—
Abhandlungen.
Die chriſtliche Freiheit; ihr rechter Gebrauch und derſelben Mißbrauch, nach dem Römerbrief. Can. 1900. Die chriſtliche Freiheit. Syn. Frei. 88. Theſen über die Lehre von der chriſtlichen Freiheit in Bezug auf Mitteldinge. S. 74, 17. Die chriſtliche Freiheit. Nebr. 83, 52—58. Eine wohlgegründete lutheriſche Ge— meinde ſteht feſt auf ihrer chriſtlichen Freiheit. Wis. 92, 39 — 70. Wis. 94. Vom Gehorſam gegen Menſchen in Sachen des Glaubens und Gewiſſens. W. 83. und 85. Ein Vorteil, den wir in unſerer Synode genießen, iſt der, daß wir von aller Menſchenknechtſchaft frei ſind. Mit. 91, 30—36. Theſen über das Recht, die Vorzüge und Pflichten der Freikirche. Mit. 74.
Abriß.
Beſchaffenheit der chriſtlichen Freiheit.
Sie iſt nicht eine leibliche oder fleiſchliche
Freiheit, ſondern eine Freiheit vom Geſetz. § 1 und § 2. Sie iſt durch Chriſtum § 4. Mißbrauch der Freiheit. § 5
Wann man auf
den Gebrauch ſeiner Freiheit nicht verzichten darf. § 6. Der rechte Gebrauch. 8§ 7
Freiheit.
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Essays.
Christian freedom; its right use and its abuse, according to the epistle to the Romans. Can. 1900. Christian freedom. Syn. Frei. 88. Theses on the doctrine of Christian freedom with respect to matters indifferent. S. 74, 17. Christian freedom. Nebr. 83, 52-58. A well-grounded Lutheran congregation stands firm on its Christian freedom. Wis. 92, 39-70. Wis. 94. On obedience to men in matters of faith and conscience. W. 83 and 85. One advantage we enjoy in our synod is that we are free from all bondage to men. Mit. 91, 30-36. Theses on the right, the privileges, and the duties of the free church. Mit. 74.
Outline.
The nature of Christian freedom. It is not a bodily or fleshly freedom, but a freedom from the Law. § 1 and § 2. It is won through Christ. § 3. Abuse of freedom. § 5. When one may not renounce the use of one's freedom. § 6. The right use. § 7.
Freedom.
- Wis. 92, 39 — 70
- Mit. 91, 30—36
- Can. 1900. Die chriſtlic
- Syn. Frei. 88. Theſen üb
- Wis. 94. Vom Gehorſam ge
- W. 83. und 85. Ein Vorte
- Mit. 74.
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1.
Freiheit iſt das Loſungswort unſerer Zeit
1. Freiheit iſt das Loſungswort unſerer Zeit. Sehn⸗
ſucht nach Freiheit liegt in der Natur aller lebenden We⸗
ſen. Die wahre Freiheit, die chriſtliche Freiheit aber iſt a. nicht eine leibliche, ſondern eine geiſtliche
Freiheit, eine Freiheit des Gewiſſens. Mein Reich iſt
nicht von dieſer Welt.
Anm. a. Die chriſtliche Freiheit hebt den Unterſchied
in den äußerlichen Verhältniſſen der Menſchen nicht auf,
aus ihr folgt keine Gleichſtellung im bürgerlichen Leben.
Knechte bleiben Knechte.
Anm. b. Es kann ein Menſch bürgerlich frei und doch
ein elender Sklave ſeiner Lüſte ſein und umgekehrt; b. nichteinefleiſchliche Freiheit, da man
meint, Gottes⸗ und Menſchengebote ungeſcheut übertreten
zu dürfen, da man lehren, reden, tun will, was einen ge⸗
lüſtet. Pſ. 2, 3: Laſſet uns zerreißen ihre Bande.
Anm. a. Die Jugend mag ſich nicht mehr unter den
Willen der Eltern beugen, Anarchiſten wollen frei ſein
von dem Druck der Obrigkeit.
Anm. b. Es gibt eine falſche Freiheit Röom. 6, 20:
frei von der Gerechtigkeit, und eine wahre Freiheit, die
RKnechtſchaft Gottes.
Röm. 6, 22.
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1. Freedom is the watchword of our age. A longing for freedom lies in the nature of all living beings. True freedom, however, Christian freedom, is
a. not a bodily but a spiritual freedom, a freedom of conscience. My kingdom is not of this world.
Note a. Christian freedom does not abolish the difference in the outward circumstances of men; no equality in civil life follows from it. Servants remain servants.
Note b. A man can be civilly free and yet a wretched slave of his lusts, and conversely;
b. not a fleshly freedom, as though one may transgress the commands of God and man unabashed, may teach, speak, and do whatever one desires. Ps. 2:3: Let us break their bands asunder.
Note a. The young no longer wish to bend to the will of their parents; anarchists wish to be free from the pressure of the civil authority.
