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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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17 entries under kircheundstaat.

Kirche und Staat

—

Kirche und Staat. Unabhängigkeit der Kirche vom Staat. Ka. 89. Kirche und Staat. Luth. 45, 49. 57. 58. 65. 66. Wie Kirche und Staat ſich gegenſeitig dienen ſollen. Jo. N. Theſen über Verhältnis von Kirche und Staat in Rückſicht auf etliche Zeitfragen. Mit. 70, 44. Daß auch die weltliche Obrigkeit weder Recht noch Macht hat. über Glauben und Gewiſſen ihrer Untertanen zu herrſchen. W. 85. Der Staat, die Bibel und das Papſttum. Can. 1909. Rechte, Vorzüge und Pflichten der Ftei— kirche. Mit. 74. Der Chriſt und die Politik. Luth. 17. 153. 154. Luthertum und Amerikanertum. L. W. 48, 321—327. Hat Luther den weltlichen Fürſten das geiſtliche Schwert gegeben? L. W. 21, 231 —235. Kirchenpolitik., Sozialis mus, Staatspolitik im Lichte der Bibel. Heinrich Ebeling. De magistratu politico. Baier 3. 724-745. Church and State. Theol. 13. 19. 33. State and Church in American colonies. Theol. 6, 148176. Jerusalem, Rome, Washington. Theol. 13. 1—19. Abriß. Es gibt zwei Reiche auf Erden. § 1. Der Unterſchied zwiſchen beiden. § 2. de ſollen ſtreng geſchieden werden. § 3. Das Gebiet der Kirche erſtreckt ſich nicht »* irdiſche Dinge. § 4. Das Gebiet der Obrigkeit iſt nicht Gewiſſen und Religion. —— Chriſtliche Obrigkeit. § 6. Die Kirche ſoll eine Freikirche ſein. § 7. Ein- Ide. S S. Landeskirche. §S 9. Geſchichtliches. § 10. d Staat in andern Ländern. § 11. In den Vereinigten Staaten. § 12. Wie rche und Staat in unſerm Lande können vermengt werden. § 13. Antitheſe. pſttum. § 14. Die Sekten. § 15. Kirche und Staat ſollen ſich gegenſeitig die⸗ 11. 8 16. Anwendungen. § 17. Kirche und Staat.

  • Luth. 45, 49
  • Luth. 45, 49. 57
  • Luth. 45, 49. 57. 58
  • Luth. 45, 49. 57. 58. 65
  • Luth. 45, 49. 57. 58. 65. 66
  • Mit. 70, 44
  • Luth. 17. 153
  • Luth. 17. 153. 154
  • L. W. 48, 321—327
  • L. W. 21, 231 —235
  • Baier 3. 724-745
  • Theol. 13. 19
  • Theol. 13. 19. 33
  • Theol. 13. 1—19
  • Ka. 89. Kirche und Staat
  • W. 85. Der Staat, die Bi
  • Can. 1909. Rechte, Vorzü
  • Mit. 74. Der Chriſt und
  • Theol. 6, 148176. Jerusa

vol b, printed page 740–741 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0821

1. —

1. Es gibt zwei verſchiedene Reiche auf Erden: Kirche 1d Staat. Anm. a. Beide ſind von Gott geſtiftet. 1. Die Obrigkeit. Röm. 13, 1: Es iſt keine Obrigkeit, ohne von Gott. Dan. 2, 21: Er ſetzt Könige ab und ſetzt Könige ein. 2, 37. 44. 2. Die Kirche. Joh. 11, 51. 52: Chriſtus ſollte die Kinder Gottes, die zerſtreut waren, zu:- ſammenbringen. Auch die Ortsgemeinde iſt von Gott geſtiftet. Anm. b. Die Kirche iſt im Staat, aber der Staat iſt icht in der Kirche. Anm. c. Ein Chriſt iſt ein Untertan beider Reiche, Zürger des Reiches Gottes und Bürger ſeines Landes.

  • Ka. 89, 8 margin
  • Jo. 97, 41 margin
  • Ma. 15, 322 margin
  • Jo. 97, 16 margin
  • Jo. 97, 16. 17 margin
  • Jo. 97, 16. 17. O margin
  • Jo. 97, 17—19 margin
  • Can. 1909, 29 margin
  • Bro. 499 margin
  • Bro. 499. 500 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 275 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 275. 276 margin

vol b, printed page 741 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0822

2. Beide Reiche ſind ganz verſchiedener Art

2. Beide Reiche ſind ganz verſchiedener Art. Der Interſchied zwiſchen beiden iſt folgender: a. Der Staat iſt ein äußerlich ſichtbares Reich, die Kirche ein geiſtlichees Reich. Joh. 18, 36. Mein Reich iſt nicht von dieſer Welt. Ka. 89, 21. ſ. Kirche. b. Untertanen im Staate ſind alle, die darin wohnen: zur Kirche gehören nur die Gläubigen. Bür⸗ ger des Staates wird man durch Geburt, Bürger des Reiches Gottes durch den Glauben oder die Wieder— geburt. Kü. 4, 639. c. Im Staate gibt es Gebietende und Ge⸗— horchende, in der Kirche ſind alle gleiſch. Matth. 23, 8: Einer iſt euer Meiſter, Chriſtus, ihr aber ſeid alle Brüder. Ma. 23, 8. ſ. Kirchenregiment. d. Zweck und Ziel des Staates iſt das leibliche Wohlergehen ſeiner Untertanen, Zweck und Ziel der Kirche das geiſtlichee Wohlergehen ihrer Glieder. e. Der Staat hat es mit rein bürgerlichen, irdi. ſchen Dingen zu tun (Syun. 50, 9. Jo. 1900. 11. Baier 3, 730. Ma. 13. 323), mit unſerer irdiſchen Wohlfahrt Neb. 94, 50, Regierung. Schutz und Vertei⸗ digung der Menſchen, Ma. 15. 323. Seine Gewalt er⸗ ſtreckt ſich nur über den Leib Wis. 94, Die Kirche hat es mit dem geiſtlichen Pogier Schen des Men ſchen zu tun, mit allem, was Gott und Gottesdienſt heißt und Seele und Seligkeit betrifft. Sie ordnet das Verhältnis des Menſchen zu Gott. Jo. 97, 30. Kont. 63 §S 11. Vergl. unter Kirche: Aufgabe der Kirche. Anm. Mit Moralität und guten Sitte hat es der Staat nicht weiter zu tun als wo ſie die Rechte eines andern oder die Sicherheit des Staates beeinträßtigen. Darum verbietet der Staat Schauſtellung un züchtiger Bilder, Lotterie, Verſendung von Schandlitere. tur durch die Poſt u. ſ. w. ö f. Der Staat iſt zufrieden mit äußerlicher Zucht und Gehorſam, er ſtraft nur die böſe Tat, die Kirch— geht auch auf die Gedanten und Sinne des Herzenein und ſtraft Zorn, Haß, Neid u. ſ. w. g. Richtſchnur des Staates iſt die Ver nunft, d Landesgeſetze, die alle Jahre geändert werden könner Richtſchnur der Kirche iſt das Wort Gottes Anm. a. Die Kirche wird nicht von der Vernunft geleitet. Anm. b. Der Staat wird nicht nach der Bibel, nat chriſtlichen Grundſätzen geleitet. Dann müßte jeder Bürger den Gottesdienſt beſuchen, zu Haus die Bibel! ſen, das ihm angetane Unrecht vergeben, wenn er au— den einen Backen geſchlagen wird, auch den andern himn— reichen. So würden den wilden Tieren die Feſſeln ge— löſt, daß ſie jedermann zerriſſen. Jo. 97, 39. 40. — Im weltlichen Regiment gibt's keine brüderliche Enmab— Neb. 94, 55 nung, Suspenſion vom Abendmahl. Anm. c. Der Staat ſoll ſich für ſeine Handlungen. z. B. für die Todesſtrafe, auch nicht auf die Bibel de— rufen. Darum kann auch der Staat manches er⸗ Anm. d. was die Kirche nicht erlaubt, z. B. lauben, 1. Eheſcheidungen in gewiſſen Fällen. Matth. 19, 8: Moſes hat euch erlaubt u. ſ. w. 2. Verheiratung von Kindern, die majorenn ſind, ohne Wiſſen und Zuſtimmung der Eltern. 3. Schwagerehe. Anm. e. Doch wird ein Chriſt von ſolcher Erlaub— nis nicht Gebrauch machen. Gottes Wort verliert dadurch ſeine Verbindlichkeit nicht. Vergl. S. 630, S 8 b Anm. f. Kommt ein Richter, der zugleich ein Chriſt iſt, nicht beſtändig in Konflikt? — Nein. Als Ge— meindeglied richtet er in der Gemeindeverſammlung nach B. eine Eheſcheidung, aun der BVibel und verurteilt z. der Richterbank urteilt er nach dem Staatsgeſetz und läßt die Scheidung zu. Ein chriſtlicher Fürſt kann Ge— ſetze erlaſſen und zugleich ſeine Mitchriſten unterrichten. daß ſie ſich als Chriſten nach Gottes Wort und nicht nach ſeinem Geſetz zu halten haben. h. Der Staat hat äußerliche Gewalt, Poli⸗ ei, Schwert, Gefängnis, um ſeine Geſetze durchzufüh⸗ ren, die Kirche hat nur die Gewalt des Wortes. KRonk. 215, § 55. Bro. 519. — Will jemand das Wort nicht hören, ſo kann ſie ihm die Bruderſchaft kündigen, Aber nichts mehr. Jo. 97, 32. Sieck 2, 142. 143. Anm. Kirche und Staat ſind eptgegengeſetzter Natur uUund doch beide in ſchönſter Harmonie. Ma. 21, 330

  • Ka. 89, 21
  • Ma. 23, 8
  • Jo. 1900. 11
  • Baier 3, 730
  • Ma. 13. 323
  • Neb. 94, 50
  • Ma. 15. 323
  • Can. 1909, 28 margin
  • Can. 1909, 28. 29 margin
  • Bro. 499 margin
  • Bro. 499. 498 margin
  • Ma. 9, 339 margin
  • Can. 1909, 24 margin
  • Can. 1909, 24. 25 margin
  • Can. 1909, 24. 25. 79, 8 margin
  • Can. 1909, 24. 25. 79, 8. 9 margin
  • Ka. 89, 8 margin
  • Ka. 89, 8. 9 margin
  • Mit. 74, 16 margin
  • Mit. 74, 16. 17 margin
  • Luth. 45, 49 margin
  • Kueg. 4, 638 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 141 margin
  • Sieck 2, 141. 142 margin
  • Luth. 23, 98 margin
  • Ma. 15, 323 margin
  • Ka. 89, 10 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 143 margin
  • Ka. 89, 20 margin
  • Ka. 89, 20. 22 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 276 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 276. 277 margin
  • Luth. 23, 98 margin
  • L. W. 42, 197 margin
  • Konk 215 margin
  • Jo. 97, 30
  • Jo. 97, 39
  • Jo. 97, 39. 40
  • Neb. 94, 55
  • Jo. 97, 86 margin
  • Jo. 97, 86. 87 margin
  • Bro. 499 margin
  • Ka. 1900, 28 margin
  • Baier 3, 259 margin
  • Mit. 70, 48 margin
  • Jo. 97, 44 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 280 margin
  • Luth. 23, 98 margin
  • Luth. 23, 98. 99 margin
  • Jo. 97, 31 margin
  • Jo. 97, 31. 32 margin
  • Theol. 13, 120 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 142 margin
  • Sieck 2, 142. 143 margin
  • Jo. 97, 42 margin
  • Jo. 97, 42. 43 margin
  • Jo. 97, 42. 43. 70 margin
  • Mit. 70, 47 margin
  • Mit. 70, 47. 48 margin
  • L. W. 42, 199 margin
  • L. W. 42, 199. 200 margin
  • Ka. 89, 25 margin
  • Mit. 74, 22 margin
  • Mit. 70, 48 margin
  • Ka. 89, 25 margin
  • W. 85, 21 margin
  • Jo. 97, 86 margin
  • Mit. 70, 17 margin
  • Luth. 23, 99 margin
  • Luth. 23, 99 margin
  • Mit. 70, 47 margin
  • Luth. 29, 99 margin
  • Bro. 519
  • Jo. 97, 32
  • Sieck 2
  • Sieck 2, 142
  • Sieck 2, 142. 143
  • Ma. 21, 330
  • Bro. 499 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 142 margin
  • Mit. 70, 44 margin
  • Wis. 94, Die Kirche hat
  • Min. 64.

