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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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38 entries under sünde.

Sünde

—

Sünde. Abhandlungen. Von der Sünde. Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95. 142. 143. 150. 151. 157. 158. Die Hauptbegriffe für Sünde im Hebräiſchen. L. W. 57, 9—15. 49—59. 119— 123. 168—173. 204—213. über wiſſentliche und unwiſſentliche Schwachheits⸗ und Bosheitsſünden, herrſchende und himmelſchreiende Sünde, und die Sünde wider den Heiligen Geiſt. Luth. 46, 135—137. 142—144. 158. 159. 166—168. Von der Sünde. Hön. Dog. § 29, 345—442. Löber 351—407. Von den Schwachheitsfünden der Wiedergeborenen. Luth. 43, 111. 10 Theſen, die Lehre von der Sünde betreffend. Mit. 76 und 77. Katecheſe Schulbl. 9, 65—79. 97—102. Dall. 270 —278. 290—309. L. W. 24, 149. Ma. 24, 325—329. The consciousness of sin. Theol. 11, 78—83. 155—163. Out. 70—77. De Peccato. Raier 2, 267—329. Abkürzung. Hüb.-W. Hübener, Von der Urſache der Sünde, überſetzt aus Chemnitz. Abriß. § 1. Was iſt Sünde? § 2. Urſache § 3. Urſache iſt nich Gott § 4. Einwände § 5 und § 6. Zulaſſung Gottes § 7. Antitheſe § 8. Urſate der Sünde iſt Teufel und Menſch § 9. Sündenfall § 10. Noch heute reizen Teufel. Welt und Fleiſch zur Sünde § 11. Einteilung der Sünde § 12. Erbſünde § 1. Sünden gegen Gott und den Nächſten § 15. Gedanten. Unterlaſſungsſünden § 17. Wiſſentliche und unwiſſemliche Sünden § 18. Vorſätzliche und unvorſätzliche Sünde § 19. Schwachheit und VBos⸗ heit § 20. Todſünden und läßliche Sünden § 21. Vergebliche und unvergebliche Sünden § 22. Sünde wider den Heiligen Geiſt § 23. Etliche andere Klaſſen von Sünden § 24. Subjectum quod und quo 5§ 25. Sünde als Schuld § 26. Die Macht und Herrſchaft der Sünde § 28. Strafe der Sünde § 29. Worin beſteht die Strafe? § 30. Zweck der Strafe § 31. Antitheſe § 32. Woher kommt es, daß dennoch viele ſicher in Sünden dahingehen? § 33. Erkemm. Bekennen und Leugnen der Sünde § 35. Entſchuldigen der Sünde § 36. Wir ſollen die Sünde meiden, bekämpfen, nicht über uns herrichen laſſen § 37, Vergebung dafür ſuchen § 38, grobe Sünde auch vor Menſchen be— § 39. Der Paſtor ſoll gegen die Sünde zeugen § 10. Wie kommt der Menſch aus der Sünde heraus? Erlöſung. § 41. Sünde. 1. Wichtigkeit dieſer Lehre. Wer in der Lehre von der Sünde irrt, wird auch in andern Lehren irren. Bo kein Verſtändnis von der Sünde iſt, da iſt auch kein Verſtändnis für die Gnade. Wie kann man Vergebung der Sünden predigen, wo nicht zuvor Sünden da ſind! Ka. 92, 12. — Vergl. § 34, Anm. a. Anm. a. Ohne die rechte Lehre von der Sünde kann man die Kämpfe in der äußeren Chriſtenheit nicht verſtehen. Anm. b. Wie nötig die rechte Erkenntnis dieſer Lehre auch für unſer eigen Herz und Gewiſſen, um vor Irrwegen bewahrt zu bleiben! Auch bekehrte Chriſten ach· ten die Sünde oft noch gering. Es muß ihnen immer wieder das Geſetz gepredigt und die Sünde in ihrer wahren Geſtalt gezeigt werden. Weſen der Sünde. 2. Was iſt Sünde? Sünde iſt Abweichung dom Geſetz Gottes. Anomia. 1 Joh. 3, 4: Die Sünde i das Unrecht. (Nicht ſo klar iſt die Definition: Sünde iſt Abkehr von Gott und Zukehr zur Kreatur. Mit. 1,76, 17. 18.) Anm. a. Sünde kommt her von ſinnen, das Ziel verfehlen. Anm. b. Die verſchiedenen Begriffe für Sünde im Hebräiſchen: Peſha. Abfall von Gott. Chataah, Adirrung von Gottes Gebot. Avon, Schuld, übertretung. Anm. c. Die Heiden haben nicht das geſchriebene, wohl aber das natürliche Geſetz. Röm. 2, 9. 12. Gom hat es allen Menſchen ins Herz geſchrieben. Anm. d. Sünde iſt etwas Negatives, privatio, ein Mangel, eine Abweſenheit der Gleichförmigkeit mit dem Geſetz. Anm. e. Der Begriff der Freiwilligkeit im ſtrengeren Sinn gehört nicht zum Weſen der Sünde. Ob eine Tat mit Überlegung geſchieht oder nicht, kommt dabei nicht in Betracht. 1 Moſ. 19, 33. 1 Tim. 1, 13: ich habs unwiſſend getan. Röm. 7, 15: Ich weiß nicht, was ich tue. Gal. 5, 17: daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Antitheſe. Papiſten. Nihil esse peccatum, nisi voluntarium. Konk. 84, 43. Das iſt ein Irrtum der Pelagianer. Mit. 77, 33. Danach wäre die Erbſünde leine Sünde. Anm. f. Nur übertretung des Gefetzes Gottes iſt Sünde.

  • Luth. 52, 59—61
  • Luth. 52, 59—61. 79
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95. 142
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95. 142. 143
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95. 142. 143. 150
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95. 142. 143. 150. 151
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95. 142. 143. 150. 151. 157
  • Luth. 52, 59—61. 79. 87. 95. 142. 143. 150. 151. 157. 158
  • L. W. 57, 9—15
  • L. W. 57, 9—15. 49—59
  • L. W. 57, 9—15. 49—59. 119— 123
  • L. W. 57, 9—15. 49—59. 119— 123. 168—173
  • L. W. 57, 9—15. 49—59. 119— 123. 168—173. 204—213
  • Luth. 46, 135—137
  • Luth. 46, 135—137. 142—144
  • Luth. 46, 135—137. 142—144. 158
  • Luth. 46, 135—137. 142—144. 158. 159
  • Luth. 46, 135—137. 142—144. 158. 159. 166—168
  • Hön. Dog. § 29, 345
  • Löber 351—407
  • Luth. 43, 111
  • Luth. 43, 111. 10
  • Schulbl. 9, 65—79
  • Schulbl. 9, 65—79. 97—102
  • Dall. 270 —278
  • Dall. 270 —278. 290—309
  • L. W. 24, 149
  • Ma. 24, 325—329
  • Theol. 11, 78—83
  • Theol. 11, 78—83. 155—163
  • Out. 70—77
  • Ka. 92, 12
  • Mit. 76, 12 margin
  • Mit. 76, 12. 13 margin
  • Wis. Syn. 1908, 40 margin
  • Mit. 76, 12 margin
  • Mit. 76, 12. 13 margin
  • Ka. 92, 12 margin
  • Ka. 92, 12. 13 margin
  • Mit. 76, 13 margin
  • Mit. 76. 17—21 margin
  • Hön. Dog. 34 margin
  • Baier 2. 267 margin
  • Luth. 52, 79 margin
  • Ma. 8. 328 margin
  • Ma. 8. 328. 4, 252 margin
  • Ma. 8. 328. 4, 252. 21 margin
  • Ma. 8. 328. 4, 252. 21. 325 margin
  • Dall. 270 margin
  • Schmidt 113 margin
  • Schmidt 113. 11 margin
  • Stock 929 margin
  • Min. 1903. 22—23 margin
  • Luth. 52, 79 margin
  • L. W 57, 9 margin
  • Can. 97, 17 margin
  • Can. 97, 17. 18 margin
  • Hön. Dog. 318 margin
  • Hön. Dog. 317 margin
  • Löb. 302 margin
  • Konk. 84
  • Konk. 84, 43
  • Mit. 77, 33
  • Baier 2. 275 margin
  • Hön. Dog. 349 margin
  • Hön. Dog. 349. 350 margin
  • Hön. Dog. 349. 350. oo margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 115 margin
  • Mit. 76 und 77. Katecheſ

vol c, printed page 753–755 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0557_RA2-PA53

1. —

1. Menſchliche Geſetze und Ordnungen wer⸗ den nur um des Friedens willen gehalten und ſind darum kein Gegenſtand der Kirchenzucht. Das Übertreten derſelben iſt an ſich keine Sünde.

  • Wis. 86, 33 margin
  • Mit. 76, 23 margin
  • Mit. 76, 23. 25 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 116 margin

vol c, printed page 755 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0559_RA2-PA55

2. —

2. Geſetze der Obrigkeit übertreten iſt nur darum Sünde, weil Gott Gehorſam gegen die Obrigkeit fordert. Anm. g. Niemand darf etwas 1. zur Sünde machen, was nicht Sünde iſt. Gott iſt der Geſetzgeber. Jak. 4, 12: Es iſt ein einiger Geſetzgeber. Selbſt die Apoſtel konn-— ten keine Gebote ſtellen. Einer iſt euer Meiſter. Mit. 76. 24. Etwas zur Sünde machen, was keine Sünde iſt, iſt das Kennzeichen der ver— führeriſchen Geiſter. 1 Tim. 4, 1. 3; Jede über— 2. freilaſſen, was Sünde iſt. tretung des Geſetzes iſt Sünde. Antitheſe. Papiſten, Schwärmer. Harms Luth. 37, 133. S. Mitteldinge 169. 170. Anm. h. Hält jemand etwas für Sünde und tut es dennoch, ſo iſt es ihm Sünde, ſelbſt wenn es an ſich ein Mittelding iſt. Irrendes Gewiſſen. Nicht alles, was wider das Gewiſſen geſchieht, iſt an ſich Sünde. Aber wider das Gewiſſen zu handeln, iſt immer ſündlich. Hlaubt jemand dem Papſt Gehorſam ſchuldig zu ſein, ſo ſündigt er, wenn er des Papſtes Gebot übertritt. Mit. 76, 37. 38. Anm. i. Wer etwas im Zweifel tut, ob es Sünde ſei oder nicht, der tut es auf die Gefahr hin, daß es wider Gott ſei und ſündigt darum. Was nicht aus dem Glauben geht, das iſt Sünde. Zweifelndes Ge— wiſſen. Anm. k. Dichtet ſich jemand ſelbſt ein Verbrechen an und rühmt ſich ſeiner böſen Tat, ſo iſt er vor Gott und Menſchen dieſer Tat ſchuldig. 2 Sam. 1, 16. Anm. Jl. Entweder erklärt Gott etwas für Sünde, weil es an ſich Unrecht iſt (Gottesläſterung iſt gegen Gottes Heiligkeit und wird nicht erſt dadurch unrecht, daß es im 2. Gebet verboten iſt), oder es iſt etwas darum Sünde, weil Gott es verboten hat z. B. das Eſſen vom Baum der Erkenntnis Gutes und Böſes.“ Poſitive Geſetze. Saul ſollte die Amalekiter verbannen. Weil er nicht gehorchte, wurde er verworſen. Mu &&Y⁰̈᷑᷑I 76, 35. Anm. m. Wie will man nachweiſen, ob etwas Sünde iſt oder nicht? Der eine behauptet. das ſen Sünde, der andere, es ſei keine Sünde. Es kommu nicht darauf an, was Menſchen für Sünde halten, ſondern was Gott dafür erklärt. Schmidt 1, 114. Men tann ſich auch nicht auf andere berufen: Dr. Lider oder unſer Paſtor in Deutſchland hat geſagt. Man kann es nicht nachweiſen aus der Gemeindeordnung, ſondern allein aus dem Geſetz. Durchs Geſetz komm Erkenntnis der Sünde. § 34. Antitheſe. Pantheiſten, Rationaliſten und andere heben den Begriff Sünde auf. Sünde ſei nur eire Krankheitserſcheinung, eine Einbildung. — Hofmann Syn. 94, 51. Urſache der Sünde.

  • Mit. 76. 24
  • Luth. 37, 133
  • Mit. 76, 37
  • Mit. 76, 37. 38
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 116 margin
  • Schmidt 1, 116. 117 margin
  • Dall. 271 margin
  • Mit. 76, 26 margin
  • Hön. Dog. 318 margin
  • Hön. Dog. 318. 349 margin
  • Can. 82, 38 margin
  • Mit. 76, 21 margin
  • Mit. 76, 21. 22 margin
  • Mit. 76, 28 margin
  • Can. 82, 38 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 117 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 115 margin
  • Mit. 76, 29 margin
  • Neb. 1912, 33 margin
  • Neb. 1912, 33. 34 margin
  • Walth. Epi. 298 margin
  • Hön. Dog. 131 margin
  • Neb. 1912, 43—45 margin
  • Walth. Epi. 299 margin
  • Hön. Dog. 132 margin
  • Neb. 1912, 13 margin
  • Stöckh. A. T. 211 margin
  • Mit. 76, 29 margin
  • Mit. 76, 29. 30 margin
  • Mit. 76, 29. 30. 33 margin
  • Schmidt 1
  • Schmidt 1, 114
  • Syn. 94, 51
  • Neb. 1907, 17—19 margin
  • Hön. Dog. 317 margin
  • Theol. 11, 155 margin
  • Mich. 1904, 50 margin

vol c, printed page 755–756 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0559_RA2-PA55

3. —

3. Will ein Arzt eine Krankheit mit Erfolg bekämpfen, ſo ſucht er die Urſachen zu erforſchen. Über die Urſache der Sünde iſt viel gegrübelt worden. Aus ſich ſelbſt kann der Menſch die Urſache der Sünde nichn erkennen.

  • Il. 91, 33 margin
  • Can. 1901, 6 margin

vol c, printed page 756 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0130_RA2-PA56

4. Die Urſache der Sünde liegt nicht in Gott

4. Die Urſache der Sünde liegt nicht in Gott. Causa peccati Deus non est, nec moraliter, nec physice, nec per accidens. a. Gott iſt heilig. Matth. 19, 17: Niemand iſt gut, denn der einige Gott. Matth. 10, 18. 5 Moſ. 32, 4: kein Böſes in ihm. 1 Joh. 3, 5: und iſt keine Sünde in ihm. 1 Joh. 1, 5: Gott iſt ein Licht und it keine Finſternis in ihm. Hüb. 22. Alles, was Gott tut, iſt recht. 5 Moſ. 32, 4: Bas er tut, iſt recht. Pſ. 92, 16: und iſt kein Unrecht an ihm. Anm. Von Gott kommt nichts Böſes, ſondern nur Gutes. Jak. 1, 17: Alle gute und alle vollkommne Gabe u. ſ. w. Von einer guten Quelle kann kein giftiges Waſſer kommen. Stock 929. Die Sonne iſt nicht ſchuld an der Finſternis. Il. 1900, 38. Mit. 77, 32. Bei ihm iſt kein Wechſel des Lichts und der Finſternis. b. Gott haßt das Böſe. Pſ. 5, 5: Du bint nicht ein Gott, dem gottlos Weſen gefällt. Sach. 8. 17: Solches alles haſſe ich. Jeſ. 65, 12: Ihr tatet. was mir übel gefiel. 1 Moſ. 6, 6: Es bekümmerte ihn in ſeinem Herzen. — Weil Gott die Sünde haßt. wie wäre es möglich, daß er die Sünde verurſacht! c. Gott hat den Menſchen nicht ſündig geſchaffen. 1 Moſ. 1, 31: Alles war ſehr gut. 1. 27: ihm zum Bilde. Pred. 7, 30: Gott hat den Menſchen aufrichtig gemacht. Anm. a. Die Sünde iſt nicht anerſchaffen. Wären wir mit böſen Neigungen aus Gottes SchöpferWn hervorgegangen, ſo wäre Gott die Urſache der Sünde. Anm. b. Gott hat den Menſchen nicht ſo geſchaffen. daß er fallen muſßte, daß die Freundſchaft in Feind⸗ ſchaft umſchlagen mußte. Can. 98, 36. 37. Anm. c. Gott iſt nicht Urſache, daß die Menſchen als Ungläubige geboren werden und als ſolche ſterben. Er iſt nicht ſchuld, daß die Jungend ſo verderbt iſt. Il. 91, 33—35. Anm. d. Auch dadurch, daß Gott den Menſchen endlich und begrenzt erſchaffen hat, wird Gott nicht Urheber der Sünde. Anm. e. Die Sünde gehört nicht zum Weſen, zur Subſtanz des Menſchen. Wäre dieſes der Fall, ſo wäre Gott Urheber der Sünde. Die Natur iſt von Gott, aber nicht der Fehler. Anm. f. Hätte Gott den Menſchen geſchaffen ohne die Möglichkeit zu ſündigen, wie die Tiere, dann hätte der Menſch auch nie zur ewigen Seligkeit in dem Schauen Gottes kommen können. Anm. g. Auch in den von Gott geſetzten Ver-= hältniſſen, in der Umgebung des Menſchen, hat die Sünde nicht ihren Grund. Der Verſuchung im Paradieſe hätte der Menſch widerſtehen können. d. Gott hat niemand zur Sünde oder zur Verdammnis beſtimmt. Heſ. 33. 11: Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottloſen. Wenn der Menſch nicht ſelig wird, iſt Gott nicht daran ſchuld. Die Gefäße des Zorns ſind zugerichtet Röm. 9, 22, aber er ſagt hier nicht: von wem! W. 73, 56. Nicht von Gott. Anm. Der Sklave Zenos ſagte, daß er mit Unrecht geſchlagen werde, denn er ſei vom Schickſal beſtimmt zu ſündigen. e. Gott verſucht niemand zur Sünde. Jak. 1, 13: Niemand ſage, wenn er verſucht werde, daß er von Gott verſucht werde. Er reizt und lockt nicht zur Sünde. f. Gott billigt die Sünde nicht, wenn ſie geſchehen iſt; er ſtraft ſie vielmehr. g. Gott hat ſeinen Sohn in die Welt geſandt, um die Menſchen von der Sünde zu er-löſen. Iſt Gott die Sünde ſo zuwider, daß er ſelbſt ſeines Sohnes nicht verſchonet, wie wäre es möglich, daß er die Sünde wirkte! h. Die Sünde iſt überhauptenichts Po ſitives, ſondern etwas Negatives, nicht ein Werk, ſondern ein Fehler, ein Mangel. Darum kann Gott nicht die bewirkende Urſache ſein. Es gibt nur eine causa deficiens. Anm. a. Bekenntnisſchriften: 575, 7: Gott iſt nicht ein Schöpfer, Stifter oder Urſache der Sünde. 44, Art. 19. 582, 40. 721, 81. 219, 77. Anm. b. Selbſt Plato ſagt, daß Gott nicht die Ur⸗ ſache des Böſen ſei. Anm. c. Wäre Gott die Urſache der Sünde, ſo god— es kein jüngſtes Gericht. Dann wäre auch der Zorn Gottes über die Sünde widerſinnig. Anm. d. Die Menſchen ſchieben die Schuld nur zu gern auf Gott, wenn ſie ihre Sünde entſchuldigen wollen. S. § 36, g. Die Schuld auf Gott ſchieben, in ſataniſche Lehre. Süd. 1904, 31. 32. Dann iſt 6z auch bloß noch ein Schritt dahin, daß man die Sünde ganz leugnet. Da Gott keine Sünde tun kann, muß die Vernunft ſchließen, daß die Sünde eigentlich keine Sünde ſei. W. 77, 102.

