Collection › Der Lutheraner (Frankfurt am Main) › Jahrgang 3, Nummer 5 › Seite 55

Der Lutheraner Frankfurt am Main — Mai 1949, Seite 55

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Nummer 5                                        Mai 1949                                        Seite 55

keine andere suchen und müssen jede andere
meiden. Das zu bezeugen, mit Wort und
Tat, ist unser Amt. Es ist darum auch unser
Amt, aus treuen Herzen und in brüderlicher
Liebe zu warnen vor den falschen Wegen, die
die Kirche verderben und zerstören. Ein solcher
falscher Weg ist nach der Schrift und allen
Erfahrungen der Kirchengeschichte der Unionismus
, der Versuch, der Kirche aufzuhelfen
durch Einigung ohne Einigkeit. Auch heute
noch muß es darum gelten, was Claus
Harms 1817 im Blick auf die damals geplante
Union schrieb: „Als eine arme Magd
möchte man die lutherische Kirche jetzt durch
eine Kopulation reich machen. Vollzieht den
Akt, ja nicht über Luthers Gebein! Es wird
lebendig davon und dann — wehe euch!“

—rst—

Von Büchern

Evangelisch⸗Lutherischer Volkskalender
auf das Jahr 1949

88 Seiten, Preis DM —,90

Endlich ist er da, der Evangelisch⸗Lutherische Volkskalender
für 1949! Wenn er auch ohne Schuld der
Verantwortlichen etwas verspätet kommt, so entbieten
wir ihm doch für seine diesjährige dritte Ankunft ein
herzliches Willkommen! Wieder hat er uns etwas
zu sagen, das für uns nicht nur lesenswert, sondern
geradezu unentbehrlich ist, auch nachdem das vorliegende
Kalendarium seinen Zweck erfüllt hat. Da
wird uns zuerst von Künstlerhand gezeichnet das
zweite Hauptstück des Kleinen Katechismus, die drei
Artikel unsers christlichen Glaubens mit der kurzen,
schlichten und doch so inhaltsreichen und alles umfassenden
Erklärung Luthers vorgeführt. Wir bekommen
Anleitung, wie wir den Glauben und zwar
den sogenannten „großen“ Glauben, nämlich Luthers
unvergleichliches Glaubenslied nach seiner aus dem
Jahr 1524 stammenden Weise in der Kirche und
daheim singen können. Ein Kalender ist ein zeitgebundenes
Buch. Es ist darum sehr angebracht, daß
er uns über die Zeit aufklärt und aus christlichbiblischer
Schau ihren Sinn und ihre Aufgaben ins
rechte Licht stellt. Wer diese Ausführungen über die
Zeit andächtig liest und von der Warte aus, auf die
wir hier geführt werden, betrachtet, dem wird rechte
Lebensweisheit geboten. Hier lernen wir, wie unsere
Lebenszeit nach Gottes Willen und Wohlgefallen ausgefüllt
werden soll, damit der eigentliche Lebenszweck
verwirklicht und das Lebensziel erreicht werde. Der
Kalender will seine Leser nicht nur belehren, sondern
sie auch zur Freude anleiten an allem Guten, Edlen
und Schönen in der Welt, das der allmächtige, gütige
Gott seine Kinder auf Erden genießen läßt. Er führt
uns in die musikalische Werkstatt Gottes und erzählt
von den herrlichen Kunstwerken, welche die
Meister der Tonkunst, wie Bach, Händel und andere
hervorgebracht haben. Es ist etwas Wunderbares
um diese Werke, die jeden, auch den musikalisch nicht
durchgebildeten Menschen ergreifen, uns Christen
aber zu innigem Dank gegen Gott und zur Sehnsucht
nach dem Himmel bewegen sollen, wo wir
Meister im Singen sein werden. Eine schöne Kunst
ist auch die Erzählungsgabe. Sie kommt im neuen
Kalender in wahrheitsgetreuen Berichten aus vergangener
Zeit zur Geltung. Das bewegte Leben der
Gattin Luthers, Katharina von Bora, wird geschildert
, wir erfahren etwas von der Berufswahl
des Elsässischen Liederdichters und treuen Lutheraners
Friedrich Weyermüller. Wir dürfen einen Besuch
machen in lutherischen Anstalten der Liebestätigkeit,
im Naemi⸗Wilke⸗Stift in Guben und im Kinderheim
in Berlin⸗Dahlem. Daß auch die edle Dichtkunst
zu ihrem Recht kommt, werden wohl alle
Leser in Ordnung finden. Für uns freikirchliche
Lutheraner ist das beigefügte Verzeichnis der Anschriften
der Pastoren, Predigtplätze und Anstalten
von bleibendem Wert und beim Durchsehen kommt
uns das erfreuliche Wachstum unserer kirchlichen
Arbeit zum Bewußtsein. Möge der Kalender eine
weite Verbreitung und viele aufmerksame Leser
finden!
A. Stallmann

