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Der Lutheraner Frankfurt am Main — Mai 1949, Seite 54
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Seite 54 Mai 1949 Nummer 5.
VELKD und lutherische Freikirchen
Eine Antwort an D. Meiser
Der leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch
⸗Lutherischen Kirche Deutschlands,
D. Hans Meiser, hat der Synode dieser
Kirche in Leipzig am 26. Januar einen
Tätigkeitsbericht erstattet, der uns im Auszuge
der „Nachrichten für die ev.-luth. Geistlichen
in Bayern“ (Jahrgang 4, Nr. 5, vom
15. März 1949) vorliegt. In diesem Bericht
gab der Bischof eine allgemeine Übersicht über
das Werden der VELKD, um sich dann mit
den Kräften auseinanderzusetzen, die nach
Eisenach die errungene Gemeinschaft mit der
EKD nach seiner Meinung zu gefährden drohen
. In beiden Zusammenhängen kam er auch
auf das Verhältnis zu den lutherischen Freikirchen
zu sprechen.
Da in den Ausführungen des Bischofs nicht
nur die Stellung der Freikirchen im allgemeinen
angegriffen wurde, sondern darüber hinaus
zum Beweis seiner Behauptungen auch ein
Artikel unseres Blattes auf öffentlicher Synode
ausdrücklich zitiert wurde, sehen wir uns zur
Stellungnahme genötigt.
Zunächst sagte der Bischof im Rahmen der
Schilderung des Verhältnisses der VELKD
zu anderen lutherischen Kirchen allgemein:
„Eine besonders schwierige und schmerzliche Frage ist
das Verhältnis zu den lutherischen Freikirchen. In
anderem Zusammenhange werde ich darüber noch etwas
ausführlicher sprechen müssen. Hier sei nur erwähnt,
daß die Bischofskonferenz erneut ihre Bereitschaft
erklärt hat, einen Weg zu suchen, der zu einem geordneten
Verhältnis zu den Freikirchen führt, wenngleich
im Augenblick nicht gesagt werden kann, welches
dieser Weg ist.“
Im Zusammenhang seines weiteren Berichts
über die nach Eisenach einsetzende Entwicklung
führte der Bischof aus:
„Unmittelbar nach Eisenach ergaben sich nicht unerhebliche
Schwierigkeiten; aus maßgeblichem Munde
hörten wir das Wort von dem Bundescharakter des
Zusammenschlusses, dem trotzdem das Prädikat einer
Kirche zukomme, und von der Feststellung einer Abendmahlsgemeinschaft
, bei der allerdings die bestehenden
Lehrdifferenzen berücksichtigt werden. Auch andere ähnliche
Äußerungen wurden laut, und es trat ein, was
zu befürchten war, daß durch die Art, wie über Eisenach
nachträglich geredet wurde, das Ergebnis von Eisenach
nahezu in Frage gestellt worden ist. Denn diese Äußerungen
gaben den Kreisen, die anfangs einem Zusammenschluß
sehr kritisch gegenüberstanden, starken
Auftrieb und ihren Bedenken einen Schein des Rechts.
Sowohl in Bayern, aber auch in Hannover und
Sachsen traten rechtsstehende lutherische Kreise aus
ihrer bisherigen Zurückhaltung heraus und nahmen
offen gegen den Anschluß der lutherischen Kirche an
die Evangelische Kirche in Deutschland Stellung. In
einzelnen Fällen ging man soweit, die eigene Kirchenleitung
des bekenntniswidrigen Handelns zu bezichtigen
, ihr die kirchliche Legitimität abzusprechen,
Geistliche und Gemeinden aufzurufen, alle Ordnungen
unbeachtet zu lassen, die von den Landeskirchen auf
Grund von Verfügungen der EKiD erlassen würden.
Die lutherischen Freikirchen, die schon die Beschlüsse
von Treysa II zum Anlaß genommen hatten, die
Kanzel⸗ und Abendmahlsgemeinschaft mit den lutherischen
Landeskirchen zu kündigen, sahen sich in ihrer
ablehnenden Haltung nun erst recht gerechtfertigt, und
ihre Sprache gegen uns ist in zunehmendem Maße
polemisch geworden.
Es wird ein Artikel von Rektor P. Hans Kirsten im
„Lutheraner“ zitiert, der u. a. die Worte enthält:
„So kann leider kein Zweifel bleiben: der Unionsgedanke
hat in Eisenach triumphiert. Alle Vorbehalte,
die die Lutheraner vorgebracht, alle Einschränkungen,
die sie vielleicht erreicht haben, ändern nichts daran,
daß nun in Deutschland außerhalb der lutherischen
Freikirche keine selbständigen lutherischen Kirchen
mehr bestehen, die sich nach ihrem Bekenntnis bauen
und ordnen könnten. Die lutherischen Landeskirchen
haben sich wohl nun endgültig einem fremden Geist,
der nicht aus der Wahrheit ist, gebeugt und werden
die Folgerungen daraus spüren (wörtlich: „die Folgen
tragen müssen“ D. Red.)
