A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
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—
ů Abriß.
Verbreitung § 1. Verſchiedene Form. § 2.
An glaubens? § 3. Die Urſachen des Unglaubens. § 4. troſtlos § 6, Sünde § 7, die Quelle aller Sünden § 8. Er hängt auch dem Chriſten noch an. § 10. Welche ſollen. § 11.
Unglhlaube.
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1.
Verbreitung
1. Verbreitung. Der Unglaube erhebt überall frech ſein Haupt und iſt weit verbreitet, mehr als irgend ein Unkraut in der Welt.
Anm. a. Das ganze Volk iſt vom Unglauben durchſeucht. Nicht bloß einzelne Lehren, ſondern der ganze chriſtliche Glaube wird verlacht. Auf Univerſitäten wird die Jugend vergiftet. Theol. 16, 131—133. Kongreß der Freidenker Luth. 39, 157. — Die Zeit der Aufklä— rung iſt gekommen. Ma. 3, 232. — Ahnlich iſt es in Deutſchland. Luth. 44, 13. 14.
Anm. b. Selbſt in die Kirche iſt der Unglaube eingedrungen. Die Sekten haben ein Stück des Wortes nach dem andern preisgegeben. Neb. 97, 23. Lehrer der Chriſtenheit rütteln am Grundpfeiler des chriſtlichen Glaubens. Die Schrift ſoll nicht mehr Gottes Wort ſein. Mich. 97, 16. Moderne Theologen haben ſeit Jahren ein falſches Evangelium gepredigt Luth. 69, 157. 158, das leichter gepflanzt, als wieder ausgerottet iſt. Luth. 26, 116.
Anm. c. Üüber den Unglauben iſt ſchon zu allen Zeiten Klage geführt worden. David Pſ. 12, 2: der Gläubigen iſt wenig unter den Menſchenkindern. Jeſaias: Wer glaubt unſerer Predigt? Ma. 26, 54. Chriſtus: So ich euch aber die Wahrheit ſage, warum glaubet ihr mir nicht? — Luther.
Anm. d. So wird es auch ſein in der letzten Zeit. Luk. 18, 8: Meineſt du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden? 1 Tim. 4, 1. 2 Petr. 3, 3. Zeichen der letzten Zeit.
- Theol. 16, 131—133
- Luth. 39, 157
- Ma. 3, 232
- Luth. 44, 13
- Luth. 44, 13. 14
- Neb. 97, 23
- Mich. 97, 16
- Luth. 69, 157
- Luth. 69, 157. 158
- Luth. 26, 116
- Ma. 26, 54
- Ma. 7, 78
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- Luth. 5, 162
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- Jo. 1903, 6
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- Walth. L. L. 330
margin
- Walth. L. L. 330. 331
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- Ka. 1900, 5
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- Ma. 0, 145
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- Ma. 9, 146
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- Luth. 60, 295
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- W. 1903, 42
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- W. 1903, 42. 43
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- Mich. 97, 14
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2.
Verſchiedene Form
2. Verſchiedene Form. Der Unglaube tritt in verſchiedener Form auf. Verſchieden iſt ſowohl die Art und Weiſe als auch der Grad.
a. Grober Unglaube. Atheiſten, Freidenker, Materia— liſten u. ſ. w. leugnen die Exiſtenz Gottes und verwerfen das ganze Chriſtentum. Kerr Luth. 68, 332.
Anm. a. Offenbare Ungläubige ſind mit bitterer Feindſchaft gegen Chriſtum und das Evangelium erfüllt. Wenn jemand von einem tollen Hund gebiſſen worden iſt, ſo erzeugt der Anblick klaren Waſſers einen Anfall von Tobſucht. Luth. 38, 28.
Anm. b. Die Feindſchaft geht auch über auf die Bekenner der Wahrheit. Die Welt haßt und verfolgt die Chriſten. Das verſetzt ſie in Wut, wenn man ihnen Chriſtum vorhält oder ihren Unglauben ſtraft. Stephanus. Stöckh. N. T. 353.
Anm. c. Wie vergeblich ihre Bemühungen! Mit ih⸗ren Prophezeiungen über den Untergang des Chriſtentums ſind ſie noch immer zu Schanden geworden.
Anm. d. In unſerer Zeit iſt das Chriſtentum wieder mehr zu Ehren gekommen. Aber an Spott fehlt es nicht, wenn nicht in grober, dann in verfeinerter Form.
5er Man läßt das Chriſtentm ſcheinbar ſtehen, leugnet aber
1. Gottes Allmacht. 2 Kön. 7, 2: und wenn
der Herr Fenſter am Himmel machte, wie könnte
ſolches geſchehen?
2. Gottes Wahrhaftigkeit. Man glaubt
nicht den Verheißungen Gottes, weder denen, die ſich
auf das himmliſche Leben (Vergebung u. ſ. w.), noch
denen, die ſich auf das irdiſche Leben beziehen.
Anm. Auch dis Drohungen Gottes glaubt man nicht. In zeitlichem Unglück ſieht man keine Strafgerichte Got— tes mehr.
c. Zweifel. Der Ungläubige verneint Gottes Wort und die Gnadenverheißungen rundweg, der Zweifler ſchwankt hin und her, weiß nicht, ob er annehmen oder verwerfen ſoll. Zwiſchen beiden aber iſt vor Gott kein Unterſchied. Zweifel iſt Unglaube.