[Bild: Ansicht einer Stadt mit Kirchtürmen]

Nachrichten aus unseren Kirchen

Bericht der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel/Ts. über das Wintersemester 1948/49

Während in der großen Kirchenpolitik die Wogen hochgingen
und die Parteien des evangelischen Deutschland
unter mancherlei unerfreulichen Auseinandersetzungen die
neue Kircheneinheit der EKiD gestalteten, hat die
Hochschule in den Wintermonaten ihre stille Arbeit in
der Einheit des lutherischen Evangeliumsverständnisses
getan. Die Arbeit in der Stille war aber nicht eine
Arbeit in der Abgeschlossenheit. Was auf der Hochschule
im vergangenen Semester gelehrt und getrieben
wurde, war vielmehr bewußt hineingestellt in das
große kirchliche Geschehen und in das geistige Ringen
unserer Tage überhaupt. Keine verantwortungsbewußte
Leitung einer Hochschule lutherischer Konfession kann
es sich erlauben, die künftigen Diener der Kirche ungerüstet
zu lassen für die Aufgaben und Kämpfe, die
ihrer als Hirten lutherischer Gemeinden über kurz oder
lang warten. Darum kann die theologische Ausbildung
nicht gründlich und vielseitig genug sein. Darum muß
aber auch von unseren Studenten der Staub des
kirchenpolitischen Alltags ferngehalten werden. Bei
aller Gegenwartsbezogenheit des theologischen Studiums
darf die Weihe der theologia sacra (Heiligen
Theologie) nicht fehlen.