Note b. There is a false freedom, Rom. 6:20: free from righteousness, and a true freedom, which is the bondservice of God. Rom. 6:22.
- Walth. Epi. 198
margin
- Wis. 92, 39
margin
- Ma. 5, 205
margin
- Walth. Epi. 199
margin
- Wis. 92, 42—44
margin
- Can. 1900, 8
margin
- Luth. 3, 103 The Freedom from the Sabbath of the Old Covenant, Which Christians Have Received through the Gospel.
margin
- Can. 1900, 5
margin
- L. W. 12, 305
margin
- Wis. 92, 43
margin
- Luth. 3. 103 The Freedom from the Sabbath of the Old Covenant, Which Christians Have Received through the Gospel.
margin
- Wis. 92. 42
margin
- Neb. 83, 54
margin
- Neb. 83, 54. 56
margin
- Stöckh. Pass. 85
margin
- Wis. 89, 20
margin
- Ma. 5. 206
margin
- Ma. 5. 206. 205
margin
vol a, printed page
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2.
—
2. Die chriſtliche Freiheit iſt
a. eine Freiheit vom Geſetz. Röm. 10, 4:
Chriſtus iſt des Geſetzes Ende. 1 Tim. 1, 9: Dem Ge⸗
rechten (d. h. dem Chriſten, ſofern er ein Chriſt iſt), iſt
kein Geſetz gegeben. Gal. 4, 4. 5: auf daß er die, ſo
unter dem Geſetz waren, erlöſete. Wie eine Ehefrau frei
wird von ihrem Mann durch deſſen Tod, ſo ſind wir durch
Chriſti Tod frei geworden vom Geſetz und damit
1l. vom Fluch des Geſetzes, Röm. 8. 1:
nichts Verdammliches an uns, Gal. 3, 13: erlöſt von
dem Fluch des Geſetzes. Konk. 640, § 4. Der
Fluch 5 Moſ. 27, 26 trifft uns nicht mehr:
2. vom Zwang und der Knechtſchaft
des Geſetzes. Wie die Sonne ſcheint. ohne daß
es ihr geboten wird, ſo tut ein Chriſt alles unge—
zwungen, ſteckt nicht mehr unter dem Stecken des
Treibers, wird nicht erſt durch die Strafe und Droh—
ung, auch nicht erſt durch die Verheißung und Be⸗
lohnung des Geſetzes zum Halten desſelben getrie—
ben, ſondern tut alles aus Antrieb des Geiſtes. Eine
Ermahnung durch die Barmherzigkeit Gottes Röm.
12. 1. richtet alles aus. Konk. 641. § 6:
Der natürliche Menſch iſt ein
Anm. a.
Knecht des Geſetzes. Jer. 31, 32: und ich ſie zwin⸗
gen mußte. Dieſer Knechtsſinn fließt nicht aus Liebe
zu Gott, ſondern aus einem gottfeindlichen Herzen,
aus Furcht vor Strafe. Solche haben ihren Lohn
dahin.
Anm. b. In dieſer Knechtſchaft liegen alle, die
durchs Geſetz gerecht werden wollen. Die Zeit, die
man ſich damit abquält, iſt verlorene Zeit. Wir
brauchen das Geſetz nicht zu erfüllen, um dadurch ſe⸗
lig zu werden. Can. 1900, 15;
b. eine Freiheit vom Zeremonial⸗
geſetz. Im alten Teſtament waren viele Verbote ge—
geben. Walth. Epi. 296. Aber nun heißt es: So laſſet
nun niemand euch Gewiſſen machen, Kol. 2, 16. laſſet
euch nicht wiederum in das knechtiſche Joch fangen. Gal.
5, 1. Damit ſind wir frei z. B.
1. von beſtimmten Feiertagen, vom
Sabbath. Röm. 14, 5: Einer hält einen Tag vor
dem andern. Jeder ſei ſeiner Meinung gewiß. So
könnte der Apoſtel nicht reden, wenn die Feiertage
im neuen Teſtament geboten waren. Konk. 67,
1613
2. von Speiſegeſetzen. Röm. 14, 2. 22.
Anm. a. Welch eine Knechtſchaft, welch ein Joch Gal.
5, 1. war das! Gal. 3, 24: unter dem Geſetz verwahrt
und verſchloſſen. Zuchtmeiſter.
Anm. b. Die Gläubigen des alten Teſtaments litten
Schaden an ihrer Seele, wenn ſie die vorgeſchriebenen
Zeremonien unerfüllt ließen, wir dürfen den ganzen
äußerlichen altteſtamentlichen Gottesdienſt beiſeite laſſen,
weil dieſe Gebote uns nichts mehr angehen.
Wer nun noch Stücke dieſes Geſetzes halten
Anm. c.
will, verſucht Gott.