Anm. Zu unterſcheiden davon iſt der Chriſt, in deſſen Herzen auch oft Zweifel aufſteigen, der aber dagegen kämpft.
d. Oft tritt der Unglaube in ſcheinbarer Demut auf: Meine Sünde iſt größer, denn daß ſie mir vergeben werden könnte. Man hält ſich für unwürdig, ſich der Gnade zu getröſten.
e. Wer irgend einen Glaubensartikel der Schrift leugnet, iſt in dieſem Stücke ungläubig. Der Grund, warum Zwingli die Lehre vom Abendmahl verwarf, war ſein Unglaube.
f. Scheinchriſten, Heuchler ehren Gott mit den Lippen, während ihr Herz ferne von Gott iſt.
Anm. a. Der Unglaube kann aus bloßer Unwiſſenheit entſpringen. Ap. 17, 30: die Zeit der Unwiſſenheit. Eph. 4. 18: durch die Unwiſſenheit, ſo in ihnen iſt. Jeſ. 9, 1: Das Volk, ſo im Finſtern wandelt. Viele aber hören das Wort und verwerfen es auch wiſſentlich und mutwillig.
Anm. b. Manche von den neueren Theologen machen einen Unterſchied zwiſchen Unglauben gegen Gott im allgemeinen und Unglauben gegen das Evangelium. Die Schrift macht dieſen Unterſchied nicht.
- Luth. 68, 332
- Luth. 38, 28
- Stöckh. N. T. 353
- Theol. 11, 222
margin
- Stöckh. N. T. 162
margin
- Mich. 97, 15
margin
- Ma. 30, 119
margin
- O. 98, 35
margin
- O. 98, 35. 36
margin
- Proc. 1901, 59
margin
- Proc. 1901, 59. 58
margin
- Mich. 97, 16
margin
- Mich. 97, 16
margin
- Mich. 97, 16. 17
margin
- Mich. 97, 18
margin
- Cal. 1910, 30
margin
- W. 1903, 43
margin
- Jo. 98, 19
margin
- Walth. L. L. 340
margin
- Mit. 88, 35
margin
- Wis. 97, 35
margin
- Wis. 97, 35. 36
margin
- W. 1901. 14
margin
- Süd. 1909, 23
margin
- Stöckh. N. T. 343
margin
- Syn. 92, 18
margin
- Syn. 92, 18. 19
margin
- Syn. 92, 18. 19. 26
margin
- Syn. 92, 18. 19. 26. 12
margin
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3.
—
3. An wem liegt die Schuld des Unglaubens? Sie liegt
a. nicht an Gott, nicht in einem unbedingten Ratſchluß Gottes zur Verdammnis (Calvin), nicht in einem Unterlaſſen von ſeiten Gottes, wodurch der Glaube unmöglich gemacht wäre. Gott iſt auch nicht ſchuld, daß der Menſch im Unglauben geboren wird.
Anm. a. Gott ſtraft den Unglauben, darum kann er
ihn nicht gewollt haben.
Anm. b. Wenn Chriſtus ſagt: Ihr glaubet nicht, denn ihr ſeid meine Schafe nicht, ſo will er nicht ſagen, daß ſie nicht glauben könnten, weil Gott ſie nicht erwählt hatte;
b. allein im Menſchen.
1. Gott rechnet es dem natürlichen Menſchen als
Schuld an, daß er nicht glauben kann. Röm. 8,
7. 8: denn es vermag es auch nicht; die mögen Gott
nicht gefallen. Daß der Menſch im erbſündlichen
Verderben liegt, iſt ſeine eigene Schuld.
2. Gott will dieſe Unfähigkeit in allen Menſchen
überwinden, durch die Gnadenmittel in ihnen den
Glauben wirken. Die Gnadenmittel ſind auch kräf⸗
tig. Jak. 1, 21: welches kann eure Seelen ſelig
machen.
Anm. Der Heilige Geiſt arbeitet an allen, die
unter dem Schall des Wortes ſtehen. Er will alle
ſelig machen. Heſ. 33, 11: So wahr ich lebe u. ſ.
w. 1 Tim. 2, 4. 2 Petr. 3, 9. Matth. 23, 37.
3. Der Menſch aber verachtet Gottes Rat wider
ſich ſelbſt, Luk. 7, 30, achtet ſich ſelbſt nicht wert des
ewigen Lebens, Ap. 13, 46, verwirft Gottes Wort
Hoſ. 4. 6, widerſtrebt Ap. 7, 51, will nicht Joh. 5,
410. Matth. 23, 37.
Anm. a. Man kann die Schuld auch bei vielen Men—
ſchen nachweiſen, z. B. wenn jemand die Einladung zum
Gottesdienſt verſchmäht, ſich nicht unterrichten laſſen will, ſich keine Bibel kaufen will, wenn jemand wieder abfällt
und die erkannte Wahrheit verleugnet, wenn jemand Got⸗
tes Wort hört, aber leichtfertig Luk. 8, 18, wenn jemand
durchs Geſetz zur Erkenntnis der Sünden kommt, aber
nun alle Drohungen in den Wind ſchlägt und in Sicher⸗
heit dahingeht.
Anm. b. Schwieriger iſt es, dieſe Schuld bei andern
nachzuweiſen. Es iſt darum ihre Schuld, weil Gott auch
ihnen die Kraft angeboten hat, ſelbſt den Glauben in ih⸗
nen zu wirken. ö
Anm. c. Dadurch, daß man die Schuld der Ungläu⸗—
bigen nachweiſt, wird das Geheimnis der Bekehrung
nicht gelöſt. Aus dem Nachweis: Mit dieſen Handlun⸗
gen haben ſich die Ungläubigen verſchuldet, folgt nicht,
daß dieſen Handlungen die Bekehrten ihre Bekehrung
verdanken.
4. Welches ſind die Urſachen des Unglaubens beim
Menſchen? Die Urſache liegt
a. nicht in einem Mangel des Evangelii
odere in der Vernunft des Menſchen, ſo daß
man, wenn man das eine annimmt, das andere fahren
laſſen müſſe. Die chriſtliche Religion geht über die Ver⸗
nunft, ſie iſt aber nicht gegen die Vernunft.