vol b, printed page 741–743 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0822

3. —

3. Beide Reiche ſollen ſtreng von einander geſchieden werden. Dies lehrt a. die Schrift. Matth. 22,21: Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt, und Gott, was Gottes iſt. Damit hat Chriſtus Kirche und Staat geſchieden; b. die lutheriſche Kirche. Konk. 63, § 12. Durch Luther iſt dieſe Lehre zuerſt wieder befürwortet und an den Tag gebracht worden. Anm. a. Zeugniſſe. König Guſtav Adolf von Schweden. Luth. 5, 39. Rudelbach W. 85, 50. Ka. 89, 43. Anm. b. In dem einen Reich will Gott herrſchen, das andere hat er dem Kaiſer übergeben. Anm. c. Jedem der beiden Reiche ſind gewiſſe Dinge übergeben, da ſoll ihm der andere Teil nicht dreinre— den. Der Staat ſoll ſich nicht in kirchliche Angelegenheiten miſchen (Cäſareopapie Luth. 2, 34. Paſt. 202) und die Kirche nicht in Staatsangelegenheiten. Lads cäſarie. L. W. 19, 303. Anm. d. Kirche und Staat brauchen nicht mit ein⸗— Man kann Chriſt und ander in Konflikt zu kommen. Bürger zugleich ſein. Anm. e. Wo dieſe Unterſcheidung gemacht wird, ſteht es wohl um beide: Kirche und Staat; jede Vermiſchung gereicht beiden zum Schaden. Trennung bringt Segen, Vermiſchung Fluch. Konk. 62, § 1. Anm. f. In ein fremd Amt zu greifen 1 Petr. 4, 15, iſt dem Menſchen angeboren.

  • Konk. 63
  • Luth. 5, 39
  • W. 85, 50
  • Ka. 89, 43
  • Luth. 2, 34 What Are the Guiding Principles for the Formation of Orthodox Synods of the Lutheran Church in This Country? A brotherly word offered for discussion and consideration to those of like mind and disposition. (Continued.)
  • Past. 202
  • L. W. 19, 303
  • Konk. 62
  • Süd. 86, 60 margin
  • O. 88, 26 margin
  • L. W. 21, 232 margin
  • Ka. 89, 26 margin
  • Ka. 89, 26. 27 margin
  • Jo. 97, 47 margin
  • Jo. 97, 47. 48 margin
  • Bro. 498 margin
  • Mit. 74, 18 margin
  • Mit. 74, 18. 19 margin
  • Can. 1909, 26 margin
  • Syn. 90, 17 margin
  • Ma. 29, 344 margin
  • Wis. Syn. 89, 11 margin
  • Can. 1909, 23 margin
  • Can. 1909, 23. 24 margin
  • Can. 1909, 23. 24. 20 margin
  • Ka. 89, 21 margin
  • Syn. 90, 16 margin
  • Ka. 89, 26 margin
  • Ka. 89, 26. 27 margin
  • Ma. 15, 344 margin
  • Ma. 15, 344. 345 margin
  • Ma. 15, 344. 345. 21, 327 margin
  • Ma. 15, 344. 345. 21, 327. 328 margin
  • Stöckh. N. T. 245 margin
  • Mit. 75, 38 margin
  • L. W. 51, 276 margin
  • Ma. 15, 322 margin
  • Theol. 6, 148 margin
  • Theol. 6, 148. 149 margin
  • Schulb. 40, 377 margin
  • Schulb. 40, 377. 378 margin
  • Ma. 15, 322 margin
  • Ma. 46 margin
  • Can. 1909, 7 margin
  • R. Pi. Pred. 1. 282 margin
  • Can. 1909, 22 margin
  • Wis. 1909, 9 margin
  • Wis. 1909, 9. 10 margin
  • Wis. 91, 33—35 margin
  • Can. 92,

vol b, printed page 743 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0824

4. Das Gebiet der Kirche erſtreckt ſich nicht über irdiſche, weltliche Dinge

4. Das Gebiet der Kirche erſtreckt ſich nicht über irdiſche, weltliche Dinge. Luk. 12, 14: Wer hat mich zum Richter oder Erbſchichter über euch geſetzt? Die Kirche a. ſoll ſich nicht mit Politik befaſſen. Das gilt vornehmlich den Paſtoren. 2 Tim. 2, 4: Ein 108 7 2 flicht ſich nicht in Händel der Nahrung. 7, 20: Ein jeglicher bleibe in dem Berufe, darin Kor. er berufen iſt. 2 Theſſ. 3. 11: Vorwitz treiben. — Politiſche Paſtoren ſind ein Unding. Kaiſer Wilhelm der Zweite. L. W. 42, 193. ö Anm. a. Politik gehört nicht auf die Kanzel, in die Gemeindeverſammlung, in die Sonntagsſchule. Dagegen die Sekten Ma. 32, 335. ö Anm. b. Ob in einer Stadt Saloons ſein ſollen oder nicht, ob „County Option“ oder „Local Option“, geht die Kirche nichts an. ö Anm. c. Paſtoren haben als Paſtoren auch nichts mit Teſtamentsangelegenheiten, Unterſuchungen in irdiſchen Angelegenheiten zu tun. Anm. d. Die Aufgabe der Kirche iſt nicht, ſoziale Fragen zu löſen, Reformbewegungen zu betreiben, die Staatsſchulen zu beſſern u. ſ. w. Anm. e. Es iſt den Chriſten unverboten, ihre politiſche Meinung in geſellſchaftlichen Kreiſen zu äußern und zu beweiſen. Auch der Paſtor wird als Bürger von bürgerlichen Vorgängen Notiz nehmen und nach ſeiner Überzeugung handeln, aber das gehört nicht zu ſeinem Amt. Anm. f. Des Paſtors politiſche Meinung bekannt zu geben, iſt oft nicht ratſam, es könnte ein Hindernis ſeiner Amtswirkſamkeit daraus erwachſen. Anm. g. Manchmal freilich muß die Kirche eine politiſche Maßregel bekämpfen, wenn nämlich der Staat übergreift in das Gebiet der Kirche, z. B. unſere chriſtlichen Schulen oder den Wein im Abendmahl verbietet; b. kann keine Geſetze machen, Leib und irdiſches Gut betreffend. Anm. a. Seinem Knecht kann Pommeranus zu Hauſe befehlen, nicht aber in der Gemeindeverſammlung als Paſtor. Anm. b. Viele lehren, daß der Gehorſam gegen die geiſtliche Obrigkeit im 4. Gebot begriffen ſei. Gehorchet euren Lehrern. Hebr. 13, 17. — Aber das bezieht ſich nicht auf Mitteldinge; c. hatnichts zutun mitweltlicher Strafe. Joh. 8, 5—7. Auf die Frage, ob die Ehebrecherin geſteinigt werden ſoll oder nicht, gibt Chriſtus keine Antwort. Es iſt nicht Sache der Gemeinde oder des Paſtors, daß ein Gemeindeglied, das ein Dieb iſt, ſeine Strafe bekommt. Paſtoren ſind keine Poliziſten; d. ſoll nicht nach weltlicher Macht ſtreben. Als man Chriſtum zum Könige machen wollte, entwich er abermal. Joh. 6, 15. Die Kirche iſt keine Hierarchie O. 88. 25, ſoll nicht über den Staat herr— ſchen. Jo. 97, 100. Anm. a. Die Kirche hat keine andere Gewalt, als die Gewalt des Evangelii. Anm. b. Alle Lehre, welche die Schlüſſelgewalt zu einer weltlichen Gewalt macht, iſt papiſtiſch. Anm. c. Es iſt jedoch kein Herrſchen über den Staat. wenn man die Sünden der Obrigkeit ſtraft oder dieſes oder jenes Geſetz mißbilligt; e. ſoll das Chriſtentum nicht mit dem Schwert verteidigen. Stecke dein Schwert in die Scheide. Joh. 18, 11. Anm. a. Die Kirche kann niemand zur Annahme des Wortes zwingen, ſondern höchſtens den Staub von den Füßen ſchütteln, wenn eine Stadt das Wort nicht an⸗ nimmt. Matth. 10, 14. Anm. b. Die Kirche iſt die Gemeinde der Gläu-⸗ bigen. Darum wird niemand durch Staatsgewalt der Kirche eine Seele zuführen. Anm. c. Die Kirche ſoll nicht in ein fremd Amt grei- fen. Sie hat mit ihrer eigenen Aufgabe übergenug zu tun. Einwand. Streithändel unter Gemeindegliedern ſol- len nicht vor die Obrigkeit, ſondern (wenn nötig) vor die Gemeinde gebracht werden. 1 Kor. 6. Nach 1 Tim. 5, 19 (Wider einen Alteſten u. ſ. w.) darf ſich die Kirche auch mit Klageſachen befaſſen. Matth. 18, 17. Die Kirche hat die letzte Entſcheidung. Alſo hat es die Kirche doch oft mit irdiſchen Dingen zu tun.

  • Can. 1909, 25 margin
  • Can. 1909, 25. 26 margin
  • Ka. 89, 28 margin
  • Stöckh. N. T. 187 margin
  • Jo. 97, 105 margin
  • L. W. 19, 303 margin
  • Jo. 97, 105 margin
  • L. W. 42, 193
  • Ma. 32, 335
  • O. 88. 25
  • Jo. 97, 100
  • Luth. 17, 153 margin
  • L. W. 20, 185 margin
  • Jo. 97, 31 margin
  • W. 71, 32 margin
  • L. W. 42, 195 margin
  • L. W. 42, 195. 196 margin
  • Luth. 17, 153 margin
  • Luth. 17, 153. 154 margin
  • Jo. 97, 106 margin
  • L. W. 42, 195 margin
  • Jo. 97, 106 margin
  • O. 88, 27 margin
  • Ka. 89, 10 margin
  • Ka. 89, 10. 11 margin
  • Mit. 75, 43 margin
  • Mit. 75, 43. 76, 27 margin
  • W. 85, 32 margin
  • Mit. 74, 20 margin
  • Can. 79, 9 margin
  • Stöckh. N. T. 163 margin
  • Stöckh. N. T. 163. 164 margin
  • Neb. 94, 55 margin
  • Ka. 89, 28 margin
  • Can. 79, 8 margin
  • Can. 79, 8. 9 margin
  • N. W. 75, 20 margin
  • Jo. 97, 104 margin
  • Stöckh. Pass. 1 margin
  • Stöckh. Pass. 75 margin
  • Jo. 97, 32 margin
  • Süd. 91, 28 margin
  • Jo. 97, 110 margin
  • Ma. 12, 346 margin
  • L. W. 20, 182 margin
  • L. W. 20, 182. 183 margin
  • Theol. 6, 221 margin

vol b, printed page 743–745 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0824

