b. Arbeit, e. Segen. — Na. 18, 200. Eph. 4, 11—16. — Vom öffentlichen Predigtamt. a. Die Perſonen, welche Chriſtus für dasſelbe gegeben hat, b. der Zweck, zu dem Chriſtus die Prediger ge— geben hat. — Ma. 35, 181.

  • Wis. 92, 15
  • Ka. 1900, 37
  • Ka. 1900, 37. 44
  • Ka. 1900, 37. 44. 45
  • Ma. 2, 41
  • Ma. 2, 41.42
  • Wis. 92, 22
  • Wis. 92, 22. 23
  • Jo. 1901, 53
  • Syn. 7l. 20
  • Syn. 7l. 20. 24
  • Mit. 95, 43
  • Il. 98, 67
  • Il. 98, 67. 6
  • Luth. 51, 2
  • Il. 98, 66
  • Il. 98, 66. 69
  • Baier 3. 684
  • Min. 88, 42
  • Min. 88, 42. 43
  • Min. 88, 42. 43. 8
  • Min. 88, 42. 43. 8. 9
  • Ka. 1903, 22
  • Ka. 1903, 22. 25
  • Neb. 82, 36
  • Neb. 82, 36. 37
  • Il. 1906. 59
  • Stöckh. A. T. 126
  • Luth. 6, 55
  • Luth. 6, 55. 56
  • N. W. 75, 45
  • Brun 558
  • Wis. 91, 30
  • Hön. Ent. 24
  • Bro. 62
  • Ma. 19, 118
  • Ka. 10, 152
  • Ma. 33, 121
  • Ma. 11, 138
  • Ma. 11, 138. 2
  • Quart. 1, 99
  • Quart. 1, 99. 2
  • Ma. 33, 169
  • Ma. 33, 169. 11
  • Ma. 10, 273
  • Ma. 10, 273. 12
  • Ma. 30, 272
  • Hön. Ent. 413
  • Walth. Epi. 362
  • Bro. 199
  • Ma. 3, 179
  • Ma. 32, 139
  • Ma. 32, 139. 2
  • L. W. 12, 13
  • R. Pi. Pred. 1, 153
  • Ma. 19, 288
  • Ka. 18, 200
  • Ma. 35, 181
  • Can. 70• 16. — Anm. e. A

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