In diesem Sinne unsere Arbeit zu treiben, haben wir
uns auch im vergangenen Wintersemester bemüht. Es
wurde uns das in mancher Beziehung nicht leicht gemacht
. Die Wohnraumfrage bedrängte uns. Ein Teil
der Dozenten mußte noch immer von der Familie
getrennt leben, da die Dozentenhäuser bis auf diesen
Tag nicht fertiggestellt werden konnten. Alle Glieder
des Lehrkörpers mußten Räume, die wir für Studenten
und in der Wirtschaftsabteilung Beschäftigte notwendig
brauchten, in Anspruch nehmen, um überhaupt
ein Unterkommen zu haben und arbeiten zu können.
Die Nachwirkungen der Währungsreform bedrängten
uns nicht minder. Der Haushalt für den laufenden
Unterhalt konnte — freilich nur durch übergroße, die
Sache nicht selten schädigende — Sparsamkeit ausbalanziert
werden, der für die Fertigstellung der notwendigsten
Baulichkeiten auf dem Gelände dagegen nicht.
Doch darüber wollen wir nicht übersehen, daß wir es in
gewissen äußeren Dingen im vergangenen Semester
auch gut gehabt haben. Wir brauchten keinen Tag zu
frieren. Der Koks hat dank des milden Winters
gerade ausgereicht. Auch die Ernährung war zureichend
und gehaltvoll. Das Wohnen fast mitten im
Wald in der geschützten Lage des Taunus hat manchem
gesundheitlich anfälligen Gliede der Anstalt geholfen,
arbeitsmäßig durchzuhalten. Viel Freundlichkeit haben
wir erfahren von den Glaubensbrüdern in Amerika,
die uns nicht nur die im Budget für 1948 vorgesehene
Hilfe gewährten, sondern uns auch einen höchst
wichtigen Ernährungszuschuß und manches Stück Bekleidung
für unsere Studenten zukommen ließen. Aber
auch die eigenen Gemeinden unserer beiden lutherischen
Freikirchen haben beachtenswerte Gaben dargebracht
— in Geld und in Sachwerten —, ohne die wir nicht
hätten durchkommen können. Für sie alle geht unser
Dank zu Gott dem HErrn, der Herzen und Hände
willig gemacht hat, das darzureichen, was für den
Ausbau und die Fortführung eines so schweren und
zugleich so wichtigen Werkes, wie es unsere gemeinsame
Hochschule darstellt, nun einmal notwendig ist.
20 Studenten haben wir im vergangenen Semester hier
unterrichtet. Ein großer Teil davon Männer reiferen
Alters, die das Soldatenleben des 2. Weltkrieges oder
auch Jahre der Kriegsgefangenschaft hinter sich haben.
Der Arbeitseifer war groß. Ein Student, bereits
Dr. phil., legte im Januar sein erstes theologisches
Examen ab.

Am 11. November, dem Geburtstag unseres Reformators
, hielten wir die Eröffnungsfeier des bereits
einige Tage vorher begonnenen Semesters. Verbunden
war damit die Rektoratsübergabe, die sich nun jedes
Jahr vollziehen soll. Pastor Kirsten legte, nachdem er
einen Bericht über den bisherigen Weg der Hochschule
gegeben hatte, sein Amt in die Hände des
Unterzeichneten. Der neue Rektor hielt eine Antrittsvorlesung
über das Thema: Christlicher Glaube und
Zeitbildung.

Die Erfüllung des Vorlesungsplanes erforderte von
den Dozenten die höchste Anspannung der Kräfte. Um
mit dem Alten Testament zu beginnen, so mußte der
seinem Studiengang nach systematische Theologe, Lic.
Laabs, Jesaja und alttestamentliche Theologie lesen.
Er wurde unterstützt durch Pastor Stallmann in
Allendorf, der einmal in der Woche herüberkam und
Genesis las. Das Neue Testament war wieder auf
mehrere Dozenten verteilt. Pastor Kirsten las die
Pastoralbriefe, Lic. Laabs das Matthäusevangelium.
Die historische Theologie wurde wie bisher von Lic.
Kiunke wahrgenommen. Kirchengeschichte Teil III,
die Reformationszeit, wurde dargeboten, auf dem Gebiet
der Dogmengeschichte Teil I, welcher die Dogmenbildung
der Alten Kirche bis Augustin umfaßt. Außerdem
las er ein zweistündiges Kolleg über die Einigungsbestrebungen
in der Kirche bis zur Gegenwart.
Amsterdam stand hier im Mittelpunkt des Interesses.
Wegen der mit dem Rektorat verbundenen Arbeit wurde
Lic. Kiunke eine etwas geringere Zahl von Stunden
auferlegt. In der systematischen Theologie war Pastor
Osch Dogmatik Teil III übertragen sowie die Symbolik
. Im Neuen Testament hatte er vor, den Kolosserbrief
zu lesen. Leider erkrankte er bereits kurze Zeit
nach Semesterbeginn, mußte auf dringende Anordnung
des Arztes eine längere Kur gebrauchen und konnte
nach seiner Rückkehr nur noch einige Stunden gegen
Schluß des Semesters lesen. So blieb auf dem Gebiet
der systematischen Theologie diesmal nur die Ethik
und die Philosophie. Beide waren Lic. Laabs übertragen
. In der praktischen Theologie las Pastor Kirsten
die Einführung in die Theologie für die Anfänger,
hielt mit den Fortgeschrittenen homiletische Übungen
und unterrichtete mit Lic. Kiunke gemeinsam in
praktischer Liturgik. Außerdem wurde von Pastor
Kirsten die Katechetik behandelt.