  • Hüb. 22
  • Stock 929
  • Il. 1900, 38
  • Mit. 77, 32
  • Hön. Dog. § 15, 118 margin
  • Löb. 355 margin
  • Löb. 355. 358 margin
  • Dall. 272 margin
  • Dall. 272. 273 margin
  • Baier 2, 273 margin
  • Baier 2, 273. 310 margin
  • Wis. Syn. 1909, 43 margin
  • Günth. 120 margin
  • L. W. 21. 149 margin
  • Il. 91, 33 margin
  • Il. 91, 34 margin
  • Ma. 4, 252 margin
  • Mit. 77, 16—18 margin
  • Luth. 52, 87 margin
  • Jo. 95, 54 margin
  • W. 73, 55 margin
  • Neb. 91, 34 margin
  • Neb. 91, 34. 92, 59 margin
  • Neb. 91, 34. 92, 59. 60 margin
  • Schulbl. 9, 70—74 margin
  • Süd. 1909, 8 margin
  • Süd. 1909, 8. 9 margin
  • Ma. 8, 166 margin
  • Ma. 8, 166. 14, 130— 132 margin
  • Ma. 8, 166. 14, 130— 132. 23 margin
  • Ma. 8, 166. 14, 130— 132. 23. 121 margin
  • Ma. 8, 166. 14, 130— 132. 23. 121. 125 margin
  • Mag. 5, 54 margin
  • Mag. 5, 54. 55 margin
  • Walth. Epi. 239 margin
  • Walth. Epi. 239. 244 margin
  • Hüb. 23 margin
  • Hüb. 23. 24 margin
  • Hüb. 22 margin
  • Il. 1910, 18 margin
  • Luth. 2. 21 Rationalism and the Bible. (Conclusion.) margin
  • Dall. 273 margin
  • Can. 98, 36
  • Can. 98, 36. 37
  • Il. 91, 33—35
  • W. 73, 56
  • Syn. 92, 19 margin
  • Can. 98, 37 margin
  • Walth. Epi. 241 margin
  • Can. 98, 38 margin
  • L. W. 17. 166 margin
  • W. 73, 53 margin
  • W. 73, 53. 55 margin
  • Stock 538 margin
  • Hüb. 8 margin
  • Hüb. 8. 9 margin
  • Neb. 86, 12 margin
  • Neb. 86, 12. 13 margin
  • Hüb. 24 margin
  • Hüb. 24. 84 margin
  • Hüb. 24 margin
  • Mit. 77, 19 margin
  • Hön. Dog. 352 margin
  • Hüb. 3 margin
  • Hüb. 3, 48 margin
  • Hüb. 9 margin
  • Süd. 1904, 31
  • Süd. 1904, 31. 32
  • W. 77, 102
  • Hüb. 79 margin

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5. Einwände

5. Einwände. Bibelſtellen, die ſo lauten, als ed Gott die Urſache der Sünde ſei: 2 Sam. 16, 10: Der Herr hat es ihm geheißen. — Dagegen ſteht 1 Kön. 2, 9: laß ihn nicht unſchuldiz ſein. Daß Simei David fluchte, war ſeine Sünde. Gott hat ſie zugelaſſen, David zur Demütigung. 2 Sam. 24, 1: Der Herr reizte David, daß er das Volk zählen ließ. — 1 Chron. 22, 1: Satan gab David ein. Das letztere erklärt, wie das erſtere zu verſtehen ſi. 2 Moſ. 4. 21: Der Herr verſtockte das Herz Pharao. — Zuvor aber heißt es: Pharao verſtockte ſein Hetz. Gott entzieht denen, die ſich verſtocken, ſeinen Geiſt. 5 Moſ. 28, 28: Der Herr wird dich ſchlagen min 16. 17. des Herzens. — Erklärt durch Hoſeg 4, 6. 17. Hiob 2. 3: Gott hat Hiob verderbt, während es doch Satan war. Die Kreaturen können es nicht tun ohne Gottes Zulaſſung. Röm. 1, 24. 28: Darum hat ſie auch Gott dahin ge— geben in ihres Herzens Gelüſte. — Erklärt durch Ap— 11, 16: Gott hat alle Hriden ihre eigenen Wege wan— deln laſſen. Das geſchah unter Gottes Zulaſſung ihnen zur Strafe. Jeſ. 41, 23: tut Gutes oder Schaden. — Dies handelt von den Gößben. 1 Kor. 12. 6: Gott iſt es, der da wirket alles in allem. — Hier iſt nur von der Kirche und den heil— ſamen Wirkungen in ihr die Rede. Jer. 20. 7: Du haſt mich überredet. — Hier redet der Herr vom Beruf zum Prophetenamt. Jei. 63. 17: Warum läſſeſt du uns, Herr, irren von deinen Wegen? — Wenn der Herr ſeine Barmherzig— keit, welche den Verſtand erleuchtet, zurückhält, dann macht er irren. Röm. 11. S: Gott hat ihnen gegeben deinen erbitter⸗ ten Geeiſt, Augen., daß ſie nicht ſehen. — Es iſt nicht ſo, daß die Ungläubigen von Haus aus ſehende Augen hätten und Gott gäbe ihnen nun Augen, daß ſie nich: ſehen. 2 Theſſ. 2, 1: Gott wird kräftige Irrtümer ſenden. — Paulus redet von der Strafe der Sünde. Nicht ſo indet Gott die Irrtümer, wie er die Wahrheit ſendet, Indern der Teufel iſt es, der die Irrtümer ſendet und zott läßt es zu. Heſ. 14, 9: Den will ich, der Herr, wiederum laſſen etrogen werden. — Gott betrügt, aber nur inſofern res dem Teufel zuläßt. 1 Sam. 2, 25: Sie gehorchten ihres Vaters Willen icht, denn der Herr hatte willens, ſie zu töten. Spr. 16, 4: Der Herr macht alles um ſein ſelbſt villen, auch den Gottloſen zum böſen Tage. — Gott edet hier nicht von der Schuld, ſondern von der Strafe der Sünde. Er will den Gottloſen verurteilen. 2 Moſ. 9, 16: Darum hab ich dich erweckt, daß meine traft an dir erſcheine. — Hiphil: ſtehen bleiben genacht, obgleich du verdient hätteſt, ſofort von der Erde erſchlungen zu werden. Röm. 9, 21: Hat nicht ein Töpfer Macht u. ſ. w. — Mit keinem Wort wird hier geſagt, daß der Herr den Ton des menſchlichen Geſchlechtes ſo mißbrauchen würde, daß er einige zu Laſtern bereite. Darum heißt es Bers 23 von den Gefäßen der Barmherzigkeit, ſie ſeien zu vor bereitet, während es von den Gefäßen des Zornes Vers 21 nur heißt, ſie ſind zugerichtet. Von wem, wird hier nicht geſagt. 2 Tim. 2, 20: In einem Hauſe ſind etliche Gefäße zur Ehre, etliche zur Schande. — Aber Vers 21 hören wir, daß alle Gefäße zur Unehre ſind, wenn wir nicht geheilt werden. Matth. 11, 25. 26: Ich preiſe dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du ſolches den Weiſen und lugen verborgen haſt. — Mit andern Worten: Gott widerſteht den Hoffärtigen. Joh. 12. 39: Darum konnten ſie nicht glauben. — Sie widerſtrebten dem Heiligen Geiſt, darum weicht er von ihnen und ſo können ſie nicht glauben. Jeſ. 45, 7: Ich ſchaffe das Übel. — Handelt von der Strafe. Jeſ. 54, 16: Ich ſchaffe es, daß der Verderber unkommt. — Aber Vers 15: ohne mich werdet ihr es tun. Jer. 10, 23: Des Menſchen Tun ſteht nicht in ſeiner Gewalt. — Der Menſch kann nicht alle Gefahren vor— herſehen und verhüten. Anm. Warumredet Gottoft ſo, als ob er die Urſache der Sünde ſei? Wenn die Kreatur etwas Böſes tut, als ob er es getan hätte? — Wir ſollen daraus erkennen, daß 1. ſolches Strafe der Sünde iſt, 2. die Kreatur nichts tun kann ohne Gottes Zulaſſung, 3. nur ein Gott iſt. (Gegenſatz: Dualismus.)

  • Luth. 5, 43 margin
  • Luth. 5, 43. 44 margin
  • Hüb. 37 margin
  • W. 73, 59 margin
  • W. 73, 59. 60 margin
  • Mit. 77. 20 margin
  • Neb. 86, 13 margin
  • Hüb. 36 margin
  • Mit. 77, 20 margin
  • Mit. 77, 20. 21 margin
  • Löb. 356 margin
  • Hüb. 27—30 margin
  • Mit. 77, 20 margin
  • Hüb. 36 margin
  • Mit. 77, 21 margin
  • Il. 1900, 37 margin
  • Il. 1900, 37. 20 margin
  • Mit. 77, 19 margin
  • Mit. 77, 19. 32 margin
  • Mit. 77, 19. 32. 33 margin
  • Hüb. 27 margin
  • Hüb. 27 margin
  • Hüb. 34 margin
  • Spr. 16, 4
  • Hüb. 36 margin
  • Hüb. 37 margin
  • Hüb. 37. 38 margin
  • Hüb. 38 margin
  • Hüb. 38 margin
  • W. 73, 56 margin
  • Hüb. 40 margin
  • Hüb. 40, 23 margin
  • Hüb. 22 margin
  • Hüb. 22. 23 margin
  • Hüb. 41 margin
  • Hüb. 41. 42 margin
  • Hüb. 34 margin
  • Hüb. 38 margin
  • Hüb. 38. 39 margin
  • Hüb. 49 margin
  • Hüb. 49. 50 margin
  • Hüb. 6 margin
  • Hüb. 32 margin
  • Hüb. 32. 36 margin
  • Hüb. 32. 36. 37 margin
  • W. 73, 60 margin
  • Il. 1900, 38 margin
  • Mit. 77. 21 margin

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6. —

6. Etliche andere Einwände: a. Gott ſieht das Böſe vorher. Sein Vorauswiſſen iſt auch nicht bloße Vermutung, die irren könnte. Muß dann der Menſch das Böſe, das Gott vorausgeſehen hat, nicht tun? — Gott ſieht das Böſe vorher, aber nitz als ob es Gottes Wille wäre, daß es geſchehen folt Konk. 705, 6. Du weißt, daß es im Winter kalt win aber du biſt nicht die Urſache davon. Der Arzt ſen die Krankheit vorher, iſt aber nicht ſchuld daran. Anm. Wenn das Vorauswiſſen Gottes alle Hand— lungen der Menſchen zu knechtiſchen machte, ſo wen auch Gott ſelbſt alle Freiheit genommen, da er auch al ſeine Handlungen vorausſieht. b. Gott könnte die Sünde verhindern. Er iſt almächtig. Wenn er es nun nicht tut, muß er mit ſchen daran ſein. S. Zulaſſung. § 7. c. Gott gibt den Menſchen erſt die Kraft, das Ben zu tun. Concursus. S. Mitwirkung 178. d. Die Bekenntnisſchriften ſagen: Gott ſtraft Sünde mit Sünde. Dominus peccata peccatis punt Konk. 722, 83. — Das iſt ſchriftgemäß. Röm. 1.25 2 Theſſ. 2, 11. Aber dadurch wird Gott nicht Urbeber der Sünde. Simei fluchte und das war zugleich Straider Sünde, wie David erkennt. Hüb. 37, 32. Anm. Fecht nimmt dieſe Worte nicht an. e. Gott iſt Urſache aller Dinge. Ohne ihn könm— nichts da ſein. Alſo könne auch die Sünde nicht de ſein ohne ihn. Anm. Luther hatte den Ausdruck gebraucht: Es ge— ſchehe alles mit abſoluter Notwendigkeit. Wie er itn ausgelegt hat Hüb. 87.

  • Dall. 273 margin
  • Dall. 273. 274 margin
  • Mit. 77, 23 margin
  • Hüb. 56—67 margin
  • Konk. 705
  • Konk. 705, 6
  • Konk. 722
  • Konk. 722, 83
  • Hüb. 37
  • Hüb. 37, 32
  • Hüb. 87
  • Hüb. 59 margin
  • Neb. 88, 42 margin
  • Neb. 88, 42. 41 margin
  • Neb. 88, 42. 41. 92, 59 margin
  • Dall. 273 margin
  • W. 77, 48 margin
  • Hön. Dog. § 16, 133 margin
  • Baier 2, 273 margin
  • Baier 2, 273. 274 margin
  • Neb. 86, 14 margin
  • Baier 2, 274 margin
  • Luth. 52, 87 margin

vol c, printed page 759–760 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0562_RA2-PA59

7. Die Zulaſſung Gottes

7. Die Zulaſſung Gottes. Permissio. Gott könne die Sünde hindern. Joh. 18, 6: Als Jeſus ſprach: J bins, wichen ſie zurück. 1 Kön. 13, 4: Jerobeams Hand verdorrete, daß er die Tat nicht vollbringen konnte. Hüb. 47. Oft aber läßt Gott das Böſe geſchehen. A5. 14. 16: Er hat alle Heiden ihre eigenen Wege wandeln laſſen. Röm. 1, 24. 26. 28: Er hat ſie dahingegeben in ihres Herzens Gelüſte. 1 Kor. 10, 13: Gott läßt euch nicht verſuchen über euer Vermögen. Er läßt die Verſuchung zu. Selbſt Chriſtus ward vom Geiſt in die Wüſte geführt. Süd. 1907, 40. 41. Röm. 9, 22: Gon trägt die Gefäße des Zorns mit großer Geduld. U Petr. 3, 20: Er hatte Geduld zu den Zeiten Noah. Ap. 17. 30: hat die Zeit der Unwiſſenheit überſehen. Anm. a. Ohne Gottes Zulaſſung geſchieht nichts. Wenn Gott es nicht zuläßt, wird uns kein Haar gekrümmt, kann Satan nichts tun, kann Satan den Hiob nicht ſchädigen, nicht einmal in die Herde Säue fahren. Auch die Kreuzigung Chriſti hat Gott zugelaſſen. Walth. Ev. 105. Anm. b. Die Sünde geſchieht nicht ſchlechthin wider Gottes Willen, noch ſchlechthin mit Gottes Willen, ſondern ohne daß Gott die Sünde will. Anm. c. Wenn Gott das Böſe nicht zuließe, müßte er die menſchliche Denk- und Wahlfreiheit einfach un⸗ erdrücken. Anm. d. Daß die Menſchen noch nicht gänzlich in Inmoralität verſunken ſind, hat darin ſeinen Grund, aß Gott nicht alles zuläßt. Anm. e. Die Zulaſſung iſt keine Gleichgültigkeit gegen das Böſe, keine Achtloſigkeit gegen die übeltäter. Anm. f. Worin beſteht dieſe Zulaſſung? Darin, daß Gott aufhört zu wirken und den Sünder alein wirken läßt. 1 Sam. 16, 14: Der Geiſt des derrn wich von Saul. Konk. 44, Art. 19: ſo Gott die Hand abgetan. Anm. g. Warum läßt er oft Sünde zu? Damit der Menſch ſeine Sünde erkenne (Davids Hoch-⸗ mut) oder andere Menſchen geſtraft werden (Simei) Hüb. 43 oder Gottes Strafgerechtigkeit offenbar werde. Can. 97, 39. Anm. h. Gott lenkt und regiert auch das Böſe und weiſt ihm die Grenze zu. Hiob 2, 6: doch ſchone ſeines Lebens. Er lenkt das Böſe zum Guten. 1 Moſ. 50, 20: Gott gedachte es gut zu machen. 1 Moſ. 27, 41. 33, 4. Anſtatt daß Eſau ſeinen Bruder er— würgete, küßte er ihn. Hüb. 42. 43. Dall. 274. Mag. 3, 44. Anm. i. Welch ein Troſt liegt darin für Chriſten, daß auch das Böſe von Gott kommt und regiert wird! Anm. k. Weil Gott die Sünde, die er doch verhin— dern könnte, zuläßt, ſoll er Urſache der Sünde ſein. Es müſſe ihm kein ſo großer Ernſt ſein mit dem Haß gegen die Sünde. Wenn wir ſehen, daß ein Kind an einen gefährlichen Ort geht und laſſen das Kind ver— unglücken, tragen wir mit Schuld. Dagegen: 1. Bei Menſchen iſt ſolche Zulaſſung immer Billigung oder Nachläſſigkeit, bei Gott Strafge— rechtigkeit. 2. Gott iſt nicht ſchuldig, daß er die Sünde mit Gewalt verhindern müßte. 3. Trotz der Zulaſſung geſchieht die Sünde wider Gottes Willen. Auch wird keine Nachſicht gegen die Sünde offenbar. Der Sünde folgt die Strafe. Mich. 95, 46. 4. Wegen Entziehung ſeiner Gnade kann Gott nicht Urſache der Sünde genannt werden. 5. Wer biſt du, daß du ihn hierüber fragſt? Wir ſollen nicht weiter darüber grübeln. Wir können es doch nicht verſtehen. Mich. 95, 47. Auch Chriſten werden wohl mal davon angefochten Mit. 77, 29, ſollen aber dann erkennen, wie blind wir alle ſind. 28.