Anm. a. Manchmal ſagen Ungläubige, ſie möchten
wohl glauben, aber könnten nicht, ſie ſeien zu gut er⸗
zogen. Aber Wiſſenſchaft, Bildung iſt kein Grund, das
Chriſtentum zu verwerfen. Große Naturforſcher, Ge—
kanut Staatsmänner haben ſich zum Chriſtentum be⸗
annt.
Anm. b. Es liegt auch nicht daran, daß die Ungläubigen die Wahrheit unterſucht, die Schrift geprüft hätten. Meiſt findet ſich bei ihnen eine ſeichte Erkenntnis von Religion. Man hat die Bibel nicht einmal durchgeleſen.
Anm. c. Die Inſpiration der Schrift iſt nicht unver nünftig. Daß Gott, der die Menſchen geſchaffen hat, ihnen nun ſeinen Willen offenbart und auf irgend eine Weiſe mit ihnen handelt, iſt leicht begreiflich.
Anm. d. Ungläubige berufen ſich auf ihre Vernunftreligion. Aber nicht allein iſt dieſe Religion unvernünftig, ſ. § 5, ſie gibt auch auf die Fragen des Herzens keine Antwort.
Anm. e. Ungläubige glauben oft das allerungereimteſte Zeug, den dümmſten Aberglauben. Zola;
b. in der Bosheit und Blindheit des menſchlichen Herzens.
1. Das Evangelium fordert Anderung des Her⸗
zens. Sie aber wollen von ihren Sünden nicht laſ⸗
ſen, den ſchmalen Weg der Buße nicht gehen, darum
wollen ſie die Wahrheit nicht hören. Es liegt alſo
nicht am Verſtand, ſondern an der Neigung, die
Vorſchriften der chriſtlichen Religion nicht befolgen
zu wollen;
2. Ungläubige ſind meiſt Selbſtgerechte und wol⸗
len durch eigene Werke in den Himmel kommen. Sie
ſprechen heute noch: Wir haben Abraham zum Vater.
Darum iſt ihnen das Evangelium eine Torheit. Sie
ärgern ſich an der geringen Geſtalt Chriſti. Ma.
26, 55.
Anm. a. Könnten die Ungläubigen ihr ſtolzes Herz überwinden, die Liebe zum Irdiſchen herausreißen, wür— den ſie erkennen, daß alle natürliche Gerechtigkeit vor Gott nichts iſt, ihre Skrupel wegen der Göttlichkeit des Evan— gelii wären bald geſchwunden.
Anm. b. Sie lieben die Finſternis mehr denn das Licht. Sie ſuchen zeitliche Güter und wollen darum den Himmel auf Erden. Stöckh. N. T. 49.
Anm. c. Dazu kommt dann noch das Ärgernis, das ihnen von andern gegeben wird, z. B. von falſchen Lehrern. Iſt nicht das Chriſtentum in unzählige Parteien geſpalten? Was iſt Wahrheit?
- Syn. 92, 19—24
margin
- Syn. 92, 20
margin
- Stöckh. N. T. 221
margin
- Stöckh. N. T. 221. 222
margin
- Syn. 92, 26
margin
- Syn. 92, 27—29
margin
- Theol. 18, 97—101
margin
- Süd. 98, 13
margin
- Syn. 92, 29—31
margin
- Syn. 92, 32—34
margin
- Syn. 92, 34—36
margin
- Syn. 92, 6
margin
- Syn. 92, 6. 7
margin
- Theol. 6, 193
margin
- Theol. 6, 193. 194
margin
- Luth. 3, 87 Sermon, delivered on Sunday Judica 1847 in Trinity Church of the German Evangelical Lutheran congregation of the Unaltered Augsburg Confession in St. Louis, Mo.
margin
- Sieck 1
margin
- Sieck 1, 146
margin
- Walth. L. L. 331
margin
- Walth. L. L. 331. 332
margin
- Proc. 1901, 59
margin
- Proc. 1901, 59. 60
margin
- Ma.
26, 55
- Stöckh. N. T. 49
- Luth. 66, 173
margin
- Theol. 6, 194
margin
- Theol. 6, 194. 195
margin
- Luth. 3, 87 Sermon, delivered on Sunday Judica 1847 in Trinity Church of the German Evangelical Lutheran congregation of the Unaltered Augsburg Confession in St. Louis, Mo.
margin
- Luth. 64, 176
margin
- Stöckh. N. T. 168
margin
- Stöckh. N. T. 168. 146—148
margin
- Sieck 1
margin
- Walth. L. L. 332
margin
- Luth. 66, 173
margin
- Sieck 1
margin
- Sieck 1, 149
margin
- Sieck 1, 149. 151
margin
- Mag. 2, 45
margin
- Luth. 3, 88 Sermon, delivered on Sunday Judica 1847 in Trinity Church of the German Evangelical Lutheran congregation of the Unaltered Augsburg Confession in St. Louis, Mo.
margin
- Ma. 25, 154
margin
- Quart. 11, 210
margin
vol d, printed page
4–6 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0084
5.
Unglanbe iſt unvernünftig
5. Unglanbe iſt unvernünftig. Es iſt einfacher zu glauben, daß Gott die Welt geſchaffen hat, als daß ſie ſich ſelbſt aus nichts entwickelt hat. Es iſt Linfacher zu glauben, daß Gott den Menſchen eine Offenbarung ge— geben hat, als daß es einen Gott gibt, der nichts von ſich hören läßt.
Anm. a. Wer die Geheimniſſe der Schrift nicht glaubt, muß noch viel unbegreiflichere Dinge glauben.