5. Das Gebiet der Obrigkeit iſt nicht Gewiſſen und Religion

5. Das Gebiet der Obrigkeit iſt nicht Gewiſſen und Religion. Der Staat hat a. nicht die Aufgabe, die Menſchen zur Seligkeit zu führen. Er hat nichts mit der Seele zu tun L. W. 21, 233, nichts mit Sünde und Übertretung des Gebotes Gottes, ſondern nur mit dem malum civile. Theol. 13. 120; b. nicht die Pflicht, die wahre Religion zu befördern und die falſche mit Gewalt zu unterdrücken. Er ſoll jeden glauben laſſen, was er will. Anm. a. Man ſoll niemand mit Gewalt zum Glauben und zur Religion zwingen. Konk. 351, 8 13. 352, § 21. Tut dies der Staat, ſo macht er Heuchler. Jo. 97, 48; ö Anm. b. Mit dem Schwert kann man Religion nicht fördern. Anm. c. Falſchgläubige ſoll man nicht mit Zwang und Gewalt unterdrücken. Anm. d. Nur wenn eine Religion ſtaats gefährlich wird, iſt ſie zu bekämpfen (aber nicht als Religion, ſondern als ein Unfug gegen das Staatsgeſetz), z. B. zu Luthers Zeit die Wiedertäufer Konk. 727, § 9. 558, § 2, zu unſerer Zeit die Jeſuiten W. 85, 43 (ſ. Jeſuiten), die Mormonen. Neb. 94, 56; c. nichts zu tun mit kirchlichen Dingen, mit Gemeindeangelegenheiten, z. B. 1. Berufung und Abſetzung der Prediger. So wenig ich meines Nachbars Knecht entlaſſen kann, ſo wenig die Obrigkeit einen Prediger; 2. Einſetzung von Konſiſtorien; 3. chriſtlicher Erziehung, ſ. Erziehung 808; 4. Kirchenzucht, Bann; 5. Geſang⸗ und Schulbüchern. Anm. a. Der Staat hat nicht die Oberaufſicht über die Kirche Il. 1901, 40 und kein Regiment über ſie. Mit. 75, 38—40. 44. Anm. b. Der Staat ſollte nicht übergreifen in das was Gottes iſt. Tut er das, ſo tut er etwas, was ihn nichts angeht. Il. 1901, 40. Er dient der Kirche übe Jo. 97, 47, wenn er Obrigkeit der Kirche ſein will Nü 70, 46, ſich die Herrſchaft über ſie anmaßt oder ſie be⸗ vormunden will. Ka. 89, 29. Anm. c. Weltliche Herren wollten ſchon zu Luthert eit das geiſtliche Regiment führen. Das iſt von bel Stöckh. A. T. 185. 186 und iſt ſchon öfter geſtraf worden. Uſa. 2 Sam. 6, 6. 7. Uſia. 2 Chron. 28 16. Stöckh. A. T. 331. L. W 19, 303; d. kein Recht, in geiſtlichen Dingen er was zu gebieten oder vorzuſchreiben, was die Un⸗ tertanen Gott gegenüber tun und laſſen ſollen. Er kam 1. die Gewiſſen nicht binden und darum niemand 8. 21 etwas gegen ſein Gewiſſen zu tun. E 2. keine Sünde gebieten. Dann hört der Ge⸗ horſam gegen die Obrigkeit auf, ſ. Obrigkeit; 3. niemand zu einem offenbar ungerechten Kriez zwingen ſ. 5. Gebot d8. 4. nicht befehlen, für die Obrigkeit zu beten; 5. keine gottesdienſtlichen Feiertage anordnen (ſolange er den Danktag nur empfiehlt, läßt ſig dagegen nichts ſagen); ö 0 nicht beſtimmen, in welche Kirche man gehen oll. Anm. a. Danach haben die lutheriſchen Bekenner auch gehandelt. Das Interim haben ſie nicht angenom⸗ men. Als ſie 1530 in Augsburg die Predigt einſtellen ſollten, predigten ſie getroſt weiter. W. 85, 27. Anm. b. Nur bei anſteckenden Krankheiten mag die Obrigkeit kirchliche Verſammlungen (dann aber auch alle anderen Verſammlungen) aus Geſundheitsrückſichten un⸗ terſagen. Anm. c. Auf religiöſes Gebiet greift der Staat nicht über, wenn er 1. Eide fordert, zumal wenn die Berufung au Gott ausgelaſſen iſt. Der Staat fordert nur de beſtmögliche Sicherheit; 2. grobe Läſterung beſtraft, wenn dadurt Friede und die gemeine Wohlfahrt geſtört wird: e. keine Lehrſtreitigkeiten zu entſchel den. Gallion. Ap. 18, 15: Ich gedenke darüber nict Richter zu ſein. * Anm. a. Kann überhaupt eine weltliche Obrigket geiſtliche Dinge beurteilen? — Nein. Feſtus. Ab. 25 19. 20: Da ich mich aber der Frage nicht verſtand. Kor. 2, 14: Der natürliche Menſch vernimmt nichts “ ſ. w. Anm. b. Kommt bei Kirchenſtreitigkeiten Eigen tum in Betracht, ſo muß die Obrigkeit ſich freilich m. dem Eigentum befaſſen und nach beſtem Ermeſſen en Hheiden. Anrn. c. Das Amt der Schlüſſel iſt allein der Kirche egeben. Anm. d. Es iſt Torheit, auf den Gedanken zu kom⸗ men, Heiden ſollen ſich in fürſorglicher Weiſe um die hriſtliche Religion bekümmern. Anm. e. Der Staat ſoll ſich um ſeine eigenen Dinge ekümmern. Mind vyvour own business!

  • L. W. 21, 233
  • Theol. 13. 120
  • Konk. 351
  • Konk. 351, 8
  • Konk. 351, 8 13
  • Konk. 351, 8 13. 352
  • Jo. 97, 48
  • Konk. 727
  • Konk. 558
  • W. 85, 43
  • Neb. 94, 56
  • Il. 1901, 40
  • Schulb. 32, 33 margin
  • Schulb. 32, 33. 34 margin
  • Il. 1901, 40 margin
  • W. 85, 45 margin
  • W. 85, 45. 46 margin
  • Syn. 90, 18 margin
  • W. 85, 37 margin
  • W. 85, 37. 39 margin
  • W. 85, 37. 39. 11 margin
  • Jo. 97, 39 margin
  • Jo. 97, 97 margin
  • Jo. 97, 97. 98 margin
  • L. W. 85, 42 margin
  • L. W. 85, 42. 43 margin
  • Luth. 2, 34 What Are the Guiding Principles for the Formation of Orthodox Synods of the Lutheran Church in This Country? A brotherly word offered for discussion and consideration to those of like mind and disposition. (Continued.) margin
  • Can. 92, 47 margin
  • Can. 92, 47. 46 margin
  • Il. 1901, 45 margin
  • Il. 1901, 45. 46 margin
  • Mit. 75, 38—40
  • Mit. 75, 38—40. 44
  • Il. 1901, 40
  • Jo. 97, 47
  • Ka. 89, 29
  • Stöckh. A. T. 185
  • Stöckh. A. T. 185. 186
  • Stöckh. A. T. 331
  • L. W 19, 303
  • W. 85, 27
  • Ma. 21, 330 margin
  • Ma. 21, 330. 331 margin
  • Ma. 21, 330. 331. 12, 346 margin
  • Wis. 91, 36 margin
  • Wis. 91, 36. 37 margin
  • Neb. 94, 55 margin
  • Wis. 94, 19 margin
  • Wis. 94, 19. 20 margin
  • Mit. 75, 41 margin
  • Si. 661 margin
  • Syn. 90, 17 margin
  • Mit. 74, 19 margin
  • W. 85, 21 margin
  • W. 85, 21. 22 margin
  • W. 85, 23—25 margin
  • Luth. 23, 98 margin
  • W. 85, 32 margin
  • R. Pi. Pred. 1, 281 margin
  • Wis. 94, 21 margin
  • Wis. 94, 21. 22 margin
  • Jo. 97, 71 margin
  • Jo. 97, 71. 72 margin
  • Jo. 97, 73 margin
  • W. 85, 30 margin
  • Neb. 95, 69 margin
  • Il. 1901, 41 margin
  • Stöckh. N. T. 385 margin
  • Stöckh. N. T. 401 margin
  • Syn. 90, 12 margin
  • Syn. 90, 12. 13 margin
  • Il. 1901, 46 margin
  • Brun 547 margin
  • Brun 547. 548 margin
  • Jo. 97, 48 margin
  • Jo. 97, 89 margin

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6. Chriſtliche Obrigkeit

6. Chriſtliche Obrigkeit. Ein chriſtlicher Fürſt, der zugleich Glied der chriſtlichen Kirche iſt, a. hat zwar viel Gelegenheit, Chriſto zu dienen. Er kann viel beſſer in der Kirche ein Wort mit Erfolg reden als andere. Anm. a. Wie ſegensreich kann es ſein, wenn die Ob⸗ rigkeit des Landes zur rechtgläubigen Kirche gehört. Jo⸗ ſeph von Arimathia. Mark. 15, 43. Anm. b. Die gläubigen lutheriſchen Fürſten zu Lu⸗ thers Zeit taten nicht unrecht, wenn ſie als fürnehmſte Glieder der Kirche aus Not und chriſtlicher Liebe (nicht von Amts wegen) dem Volke rechtſchaffene Lehrer ſetz⸗ ten. — Welche wichtigen Dienſte haben ſie der Reforma— tion geleiſtet! W. 85, 30; b. hat aber dennoch als obrigkeitliche Perſon mit Religion ſich nicht zu befaſ. ſenn und in der Kirche nichts mehr zu gebieten als der geringſte Tagelöhner. Anm. a. Obrigkeitliche Perſonen können in der Kirche ſein, aber nicht als Obrigkeit, ſondern als Chriſten. Anm. b. Gehörte der Fürſt als ſolcher zur Kirche, dann wären auch ſeine Handlungen, z. B. Vollziehung der Todesſtrafe u. ſ. w., Handlungen der Kirche. Anm. c. Gehorchen Untertanen ihren chriſtlichen Fürſten, ſo tun ſie dies nicht als Glieder der Kirche, ſondern als Bürger. Acs Chriſten ſind ſie niemand unter— tan. Ma. 15, 323. Anm. d. Daß ein Chriſt ein obrigkeitliches Amt bekleiden darf ſ. Obrigkeit.

  • W. 85, 30
  • Ma. 15, 323
  • Syn. 90, 16 margin
  • W. 85, 28 margin
  • W. 85, 28. 29 margin
  • Mit. 74, 28 margin
  • Mit. 74, 28. 29 margin
  • Baier 3, 737 margin
  • Jo. 97, 48 margin
  • Ma. 15, 323 margin
  • W. 85, 32 margin
  • Bro. 500 margin
  • Wis. 91, 28 margin
  • Baier 3, 734 margin
  • Wis. 91, 28 margin
  • L. W. 2, 297 The Distinction of Estates in the Church. margin

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7. Die Kirche ſoll eine Freikirche ſein

7. Die Kirche ſoll eine Freikirche ſein. Gänzliche Unabhängigkeit vom Staate iſt das rechte, naturgemäße Verhältnis. Anm. a. Als Freikirche iſt die chriſtliche Kirche geboren und in die Welt gekommen. — Darin zeigt ſich, daß die chriſtliche Kirche nicht Menſchen Werk, ſondern Gottes Werk iſt. Anm. b. Unabhängig iſt eine Gemeinde, wenn es der Staat ihr gänzlich überläßt, ſich ſelbſt zu regieren. Anm. c. Die Kirche ſollte nie Staatskirche werden.