  • Hüb. 47
  • Hüb. 47. O
  • Süd. 1907, 40
  • Süd. 1907, 40. 41
  • Walth. Ev. 105
  • Mit. 77, 19 margin
  • Mit. 77, 19. 20 margin
  • Mit. 77, 19. 20. 24 margin
  • Mit. 77, 19. 20. 24. 25 margin
  • Mich. 95, 46 margin
  • Baier 1, 173 margin
  • Hön. Dog. 265 margin
  • Hüb. 67 margin
  • Hüb. 67. 84 margin
  • Hüb. 67. 84. 85 margin
  • W. 73, 60 margin
  • At. 1912, 34 margin
  • Baier 1, 40 margin
  • Hön. Dog. 265 margin
  • Konk. 44
  • Hüb. 43
  • Hüb. 43 o
  • Can. 97, 39
  • Hüb. 42
  • Hüb. 42. 43
  • Dall. 274
  • Mag. 3, 44
  • Mich. 95, 46
  • Mich. 95, 46. 4
  • Mich. 95, 47
  • Mit. 77, 29
  • Hön. Dog. 265 margin
  • Hön. Dog. 265 margin
  • Mich. 95, 46 margin
  • W. 73, 58 margin
  • W. 73, 58. 60 margin
  • W. 73, 58. 60. 61 margin
  • Baier 2, 174 margin
  • Hüb. 85 margin
  • Hön. Dog. 266 margin
  • Baier 1, 173 margin
  • Baier 1, 173. 174 margin
  • Walth. Ev. 102 margin
  • Hüb. 42 margin
  • Il. 1900, 39 margin
  • Dall. 274 margin
  • Ma. 14, 129 margin
  • Mit. 77, 27 margin
  • Mit. 77, 27. 28 margin
  • Hüb. 66 margin
  • Hüb. 66. 67 margin
  • Löb. 356 margin
  • Löb. 356. 357 margin
  • Baier 2, 174 margin
  • Stock 929 margin
  • Stock 929. 930 margin
  • Mit. 77, 27 margin
  • Il. 1910, 19 margin

vol c, printed page 760–761 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0131_RA2-PA60

8. Antitheſe

8. Antitheſe. Entweder ſchiebt man die Urſache der Sünde auf Gott (Calviniſten) oder auf die Materie oder einen zweiten Gott (Dualismus) oder auf die Sinnlich— keit (Rationaliſten). a. Valentinianer. Die Verſtockung, die Hingabe in derkehrten Sinn, iſt ein Werk Gottes, welches er in den Menſchen wirkt. b. Marcion lehrte zwei Götter, von welchen alles i der Welt ſeinen Urſprung nehme. c. Hermogenes. Die Materie ſei geſchaffen von Emit— keit und teils gut, teils böſe. Das Böſe komme auz der böſen Materie, nicht durch Schuld des Schöpfers ſondern der Materie. d. Manichäer nahmen ein doppeltes Urweſen an— einen guten und einen böſen Gott. — Vor der Ver— nunft gibt das ſcheinbar eine Löſung. Il. 1900, 38. e. Pantheiſten ſchieben die Schuld auf Gott. Aues Laſter und Verbrechen ſei notwendige Stufe in der Ede— lution des göttlichen Weſens. Die Sünde ſei nicht je ſchlimm. Can. 1901, 6. Pantheiſtiſcher Monismus Theol. 16, 132. f. Calviniſten. Gott hat alles, was geſchieht, autz die Sünde, verordnet. Der Sündenfall iſt prädeſtiniert und ein Teil der Menſchen zur Verdammnis beſtimmt. g. Rationaliſten. Der Menſch ſei von Natur gut und werde erſt durch das böſe Beiſpiel, Erziehung, Reizung der Sinnlichkeit u. ſ. w. böſe. Anm. a. Dr. Eck quälte den Melanchthon auf dem Reichstag zu Augsburg einen ganzen Tag, das Bekenm— nis von der Urſache der Sünde zu ändern. Anm. b. Leute, die die Schuld der Sünde auf Gern ſchoben, muß es ſchon zur Zeit der Makkabäer (Sirach 15, 11. 12) und der Ahoſtel gegeben haben. Zat. 1. 13: Niemand ſage, wenn er verſucht wird, daß er von Gott verſucht werde.

  • Can. 1901. 6 margin
  • Ges. u. Ev. 312 margin
  • Hüb. 14 margin
  • Il. 1900, 38
  • Can. 1901, 6
  • Theol. 16, 132
  • Hüb. 14 margin
  • Hüb. 14. 15 margin
  • Hüb. 15 margin
  • Löb. 355 margin
  • Löb. 355. 356 margin
  • Ges. u. Ev. 312 margin
  • Mit. 77, 21 margin
  • Mit. 77, 21. 22 margin
  • Hüb. 15 margin
  • Hüb. 15. 16 margin
  • Hüb. 15. 16. 19 margin
  • Can. 98, 39 margin
  • Can. 98, 39. 40 margin
  • Hön. Dog. 355 margin
  • Can. 1901, 6 margin
  • Can. 1901, 6. 7 margin
  • Günth. 120 margin
  • Günth. 120. 121 margin
  • Hön. Dog. 354 margin
  • Hön. Dog. 354. 377 margin
  • Hön. Dog. 354. 377. 378 margin
  • L. W. 12, 23 margin
  • S. Dak. 1909, 12 margin
  • W. 73. 59 margin
  • Ma. 14, 129 margin
  • Neb. 86. 14 margin
  • Baier 2, 274 margin
  • Mit. 77, 17 margin
  • Il. 91, 31 margin
  • Hüb. 46 margin
  • Hüb. 46. 47 margin
  • Can. 1901, 6 margin
  • Ges. u. Ev. 312 margin
  • Hüb. 86 margin
  • Hüb. 14 margin

vol c, printed page 761–762 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0563_RA2-PA61

9. —

9. Die Urſache der Sünde liegt im Teufel und dem Menſchen. a. Der Teufel. 1. Er hat zuerſt geſündigt. 1 Joh. 3. 8: Der Teufel ſündigt von Anfang. Joh. 8. 44: er iſt nicht beſtanden in der Wahrheit. Wenn er Lügen redet, ſo redet er von ſeinem Eigenen. 2 Petr. 2. 4: die Engel, die geſündigt haben. Konk— Art. 19. 2. Er bat die erſten Menſchen zum Abfall von Gott verführt. 2 Kor. 11. 3. — In ſofern iſt unſere Sündenſchuld eine fremde Schuld. Lied 236, 3. Zentr. Il. 1910, 20. b. Der Menſch. Röm. 5, 12: Wie durch einen Menſchen dio Sünde iſt kommen in die Welt.

  • Lied 236, 3
  • Il. 1910, 20
  • Hön. Dog. 354 margin
  • Ma. 4, 253 margin
  • Baier 2, 274 margin
  • Baier 2, 274. 275 margin
  • Baier 2, 311 margin
  • Stock 930 margin
  • O. 1913. 24 margin
  • Neb. 91, 34 margin
  • Luth. 52, 87 margin
  • Süd. 1901. 31 margin
  • Mit. 77, 31 margin
  • Mit. 77, 31. 32 margin
  • Ma. 24, 326 margin
  • Neb. 86. 19—22 margin
  • Il. 1910, 18 margin
  • Löb. 400 margin
  • Kueg. 4, 59 margin
  • Dall. 275 margin
  • Dall. 275. 276 margin
  • Süd. 1909, 9 margin
  • Mich. 1901, 14 margin
  • O. 1913, 24 margin
  • O. 1913, 24. 25 margin
  • O. 1913, 24. 25 276 margin
  • Ma. 24. 326 margin
  • Ma. 24. 326. 2 margin
  • Ma. 24. 326. 2. 309 margin
  • Ma. 24. 326. 2. 309. O margin
  • Stock 930 margin
  • Neb. 91. 34 margin

vol c, printed page 762 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0564_RA2-PA62

10. Der Sündenfall

10. Der Sündenfall. Can. 1903, 19—31. Süd. 913, 17—47. Theol. 3,. 140—147. Hön. Dog. 73—390. Ma. 26, 27—29. Luth. 52, 59. Stöckh. 1. T. 5. Neb. 91, 34. Zentr. Il. 1910, 19. 20. Lan. 1906, 8. 9. Schulbl. 29, 65. Anm. a. Die Geſchichte vom Sündenfall iſt nicht ein loßer Mythus (Rationaliſten), nicht Allegorie (Philo ind andere), nicht Geſchichte mit ſymboliſchen Zügen Reinhard), ſondern wirkliche Geſchichte in allen ihren zügen. b. Einzelne Stücke. Die Schlange war nicht ine Inkarnation Satans, ſondern eine natürliche Schlange, die zugleich ein vom Teufel in Beſitz genom— nenes Werkzeug war. Hön. Dog. 377. Warum der Teufel Eva zuerſt verführte Zentr. 1910, 19. Wie der Teufel Adam und Eva verführte Mich. 94, 14. Er derheißt großes Glück: Eure Augen werden aufgetan. Lan. 1903, 26. 27. Die Wirkung ſolcher Worte: Das Weib ſchaute an. Das war Abfall von Gott. Can. 1903, 29. Der erſte Vorgang in Eva war Unglaube imd Zweifel. Hön. Dog. 380—382. Erſt ſündigten die Menſchen innerlich, dann äußerlich. Can. 98, 40. Die erſte Sünde war Stolz. L. W. 24, 149. — Die Folgen des Falles: Sie ſchämten ſich und gingen daran, ihre Scham zu decken. Theol. 3. 155. Can. 1903, 32. Süd. 1913, 27. Sie fürchteten ſich vor Gott und verſteckten ſich. Theol. 3, 156. Das böſe Gewiſſen erfüllt die Menſchen mit Furcht. Can. 1903, 32. 33. Selbſtüchtig wirft Adam die Schuld auf Eva. Theol. 3, 157. Die Strafe des Weibes Süd. 1913, 37. 38. Can. 1903, 39. 40. Die Strafe des Mannes Süd. 1913, 39. 40. Du ſollſt zu Erden werden. Can. 1903, 41. Verflucht ſei der Acker. Can. 1903, 41. c. Fragen: 1. Wie war es pſychologiſch möglich, daß der erſte Menſch ſeinen Willen mißbrauchte? — Da⸗ rauf gibt es keine Antwort. 2. Warum hat Gott dem Teufel ſolche Macht eingeräumt, daß er Eva verſuchte? — Darüber ſollen wir nicht grübeln. 3. Warum hat Gott den Menſchen nicht gleich von vornherein im Guten befeſtigt? — Adam ſollte aus freiem Willen mit den in der urſprünglichen Gerechtigkeit liegenden Kräften beſtehen, ohne die Befeſtigung im Guten. 4. Hätte der Fall nicht verhütet werden kön— nen, wenn Gott dem Menſchen nicht einen freien Willen gegeben hätte? 5. Hätte Gott den Sündenfall nicht verhüten können? Wäre es nicht der Weisheit Gottes ange— meſſener geweſen? — Wer biſt du, daß du ihn hierüber fragſt? Erzwungenes Gute iſt kein Gutes. Mag. 4, 116. Anm. a. Man ſagt, dann hätte Gott entweder kein freies Weſen ſchaffen oder den freien Willen an der Wahl des Böſen hindern oder überhaupt alle Verſuchmz unmöglich machen müſſen, was Gottes unwürdig gene. ſen wäre. King. Was aber Gottes würdig oder mwürdig iſt, haben wir nicht zu beſtimmen. Anm. b. Die Tatſache des Falles liegt jedermam vor Augen. Zu erklären vermögen wir ihn nicht. d. Antitheſe. 1. Calvin. Gott hat den Fall vorherbeſtimm. 2. Hegel macht den Fall zur wahren Erhebun; des Menſchen. Andere leiten ihn aus falſchen Ur⸗ ſachen ab oder machen die Sünde des Fales 4 gering. 3. Delitzſch. Die Frucht des Baumes war en ſich böſe. Der Baum des Erkenntnis hat ſeiner Natur nach den Tod gewirkt.

  • Can. 1903, 19—31
  • Theol. 3,. 140—147
  • Hön. Dog. 73—390
  • Ma. 26, 27—29
  • Luth. 52, 59
  • Neb. 91, 34
  • Il. 1910, 19
  • Il. 1910, 19. 20
  • Schulbl. 29, 65
  • Hön. Dog. 377
  • Mich. 94, 14
  • Can. 1903, 29
  • Hön. Dog. 380—382
  • Can. 98, 40
  • L. W. 24, 149
  • Theol. 3. 155
  • Can. 1903, 32
  • Süd. 1913, 27
  • Theol. 3, 156
  • Can. 1903, 32
  • Can. 1903, 32. 33
  • Theol. 3, 157
  • Süd. 1913, 37
  • Süd. 1913, 37. 38
  • Can. 1903, 39
  • Can. 1903, 39. 40
  • Süd. 1913, 39
  • Süd. 1913, 39. 40
  • Can. 1903, 41
  • Can. 1903, 41
  • Mag. 4, 116
  • Ma. 38, 255 margin
  • Hön. Dog. 373—387 margin
  • Hön. Dog. 379 margin
  • Hön. Dog. 379. 380 margin
  • Mit. 77, 30 margin
  • Hön. Dog. 383—387 margin
  • L. W. 24, 150 margin
  • Il. 1910, 19 margin
  • Hön. Dog. § 1 margin
  • Can. 98, 39 margin
  • Can. 98, 39. 40 margin
  • W. 77, 103 margin
  • Hön. Dog. 383 margin
  • L. W. 16, 199 margin
  • L. W. 16, 199. 200 margin
  • Hön. Dog. 387—390 margin
  • L. W. 24, 195 margin

vol c, printed page 763–764 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0565_RA2-PA63

11. —

11. Noch heute ſind es Teufel, Welt und Fleiſch, die zur Sünde reizen und locken. a. Teufel. Er reizt und lockt die Menſchen zur Sünde. Matth. 4, 3: Der Verſucher. 1 Kor. 7. 5: auf daß euch der Satan nicht verſuche. 1 Theſſ. 3, 5. auf daß nicht euch vielleicht verſucht hätte der Ver— ſucher. — Er gibt böſe Gedanken ins Herz. Ap. 5, 3 Warum hat der Satan dein Herz erfüllt? Joh. 13, 2. da der Teufel hatte dem Juda Simonis Iſcharioth in Herz gegeben. — Er hat ſein Werk in den Kindern des Unglaubens. Eph. 2, 2. Anm. a. Erſt macht er die Sünde gering, dann. wenn ſie getan iſt, groß. Er verheißt den Menſchen großes Glück, z. B.: Eure Augen werden aufgetan und ſucht ihnen die Furcht vor der Strafe zu nehmen. (Inr werdet mit nichten des Todes ſterben.) Can. 19ʃ3, 25—27. Er ſtürzt die Menſchen immer tiefer in die Sünde. Mich. 1901, 19. 20. Anm. b. Dadurch hört freilich die Sünde nicht auf. ein freiwilliges Werk des Menſchen zu ſein. Die Sünde iſt des Menſchen eigene Tat. Anm. e. Des Teufels Werk geſchieht nicht von innen. heraus, ſondern von außen, nicht mit zwingender (ewalt, ſondern moraliſcher überredung. Man kann daher dem Teufel widerſtehen. Widerſtehet dem Teufel. 1 Petr. 5, 9: dem widerſtehet feſt im Glauben. Erb. 6, 16: mit welchem ihr auslöſchen könnt alle feurigen Pfeile des Böſewichts. Löb. 400. 401. Anm. d. Auch die Verantwortung bleibt auf dem Menſchen. Gott ſpricht zu Adam und Eva: Was babt ihr getan? Damit ſtimmt das Urteil des Gewiſſens überein: Du biſt der Mann. Anm. e. Manche ſchieben die Schuld gern auf den Teufel: Er habe ſie in dieſe Sünde geſtürzt. Aber es iſt ihre eigene Schuld. b. Die Welt. Andere Menſchen verführen uns zur Sünde, geben Argernis, bieten uns Gelegenheit zur Sünde. Matth. 18, 7: Wehe der Welt, der Ärgernis halber. Ahab wird durch ſein Weib verführt. Il. 1904, 71. — Ohne dieſe Verführung würde man viel⸗ leicht dieſe oder jene Sünde nicht begehen. Aber ent⸗ ſchuldigt iſt dadurch niemand. Wenn dich die böſen Buben locken, ſo folge ihnen nicht. c. Das Fleiſch. Jak. 1, 14: Ein jeglicher wird verſucht, wenn er von ſeiner eigenen Luſt gereizt und gelockt wird. Matth. 15, 19: Aus dem Herzen kom- men u. ſ. w. Gal. 5, 19: Werke des Fleiſches. Jer. 2. 13. 17: Solches macheſt du dir ſelbſt. Matth. 7, 23: Ihr übeltäter. ‚ Anm. Es iſt verkehrt, wenn Chriſten reden, als ob das Fleiſch etwas anderes wäre als ihr eigener böſer Wille, als läge das Fleiſch ſo in ihnen, daß ſie nach ihrem Willen nichts damit zu ſchaffen hätten. Einteilung der Sünde.

  • Mich. 1901, 19
  • Mich. 1901, 19. 20
  • Löb. 400
  • Löb. 400. 401
  • Mich. 1901, 17 margin
  • Mich. 1901, 17. 18 margin
  • Hüb. 24 margin
  • Hüb. 24. 25 margin
  • Il. 91, 36 margin
  • Can. 1903, 31 margin
  • Brun 466 margin
  • Luth. 65, 281 margin
  • Baier 2, 312 margin
  • Mit. 77, 32 margin
  • Can. 98, 38 margin
  • Neb. 94, 34 margin
  • Neb. 94, 34. 35 margin
  • Mich. 1901, 18 margin
  • Hön. Dog. 376 margin
  • Hön. Dog. 376. 377 margin
  • Can. 98, 41 margin
  • Mit. 77, 32—34 margin
  • Il. 1904, 71
  • Il. 91, 40 margin
  • Neb. 86, 23 margin
  • Baier 2, 313 margin
  • Löb. 401 margin
  • Il. 91, 48 margin
  • Neb. 86, 24 margin
  • Löb. 402 margin
  • Löb. 402. 398 margin
  • Mit. 77, 33 margin
  • Can. 19ʃ3, 25—27. Er ſtü

vol c, printed page 764–765 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0132_RA2-PA64

12. Die Sünde

12. Die Sünde. wird eingeteilt in Erbſünde und wirkliche Sünde. Anm. a. Wirkliche Sünde heißt dieſe Sünde, nicht, weil ſie wirkliche Sünde wäre und die Erbſünde nicht, ſondern weil wir ſie gewirkt, in Gedanken, Worten und Werken getan haben. Sie wird darum auch Tatſünde genannt. Anm. b. Sozinianer lehren, daß ſich wirkliche Sünde bei Kindern noch nicht finde.

  • Walth. Ev. 198 margin
  • Walth. Ev. 198. 199 margin
  • Ma. 19, 92 margin
  • Ma. 19, 92. 93 margin
  • Ma. 19, 92. 93. 24, 328 margin
  • Baier 2, 308 margin
  • Löb. 393 margin
  • Hön. Dog. 424 margin
  • Out. 74 margin
  • Stock 932 margin
  • Schulbl. 9, 97 margin
  • Günth. 132 margin

vol c, printed page 765 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0566_RA2-PA65

13. Erbſünde

13. Erbſünde. Zentr. Il. 1910, 1912, 6—10. L. W. 24, 225 —230. Stock 930 —932. Luth. 46, 135. 66, 44. 44. 70. Ma. 4, 282. 283. 19, 92. 21, 326. a. Daß es Erbfünde gibt, iſt Lehre der Schrift. Bibelbeweis. b. Worin beſteht ſie? Sie iſt das allertiefſte Verderben Zentr. Il. 1912, 6. 7, welches beſteht 1. negativ: im Mangel der anerſchaffenen Ge— rechtigkeit: 2. poſitiv: in der Luſt und Neigung zum Böſen. Der Menſch hat keine Kraft zum Guten. Zentr. Il. 1912, 8. 9. Anm. a. Der Menſch iſt 1. blind. Sein Verſtand iſt verfinſtert. Er vernimmt nichts vom Geiſte Gottes. L. W. 58, 201. Theol. 17, 19—22, 2. tot; 3. Gott feind. Anm. b. Ouelle der Erbſünde iſt nicht Gott. c. Eigenſchaften: 1. Die Erbſünde hängt der menſchlichen Natur aufs innigſte an. Sie ſitzt ſo feſt, daß alle Ver⸗ ſuche, ſie auszurotten, vergeblich ſind. Anm. Doch gehört die Erbſünde nicht zum Weſen des Menſchen. Flacius. Dadurch würde Gott Urheber der Sünde. Erbſünde 726. 2. Die Erbſünde pflanzt ſich fort auf alle Men— ſchen. Der Menſch wird in Sünden empfangen und geboren. Theol. 3, 158. 159. Mit. 1910. 28. Anm. a. Alle Menſchen ſind damit behaftet. Der Tod iſt zu allen Menſchen hindurchgedrungen Stöckh. Röm. 234 —238. Mag. 4, 114. Anm. b. Auch Maria war nicht frei von Erbſünde, wie Katholiken lehren. Anm. c. Die einzige Ausnahme unter den Menſchen iſt Chriſtus. Gegen die Sündloſigkeit Chriſti proteſtieren die modernen Theologen. Wis— Syn. 1908, 57. 3. Die Erbſünde hängt dem Menſchen an bis an ſein Ende. d. Erbſünde iſt wahrhaft Sünde. Sie unterwirft den Menſchen der ewigen Verdammnis. Zentr. Il. 1910, 45—47. 1912, 10. Konk. 84. 38—41. Anm. a. Die Schuld Adams wird uns zugerechnet. Vor der Vernunft können wir das nicht erklären. Nie⸗ mand wird jemand dafür verantwortlich halten, daß er als Krüppel geboren iſt. Aber es kommt hier allein auf Gottes Urteil an. — Falſche Anſichten in Bezus auf die Zurechnung Hön. Dog. 414—416. Anm. b. Daß der Menſch mit der Erbſünde bebaftet iſt, muß man vor allen Dingen predigen. e. Antitheſe. Sekten und Schwärmer erkennen das tiefe Verderben nicht. Katholiken S. Dak. 1907, 18. 49. 51. Reformierte: Kinder der Gläubigen wer⸗ den heilig geboren. S. Dak. 1909, 13. Pelagianer, Scholaſtiker Hön. Dog. 394—398. Methodiſten S. Dak. 1912, 34. 35. Christian Science leugnet die Sünde überhaupt. Mit. 1910, 28. Rouſſeau: Sünde iſt nur Nachahmung des Böſen. Il. 92, 52.