Anm. b. Es gibt keine Vernunftreligion, die nicht Dogmen hätte, die man nicht beweiſen kann. Auch der Unglaube muß „glauben“.
Anm. c. Chriſtus und die Apoſtel haben ihre Lehre durch Wunder beſtätigt. Was für Entſchuldigungen haben die Ungläubigen nun noch? Einwand: Hätten wir die Wunder geſehen, dann würden wir glauben. Sind aber dieſe Wunder nicht ebenſo glaubwürdig beſtätigt, wie andere hiſtoriſche Tatſachen?
Anm. d. Unvernünftig iſt auch die wiſſenſchaftliche moderne Theologie. Aus einem Geſetzbuch kann man nicht Botanik ſtudieren. Nun aber ſoll die Quelle der Religion in uns ſelbſt liegen. Die Wahrheit über Gott kann nicht im chriſtlichen Selbſtbewußtſein zu finden ſein.
Anm. e. Ebenſo ſteht es mit ihrer Inſpirationslehre, Subordination u. ſ. w.
- Cal. 91, 31
margin
- Luth. 3, 87 Sermon, delivered on Sunday Judica 1847 in Trinity Church of the German Evangelical Lutheran congregation of the Unaltered Augsburg Confession in St. Louis, Mo.
margin
- Luth. 3, 87. 88 Sermon, delivered on Sunday Judica 1847 in Trinity Church of the German Evangelical Lutheran congregation of the Unaltered Augsburg Confession in St. Louis, Mo.
margin
- Luth. 3, 87 Sermon, delivered on Sunday Judica 1847 in Trinity Church of the German Evangelical Lutheran congregation of the Unaltered Augsburg Confession in St. Louis, Mo.
margin
- Luth. 68, 285
margin
- Ma. 4, 105
margin
- Ma. 4, 105. 106
margin
- Sieck 1
margin
- Sieck 1, 179
margin
- Theol. 6, 196
margin
- Theol. 6, 199
margin
- Theol. 6, 199. 198
margin
- Theol. 6, 199. 198. 204
margin
vol d, printed page
6–7 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0086
6.
Der Unglaube iſt troſtlos
6. Der Unglaube iſt troſtlos. Eph. 2, 12: daher ihr keine Hoffnung hattet und waret ohne Gott in der Welt. Mag ein Ungläubiger äußerlich glücklich ſein, er hat keinen wahren Frieden.
Anm. a. Manchmal erſchrecken ſie vor einem rauſchenden Blatt. Luth. 1, 16. Sie murren wider Gottes Führung. Stöckh. A. T. 127. Werden ſie einmal von einem Evangeliſten aufgerüttelt, ſo bringen ſie ihren Mammon herbei, um ſich eine himmliſche Wohnung zu erkaufen. Luth. 68, 332.
Anm. b. Die ganze Troſtloſigkeit der Ungläubigen zeigt ſich in der Stunde der Not und in Todesgefahr. Dann haben ſie keinen Halt und Troſt. Volney Luth. 4, 56. 64, 177. Ingalls Luth. 56, 298. Heine, Byron Luth. 64, 177. Hume Luth. 65, 25. Strauß Luth. 68, 398. Voltaire Luth. 64, 177. Zola Luth. 64, 176. 177. Das Ende von Gottesleugnern Luth. 57, 315. 140. 3, 106.
Anm. c. Was hat der Unglaube für die Ungläubigen getan? Uns Gläubigen hat der Glaube Frieden und Glück gebracht.
Anm. d. Wie ſicher fühlt ſich ein Ungläubiger mit ſeinem Mammon, wenn er in einer Wildnis übernachten muß und findet eine Bibel im Hauſe, die geleſen wird!
- Luth. 1, 16 A Christian Is Always Becoming, and Never Having Become.
- Stöckh. A. T. 127
- Luth. 68, 332
- Luth. 4, 56
- Luth. 4, 56. 64, 177
- Luth. 4, 56. 64, 177. I
- Luth. 56, 298
- Luth. 64, 177
- Luth. 65, 25
- Luth. 68, 398
- Luth. 64, 177
- Luth. 64, 176
- Luth. 64, 176. 177
- Luth. 57, 315
- Luth. 57, 315. 140
- Luth. 57, 315. 140. 3, 106 The Freedom from the Sabbath of the Old Covenant, Which Christians Have Received through the Gospel.
- Cal. 1910, 30—32
margin
- Luth. 44, 198
margin
- Luth. 44, 198. 45, 85
margin
- Luth. 62, 315
margin
- Luth. 37, 88
margin
- Mag ein Ungläubiger äuße
vol d, printed page
7 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0087
7.
Unglanbe iſt Sünde
7. Unglanbe iſt Sünde. Joh. 16, 9: um die Sünde. daß ſie nicht glauben an mich. Ungläubige verachten Gottes Wort und machen ihn zum Lügner.
Anm. a. Wenn ein Kind ſeinem Vater nicht glaubt, ſo iſt das unrecht. Und doch hat vielleicht der Vater An-— laß dazu gegeben, Verſprechungen nicht gehalten. Welche Anmaßung aber iſt das, wenn die Kreatur vor ſeinen Schöpfer tritt und ſagt: Ich glaube nicht, was du ſagſt!
Anm. b. Unglaube iſt Sünde gegen das 1. Gebot. Wir ſollen ihm vertrauen. Wer dem Evangelium nicht glaubt, macht ſich einen falſchen Heiland. Das iſt die höchſte Abgötterei.
Anm. c. Wenn auch das Geſetz nichts ſagt von Unglauben gegen den Heiland, ſo iſt doch dieſer Unglaube im Geſetz mit eingeſchloſſen. Konk. 637, 19. 633. 2.