  • Can. 79, 8 margin
  • Can. 79, 8. 9 margin
  • Jo. 83, 11 margin
  • Mit. 74, 16 margin
  • Mit. 74, 19—21 margin
  • Neb. 1903, 21 margin
  • Neb. 1903, 21. 22 margin

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8. —

8. Einwände. a. Die Kirche alten Teſtaments war auch nicht unabhängig. Haben nicht fromme Könige Iſraels ſich die Religion angelegen ſein laſſen, den Tempel gebaut u. ſ. w.? Moſes war Prieſter und Richter zu. gleich. — Der iſraelitiſche Staat war ein Gottesſtaat (Theokratie), da Gott ſelbſt das bürgerliche Leben ord⸗ nete. Supreme Court. 4 Moſ. 12. u. 17. b. Luther hat das Konſiſtorium einſetzen laßen — Es hatte aber damals keine Gewalt und Jurisdiktion. ſpäter, als das Konſiſtorium ſich ſolche anmaßte, ſchried Luther: Wir müſſen das Konſiſtorium wieder zerreißen. W. 83, 39. 40. Paſt. 368. Luth. 3, 120. c. Luther hat durch den Kurfürſten Kirchen viſitation anordnen laſſen. — Das ſollten die Fürſten tun aus chriſtlicher Liebe, „denn ſie nach weltlicher Obrig keit nicht ſchuldig ſind.“ d. Die Konkordia ſagt: Fürnehmlich ſollen König und Fürſten als fürnehmſte Glieder der Kirche helfen u. ſ. w. Konk. 339, § 54. — Diewird den Fürſten nicht als Obrigkeit, ſondern als Glie— dern der Kirche geſagt. Als Gemeindeglieder ſollen ſie ſich nicht zurückziehen und die Finger von kirchlichen Angelegenheiten laſſen, weil ſie Fürſten ſind, ſondern ſollen tun, was alle Chriſten tun ſollen, ſie ganz beſon— ders. — Bei einer Feuersbrunſt läuft alles zu und hil Anm. „Amt“ in dieſem § 54 heißt Dienſt, wie der lateiniſche Text zeigt. e. Luther hat das Zugeſtändnis gemacht, daß er die Jurisdiktion der römiſchen Biſchöfe anerkennen wolle. — Aber nur wenn das Evangelium freigelaſſen, die Mißbräuche abgetan ſeien und die Papiſten ſelbſt das Evan— gelium predigen. f. Manche herrliche Werke in der Kirche wären nie zuſtande gekommen, wenn die Obrigkeit ſolche nicht unter ſtützt oder durchgeſetzt hätte. — Gott lenkt auch das Verkehrte oft zum Beſten. g. Die „lutheriſche“ Kirche Deutſchlands iſt mit dem Staat verbunden. — Man iſt von der Schriftlehre und vom lutheriſchen Prinzip wieder abgekommen. h. Es iſt doch ſo von Gott gefügt., daß die Staatskirche ſo nach und nach entſtanden iſt. — Gott hat damit nicht mehr zu tun, als mit jeder andern Torheit der Menſchen. i. Die Kirche beſtehe aus drei Ständen, Nähr. Wehr⸗ und Lehrſtand. Alſo gehöre die Obrigkeit mit in die Kirche. — Dagegen: 1. Mit dem Satz, daß die Kirche aus drei Stän⸗ den beſtehe, traten die Dogmatiker den Papiſten gegenüber, die da lehrten, die Kirche ſei ein Schiff. in dem ſich nur Geiſtliche befinden. 2. Leute aus allen drei Ständen ſind Glieder der Kirche, aber der Hausſtand und der Stand der Od⸗ rigkeit gehört nicht als Stannd in die Kirche. k. Die Schrift nennt die Obrigkeit Säugammen der Kirche. Jeſ. 49, 23. — Das iſt kein Befehl an die Fürſten, ſondern eine Verheißung für die Kirche und geht in Erfüllung, wenn der Staat die Kirche ſich frei und ungehindert entwickeln läßt. l. In der Schrift werden nur zeitliche Dinge ge— nannt, mit welchen ſich die Obrigkeit beſchäftigen ſoll. Wo aber ſind Bibelſtellen, die da verbieten, daß ſich die Obrigkeit auch mit geiſtlichen Dingen beſchäftigen könne und dürfe? — Die Befugniſſe der Obrigkeit gehen nicht weiter als Gott geſetzt hat. m. Das Evangelium iſt überall eine Kraft Gottes, einerlei ob Freikirche oder Staatskirche. — Das iſt nicht die Frage, ſondern ob in der Staatskirche dem Laufe des Evangelii Hinderniſſe in den Weg gelegt werden, ob Reinheit und Einigkeit in der Lehre, Kirchenzucht u. ſ. w. erhalten werden können. n. Ihr Miſſourier habt euch in die Verhältniſſe des Landes hineinſchicken müſſen. Hättet ihr das deutſche Kirchenrecht einführen wollen, die Gemeinden hätten euch nicht geduldet. — Daß hieſige Verhältniſſe die Frei— kirche nicht bedingen, beweiſen Methodiſten mit ihrer Biſchofsgewalt, Papiſten u. ſ. w. o. In der Landeskirche Deutſchlands ſei es doch viel beſſer. Da nagen die Paſtoren nicht am Hungertuch und die Gemeindeglieder ſtreiten nicht in der Gemeinde— verſammlung herum. Vermengung von Kirche und Staat.

  • Mit. 74, 18 margin
  • Jo. 97, 48 margin
  • Jo. 97, 48. 49 margin
  • W. 85, 37 margin
  • L. W. 20, 182 margin
  • L. W. 20, 182. 183 margin
  • Can. 1909, 20 margin
  • Can. 1909, 20. 21 margin
  • Ka. 89, 43 margin
  • W. 83, 39
  • W. 83, 39. 40
  • Past. 368
  • Luth. 3, 120 Conversation of Two Lutherans on Church Polity.
  • Konk. 339
  • Wis. 94, 20 margin
  • Bro. 502 margin
  • W. 85, 32 margin
  • W. 85, 32. 35 margin
  • Mit. 74, 25 margin
  • Mit. 74, 25. 28 margin
  • Ka. 89, 34 margin
  • Ma. 15, 327 margin
  • Ma. 15, 327. 328 margin
  • Baier 3, 738 margin
  • Baier 3, 738. 739 margin
  • Theol. 6, 150 margin
  • Wis. 92, 69 margin
  • Wis. 94, 20 margin
  • Bro. 501 margin
  • Bro. 501. 502 margin
  • W. 85, 234 margin
  • W. 85, 234. 235 margin
  • Ka. 89, 32 margin
  • L. W. 21, 234 margin
  • L. W. 21, 234. 235 margin
  • Syn. 90, 17 margin
  • Baier 3, 734 margin
  • Past. 368 margin
  • Mit. 74, 26 margin
  • Jo. 97, 50 margin
  • Jo. 97, 50. 51 margin
  • W. 85, 28 margin
  • W. 85, 28. 29 margin
  • L. W. 2, 365 The Distinction of Estates in the Church. (Continuation and Conclusion.) margin
  • Syn. 90, 13—15 margin
  • Ka. 89, 33 margin
  • Mit. 75, 45 margin
  • Mit. 75, 45. 25 margin
  • Mit. 75, 45. 25. 28 margin
  • Mit. 75, 45. 25. 28. 29 margin
  • Syn. 90, 15 margin
  • Mit. 74, 18 margin
  • Jo. 97, 49 margin
  • Jo. 97, 49. 50 margin
  • Can. 1909, 29 margin
  • Mit. 74, 26 margin
  • Mit. 74, 26. 27 margin
  • Mit. 75, 45 margin
  • Mit. 75, 45. 74, 31 margin
  • Mit. 75, 45. 74, 31. 32 margin
  • Wis. 91, 26 margin
  • Wis. 91, 26. 27 margin
  • Wis. 91, 26. 27. 29 margin
  • Baier 3, 725 margin
  • Syn. 90, 10 margin
  • Syn. 90, 10. 11 margin
  • Syn. 90, 11 margin
  • Mit. 74, 19 margin
  • Mit. 76, 54 margin
  • Ka. 89, 58 margin

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9. Landeskirche

9. Landeskirche. Staatskirchentum. In der Landeskirche a. werden weltliche Mittel angewendet; b. werden Paſtoren, Profeſſoren, Konſiſtorien vom Staate angeſtellt und bezahlt. Sie ſind Staatsdiener. W. 95, 18; c. müſſen Juden ſowohl wie Chriſten zur Kirche beitragen: d. liegt die religiöſe Erziehung der Kinder in den Händen des Staates: e. muß ſich jeder Prediger richten nach ſeiner Kirchen— behörde: f. werden den Gemeinden Geſangbücher vorgeſchrie— ben u. ſ. w. Anm. a. Die Folgen davon. Welches Verderben iſt dadurch in die Kirche eingedrungen! 1. Die Gemeinden haben ihre Rochte und Freiheiten verloren, z. B. Prediger zu berufen, Lehre zu prüfen. Mitteldinge zu beſtimmen u. ſ. w. Ein gottloſer Schullehrer, den die Gemeinde nicht haben wollte, wurde mit Soldaten und Waffen ein— geführt. Mit. 74, 29. 30. 2. Falſche Lehre hat ſich in Kirche und Schule eingeſchlichen. Den Gemeinden wird falſche Lehre aufgedrungen, reine Lehre verweigert. 3. Weil alle, die dem Staate angehören, auch Glieder der Kirche ſind und darin feſtgehalten wer— den, iſt auch das Verderben im Leben gro 4. Die Kirchen zucht liegt danieder. Konſiſtorium nimmt oft offenbar Ungläubige gege ihren Paſtor in Schutz. Iſt der Landesherr wel lich geſinnt, ſo iſt er ein Hindernis der Kirche zucht. 5. Alles kirchliche Leben iſt erſtickt Lint 39, 51; die Kirche gehemmt Luth. 10, 23. in de ſeln geſchlagen. Walth. Kaſ. 151. 152. Jo. 9 15. Wis. 92, 70. Anm. b. Erſt hat man dem Konſiſtorium freiwillt kirchliche Rechte und Plichten übertragen (mancher P diger mag froh geweſen ſein, wenn die Fürſten als Güt zu ſteuern Mit. 74, 24), ſpäter iſt daraus eine ſch volle Knechtſchaft geworden. Anm. c. Die Landeskirche kommt nicht aus dem Prizip der Reformation, ſondern daher, daß man dies Prin zip wieder verlaſſen hat. Anm. e. Die Vorteile, die man der Verbi von Kirche und Staat zuſchreibt, ſind nur auf ſeiten de Staates. Je mehr Leute unter den Einfluß des Worte! gezwungen werden, je beſſer für den Staat. Anm. f. Die Kirche hat nur Nachteil davon. Z. wohler es den Chriſten geht, deſto ſchwerer iſt es. ein Chriſt zu bleiben. Anm. g. Die Braut Chriſti iſt nicht ſo kraftlos, daß der Staat ſie durch ſeine Mittel erhalten müßte. Anm. h. Die Landeskirche ſtützt ſich darauf, daß di— drei Stände, alſo auch die Obrigkeit, in der Kirche ſeirr und darum auch ihr Recht im Kirchenregiment habemüſſe. Anm. i. Dazu paßt auch die Lehre: Die Schlüſſel ſeien nicht der Ortsgemeinde, ſondern dem Lehrſtand gegeben. Anm. k. Die Landeskirche ſollte man aufheben oder austreten. — Das Austreten iſt ſchwer. Luth. 64. 174. 175. Viele ſcheuen den Austritt, weil dann der Staat nicht mehr für ſie ſorgt. Mit. 75, 40. 41. 74, 40. — Nicht ſeparieren, ſondern bleiben und kämpfen, iſt das Loſungswort vieler. Aber der Kampf hat bald aufgehört. Mit gefeſſelten Armen läßt ſich nicht kämypfen. L. W. 27, 159. Luthardt: Erhaltung 2 Landeskirche um jeden möglichen Preis. Mit. 7⁴, 23. Einwand 1. Wenn wir jetzt Kirche und Staat trennen, würde alles auseinander fallen. Es würde viel Rumor, Abfall u. ſ. w. geben. — Aber viele würden in der Kirche errettet. Einwand 2. Wenn wir die Landeskirche aufgeben. würden wir lauter Sektenweſen bekommen wie in Ame— rika. — Was iſt beſſer: Sektenweſen in nerhalb der lutheriſchen Kirche oder außerhalb derſelben? Einwand 3. Was zu einem hiſtoriſchen Recht gewor⸗ niſt, kann ohne Revolution nicht geändert werden und Iß daher bleiben, wie es iſt. — In geiſtlichen Dingen ot es kein hiſtoriſches Recht. Einwand 4. Man habe in der Landeskirche viel mehr eiheit, für den Herrn zu wirken, als in der Freikirche. Anm. l. Unter welchen ſchwierigen Verhältniſſen ar— itet da die Freikirche Deutſchlands!