  • L. W. 24, 225 —230
  • Stock 930 —932
  • Luth. 46, 135
  • Luth. 46, 135. 66, 44
  • Luth. 46, 135. 66, 44. 44
  • Luth. 46, 135. 66, 44. 44. 70
  • Ma. 4, 282
  • Ma. 4, 282. 283
  • Ma. 4, 282. 283. 19, 92
  • Ma. 4, 282. 283. 19, 92. 21, 326
  • Il. 1912, 6
  • Il. 1912, 6. 7
  • Il. 1912, 8
  • Il. 1912, 8. 9
  • L. W. 58, 201
  • Theol. 17, 19—22
  • Theol. 17, 19—22, 2
  • Il. 1910, 15—18 margin
  • Hön. Dog. 391—393 margin
  • Mit. 1910, 28 margin
  • Il. 1910, 24 margin
  • Il. 1910, 35—41 margin
  • Hön. Dog. 399 —408 margin
  • Il. 1910, 27—30 margin
  • Il. 1912, 7 margin
  • Theol. 17, 23 margin
  • Theol. 17, 23. 24 margin
  • Theol. 17, 24—26 margin
  • Il. 1910, 18—20 margin
  • Hön. Dog. 417 margin
  • Hön. Dog. 418 margin
  • Hön. Dog. 418. 419 margin
  • Wis. Syn. 1908, 15 margin
  • Wis. Syn. 1908, 15. 46 margin
  • Min. 1901, 24 margin
  • Theol. 3, 158
  • Theol. 3, 158. 159
  • Mit. 1910. 28
  • Stöckh. Röm. 234 —238
  • Mag. 4, 114
  • Syn. 1908, 57
  • Syn. 1908, 57. 3
  • Il. 1910, 45—47
  • Konk. 84
  • Konk. 84. 38—41
  • Hön. Dog. 414—416
  • S. Dak. 1907, 18
  • S. Dak. 1907, 18. 49
  • S. Dak. 1907, 18. 49. 51
  • S. Dak. 1909, 13
  • Hön. Dog. 394—398
  • S. Dak. 1912, 34
  • S. Dak. 1912, 35
  • Mit. 1910, 28
  • Il. 92, 52
  • Hön. Dog. 420 margin
  • Hön. Dog. 420. 421 margin
  • Il. 1912, 9 margin
  • Mag. 4, 115 margin
  • Wis. Syn. 1908, 43 margin
  • O. 1913, 25 margin
  • Il. 1910, 21 margin
  • Syn. 92, 8 margin
  • W. 1912, 26 margin
  • Il. 1910, 22 margin
  • Can. 88, 21 margin
  • Wis. Syn. 1908, 53 margin
  • Wis. Syn. 1908, 53. 58—60 margin
  • Hön. Dog. 422—425 margin
  • Il. 1910, 42—44 margin
  • Theol. 3, 161 margin
  • Süd. 1913, 32 margin
  • Il. 1910, 20 margin
  • Jo. 80, 53 margin
  • Can. 1901, 7 margin
  • Mit 1910, 28 margin
  • Il. 1910, 1912, 6—10.
  • Hön. Dog. 1409—413.
  • Il. 1910 47—54.

vol c, printed page 765–766 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0566_RA2-PA65

14. —

14. Wirkliche Sünde wird eingeteilt in a. Sünden gegen Gott und den Nächſten (gegen wen man ſündigt); b. Sünden in Gedanken, Worten und Werken (wo— mit man ſündigt): c. Begehungsſünden und Unterlaſſungsſünden; e. vergebliche und unvergebliche Sünden. Anm. In gewiſſer Hinſicht freilich ſind alle Sünden gleich. Keine Sünde iſt eine kleine Sünde. n * Sünden gegen Gott, den Nächſten, und ſich ſelbſt: elbſt: a. gegen Gottt. Hierher gehören alle Sünden, da man ſich unmittelbar an Gott verſündigt, Gott nicht fürchtet, liebt, ſeinen Namen entheiligt; b. gegen den Nächſten. Matth. 18, 14: Sündigt aber dein Bruder an dir; 1 Kor. 6. 18: Wer aber e. gegen ſich ſelbſt. hurt, der ſündigt an ſeinem eigenen Leibe. Anm. a. Im ſtrengen Sinne ſind freilich alle Sünden wider Gott, da Gottes Gebot übertreten wird. Als David ſich ſchwer an Urias verſündigte, ſprach er zu Gott: An dir allein habe ich geſündigt. Pſ. 51, 6. Das quälte ſein Gewiſſen am meiſten, daß er Gott be— leidigt hatte. Can. 97, 37. 38. 49. Anm. b. Das iſt auch wichtig bei Erziehung der Kinder, daß ſie lernen, Ungehorſam gegen Menſchen iſt Sünde wider Gott.

  • Walth. Epi. 132 margin
  • Walth. Epi. 132. 133 margin
  • Walth. Epi. 132 margin
  • Baier 2, 323 margin
  • Baier 2, 323. 324 margin
  • Dall. 294 margin
  • Dall. 294. 295 margin
  • Löb. 396 margin
  • Löb. 396 margin
  • Dall. 292 margin
  • Dall. 292. 293 margin
  • Can. 97, 37
  • Can. 97, 37. 38
  • Can. 97, 37. 38. 49
  • Löb. 395 margin
  • Il. 92, 79 margin
  • Il. 92, 79. 80 margin

vol c, printed page 766–767 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0567_RA2-PA66

16. —

16. Sünden in Gedanken, Begierden, Gebärden, Worten und Werken. a. Gedanken. 1 Moſ. 6, 5: Das Dichten und Trachten des Herzens u. ſ. w. Matth. 15, 19: Aus dem Herzen kommen arge Gedanken. Mark. 7, 21: Denn von innen, aus dem Herzen der Menſchen, gehen aus böſe Gedanken. Anm. Gedanken ſind zollfrei, gilt nur vor Menſchen. 1 Kor. 4, 5: Gott wird den Rat der Herzen offenbaren. Hiob 42, 2: Kein Gedanke iſt vor dir verborgen. Hebr. 4, 12: Das Wort iſt ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Pſ. 7, 10: Der Herr prüft Herz und Nieren. Pſ. 139. 2: Du verſteheſt alle meine Gedanken von ferne. 1 Chron. 28, 9. b. Begierden. Matth. 5, 28: Wer ein Weib anſieht, ihrer zu begehren; c. Gebärden. 1 Moſ. 4, 6: Warum verſtelleſt du deine Gebärden? d. Worte. Matth. 12, 36: Rechenſchaft von einem jeglichen Wort. 5, 22: Wer aber ſagt: Du Narr u. ſ. w. Zungenſünden Ma. 17, 220: e. Werke. Werke des Fleiſches Gal. 5, 19.

  • Ma. 17, 220
  • Baier 2, 324 margin
  • Dall. 291 margin
  • Schulbl. 9, 97—99 margin
  • Ma. 19, 329 margin
  • Walth. L. L. 633 margin
  • Walth. L. L. 633. 634 margin
  • Löb. 396 margin
  • Löb. 396. 397 margin
  • Luth. 52, 142 margin
  • Löb. 396 margin
  • Ka. 1909, 49 margin
  • Ka. 1909, 49. 50 margin

vol c, printed page 767 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0568_RA2-PA67

17. Begehungsſünden und Unterlaſſungsſünden

17. Begehungsſünden und Unterlaſſungsſünden. Jak. 4. 17: Wer da weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem iſt es Sünde. Röm. 7. 19: Das Gute, das ich will, das tue ich nicht. — Unterlaſſungsſünde iſt nicht etwas Wirkliches, ſondern ein Mangel, Abweſenheit des Guten. Löb. 353. Anm. a. Beiſpiele: Der Prieſter und Levit. Matth. 25. 42. 43: Ich bin hungrig geweſen und ihr habt mich nicht geſpeiſt. Matth. 21, 30. 31: Er ſprach: Herr, Ja, und ging nicht hin. — Oft nehmen wir unſern Nächſten gegen falſche Anklage nicht in Schutz. Anm. b. Unterlaſſungsſünde iſt ebenſo Sünde wie Begehungsſünde und wird geſtraft.

  • Löb. 353
  • Walth. L. L. 634 margin
  • Hön. Dog. 435 margin
  • Hön. Dog. 435. 136 margin
  • Luth. 52, 143 margin
  • Mag. 4. 120 margin
  • Mag. 4. 120. 121 margin
  • Löb. 394 margin
  • Löb. 394. 395 margin
  • Dall. 290 margin
  • Mag. 4, 122 margin

vol c, printed page 767 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0568_RA2-PA67

18. Wiſſentliche und unwiſſentliche Sünde

18. Wiſſentliche und unwiſſentliche Sünde. Man teilt die Sünden ein in ſolche, die mit Wiſſen und Willen geſchehen und ſolche, die ohne Wiſſen getan werden. a. Unwiſſentliche Sünde. Man tut etwas und weiß nicht, daß es Sünde iſt. Man kennt die eigent— liche Meinung des Geſetzes nicht. Pſ. 19, 13: verborgene Zehler. Pſ. 90, 8: unſere unerkannte Sünde. 1 Tim. 1. 13: Ich habs unwiſſend getan. Ap. 3, 17: daß ihrs durch Unwiſſenheit getan habt, wie auch eure Oberſten. Luk. 23, 34: Sie wiſſen nicht, was ſie tun. — Dieie Sünden finden ſich bei Heiden und Chriſten. Anm. a. Auch unwiſſentliche Sünde iſt Sünde. Urkenntnis des Geſetzes entſchuldigt nicht einmal vor der Obrigkeit. Luk. 12, 48: der es aber nicht weiß und hat doch getan, das der Streiche wert iſt. Anm. b. Doch ſoll niemand abſichtlich in Unwiſſenheit bleiben wollen, ſonſt wird ſeine Sünde zu einer vorſätzlichen. 2 Petr. 3, 5: mutwillens wollen ſie nicht wiſſen. Pſ. 36, 4: ſie laſſen ſich auch nicht weiſen, daß ſie Gutes täten. Hiob 21, 14. Anm. c. Die Unwiſſenheit kann eine überwindliche oder unüberwindliche ſein. Auch kann es vorkommen. daß jemand nicht weiß, daß das, was er tut. Sünde 79 Wer er täte es doch, auch wenn er es wüßte. Il. Anm. d. Sündigt jemand in Trunkenheit, ſo iſt nicht Unwiſſenheit die Quelle ſeiner Sünde, ſondern die Trunkenheit. b. Wiſſentliche Sünde. Der Menſch äum etwas, obwohl er weiß, daß es Sünde iſt. Auch dieſe Sünde wird von Chriſten und Heiden begangen. Anm. a. Wiſſentliche Sünde kann geſchehen aus Schwachheit oder Bosheit oder Gleichgültigkeit. Anm. b. Wiſſentliche Sünde iſt ſchwerer als unmüſentliche. Ein ſolcher wird viel Streiche leiden müſſen. — 4 Moſ. 15, 27—31. Anm. c. Sünde wider Gewiſſen ſchädigt den Gnadenſtand und macht ihm endlich den Garaus. Anm. d. Nicht alles, was wider Gewiſſen geſchieht, iſt an ſich Sünde. Es kann ſogar löblich und gut ſein. Wer aber wider Gewiſſen handelt, ſündigt immer. Wer dem Papſt Gehorſam ſchuldig zu ſein meint, ſündigt, wenn er deſſen Gebote übertritt.

  • Baier 2. 320 margin
  • Luth. 52, 143 margin
  • Schulbl. 9. 100 margin
  • Can. 80, 41 margin
  • Walth. Ev. 199 margin
  • Löb. 399 margin
  • Luth. 46, 136 margin
  • Luth. 46, 136. 137 margin
  • Luth. 46, 136. 137. 52, 143 margin
  • L. W. 57, 14 margin
  • Löb. 398 margin
  • Luth. 46, 137 margin
  • Löb. 399 margin
  • Hön. Dog. 430 margin
  • Hön. Dog. 430 margin
  • Hön. Dog. 430 margin
  • Luth. 46, 136 margin
  • Luth. 46, 136 margin
  • Luth. 46, 136 margin
  • W. 88, 35 margin
  • W. 88, 35. 36 margin
  • Hön. Dog. 431 margin
  • Baier 2, 320 margin
  • Baier 2, 320. 321 margin
  • Mit. 76, 37 — 42 margin

vol c, printed page 767–768 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0568_RA2-PA67

19. —

19. Vorſätzliche und unvorſätzliche Sünden. a. Unvorſätzliche Sünden ſind entweder Sünden, die ohne Wiſſen geſchehen (unwiſſentliche Sünden! oder die ohne Willen geſchehen (Schwachheit). Auch unvorſätzliche Sünden ſind Sünden. Anm. Auch wenn man etwas aus Verſehen getan hatte, mußte man im alten Teſtament opfern. 3 Moſ. 4, 2. 3. 4 Moſ. 15, 22. 30. b. Vorſätzliche Sünde, die der Menſch mit Wiſſen und Willen tut. Hebr. 10, 26. 27: ſo wir mutwillig ſündigen. 4 Moſ. 15, 30: aus Frevel. Beiſpiel: Davids Mord, Judas Verrat. Dall. 296. 297. Anm. a. Wer mutwillig ſündigt, iſt kein Chriſt. Neben dem Glauben kann keine erkannte Sünde im Herzen herrſchen. Anm. b. Durch vorſätzliche Sünde wird die Heils. gewißheit aufgehoben. Anm. c. Wer mutwillig ſündigt, hat keine Erhö. rung des Gebets zu hoffen. Pſ. 66, 18: Wo ich Unrechtes vorhätte in meinem Herzen, ſo würde der Herr nicht hören. Joh. 9, 31: Wir wiſſen, daß Gott die Sünder nicht hört. 1 Joh. 3, 21: ſo uns unſer Herz nicht verdammt. Anm. d. Wenn du jemand verwundeſt und er weiß. es iſt nicht abſichtlich geſchehen, iſt die Freundſchaft nicht gebrochen. Weiß er aber, daß du es mutwillig getan haſt, ſo iſt die Freundſchaft aus. Wer mutwillig ſündigt, treibt den Geiſt von ſich. Anm. e. Zu unterſcheiden ſind Sünden, die aus voller bewußter Bosheit geſchehen und ſolche, welche geſchehen infolge Einſchüchterung und angedrohter und befürchteter Gefahr. Anm. f. Was von vorſätzlicher Sünde geſagt iſt, ſollen wir predigen, die ſicheren Sünder zu ſchrecken, den Chriſten aber zur Warnung. Anm. g. Doch iſt auch für Bosheitsſünden noch Vergebung da. Wer nach ſeiner Bekehrung ſeiner Bosheitsſünde gedenkt, kann ſich deſſen getröſten, daß ſie ihm vergeben ſind.

  • Dall. 296
  • Dall. 296. 297
  • Hön. Dog. 428 margin
  • Hön. Dog. 428. 429 margin
  • Löb. 398 margin
  • Löb. 398. 399 margin
  • Walth. Epi. 330 margin
  • Walth. Epi. 330. 331 margin
  • Luth. 52, 157 margin
  • Luth. 52, 157. 46, 143 margin
  • Kueg. 4, 360 margin
  • Wis. Syn. 1907, 29 margin
  • Hön. Dog. 428 margin
  • Il. 79, 70 margin
  • Il. 79, 70. 71 margin
  • Süd. 95, 65 margin
  • Süd. 95, 65. 68 margin
  • Dall. 299 margin
  • Dall. 299. 300 margin
  • Hön. Dog. 432 margin
  • Süd. 95, 68 margin
  • Süd. 95, 68. 69 margin
  • Luth. 46, 159 margin
  • Or. 1909,

vol c, printed page 768–769 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0133_RA2-PA68

20. —

20. Schwachheitsſünden und Bosheitsſünden. a. Schwachheitsſünde iſt Sünde, die man wohl weiß und ſieht, in die man aber wider Willen verfällt. Das Böſe, das ich nicht will, das tue ich. Röm. 8. 19. 20. Schwachheitsſünde geſchieht aus Mangel an überlegung oder rechter Herrſchaft über die Sünde. Hön. Dog. 430. Anm. a. Schwachheitsſünden ſind 1. aufſteigende ſündliche Gedanken und Be⸗ gierden: 2. Sünden die man in Unwiſſenheit begeht, verborgene Fehler: Sünden in Worten und Werken, die aus übereilung geſchehen. Gal. 6, 1: So ein Menſch etwa von einem Fehl übereilt wird. Anm. b. Zu unterſcheiden ſind tägliche Schwach-heitsſünden und ſolche, die unter beſonderen Umſtänden Dener beſondere Verſuchungen und Anfechtungen enttehen. Anm. e. Manche Sünden verſtecken ſich oder tragen eine Maske, z. B. Tanzen. Viele Chriſten ſind in falſchgläubigen Gemeinſchaften. Anm. d. Grobe Sünden ſind nie Schwachheits— ſünden. Anm. e. Schwachheitsſünden werden nur von Chriſten begangen. Röm. 7, 18: Wollen habe ich wohl, aber Vollbringen u. ſ. w. Matth. 26, 41: Der Geiſt iſt willig, aber das Fleiſch iſt ſchwach. Mit Schwach⸗ heitsſünden ſind die größten Heiligen behaftet. Luth. 46, 143. — Ungläubige ſind Diener der Sünde. Anm. f. Schwachheitsſünden 1. treiben den Glauben nicht aus, heben die Heilsgewißheit nicht auf. Or. 1909, 26 2. ſind aber dennoch an ſich verdammlich, wie jede Übertretung. Matth. 5, 18. 19: Vom Geſes wird nicht der kleinſte Buchſtabe vergehen. 12. 36: Rechenſchaft von einem jeglichen unnützen Wort. Gal. 3, 10: Verflucht ſei, der nicht bleibt in alle dem u. ſ. w. Anm. g. Man ſoll Schwachheitsſünden nicht ſo hinſtellen, als käme darauf nichts an. Das wäre Abſchwächung des Geſetzes. Antitheſe: Katholiken: Schwachheitsſünden ſeien nicht verdammlich. Anm. h. Daß die Schwachheitsſünden nicht verdammen, kommt daher, daß ſie den Glauben nicht austreiben und durch Chriſti Blut fort und fort vergeben werden. Anm. i. Schwachheitsſünden werden von den Chriſten nicht entſchuldigt. Sie kämpfen dagegen. Sie werden von den Chriſten bereut und treiben zum Gebet um Vergebung. Il. 80, 60. ‚ Anm. k. Wegen Schwachheitsſünden wird man nie⸗— mand die Aufnahme in die Gemeinde verſagen Wis. 83, 30. 31 oder in Kirchenzucht nehmen Wis. 86, 32. Mit. 1904, 49 oder immer auf feierliche Abbitte drin-— gen. Wis. 86, 33. Anm. l. Der Paſtor ſoll wohl unterſcheiden zwiſchen Schwachheit und Bosheit und nicht gleich jeden für einen Unchriſten erklären, der nur langſam und ſchwer zur Erkenntnis und zum Bekenntnis ſeiner Sünde kommt. Anm. m. Wegen unſerer Schwachheitsſünde ſollen wir unſer Herz nicht mit Zweifel über die Gewißheit des Gnadenſtandes erfüllen laſſen, noch an der Erhö— rung des Gebets zweifeln. Laßt uns aufſehen auf Jeſum Chriſtum. b. Bosheitsſünden ſind ſolche, die mit W. und Willen geſchehen, vergl. vorſätzliche Sünde. Anm. Von Schwachheitsſünden ſagt der Apoſtel: Wir haben Sünde 1 Joh. 1, 8, von Bosheitsſünden aber: Wer Sünde tut. 1 Joh. 3, 8. 9. Joh. 8. 34.