Anm. d. Unglaube iſt die HPauptſünde der Welt.
Wie verſchieden urteilen hier Weltmenſchen und der Heilige Geiſt. Die Welt hält Hurerei, Mord u. ſ. w. für die größten Sünden und achtet den Unglauben im Herzen für nichts. Anders der Heilige Geiſt.
Anm. e. Warum iſt der Unglaube eine ſo ſchwere Sünde? Weil man die ſo teuer zuſtande gekomniene Erlöſung mit Füßen tritt.
- Konk. 637
- Konk. 637, 19
- Konk. 637, 19. 633
- Konk. 637, 19. 633. 2
- Sieck 1
margin
- Sieck 1, 181
margin
- Min. 83, 66—68
margin
- Min. 83, 66—68. 77, 25
margin
- L. W. 34, 18
margin
- Gna. 268
margin
- Gna. 268. 269
margin
- Neb. 1900, 22
margin
- Gna. 270
margin
vol d, printed page
7–8 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0087
8.
Der Unglaube iſt die Quelle aller Sünden
8. Der Unglaube iſt die Quelle aller Sünden. Er iſt eine Wurzel, aus der immer neue Zweige hervorwachſen, fule Mutter mit vielen Töchtern. Aus dem Unglauben
olgt
a. Verachtung des Wortes. Das Geſetz mag noch ſo ſcharf gepredigt werden, am Unglauben prallt es ab. Das Evangelium mag noch ſo liebreich gepredigt werden, es macht keinen Eindruck, es ſei denn, daß Gott die Mauern des Unglaubens niederreißt;
b. Indifferentismus, Gleichgültigkeit gegen alle Religion;
c. ſittliche Verderbnis. Wer den Himmel für eine Fabel hält, ſucht den Himmel hier auf Erden. Daraus ſolgt ein Leben in Fleiſchesluſt. Wer nicht an Gericht und Vergeltung glaubt, greift zu irgend einem Mittel der Selbſthilfe, iſt zu irgend einer Tat fähig. Der Unglaube hat ſchon manchen Giftbecher gemiſcht, ſchon manchen Strick um den Hals gelegt.
Anm. b. Bei Ungläubigen muß man ſich ſchon eine Quittung geben laſſen. Geſchichte: Chriſtliche Rechtſchaf⸗
fenheit Luth. 64, 162.
Anm. b. Über Verbrechen ſind die Ungläubigen nicht ſo ſehr entrüſtet, wenn ſie von Ungläubigen begangen ſind. Anders ſteht es, wenn es Chriſten ſind, die eine ſolche Tat begehen. Die Welt weiß, Chriſt ſein und gottlos leben, paſſen nicht zuſammen.
Anm. c. Viele Ungläubige führen ein ehrbares Le⸗— ben, aber ſie fallen wieder auf der andern Seite in den Graben und werden ſelbſtgerecht;
d. Ungerechtigkeit, Unbarmherzigkeit gegen die Mitmenſchen. Matth. 24, 12.
Anm. a. Der Unglaube zeigt ſich an den Früchten, den Werken des Fleiſches. Ihre Werke waren böſe. Der Ungläubige dient der Sünde. Knechtſchaft, Sklaverei. Cal. 1910, 31. ö
Anm. b. Was wird aus den Gläubigen, wenn ſie fal— len? Was wird aus den Ungläubigen, wenn ſie zum Glauben kommen? Saulus. Heiden. Aus Menſchenfreſſern werden ſittſame Menſchen, der Mörder läßt ſein
Morden, der Flucher ſein Fluchen.
Anm. c. Wenn man Gottes Wort glauben würde,
würde man die Sünde in der Kraft Gottes überwinden.
Selbſt Ungläubige geben zu, wenn alle Menſchen Chri ·
ſten wären und nach der Bibel leben würden, wir würden
wie Brüder zuſammenleben. Luth. 37, 87.
- Luth. 64, 162
- Cal. 1910, 31
- Luth. 37, 87
- Mich. 97, 15
margin
- Ma. 9, 146
margin
- Ma. 9, 146. 147
margin
- Ka. 98, 38
margin
- Ka. 98, 38. 39
margin
- Walth. L. L. 335
margin
- Walth. L. L. 335. 336
margin
- Walth. L. L. 334
margin
- Walth. L. L. 336
margin
- Mich. 97, 18— 20
margin
- Stöckh. Gna. 337
margin
- Stöckh. Gna. 337. 338
margin
- Ma. 9, 147
margin
- Süd. 1909, 23
margin
vol d, printed page
8 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0088
9.
—
9. Der Unglaube wird geſtraft
a. ſchon hier auf Erden. Sintflut. Das Volk in der Wüſte, der Ritter 2 Kön. 7. R. Pi. Pred. 1, 269. Zacharias.
Anm. a. Gott ſtraft die Ungläubigen auch ſo, daß ihnen das Verſtändnis des Wortes genommen wird, daß ſie glauben der Lüge u. ſ. w.
Anm. b. Der Ungläubige iſt ſchon gerichtet. Joh. 3, 18. Das Urteil iſt ſchon über ihn gefällt. Welche Seele ſündigt, die ſoll ſterben;
b. in der Ewigkeit. Wer nicht glaubt, der wird verdammt. Wer dem Sohne nicht glaubet, der wird das Leben nicht ſehen. So ihr nicht glaubet, daß ich es ſei, ſo werdet ihr ſterben müſſen in euren Sünden. Röm. 1. 18: Gottes Zorn wird offenbar über alles gottloſe Weſen. Gehet hin von mir, ihr Verfluchten. Der Unglaube iſt die Urſache der Verdammnis.