Ap. 15, 10. und macht alle Arbeit
Gottes an ſeinem Herzen vergeblich. Gal. 4, 11: um⸗
ſonſt an euch gearbeitet;
c. eine Freiheit von der Herrſchaft und
Knechtſchaft der Sünde. Ein Chriſt iſt nicht
mehr ein Sklave der Sünde, ſondern lebt in freier Liebe
dem, der für ihn geſtorben iſt.
Röm. 6, 14: die Sünde
wird nicht herrſchen können über euch. 19—23: von der
Sünde frei und Gottes Knechte worden. 1 Joh. 3, 9:
Wer aus Gott geboren iſt, der tut nicht Sünde.
Anm. a. Die Sünde, z. B. Haß. Habſucht, Trunkſucht,
Neid u. ſ. w. übt eine Herrſchaft über den Menſchen aus.
Von dieſer Herrſchaft kann ſich der Menſch nicht los ma—
chen. Wenn er auch grobe Ausbrüche der Sünde ver—
hütet, die Luſt im Herzen zur Sünde kann er nicht aus⸗
reißen.
Anm. b. Was für Knechtſchaft iſt das! Da begibt
man die Glieder zum Dienſt der Unreinigkeit und von
einer Ungerechtigkeit zur andern. Röm. 6. 19. Die
Freiheit zu ſündigen, in der Sünde ungehindert fortzu—
fahren, iſt nichts als elende Sklaverei.
Anm. c. Und die Frucht dieſes Sündendienſtes? Wel⸗
cher ihr euch jetzt ſchämet. Luk. 18. 13. Das Ende der
Tod. Röm. 6. 21.
Anm. d. Zieht Chriſtus in ein Herz ein, ſo iſt die
Macht der Sünde gebrochen. Arme Gefangene, welche
jahrelang gebunden waren, werfen ihre Ketten von ſich. Anm. e. Der Rechtfertigung nach iſt die Frei⸗
heit vollkommen, der Heiligung nach jedoch unvoll⸗
kommen; bloß dem Anfang nach. Verliere darum nie⸗—
mand den Mut, wenn er ſieht, daß er das Ziel noch nicht
erreicht hat;
d. eine Freiheit vom Fluch der Sünde,
der Sündenangſt und damit zugleich eine Freiheit
1l. vom Zorne Gottes, Eph. 2,. 3:waren
Kinder des Zorns;
2. vom Tod und Todesſchrecken.
Der Strick iſt
entzwei und wir ſind frei.
Anm. a. Sünde, Tod, Teufel, Hölle. Welt, nichts kann
uns verdammen.
Anm. b. Wohl empfinden viele noch Angſt und Qua⸗
len über ihre Sünde, aber das iſt jert eigentlich nicht
das Werk der Sünde, ſondern ihres Unglaubens:
e. eine Freiheit von allen Menſchen⸗
geboten. Was Chriſtus frei gelaſſen hat (Mittel⸗
dinge), darf niemand uns zur Sünde machen. Niemand
darf über das Gewiſſen eines andern herrſchen. Keiner
darf dem andern Geſetze als gewiſſensverbindlich aufle—
gen. 2 Kor. 1. 14: nicht daß wir Herren ſeien über enern
Glauben, 1 Petr. 5, 3: nicht als die über das Volk herr⸗
ſchen, 2 Kor. 8, 8: nicht ſage ich, daß ich etwas gebiete,
1 Kor. 7. 23: werdet nicht der Menſchen Knechte. Chri⸗
ſten ſind alle
Da iſt keine Über⸗
1. Brüder, Matth. 23, 8.
und Unterordnung:
2. Nön ige, Off. 5, 10. obgleich ſie in äußer⸗
lichen Dingen andern Menſchen gleich ſind. Can.
1900. 5. 6. Wer will da herrſchen, wo alle Könige
ſind?
3. Prieſter. 1 Petr. 2. 9: das königliche
Prieſtertum. Als geiſtliche Prieſter beugen ſie ſich
in Lehre und Leben unter nichts als unter Gottes
Wort:
4. Freie. 1 Petr. 2. 16. als die Freien. Gal.
. .26. 31: nicht der Magd Kinder, ſondern der
Freien. Joh. 8, 36. Ein Chriſt iſt ein freier Herr
über alle Dinge und niemand untertan.
Anm. a. Zeugniſſe.
1. Konkordia. 56 f. 66. 206 f.
2. Luther. Neb. 83, 54. 55. Luth. 4. 130. Anm. b. Dieſe Freiheit von Menſchenſatzungen grün⸗—
det ſich auf die oben genannte Freiheit. Sind wir frei
vom Zwang und Fluch des göttlichen Geſetzes, wie
viel mehr von Menſchengeſetzen.
Hieher gehört auch Freiheit von Menſchen⸗
Anm. c.
lehren. Matth. 15, 9: Lehren, die nichts denn Men— ſchengebot ſind.