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10. —

10. Geſchichtliches. a. Die ſyriſchen Könige verfolgten die Juden um ihr Religion willen. Bücher der Makkabäer. b. Bei den Römern, Griechen, Perſern, Agyptern war eligion Staatsſache. — Doch ließen die Römer den unrjochten Völkern, wie z. B. den Juden, ihren eigenen ottesdienſt. Jo. 97, 52. c. Die erſten Chriſtengemeinden entſtanden unter Veriltniſſen, die ihnen feindlich waren, aber ſie ordneten re kirchlichen Angelegenheiten ſelbſt. d. Zur Zeit der Chriſtenverfolgung nahm ſich der taat der heidniſchen Religion an, aber es fiel m nicht ein, ſich das Regiment in der chriſtlichen Kirche nzumaßen. e. Später wurde die chriſtliche Religion nur geduldet. f. Unter den ſchriſtlichen Kaiſern wurde Kirche nd Staat aufs greulichſte vermiſcht. Anm. a. Konſtantin erließ Religionsfreiheit, hat ber gar bald die chriſtliche Religion zur Staatsreligion emacht. Er miſchte ſich in Religionsſtreitigkeiten, verieb Athanaſius und ordnete die Anerkennung des etzers Arius an. Anm. b. Das Staatskirchentum hat der Kirche mehr eſchadet, als alle blutigen Verfolgungen. Die Kirche efand ſich beſſer unter dem Schwert des Tyrannen als den Armen ſogenannter Säugammen. g. Juſtinian hat das Heidentum mit Gewalt verolgt. Valentinian verbot den Heiden die Ausübung hrer Religion. Jo. 97, 53. h. Im 4. Jahrhundert erlaubte die Obrigkeit den Chriten, mit ihren weltlichen Händeln auch vor die Biſchöfe u gehen. i. Im oſtrömiſchen Reich entwickelte ſich die Cäſareoapie, im weſtrömiſchen Reich gewann der Papſt die Iberhand. Papocäſarie. k. Karl der Große hat den Sachſen Kirchen und Klöter mit dem Schwert aufgedrungen. l. Im Mittelalter war die römiſche Kirche mit den uropäiſchen Staaten auf das innigſte verbunden. Der bapſt maßte ſich die Herrſchaft über den Staat an. Die ehre, daß Kirche und Staat getrennt ſein ſollen, war ſchier vergeſſen. Luth. 49, 50. Vergl. § 14. m. Luther trat auch in dieſem Stück als Reformator auf. 1. Er hat den Staat frei gemacht von den Feſ— ſeln der päpſtlichen Gewalt. 2. Er hat uns die reine Lehre von Trennung zwiſchen Kirche und Staat wiedergegeben. Luthers Verdienſt. L. W. 50, 140. Leider aber die Kirche keine Unabhängigkeit vom Jo. 97, 54. Anm. a. Luther wußte die rechte Lehre. er [Trennung von Kirche und Staat, aber nicht durchzuführen, da er die Leute nicht dazu Mit. 76, 50. 51. Syn. 79, 22. Anm. b. Luther begehrte keinen Schutz von rigkeit, er hatte einen viel höheren Schutz. — Sein von einer Freikirche hat er bis zu ſeinem Ende ften. L. W. 48, 326. ö Anm. c. Luther ließ durch den Kurfürſten Vi anordnen (Notbiſchof. W. 85. 29. Ka. 89. 33. Sre. Baier 3, 737) und ſetzte das Konſiſtorium als ber den Körper ein. Anm. d. Die erſten Gemeinden in Heſſen waren vom Staat, ſie hielten Gemeindeverſammlungen und neten ihre Sachen ſelbſt. Anm. e. Schon zu Luthers Zeit wollte man das! liche Regiment in die Kirche miſchen. Wie hat 8 darüber geklagt! n. Nach Luthers Zeit wurde die Kirche Staatz“ wo die Fürſten durch das Konſiſtorium regierten. Anm. a. Daß die lutheriſche Kirche immer m Staat verbunden geweſen iſt, auch in gewiſſer De— Luthers Zeit, war nicht eine Frucht der Lehre, ſen kam daher, daß das lutheriſche Prinzip nicht be wurde. Anm. b. Die Vermengung von Kirche und Sta: nach und nach entſtanden und immer inniger geworde o. Seit dem augsburgiſchen Religionsfrieden wer ligion nicht mehr Reichsſache, ſondern Sache des * nen Fürſten. Jeder Fürſt beſtimmte für ſein Gebin lutheriſch oder katholiſch. Anm. Damals galt der Grundſatz: Weſſen des des Herrſchaft iſt, deſſen iſt auch des Landes Religion p. Nach dem weſtfäliſchen Frieden 1648 durften kenner der drei Kirchen (Katholiken, Lutheraner, “ mierte) in einem Gebiet neben einander wohnen. q. Zur Zeit Friedrichs des Großen konnte jeder! ſeiner Façon ſelig werden.

  • Jo. 97, 52
  • Jo. 97, 53
  • Luth. 49, 50
  • Can. 1909, 23 margin
  • L. W. 54, 509 margin
  • Can. 1909, 19 margin
  • Neb. 89, 35 margin
  • Jo. 97, 52 margin
  • Ka. 89, 30 margin
  • Jo. 97, 53 margin
  • Ma. 15, 324 margin
  • Neb. 89, 35 margin
  • L. W. 54, 509 margin
  • Luth. 45, 49 margin
  • Luth. 45, 49. 50 margin
  • Ka. 89, 31 margin
  • Süd. 91, 28 margin
  • Mit. 74, 34—36 margin
  • Süd. 91, 28 margin
  • L. W. 54, 509 margin
  • L. W. 20, 184 margin
  • Jo. 97, 53 margin
  • Jo. 97, 53. 54 margin
  • L. W. 54, 510 margin
  • Can. 1909, 47 margin
  • Schulb. 40, 377 margin
  • L. W. 48, 326 margin
  • Ka. 89, 31 margin
  • Ma. 15, 326 margin
  • Ma. 15, 326. 327 margin
  • L. W. 50, 140
  • Jo. 97, 54
  • Mit. 76, 50
  • Mit. 76, 50. 51
  • Syn. 79, 22
  • L. W. 48, 326
  • W. 85. 29
  • Ka. 89. 33
  • Baier 3, 737
  • Neb. 89, 36 margin
  • Ka. 89, 31 margin
  • Luth. 45, 50 margin
  • Luth. 45, 50. 32 margin
  • Luth. 45, 50. 32. 59 margin
  • Can. 1909, 26 margin
  • Can. 1909, 26. 27 margin
  • Mit. 74, 24 — 28 margin
  • Mit. 74, 24 — 28. 50 margin
  • L. W. 54, 519 margin
  • L. W. 54, 519. 520 margin
  • Ma. 15, 327 margin
  • Ma. 15, 327. 328 margin
  • Past. 370 margin
  • Mit. 74, 37 margin
  • Bro. 503 margin
  • Past. 369 margin
  • Ka. 89, 59 margin
  • Past. 370 margin
  • Bro. 501 margin
  • Mit. 74, 21 margin
  • Ka. 89, 34 margin
  • Bro. 500 margin
  • Min. 89, 65 margin
  • Mit. 74, 24 margin
  • L. W. 54, 510 margin
  • Mit. 74, 22 margin
  • Mit. 74, 22. 23 margin
  • L. W. 50, 510 margin
  • L. W. 54, 511 margin
  • L. W. 54, 511. 512 margin

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11. —

11. Das Verhältnis von Kirche und Staat in and Ländern. a. England. Die Established Church oder kovalkirche iſt Staatskirche, aber niemand iſt gezwun ſich an dieſe anzuſchließen. Anm. a. Religionsfreiheit iſt zu haben, aber 8 und Kirche iſt nicht geſchieden. Anm. b. Es hat lange gedauert, bis die verſchiede andern Kirchengemeinſchaften Duldung und ZFreihen noſſen. 1t. c. Ein Hapiſt iſt vom königlichen Tron ausge— NnN. nm. d. In England ſeparierten ſich 1580 die Brown⸗ don der Staatskirche. Sie hatten die reine Lehre rennung zwiſchen Kirche und Staat. Schottland hat die presbyterianiſche Kirche zur Skirche. In Irland gibt es keine Staatskirche. Kiußland. Vollberechtigt iſt nur, wer zur ruſ.L. rrhodoren Kirche gehört. Frankreich. Seit Gründung des Franken. war Kirche und Staat immer vermiſcht. Jetzt geauich Frankreich Trennung von Kirche und Staat. .: Geſchichte des Verhältniſſes von Kirche und Staat rankreich. Quart. 3,. 236—254. 4, 37—49. 112 15. Sanada genießt Religionsfreiheit. Entwicke⸗ gaſchichte und Verfaſſung ſ. Can. 1909, 7—-18. — Die Vereinigten Staaten. Die erſten Kolonien. Die erſten Koloniin unſerem Lande haben meiſt die Wahrheit vergeſUnmt deren willen ſie aus ihrer Heimat ausgewandert m. Sie ſuchten Freiheit in dieſem Lande, aber ha⸗— dieſe Freiheit andern nicht gelaſſen, ſondern ſie mit nniſcher Gewalt verfolgt. 1. Die Browniſten in Plymouth. 1620. 2. Die Puritaner in Maſſachuſetts-Bai. Staatskirchentum bis 1834. 3. Virginia 1607. Kirche und Staat waren ver⸗ mengt. 4. New Hampſhire. Die Episkopalkirche war Staatskirche. ö 5. Rhode Island. Roger Williams hatte das rechte Prinzip, aber dennoch war die Freiheit nicht ganz vollſtändig. 6. Maryland. 1649. Das erſte Geſetz in der neuen Welt, welches allen chriſtlichen Kirchengemein⸗ ſchaften gleiche Rechte einräumt. b. Der jetzige Stand. Wir genießen herrliche ligionsfreiheit. Kirche und Staat ſind getrennt. Jo. 56. 15. Walth. Kaſ. 151. — Staat kümmert )um nichts, was Religion betrifft. Neb. 89, 36. Jo. „ 80. W. 95, Gomeinden ordnen ihre Angelegenheiten ſelbſt. 2. Kinder werden nicht in die religionsloſe Staatsſchule gezwungen. 3. Der Staat kümmert ſich nicht um unſent Schul⸗ und Geſangbücher, Ka. 89, 40, um Lehn und Bekenntnis der einzelnen Gemeinſchaften. Lutt. 2, 33. 34. 4. Die durch Kirchenzucht Ausgeſchloſſenen fu⸗ den kein Gehör bei der Obrigkeit. Anm. a. Die Konſtitution de Vereinit ten Staaten beſtimmt, daß der Kongreß kein Geſt erlaſſen darf, das auf eine Feſtſtellung der Religion zielt oder die freie Ausübung derſelben unterſagt. Len religiöſer Teſteid ſoll gefordert werden als Bedingurzur Übernahme irgend eines Amtes. — Wie dieſer 3ſatz in die Konſtitution gekommen Luth. 45, 50. 51. Anm. b. Damit iſt nicht den einzelnen Staaten das Recht genommen, ſich in Religion einzumengen, abe die meiſten Staaten haben bereits ähnliche Beſtimmu— gen angenommen. Anm. ce. Gegen unſere Konſtitution ſind Geſetz. eine Staatskirche betreffend, Zwang zum Unterhalt ud Beſuch der Kirche, Einſchränkung der freien Ausübun der Religion, Zwangsmaßregeln gegen öffentliches 8 kenntnis der Anſichten über Religion. Anm. d. Freiheit, welch eine Wohltat! Vergl. 323 ligionsfreiheit. Es iſt dies eine ſpäte Frucht der Reſcn. mation. Theol. 6. 148. — Dazu genießen wir auch vlitiſche Freiheit. L. W. 48, 323. Anm. e. Religionsfreiheit iſt das Weſen des Amer— kanismus. Anm. f. Luthertum und Amerikaner tum. Luthertum iſt in vollſtändiger Harmonie mit de amerikaniſchen Idee von Freiheit. Das Luthertum beit das Amerikanertum nicht auf, das Letztere ſchließt des Erſtere nicht aus. Luthertum iſt nicht abhängig ven Amerikanertum (es beſtand bereits vorher und iſt enſtenzfähig auch in einem Lande ohne Freiheit), wohl aber iſt in gewiſſer Beziehung das Amerikanertum vom Luthertum abhängig. Ohne lutheriſche Reformation gäte es kein freies Amerikanertum. Anm. g. Daß Amerika einmal die Zufluchtsſtätte der Gläubigen werde, wo ſie ihre Freiheit genießen, hat 5u— ſenius ſchon 1756 prophezeit. Anm. h. Viele kommen in dies Land, oie Freibeit u genießen, und bleiben doch Knechte, Papſtknechte u. . “.