Anm. a. Ungläubige führen oft ein ehrbares Leben. Ehrlichkeit, Moral, Tugend iſt nicht zu verwerfen. Hat der Menſch aber nichts aufzuweiſen als das, ſo iſt er verloren. Alle Werke ohne Buße und Glauben haben keine Geltung vor Gott.
Anm. b. Der Unglaube iſt die einzige Sünde, die derdammt. Warum?
1. Nicht, weil Chriſtus dieſe Sünde nicht gebüßt
hätte. Er hat auch die erkauft, die ihn verleugnen.
Chriſti Blut macht uns rein von allen Sünden;
2. nicht, weil es eine ſo ſchreckliche Sünde wäre,
die Gott nicht vergeben könne. Wenn die Sünde
mächtig iſt, ſo iſt doch Gottes Gnade viel mächtiger;
ſondern
3. weil er Chriſtum mit ſeiner Erlöſung verwirft
und das einzige Rettungsmittel von ſich ſtößt.
Anm. c. Hier kommt der Glaube nicht als übertretung des 1. Gebots in Betracht, ſondern als Verwerfung des Evangelii.
Anm. d. Daraus folgt aber nicht, daß nun allein der Unalaube zu ſtrafen ſei und keine andern Sünden.
Anm. e. Was haben die Ungläubigen für Entſchuldigung? Das Geſetz zeigt ihnen, daß ſie die von Gott geſorderte Gerechtigkeit nicht beſitzen, das Evangelium, daß ſie in Chriſto bereits erworben und nur im Glauben ergriffen zu werden braucht.
Anm. f. 2 Kön. 7, 2: Mit deinen Augen wirſt du es ſehen und nicht davon eſſen. Der reiche Mann ſahe Lazarum von ferne, er ſelbſt aber war ausgeſchloſſen.
- R. Pi. Pred. 1, 269
- Stöckh. N. T. 163
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- Stöckh. Gna. 336
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- Way 225
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- Ma. 30, 120
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- Ma. 30, 120. 25, 155
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- O. 77, 25
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- O. 77, 25. 26
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- Cal. 1910, 32
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- Stöckh. N. T. 192
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- Luth. 56, 167
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- Way 219
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- Walth. L. L. 338
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- Walth. L. L. 338. 339
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- Gna. 270
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- Walth. Ev. 184
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- Walth. Ev. 184. 185
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- Syn. 72, 31
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- Ruh. 411
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- Ruh. 411. 412
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- Way 226
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- Way 226
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- Walth. L. L. 338
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- Ma. 9, 148
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- Way 227
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- Gna. 270
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- Wis. Syn. 80, 34
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- Syn. 92, 16
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- Syn. 92, 16. 17
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- Syn. 92, 16
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- Syn. 92, 18
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- Ma. 35, 189
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vol d, printed page
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10.
Der Unglaube hängt auch dem Chriſten noch an
10. Der Unglaube hängt auch dem Chriſten noch an. Nark. 9, 24: Ich alaube, lieber Herr, hilf meinem Unalauben. Sarah glaubte nicht die Verheißung. Stöckh. A. T. 24. Zacharias Luk. 1, 18. 20. Walth. Feſt. 382.
Thomas Joh. 20, 27: ſei nicht ungläubig, ſondern gläubig. Sieck 1, 178. Die Jünger Mark. 16, 14: ſchalt ihren Unglauben. Luk. 24, 25: träges Herzens zu glau⸗
ben.
Anm. a. Wie manchmal zweifeln wir an Gottes
ö Barmherzigkeit und Hilfe in der Not! Alles Murren,
alle Ungeduld iſt Ausgeburt des Unglaubens.
Anm. b. Der Unglaube, der uns anhängt, hindert vieles Gute. Wie manches Gebet wird im Keim erſtickt, wie mancher Dollar bleibt in der Taſche, wie manches Werk kann nicht ſo geführt werden, wie es ſollte! Wie viel mehr Teufel könnten wir austreiben, wenn wir mehr Glauben hätten!
Anm. c. Chriſtus ſtraft den Unglauben ſeiner Jünger, ſucht ihn aber zu heilen wie ein rechter Arzt. Thomas Sieck 1, 180. Zacharias Walth. Feſt. 383. So tut er heute noch. 385.
- Stöckh. A. T. 24
- Walth. Fest. 382
- Sieck 1
- Sieck 1, 178
- Sieck 1
- Sieck 1, 180
- Walth. Fest. 383
- Ma. 20, 274
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11.
—
11. Welche Stellung ſollen wir dazu einnehmen? Wir ſollen
a. unſere Seligkeitſchaffen mit Furcht und Zittern. Wir ſollen die Gnadenmittel fleißig gebrauchen und oft an unſern Taufbund denken, da wir dem Unglauben abgeſagt haben.
Anm. a. Wir ſollen uns durch den Unglauben anderer nicht ſtören laſſen. Wir wiſſen, der ſchmale Weg iſt nicht breit. Nicht viel Weiſe und Kluge hat der Herr erwählt.
Anm. b. Niemand ſoll ſich ſicher dünken, daß er nicht in Unglauben fallen könne. Die Verſuchung iſt groß. Aber mit dem Wort können wir alle Verſuchung überwinden.
Anm. c. Wir ſollen nicht warten, bis die Stunde der Gefahr da iſt, ſondern uns im voraus rüſten, daß wir an dem böſen Tage Widerſtand tun können. Eph. 6, 13.