  • Hön. Dog. 430
  • Ma. 15, 307 margin
  • Ma. 15, 307. 308 margin
  • Schulbl. 9, 100 margin
  • Walth. Ev. 199 margin
  • Dall. 296 margin
  • Luth. 52, 157 margin
  • Löb. 399 margin
  • Löb. 399. 400 margin
  • Walth. Ev. 199 margin
  • Luth. 46. 143 margin
  • Luth. 46. 143. 112 margin
  • Luth. 46. 143. 112. 52, 150 margin
  • Ma. 4, 283 margin
  • Luth. 43, 111 margin
  • Luth. 52, 150 margin
  • Luth. 46, 112 margin
  • Luth. 16, 112 margin
  • Luth. 16, 112. 113 margin
  • Luth. 16, 112. 113. 52, 113 margin
  • Can. 82, 24 margin
  • Ma. 3. 302 margin
  • Ma. 3. 302. 303 margin
  • Luth. 46, 143
  • Or. 1909, 26
  • Or. 1909, 26 2
  • Il. 80, 60
  • Wis. 83, 30
  • Wis. 83, 30. 31
  • Wis. 83, 30. 31 o
  • Wis. 86, 32
  • Mit. 1904, 49
  • Mit. 1904, 49 o
  • Wis. 86, 33
  • Luth. 42, 142 margin
  • Mit. 1904, 49 margin
  • Il. 1912, 19 margin
  • Ma. 3, 303 margin
  • Can. 82, 24 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 314–317 margin
  • Luth. 46, 143 margin
  • Jo. 80, 54 margin
  • Ges. u. Ev. 1, 45 margin
  • Ges. u. Ev. 1, 45 margin
  • Ma. 15, 308 margin
  • Luth. 43, 111 margin
  • Ma. 3. 301 margin
  • Süd. 95, 70 margin
  • Ma. 1, 283 margin
  • Luth. 46, 143 margin
  • Luth. 52,

vol c, printed page 769–770 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0569_RA2-PA69

21. Todſünden und läßliche Sünden

21. Todſünden und läßliche Sünden. Todſünden ſind ſolche, bei denen der Glaube nicht beſtehen kann, läßliche aber ſolche, bei denen er beſtehen kann. a. Todſünden ſind Sünden, bei danen der. Glaube nicht beſtehen kann. Gal. 5. 0—2 des Fleiſches. David: Du biſt der Menn 2 Sam. 12, 5. 7. Saul. — Hierher gerer. 1. mutwillige grobe Sünden, 3 on: 2. herrſchende Sünden, die nich— begangen werden, ſondern, ſooft ſich Gelegenheit bietet. Gewohnheitsſünden. Laſter, Sucht. Der reiche Mann lebte alle Tage herrlich und in Freu-: den. Luth. 46, 158. Anm. a. Wer die Sünde über ſich herrſchen läßt, ſündigt nicht aus Schwachheit. Solche Sünde findet ſich nur bei Unwiedergeborenen. Joh. 8, 34: Wer Sünde tut, der iſt der Sünde Knecht. Luth. 52, 157. Anm. b. Herrſchende Sünden ziehen den Tod nach ſich. Röm. 8, 13: Wo ihr nach dem Fleiſche lebet, ſo werdet ihr ſterben müſſen. 1 Tim. 5, 6: Welche aber in Wollüſten lebt, die iſt lebendig tot. Anm. c. Prüfe ſich jeder, ob er ſolche herrſchende Sünde an ſich habe! Anm. d. Manchmal verſinkt ein Chriſt augenblick⸗ lich in den geiſtlichen Tod, manchmal nach und nach. Anm. e. Alle Sünden verdienen den Tod. Todſün⸗ den heißen dieſe Sünden, weil ſie die Unbekehrtheit oder den geiſtlichen Tod mit ſich verbunden haben. Anm. f. Dieſe Sünden werden auch unvergebliche Sünden genannt. Anm. g. Durch Todſünden wird die Gewißheit des Gnadenſtandes vernichtet. Wer in einer Todſünde liegt, kann kein Vater Unſer zuverſichtlich beten. Antitheſe. Katholiken und Calviniſten: Wahrer Glaube und Todſünden können bei einander beſtehen. b. Läßliche Sünden ſind Sünden, die ein Chriſt begeht und bei denen er doch den Glauben nicht Schwachheitsſünden, übereilungsſünden, dien. verliert. täglichen Sünden der Chriſten. Anm. a. Läßliche Sünden darf man nicht identifi— zieren mit unvorſätzlichen Sünden. Alle läßliche Sünde iſt unvorſätzlich, aber nicht alle unvorſätzliche Sünde iſt läßliche Sünde. Anm. b. Dieſe Sünde wird auch vergebliche Sünde nannt. Vergeblich iſt die Sünde HI1. nicht in der Meinung, daß ſie an ſich vergeb⸗ lich ſei oder ſo beſchaffen, daß ſie die Verdammnis nicht verdiene. Keine Sünde iſt ſo klein, daß ſie nicht verdammt. Dall. 297. 298; 2. weil der ſündigende Menſch im Gnadenſtand ſteht und wahre Buße tut. Sie findet ſich darum bei Wiedergeborenen. Röm. 8, 1: So iſt nun nichts Verdammliches u. ſ. w. Anm. c. Von vergeblichen Sünden lernt man nichts bei Wols. Moſes verdammt alles, was Sünde iſt. Hhn des Glaubens lehrt dieſen Unterſchied. nwendung 50 Warnung. Gibt es Sünden, die der v.attes nicht verluſtig machen, ſo ſagt unſer ann können ſie ohne Schaden begangen „Wir ſollen aber dieſe Sünden nicht ge— Die Sünde wider den Heiligen Geiſt iſt vor dem Tode Todr die finale Unbußfertigkeit erſt mit dem ode. Anm. b. David hat mutwillig geſündigt, Petrus die Wahrheit verleugnet, Paulus die Wahrheit des Wortes bekämpft, aber keiner von ihnen hat die Sünde wider den Heiligen Geiſt begangen. Anm. c. Wir können nicht mit Gewißheit ſagen, wer dieſe Sünde begangen hat. Als Beiſpiele werden ge— nannt Korah 4 Moſ. 16, Bileam 4 Moſ. 22, Judas, viele Phariſäer, Kaiſer Julian, Spiera. Anni. d. Wir müſſen zu erkennen ſuchen, worin dieſe Sünde beſteht, da nicht ſelten Leute von dem Gedanken angefochten werden, daß ſie dieſe Sünde begangen hät⸗ ten. Beiſpiel: Hunnius. Walth. Geſ. u. Ev. 2, 52. Luth. 5, 23. — Wer aber noch Buße tun, noch Glauben, noch EGnade haben will, hat noch nicht wider den Geiſt geſün⸗ digt. Lied 242. 9. b. Warum wird ſie nicht vergeben? Wer dieſe Sünde begangen hat, hat keine Vergebung Matth. 12, 32 und kommt nie zur Buße. Hebr. 6, 48. Für ihn ſoll man nicht beten. 1 Joh. 5, 16: Dafür ſage ich nicht, daß jemand bitte. — Warum iſt dieſe Sünde unvergeblich? 1. Nicht, weil Gott dieſe Menſchen nicht ſelig ma⸗ chen wollte; 2. nicht, weil die Sünde für Gottes Gnade zu groß und ſchrecklich wäre: Röm. 5, 20: Wo die Sünde mächtig iſt, da iſt doch die Gnade viel mäch⸗ tiger. Lied 214. 5: 3. nicht, weil Chriſti Opfer nicht hinreichend wäre. 1 Joh. 1, 7: macht uns rein von aller Sünde: 4. ſondern, weil ſolche Menſchen das Mittel zur Seligkeit verſpotten, die Gnadenmittel beharrlich verwerfen, durch welche ein Menſch allein zur Buße kommen kann. Anm. a. Die Sünde kann nicht vergeben werden, nicht wegen ihrer Größe, ſondern wegen ihrer Natur. Anm. b. Gegenſtand dieſer Sünde iſt nicht das Ge— ſetz, ſondern das Evangelium. Anm. c. Es iſt eine Sünde nicht gegen die Perſon des Heiligen Geiſtes, ſondern gegen ſein Amt. Anm. d. In dieſe Sünde gerät der Menſch durch eigene Schuld. Anm. e. Warnung: Laßt es uns mit Gottes Wort genau nehmen und es nicht mutwillig verwerfen.

  • Hön. Dog. 132 margin
  • S. Dak. 1907, 50 margin
  • S. Dak. 1907, 50. 51 margin
  • Dall. 297 margin
  • Dall. 297. 298 margin
  • Baier 2, 325 margin
  • L. W. 31, 17 margin
  • Il. 75, 75 margin
  • Il. 75, 75. 79, 72—74 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 207 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 208 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 313 margin
  • Baier 2, 325 margin
  • Günth. 192 margin
  • Luth. 46, 158
  • Luth. 52, 157
  • Dall. 297
  • Dall. 297. 298
  • Dall. 297. 298; 2
  • Schulbl. 9, 101 margin
  • Löb. 403 margin
  • Luth. 46, 158 margin
  • Luth. 46, 158. 52, 157 margin
  • Bro. 414 margin
  • Ma. 3, 302 margin
  • Luth. 46, 158 margin
  • Walth. Ev. 199 margin
  • Ma. 3, 302 margin
  • Bro. 415 margin
  • Il. 79, 75 margin
  • Hön. Dog. 433 margin
  • Il. 79, 72 margin
  • Günth. 202—204 margin
  • Günth. 202—204. 311 margin
  • Günth. 202—204. 311. 192 margin
  • Hön. Dog. 433 margin
  • Luth. 46, 136 margin
  • Hön. Dog. 432 margin
  • Löb. 105 margin
  • Löb. 105. 404 margin
  • L. W. 31, 17 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 311–320 margin
  • Luth. 16, 159 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 52
  • Luth. 5, 23
  • Lied 242
  • Lied 242. 9
  • Lied 214
  • Lied 214. 5
  • Luth. 46, 166 margin
  • Luth. 46, 166. 167 margin
  • Dall. 303 margin
  • Dall. 304 margin
  • Luth. 16, 122 margin
  • Luth. 16, 122. 123 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 388 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 389 margin
  • Walth. Ev. 134 margin
  • Walth. Ev. 134. 135 margin
  • Luth. 16, 121 margin
  • Luth. 16, 121. 46, 168 margin
  • Walth. Ev. 138 margin
  • Dall. 303 margin
  • L. W. 28, 128 margin
  • L. W. 28, 128. 129 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 384 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 383 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 384 margin
  • L. W. 17, 355—357 margin
  • Walth. Ev. 137 margin
  • Luth. 52, 158 margin
  • Luth. 52, 158. 16, 124 margin
  • Luth. 46, 167 margin
  • Hön. Dog. 441 margin
  • Stock 938 margin
  • L. W. 28, 129 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 385 margin
  • Luth. 46, 167 margin
  • Hön. Dog. 437 margin
  • Hön. Dog. 437. 441 margin
  • Dall. 302 margin
  • Dall. 302. 303 margin
  • Hön. Dog. 439 margin
  • Hön. Dog. 439. 440 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 381 margin
  • Hön. Dog. 436 margin
  • Luth. 46. 166 margin
  • Luth. 46. 166. 52, 158 margin
  • Walth. Ev. 138 margin
  • Dall. 302 margin
  • Stock 937 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 383 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 384 margin
  • Luth. 46, 168 margin
  • Walth. Ev. 138 margin
  • Geſ. u. Ev. 2, Walth.
  • Geſ. u. Ev. 2, Walth. 31
  • Geſ. u. Ev. 2, 3580. 381

vol c, printed page 770–773 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0570_RA2-PA70

24. —

24. Etliche andere Sünden. a. Himmelſchreiende Sünden. Das ſind Sünden, für die auf Erden keine gerechte Strafe zu ſein ſcheint und die zu Gott um Rache ſchreien. 1 Moſ. 4, 10: Die Stimme deines Bruders Blut ſchreiet zu mir 18, 20: Es iſt ein Geſchrei zu Sodom. 2 Moſ. 3. 7 5 Moſ. 24, 15. 2 Moſ. 22, 23. Hiob 34. 28: DaSchreien der Armen mußte vor ihn kommen. Jak. 5. 4: Das Rufen der Ernter iſt kommen vor die Ohten des Herrn Zebaoth. Off. 6, 10. b. Sffentliche Sünden ſind ſolche, die nickt verborgen bleiben können und allen bekannt ſind. — 933. Sünden bleiben den Menſchen verborgen. Stoc 933. c. Offenbare Sünden ſind Sünden, die auch der Schwächſte als Sünden erkennen kann. Solange 3 noch Streit darüber iſt, ob etwas Sünde iſt oder nicht. iſt es noch keine offenbare Sünde. d. Argerliche Sünden ſind ſolche, die mit ei— nem Ärgernis verbunden ſind. Anm. Man kann die Sünden auch noch in andere Klaſſen einteilen, z. B. Jugendſünden, ſ. § 36 f. Simden unſerer Zeit und unſeres Volkes. Bro. 274. 275. Luth. 57, 305. 17, 123. S. Zeit.

  • Dall. 291 margin
  • Dall. 291. 292 margin
  • Luth. 16. 158 margin
  • Luth. 16. 158. 159 margin
  • Walth. Ev. 199 margin
  • Luth. 52, 157 margin
  • Stock. 933
  • Bro. 274
  • Bro. 274. 275
  • Luth. 57, 305
  • Luth. 57, 305. 17, 123
  • Baier 2, 325 margin
  • Stock 933 margin
  • O. 79, 64 margin
  • Schulbl. 35, 41 margin

vol c, printed page 773–774 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0573_RA3-PA1

25. —

25. Wer hat Sünden an ſich? a. Subjectum quod iſt der Menſch, die Kreatur, die mit Verſtand und Willen begabt iſt. Unvernünitige Tiere können nicht ſündigen. Baier 2, 273 c. Löb. 359. Anm. a. Alle Menſchen ſind Sünder. Pred. 7, 21: Es iſt kein Menſch auf Erden, der Gutes tue und nicht ſündige. Jeſ. 64, 6: Wir ſind alleſamt wie die Un— reinen. Hiob 14. 4: Wer will einen Reinen finden u. i. w.? Spr. 20, 9: Wer kann ſagen: Ich bin rein u. ſ. w.? Phil. 3. 12: Nicht, daß ichs ſchon ergriffen habe. 1 Job. 1. 8: So wir ſagen, wir haben keine Sünde u. ſ. w. Anm. b. Die Sündo hängt auch dem Chriſten noch Vollkommene Heiligung gibt es Röm. 7. 18—24. an. 22, 18. 19. S. Heiauf Erden nicht. Luth. 3, 23. 24. —0. ——————————— 22. ligung. Anm. c. Auch die heiligen Väter hatten viele Schwach— heit on ſich und ſind oft in große Schanden gefallen. Die Sünden der Väter erzählt uns die Schrift zur Warnung. Ma. 11, 269. Walth. Epi. 16. Wer un⸗· Anm. d. Chriſtus allein iſt ausgenommen. ter euch kann mich einer Sünde zeihen? b. Subjectum quo iſt die Seele. Der Leib kommt nur als Organ der Seele in Betracht. Die Sünde als Schuld.

vol c, printed page 774 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0581_RA3-PA2

26. —

26. Die Sünde iſt eine Schuld vor Gott. a. Da die Sünde übertretung des Geſetzes iſt, ſo iſt ſie Revolution, Empörung. Feindſchaft wider Gott. Pſ. 2, 3: Laßt uns zerreißen ihre BVande. Anm. Der letzto Grund. aus dem die übertretung der Gebote entſpringt, iſt Haß gogen Gott. Schluß der Gebote: der über die, ſo mich haſſen. b. Darum iſt die Sün de eine Schuld vor (Rott, die Gottes Zorn auf ſich ladet. 5. Bitte. Eſra

  • Dall. 272 margin
  • Mich. 1901, 51 margin
  • Mich. 1901, 51. 97 margin
  • Mich. 1901, 51. 97. 15 margin
  • Wis. Syn. 1908, 12 margin
  • Mag. 5 margin
  • Min. 1903. 23 margin
  • Min. 1903. 23. 21 margin
  • Mich 1901, 55 margin
  • Mich 1901, 55. 51 margin
  • Mag. 3, 45 margin

vol c, printed page 774 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0581_RA3-PA2

—

rühmeſt dich des Geſetzes und ſchändeſt Gott durch über— tretung des Geſetzes. Joh. 19, 11: Der mich dir überantwortet hat, hats größere Sünde. Anm. c. Wie groß die Sünde mit ihren ſchrecklichen Folgen iſt, kann man am Leiden Chriſti ſehen. Lied 89, 12. Nur durch den Tod des Sohnes Gottes kann ſie getilgt werden. — Die Sünde iſt keine Redensart. 13 Phraſe, keine Erdichtung. Wis. Syn. 1908, 41. Anm. d. Gott leidet freilich nicht darunter. Durch ſeine Empörung hat der Menſch Gott ein Unrecht, aber kein Leid und Wehe zugefügt. Die Lehre, daß Gott nicht ſelig ſein kann, ohne das Wohlſein des Menſchen, iſt eine Lüge.