  • L. W. 48, 323 margin
  • Can. 1909, 11—13 margin
  • L. W. 54, 511 margin
  • Theol. 6, 153 margin
  • Luth. 45, 50 margin
  • Can. 1909, 13 margin
  • Can. 1909, 11 margin
  • Quart. 3,. 236—254
  • Quart. 3,. 236—254. 4, 37—49
  • Quart. 3,. 236—254. 4, 37—49. 112
  • Quart. 3,. 236—254. 4, 37—49. 112 15
  • Can. 1909, 7
  • Jo. 56. 15
  • Walth. Kas. 151
  • Neb. 89, 36
  • Can. 1909, 9 margin
  • Jo. 97, 55 margin
  • Jo. 97, 54 margin
  • W. 54, 513 margin
  • Wis. Syn. 89, 11 margin
  • Can. 1909, 13 margin
  • Can. 1909, 13. 14 margin
  • L. W. 54, 511 margin
  • Theol. 6, 154—176 margin
  • Ka. 89, 36 margin
  • Ka. 89, 36. 37 margin
  • Luth. 45, 50 margin
  • L. W. 48, 326 margin
  • Schulb. 40, 376 margin
  • Wis. Syn. 89, 9 margin
  • Jo. 97, 57 margin
  • Jo. 97, 57. 58 margin
  • Theol. 6, 153 margin
  • Theol. 6, 153. 154 margin
  • Jo. 97, 58 margin
  • Wis. 94, 27 margin
  • Schulb. 40, 378 margin
  • Jo. 97, 56 margin
  • Jo. 97, 59 margin
  • Ka. 89, 37 margin
  • Jo. 97, 59 margin
  • Jo. 97, 59.. 60 margin
  • Luth. 45, 50 margin
  • Schulb. 40, 376 margin
  • Schulb. 40, 376. 377 margin
  • Jo. 97, 60 margin
  • Jo. 97, 60. 61 margin
  • Walth. Kas. 151 margin
  • W. 85, 50 margin
  • Il. 80, 14 margin
  • Neb. 89, 89 margin
  • Neb. 89, 89, 38 margin
  • Neb. 89, 89, 38. 39 margin
  • Neb. 89, 89, 38. 39. 4 margin
  • Neb. 89, 89, 38. 39. 4. 36 margin
  • L. W. 48, 322 margin
  • L. W. 48, 322. 323 margin
  • L. W. 48, 322. 323. 4, 71 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here. margin
  • Ma. 32, 334 margin
  • Ma. 32, 334. 335 margin
  • Jo. 97, 14 margin
  • Jo. 97, 14. 15 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 141 margin
  • Wis. 1909, 10 margin
  • Ma. 13, 324 margin
  • Ma. 13, 324. 325 margin
  • Ma. 13, 324. 325. 29, 344 margin
  • Ma. 13, 324. 325. 29, 344. 9, 340 margin
  • Mit. 74, 10 margin
  • Wis. Syn. 89, 9 margin
  • Wis. Syn. 89, 9. 10 margin
  • Wis. Syn. 89, 9. 10. 12 margin
  • Walth. Ev. 339 margin
  • Ka. 89, 39 margin
  • Ka. 89, 39 margin
  • Ka. 89, 40
  • Luth. 45, 50
  • Luth. 45, 50. 51
  • Theol. 6. 148
  • L. W. 48, 323
  • Luth. 38, 68 margin
  • Luth. 38, 68. 69 margin
  • Luth. 38, 68. 69. 39, 134 margin
  • Ka. 89, 39 margin
  • L. W. 21, 160 margin
  • Jo. 97, 96 margin
  • Ka. 89, 38 margin
  • Jo. 97, 62 margin
  • Luth. 45, 57 margin
  • Syn. 90, 10 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2, 141 margin
  • Ka. 91, 7 margin
  • W. 85, 50 margin
  • Jo. 97, 64 margin
  • Jo. 97, 64. 65 margin
  • Luth. 45. 57 margin
  • Luth. 45. 57. 23, 85 margin
  • Jo. 97, 65 margin
  • Ma. 15, 328 margin
  • Ma. 9, 340 margin
  • Walth. Ev. 339 margin
  • L. W. 48, 323 margin
  • L. W. 48, 324 —326 margin
  • Theol. 6, 151 margin
  • Cal. 92, 8 margin
  • L. W. 48, 327 margin
  • L. W. 21. 26 margin
  • Jo. „ 80.
  • W. 95, Gomeinden ordnen

vol b, printed page 752–754 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0833

13. —

13. Obwohl in unſerem Lande Kirche und Staat gltrennt ſind, ſo können beide doch vermengt werden durt a. Sonntagsgeſetze, in welchen der Sonmaa als Tag des Herrn, als Tag religiöſen Gottesdienſtes feſtgeſetzt wird. Anm. a. Der Staat kann Sonntagsgeſetze einfühter um der Ruhe und Ordnung willen. Auch Beſtratung der Sonntagsarbeit iſt nicht gegen unſere Verfaſſung. & W. 48, 151. 152. Wird aber Sonntagsfeier als rel“ giöſe Feier geboten um des dritten Gebotes willen.“ t der Staat über auf religiöſes Gebiet. Aum. b. Die Geſellſchaften, welche Sonntagsgeſetze iirworten, werden meiſt von religiöſen Gründen ge— »Den. In Tenneſſee wurde ein Adventiſt verurteilt,. Anm. c. 11er Sonntags gearbeitet hatte; Religion in die b. Einführung der taatsſchule. Die Blair-Bill W. 95, 16. Ka. 89, — — Luth. 45, 65. 66. — —2— 1 Anm. a. Wer wollte beſtimmen, welches die Grund3e der chriſtlichen Religion ſeien! Anm. b. Bibelleſen in unſern Staatsſchulen iſt nicht nſequent nach unſerer Konſtitution: c. Unterdrückung der chriſtlichen Geeindeſchulen. Viele ſuchen Kontrolle über die emeindeſchulen zu gewinnen und ihnen allerlei Vorzriften zu machen. Schulkampf. Neb. 94, 56. Wis. . 66. 67. Anm. Wo die Kinder ihre Erziehung bekommen, kann un Staate einerlei ſein; d. Geldbewilligungen aus der Staatskaſſe nkirchliche Inſtitute, Anſtalten. Schulen. Kirchliche nuſtalten ſollen nicht vom Staat unterſtützt werden: e. daschriſtliche Amendment, welches ſagt, aß das Obergericht nach der Bibel entſcheiden ſolle und uſere Staaten als ein chriſtliches Land anerkannt wer— en. Anm. a. Man mag unſer Land einſchriſtliches and nennen, weil viele Untertanen ſich zum Chriſten— um bekennen (Synekdoche), aber der Staat ſoll weder die hriſtliche noch irgend eine andere Religion anerkennen. Anm. b. Unſer Staat ſoll ein chriſtlicher Staat ſein. Anusſprüche: Obergericht 1892: Die Vereinigten Staaten ind eine chriſtliche Nation. Dagegen Waſhington: Unſer Staat iſt nicht auf die chriſtliche Religion gegründet. Anm. c. Wäre das Chriſtentmnein Teil des Landes— geſetzes, dann müßte jeder beſtraft werden, der es nicht annimmt. Anm. d. Der Staat ſoll nachtſchriſtlichen Grundſätzen regiert werden (chriſtlicher Sozialismus), aber wenn wir auch das ganze Geſetz Gottes aufgenommen hätten, hätten wir doch keine chriſtliche Geſetzzebung. Das Geſetz hat das Chriſtentum mit dem Heidentum gemein. Das Weſen des Chriſtentums liegt im Evangelium. — Sekten verſtehen unter Chriſtentum Lebensvorſchriften. Jo. 97, 69. Anm. e. Weil Sekten unſern Staat für einen chriſt— lichen anſehen, wollten viele nicht für einen unitariſchen Präſidentſchaftskandidaten ſtimmen: ſ. Prohibitionsgeſetze, die den Gebrauch des Weins im Abondmahl unterſagen: g. Gebete bei Eröffnung des Kongreſſes und ande— ren politiſchen Verſammlungen. Dazn kommt, daß der Kaplan oft ein jüdiſcher Rabbi iſt: h. chriſtliche Bekenntniſſe obrigkeitlicher Perſonen in politiſchen Dokumenten, z. B. Danktagsprotlamation: i. Teilnahme der oberſten Beamten an kirchlichen Feiern von Amts wegen. So nahm Taft an einer ko— tholiſchen Hochmeſſe teil. — Anders handelte der Präñ— dent von Braſilien; k. Hinein ziehung der Religion eines au'geſtellꝛen Kandidaten in die Wahltampagne. Rooſevel: Die Religion kommit bei der Wahl eines Kandidaten nich: in Betracht. Warum man aber dennoch nicht für einen Katholiken als Präſident ſtimmen würde ſ. § 14. Anm. a. Geſellſchaften, die auf Vermiſchung don Kirche und Staat hinarbeiten, ſind die 1. National Reform Association, P'rohibition Party, 3. National Sabbath Association, 4. Women's Christian Temperance Enion. Anm. b. Wie fanatiſch ſie ſind Luth. 45, 160. Autitheſe.