Anm. d. Gewiſſenstyrannei iſt es, wenn man jemand mit Gewalt zwingt, zu glauben oder zu tun, was ſein Ge— wiſſen für falſch hält, oder zu verwerfen, was er für recht hält (Chriſtenverfolgungen), oder wenn jemand kraft ſei— ner Autorität andern Gebote 'auflegen will.
Anm. e. Wer andern Geſetze auflegen will (wie die Juden die Beſchneidung, die Phariſäer ihre ſelbſterwählten Werke Ma. 5, 7),
1. macht ſich zu Gott. Abgötterei,
2. raubt Chriſto die Ehre,
3. legt den Jüngern ein Joch auf.
Anm. f. Es gibt nur einen Geſetzgeber, Jak. 4, 12. Chriſtum.
Anm. g. Die Kirche wird nur durch Gottes Wort re— giert.
Anm. ha. Zu den Mitteldingen, welche Gott freigelaſ— ſen hat, gehört z. B. die Form der Privatbeichte, Luth. 1. 129, Kirchenordnungen, Zeremonien. ſ. Mitteldinge.
Anm. i. Daß in der Kirche niemand regieren ſoll, kein Papſt,
Biſchof, Paſtor, Gemeinde, Majorität in der. Gemeinde, Synode, Präſes. Konſiſtorium ſ. unter Kir⸗— chenregiment.
Anm. k. Daß die Kirche auch unabhängig ſein ſoll vom Staat und Obrigkeit, ſ. unter „Kirche und Staat“, „Religionsfreiheit“.
Anm. l. Über die Einteilung dieſer Freiheit ſei ſchließlich bemerkt, daß manche dieſe Freiheit nur auf das Geſetz beziehen (Freiheit vom Geſetz, vom Zeremonial— geſetz, vom Menſchengeſetz), andere dieſelbe weiter ausdehnen: Freiheit vom Teufel, vom Zorn Gottes, von Sündenherrſchaft. — So mancherlei Zwang ſich denken läßt, ſo vielerlei Freiheit könnte man nennen.
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2. Christian freedom is
a. a freedom from the Law. Rom. 10:4: Christ is the end of the law. 1 Tim. 1:9: the law is not made for a righteous man (that is, for the Christian, insofar as he is a Christian). Gal. 4:4-5: that he might redeem them that were under the law. As a wife becomes free from her husband through his death, so we have become free from the Law through Christ's death, and thereby
1. from the curse of the Law, Rom. 8:1: no condemnation to them, Gal. 3:13: redeemed from the curse of the law. Konk. 640, § 4. The curse of Deut. 27:26 no longer strikes us:
2. from the compulsion and bondage of the Law. As the sun shines without being commanded to, so a Christian does everything unforced, no longer stands under the driver's rod, is no longer driven to keep the Law first by its punishment and threat, nor first by its promise and reward, but does everything at the Spirit's prompting. An exhortation by the mercies of God, Rom. 12:1, accomplishes everything. Konk. 641, § 6.
Note a. The natural man is a slave of the Law. Jer. 31:32: and I had to compel them. This servile disposition does not flow from love to God, but from a heart hostile to God, from fear of punishment. Such have their reward.
Note b. In this bondage lie all who wish to become righteous through the Law. The time one wearies oneself with this is time lost. We do not need to fulfill the Law in order thereby to be saved. Can. 1900, 15;
b. a freedom from the ceremonial law. In the Old Testament many prohibitions were given. Walth. Epi. 296. But now it is said: Let no man therefore judge you, Col. 2:16, be not entangled again with the yoke of bondage, Gal. 5:1. Thereby we are free, e.g.,
1. from fixed holy days, from the Sabbath. Rom. 14:5: One man esteemeth one day above another. Let every man be fully persuaded in his own mind. The apostle could not speak so if the holy days were commanded in the New Testament. Konk. 67, 1613;
2. from dietary laws. Rom. 14:2, 22.
Note a. What a bondage, what a yoke, Gal. 5:1, that was! Gal. 3:24: kept under the law, and shut up. Schoolmaster.
Note b. The believers of the Old Testament suffered harm to their souls if they left the prescribed ceremonies unfulfilled; we may leave the whole outward Old Testament worship aside, because these commands no longer concern us.
Note c. Whoever still wants to keep pieces of this law tempts God, Acts 15:10, and makes all of God's work on his heart vain. Gal. 4:11: I have bestowed upon you labor in vain;
c. a freedom from the dominion and bondage of sin. A Christian is no longer a slave of sin, but lives in free love toward him who died for him. Rom. 6:14: sin shall not have dominion over you. 6:19-23: made free from sin, and become servants to God. 1 John 3:9: Whosoever is born of God doth not commit sin.
Note a. Sin, e.g., hatred, covetousness, drunkenness, envy, etc., exercises a dominion over man. From this dominion man cannot free himself. Even if he prevents gross outbursts of sin, he cannot tear the desire for sin out of his heart.
Note b. What bondage that is! One yields one's members unto uncleanness and iniquity unto iniquity. Rom. 6:19. The freedom to sin, to go on unhindered in sin, is nothing but wretched slavery.
