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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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12 entries under widersprüche.

Widerſprüche

—

Widerſyrüche. Abhandlungen. Sind in der Bibel Widerſprüche? Syn. 1902. der Bibel. L. W. 39, 33—41. 65—74. 97, 106. 319—321. Angebliche Widerſprüche in 198—206. 265—273. 32, *

  • L. W. 39, 33—41
  • L. W. 39, 33—41. 65—74
  • L. W. 39, 33—41. 65—74. 97, 106
  • L. W. 39, 33—41. 65—74. 97, 106. 319—321
  • Syn. 1902. der Bibel.

vol d, printed page 309 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0393

—

b. die Schrift als Norm und Richtſchnur des Glaubens und der Lehre abgetan. Wären Widerſprüche in der Schrift, dann könnten wir der Lehre nicht mehr gewiß werden. ö Anm. Wenn die Widerſprüche auch bloß in nebenſächlichen Dingen, auf die nichts ankommt, zu finden wären, ſo wäre damit doch die Inſpiration der Schrift in Frage geſtellt und die Gewißheit des Wortes dahin; c. die Luſt zum Bibbelleſen gemindert. Wer wird ein Buch leſen wollen, das ſich in ſo viel tauſend Dingen widerſpricht! Anm. Während die Vernunft über eine contradictio in adjecto. . B. Gott iſt Menſch) nicht urteilen kann, da ſie die Sache nicht verſteht, ſo kann ſie doch nach der Logik urteilen über kontradiktoriſche Widerſprüche, z. B. Chriſtus iſt Menſch und Chriſtus iſt nicht Menſch. Solche Widerſprüche kann der Menſch nicht glauben. Man kann von derſelben Sache nicht zugleich ein und dasſelbe glauben und nicht alauben. L. W. 50, 354.

  • L. W. 50, 354
  • Syn. 1902, 19 margin
  • Syn. 1902, 19. 20 margin
  • L. W. 39, 97 margin
  • Il. 85, 55 margin
  • L. W. 26, 258 margin

vol d, printed page 311 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0395

3. Die Apologetik hat es damit zu tun, ſolche Vorwürfe zu widerlegen

3. Die Apologetik hat es damit zu tun, ſolche Vorwürfe zu widerlegen. Avpologetik iſt a. nötig um der Unaläubigen willen, aber auch um des den Chriſten noch anhängenden Fleiſches willen; b. nützlich. Sie hat ihren Wert ähnlich wie die Glocken in der Kirche. Sie kann Hinderniſſe aus dem Weg räumen: c. nicht unſere Hauptaufgabe. Wir ſollen das Evangelium predigen, nicht entſchuldigen oder verteidigen. Darum muß die Apologetik mehr zurücktreten. Anm. Abpologetik iſt ſchon immer getrieben worden, ſolange man der Schrift dieſen Vorwurf machte. Augu— ſtin. Andreas Althamer 1535 (200 Schriftſtellen, die ſich dem Anſchein nach widerſprechen), Michael Walthers Harmonia biblica.“ Liliental. Weſeloh.

  • Syn. 1902, 6 margin
  • Syn. 1902, 6. 7 margin
  • Syn. 1902, 14 margin
  • Syn. 1902, 9—12 margin

vol d, printed page 311 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0395