Nun kann aber für keinen, der die Grundordnung
der EKiD unvoreingenommen liest
und redlich deutet, indem er die Dinge so stehen
läßt, wie sie dastehen, ein Zweifel darüber bestehen,
daß die EKiD eben keine Kirche im Sinne von
Augustana VII, am wenigsten eine Unionskirche ist,
daß in ihr keine uneingeschränkte Abendmahlsgemeinschaft
aufgerichtet wurde, und daß nach Art. X
Ziff. 1 der Grundordnung jede Gliedkirche die Verfassung
verletzte, die ihr Bekenntnis in Lehre, Leben
und Ordnung der Kirche nicht wirksam werden ließe.
Es entfallen damit alle falschen Schlußfolgerungen,
welche die rechtsstehenden lutherischen Kreise in den
Landeskirchen und welche die deutschen lutherischen
Freikirchen aus unserem Beitritt zur EKiD ziehen.
Aus allem Gesagten aber erklärt sich, daß es eine
Reihe von Landeskirchen für unerläßlich gehalten
haben, ihren Beschluß, der EKiD beizutreten, mit
bestimmten grundsätzlichen Erklärungen zu begleiten.
Es werden die bekannten Erklärungen zur Grundordnung
von Bayern, Thüringen und Hannover
zitiert, die sich sinngemäß in den kurzen Wortlaut
der hannoverschen Erklärung zusammenfassen lassen:
„Indem der vorläufige Kirchensenat und die
Landessynode die Zustimmung zur Grundordnung
der Evangelischen Kirche in Deutschland aussprechen
, stellen sie fest, daß die letzte Entscheidung
über ein bekenntnisgebundenes Handeln in Zweifelsfällen
bei den Gliedkirchen liegt.“
Diese Erklärungen sind keine Vorbehalte, sondern
stellen nur noch einmal in aller Kürze eindeutig das
Selbstverständnis der EKiD fest, wie es sich aus der
Grundordnung ergibt, und wie es die Voraussetzung
des Beitritts unserer lutherischen Landeskirche zur
EKiD ist.“
Wir haben diesen Erklärungen des leitenden
Bischofs der VELKD in dieser Ausführlichkeit
auch darum Raum gegeben, um dem
Standpunkt der anderen Seite volle Gerechtigkeit
widerfahren zu lassen und zugleich unseren
Lesern Gelegenheit zu schaffen, sich ihr Urteil
nach allen Seiten selbst zu bilden. Zur Sache
selbst haben wir seit Eisenach bereits mehr als
einmal so grundlegend Stellung genommen
(zuletzt in Nr. 4 durch einen Vertreter des
„rechtsstehenden Luthertums“ innerhalb der
Landeskirchen), daß wir an dieser Stelle uns
auf eine Zusammenfassung des Wesentlichen
beschränken können.
Uns erscheint das Urteil „aus maßgeblichem
Munde“ (gemeint ist offenbar Landesbischof
D. Wurm, vergl. unseren Artikel im
„Lutheraner“ Nr. 9) „von dem Bundescharakter
des Zusammenschlusses, dem trotzdem
das Prädikat einer Kirche zukomme“, eben
doch nicht so abwegig oder gar böswillig, wie
man das in München immer wieder glauben
machen will. Wir gehen nicht so weit, wie
D. Meiser uns gegenüber tut, die Redlichkeit
der andern Seite in Frage zu stellen. (Wir
möchten das Wort „redlich“ nicht gern so
nehmen, wie es da steht!) Aber sollte es den
Männern der VELKD nicht zu denken geben,
daß sie mit ihrer Auslegung der Grundordnung
wirklich ganz allein dastehen? Alle Zusagen
, die sie sich in Eisenach haben geben
lassen, alle noch so komplizierten und spitzfindigen
(den Gemeinden undurchsichtigen)
Formulierungen ihrer Vorbehalte, alle Zusatzerklärungen
, mit denen sie die Abmachungen
von Eisenach nachträglich interpretiert haben,
können doch die Tatsachen nicht ändern, Tatsachen
, die eben nicht nur „rechtsstehende
Lutheraner“ und die lutherischen Freikirchen,
sondern alle nüchtern und sachlich urteilenden
Ausleger des Wortlautes der Grundordnung
feststellen, und aus denen sie alle dieselben
Schlußfolgerungen ableiten. Statt darum
nach allen Seiten sich über Böswilligkeit zu
beklagen, sollten auch die lutherischen Landeskirchen
erkennen, daß sie einfach in einem
Irrtum befangen sind, wenn sie mit aller Gewalt
gegen die geschlossene Front von rechts
und links die Fiktion aufrecht erhalten, als ob
in Eisenach nichts geschehen wäre, was ihre
bisherige Stellung als selbständige lutherische
Kirchen beeinträchtigt hätte. Tatsache ist und
bleibt (um es sehr vorsichtig auszudrücken),
daß die lutherischen Landeskirchen
sich in der EKiD mit Kirchen
anderer oder gemischter
Konfession in einen Bund eingelassen
haben, dem nach den
getroffenen Abmachungen der
Charakter einer Kirche nicht
abgesprochen werden kann. Das
bezeugen die Artikel der „Grundordnung“, die
auf den „Bund“, den sie ausdrücklich Kirche
nennt, eine Fülle von Vollmachten überträgt,
wie sie eben einem bloßen „Bund“ nicht eignen
können. Wir müssen und können es uns
versagen, das im Einzelnen an dieser Stelle
noch einmal zu belegen, nachdem wir den Beweis
in dem angezogenen Artikel und in einer
öffentlichen Erklärung aller lutherischen Freikirchen
mit aller Gründlichkeit bereits geführt
haben.
