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Der Lutheraner Frankfurt am Main — Mai 1949, Seite 52
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Seite 52 Mai 1949 Nummer 5
In Kürze:
Vom Lutherischen Kirchenamt
Das Lutherische Kirchenamt, wie die Kanzlei der
Vereinigten Evangelisch⸗Lutherischen Kirche in
Deutschland (VELKD) nun heißt, hat seine Arbeit
am 1. April in Hannover aufgenommen. Nach Erklärungen
seines Leiters, Oberlandeskirchenrat Brunotte,
soll die verhältnismäßig kleine Behörde in
erster Linie für eine fruchtbare Zusammenarbeit der
neuen in der VELKD zusammengeschlossenen lutherischen
Landeskirchen Sorge tragen und die Verbindung
mit der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD) pflegen. Zur VELKD gehören seit ihrer
Gründung im vorigen Jahre in Eisenach: die Landeskirchen
von Hannover, Braunschweig, Hamburg,
Schaumburg⸗Lippe, Schleswig⸗Holstein, Bayern, Land
Sachsen, Mecklenburg und Thüringen. Als zehnte
wird voraussichtlich in Kürze die Landeskirche Eutin
hinzutreten. Die lutherischen Landeskirchen von
Lübeck, Oldenburg und Württemberg stehen außerhalb
der VELKD.
Oberlandeskirchenrat Brunotte auch Präsident der
Kirchenkanzlei der EKD
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland
wählte als Nachfolger von D. Asmussen den hannoverschen
Oberlandeskirchenrat Brunotte zum Präsidenten
der Kanzlei der EKD. Somit werden Lutherisches
Kirchenamt und Kirchenkanzlei der EKD in
einer gemeinsamen Leitung durch Personalunion verbunden
sein. Für den künftigen Sitz der Kanzlei, die
sich gegenwärtig noch in Schwäbisch⸗Gmünd befindet,
stehen vier Städte Niedersachsens zur engeren
Wahl.
Diese Personalunion auf dem wichtigen Gebiet der
Kirchenverwaltung läßt es allerdings als höchst unwahrscheinlich
erscheinen, daß die Angelegenheiten der
lutherischen Kirchen innerhalb oder gar gegenüber
der EKD eine kraftvolle Vertretung finden werden.
Bischof D. Johnsen ermordet?
Berichte heimgekehrter Kriegsgefangener legen die
Vermutung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nahe,
daß der frühere Landesbischof von Braunschweig D.
Johnsen, der in jugoslawische Kriegsgefangenschaft
geraten war, dort das Opfer eines Mordanschlags
geworden ist. Nach Aussage übereinstimmender
Zeugen befand er sich in einem Offizierslager für gesperrte
Einheiten und wurde schon längere Zeit von
dem Lagerkommandanten mit besonderer Gehässigkeit
verfolgt. Als er eines Nachts zur Leerung der Abortgrube
kommandiert wurde, befahl ihm ein Posten,
im Pferdestall die Pferde anzuschirren. D. Johnsen
erklärte, nach Aussagen der beiden Kameraden, die
mit ihm zu diesem Kommando eingeteilt waren, er
verstehe sich nicht darauf und wolle lieber beim Ausschöpfen
der Grube helfen, Der Posten zwang aber
D. Johnsen, mit ihm in den Stall zu gehen. Von
diesem Gang kehrte er nicht zurück. Den Lagerinsassen
wurde am nächsten Tage mitgeteilt: „Der
Pope hat einen Fluchtversuch unternommen und liegt
draußen auf dem Felde erschossen.“ D. Johnsens
Kameraden sind davon überzeugt, daß er im Pferdestall
umgebracht wurde. Nach epd
Estländische Geistliche nach Sibirien?
Wie eine schwedische Zeitung erfährt, ist der Bischof
der evangelisch⸗lutherischen Kirche in Estland, Pähn,
früher Geistlicher in Reval, mit zehn anderen Geistlichen
verhaftet und nach Sibirien deportiert worden.