Da unsere Hochschule das Bestreben hat, auch die Verbindungen
nach außen hin zu pflegen, so begrüßten wir
es, daß zwei Professoren anderer Universitäten Gastvorlesungen
bei uns hielten. Anfang Februar las
Professor Holsten von der Universität Mainz
(Missionswissenschaftler) über die Mission in lutherischer
Sicht und über die Mitarbeit christlicher Akademiker
in der Mission. Ende Februar weilte Professor
D. Sasse aus Erlangen, der uns bereits im Sommersemester
einmal gedient hatte, bei uns. Er gab aus
seiner besonderen Kenntnis der Dinge heraus unsern
Studenten eine tief eindringende Darstellung des
modernen Katholizismus.

Ein Teil unserer Studenten war von der Universität
Mainz eingeladen worden, an einem Wochenendkursus
teilzunehmen mit einer Reihe von Vorträgen über
moderne geistige Bewegungen. Sie empfingen
mancherlei Anregungen dadurch.

Unsere Studentenschaft hat aber nicht nur aufgenommen
. Sie wollte auch geben und ihre eigenen
Kräfte regen. Das geschah vor allem in der Arbeit
des Kinderunterrichtes. Diese Arbeit war schon im
Sommersemester 1948 im Zusammenhang mit dem
katechetischen Seminar angefangen worden. Im Berichtssemester
erhielt sie einen höchst erfreulichen Auftrieb
. Über 40 Kinder aus der zum Teil entkirchlichten
Umgebung der Hochschule wurden regelmäßig
zweimal in der Woche in drei Gruppen von den
Studenten unterrichtet. Bald trat ein regelrechter
Kindergottesdienst am Sonntag nach dem Hauptgottesdienst
hinzu. Die Initiative bei dieser Arbeit ging
fast völlig von den Studenten selbst aus. Auch die
Eltern der Kinder wurden von den Studenten sämtlich
besucht und manches Band zu bibelfremd gewordenen
Menschen dabei geknüpft. Daß auch unsere Sonntag
für Sonntag abwechselnd von den Dozenten gehaltenen
Gottesdienste in der St.⸗Johannes⸗Kapelle auf unserm
Gelände (in welcher ein Teil der Bibliothek sich befindet
) von allerlei Gästen besucht werden und dabei
ein nicht geringer missionarischer Dienst ausgerichtet
wird, ist schon in früheren Berichten erwähnt worden.
Außerdem brachten die Studenten die Gründung eines
Posaunenchores zustande, der freilich noch unter

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Number 5                                        May 1949                                        Page 55

we must seek no other and must avoid every other. To bear witness to this, in word and deed, is our office. It is therefore also our office, out of faithful hearts and in brotherly love, to warn against the false paths that spoil and destroy the church. Such a false path is, according to Scripture and all the experiences of church history, unionism, the attempt to help the church by union without unity. Even today it must still hold true what Claus Harms wrote in 1817 with regard to the union then being planned: "As a poor maid one now wants to make the Lutheran church rich through a copulation. Perform the act, only not over Luther's bones! It will come alive from it and then — woe to you!"