Anm. d. Wir ſollen auch für chriſtliche Erziehung unſerer Kinder ſorgen (Gemeindeſchule), die Jugend lie— ber auf unſere Hochſchulen ſchicken, damit ſie nicht vergiftet werden. Theol. 14, 138;
b. nicht mit den Ungläubigen a m frem⸗den Joch ziehen. 2 54 6, 14. Eph. 5, 7: Seid nicht ihre Mitgenoſſen. 14 1: nicht ſitzen, wo die Spötter ſitzen. Pſ. 26, 4. nicht bei den Gottloſen. Röm. 12, 2: ſtellet euch nicht dieſer Welt gleich.
Anm. a. Chriſt und Unchriſt iſt ein ungleiches Geſpann. 5 Moſ. 22, 10: Ochs und Eſel. Gerechtigkeit iſt das Gegenteil von Ungerechtigkeit. Es iſt darum ganz widerſinnig, wenn beide an einem Joch ziehen. Dadurch wird auch der Tempel Gottes verderbet.
Anm. b. Den bürgerlichen Umgang mit der Welt ſollen wir freilich nicht meiden, ſonſt müßten wir die Welt räumen. 1 Kor. 5, 10. Wir arbeiten mit ihnen und nehmen mit ihnen teil am Wohl und Wehe des Landes. Wir haſſen die Ungläubigen auch nicht um ihrer Perſon willen, ſondern erweiſen ihnen viel Gutes.
Der Chriſt iſt in der Welt, aber nicht von der Welt;
c. den Unglauben bekämpfen und Zeug⸗- Neb. 1900, 22.
nis dagegen ablegen. Freilich muß man auch
techt kämpfen, nicht mit neuen Maßregeln und Heilmit⸗
teln, ſondern allein mit dem Wort. Mich. 97, 21. 22.
23. Obwohl die Apologetik gewiſſen Nutzen hat, ſo wird
doch der Unglaube dadurch nicht zu Boden geworfen. 22.
Anm. a. Es iſt nicht unrecht, die Torheit des Un- Stöckh. A. T. 301.
glaubens zu verſpotten. Elias und die Baalspfaffen.
Anm. b. Beiſpiele, wie manche die Ungläubigen mit
eigenen Waffen geſchlagen haben Luth. 65, 296. 66,
77. Pio. 1904, 14. Was war zuerſt: die Eichel oder
Eichbaum, die Henne oder das Ei?
Anm. c. Mit Spöttern ſoll man ſich gar nicht einlaſ⸗ Tex. 1906, 46.
ſen. Andere Ungläubige fordere man auf, ihren Unglau—
ben zu beweiſen. Die Hauptſache iſt, daß man ihnen ins
Gewiſſen zu reden ſucht.
Anm. d. Den Unglauben ſtrafen iſt das Amt des Ge⸗- O. 77, 25. 26.
ſetzes.
Anm. e. Haben wir immer unſere Schuldigkeit getan Luth. 37, 154.
oder ſind wir auch mit ſchuld an dem Unglauben unſerer
Zeit? Haben wir immer dagegen gezeugt? Der Welt
kein Argernis gegeben? Niemand von der Kirche ab—
geſchreckt?
Anm. f. Ihr Ungläubigen, bedenkt, was ihr tut! Walth. Feſt. 245. Mich. Ihr kämpft gegen Gott. Ungleicher Kampf. Fallt ihm 1903, 53.
zu Füßen und ſprecht: Mein Herr und mein Gott!
Homiletik.
Iudica. — Ev.
Von den angeblichen und den wahren Quellen des Unglaubens. a. Was man gewöhnlich fälſchlich als Urſache ſeines Unglaubens vorgibt, b. worin die wahre Urſache des Unglaubens zu ſuchen ſei. — Luth. 3, 86. Walth. Bro. 102.
Die wahre Geſtalt des Unglaubens. Er rühmt ſich, a. Licht und Aufklärung. zu ſein und iſt doch eitel Finſternis und Torheit, b. Freiheit und Tugend zu bringen und bringt nur Feindſchaft und Knechtſchaft der Sünde. — Ma. 7, 78.
Welch ein ſchreckliches Ding es um den Unglauben iſt. Er verachtet und verwirft a. die Wahrheit des Wortes Gottes, b. Chriſtum, den Sohn Gottes, c. Chriſtum, den Heiland. — Ma. 22, 86. ö ö
So ich euch aber die Wahrheit ſage, warum glaubet ihr mir nicht? a. Der gute Grund zu dieſer Frage, b. die richtige Antwort darauf. — Ma. 4, 79. ö
Chriſti vollkommen heiliger Wandel eine öffentliche Beſchämung des Unglau— bens. a. Auch die Ungläubigſten können die Heiligkeit des Wandels Chriſti nicht in Zweifel ziehen. b. Sie beſchämt darum alle die, welche dennoch hartnäckig in ihrem Unglauben verharren wollen. — Walther, Gna. 194.
Viny is it that so many can not believe on the Lord, Jesus Christ? Because a. they do not want to hear the truth, b. despise the Lord's grace, c. Christ's divinity is foolishness to them.—Sieck 1. 146. *
The unbelief of the Jews is the unbelief of the world. to-day, a. in its pretensions and claims, b. in its reality.—Mag. 2, 45.
Oſtern 1. — Ev. ö
Daß durch die Auferſtehung Jeſu Chriſti jeder Art des Unglaubens alle Entſchuldigungsgründe genommen ſind. Dem Unglauben derer, a. die die Wahrheit
der chriſtlichen Religion leugnen, b. die die Gewißheit ihrer Verſöhnung mit Gott bezweifeln. — Walth. Feſt. 2411.
Quaſimodogeniti. — Ev.
Thomas' unbelief concerning Christ's resurrection. a. How outspoken and, at the same time, how unreasonable was his unbelief, b. how the Lord rebukes him and convinces him of His resurrection. —Sieck 1, 177.
Quaſimodogeniti. — Epi.