4. —

4. Was iſt ein Widerſpruch? Ein Widerſpruch iſt es, wenn man das eine Mal das gerade Gegenteil von dem ſagt, was man zu anderer Zeit behauptet hat. Anm. a. Im Widerſpruch ſtehen zu einander nach der Logik z. B. 1. das allgemein poſitive Urteil zum allgemein negativen und zum partikular negativen Urteil; 2. das allgemein negative Urteil zum allgemei— nen poſitiven oder zum partikular poſitiven Urteil. Anm. b. Die Ausſagen, die ſich widerſprechen ſollen, müſſen dasſelbe Subjekt und Prädikat haben, auf denſelben Teil des Subjekts gehen, in ein und derſelben Hinſicht und zu ein und derſelben Zeit. Sonſt iſt es kein wahrer Widerſpruch. Anm. c. Beiſpiele von Widerſprüchen: Chriſtus iſt Menſch, Chriſtus iſt nicht Menſch. Es gibt nur einen Gott, es gibt drei Götter. Gott liebt alle Menſchen, Gott liebt nicht alle Menſchen. Alle Körper werden von der Erde angezogen, kein Körper wird von der Erde angezogen. O, 363. Anm. d. Kein Widerſpruch liegt in der Lehre von 1. der Dreieinigkeit. Es heißt nicht. drei Weſen ſind ein Weſen, ſondern in einem Be⸗ ſen ſind drei Perſonen. Gott iſt eins und ſſt drei in verſchiedener Hinſicht: 2. der Perſon Chriſti. Chriſtus iſt gen Himmel gefahren. Chriſtus iſt gegenwärtig im Abendmahl. Chriſtus iſt Gott. Chriſtus iſt Menſch; 3. der Gnadenwahl. Die Gnadenwahl ſteht nicht im Widerſpruch mit dem allgemeinen Gnadenwillen. Gott hat alle Menſchen geliebt. Gott hat uns erwählt.

vol d, printed page 311–312 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0395

5. —

5. Widerſprüche gibt es in der Schrift nicht. a. Die Schrift iſt Gottes Wort. Gott iſt wahrhaftig. Er kann nicht ja und nein zugleich ſagen. Syn. 1902, 14. 15. W. 97, 62. 63. Er kann nicht lügen. L. W. 50, 353. Er kann keine Lehre offenbaren, von welcher er an anderer Stelle das Gegenteil ſagt. Mit. 92, 63. Die Schrift kann nicht gebrochen werden. Joh. 10, 35. Syn. 1902, 13. Anm. Menſchen widerſprechen ſich oft, ſie machen falſche Schlüſſe, vergeſſen, was ſie früher geſagt haben, irren oder werden anderen Sinnes. Das alles iſt bei Gott unmöglich. b. Die Schrift iſt inſpiriert. Die Schreiber haben keinen Fehler gemacht. c. Es hat noch nie jemand einen wirllichen Widerſpruch in der Schrift nachgewieſen. Die angeblichen Widerſprüche laſſen ſich löſen, manchmal leicht, manchmal ſchwer. Aber ſelbſt vor dem Urteil der Vernunft iſt es töricht, Widerſprüche anzunehmen, wenn ein Ausgleich der ſcheinbaren Widerſprüche möglich iſt. Syn. 1902, 13. 14. Anm. a. Eine Liſte von Stellen, die ſich auf den erſten Blick zu widerſprechen ſcheinen, aber leicht zu löſen ſind Syn. 1902, 10. 11. Anm. b. Ein gebildeter Arzt, der da meinte, die Bibel ſei voll von Widerſprüchen, wurde aufgefordert, ſie alle aufzuſchreiben und auch zu prüfen, ob es wirklich Widerſprüche ſeien, aber ein Widerſpruch nach dem andern löſte ſich.

vol d, printed page 312 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0396

6. —

6. Woher kommt es, daß Menſchen in der Schriſt Widerſprüche finden? Die Urſachen können verſchieden ſein. a. Viele Ungläubige ſuchen danach und meinen dann auch etwas gefunden zu haben. David Strauß. Würden ſie ihren ſtolzen Nacken vor Chriſto beugen, die WiIu10· würden bald verſchwinden. Arndt, Eins iſt not 1 b. Andere leſen die Schrift ohne allen geiſtlichen ein und Erfahrung. Sie erkennen nicht den Unterſchied zwiſchen Geſetz und Evangelium. Beiſpiele von Stellen, die

  • Arndt, Eins iſt not 1
  • Syn. 1902, 22 margin
  • Syn. 1902, 22. 23 margin
  • Syn. 1902, 23 margin
  • Jo. 80, 44 margin

vol d, printed page 312 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0396