Er war 1944 wegen seiner antideutschen Haltung
von den Bolschewisten zum Bischof ernannt worden,
scheint aber inzwischen wieder in Ungnade gefallen
zu sein.
Ein Wahrzeichen verschwindet
Die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in
Berlin soll nun doch niedergelegt werden. Sie wird
nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, gesprengt, sondern
allmählich abgetragen — eine zeitraubende und gefährliche
Arbeit, die mindestens bis zum Herbst des
Jahres dauern wird. An Stelle der Kirche soll ein
freier Platz entstehen.
Sächsische Landeskirche zu Bauverbot genötigt
Ein Bauverbot für alle kirchlichen Bauten im Lande
Sachsen wird in einem Erlaß des Dresdener Landeskirchenamtes
ausgesprochen. Als Begründung wird auf
die durch den starken Steuerrückgang hervorgerufene
schwierige Finanzlage der Landeskirche hingewiesen,
die zu außerordentlichen Sparmaßnahmen zwingt.
epd
Rudolf Schäfer, ein Prediger mit Griffel und Pinsel
In Ehrerbietung grüßt der „Lutheraner“
Professor D. Rudolf Schäfer,
der das siebente Jahrzehnt seines Lebens und
Wirkens vollendete, und dankt ihm für alles,
was er in seinem reichen Schaffen dem deutschen
Christenvolk geschenkt hat.
Rudolf Schäfer hat nicht als Prediger des
Evangeliums auf der Kanzel gestanden. Allerdings
auch des Wortes ist er mächtig. Der
dies schreibt, erinnert sich gern eines Abends
mit seiner Berliner Gemeinde, da er den
Künstler als werten Gast neben sich hatte.
Aus seinem Munde hörte man eine gedankentiefe
, innige Ansprache über die fünf klugen
Jungfrauen, die vielen unvergeßlich geblieben
ist. Aber den theologischen Doktorhut hat
Meister Schäfer sich als Prediger ohne Wort
mit seinem Zeichenstift und Malerpinsel verdient
.
Nicht, daß er nur „fromme“ Bilder geschaffen
hätte! Er ist ein rechter Maler des
deutschen Volkes, in dem er mit seinem Wesen
wurzelt. Unser Volksleben in seiner bunten
Vielgestaltigkeit und treuherzigen Art hat er
uns gezeichnet, ähnlich wie einst Ludwig
Richter, und doch ganz eigenartig: vom ersten
zagen Schritt des Kindes bis zu den gefalteten
Händen des Alten auf dem Sterbebett,
vom sonnigen Morgen, da der Acker zum
Tagewerk ruft, bis zum friedlichen Feierabend,
das Leben daheim und draußen, in Lust und
Leid, im Scheiden und Meiden und Heimkehren
, im Frieden und in den dunkeln Wettern
des Krieges. Das alles kommt nicht nur
zu „künstlerischer Darstellung“. Das lebt er
mit in Herzenstiefe. So erquickt seine Kunst
weit mehr das Herz als nur das Auge des
Beschauers.
Wie Offenbarung von etwas ganz Neuem
erschienen seine ersten „Bildermappen für das
deutsche Haus“: „Frau Musica“ — „Allerlei
Lichter“ u. a. Und doch war es das Alte, dem
Herzen Vertraute: hier spricht die deutsche
Seele sich aus. Da ist etwa das Blatt
„Geige“. Dem abendlichen Spiel des jungen
Burschen am dörflichen Brunnen lauschen die
Alten; es lauscht das Mädchen — so tief versunken
, daß sie nicht spürt, wie Blume um
Blume ihrer Hand entgleitet, hinweg mit dem
leise fließenden Wasser. Es klingt aus diesem
Bilde etwas, vor dem das Wort verstummt.
Wie ist doch Schäfers Griffelkunst dem Volksliede
verwandt! So hat der Maler selbst eine
eigene Sammlung solcher Lieder als „Rosen
und Rosmarin“ mit einer herzansprechenden
Einführung und eigenen Bildern versehen.