Note c. And the fruit of this service of sin? Things whereof ye are now ashamed. Rom. 6:21. The end is death. Rom. 6:21.
Note d. If Christ enters into a heart, the power of sin is broken. Poor prisoners who had been bound for years throw off their chains.
Note e. As to justification, this freedom is complete; as to sanctification, however, it is incomplete, only at its beginning. Therefore let no one lose courage when he sees that he has not yet reached the goal;
d. a freedom from the curse of sin, from the terror of sin, and therewith at the same time a freedom
1. from the wrath of God, Eph. 2:3: were children of wrath;
2. from death and the terror of death. The cord is cut in two and we are free.
Note a. Sin, death, the devil, hell, the world — nothing can condemn us.
Note b. Many indeed still feel fear and torment over their sin, but that is now, properly speaking, not the work of sin, but of their unbelief;
e. a freedom from all commandments of men. What Christ has left free (matters indifferent), no one may make into sin for us. No one may rule over another's conscience. No one may impose laws on another as binding on conscience. 2 Cor. 1:24: not for that we have dominion over your faith. 1 Pet. 5:3: neither as being lords over God's heritage. 2 Cor. 8:8: I speak not by commandment. 1 Cor. 7:23: be not ye the servants of men. Christians are all
1. brothers, Matt. 23:8. There is no superiority and subordination here:
2. kings, Rev. 5:10, although in outward things they are like other men. Can. 1900, 5-6. Who would rule where all are kings?
3. priests. 1 Pet. 2:9: the royal priesthood. As spiritual priests they bow, in doctrine and life, under nothing but God's word:
4. free. 1 Pet. 2:16: as free. Gal. 4:26, 31: not children of the bondwoman, but of the free. John 8:36. A Christian is a free lord over all things, and subject to no one.
Note a. Testimonies.
1. Book of Concord, 56f., 66, 206f.
2. Luther. Neb. 83, 54-55. Luth. 4, 130.
Note b. This freedom from human ordinances is grounded on the freedom named above. If we are free from the compulsion and curse of the divine Law, how much more from human laws.
Note c. Here also belongs freedom from human doctrines. Matt. 15:9: teaching for doctrines the commandments of men.
Note d. It is tyranny over conscience when one forces someone by violence to believe or do what his conscience holds to be false, or to reject what he holds to be right (persecution of Christians), or when someone, by virtue of his authority, wants to impose commandments on others.
Note e. Whoever wants to impose laws on others (as the Jews did circumcision, the Pharisees their self-chosen works, Ma. 5, 7),
1. makes himself God. Idolatry,
2. robs Christ of his honor,
3. lays a yoke on the disciples.
Note f. There is only one lawgiver, Jas. 4:12, Christ.
Note g. The Church is governed only by God's word.
Note h. Among the matters indifferent that God has left free belong, e.g., the form of private confession, Luth. 1, 129, church orders, ceremonies. See Matters Indifferent.
Note i. That no one is to rule in the Church — no pope, bishop, pastor, congregation, majority in the congregation, synod, president, consistory — see under Church Government.
Note k. That the Church should also be independent of the state and civil authority, see under "Church and State," "Religious Freedom."
Note l. Concerning the classification of this freedom, it should finally be noted that some relate this freedom only to the Law (freedom from the Law, from the ceremonial law, from human law), while others extend it further: freedom from the devil, from the wrath of God, from the dominion of sin. — As manifold as the forms of compulsion one can conceive, just so manifold are the forms of freedom one could name.
- Konk. 640
- Konk. 641
- Can. 1900, 13
margin
- Can. 1900, 13. 14
margin
- Ma. 5, 10
margin
- O. 74, 22
margin
- Neb. 83, 53
margin
- Mit. 71, 25
margin
- Can. 1900, 9
margin
- Can. 1900, 9. 11
margin
- Can. 1900, 9. 11. 5
margin
- Can. 1900, 9. 11. 5. 74, 20
margin
- Wis. 92, 45
margin
- Mit. 74, 42
margin
- Wis. 94, 22
margin
- Wis. 94, 22. 23
margin
- Ma. 1, 100— 102
margin
- Can. 1900, 12
margin
- Ma. 21, 184
margin
- O. 74, 21
margin
- Wis. 92, 46
margin
- Wis. 92, 46. 47
margin
- Mit. 74, 42
margin
- Süd. 1901, 23
margin
- Can. 1900, 15
- Walth. Epi. 296
- Konk. 67
- Neb. 83, 52
margin
- Ma. 5, 8
margin
- Ma. 5, 8. 9
margin
- Ma. 5, 5
margin
- Ma. 5, 5. 6
margin
- Mit. 74, 42
margin
- Wis. 94, 23
margin
- Neb. 83, 53
margin
- Can. 1900, 17
margin
- Can. 1900, 17. 18
margin
- O. 74, 23
margin
- Mit. 71, 10
margin
- Mit. 71, 10. 11
margin
- Wis. 92, 48
margin
- Wis. 92, 48. 49
margin
- Can. 1900, 17—21
margin
- Min. 88, 57
margin
- Luth. 3, 103 The Freedom from the Sabbath of the Old Covenant, Which Christians Have Received through the Gospel.