—

a. 1 Joh. 3, 9: Wer aus Gott geboren iſt, der tut —————ꝛ—ß7 ——————————————————— —ͤ—9—9—9—9—9—9————————9— —9—979—9———9— — — ——P—‚ꝑ—tß7—ꝛ—7ẽ —ß, —ß—— ß—ꝛß7ñßiñ—ß75ii—— nicht Sünde. 1 Joh. 1, 8: So wir ſagen, wir haben keine Sünde. Beide Sprüche reden nicht von derſelben Sache, der eine redet von Sünde haben, der andere von Sünde vorſätzlich tun. b. Pſ. 91, 10: Es wird dir kein übels begegnen. Pſ. 73. 14: Ich bin geplagt täglich. Die Erklärung gibt Röm. 8, 28: Alle Dinge müſſen uns zum Beſten dienen. c. Röm. 3, 28: gerecht allein durch den Glauben. Jak. 2, 14: Kann auch der Glaube ihn ſelig machen? Jakobus redet vom toten Glauben ohne Werke, Paulus vom lebendigen Glauben. d. Mark. 16, 16: Wer da glaubt, wird ſelig. Luk. 10. 28. Tue das, ſo wirſt du leben. Man muß auf den Zweck der Worte achten. Den Phariſäer will Chriſtus zur Erkenntnis ſeiner Sünde bringen. e. Das 4. Gebot: Vater und Mutter ehren. Luk. 14, 26: Vater und Mutter haſſen. Das heißt aber, wir dür — die Eltern uns kein Hindernis zur Seligkeit werden aſſen. f. Brechet dieſen Tempel. Seine Gebeine wurden nicht gebrochen. Das eine Mal iſt bildlich, das andere Mal eigentlich vom Brechen des Leibes die Rede.

  • Arndt, Eins iſt not 17 margin
  • Luth. 69, 117 margin
  • Luth. 69, 117. 118 margin
  • Luth. 69, 117. 118. 135 margin
  • Luth. 69, 117. 118. 135. 136 margin
  • Luth. 4, 165 margin
  • Luth. 4, 165. 166 margin
  • Jo. 92, 57 margin
  • Can. 94, 28 margin
  • Arndt, Eins iſt not 18 margin
  • Syn. 1902, 25 margin
  • Arndt, Eins iſt not 17 margin
  • L. W. 32. 319 margin
  • L. W. 32. 319. 320 margin

vol d, printed page 314 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0398