Überhaupt halten wir es für fruchtbarer und
wichtiger, das Gespräch immer wieder aus der
Ebene der Tagesfragen herauszuführen und
uns von Schrift und Bekenntnis unserer
Kirche her zu verständigen. Von daher möchten
wir es auch an dieser Stelle wieder einmal
aussprechen, daß es alles andere als „Voreingenommenheit
“ ist, wenn wir als lutherische
Freikirche eine so entschiedene Stellung in den
gegenwärtigen kirchlichen Wirren beziehen.
Wir möchten damit in heiligem Ernst das
Bewußtsein unserer weltweiten Verantwortung
für die Sache der lutherischen
Kirche und der lauteren Verkündigung des
Evangeliums bezeugen. Wir wissen, daß dieser
Dienst notwendig ist und gar nicht entbehrt
werden kann, wenn die Kirche in der
großen Weltversuchungsstunde dieser letzten
Tage bewahrt werden soll vor der so drängenden
Gefahr, das Evangelium und die Wahrheit
um angeblicher größerer Wirkungsmöglichkeiten
in einer größeren Einheit preiszugeben
. Wir wissen: Es gibt in der Kirche
Jesu Christi nur eine einzige Einheit, nämlich
die in der Wahrheit. So dürfen wir auch
[unleserlich]
English translation AI translation
Page 54 May 1949 Number 5.
VELKD and Lutheran Free Churches
An Answer to D. Meiser
The presiding bishop of the United Evangelical Lutheran Church of Germany, D. Hans Meiser, delivered a report on activities to the synod of this church in Leipzig on January 26, which is available to us in excerpt from the "Nachrichten für die ev.-luth. Geistlichen in Bayern" (Volume 4, No. 5, of March 15, 1949). In this report the bishop gave a general overview of the development of the VELKD, in order then to take issue with the forces which, after Eisenach, in his opinion, threaten to endanger the fellowship that had been achieved with the EKD. In both contexts he also spoke of the relationship to the Lutheran free churches.
Since in the bishop's remarks not only was the position of the free churches in general attacked, but beyond that, as proof of his assertions, an article from our paper was also explicitly quoted before the open synod, we feel compelled to take a position.
First, the bishop said, within the framework of describing the relationship of the VELKD to other Lutheran churches, in general:
"A particularly difficult and painful question is the relationship to the Lutheran free churches. In another context I shall have to speak of this in more detail. Here let it merely be mentioned that the bishops' conference has again declared its readiness to seek a path that leads to an orderly relationship with the free churches, even though at the moment it cannot be said what this path is."
In the context of his further report on the development beginning after Eisenach, the bishop stated:
"Immediately after Eisenach not inconsiderable difficulties arose; from an authoritative mouth we heard the word about the federal character of the union, to which nevertheless the predicate of a church applies, and about the establishment of a fellowship of the Lord's Supper, in which, however, the existing doctrinal differences are taken into account. Other similar statements also became known, and what was to be feared came to pass: that through the manner in which Eisenach was subsequently spoken of, the result of Eisenach was nearly called into question. For these statements gave strong impetus to those circles which had at first been very critical of a union, and gave their reservations a semblance of justification. Both in Bavaria, but also in Hanover and Saxony, right-leaning Lutheran circles emerged from their previous reserve and openly took a stand against the joining of the Lutheran church to the Evangelical Church in Germany. In individual cases people went so far as to accuse their own church leadership of acting contrary to the confession, to deny it ecclesiastical legitimacy, to call upon clergy and congregations to disregard all regulations issued by the territorial churches on the basis of directives from the EKiD. The Lutheran free churches, who had already taken the resolutions of Treysa II as occasion to terminate pulpit and altar fellowship with the Lutheran territorial churches, now saw themselves all the more justified in their rejecting stance, and their language against us has become increasingly polemical.