Welch ein ſchreckliches Ding es um den Unglauben iſt. Der Unglaube a. verwirft Chriſtum und das von ihm erworbene Heil, b. verwirft das gewiſſe und unumſtößliche Zeugnis Gottes von Chriſto, c. läßt den Menſchen im geiſtlichen Tode und ſtürzt ihn immer tiefer ins Verderben. — Ma. 30, 119.
Cantate. — Ev.
Wie der Heilige Geiſt den Unglauben als die rechte Hauptſünde ſtraft, a. als die natürliche Quelle aller andern Sünden, b. als die Haupturſache der Verdammnis der Menſchen. — Ma. 9, 146. Walth. L. L. 333.
Warum ſtraft der Heilige Geiſt den Unglauben? Weil er a. eine ſchwere Sünde iſt, b. ſo ſchreckliche Folgen nach ſich zieht. ö
Pfingſten 2. — Ev.
Im Pfingſtlicht ſteht die ungläubige Welt als lauter Finſternis vor uns. a. Ihr Unglaube iſt Finſternis, b. ihr Wandel geſchieht in Finſternis, c. ihr Ziel iſt Finſternis. — Ma. 25, 154.
Der große, unverſöhnliche Gegenſatz zwiſchen Glaube und Unglaube. Dieſer
‚ Gegenſatz a. beruht auf verſchiedener Stellung zu Chriſto, b. entſcheidet ſchon jetzt über Seligkeit und Verdammnis, c. wird offenbar in den Werken des Lichts und der Finſternis. — Stöckh. Gnade um Gnade 332. Ma. 23, 143.
Unbelief, the only sin which condemns. a. The fact that unbelief is the only sin which condemns, b. the reason why unbelief condemns. Way 224.
Freiterte.
2 Kön. 7, 1. 2. — Der Unglaube des Ritters. a. Der Unglaube verſpottet die vom Herrn gegebene Verheißung. b. Angeſichts der Erfüllung der Verheißung wird der Ritter von gerechter Strafe ereilt. — R. Pi. Pred.“ 1, 264. Spurgeon, 2, 50.
Jeſ. 53, 1—3. — Des Propheten ernſte Klage. Er a. klagt über den Unglauben der Menſchen, b. zeigt den Grund ihres Unglaubens. — Ma. 26, 54.
Luk. 1, 57—80. — Die fort und fort nötige Heilung der Gläubigen von dem ihnen noch anklebenden Unglauben. a. Was Gott tut, die Gläubigen davon zu heilen, b. woran es offenbar wird, daß Gottes Arbeit an ihnen nicht vergeblich iſt. — Walth. Feſt. 382.
Joh. 10, 23—30. — Chriſtus im Kampf gegen den Unglauben. Wie er a. deſſen traurige Geſtalt zeigt, b. die rechten Heilmittel dagegen darreicht. — Ma. 34, 335.
Röm. 10, 1—15. — Warum hat der Ungläubige keine Entſchuldigung? Weil a. das Geſetz ihm zeigt, daß er die von Gott geforderte Gerechtigkeit nicht verdienen kann, b. das Evangelium ihm zeigt, daß die von Gott geforderte Gerechtigkeit von Chriſto ſchon erworben iſt und nur im Glauben ergriffen zu werden braucht. — Ma. 35, 189.
2 Kor. 6, 14. — Warum ſollen wir nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen ziehen? a. Weil es widerſinnig iſt, b. weil wir als Gottes Volk und Tempel dadurch verunreinigt werden. — Ma. 35, 24.
2 Kor. 6, 14—18. — Die Abſonderung der Gläubigen von den Ungläubigen in dieſem Leben hinſichtlich a. der Lehre oder des Glaubens, b. ihres Wandels. — R. Pi. Pred. 1, 285.
- Theol. 14, 138
- Theol. 14, 138
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- Büch. 1007
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- Sieck 1
margin
- Sieck 1, 59
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- Walth. L. L. 216
margin
- Mich. 97, 23
margin
- Mich. 97, 23. 24
margin
- Luth. 64, 76
margin
- Luth. 64, 76. 45, 125
margin
- Mit. 98, 30
margin
- R. Pi. Pred. 1, 285
margin
- Ma. 35, 24
margin
- Ma. 35, 24. 25
margin
- Luth. 64, 75
margin
- Luth. 64, 75. 76
margin
- Neb. 1900, 22
- Mich. 97, 21
- Mich. 97, 21. 22
- Mich. 97, 21. 22.
23
- Mich. 97, 21. 22.
23. O
- Stöckh. A. T. 301
- Luth. 65, 296
- Luth. 65, 296. 66,
77
- Pio. 1904, 14
- Tex. 1906, 46
- O. 77, 25
- O. 77, 25. 26
- Luth. 37, 154
- Luth. 37, 154.
o
- Walth. Fest. 245
- Luth. 3, 86 The right to judge doctrine belongs not only to preachers, but to all Christians.
- Bro. 102
- Ma. 7, 78
- Ma. 22, 86
- Ma. 4, 79
- Gna. 194
- Sieck 1
- Sieck 1. 146
- Mag. 2, 45
- Mag. 2, 45.
O
- Sieck 1
- Sieck 1, 177
- Ma. 30, 119
- Ma. 9, 146
- Walth. L. L. 333
- Ma. 25, 154
- Ma. 23, 143
- Way 224
- Ma. 26, 54
- Walth. Fest. 382
- Ma. 34, 335
- Ma. 35, 189
- Ma. 35, 189.
2
- Ma. 35, 24
- Ma. 35, 24.
2
- R. Pi. Pred. 1, 285
- Walth. Feſt. 2411.
Quaſi
- R. Pi. Pred.“ 1, 264. Sp
vol d, printed page
10–12 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0090