9. —

9. Andere ſcheinbare Widerſprüche und ihre Löſung. a. Die Zahl der Seelen, die nach Agypten auswanderten, wird mit 66 (1 Moſ. 46, 26), dann mit 70 (Vers 27) und mit 75 (Ap. 7, 14) angegeben. Das eine Mal werden bloß die genannt, die aus Jakobs Lenden gekommen ſind, das andere Mal wird Joſephs Familie und Jakob mitgezählt, während Stephanus wahrſcheinlich die Weiber der Kinder Jakobs mitzählt. b. Es wurden getötet in der Plage 24 000. 4 Moſ. 25, 9. 1 Kor. 10, 8: 23 000. — Nach 4 Moſ. 25, 4. 5 wur · den viele von den Richtern mit dem Schwert erwürgt. Das könnten 1000 geweſen ſein. Der Apoſtel nennt bloß die, die an der Plage ſtarben, oder: es waren nur 23 000, die an einem Tage ſtarben, ſo daß die andern 1000 an einem andern Tage geſtorben ſind. c. 1 Moſ. 7, 2. 8. 9. Das eine Mal zwei, das andere Mal 7 reine Tiere. Zwei ſollten in den Kaſten gehen, damit ſie erhalten würden. Die andern ſollten zur Speiſe dienen. d. Nach 5 Moſ. 5, 22 ſtanden die 10 Gebote auf den ſteinernen Tafeln, nach 2 Moſ. 34, 1. 27 aber andere Worte, Vers 12—26. — 2 Moſ. 34, 1, 27 bezieht ſich aber nicht auf die Verſe 12—26. e. 2 Moſ. 20, 24 wird eine Vorſchrift gegeben für den Bau verſchiedener Altäre, nach 5 Moſ. 12, 5 ſoll es nur einer ſein. — Die Errichtung des Altars wird unzweideutig beſchränkt auf jeden Wrt. den Gott durch Offenbarung dazu beſtimmt. Aſhraham v 7. bexrufen in Haran 1 Moſ. 11, 31. 12. 1. Nach Ap. 7. 2 wurde er berufen, als er noch in Meſopotamien war, ehe er nach Haran kam. — Er wird wohl zweimal berufen worden ſein. g. Die Dauer der israelitiſchen Gefangenſchaft wird auf 430 Jahre angegeben. 2 Moſ. 12, 40. 1 Moſ. 15, 13 werden 400 Jahre genannt. Ebenſo Ap. 7, 6. Js-rael hat aber nicht länger als etwa 210 Jahre in Agyp⸗ten gewohnt. — Die Zahl 400 ſchließt die ganze Pilgrimſchaft und Fremdſchaft der Kinder Israel in ſich. h. Es war um die dritte Stunde, da ſie ihn kreuzigten Mark. 15, 25. Um die 6. Stunde war nach Johannes Jeſus noch vor Pilatus. — Die Juden zählten die Stunden anders als die Römer. Johannes gibt die Stunde nach römiſcher Uhr. i. Ein Übeltäter läſterte ihn. Luk. 23, 39. Nach Matth. 27, 44 ſchmäheten ihn beide. — Sie haben zu Anfang beide geläſtert, bis der eine zur Erkenntnis kam und aufhörte zu läſtern. Dann war es bloß noch einer. k. Petri Verleugnung. Mark. 14, 30: Ehe der Hahn zweimal krähet, wirſt du mich dreimal verleugnen. Matth. 26, 34: Ehe der Hahn kräht. Vergl. Vers 74. 75. Nach Matthäus kommen alle drei Verleugnungen, ehe der Hahn kräht. — Der Hahnenſchrei iſt hier die Morgendämme—rung, der Anbruch des Tages. Auch wir ſagen wohl, daß jemand vor dem Hahnenſchrei aufgebrochen iſt, auch wenn er bei dem erſten Hahnenſchrei zu Mitternacht noch geſchlafen hat. l. Geſchlechtsregiſter Chriſti Matth. 1. 1—17 ſtimmt bloß von Abraham bis David mit Luk. 3, 23—28 überein. — Lukas gibt das Geſchlechtsregiſter der Maria. m. Die Blinden. Matth. 20, 30: zween Blinde. Mark. 10, 46: ein Blinder. — Der Bericht des Matthäus iſt eine Vervollſtändigung. Zwei Blindenheilungen haben ſtattgefunden, aber nicht an einem Tage. Markus berichtet nur von dem einen. n. Der Hauptmann zu Kapernaum. Nach Matth. 8, 5 trat der Hauptmann ſelbſt zu Jeſu, nach Luk. 7, 3. 6 ſchickte er andere zu Jeſu. — Proſerchesthai (trat zu ihm) hat die übertragene Bedeutung: jemand angehen, ihn um etwas bitten. Sodann wird auch das, was man durch andere tun läßt, einem ſelbſt angeſchrieben. Cäſar hat Brücken gebaut (durch ſeine Soldaten). So wird auch proſerchesthai gebraucht: wenn du deine Gabe zum Altar herbeibringſt (durch Vermittelung der Prieſter). o. Matth. 12, 40: drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde. Es waren nur zwei Nächte und ein Tag. oa Iſt eine Synekdoche. p. Matth. 8, 25: Herr, hilf uns, wir verderben. Da— gegen Mark. 4, 38: Meiſter, fragſt du nichts danach, daß wir verderben? — Es läßt ſich denken, daß die Jünger nicht alle ein und dieſelben Worte geſagt haben, ſondern der eine dieſes, der andere jenes, und jeder berichtet. was ſich ihm beſonders eingeprägt hat. q. Matth. 10, 10: Die Jünger ſollten keinen Stecken mit auf die Reiſe nehmen. Mark. 6, 8: ſie ſollten nichts bei ſich tragen, denn allein einen Stab. — Das ei me (niſi, außer) kann aber auch ſo erklärt werden, daß beide Worte zu trennen ſind: ei (monon) me, nicht allein nicht einen Stab. r. Matth. 8, 28: zwei Beſeſſene. Mark. 5, 2: ein Beſeſſener. — Es iſt möglich, daß von beiden nur einer Jeſu nachfolgte und Markus redet darum bloß von dem einen. ſ. Die Tempelreinigung wird Joh. 2, 13—17 an den Anfang, Matth. 21, 12. 13 ganz ans Ende der öffentlichen Wirkſamkeit Chriſti geſetzt. — Das werden wohl zwei verſchiedene Ereigniſſe ſein. t. Die Verſuchung Chriſti. Die zweite Verſuchung nach Matth. 4, 1—11 ſteht bei Lukas erſt an dritter Stelle. Luk. 4, 1—13. — Die Apoſtel berichten nicht immer in chronologiſcher Reihenfolge. Anm. a. Ahnliche Beiſpiele, wo die Evangeliſten die Ereigniſſe in verſchiedener Reihenfolge erzählen: 1. Die Berufung der Brüderpaare. Matth. 4, 18: Mark 1, 16: Luk. 5, 2; . 964 Geſchichte vom Ahrenraufen. Matth. 12, 9 8. 25. Stilung des Sturmes. Mark. 4, 36. 37. Lu u 4. Das Mahl bei Levi Matth. 9, 9. Luk. 5, 27. 5. Die Heilung des Beſeſſenen. Matth. 12, 22 —45. Mark. 3, 20 —30. Anm. b. Wenn der eine Evangeliſt nicht in derſelben Reihenfolge erzählt, wie der andere, ſo ſoll es ein Widerſpruch ſein! u. Die Auferſtehung Chriſti. Verſchieden wird angegeben die Zahl der Frauen, die zum Grabe gehen, die Zahl der Engel im Grabe. — Nach dem einen Bericht ſagen die Weiber niemand nichts. Nach dem andern „haben uns erſchreckt etliche Weiber, ſagen, ſie haben ein Geſicht geſehen.“ (Unterwegs vom Grabe ſagten ſie niemand etwas, aber den Jüngern in der Stadt haben ſie es geſagt. Syn. 1902, 50. 55.)