Und diese sind wie neue Melodien zu den alten
Liedern. Mit gleicher Liebe versenkte er sich in
die Verse und Betrachtungen des treuen, nicht
veraltenden „Wandsbecker Boten“. In allen
diesen Bildwerken ist so viel Sinniges und
Versonnenes, so viel Herb⸗Ernstes und wieder
so viel Schelmisch⸗Lächelndes, daß man ihrer
nie müde wird.
Aber, wie der Künstler selbst sagt, „schwingt“
in ihnen „fast überall eine Silbersaite mit“:
der Ton aus der unsichtbaren Gotteswelt. In
„Rosen und Rosmarin“ ist's besonders „die
Wunderblume“, deren „Glanz den Wald erleuchtet
“; aus seinem Dunkel nahen die Heiligen
Drei Könige, um vor der Blume anzubeten
. Den Ausklang des Bandes bildet das
uralte Lied „Schönster Herr Jesu“. Da sitzt
im Abendschein am Waldrand, dem hohen
Kruzifixus gegenüber auf der Bank der liebe
Alte (ist es nicht unser D. Rocholl?), die
Hände auf dem Stock gefaltet, in tiefer Andacht
zu dem heiligen Kreuz aufschauend.
Man hat gesagt: „ein Bild, das an Kraft,
Innigkeit und Tiefe nicht leicht seinesgleichen
hat“. —
Unser Bild auf der Titelseite führt uns auf den
stillen Dorffriedhof. Durch die Pforte schreitet
Freund Asmus mit einem Gefährten. Es ist
die Stätte des Todes; aber Matthias Claudius
liebt sie. Hier wohnt kein Grauen. Auf
den Gräbern grüßt das Kreuz mit dem Wort
des Lebens, hier das Hiobsbekenntnis: „Ich
weiß, daß mein Erlöser lebt“, und dort der
Heilandstrost des Sonntags Jubilate: „Über
ein Kleines!“ Tiefer Osterfriede überglänzt
das Ganze.
Die andere Zeichnung weist uns das selige
Ziel derer, die im HErrn entschliefen. Da
schauen wir mit des Künstlers gläubigem
Auge den Ausblick, mit dem Paul Gerhardt
in seinem freudevollen Osterlied schließt: „Er
bringt uns an die Pforten / die in den Himmel
führt / daran mit güldnen Worten /
der Reim gelesen wird: / wer dort mit wird
verhöhnt / wird hier auch mit gekrönt ...“
Geht uns diese feine Osterpredigt nicht gerade
in unserer Zeit des Leides und des Todes
tröstend und stärkend ins Herz?
Hier ist die Kraft und Innigkeit lutherischen
Glaubens. Professor Preuß sagt: „Es ist die
lutherische Kirche, in der Schäfer seine Heimat
sieht und rühmt.“ Er stammt aus einem
lutherischen Pfarrhaus. In den Jahren seines
Düsseldorfer Studiums war er wie sein Lehrer
Eduard von Gebhardt ein Glied unserer
dortigen Gemeinde. Sein Dienst gehört der
ganzen evangelischen Christenheit Deutschlands
; aber er wurzelt in dem alten Luthertum
, das weltoffen und ehrfürchtig, männlich
und kindlich, demütig und glaubenstrotzig zugleich
ist.
So hat Rudolf Schäfer uns des Lutheraners
Paul Gerhardt innige Lieder mit köstlichen
Bildern ausgelegt. Er hat mit seiner Griffelpredigt
uns auch Luthers kernige Psalmen
und mit ihnen den Menschen Luther näher zu
bringen gewußt. In den Zeichnungen zu dem
Danklied „Nun freut euch, lieben Christen,
gmein“ erleben wir den ganzen inneren Reformationsweg
des Gottesmannes mit. Dort
liegt der Mönch über den Tisch seiner Zelle
geworfen, wie vernichtet. Aus dem Qualm der
verlöschenden Kerze drohen die Tafeln des Gesetzes
. „Die Angst mich zu verzweifeln trieb /
daß nichts denn Sterben bei mir blieb —“.