—rst—

Of Books

Evangelical-Lutheran People's Calendar for the Year 1949

88 pages, price DM —.90

At last it has arrived, the Evangelical-Lutheran People's Calendar for 1949! Even though, through no fault of those responsible, it comes somewhat late, we nevertheless extend to it a heartfelt welcome for its third arrival this year! Once again it has something to tell us that is not only worth reading but downright indispensable for us, even after the calendar portion in front of us has fulfilled its purpose. First we are shown, drawn by an artist's hand, the second main part of the Small Catechism, the three articles of our Christian faith with Luther's brief, plain, and yet so substantial and all-encompassing explanation. We are given instruction on how we can sing the faith — namely, the so-called "great" faith, that is, Luther's incomparable hymn of faith — according to its melody dating from the year 1524, in church and at home. A calendar is a book bound to time. It is therefore very fitting that it enlightens us about time and, from a Christian-biblical perspective, places its meaning and its tasks in the right light. Whoever reads these reflections on time devoutly, and considers them from the vantage point to which we are led here, will be offered true wisdom for life. Here we learn how our lifetime, according to God's will and good pleasure, is to be filled, so that the actual purpose of life may be realized and the goal of life attained. The calendar wishes not only to instruct its readers but also to guide them toward joy in all that is good, noble, and beautiful in the world, which the almighty, gracious God lets his children enjoy on earth. It leads us into the musical workshop of God and tells of the glorious works of art that the masters of music, such as Bach, Handel, and others, have brought forth. There is something wonderful about these works, which move even people not musically trained, but which are meant to move us Christians to heartfelt thanks toward God and to longing for heaven, where we shall be masters in singing. A beautiful art is also the gift of storytelling. It comes into its own in the new calendar in truthful accounts from times past. The eventful life of Luther's wife, Katharina von Bora, is portrayed; we learn something of the choice of profession of the Alsatian hymn-writer and faithful Lutheran Friedrich Weyermüller. We are permitted to pay a visit to Lutheran institutions of charitable work, to the Naemi-Wilke-Stift in Guben and to the children's home in Berlin-Dahlem. That noble poetry, too, comes into its own will surely meet with all readers' approval. For us free-church Lutherans, the enclosed directory of addresses of pastors, preaching places, and institutions is of lasting value, and in looking through it we become aware of the gratifying growth of our church work. May the calendar find wide distribution and many attentive readers!

A. Stallmann

[Image: view of a city with church towers]

News from Our Churches

Report of the Lutheran Theological College Oberursel/Ts. on the Winter Semester 1948/49

While in the great church politics the waves ran high and the parties of Protestant Germany, amid many unpleasant disputes, shaped the new church unity of the EKiD, the College carried out its quiet work in the winter months in the unity of the Lutheran understanding of the Gospel. Yet the work done in quiet was not work done in isolation. What was taught and pursued at the College in the past semester was rather deliberately placed within the great churchly events and within the intellectual struggle of our time in general. No leadership of a college of Lutheran confession conscious of its responsibility can afford to leave the future servants of the church unequipped for the tasks and struggles that await them, sooner or later, as shepherds of Lutheran congregations. Therefore theological training cannot be thorough and many-sided enough. But therefore, too, the dust of church-political everyday life must be kept away from our students. With all its relevance to the present, theological study must not lack the consecration of theologia sacra (Holy Theology).

We have endeavored to carry on our work in this spirit also in the past winter semester. This was not made easy for us in some respects. The housing question pressed upon us. Part of the teaching staff still had to live separated from their families, since the lecturers' houses could not be completed to this day. All members of the teaching body had to make use of rooms that we urgently needed for students and for those employed in the household department, in order to have any accommodation at all and to be able to work. The aftereffects of the currency reform pressed upon us no less. The budget for ongoing maintenance could be balanced — though only through excessive thrift, which not infrequently harmed the matter itself — but the budget for the completion of the most necessary buildings on the grounds could not. Yet we do not want to overlook that in certain external matters we fared well in the past semester as well. We did not need to freeze a single day. The coke, thanks to the mild winter, was just barely sufficient. The food, too, was adequate and nourishing. Living almost in the middle of the forest, in the sheltered position of the Taunus, helped many a member of the institution prone to illness to hold out in terms of work. We have experienced much kindness from our brethren in the faith in America, who not only granted us the aid provided for in the 1948 budget, but also let us have a most important supplementary food allowance and various pieces of clothing for our students. But the congregations of our own two Lutheran free churches, too, have brought noteworthy gifts — in money and in goods in kind — without which we could not have gotten through. To all of them our thanks go to God the Lord, who has made hearts and hands willing to give what is, after all, necessary for the building up and continuation of a work as difficult and at the same time as important as our joint College represents. We taught 20 students here in the past semester. A large part of them men of more mature age, who have the soldier's life of the Second World War or years of prisoner-of-war captivity behind them. Diligence in work was great. One student, already Dr. phil., took his first theological examination in January.