  • Theol. 2, 145 margin
  • L. W. 50, 418 margin
  • L. W. 50, 419 margin
  • O. 1904, 36 margin
  • O. 1904, 36. 37 margin
  • Jo. 1910, 18 margin
  • Jo. 1910, 18. 12 margin
  • Jo. 1910, 18. 12. 13 margin
  • Arndt, Eins iſt not 15 margin
  • Syn. 1902, 26 margin
  • Syn. 1902, 45—47 margin
  • L. W. 39, 134—137 margin
  • Syn. 1902, 30—33 margin
  • Syn. 1902, 44 margin
  • Syn. 1902, 44. 45 margin
  • W. 65, 45 margin
  • Stöckh. N. T. 230 margin
  • L. W. 39, 98— 106 margin
  • L. W. 14, 172 margin
  • L. W. 14, 172. 173 margin
  • W. 65, 46 margin
  • Syn. 1902, 50
  • Syn. 1902, 50. 55
  • L. W. 60, 447—451 margin
  • L. W. 60, 447—451. 494—500 margin
  • Syn. 1902, 38—41 margin
  • L. W. 39, 71—74 margin
  • L. W. 39, 36—38 margin
  • L. W. 39, 36—38. 223 margin
  • L. W. 39, 38—40 margin
  • L. W. 39, 40 margin
  • L. W. 39, 40. 41 margin
  • L. W. 39, 65 margin
  • L. W. 39, 65. 66 margin
  • L. W. 39, 66—69 margin
  • L. W. 39, 70 margin
  • L. W. 39, 70. 71 margin
  • L. W. 39, 34 margin
  • L. W. 39, 34. 35 margin
  • Syn. 1902, 47 margin
  • L. W. 39, 198—206 margin
  • L. W. 39, 198—206. 32, 321 margin
  • Syn. 1902, .