  • W. 48, 151
  • W. 48, 151. 152
  • Luth. 45, 65 margin
  • W. 95, 17 margin
  • Ka. 89, 48—50 margin
  • Jo. 97, 73 margin
  • Jo. 97, 73. 74 margin
  • Luth. 45, 58 margin
  • Luth. 45, 58. 46 margin
  • W. 95, 16
  • Luth. 45, 65
  • Luth. 45, 65. 66
  • Neb. 94, 56
  • Wis. . 66. 67
  • Jo. 97, 69
  • Jo. 97, 75 margin
  • Jo. 97, 75 margin
  • Jo. 97, 79 margin
  • L. W. 44, 17 margin
  • L. W. 44, 17. 18 margin
  • W. 71, 33 margin
  • Ka. 89, 54 margin
  • Ka. 89, 54. 52 margin
  • Il. 91, 18 margin
  • Il. 91, 18. 19 margin
  • Wis. Syn. 89. 13 margin
  • Ka. 89. 53 margin
  • Jo. 97, 87 margin
  • Jo. 97, 87. 88 margin
  • Süd. 86, 60 margin
  • Süd. 86, 60. 61 margin
  • Süd. 86, 60. 61. 67 margin
  • Süd. 86, 60. 61. 67. 64 margin
  • Mit. 75, 44 margin
  • Mit. 75, 44. 76, 57 margin
  • Jo. 97, 65 margin
  • Jo. 97, 67 margin
  • Mit. 70, 14 margin
  • Mit. 70, 14. 15 margin
  • Sieck 2 margin
  • Sieck 2. 141 margin
  • Ka. 89, 42 margin
  • Jo. 97, 71 margin
  • L. W. 42, 199 margin
  • L. W. 42, 199. 200 margin
  • L. W. 42, 199. 200. 257 margin
  • L. W. 42, 199. 200. 257. 7 margin
  • W. 54, 517 margin
  • Ka. 89, 46—8 margin
  • W. 95. 14 margin
  • Luth. 60, 72 margin
  • Luth. 60, 72. 49 margin
  • Luth. 60, 72. 49. 9 margin
  • Jo. 97. 87 margin
  • Luth. 45, 160
  • Jo. 97, 88 margin
  • Luth. 66, 7 margin
  • L. W. 54, 514—518 margin
  • Ka. 89, 43—50 margin
  • Mit. 75,
  • Ka. 89, — —
  • W. 18. Amendment. 123.

vol b, printed page 754–756 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0835

14. —

14. Das Papſttum. a. Trennung von Kirche und Staat, wie in unſerem Lande. iſt nicht des Papſtes Ideal. Theol. 13. 12. Er verwirft ſie vielmehr als einen verderblichen Irrtum, al eine Forderung der unverſchämten Freiheitsmänner L. W. 30. 195. 196, und macht es allen ſeinen Untertanen zur Pflicht, ſie abzuſchaffen. Can. 1909, 47. 49. 50. b. Der Payſt kennt keine Religionsfreiheit für Prote ſtanten. Er iſt der ärgſte Feind der Freiheit. Wis. 94. 15. Liberale Staatsverfaſſungen müſſen umgeſtoßen werden. Ausſprüche Theol. 13. 0—33. „Proteſtanti— ſcher Nachruf zum Gedächtnis des Papſtes Leo des Dreizehnten.“ Von Dr. Graobner. LZcοand the Ameti— can Liberties. Theol. 1. Aprilheft. Des Papſtes Verdammungsurteil über Gleichberechtigung der Konfeſſio— nen im weſtfäliſchen Friedensvertrag. Luth. 61. 258. Ann. Ketzer kann manverbrennen. Demgemäß hat der Papſt gehandelt. Luth. 26. 129. 130. Theol. 13. 161. Dragonaden. W. 85, 47. 18. Pari ſer Bluthochzeit. W. 85, 37. 38. c. Der Papſt ſucht die katholiſche Kirche zur Staats kirche zu machen und erwartet. daß das ganze Land ka⸗— tholiſch werde. Theol. 13, 17. d. Die Staatsregierung ſucht der Payſt, wo immer möglich, an ſich zu reißen, er will über den Staat und und ſtrebt nach weltlicher Macht. Ka. 89. 28. 29. Anum. a. Die Bulle: Enam Sanctam. 1302. In des Papſtes Recht ſeien zwei Schwerter. ein geiſtliches und ein weltliches. Innocenz der Dritte: Die vpäpſtliche Gewalt verhalte ſich zur kaiſerlichen wie die Sonne zum Mond. Anm. b. Der Papſt hat überall, wo er nur kann, ereinigung mit dem Staate angeſtrebt, ſucht politiſche mter zu gewinnen Ka. 89, 41, ergreift mit tauſend reuiden die Gelegenheit zum Schiedsrichteramt in welt chen Dingen Ka. 89, 28. Anm. c. Auch Staatsgelder ſucht er für ſeine katho⸗ ſsſchen Anſtalten und Schulen zu erlangen. (Eine Stimre aus dem Papſttum dagegen L. W. 54, 521.) — Der Staat ſoll der katholiſchen Kirche dienen. Theol. 13, 5. Anm. d. Welche weltliche Macht übte der Papſt im Rittelalter aus! Er ſetzte Könige ein und ab, entband 1e Untertanen ihres Eides u. ſ. w. R. Pi. Ev. 578. Anm. e. Ein gewiſſenhafter Katholik muß mit der Verfaſſung und den Geſetzen des Landes in Konflikt ge— aten, er muß dem Papſt ungehorſam ſein, um ein loya⸗ er. amerikaniſcher Bürger zu ſein. Einwand. Nur in katholiſchen Ländern ver⸗ verfe der Papſt Trennung von Kirche und Staat. — Er weiß wohl, daß er in unſerem Lande noch nicht auf Erfolg rechnen kann. Can. 1909, 51. 52. Aber ſeinen Forderungen und Lehren ſind al le Katholiken unter-⸗ worfen. Can. 1909, 40—42. Anm. f. Man muß als Bürger Bedenken tragen, einen Katholiken zum Präſidenten unſeres Landes zu er— hoben. Wie gefährlich kann es werden, wenn ein ſolcher Mann an der Spitze eines Staates ſteht! L. W. 51. 180. Wahre Lutheraner würden nicht dafür ſtimmen können. Theol. 13, 18. Vis jetzt war es glücklicherweiſe unmöglich einen katholiſchen Präſidentſchaftskandidaten aufzuſtellen. L. W. 39, 196. Anm. g. Präſident Rooſevelt's Brief 1908: Das ſei narrowe bigotry, gegen einen katholiſchen Präſidenten zu ſtimmen. — Die Antwort der Lutheraner Theol. 13, 51—53. Presbyterianer ſtimmen dem zu. L. W. 54. 559. 560. — Die Antwort der Katholiken. Sie ſehen das als eine Verleumdung an, als ein Kreuz, das ſie tragen müſſen Theol. 13. 151—170 Can. 1909. 45, und werfen uns vor, wir hätten ſelbſt immer Staatskirche gehabt. Theol. 13. 151. 155.

  • Theol. 13. 12
  • L. W. 30. 195
  • L. W. 30. 195. 196
  • Can. 1909, 47
  • Can. 1909, 47. 49
  • Can. 1909, 47. 49. 50
  • Wis. 94. 15
  • Theol. 13. 0—33
  • Theol. 1
  • Luth. 61. 258
  • Luth. 26. 129
  • Luth. 26. 129. 130
  • Theol. 13. 161
  • W. 85, 47
  • W. 85, 47. 18
  • W. 85, 37
  • W. 85, 37. 38
  • Theol. 13, 17
  • Ka. 89. 28
  • Ka. 89. 28. 29
  • Luth. 64, 398 margin
  • L. W. 53, 327 margin
  • Jo. 97, 33 margin
  • Theol. 10, 184 margin
  • L. W. 51, 519 margin
  • L. W. 51, 519. 52, 239 margin
  • L. W. 51, 519. 52, 239. 210 margin
  • L. W. 51, 519. 52, 239. 210. 140 margin
  • L. W. 51, 519. 52, 239. 210. 140. 141 margin
  • L. W. 51, 519. 52, 239. 210. 140. 141. 50, 520 margin
  • Can. 1909, 31—38 margin
  • Theol. 13, 51 margin
  • Theol. 13, 51. 52 margin
  • Luth. 64, 414 margin
  • Luth. 26, 130 margin
  • W. 85, 15 margin
  • Baier 3, 736 margin
  • L. W. 42, 190 margin
  • L. W. 42, 190. 56, 238 margin
  • Luth. 66. 187 margin
  • Luth. 66. 187. 188 margin
  • Luth. 64, 114 margin
  • Luth. 21. 172 margin
  • Can. 1909. 31 margin
  • Can. 1909. 31. 35 margin
  • Jo. 97, 102 margin
  • Theol. 13, 51 margin
  • Ka. 89, 41
  • Ka. 89, 28
  • L. W. 54, 521
  • Theol. 13, 5
  • Can. 1909, 51
  • Can. 1909, 51. 52
  • Can. 1909, 40—42
  • L. W. 51. 180
  • Theol. 13, 18
  • L. W. 39, 196
  • Theol. 13, 51—53
  • L. W. 54. 559
  • L. W. 54. 559. 560
  • Theol. 13. 151—170
  • Can. 1909. 45
  • Theol. 13. 151
  • Theol. 13. 151. 155
  • Can. 1909, 47 margin
  • Can. 1909, 47. 48 margin
  • L. W. 51, 180 margin
  • L. W. 51, 180. 566 margin
  • L. W. 51, 180. 566. 567 margin
  • L. W. 51, 180. 566. 567. 50, 521 margin
  • Luth. 24, 172 margin
  • Luth. 24, 172. 173 margin
  • Jo. 97, 101 margin
  • Ka. 89, 31 margin
  • Ma. 15, 325 margin
  • Can. 1909, 10 margin
  • Theol. 13, 16 margin
  • Luth. 61, 414 margin
  • L. W. 54, 560 margin
  • Luth. 64, 114 margin
  • Luth. 64. 397 margin
  • Theol. 13, 19 margin
  • Theol. 13, 19. 50—60 margin
  • L. W. 51, 518 margin
  • Ma. 13, .
  • Mit. 70,
  • Can. 46.

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15. Die Sekten

15. Die Sekten. Die Sekten vermiſchen meiſt alle Kirche und Staat mehr oder weniger, mengen ſich in Staatsangelegenheiten (Politik) Ka. 91, 33, und unterſtiitzen die Bewegung der National Reform Association u. ſ. w. Ka. 89. 57. a. Reformierte. Die Obrigkeit hat ſich der geiſt lichen Dinge anzunehmen. Anm. a. Zwingli mengte in Zürich Kirche und Staat durcheinander, leate die kirchlichen Aufgaben in die Hände der Obrigkeit Jo. 97. 51, zog gegen den Papſt in den Krieg. Ka. 89, 29. Anm. b. Calvin hat auch Ketzer verbrannt. b. Presbyterianer. Der Staat hat die Pflicht. den rechten Gottesdienſt aufzurichten und Irrlehrer aus- zurotten. Knox. — Die Grundſätze, welche unſern Ge⸗ horſam gegen die Kirche feſtſtellen, ſind ungefähr dieiet ben als die, welche unſer Verhältnis zum Staat betrei⸗ fen. Jo. 97, 34. c. Episkopale. Könige und Fürſten müſſen für den Glauben eintreten. d. Kongregationaliſten. Anm. a. Sektentum und Amerikanertum heben ſich gegenſeitig auf. Die Sekten wollen Religion in die Staatsſchule einführen, ſind Feinde unſerer chriſtlicher Schulen u. ſ. w. Anm. b. Das rechte Prinzip haben die Baptiſten aufgeſtellt, nach dem ſie aber nicht immer handeln. Anm. c. In Amerika wird die Kirche noch einen Sturm aushalten, gegen den alle früheren Angriffe Kin— derſpiel ſind. Anm. d. Selbſt manche Führer der „lutheriſchen“ Kirche ſind blind und ſcheiden nicht mehr zwiſchen Geiſt⸗ lichem und Weltlichem. Anm. e. Unter die Antitheſe gehört auch 1. Thomas Eraſtus. Die Obrigkeit im neuen Teſtament habe dieſelbe Gewalt wie die jß— diſchen Könige. 2. Grabau. Die drei Stände ſeien ien der Kirche. 3. Baier. Die Obrigkeit habe die wahre Religion zu erhalten und wiederherzuſtellen, Kirchen— diener einzuſetzen, Kirchenzucht zu erhalten u. ſ. w. 4. Der Verfaſſer der Anmerkungen zum Altenburger Bibelwerk, welcher der Obrigkeit die Sorge für reine Lehre zuſchreibt.