  • Lied 89, 12
  • Wis. Syn. 1908, 41
  • Mit. 77, 39 margin
  • Mit. 77, 39. 40 margin
  • Ma. 9, 103 margin
  • Ma. 9, 103. 104 margin
  • Kueg. 4, 188 margin
  • Süd. 1904, 20 margin
  • Walth. Fest. 208 margin
  • Can. 98, 53 margin

vol c, printed page 776 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0135_RA3-PA4

28. Die Macht und Herrſchaft der Sünde

28. Die Macht und Herrſchaft der Sünde. Die Sünde übt eine unheimliche Herrſchaft über den Menſchen aus. a. Alle Glieder des Leibes ſind der Herrſchaft der Sünde unterworfen. Röm. 3, 13—17: Schlund. Zunge. Mund, Füße. Röm. 6, 20: Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zu Dienſt der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zur andern. b. Der Menſch kann ſich nicht davon frei machen. Alle ſeine Vorſätze werden zu Schanden. Der Menſch iſt mit tauſend Stricken an die Sünde gebunden. Er kann zwar den groben Ausbrüchen Widerſtand leiſten, aber nicht von der Sünde loskommen.

  • Walth. Epi. 200 margin
  • Neb. 91, 30 margin
  • Mich. 1904, 52 margin
  • Mich. 1904, 52. 53 margin
  • Walth. Epi. 203 margin

vol c, printed page 776 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0135_RA3-PA4

29. —

29. Die Strafe der Sünde. Gott muß die Sünde ſtraien. a. Gott verabſchent und haßt die Sünde. Du biſt nicht ein Gott, dem gottlos Weſen gefällt. Jeſ. 6. 3: Heilig iſt Gott. Joſ. 24. 19: ein heiliger Gott, der eurer Sünde und übertretung nicht ſchonen wird. Röm. 8, 8: die aber fleiſchlich ſind, mögen Gott nicht gefallen. Anm. a. Die Sünde iſt ein Greuel vor Gott. Pf. 5. 7: Der Herr hat Grenel an den Blutgierigen, falſcher Wage Spr. 11. 1, am ſtolzen Herzen Spr. 16. 5. Was hoch iſt unter den Menſchen Luk. 16. 15, iſt dem Herrn ein Greuel. 3 Moſ. 18, 22. Spr. 28, 9: des Gebet iſt Gott ein Greuel. Off. 21, 27: und wird nicht hinein— gehen irgend ein Gemeines und das da Greuel tut. Anm. b. Gott verabſcheut nicht bloß die Sünde, ſondern auch die Perſon, die da ſündiat, denn die Sünde iſt . die eigenſte Tat des Menſchen. Pſ. 11, 5: Seine Seele haſſet den Gottloſen. Tit. 1, 16: an welchen Gott ein Greuel hat. b. Der Haß gegen die Sünde gibt ſich kund in Zorn. Kol. 3, 6. Eph. 5, 6: um welcher willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Pſ. 90, 7—9: Das macht dein Zorn. 5 Moſ. 32, 22: Das Feuer iſt angegangen durch meinen Zorn. Jer. 17, 4. Röm. 1, 19: Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles ungöttliche Weſen. Matth. 3. 7. Röm. 2, 5: Du häufeſt dir ſelbſt den Zorn. Heſ. 5, 13. Anm. Dieſer Zorn Gottes iſt ein grimmiger Zorn Hoſ. 11, 9. Jer. 4, 8. 30, 24. Off. 19, 15. Pj. 74. 1. 5 Moſ. 29, 24, ein verzehrend Feuer 5 Moſ. 4, 24. Off. 14, 10. Einwand. Eine Religion, die Gott Zorn und Grimm zuſchreibt, könne nicht die wahre ſein. Gott iſt die Liebe. — Aber Gottes Zorn wider die Sünde iſt jedem Men- ſchen ins Herz geſchrieben. Das Gewiſſen verklagt uns. c. Gottes Gerechtigkeit fordert Ver⸗ geltung. Jeſ. 59, 18: vergelten, bezahlen. 66, 15: vergelten. Hoſ. 9, 7: die Zeit der Vergeltung. Jer. 51, 6. 5 Moſ. 7, 10. 32, 41. 35. Pſ. 79, 12. Anm. a. Das Geſetz Gottes iſt kein Ausdruck will— kürlicher Laune, welche Veränderung erleiden kann, ſon⸗ dern die Abſchrift des heiligen Weſens ſelbſt. Das Geſetz kann darum nicht widerrufen werden. Anm. b. Als Rächer der Sünde wird Gott dar- geſtellt: Röm. 12, 19: Die Rache iſt mein. Luk. 21, 22: der Tag der Rache. 1 Theſſ. 4, 6: Der Herr iſt der Rä⸗ cher über das alles. 5 Moſ. 32, 35. 1 Moſ. 9. 5. 5 Moſ. 32, 43. Jeſ. 47, 3. Jer. 5, 9. 29. 2 Theſſ. 1, 8. Anm. c. Gott drohet zu ſtrafen alle, die ſeine Gebote übertreten. 5 Moſ. 27, 15—26. 18, 15. Pſ. 7, 12—14. Gal. 3, 10. d. Gott ſtraft die Sünde. Er führt die Drohung aus. Das hat die Menſchheit reichlich erfah— ren. Kain, Noah, Sodom, Israel, Pharao. Anm. a. Durch die Sünde wird Gott zu ernſtlicher Strafe gereizt. Anm. b. Gott ſucht die Sünde heim. 2 Moſ. 20, 5. 34, 7. Pſ. 59, 6. Jeſ. 24½21. Anm. c. Auch wenn einer im Reiche Gottes große Dienſte geleiſtet hat, wird es ihm doch nicht überſehen, wenn er ſpäter in irgend einem Stück dem Wort und Willen Gottes zuwiderhandelt. Anm. d. Die Strafe wird eingeteilt in 1. zeitliche und ewige Strafe: 2. natürliche (die einen Zuſammenhang zwiſchen Sünde und Strafe zeigt) und poſitive (welche die— ſen Zuſammenhang nicht erkennen läßt. Ananias.) 1 Worin beſteht die Strafe der Sünde? Sie beteht a. in allerlei leiblichen übehn. 5 Moſ. 28. 15—45. 1. Hunger, Durſt, Froſt, Hitze, Krankheit, Not; 2. Heimſuchungen beſonderer Art: Teurung, 5161. Zeit, Erdbeben, Krieg u. ſ. w. S. Gericht 161. Anm. a. Was die Sünde für Jammer in die Welt gebracht hat, iſt nicht zu beſchreiben. Anm. b. Es iſt deiner Bosheit Schuld, daß dur ſo geſtäupet wirſt. Jer. 2, 19. Anm. c. Was haben die Poeten über die Not und Hinfälligkeit des Lebens zu ſagen! Anm. d. Heiden führen die übel in der Welt oft aun den Neid der Götter zurück, aber ſie erkennen auch, daß die Übel Strafe der Sünde ſind. Sie wiſſen etwas vom Geſetz. Anm. e. Die Leute, die mit Jonas auf dem Schiff waren, ſchließen vom Ungewitter auf die Sünde als Ur— ſache. Jon. 1, 7. Joh. 9, 2: Meiſter, wer hat geſündigt, dieſer oder ſeine Eltern, daß er iſt blind geboren? Anm. f. Zwar wird zeitliches Unglück dem Teufel zugeſchrieben, aber es geſchieht nicht ohne Gottes Willen. Jer. 18, 11: Ich bereite euch ein Unglück zu. Amos 3. 6: auch ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tue Anm. g. Wie nehmen die Menſchen die Strafe auf? Wer glaubt unſerer Predigt? Traurig, wenn ein Kranker eine qualvolle Kur durchmacht und doch nicht vom Tode errettet wird! Die meiſten halten die Sünde für etwas Geringes. Schmidt 1, 123; b. im zeitlichen und ewigen Tod. Die Sünde, wenn ſie vollendet iſt, gebieret ſie den Tod. Heſ. 18. 20: Welche Seele ſündigt, die ſoll ſterben. Röm. 5. 12: Durch die Sünde iſt der Tod gekommen in die Welt. Röm. 6, 23: Der Tod iſt der Sünde Sold. Zentr. Il. 1910. 26. 27. Schmidt 1, 119. Röm. 5, 18: Durch Eines Sünde iſt die Verdammnis über ſie alle gekom— Die Sünde verſchließt uns, wie der Cherub, das men. Paradies. Walth. Feſt. 39. Anm. a. Du ſollſt wieder zur Erde werden. Welches Tages du davon iſſeſt, ſollſt du des Todes ſterben. Das ſchließt den zeitlichen und ewigen Tod in ſich. Anm. b. Die Menſchen ſind ein ſchuldbeladenes Ge— ſchlecht, das mit Recht unter dem Urteil der Verdamm— nis liegt. Anm. c. Die Sünde iſt der Leute Verderben. Syr. 11.31. Man trägt die Sünde im Buſen, ſpielt mit ihr, pflegt ſie, ſie wird immer ſtärker, bis ſie zuletzt das Le— ben nimmt. Das ſieht man an Kain Ma. 26,. 49. 50, an David Can. 97, 47. 48. Sie iſt im Anfang ſüß. her⸗ nach bitter. Stock 932. 933. Anm. d. Wir können uns nicht vorſtellen, wie ſchreck lich die Sünde iſt. Kein Menſch, kein Engel kann trö⸗ ſten. Mit. 77. 34. 35. Wollen wir Menſchen aus ibh⸗ rem Unglauben gewinnen, ſo müſſen wir nachweiſen. mas für ein ſchreckliches Ding die Sünde iſt. 39. Wir können die Sünde nicht groß genug machen.

  • Spr. 11. 1
  • Spr. 16. 5
  • Spr. 28, 9
  • Can. 98, 42 margin
  • Can. 98, 42 margin
  • Can. 98, 43 margin
  • Can. 98, 44 margin
  • Luth. 52, 213 margin
  • Il. 86, 49 margin
  • Neb. 91, 44 margin
  • Walth. Epi. 138 margin
  • Walth. Epi. 138. 139 margin
  • Can. 98, 46 margin
  • Can. 98, 46. 47 margin
  • Can. 98, 48 margin
  • Can. 98, 45 margin
  • Can. 98, 45 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 108—109 margin
  • Stock 934 margin
  • Mit. 1903, 13 margin
  • Wis. Syn. 1909, 61 margin
  • Luth. 52, 79 margin
  • Syn. 1902, 25 margin
  • Cal. 1906, 33 margin
  • Min. 1903, 22 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 109 margin
  • Stöckh. A. T. 325 margin
  • Hön. Dog. 373 margin
  • Can. 98, 17 margin
  • Hön. Dog. 373 margin
  • Baier 2, 277 margin
  • Löb. 361 margin
  • Mich. 1904, 55 margin
  • Can. 1901, 24 margin
  • Can. 1901, 24. 25 margin
  • Cal. 1906, 32—35 margin
  • Neb. 97, 19 margin
  • Neb. 97, 19. 22 margin
  • Ma. 18, 334 margin
  • Ma. 18, 334. 335 margin
  • Luth. 66, 189 margin
  • Süd. 1913, 20 margin
  • Schmidt 1
  • Schmidt 1, 123
  • Il. 1910. 26
  • Il. 1910. 26. 27
  • Schmidt 1
  • Schmidt 1, 119
  • Walth. Fest. 39
  • Ma. 26,. 49
  • Can. 97, 47
  • Can. 97, 47. 48
  • Stock 932
  • Stock 932. 933
  • Mit. 77. 34
  • Mit. 77. 34. 35
  • Quart. 10, 107—109 margin
  • Can. 1901, 25 margin
  • Mich. 1910, 28 margin
  • Mit. 85, 34 margin
  • Mit. 85, 34. 35 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1. 122 margin
  • Wis. Syn. 1909, 67 margin
  • Wis. Syn. 1909, 65 margin
  • Ma. 4, 317 margin
  • Ma. 4, 317. 318 margin
  • Can. 98, 5 margin
  • Ma. 19, 93 margin
  • Neb. 91, 46 margin
  • Neb. 91, 46. 47 margin
  • Mit. 77, 40 margin
  • Süd. 1913, 41 margin
  • Can. 1903, 4 margin
  • Mit. 1909, 14 margin
  • Luth. 56, 171 margin
  • Cal. 1906, 33 margin
  • Mit. 77, 36 margin
  • Neb. 91, — 46.
  • Theol. 3, 1418—152.

vol c, printed page 776–778 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0135_RA3-PA4

31. Der Zweck der Strafe

31. Der Zweck der Strafe. Der Zweck der Strafe a. iſt nicht Beſſeruna. Dann wäre die Ver⸗ dammnis eine unpaſſende Strafe. Der reiche Mann. — Antitheſe vertreten die Rationaliſten. Hön. Dog. 368. Anm. Die Schrift kennt als wirkliche Beſſerung nur die Heiligung, die Frucht des Evangelii; b. iſt nicht Abſchreckung vom Böſen. Wer die Todesſtrafe erleiden muß, würde dann nicht ſeiner Sünde wegen, ſondern zum Beſten anderer geſtraft, da— mit ſie abgeſchreckt würden. Zu ſagen, die ewigen Straen hätten den Zweck, abzuſchrecken, hieße, die Ewigkeit der Strafe leugnen. Anm. a. Gott will freilich die Menſchen abſchrecken don der Sünde, aber das tut er durch ſeine Drohung. Anm. b. Damit iſt freilich nicht geleugnet, daß uns Strafgerichte anderer zur Warnung dienen können und ſollen; c. iſt vielmehr Ausgleichung der Schul d. Gott will ſeinem Geſetz genug tun. Das Leiden, das Gott in ſeinem Grimm über den Menſchen verhängt, iſt Vergeltungsleiden, Verdammungsleiden. Can. 98, 46. 47. Anm. a. Auch die weltliche Obrigkeit hat bei ihrer Sale dieſen Zweck. Röm. 13, 4: eine Rächerin, zur Strafe. Anm. b. Zu unterſcheiden von dieſen Strafen ſind die Leiden, die über die Chriſten kommen nicht als Strafe der Sünde (denn die Sünde iſt ihnen vergeben), ſondern als väterliche Züchtigung. 1 Kor. 11, 2: werden wir vom Herrn gezüchtigt. Der Schächer am Kreuz erlangte Vergebung, mußte aber den Tod am Kreuz dennoch erleiden. — Die väterliche Züchtigung hat die Seligkeit zum Zweck. Hebr. 12. 11: Alle Zichti— gung wird geben eine friedſame Frucht der Gerechtigkeit.

  • Hön. Dog. 368
  • Theol. 3. 150 margin
  • Theol. 3. 150. 151 margin
  • Hön. Dog. 368 margin
  • Hön. Dog. 368. 369 margin
  • Hön. Dog. 367 margin
  • Can. 98, 46
  • Can. 98, 46. 47
  • Hön. Dog. 370 margin
  • Hön. Dog. 370. 371 margin
  • Hön. Dog. 370 margin
  • Hön. Dog. 366 margin
  • Hön. Dog. 366. 367 margin
  • Theol. 3, 151 margin
  • Hön. Dog. 369 margin
  • Baier 2, 278 margin

vol c, printed page 778–779 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0589_RA3-PA6

32. —

32. Antitheſe. a. Papiſten. Einige Sünden verdienen nur zeitliche Straſen. Die Schuld wird nur bezogen auf die frei— willigen Sünden im ſtrengſten Sinn des Wortes. Hön. Dog. 360. b. Pantheiſten. Die Schuld iſt nur Schein, ein Nichts. Darum gibt es auch keine Strafe. c. Univerſaliſten. Die Sünde wird nicht ewig ge— ſtraft. — Die Ewigkeit der Strafen wird von vielen geleugnet. d. Sozinianer leugnen, daß die Strafe wegen der gött— lichen Gerechtigkeit notwendig ſei. Gott könne ſtrafen oder auch nicht. je nachdem es ſeiner Weisheit angemeſſen erſcheine. — Dann aber ſteht die Strafe nicht mehr in Verbindung mit der Sünde, ſondern nur in Beziehung zu den guten Zwecken „die Gott erreichen will. e. Moderne Theologen. Schuld findet nur da ſtatt, wo die angeborene Sündhaftigkeit durch freie Selbſtbeſtimmung in wirkliche Sünde übergeht. Der Zorn iſt Gottes unwürdig.

  • Hön. Dog. 360
  • Günth. 133 margin
  • Hön. Dog. 359 margin
  • Hön. Dog. 359. 368 margin
  • Günth. 133 margin
  • Günth. 133. 134 margin
  • Hön. Dog. 368 margin
  • Hön. Dog. 361—363 margin

vol c, printed page 779 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0590_RA3-PA7

33. —

33. Woher kommt es, daß dennoch ſo viele Menſchen ſicher und ſorglos in Sünden dahingehen? Daß ſie Sünde an ſich haben, geſtehen die meiſten Menſchen zu. Die Schuld leuanen kann man nicht. Sie liegt unleug— bar vor. Süd. 1901, 21. a. Viele leugnen die Strafe. Sie meinen, die Sünde habe keine Folgen, oder nur leibliche Übel zur Folge. — Menn aber der Leibesſchaden längſt geheilt iſt, klagt daGewiſſen den Menſchen noch an. Anm. a. Dadurch, daß man den Haß und Zorn Gottes gegen die Sünde leugnet, iſt die Feindſchaft nicht aui gehoben. Anm. b. über die Sünde hat die Welt verkehrte Anſichten. Die Sünde ſei nur eine Schwachheit, eine Krankheit. Gott rechne ſie den Menſchen nicht an. — Darum ſtraft der Heilige Geiſt die Menſchen um die Sünde Joh. 16, 8 b. Andere appellieren an Gottes Barmherzigkeit. Gon iſt die Liebe. Sie wird nicht zulaſſen, die Sünden zu ſtrafen. — Aus Barmherzigkeit hat Gott ſeinen Sohn gegeben, wer aber dieſe Barmherzigkeit nicht annehmen will im Glauben, hat kein Opfer mehr zu erwarten. Einwand. Aber ein Vater nimmt ſeinen ungeratenen deln endlich doch wieder auf. Sollte Gott anders han⸗ eln c. Andere verkleinern, beſchönigen, entſchuldigen ihre Sünde. Sie ſei nicht ſo bös gemeint, ſie hätten gute Abſichten dabei gehabt, die Urſache ſei nicht in ihrem Herzen, ſondern in äußerlichen Umſtänden zu ſuchen. man habe es noch nicht ſo ſchlimm getrieben, wie andere und findet immer noch viel Gutes an ſich. S. § 36. d. Man ſucht für ſeine Sünde genug zu tun, tut aller · lei Werke. S. § 41. e. Man hält Umkehr nach dieſem Leben wenigſtens für mönlich. Schließlich kommt doch alles in Ordnung. f. Man meint im Galgenhumor: Es wird mir nicht ſchlimmer gehen wie andern auch. Wo andere hinkom— men, komme ich auch hin. Anm. a. Weil ſie die Schrecklichkeit der Sünde nicht erkennen, gehen viele unbekümmert um ihr Seelenheil dahin oder fallen wieder aus der Gnade. Darin bat auch die Lehre von der eigenen Genugtuung und der vollkommenen Heiligung ihren Grund. Anm. b. Das alles aber hilft nichts. Der Menſch be⸗· trügt ſich. Pſ. 50, 16—22: Da meinſt du, ich werde ſein gleich wie Du, aber .. Anm. c. In alle dieſe Schlupfwinkel muß der Prediger ſeine Leute verfolgen und ihnen nachweiſen, daß ſolche Ausreden keinen Grund vor Gott haben und ſie davon freizumachen ſuchen. Die Stellung, die wir zur Sünde einnehmen ſollen.