vol d, printed page 314–316 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0398

10. Bibel und Weltgeſchichte

10. Bibel und Weltgeſchichte. Die Bibel ſoll nicht allein mit ſich ſelbſt ſondern auch mit der Wiſſenſchaft und Weltgeſchichte im Widerſpruch ſtehen. Etliche Beiſpiele: a. Nach aller Rechnung ſoll Cyrenäus ſpäter, als die Schrift angibt, Landpfleger in Syrien geweſen ſein. — Doch hat man nicht lange zurück die Entdeckung gemacht, daß er zweimal Landpfleger war, ſo daß die Angabe der Bibel ſtimmt. b. Nach Ap. 13 hat Paulus den Landvogt auf der In⸗· ſel Cypern bekehrt. Die Gelehrten fanden, daß damals kein Landvogt auf der Inſel ſein konnte, bis eine auf +U Silbermünze die Angabe der Schrift beſtä⸗ gte. c. Mark. 6, 17 wird der erſte Mann der Herodias Phi lippus genannt. Joſephus nennt ihn Herodes. — Kann er nicht beide Namen geführt haben wie Herodes Agrippa, Herodes Antipater, ſo Herodes Philippus? Und wenn er bloß einen Namen hatte, ſo fragt es ſich noch, ob die Bibel recht hat oder Joſephus, dem ſchon verſchiedene Irrtümer nachgewieſen ſind. d. Zur Zeit Chriſti ſei kein Zenſus unter der Oberaufſicht des Statthalters gehalten worden, ſondern erſt 11 oder 12 Jahre ſpäter, wie Joſephus und Tacitus berichten. — Was hindert es, anzunehmen, daß der Statthalter von Syrien nicht ſchon früher einmal einen außerordentlichen Auftrag zur Abhaltung eines Zenſus erhalten und ausgeführt hat? Anm. Ptolemäus hatte ein Verzeichnis von 1026 Sternen feſtgeſett. Damit konnte man 1 15, 5: kannſt du ſie zählen? nicht reimen, bis nach der Erfindung der Ferngläſer. Sobald wir das nötige Licht be· kommen, fällt aller Widerſpruch hin.

vol d, printed page 316–317 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0400

11. —

11. Was ſoll man tun, wenn man auf ſcheinbare Rorr ſprüche ſtößtt, die man nicht löſen kann? a. Man kann weiter darüber ſtudieren, ob man eine Löſung finden kann. Man kann ſich an erfahrene Chriſten oder an ſeinen Paſtor wenden oder Bücher nachſehen, die vielleicht darüber Aufſchluß geben. Anm. a. Wenn du keine Löſung findeſt, iſt nicht geſagt, daß es überhaupt keine Löſung gäbe. Anm. b. Scheinbare Widerſprüche müſſen auf irgend eine Weiſe gelöſt werden können. Der Glaube an die Göttlichkeit der Schrift fordert, daß eine Löſung möglich iſt. Nur iſt ſie uns zur Zeit noch verborgen. Anm. c. Inſonderheit wird der Ausleger nicht gleich ſeine Arbeit einſtellen, ſondern zuſehen, ob ſeine Grammatik recht zur Geltung kommt, ſeine hiſtoriſchen Kennt1* richtig ſind u. ſ. w. mi ns widerſprechen. Keine Auslegung darf der Analogie des b. Läßt ſich keine Löſung finden, ſo bekenne man ſeine Unwiſſenheit und laſſe ſich durch ſolche Dunkelheit das klare Wort Gottes nicht trüben. Es iſt nicht nötig, daß wir alle Schwierigkeiten löſen müßten. Anm. Stolzen Geiſtern werden ſcheinbare Widerſprüche ein Geruch des Todes zum Tode.