margin
- Mich. 89, 17
margin
- Can. 1900, 18
margin
- Can. 1900, 18. 19
margin
- Ma. 5, 4
margin
- Ma. 5, 4. 5
margin
- Ma. 5, 4. 5. 7
margin
- Mit. 71, 12
margin
- Ma. 1, 105
margin
- Ma. 1, 105. 106
margin
- Ma. 1, 105. 106. 5, 208
margin
- Süd. 1901, 24
margin
- Wis. 92, 46
margin
- Wis. 92, 46. 47
margin
- Walth. Epi. 202
margin
- Walth. Epi. 202. 203
margin
- Ma. 5, 206
margin
- Ma. 5, 206. 207
margin
- Can.
1900. 5
- Can.
1900. 5. 6
- Neb. 83, 54
- Neb. 83, 54. 55
- Luth. 4. 130
- Ma. 5, 209
margin
- Ma. 5, 209. 210
margin
- Ma. 5, 209. 210. 203
margin
- Walth. Epi. 204
margin
- Walth. Epi. 200
margin
- Quart. 2, 137
margin
- Stöckh. Pass. 89
margin
- Stöckh. Pass. 90
margin
- Quart. 2, 138
margin
- Ma. 20, 49
margin
- L. W. 48, 321
margin
- Walth. Epi. 201
margin
- Wis. 92, 49
margin
- Wis. 92, 49. 50
margin
- O. 74, 25
margin
- Ma. 1, 104
margin
- Ma. 1, 104. 105
margin
- Ma. 1, 104. 105. 21
margin
- Ma. 1, 104. 105. 21. 184
margin
- Wis. 94, 23
margin
- Luth. 1. 129
margin
- Mit. 91. 30
margin
- O. 68, 22
margin
- Can. 1900, 23
margin
- Luth. 52. 85
margin
- Can. 1900, 23
margin
- Ma. 1, 101
margin
- Mit. 91. 33
margin
- Il. 98. 19
margin
- Mit. 74, 13
margin
- Luth. 4, 129
margin
- Ma. 5, 7
- Luth. 1. 129
- W. 83, 24
margin
- W. 83, 19
margin
- Mit. 71, 25
margin
- Süd. 91, 33
margin
- Can. 1900, 24
margin
- W. 83, 20
margin
- Syn. 96, 39
margin
- Syn. 96, 39. 40
margin
- Luth. 3, 33 (Submitted.) The (Pseudo) Lutherische Hirtenstimme
margin
- Wis. 92, 52
margin
- Wis. 92, 52. 53
margin
- W. 83, 21
margin
- W. 83, 21. 22
margin
- Neb. 83, 53
margin
- Luth. 6, 21
margin
- O. 74, 19
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- Wis. 92, 44
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- Wis. 92, 44. 45
margin
- Ma. 21. 1841. M. 83, 20.
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3.
—
3. Dieſe Freiheit iſt
a. durch Chriſtumerworben. Gal. 5, 1: damit uns Chriſtus befreit hat. Joh. 8, 36: So euch der Sohn frei macht.
Anm. a. Der Menſch war zwar frei geſchaffen. Er hat aber die ihm von Gott verliehene Freiheit mißbraucht und durch Sünde verſcherzt. Nun werden alle Menſchen in Ketten und Feſſeln geboren. Wis. 92, 41. 42.
Anm. b. Chriſtus läßt ſich für uns binden. Nun iſt die ſelige Zeit der Freiheit gekommen. Die Auferſtehung Chriſti iſt das laute Zeugnis: Ihr ſeid frei. „Freiheit“ iſt das Thema aller Oſterlieder und-Predigten. Walth. Epi. 201. 198.
Anm. c. Durch Gottes Blut erkauft! Wie hoch ſteht einem Volk die Freiheit, die durch große Opfer an Gut und Blut erkauft iſt:
b. eine Frucht
1. der Erlöſung,
2. der Rechtfertigung,
3. des Evangelii. Joh. 8, 32: Die Wahr⸗
heit wird euch frei machen,
4. des Glaubens. 2 Kor. 3, 17: Wo der
Geiſt des Herrn iſt, da iſt Freiheit. Bei Unchriſten
kann von ſolcher Freiheit nicht die Rede ſein. Ob⸗
wohl ſie für alle Menſchen erworben iſt, iſt der Welt
dieſe Freiheit terra incognita. Sie liebt die Finſter⸗
nis mehr denn das Licht, die Knechtſchaft mehr denn
die Freiheit;
c. eine Eigenſchaft einer wohlgegrün⸗
deten lutheriſchen Gemeinde. Die lutheri⸗
ſche Kirche, die Kirche der Reformation
1. erkennt das Prinzip der Freiheit in ſeiner gan⸗
zen Tragweite an,
2. ſteht als treue Hüterin der chriſtlichen Frei—
heit da.