  • Ka. 91, 33
  • Ka. 89. 57
  • Jo. 97. 51
  • Ka. 89, 29
  • Wis. 94. 45 margin
  • Jo. 97. 33 margin
  • Theol. 6, 159 margin
  • L. W. 11, 16 margin
  • Wis. 91. 8 margin
  • Theol. 6, 151 margin
  • Jo. 97. 34 margin
  • Theol. 6, 152 margin
  • Luth. 15, 50 margin
  • L. W. 18, 326 margin
  • L. W. 18, 326. 27 margin
  • W. 85, 35 margin
  • L. W. 51. 519 margin
  • L. W. 51. 519. 18 margin
  • L. W. 51. 519. 18. 321 margin
  • Jo. 97, 51 margin
  • Jo. 97, 34
  • Wis. 94, 28 margin
  • L. W. 44, 16 margin
  • L. W. 48, 324 margin
  • L. W. 48, 324. 325 margin
  • L. W. 51, 331 margin
  • L. W. 27, 158 margin
  • Neb. 95, 70 margin
  • Neb. 95, 70. 69 margin
  • Jo. 97, 49 margin
  • Wis. 91, 26 margin
  • Wis. 91, 26. 27 margin
  • W. 85, 35—37 margin
  • Syn. 84, 16 margin
  • Syn. 84, 16. 17 margin
  • Baier. Die Obrigkeit hab

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16. —

16. Kirche und Staat ſollen ſich gegenſeitig dienen. a. Der Staatſoll der Kirche dienen. Das tut er, indem er 1. ſeine eigenen Angelegenheiten wohl verwaltet, nach Recht und Gerechtigkeit im Lande regiert u. ſ. w. Wirtſchaftet der Staat übel, ſo muß auch die Kirche leiden, die Leute verarmen, kirchliche Anſtalten können nicht ſo kräftig unterſtützt werden: Krieg iſt Ruin aller hürgerlichen Ehrbarkeit und chriſt licher Tugend: 9. die Kirche und ihr Eigentum ſchützt. ſodaß unſere Gottesdienſte nicht durch Lärmen anderer geſtört, unſor Kircheneigentum nicht geſchädigt werden darſ u. ſ. wo. Anm. Die Ohrigkeit ſchünt die Kirche nicht alz Kirche, ſondern als eine Geſellſchaft im Staate, wie jode andere Geſellſchaft auch: 3. der Kirche Steuerfreiheit für ihr Eigentun gewährt. Der Staat tut dies in unſeroem Lande woil Kirchen und Schulen der Erziehimng dienen Frieden. Wohlfahrt und Gedeihon des Landes jör dern und den Wert des anarenzenden Eigentuns orhöhen. Anm. Beſſer wäre es freilich, das Prinzip der Trennung würde auch hier konſequent durchgeführt und der Kirche alle Privilegien vor anderen Kor⸗ porationen genommen. Wir hätten keinen finan⸗ ziellen Nachteil davon. Katholiken beſitzen in einer einzigen Stadt 11 Millionen Kircheneigentum: 4. der Kirche Korporationsrechte verleiht und alle Privilegien, die ſonſt Geſellſchaften haben. Inkor⸗ poration. Anm. a. Pharao hat den Kindern Jakobs in ſeinem Lande Raum, Freiheit und Sicherheit gewährt. — Säug⸗ ammen der Kirche. Jeſ. 49, 23. 60, 16. Anm. b. Schließlich muß alles im Staate durch Got⸗ tes Regierung der Kirche dienen. Gott benutzt den König Kares, um die Juden aus der babyloniſchen Gefangen⸗ ſchaft zu führen. Jo. 97, 30; b. die Kirche ſoll dem Staate dienen. Das tut die Kirche, indem ſie ſich um ihre eigenen An— gelegenheiten bekümmert und ſich ſtreng auf kirchliches Gebiet beſchränkt. Welchen Einfluß übt die Kirche aus im Staate! 1. Durch die Predigt des Evangelii wird der Sünde gewehrt, gute Werke befördert, alle Lebens⸗ verhältniſſe zwiſchen Eheleuten, Eltern und Kindern, Herren und Knechten, Arbeitgebern und Arbeitern gebeſſert. 2. Durch chriſtliche Schulen werden gute Bürger erzogen. 3. Die Fürbitte der Kirche für die Obrigkeit bleibt nicht unerhört. 1 Tim. 2, 1. 2. 4. Als Bürger greiſen die einzelnen Glieder der Kirche gewaltig und heilſam in das Staatsleben ein, indem ſie ihre Pflicht als Bürger treu erfüllen. Anm. a. Der Kirche verdankt der Staat ſeine Exi⸗ ſtenz. Alles läßt Gott beſtehen um der Kirche willen. Die Chriſten ſind die Beine, die Säulen, die Stadt und Land tragen. Sie ſtehen wider den Riß. Heſ. 22, 30. Wären nur zehn Chriſten in Sodom geweſen! Joſeph hat über Potiphars Haus und das ganze Land Segen gebracht. Anm b. Religion iſt die Grundlage eines Staates. Gerechtigkeit erhöhet ein Volk. Spr. 14, 34. Wahre Sittlichkeit und Moral iſt notwendig zum Wohlergehen des Staates. Anm. c. Die Kirche hat das rechte Mittel gegen zer— rüttete Familienverhältniſſe, Arbeiterunruhen, allgemeine Unzufriedenheit, Revolution. Anarchismus. Anm. d. Wo wirklich Chriſten wohnen hat die Poli— zei nichts zu tun. Anm. e. Dem Staate dienen heißt nicht die Magd des Staates ſein.

  • Jo. 97, 92—95 margin
  • Mit. 74, 23 margin
  • Ka 89, 24 margin
  • Ka 89, 24. 89, 36 margin
  • Jo. 97, 96 margin
  • Jo. 97, 98 margin
  • Jo. 97, 30
  • Spr. 14, 34
  • L. W. 21, 151 margin
  • L. W. 21, 151. 190 margin
  • Jo. 97, 99 margin
  • Min. 1910, 43 margin
  • Jo. 97, 97 margin
  • Stöckh. A. T. 61 margin
  • L. W. 42, 260 margin
  • Jo. 97,. 28 margin
  • Jo. 97,. 28. 29 margin
  • Jo. 97,. 28. 29. 100 margin
  • Jo. 97,. 28. 29. 100. 124 margin
  • Jo. 97, 122 margin
  • Jo. 97, 122. 123 margin
  • W. 71, 34 margin
  • Ka. 89, 65 margin
  • L. W. 42, 260 margin
  • Ka. 89, 66 margin
  • Jo. 97, 107 margin
  • Jo. 97, 107. 108 margin
  • Jo. 97, 107. 108. O margin
  • L. W. 42, 260 margin
  • Ma. 13, 326 margin
  • Ma. 13, 326. 327 margin
  • Jo. 97, 112 margin
  • Walth. Ev. 401 margin
  • Mit. 70, 48 margin
  • Mit. 70, 48. 49 margin
  • Jo. 97, 113 margin
  • Jo. 97, 111—117 margin
  • Jo. 97, 111—117. 120 margin
  • Jo. 97, 111—117. 120. 121 margin
  • W. 85, 15—20 margin
  • Jo. 97, 28 margin

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17. Anwendungen

17. Anwendungen. Wir ſollen a. die Lehrevon der Trennung zwiſchen Kirche und Staat bewahren. Wie wichtig ⸗ dieſe Lehre! Wohl und Wehe eines Chriſten iſt eng ver⸗ bunden mit dem Wohl und Wehe des Staates und der Kirche. Jo. 97, 16; Ka. 89, 60. Can. 79, 9. b. uns unſerer Freiheit in dieſem LanMa. 9, 340. defreuen und Gott dafür danken und die Freiheit behaupten. Gal. 5, 1: Laßt euch nicht wiederum in das knechtiſche Joch fangen. 1 Kor. 7, 23. Werdet nicht der Menſchen Knechte. Ma. 13, 327. 328. Anm. a. Auch die Freiheit hat ihre Gefahren: KLauheit und Trägheit im Chriſtentum, Gewohnheits⸗ chriſtentum, Weltſinn. Anm. b. Wir haben Freiheit Walth. Kaſ. 152. Mit. 1. des Kirchenregiments, aber viele halten e76, 58. nicht der Mühe wert, die Gemeindeverſammlung zu beſuchen, Bro. 506. 507. 2. der Kirchenzucht, aber in vielen Gemeinden liegt ſie darnieder, Bro. 506. 3. der Lehre. Jede falſche Lehre, die hier in der Freiheit erſchallt, iſt eine Anklage für jeden ihrer Prediger und Gemeindeglieder. L. W. 4, 71. 72. Anm. c. Die herrliche, köſtliche Freiheit will von Ge⸗ meinden und Predigern erſt begriffen und verſtanden werden. Welche Not macht es manchmal, bis ſich Leute in die hieſige Freiheit ſchicken! Ma. 29. 343. 344. 21. c. vorallem Gottgeben, was Gottes iſt: 330. 13, 328. 329. Glaube nach dem Evangelium, Liebe nach dem Geſes. Walth. Ev. 343. Sieck Gib mir, mein Sohn, dein Herz. 2, 145. Hön. Ent. 496. R. Pi. Pred. 1, 280. 281. Homiletik. 23. Sonntag nach Trin. — Ev. Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt und Gott, was Gottes iſt, ein Wort, das Luther wieder an den Tag gebracht. Er hat a. den Unterſchied zwiſchen geiſtlichem und weltlichem Reich wieder aus Gottes Wort klar nachgewieſen, b. die Chriſten treulich gelehrt, was ſie als Bürger beider Reiche zu tun ſchuldig ſind. — Ma. 4, 311. Was lehren die Worte: Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt, b. und Gott. was Gottes iſt? — Ma. 15, 344. Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt und Gott, was Gottes iſt. a. Gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt, b. Gott, was Gottes iſt, e. das geht beides wobl beiſammen, d. wenn es bei uns wohl zuſammengeht, ſo geht es uns auch wohl. — Hön. Ent. 496. Wie ſollen Chriſten Staat und Kirche recht von einander ſcheiden? Daß ſie a. dem Kaiſer geben, was des Kaiſers iſt, b. und Gott, was Gottes iſt. — R. Pi. Pred. 1. 275. Die reine Lehre von dem gottgeſetzten Verhältnis zwiſchen Kirche und Staat eine hobe Mohltat der Reformation. a. Welches das rechte Verhältnis zwiſchen Kirche und Staat iſt. b. Wie der Teufel je und je ſonderlich unter dem Papſttum dies Verhältnis geſtört und unausſprechlichen Jammer über die Kirche gebracht hat. c. Daß es eine Wohltat der Reformation Luthers iſt, daß er uns die reine Lehre in dioſem Stiſcke wieder gegeben hat. — Ma. 15, 322. Was iſt es, das Chriſti Wort: Gebet dem Kaiſer u. ſ. w. einem Chriſten zu bedenken gibt? a. Daß Chriſti Reich und Weltreich wohl zu unterſcheiden ſei, b.

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