  • Süd. 1901, 21
  • Cal. 91, 35 margin
  • Mich. 1904, 54 margin
  • Mich. 1904, 54. 55 margin
  • Can. 98, 55—57 margin
  • Walth. Ev. 184 margin
  • Walth. Ev. 184. 185 margin
  • Cal. 94, 35 margin
  • Cal. 94, 35. 38 margin
  • Cal. 94, 37 margin
  • Cal. 94, 35 margin
  • Cal. 94, 35. 36 margin
  • Cal. 94, 36 margin
  • Cal. 94, 36 margin
  • Cal. 94, 36. 37 margin
  • Mit. 77, 36 margin
  • Mit. 77, 36. 40 margin
  • Cal. 94, 37 margin
  • Cal. 94, 39 margin

vol c, printed page 779–780 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0590_RA3-PA7

34. —

34. Erkenntnis der Sünde. a. Unſere Sünden ſollen wir zunächſt recht erkennen. Jer. 3, 13: Allein erkenne deine Miſſetat. Ohne rechte Sündenerkenntnis kommt man Anm. a. Ohne ſie iſt Erkenntnis des nicht zur wahren Buße. Evangelii nicht möglich. Nur der will den Arzt, der ſich krank fühlt. Süd. 1904, 23. Die Gnadenbotſchaft iſt dem gleichgültig, der ſeine Sünde nicht erkennt. Can. 1901, 8. — Vergl. § 1. Anm. b. Beiſpiele: David Pſ. 51, 7: Siehe, ich bin aus ſündlichem Samen u. ſ. w. 2 Sam. 12, 13: Ich habe geſündigt wider den Herrn. Pſ. 143, 2: Gehe nicht ins Gericht u. ſ. w. Petrus Luk. 5, 8: Ich bin ein ſündiger Menſch. Paulus 1 Tim. 1, 15: unter welchen ich der vornehmſte bin. Röm. 7, 18: Ich weiß, daß in mir u. ſ. w. Anm. c. Man ſoll nicht bloß die groben übertre— tungen als Sünde erkennen, ſondern das böſe Herz. — d. Die Sündenerkenntnis iſt nicht immer gleich groß. Anm. e. Leider erkennt der Menſch die Sünden an- derer eher als ſeine eigenen. b. Wie kommt man zur Erkenntnis der Sünde? 1. Nicht durch ſeinen Verſtand. Man darf nicht nach dem Urteil der Welt gehen. Durch bloße Be⸗ obachtung der unter den Menſchen herrſchenden Greuel läßt ſich keine rechte Erkenntnis der Sünde gewinnen. Wis. Syn. 1909, 41; 2. allein durchs Geſetz. Röm. 3, 20: Durchs Geſetz kommt Erkenntnis der Sünde. Röm. 7, 7: Die Sünde erkannte ich nicht ohne durchs Geſetz Luth. 65, 274. Gott muß uns die Rechnung un⸗ ter die Naſe halten. Süd. 1904, 24. 25. Anm. a. Das Geſetz zeigt uns, was Sünde iſt und ihre wahre Natur. ‚ Anm. b. Auch der Tiefe und der Gründlichkeit nach ſoll die Erkenntnis zunehmen. Der bußfertige Menſch prüft ſich demnach täglich und ſucht die Menge und Größe ſeiner Sünden immer beſſer zu erkennen. Anm. c. Natürliche Erkenntnis. 1. Dieſe findet ſich bei allen Menſchen, auch bei den Heiden. Gott hat das Geſetz ins Herz ge⸗ ſchrieben. Röm. 2, 14. 15. Daher Opfer und Götzendienſt. 2. Sie iſt aber keine gründliche. Der Unchriſt erkennt einzelne äußerliche Sünden, aber nicht ſein gänzliches Verderben. Den Gebildeten iſt Sünde ein widerwärtiger Begriff. Wis. Syn. 1908. 40. Zur rechten Erkenntnis der Sünde und ihrer Macht haben es die Philoſophen nicht gebracht. 47. 48. Anm. d. Bei uns Chriſten arbeiten das geſchriebene Geſetz und das Geſetz in unſerm Herzen zuſammen.

  • Ent. 244 margin
  • Ma. 9, 332 margin
  • Süd. 1904, 21 margin
  • Ges. u. Ev. 2, 313 margin
  • Neb. 82, 12 margin
  • Wis. Syn. 1909, 40 margin
  • Süd. 1904, 23
  • Can. 1901, 8
  • Wis. Syn. 1909, 41
  • Wis. Syn. 1909, 41; 2
  • Luth. 65, 274
  • Süd. 1904, 24
  • Süd. 1904, 24. 25
  • Wis. Syn. 1908. 40
  • Walth. L. L. 626 margin
  • Walth. L. L. 626. 627 margin
  • Luth. 37, 65 margin
  • Süd. 1904, 24 margin
  • Ent. 244 margin
  • Ent. 244. 245 margin
  • Neb. 82, 12 margin
  • Walth. L. L. 626 margin
  • Mit. 76, 35 margin
  • Mit. 76, 35. 36 margin
  • R. Pi. Kat. 1 margin
  • Mag. 5, 74 margin
  • Mag. 5, 74. 75 margin
  • Min. 94, 55 margin
  • Bro. 409 margin
  • Bro. 409. 410 margin
  • L. W. 45, 72 margin
  • L. W. 45, 72. 73 margin
  • Süd. 1904, 25 margin
  • W. 1904, 61 margin
  • Süd. 1904, 26 margin

vol c, printed page 780–781 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0136_RA3-PA8

35. —

35. Bekennen und Leugnen der Sünde. a. Bekennen. Wir ſollen unſere Sünden vor Gott bekennen. Spr. 28, 13: wer ſie aber bekennt. 1 Joh. 1, 9: So wir unſere Sünde bekennen. Ma. 25, 144. 145. Beiſpiele: David Pf. 32, 5: Darum bekenne ich dir meine Sünde. Luk. 15, 21: Vater, ich habe ge— ſündigt. Anm. a. Wir können vor Gott nicht alle Sünden aufzählen, wir 5. 18 aber ein allgemeines Bekenmmiablegen. Pi. 25, : Vergib mir alle meine Sünde Luk. 5. S: Ich bin ein ſündiger Menſch. 18. 13: Gen ſei mir Sünder gnädig. Vergib uns unſere Schuld. Anm. b. Wir müſſen uns aller Sünde ſchuldigſar ben. 5. Bitte. Das meint nicht, daß wir jedesmal drr groben Werke begangen haben, auch fleiſchliche Gedanten und Begierden ſind Sünde. Die Luſt zu allen Sünden ſteckt in uns und kann bei jeder Gelegenheit hervorbrechen. Anm. c. Wir ſollen aber einzelne Sünden. die unz auf dem Gemwiſſen liegen, vor Gott bekennen. Dabpid? Ehebruch. 2 Moſ. 32, 31: Das Volk hat eine große Sünde getan. Anm. d. Das rechte Vekennen der Sünde kann ohn Ehnben nicht geſchehen. Darum bekenne ich dir meine Miſſetat. Da vergabeſt du mir meine Sünde. Reis und Indas boekannten wohl mit dem Munde, aber ih: Rokenntnis war durch Verzweiflung abgerungen. Can 77. 23. 2J. Anm. e. Das Bekenntnis: Ich bin ein Sünder, it ein furchtbares Urteil, erhält abor im Lichte des Edem gelii ein anderes Anſehen. b. Lengnen. Nur ſem gern leugnet dor Menich ſei ne Sünde. Adam und Eva. David Pſ. 32, 3: Da ichz wollte verſchweigen. Mie töricht iſt das! 1. Dadurch wird die Sünde nicht abaetan. Gon weiß die Sünde doch. Wenſchen kann man t⸗ ſchen, abor nicht ihn. Wohl ſcheint es oft, als ck Gott von geheimen Sünden nichts wüßte, aber t mird ans Licht bringen, was im Finſtern verben— Con i½. Am. Leugnen iſt Selbſtbetrna. So wir i wir haben keine Sünde. ſo verführen wir uns ſelb Zur Ruhe und Frieden kommt man dadint nicht. Pi. 32. 3 —5: verſchmachteten meine 6e hbeine. Sor. 28. 13: Wer ſeine Miſſotat lenarn dem wirds nicht gelingen. Ma. 9. 332. 21. Amnm. Man kann ſich wohl eine geitle na jeine Sünde hinwegſetzen, aber ſchlieſßlich k doch den Stachel nicht los werden. Pf. 51. * WMaine Sünde iſt immer vor mir. 3. Man vergrößert dadurch nur ſeine Schuld. Anm., a. Das Lengnen der Miſſetat Spr. B, 13 ˖ nicht bloß von Worten dos Mundes, ſondern auch den inwendigen Le nanen zu verſtehen. Aum. b. Das Lengnen konn auf verſchiedene Wend geſchaben. Mancher ſagt mit dem Munde: Wir ſind Hle Sünder, packt man ihn aber bei einer beſtimmten Süſde ſo will er nicht unrecht getan habon, oder man erie mie wenig ernſtHes gemeint iſt. Luth. 4. 55. — dere ſagen: Ich habe auch meine Fehler, aber im Gr meiner Jugend. Pſ. 25, 7: Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend. — Gottes Gebot iſt nicht nur den Er⸗ wachſenen, ſondern auch der Jugend gegeben. Auch de Jugend hat ein Gewiſſen, das ſie verklagt. Chriſtus he auch die Jugendſünden tragen müſſen. Anm. Sind euch eure Jugendſünden ſchon einma ſchwer aufs Herz gefallen? g. Man ſucht die Urſache der Sündhaftigkeit nicht in eigenen Herzen, ſondern wo anders. Man ſchiebt die Schuld auf 1. die äußeren Umſt ͤände. Wenn du in die Lage gekommen wäreſt, hätteſt du es auch getan. Mein Stand bringt es mit ſich: 2. das Temperament. Ich bin nun einmal ſo. — Warum kämpfſt du nicht dagegen? 3. andere Menſchen. Ich bin von andern gereizt worden. Der Verführte ſchiebt die Schuld auf den Verführer, Kinder auf die Eltern. Luth. 60, 73. 74; Anm. Die meiſten Sünden aber konimen von innen heraus. Selbſt wenn wir jedoch von andern verführt worden ſind, macht uns das nicht unſchuldig. Laßt euch nicht verführen. Spr. 1, 10: e folge ihnen nicht. — Daß die Verführung bei uns fängt, ſoll uns zeigen, wie verderbt wir ſind; 4. den Teufel. Er hat es eingegeben. — Barum widerſtehſt du nicht? 5. Gott. Ich bin nun einmal ſo. Gott bat mich ſo gemacht. Warum ſchufſt du mich? Mich. 95, 37. — Dieſes iſt die ſchändlichſte Weiſe. Anm. a. Adam und Eva dienen uns zur Warnung. Adam ſchiebt die Schuld auf Eva, Eva auf die Schlange. Neb 86. 1 Grunde ſchieben ſie die Schuld auf Gott. Anm. b. Alle ſolche Entſchuldigungen 1. helfen uns nichts. Gott rechnet die Sünde dem zu, der ſie begangen hat. Wir können ſie nicht auf andere ſchieben. Vergib uns unſere Schuld: 2. vergrößern nur unſere Schuld. Jer. 2, 2. Hiob 9, 30—31. Gott rechnet uns dann nicht bloß die Sünde, ſondern auch die Bosheit des Herzens an, mit welcher wir das Kleid der Frömmigkeit anziehen: ů 3. dienen oft nur dazu, daß ſich der Menſch ſelbſt verrät. Anm. c. Es gehört mit zur rechten Bußfertigkeit, daß man ſeine Sünde erkennt als ſeine eigene Schuld. Amm. d. Auch Paſtoren ſuchen oft Feigenblätter, um ihre Blöße zuzudecken. doch ein gutes Herz. Ma. 9, 330. Der Menſch will ſich

  • Spr. 28, 13
  • Ma. 25, 144
  • Ma. 25, 144. 145
  • Ma. 36, 74 margin
  • Süd. 1904, 23 margin
  • Süd. 1904, 23. 26 margin
  • Pi. 25
  • Can 77. 23
  • Can 77. 23. 2
  • Pi. 32
  • Pi. 32. 3 —5
  • Ma. 9. 332
  • Ma. 9. 332. 21
  • Luth. 4. 55
  • Süd. 1901, 26 margin
  • Süd. 1901, 26. 27 margin
  • Süd. 1904, 28 margin
  • Süd. 1904, 28. 29 margin
  • Brun 198 margin
  • Can. 98, 30 margin
  • Can. 98, 30. 31 margin
  • Süd .1901, 26 margin
  • Süd .1901, 26. 27 margin
  • Ma. 9, 333 margin
  • Ma. 29, 189 margin
  • Can. 1903, 31 margin
  • Bro. 135 margin
  • Ma. 25, 113 margin
  • Ma. 25, 113. 111 margin
  • Can. 97. 22 margin
  • Can. 97. 22. 23 margin
  • Walth. Kas. 136 margin
  • Can. 97, 36 margin
  • Can. 97, 36. 37 margin
  • Can. 97, 2 margin
  • Ma. 9, 330 margin
  • Ma. 9, 330. 5 margin
  • Ma. 9, 330. 5. 1 margin
  • Luth. 60, 73
  • Luth. 60, 73. 74
  • Spr. 1, 10
  • Mich. 95, 37
  • Neb 86. 1
  • Walth. Kas. 376 margin
  • Süd. 1904, 31 margin
  • Ent. 241 margin
  • Ent. 241. 242 margin
  • Cal. 94, 36 margin
  • Neb. 86, 15 margin
  • Neb. 86, 15 margin
  • Neb. 94, 37 margin
  • Ma. 9, 331 margin
  • Süd. 1904, 30 margin
  • Süd. 1904, 30. 31 margin
  • Süd. 1904, 30 margin
  • Can. 1903, 35 margin
  • W. 77, 102 margin
  • Ma. 9, 330 margin
  • Ma. 9, 330. 26, 29 margin
  • Süd. 1904, 29 margin
  • Süd. 1904, 29. 30 margin
  • Can. 1903, 34 margin
  • Can. 1903, 34. 35 margin
  • Theol. 3, 157 margin
  • Hüb. 13 margin
  • W. 73, 55 margin
  • W. 73, 55. 56 margin
  • Mit. 77, 16 margin
  • Mit. 77, 16. 18 margin
  • Can. 1901, 7 margin
  • Neb. 94, 35 margin
  • Süd. 1904, 29 margin
  • Neb. 94, 35 margin
  • Neb. 94, 35. 37 margin
  • Ent. 242 margin
  • Can. 1903, 34 margin
  • Süd. 1904, 32 margin
  • Ma. 9, 331 margin
  • Ma. 9, 330
  • Süd. 1901, 29 margin
  • Süd. 1901, 29. 30 margin

vol c, printed page 781–784 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0591_RA3-PA8-IA1

36. —

36. Entſchuldigen der Sünde. Etgern entſchuldigen. Er will keine Schuld haben. liche Entſchuldigungen ſind folgende: a. Man achtet die Sünde gering. Wenn ich keine größere Sünde begehe als dieſe, gedenke ich wohl ſelig zu werden. Anm. a. Dieſe Entſchuldigung iſt wider Gottes Wort. In menſchlichen Geſetzen wird ein Unterſchied gemacht zwiſchen kleinen und großen Sünden und auf die kleinen kleine Straſe, auf die großen aroße Strafe geſetzt, nicht ſo mit göttlichen Geboten. Wie gering er— ſcheint die Sünde Sauls oder des Ananias! Anm. b. Schon die Vernunft ſaat, wie töricht es ſei, kleine Sünden gering zu ſchätzen. Ein kleines Fener im Stroh. Der Kaufmann ſchreibt auch die kleinen Summen auf. b. Man vergleicht ſich mit andern. Ich bin nicht ichlechter als andere. So ſchlimm wie andere hab ich es noch nicht getrieben. c. Man hängt der Sünde einen ſchönen Namen an. Geiz iſt Sparſamkeit. Verſchwendung Freigebigkeit, Sünde Tugend. d. Man führt Vibelſtellen zur Entſchuldigung an, z. Freue dich. Jünaling, in deiner Jugend. Tanzen hat ſeine Zeit. Wor ſeine Hausgonoſſen nicht verſorat u. ſ. w. — Hält man ihnen die Sünde vor, dann heißt es: Richtet nicht. Das kann man auch anders auslegen. — Lügen und Trügen bei Gottes Namen. e. Man entſchuldigt ſich mit ſeiner auten Meinung. Es war nicht ſo bös gemeint. Wenn man eine aunte Abſicht dabei gehabt hat, ſall es keine Sünde ſein. Tut ein Menich etwas in der überzengung, daß es gut ſei, ſo ſoll es auch gut ſein. — Dagegen: 1. Auf die gute Meinung kommt's nicht an, ſelbſt vor der weltlichen Obrigkeit nicht. Der Knecht, der ſeines Herrn Willen nicht weiß und hat doch getan u. ſ. w. Abimelech hielt Sarah für Ab— rahams Schweſter und ließ ſie holen, würde aber doch geſtraft. Stöckh. A. T. 27. 2. In guter Meinung werden die größten Sün— den begangen. Joh. 16, 2: Wer euch tötet, wird meinen, er tmie Gott einen Dienit daran. Av. 26, 9: Ich meinte auch bei mir ſelbit, ich müiſte viel zuwider tun dem Namen Joeſu. — Saul verſchonte der beſten Schafe und wollte ovfern. Anm. Allerdinas iſt ein Untorſchied, ob die Sünde mit bowußter Vosheit oder in auter Meinung getan iſt. Der mich dir überantwortet. hats größere Sünde. Es wird Sodom erträglicher ergehen. f. Die Jugendſfünden zumn wenigſten will man emtichuldiat wiſſen. Ingend hat nicht Tugend. — Aber Ingendfünden ſind nicht gering zu achten. Hiob 13, 26: Du willſt mich umbringen um der Sünden willen