  • Arndt 16 margin
  • Brun 30 margin
  • L. W. 39, 223 margin
  • Quart. 1, 168 margin
  • L. W. 50, 275 margin
  • Mit. 94, 20 margin
  • Can. 94. 28 margin

vol d, printed page 317 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0401

12. Obwohl keine Widerſprüche in der Schrift enthalten ſind, ſo doch Geheimniſſe, z

12. Obwohl keine Widerſprüche in der Schrift enthalten ſind, ſo doch Geheimniſſe, z. B. das Geheimnis der Dreieinigkeit, der Perſon Chriſti, der Gnadenwahl. Amm. a Geheimniſſe ſind ſolche Lehren der Schrift, die die Vernunft nicht löſen und nicht durchſchauen kann. Unſere Vernunft findet zwiſchen den einzelnen Lehren lauter Viderſprüche Anm. b. Die Vernunft findet einen Widerſpruch darin, daß der Menſch allein aus Gnaden ſelig wird und daß die, welche verloren gehen, allein um ihres Unglaubens willen verloren gehen. 0

  • L. W. 50, 360 margin
  • L. W. 50, 360. 335 margin
  • W. 97, 63 margin
  • W. 97, 63. 64 margin
  • Syn. 84, 11 margin
  • W. 97, 63 margin
  • Mit. 92, 63 margin
  • L. W. 28, 261 margin
  • At. 1909., 35. Geheimniſ

vol d, printed page 317–318 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0401

13. —

13. Stehen zwei ſich ſcheinbar widerſprechende Lehren klar in der Schrift, dann ſoll man a. nicht die ganze Bibel verwerfen. Wer würde ein Buch über Mathematik oder Phyſik verwerfen, weil manches drin ſteht, das er nicht faſſen kann? b. nicht reimen oder vermitteln wollenn, ſo daß die eine Lehre durch die andere beſeitigt wird. ů Anm. a. Wozu hat Gott der Vernunft des Menſchen die Nüſſe vorgelegt, wenn nicht zum Knacken? Darum fügt man hinzu, was man in der Lehre nicht findet; ſtreicht, was man darin verabſcheut und reimt, was nicht zu ſtimmen ſcheint. Anm. b. Durch derartige Beſeitigung der Widerſprüche, durch verdrehte Auslegung, wird die Schwierigkeit keineswegs gehoben, ſondern nur verdeckt oder weiter hinausgerückt. Was hat man z. B. mit dem intuitu fidei erreicht? Anm. c. Schließlich führt ein ſolches Verfahren zur gänzlichen Vernichtung der Lehre. In den chriſtlichen Lehrkörper läßt ſich nichts einſchieben oder ausſcheiden, ohne das Ganze zu zerrütten. Die Vernunft löſt den Knoten immer ſo, daß ſie ihn zerhaut. Anm. d. Will man die Lehre von der Dreieinigkeit reimen, ſo kommt man auf Tritheismus oder Modalis- mus. Will man die Lehre von Chriſti Perſon reimen, ſo kommt man auf die arianiſche Leugnung der Gottheit Chriſti oder auf die Zwingliſche Zertrennung der Na— turen. Löſung des Geheimniſſes der Gnadenwahl führt zu Calvinismus oder Synergismus: c. beide Schriftlehren glauben. Ich glaub', was Chriſti Wort verſpricht, ich reim' es oder reim' es nicht. Die Glaubenslehren ſind gegeben nicht zum Reimen, ſondern zum Glauben.

vol d, printed page 318 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0402

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