Anm. a. Durch Luthers Reformation iſt uns dieſe
Freiheit wiedergegeben. Wie ſchmachteten die Menſchen
vor der Reformation unter der Herrſchaft des Papſtes!
Luther hat die geknechteten Gewiſſen losgemacht von
1. dem Papſt,
2. den Schwärmern und Bilderſtürmern,
3. den aufrühreriſchen Bauern,
4. der Obrigkeit.
Anm. b. Wie ſind die Lutheraner eingetreten für ihre
Freiheit zu Speier 1529, Augsburg 1530 in ihren Be⸗
kenntnisſchriften!
Anm. c. Wo das Prinzip der chriſtlichen Freiheit nicht
einmal anerkannt wird, iſt keine lutheriſche Ge⸗
meinde. Wo das Prinzip zwar in der Theorie anerkannt,
aber in der Praris nicht durchgeführt wird, iſt zwar
eine lutheriſche, aber keine wohlgegründete Gemeinde. Anm. d. In unſerer Synode iſt jedem Freiheit
gewährt. Niemand legt uns Geſetze auf. Die Synode
iſt nur beratend. Kein Synodalbeſchluß hat bindende
Kraft.
Anm. e. Doch kann es auch in einer lutheriſchen Ge⸗
meinde und Synode vorkommen, daß Gemeindeglieder
ſich einen Anhang zu verſchaffen ſuchen, um dies und je⸗
nes durchzuſetzen, daß Paſtoren eine Gewiſſensherrſchaft
ausüben und Synodalbeanite regieren wollen.
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3. This freedom is
a. won through Christ. Gal. 5:1: wherewith Christ hath made us free. John 8:36: If the Son therefore shall make you free.
Note a. Man was indeed created free. But he abused the freedom given him by God and forfeited it through sin. Now all men are born in chains and fetters. Wis. 92, 41-42.
Note b. Christ let himself be bound for us. Now the blessed time of freedom has come. Christ's resurrection is the loud testimony: You are free. "Freedom" is the theme of all Easter hymns and sermons. Walth. Epi. 201, 198.
Note c. Bought with God's blood! How highly should a people esteem the freedom that has been bought with great sacrifice of goods and blood!
b. a fruit
1. of redemption,
2. of justification,
3. of the Gospel. John 8:32: the truth shall make you free,
4. of faith. 2 Cor. 3:17: where the Spirit of the Lord is, there is liberty. Among non-Christians there can be no talk of such freedom. Although it has been won for all men, this freedom is terra incognita to the world. It loves darkness more than light, bondage more than freedom;
c. a mark of a well-grounded Lutheran congregation. The Lutheran Church, the Church of the Reformation,
1. recognizes the principle of freedom in its full scope,
2. stands as the faithful guardian of Christian freedom.
Note a. Through Luther's Reformation this freedom was given back to us. How people languished before the Reformation under the dominion of the pope! Luther freed the enslaved consciences from
1. the pope,
2. the enthusiasts and image-breakers,
3. the rebellious peasants,
4. the civil authority.
Note b. How the Lutherans stood up for their freedom at Speyer in 1529, at Augsburg in 1530, in their confessional writings!
Note c. Where the principle of Christian freedom is not even recognized, there is no Lutheran congregation. Where the principle is indeed recognized in theory but not carried out in practice, there is indeed a Lutheran, but not a well-grounded, congregation.
Note d. In our synod, freedom is granted to everyone. No one imposes laws on us. The synod is only advisory. No synodical resolution has binding force.
Note e. Yet it can happen even in a Lutheran congregation and synod that members seek to gather a following for themselves in order to push through this or that, that pastors exercise a tyranny over conscience, and synodical officials wish to rule.
- Wis. 92, 41
- Wis. 92, 41. 42
- Walth. Epi. 201
- Walth. Epi. 201. 198
- Wis. 92, 41
margin
- Wis. 92, 41. 42
margin
- Wis. 92, 41. 42. 27
margin
- Wis. 92, 41. 42. 27. 28
margin
- Stöckh. Pass. 85
margin
- Stöckh. Pass. 87
margin
- Wis. 92, 59
margin
- Can. 1900, 11
margin
- Neb. 83, 50
margin
- Neb. 83, 50. 52
margin
- Cal. 1904, 29
margin
- Ma. 20, 18
margin
- Can. 1900, 11
margin
- Can. 1900, 11. 6
margin
- Wis. 92, 43
margin
- Wis. 94. 39
margin
- L. W. 19, 45
margin
- Wis. 94, 12
margin
- L. W. 48, 321
margin
- L. W. 48, 321. 322
margin
- Wis. 94, 13—16
margin
- Wis. 94, 17
margin
- Wis. 94, 17. 18
margin
- Wis. 94, 18
margin
- Wis. 94, 18. 19
margin
- Wis. 94, 19
margin
- Wis. 94, 20
margin
- Wis. 94, 20. 21—23
margin
- Wis. 94, 40
margin
- Mit. 91, 32
margin
- O. 68, 22
margin
- Can. 1900, 50
margin
- Can. 1900, 50. 51
margin
- Wis. 94, 25
margin
- Wis. 94, 25. 26
margin
- Jo. 79, 56
margin
- Jo. 79, 56. 57
margin
- Mit. 91, 36
margin
- O. 74.