  • Stöckh. A. T. 27
  • Stöckh. A. T. 27. 2
  • Stöckh. A. T. 27. 2. I
  • Hüb. 13 margin
  • Ent. 230 margin
  • Ent. 230 margin
  • Ent. 230. 231 margin
  • Ent. 231 margin
  • Ma. 25, 113 margin
  • Cal. 94, 36 margin
  • Ent. 242 margin
  • Il. 80, 52 margin
  • Min. 86. 61 margin
  • Min. 86. 61. 62 margin
  • Neb. 91, 36 margin
  • Neb. 91, 36. 37 margin
  • Walth. Ev. 200 margin
  • Walth. Ev. 200. 203 margin
  • Kueg. 4, 361 margin
  • Schmidt 1 margin
  • Schmidt 1, 117 margin
  • Walth. Epi. 182 margin
  • Walth. Epi. 182. 183 margin
  • Cal. 94, 35 margin
  • Cal. 94, 35. 36 margin
  • Kueg. 4, 360 margin
  • Kueg. 4, 361 margin
  • Walth. Ev. 202 margin
  • Walth. Kas. 372–375 margin
  • Ent. 216 margin
  • Ma. 11, 269 margin

vol c, printed page 784 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0593_RA3-PA9

37. —

37. Wir wollen die Sünde meiden und bekämpfen. Ein Chriſt a. haßt die Sünde. Wie abſcheulich und haſſens⸗ vert die Sünde iſt, ſieht man am Götzendienſt der Hei— den, am Säufer, am Zornigen. Erſt recht aber wird nan die Sünde haſſen, wenn man bedenkt, daß wir durch Chriſti Blut erlöſt ſind; b. hütet ſich vor der Sünde. 1 Moſ. 39, 9: Wie ſollt ich ein ſolch groß Übel tun? Ich werde mich icheuen alle meine Lebtage. Wir ſollen unſere Kleider nicht beſudeln. Off. 3, 4. Jo. 94, 11. Anm. a. Das gehört zur Heiligung. 1 Petr. 2, 1: So leget nun von euch ab u. ſ. w. Anm. b. Die Bibel wird von Sünde abhalten oder die Sünde von der Bibel. Anm. c. Hüte dich vor der kleinen Sünde. Von den großen wird man durch ihre Abſcheulichkeit von ſelbſt abgeſchreckt. — Ein kleines Loch im Schiff. Stock 932. Anm. d. Eine Sünde gebiert die andere. Die erſte muß man durch eine zweite zudecken. Wer mit der Sünde ſpielt, fällt immer tiefer. Judas. Stöckh. Paſſ. 1, 66. Die Sünde wächſt ins Rieſengroße. Luth. 63, 201. Anm. e. Wie kurz iſt doch der Genuß der Sünde! Anm. f. Wer die Sünde gering achtet, meint, Gott ſei ebenſo leichtfertig, wie er, der Sünder. Anm. g. Wir ſollen alle Gelegenheit zur Sünde meiden, alle Verſuchung fliehen. Spr. 5, 8: Laß, deine Wege fern von ihr ſein. Anm. h. Auchfremder Sünden ſollen wir uns nicht teilhaftig machen. 1 Tim. 5, 22. Beiſpiele: Wer mit Dieben teilhat u. ſ. w. 2 Joh. 10. 11: Wer ihn grüßt, macht ſich teilhaftig ſeiner böſen Werke. Anm. i. Warum ſoll man ſich vor der Sünde hüten? Weil Gott ſie verboten, weil ſie ihm ein Greuel iſt, weil ſie uns ins Verderben ſtürzt und weil uns Chriſtus daraus erlöſt hat. Anm. k. Der natürliche Menſch kann äußerliche grobe Sünden laſſen, aber der Wille bleibt unverändert bös. Die Sünde überwindet man allein durch Chriſtum. Sieck 2. 149: c. kämpftgegen die Sünde. Der Kampf iſt 1. nötig. Röm. 8. 13: Wo ihr nach dem Fleiſche. lebet, werdet ihr ſterben müſſen: 2. ſchwer. Der Kampf iſt nicht bloß außer uns, ſondern in uns. Anm. a. Wie wird er ſiegreich hinausgeführt? Mit der Kraft Chriſti, die in uns Schwachen mächtig iſt. Ich vormag alles durch den, der mich mächtig macht, Chritum. Fürchte dich nicht, ich bin mit dir. Anm. b. Welch herrlicher Sieg folat darauf. Man wird immer gewiſſer, daß man ein Kind Gottes iſt und erlangt endlich den Himmel. Anm. c. Es muß beſſer mit uns werden im Kampf gegen die Sünde; d. iſt der Sündeabgeſtorben. Röm. 6, 11 Haltet euch dafür, daß ihr der Sünde geſtorben ſeid— Vers 1. Durch die Taufe ſind wir begraben in den Tod. Darum ſoll der alte Menſch nun gekreuzigt wer— den. Süd. 92, 55. 56; e. läßt die Sünde nicht über ſich herr— ſchen. 1 Moſ. 4, 7: Laß der Sünde nicht ihren Willen, ſondern herrſche über ſie. Pſ. 119, 133. Röm. 6. 12: Laſſet die Sünde nicht herrſchen. Vers 14. — Ein Leben in Sünden darf bei der Gemeinſchaft mit dem Herrn nicht ſtatthaben. Ma. 8, 49. Anm. a. Wir ſollen nicht, während wir die groben Sünden meiden, in feinen Sünden, Lieblingsſünden le— ben. Anm. b. Wer die Sünde über ſich herrſchen läßt, in der Sünde Knecht. Joh. 8, 34: Wer Sünde tut, der im der Sünde Knecht. Eine elendere Knechtſchaft gibt es— nicht. Die Sünde beſtrickt und knechtet den Diener ſe länger je mehr. Ma. 11, 221. Von einer Ungerechna116 geht es zur andern. Röm. 6, 19. Mag. 6, 115. 116. Anm. c. Wer die Sünde noch über ſich herrſchen läßt. ſteht nicht unter der Gnade, ſondern unter dem Geſetz. Er iſt kein Chriſt Walth. Geſ. u. Ev. 2, 303 und wird ſterben müſſen. Das Ende iſt der Tod. Röm. 6, 2ʃ. Mag. 5, 97. 100.

  • Jo. 94, 11
  • Loch i
  • Stock 932
  • Stöckh. Pass. 1
  • Stöckh. Pass. 66
  • Luth. 63, 201
  • Spr. 5, 8
  • Sieck 2
  • Sieck 2. 149
  • Mich. 97, 414 margin
  • Mich. 97, 414. 45 margin
  • W. 1904, 68 margin
  • W. 1904, 68. 69 margin
  • Ma. 9, 333 margin
  • Ma. 9, 333. 12, 261 margin
  • Dall. 304 margin
  • Süd. 1901, 22 margin
  • Luth. 61, 99 margin
  • Luth. 62, 293 margin
  • Luth. 62, 293. 64, 195 margin
  • Mit. 77, 37 margin
  • Luth. 5, 199 margin
  • Luth. 5, 199. 200 margin
  • Luth. 61 margin
  • Luth. 61 313 margin
  • Mit. 77, 38 margin
  • W. 91, 18 margin
  • Min. 94, 55 margin
  • Can. 85, 52 margin
  • Can. 85, 52. 53 margin
  • Stock 933 margin
  • Stock 933 935 margin
  • Wis. Syn. 1908, 44 margin
  • Ma. 11. 105 margin
  • Ma. 8, 200 margin
  • Ma. 8, 200. 201 margin
  • Ma. 8, 200. 201. 14, 196 margin
  • Ma. 8, 203 margin
  • Ma. 14. 198 margin
  • Ma. 14. 198. 199 margin
  • Ma. 11. 68 margin
  • Ma. 11. 68. 69 margin
  • Süd. 92, 55
  • Süd. 92, 55. 56
  • Ma. 8, 49
  • Ma. 11, 221
  • Mag. 6, 115
  • Mag. 6, 115. 116
  • Ges. u. Ev. 2, 303
  • Mag. 5, 97
  • Mag. 5, 97. 100
  • Mich. 1903, 64 margin
  • Ma. 11, 227 margin
  • Ma. 11, 227. 228 margin
  • Ma. 11, 227. 228. 200 margin
  • Ma. 11, 227. 228. 200. 201 margin
  • Can. 1900, 52 margin
  • Can. 1900, 52. 53 margin
  • Stöckh. Röm. 294 margin
  • Stöckh. Röm. 294. 295 margin
  • Stöckh. Röm. 294. 295. 251 margin
  • Stöckh. Röm. 294. 295. 251. 252 margin
  • Ma. 5, 42 margin
  • Ma. 34, 233 margin
  • Ma. 34, 233. 234 margin
  • Ma. 5, 43 margin

vol c, printed page 785–786 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0594_RA3-PA9-IA2

38. Vergebung der Sünden

38. Vergebung der Sünden. Vor allen Dingen ſol der Menſch Vergebung ſeiner Sünden ſuchen und derſelben immer gewiſſer zu werden trachten. Wir ſollen 4. 25 Zuflucht nehmen zum Blute Chriſti. Pſ. 51, 3. Waſche mich. Reinige mich. Tilge meine Sünde. Entſündige mich. Can. 97, 35. 42. 43. Pſ. 25, 7: Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend. Matth. 11. 270. Pſ. 32, 6: Dafür werden dich alle Heiligen bit— ten. Das ganze Leben des Chriſten iſt eine ſtete Buße. Can. 97, 24. 25. Anm. a. Iſt jemand in Sünde gefallen, ſo ſoll er Buße tun. David. Petrus. Anm. b. Das iſt die rechte Sorge um die Sünde. Pſ. 38, 19: Ich ſorge für meine Sünde. Der bußfertige Menſch ſteht der Sünde nicht gleichgültig gegenüber. Er ſorgt um ſie; die einzige Sorge, die der Chriſt haben ſollte.

  • Can. 97, 35
  • Can. 97, 35. 42
  • Can. 97, 35. 42. 43
  • Can. 97, 24
  • Can. 97, 24. 25
  • Bro. 411 margin
  • Bro. 411. 12 margin
  • Bro. 411. 12, 260 margin
  • Bro. 411. 12, 260. 3 margin
  • Bro. 411. 12, 260. 3, 305 margin
  • Stock 935 margin
  • Bro. 408 margin
  • Bro. 408. 409 margin
  • Ma. 8, 327 margin
  • Ma. 8, 327. 328—331 margin
  • Ma. 8, 327. 328—331. 12, 259 margin
  • Ma. Walth.

vol c, printed page 786 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0595_RA3-PA9-IA3

39. —

39. Hat man ſich in grober Weiſe am Nächſten verſündigt, ſo ſoll man a. die Sünde auch vor ihm bekennen und abbitten. Anm. a. Iſt die Möglichkeit und Gelegenheit dazu abgeſchnitten, muß ſich der Bußfertige damit tröſten, daß er bei Gott Vargebung hat. Anm. b. Im Bekennen ſeiner Sündhaftigkeit oder heimlicher Sünden andern Menſchen gegenüber muß man vorſichtig ſein, daß ſolches Bekenntnis nicht miß' braucht wird. Unbeſonnenes Bekennen kann mehr Scha⸗ den als Nutzen ſtiften: David. b. wenn nötig, öffentliche Kirchenbuße tun. Pſ. 51: Ein Pſalm, vorzuſingen. Anm. Die Worte: An dir allein habe ich geſündigt, kann man hier nicht in Anwendung bringen, als brauche man vor Menſchen nicht abzubitten; c. das Unrecht, ſo viel wie möglich, wieder gut machen. Wo ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. 40. Der Paſtor ſoll a. gegen die Sünden zeugen, 1. nicht bloß im allgemeinen, ſondern einzelnen beſtimmten Sünden entgegentreten: 2. gerade die Sünden ſtrafen, die in der Ge— meinde im Schwange gehen: 3. nicht bloß gegen eine beſtimmte Klaſſe von Sünden, ſondern gegen jede, nicht bloß gegen äußer⸗ lich grobe, ſondern auch gegen die böſe Luſt im Her⸗m zen. Erbſünde. Jo. 80, 56. 57. Anm. Von Chriſten aber darf man nicht ſagen: Wir leben in den und den Sünden; b. Sünden und Schäden in der Gemeinde allein mit dem Evangelium zu heilen ſuchen. Allein dadurch wird der Menſch von der Sündenherrſchaft frei. Süd. 83, 76. Anm. Wollen wir Sünden mit dem Geſetz bekäm— pfen, ſo erreichen wir nur äußerlich gute Werke oder bringen es dahin, daß die Leute ganz mit der Kirche brechen; c. offenbare und unbußfertige Sünder durch die Ge⸗ meinde auszuſchließen ſuchen. Kirchenzucht. Erlöſung von Sünden.

  • Ma. 8, 331 margin
  • Can. 97, 38 margin
  • Luth. 4, 160 margin
  • Jo. 80, 56
  • Jo. 80, 56. 57
  • Süd. 83, 76
  • Can. 97, 29 margin
  • Can. 97, 38 margin
  • Neb. 1912, 74 margin
  • Neb. 1912, 74. 75 margin
  • L. W. 31, 41 margin
  • Jo. 80, 52 margin
  • Jo. 80, 52. 53 margin
  • Ges. u. Ev. 306 margin
  • Ges. u. Ev. 307 margin
  • Ka. 92, 52 margin
  • Ka. 92, 52. 53 margin
  • Wis. 83, 24 margin

vol c, printed page 786–787 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0595_RA3-PA9-IA3

41. —

41. Wie kommt der Menſch aus der Sünde heraus? Das iſt die wichtigſte Frage für den Menſchen. a. Alle Bemühungen der Menſchen ſind vergebens. Alle Rettungsverſuche ſchlagen jehl. Ich fiel auch immer tiefer drein. 1. Die angeborene ſündliche Natur kann man nicht ausrotten. 2. Leugnung des ſündlichen Verderbens ſchafft keine Freiheit von Sünden. 3. Bezahlen kann man die Sündenſchuld nicht. Pſ. 49, 9: Es koſtet zu viel. Matth. 16 20: Was kann der Menſch geben, daß er ſeine Seele löſe? Auch nicht einmal eine teilweiſe Bezahlung gibt es. Jak. 2, 10. 11: So jemand das ganze Geſetz hält und ſündigt an einem, der iſt es ganz ſchuldig. 4. Unſere Reue macht die Sünde nicht gut und ungeſchehen. Vergeblich meint man, wenn man ſich die Sünde leid ſein laſſe, werde Gott ſie über⸗ ſehen. 5. Unſere armſelige Beſſerung iſt keine Ge⸗

  • Neb. 85, 6 margin
  • Neb. 85, 6. 7 margin
  • Mich. 1904, 53 margin
  • Mich. 1904, 53. 54 margin
  • Wis. Syn. 1908, 45 margin
  • Wis. Syn. 1908, 47 margin
  • Hön. Dog. 358 margin
  • Jo. 80, 54 margin
  • Can. 98, 68 margin
  • Süd. 19014. 33—35.

vol c, printed page 787 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0596_RA3-PA9-IA4

—

PS. 40, 11—13.—Christ the bearer ofe sin. a. That it is, indeed. sin that he bears, b. but that by bearing it, he has taken it away.Mag. 7. 125.X 2 . 51, 5. — Von der Sünde. a. Was ſie ſei, b. woher ſie komme. — Ma. 4, 252. ‚ Pſ. 90, 11. — Die nichtigen Entſchuldigungen vieler Menſchen, daß ihre Sünden nur kleine und geringe ſeien. a. Die Nichtigkeit dieſes Vorwandes, b. prüft euch, ob ihr euch damit tröſtet. — Walth. Ent. 230. Hiob 13, 26. — Von den Jugendſünden. a. Wie ſie von den Menſchen gering geachtet werden, b. wie hoch ſie hingegen nach Gottes Wort anzuſehen ſeien. — Walth. Ent. 216. Jer. 2, 22. — Von den nichtigen Entſchuldigungen unſerer Sünden. a. Womit man ſeine Sünde gewöhnlich entſchuldigen will, b. wie man ſeine Sünde dadurch vor Gott nur vergrößert. — Walth. Ent. 240. Jer. 3, 12. 13. — Von der rechten Sündenerkenntnis. a. Welches eine rechte Sündenerkenntnis ſei, b. wie man dazu gelange. — Walth. Ent. 244. Mal. 3, 1—4. — Daß diejenigen, welche dem Herrn angehören, ſich immeriort der Reinigung von Sünden befleißigen. a. Was ſie dazu antreibt, b. was ſie nicht davon abhält. — Ma. 8, 49. Matth. 9, 27—34. — Von den Sünden der Gläubigen. a. Was für Gläubige noch Sünden begehen, b. welcher Sünden ſie ſich noch ſchuldig machen. — Ma. 1, 240. Matth. 12, 31. 32. — Die Sünde wider den heiligen Geiſt. a. Worin ſie beſteht, b. warum ſie nicht vergeben werden könne. — Luth. 16, 121—124. SSiehe Ev. Judica, oben.) Matth. 25, 14—30.—The sin of omission. a. Mherein these sins con— sist, b. how God punishes them. —XIag. 4. 119. Matth. 27, 1—10. — Die fluchwürdige Macht der Sünde, wie ſie an der falſchen Reue des Judas offenbar wird. Wie ſie a. den eine Zeit lang von ihr Berrogenen endlich zu quälen beginnt, b durch ſolche Qual ihn in neue Sünde verſtrict, um ihn unrettbar zu verderben, c. durch ſolches Verderben Einzelner andere Sün— der in ihrer Verblendung befeſtigt. — Ma. 3. 92. Mark. 7, 21—23. — Wie gefährlich iſt die Sünde? a. Erbſünde, b. wirkliche Sünde. — Ma. 4, 282. Röm. 16, 14. — Daß diejenigen, welche die Sünde noch über ſich herrſchen laſſen, nicht unter der vergebenden Gnade, ſondern unter dem verdammenden Geſes ſtehen. a. Welches diejenigen ſind, die die Sünde noch über ſich herrſchen laſſen, b. warum ſolche Menſchen nicht unter der vergebenden Gnade, ſondern unter dem verdammenden Geſetz ſtehen. — Ma. 5, 41. Röm. 6, 14. — Daß man ſich bei herrſchenden Sünden der Gnade Gottes nicht tröſten, noch würdig zum Abendmahl gehen könne. a. Was eigentlich herrſchende Sünden ſeien, b. prüfen, ob jemand unter uns eine ſolche herrſchende Sünde an ſich habe. — Walth. Kaſ. 413. Röm. 6, 23. — Von der Strafe der Sünde. a. Der Tod iſt der Sünde Sold. b. Wer glaubt unſerer Predigt? — Schmidt 1, 119. 1 Joh. 1, 8. 9. — Vom Leugnen und Bekennen der Sünde. — Ma. 25, 142. Hebr. 12, 1. 2. — Von der einem Chriſten noch anklebenden ſündlichen Schwachheit. a. Was darunter zu verſtehen ſei, b. was wir zu tun haben, wenn wir ſie auch an uns finden. — Ma. 3, 301. Jak. 1, 14. 15. — Die Lehre von der Sünde. a. Erbſünde, b. wirkliche Sünde, c. von der Schuld und dem Fluch der Sünde. — Ma. 19, 92.

  • Mag. 7. 125
  • Ma. 4, 252
  • Ent. 230
  • Ent. 216
  • Ent. 240
  • Ent. 244
  • Ma. 8, 49
  • Ma. 1, 240
  • Luth. 16, 121—124
  • Ma. 3. 92
  • Ma. 4, 282
  • Ma. 5, 41
  • Walth. Kas. 413
  • Schmidt 1
  • Schmidt 1, 119
  • Schmidt 1, 119. 1
  • Ma. 25, 142
  • Ma. 3, 301
  • Ma. 19, 92

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