An article by Rector P. Hans Kirsten in "Der Lutheraner" is quoted, which contains, among other things, the words: "Thus, unfortunately, there can remain no doubt: the idea of union has triumphed at Eisenach. All the reservations that the Lutherans have raised, all the limitations they may have achieved, change nothing about the fact that now, outside the Lutheran free church, no independent Lutheran churches exist in Germany that could build and order themselves according to their confession. The Lutheran territorial churches have now presumably finally bowed to a foreign spirit, which is not of the truth, and will feel the consequences of this (literally: "will have to bear the consequences," ed.)
Now, however, for anyone who reads the basic order [Grundordnung] of the EKiD without prejudice and interprets it honestly, letting the matters stand as they are stated, there can be no doubt that the EKiD is indeed not a church in the sense of Augustana VII, least of all a union church, that in it no unrestricted fellowship of the Lord's Supper has been established, and that according to Article X, Section 1 of the basic order, every member church would violate the constitution if it did not allow its confession to become effective in the doctrine, life, and order of the church. All false conclusions thus fall away which the right-leaning Lutheran circles in the territorial churches and the German Lutheran free churches draw from our joining the EKiD. From all that has been said, it becomes clear why a number of territorial churches have considered it indispensable to accompany their resolution to join the EKiD with certain fundamental declarations.
The well-known declarations on the basic order of Bavaria, Thuringia, and Hanover are cited, which can be summarized in substance in the brief wording of the Hanover declaration:
"In that the provisional church senate and the territorial synod express their assent to the basic order of the Evangelical Church in Germany, they establish that the final decision concerning confession-bound action in cases of doubt lies with the member churches."
These declarations are not reservations, but merely once again clearly state, in all brevity, the self-understanding of the EKiD as it results from the basic order, and as it is the presupposition for the joining of our Lutheran territorial church to the EKiD."
We have given space to these statements of the presiding bishop of the VELKD in such detail also in order to do full justice to the standpoint of the other side, and at the same time to give our readers the opportunity to form their own judgment from all sides. On the matter itself we have already taken such a fundamental position more than once since Eisenach (most recently in No. 4 through a representative of "right-leaning Lutheranism" within the territorial churches), that we can limit ourselves here to a summary of the essentials.
To us the judgment "from an authoritative mouth" (evidently meaning territorial bishop D. Wurm, cf. our article in "Der Lutheraner" No. 9) "about the federal character of the union, to which nevertheless the predicate of a church applies," does not seem so far-fetched or even malicious as one keeps trying to make believe in Munich. We do not go so far, as D. Meiser does with regard to us, as to question the honesty of the other side. (We would not like to take the word "honest" in the sense in which it stands there!) But should it not give the men of the VELKD pause that with their interpretation of the basic order they really stand quite alone? All the assurances they had given to themselves in Eisenach, all the ever more complicated and hair-splitting (to the congregations opaque) formulations of their reservations, all the supplementary declarations with which they have subsequently interpreted the agreements of Eisenach, cannot after all change the facts—facts which not only "right-leaning Lutherans" and the Lutheran free churches, but all sober and objectively judging interpreters of the wording of the basic order establish, and from which they all draw the same conclusions. Instead of complaining on all sides about malice, the Lutheran territorial churches too should recognize that they are simply caught in an error when, with all their might, against the united front from right and left, they maintain the fiction that nothing happened at Eisenach that impaired their previous standing as independent Lutheran churches. It is and remains a fact (to put it very cautiously) that the Lutheran territorial churches, within the EKiD, have entered into a union with churches of other or mixed confession, to which, according to the agreements made, the character of a church cannot be denied. This is attested by the articles of the "basic order," which transfer to the "union"—which it expressly calls a church—a wealth of powers such as cannot belong to a mere "union." We must and can spare ourselves from documenting this once more in detail at this point, since we have already presented the proof, with all thoroughness, in the article cited and in a public declaration by all the Lutheran free churches.
In general, we consider it more fruitful and more important to keep leading the conversation away from the level of day-to-day questions and to come to an understanding on the basis of Scripture and the confession of our church. From this standpoint we would also like to state once again at this point that it is anything but "bias" when we, as a Lutheran free church, take such a firm stand in the present ecclesiastical confusion. We wish thereby, in holy earnestness, to bear witness to our awareness of our worldwide responsibility for the cause of the Lutheran church and the pure proclamation of the Gospel. We know that this service is necessary and cannot at all be dispensed with, if the church is to be preserved, in the great hour of worldly temptation of these last days, from the so pressing danger of surrendering the Gospel and the truth for the sake of allegedly greater possibilities of effectiveness in a larger unity. We know: in the church of Jesus Christ there is only a single unity, namely that in the truth. So may we also
[illegible]