Aber über ihn neigt sich Gottes Engel mit
English translation AI translation
Page 52 May 1949 Number 5
In Brief:
From the Lutheran Church Office
The Lutheran Church Office, as the chancery of the United Evangelical Lutheran Church in Germany (VELKD) is now called, took up its work on April 1 in Hannover. According to statements by its director, Senior Territorial Church Councillor Brunotte, the relatively small agency is to be concerned above all with fostering fruitful cooperation among the Lutheran territorial churches newly united in the VELKD, and with cultivating the connection with the Evangelical Church in Germany (EKD). Since its founding last year in Eisenach, the VELKD comprises the territorial churches of Hannover, Braunschweig, Hamburg, Schaumburg-Lippe, Schleswig-Holstein, Bavaria, the Land of Saxony, Mecklenburg, and Thuringia. The territorial church of Eutin is expected to join shortly as the tenth member. The Lutheran territorial churches of Lübeck, Oldenburg, and Württemberg remain outside the VELKD.
Senior Territorial Church Councillor Brunotte Also President of the EKD Church Chancery
The Council of the Evangelical Church in Germany elected the Hannover Senior Territorial Church Councillor Brunotte as successor to D. Asmussen, to be President of the EKD chancery. Thus the Lutheran Church Office and the EKD church chancery will be joined under a common leadership through personal union. As for the future seat of the chancery, which is currently still located in Schwäbisch Gmünd, four cities in Lower Saxony are under closer consideration.
This personal union in the important field of church administration, however, makes it seem highly unlikely that the concerns of the Lutheran churches will find vigorous representation within, let alone vis-à-vis, the EKD.
Bishop D. Johnsen Murdered?
Reports from returning prisoners of war strongly suggest, with a very high degree of probability, that the former territorial bishop of Braunschweig, D. Johnsen, who had fallen into Yugoslav captivity as a prisoner of war, became there the victim of an assassination. According to the consistent testimony of witnesses, he was held in an officers' camp for blocked units and had for some time already been pursued with particular malice by the camp commandant. When he was ordered one night to empty the latrine pit, a guard commanded him to harness the horses in the stable instead. According to the two comrades who had been assigned to this detail with him, D. Johnsen explained that he did not know how to do this and would rather help with emptying the pit. But the guard forced D. Johnsen to go with him into the stable. He did not return from this errand. The camp inmates were told the next day: "The priest attempted to escape and lies shot dead out in the field." D. Johnsen's comrades are convinced that he was killed in the stable. According to epd.
Estonian Clergy to Siberia?
According to a Swedish newspaper report, the bishop of the Evangelical Lutheran Church in Estonia, Pähn, formerly a clergyman in Reval, has been arrested along with ten other clergymen and deported to Siberia. He had been appointed bishop by the Bolsheviks in 1944 because of his anti-German stance, but appears to have since fallen out of favor.
A Landmark Disappears
The ruin of the Kaiser Wilhelm Memorial Church in Berlin is now, after all, to be demolished. It will not be blown up, as originally intended, but gradually dismantled — a time-consuming and dangerous task that will take at least until the autumn of this year. An open square is to be created in place of the church.
Saxon Territorial Church Forced into Building Ban
A building ban on all church construction in the Land of Saxony has been announced in a decree from the Dresden Territorial Church Office. The reason given is the difficult financial situation of the territorial church caused by the sharp decline in tax revenue, which necessitates extraordinary economy measures. epd
Rudolf Schäfer, a Preacher with Pencil and Brush
In deep respect the "Lutheraner" greets Professor D. Rudolf Schäfer, who has completed the seventh decade of his life and work, and thanks him for all that he has given, in his rich body of work, to the German Christian people.
Rudolf Schäfer has not stood as a preacher of the Gospel in the pulpit. To be sure, he too is a master of the word. The writer of these lines gladly recalls an evening with his Berlin congregation, when he had the artist as an honored guest beside him. From his lips one heard a deeply thoughtful, heartfelt address on the five wise virgins, which has remained unforgettable to many. But Master Schäfer earned his theological doctor's cap as a wordless preacher, through his drawing pencil and painter's brush.