On November 11th, the birthday of our Reformer, we held the opening celebration of the semester, which had already begun a few days before. Connected with this was the handing over of the rectorate, which is now to take place every year. Pastor Kirsten, after giving a report on the College's path thus far, laid his office into the hands of the undersigned. The new Rector delivered an inaugural lecture on the theme: Christian Faith and Formation for the Times.

The fulfillment of the lecture schedule required the utmost exertion of strength from the lecturers. To begin with the Old Testament, the systematic theologian by training, Lic. Laabs, had to read Isaiah and Old Testament theology. He was supported by Pastor Stallmann of Allendorf, who came over once a week and read Genesis. The New Testament was again distributed among several lecturers. Pastor Kirsten read the Pastoral Epistles, Lic. Laabs the Gospel of Matthew. Historical theology was, as before, taken care of by Lic. Kiunke. Church History Part III, the Reformation period, was presented, and in the field of the history of dogma Part I, which covers the formation of dogma of the Ancient Church up to Augustine. In addition he read a two-hour lecture course on the efforts toward union in the church up to the present. Amsterdam stood here at the center of interest. Because of the work connected with the rectorate, Lic. Kiunke was assigned a somewhat smaller number of hours. In systematic theology, Pastor Osch was entrusted with Dogmatics Part III as well as Symbolics. In the New Testament he intended to read the Epistle to the Colossians. Unfortunately he fell ill shortly after the beginning of the semester, had to undergo a longer course of treatment on the doctor's urgent orders, and after his return could only lecture for a few hours toward the close of the semester. Thus in the field of systematic theology only Ethics and Philosophy remained this time. Both were entrusted to Lic. Laabs. In practical theology, Pastor Kirsten read the Introduction to Theology for beginners, held homiletical exercises with the advanced students, and taught practical liturgics together with Lic. Kiunke. In addition, Catechetics was treated by Pastor Kirsten.

Since our College strives to cultivate its connections outward as well, we were glad that two professors from other universities held guest lectures with us. At the beginning of February, Professor Holsten of the University of Mainz (a scholar of missiology) lectured on missions from a Lutheran point of view and on the cooperation of Christian academics in missions. At the end of February, Professor D. Sasse of Erlangen, who had already served us once in the summer semester, stayed with us. Out of his special knowledge of these matters he gave our students a profoundly penetrating presentation of modern Catholicism.

A part of our students had been invited by the University of Mainz to take part in a weekend course with a series of lectures on modern intellectual movements. They received various stimuli from this.

Our student body, however, did not only receive. It also wanted to give and to stir its own powers. This took place above all in the work of children's instruction. This work had already been begun in the summer semester of 1948 in connection with the catechetical seminar. In the semester under report it received a most gratifying boost. More than 40 children from the partly de-churched surroundings of the College were regularly instructed twice a week in three groups by the students. Soon a regular children's worship service on Sunday after the main service was added. The initiative for this work came almost entirely from the students themselves. The parents of the children, too, were all visited by the students, and in the process many a bond was formed with people who had become estranged from the Bible. That our services, held Sunday after Sunday alternately by the lecturers in the St. John's Chapel on our grounds (in which part of the library is housed), are attended by all kinds of guests, and that a not inconsiderable missionary service is thereby carried out, has already been mentioned in earlier reports. In addition, the students brought about the founding of a trombone choir, which is admittedly still under