Not that he created only "pious" pictures! He is a true painter of the German people, in whom he is rooted with his very being. Our people's life in its colorful diversity and guileless character he has depicted for us, similarly to Ludwig Richter of old, and yet in a wholly distinctive way: from the child's first timid step to the folded hands of the old man on his deathbed, from the sunny morning when the field calls to the day's work, to the peaceful evening rest, life at home and abroad, in joy and sorrow, in parting and avoiding and homecoming, in peace and in the dark storms of war. All this comes to more than merely "artistic representation." He lives it along with them, in the depths of his heart. Thus his art refreshes the heart far more than merely the eye of the beholder.
Like a revelation of something entirely new appeared his first "picture-portfolios for the German home": "Frau Musica" — "All Sorts of Lights," among others. And yet it was the old, familiar to the heart: here the German soul speaks itself out. There is, for instance, the piece "Violin." The old folk listen to the evening playing of the young lad at the village well; the girl listens too — so deeply absorbed that she does not notice how flower after flower slips from her hand, away with the gently flowing water. From this picture sounds something before which words fall silent. How closely related is Schäfer's pencil-art to the folk song! Thus the painter himself provided his own collection of such songs, "Roses and Rosemary," with a heartfelt introduction and his own illustrations. And these are like new melodies to the old songs. With equal love he immersed himself in the verses and reflections of the faithful, never-aging "Wandsbeck Messenger." In all these pictorial works there is so much thoughtfulness and reverie, so much stern earnestness and again so much roguish smiling, that one never tires of them.
But, as the artist himself says, "almost everywhere a silver string vibrates along" in them: the tone from the invisible world of God. In "Roses and Rosemary" it is especially "the wondrous flower" whose "radiance illumines the forest"; out of its darkness the Holy Three Kings draw near to worship before the flower. The closing of the volume is formed by the ancient hymn "Fairest Lord Jesus." There, in the evening glow at the forest's edge, opposite the tall crucifix, sits on the bench the dear old man (is it not our D. Rocholl?), hands folded on his cane, gazing up in deep devotion at the holy cross. It has been said: "a picture that in power, intimacy, and depth is not easily matched."—
Our picture on the title page leads us to the quiet village churchyard. Through the gate strides Friend Asmus with a companion. It is the place of death; but Matthias Claudius loves it. No horror dwells here. On the graves the cross greets us with the word of life, here Job's confession: "I know that my Redeemer lives," and there the Savior's comfort of Jubilate Sunday: "A little while!" Deep Easter peace suffuses the whole.
The other drawing shows us the blessed goal of those who have fallen asleep in the Lord. There we behold, with the artist's believing eye, the vista with which Paul Gerhardt closes his joyful Easter hymn: "He brings us to the gates / that lead into heaven / on which in golden words / the verse is read: / whoever is mocked there with Him / shall also here be crowned with Him..." Does not this fine Easter sermon go straight to our hearts, comforting and strengthening, precisely in our time of suffering and death?
Here is the power and intimacy of the Lutheran faith. Professor Preuss says: "It is the Lutheran Church in which Schäfer sees and celebrates his homeland." He comes from a Lutheran parsonage. During his years of study in Düsseldorf he was, like his teacher Eduard von Gebhardt, a member of our congregation there. His service belongs to the whole of evangelical Christendom in Germany; but it is rooted in the old Lutheranism that is at once open to the world and reverent, manly and childlike, humble and unyielding in faith.
Thus Rudolf Schäfer has expounded for us the heartfelt hymns of the Lutheran Paul Gerhardt with exquisite pictures. With his pencil-sermon he has also known how to bring us closer to Luther's robust psalms, and with them, to the man Luther himself. In the drawings for the hymn of thanksgiving "Dear Christians, One and All Rejoice," we experience along with him the Man of God's whole inward path of Reformation. There lies the monk thrown across the table of his cell, as if utterly undone. Out of the smoke of the guttering candle the tablets of the Law loom threateningly. "The terror drove me to despair / that nothing but death remained for me—." But God's angel bends over him with