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4.
Antitheſe
4. Antitheſe. Die Sekten rauben durch allerlei Men⸗
ſchenſatzungen den Chriſten die Freiheit, z. B.
a. Papiſten mit ihrem Bibelverbot, Ablaßhandel,
Beichtzwang, Eheverbot u. ſ. w. Hier werden die Men⸗
ſchen mehr geknechtet als unter dem Zeremonialgeſetz.
Konk. 65. 55. 49.
b. Reformierte mit ihren Kirchenzeremonien, z.
B Brotbrechen. Die Obrigkeit ſoll ſich der geiſtlichen
Dinge annehmen. Wis. 94, 28.
c. Eviskopale. Könige und Fürſten müſſen für
den Glauben eintreten, kraft ihres Amtes.
d. Methodiſten. Die Biſchöfe ſetzen die Prediger
ein.
e. Presbyterianer. Die Presbyter oder Alteſten
beherrſchen die Gemeinde.
Schon die Puritaner, die hier einwanderten, Anm.
übten denſelben Zwang, den ſie in England erfahren hat⸗
ten, an andern.
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4. Antithesis. The sects rob Christians of their freedom through all manner of human ordinances, e.g.,
a. papists with their prohibition of the Bible, traffic in indulgences, compulsory confession, prohibition of marriage, etc. Here men are enslaved more than under the ceremonial law. Konk. 65, 55, 49.
b. Reformed with their church ceremonies, e.g., the breaking of bread. The civil authority is to take charge of spiritual matters. Wis. 94, 28.
c. Episcopalians. Kings and princes must stand up for the faith, by virtue of their office.
d. Methodists. The bishops appoint the preachers.
e. Presbyterians. The presbyters or elders rule the congregation.
Note. Even the Puritans who immigrated here practiced on others the same compulsion they had experienced in England.
- Konk. 65
- Konk. 65. 55
- Konk. 65. 55. 49
- Wis. 94, 28
- Can. 1900, 7
margin
- Wis. 94, 27
margin
- Wis. 92. 67—69
margin
- Wis. 92. 67—69. 94, 27
margin
- W. 83, 22
margin
- W. 83, 22. 31
margin
- Mit. 91, 30
margin
- Mit. 91, 30. 31
margin
- Cal. 1904, 46
margin
- Cal. 1904, 46. 48
margin
- L. W. 19, 44
margin
- L. W. 19, 44. 45
margin
- Wis. 94. 28
margin
- Wis. 94, 28
margin
- W. 83, 49
margin
- Wis. 94. 28
margin
- Syn. 96, 35
margin
- Wis. 94, 27
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- Wis. 94, 27. 28
margin
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5.
—
5. Der Mißbrauch der chriſtlichen Freiheit beſteht da⸗
rin, daß man
a. ſie zum Deckel der Bosheit ge.⸗
braucht. 1 Petr. 2, 16. Es iſt nicht eine fleiſchliche
Freiheit, eine Freiheit zum Saufen, Tanzen, Theater⸗
beſuchen, zur Teilnahme an ſündlichen Vergnügungen,
Vereinen. Niemand ſoll ſich hier auf ſeine Freiheit be—
rufen und ſprechen: Wer will mir das verbieten! Gal.
5, 13.
Anm. a. Viele berufen ſich auf ihre Freiheit und
1. wollen damit Verſäumung des Gottesdienſtes,
der Gemeindeverſammlung, Unterlaſſung des Haus⸗
gottesdienſtes und der Kinderzucht entſchuldigen,
2. wollen ſich nun dem Regiment des Wortes Got⸗
tes, der Kirchenzucht entziehen,
3. ſträuben ſich gegen die Beichtanmeldung, da⸗
mit ihre Sünde nicht geſtraft werden möchte.
Anm. b. Manche berufen ſich auf die Freiheit vom
Sonntag und meinen nun frei zu ſein vom Gottesdienſt. Anm. c. „Ein freies Leben führen wir“ heißt es auch
bei manchen Getauften.
„Ich laſſe mich in meinem Ge⸗
wiſſen nicht binden.“ Stöckh. Paſſ. 86.
Anm. d. Iſt ſchon das ein Unrecht, wenn wir durch
Tun eines Mitteldinges unſern ſchwachen Mitbru⸗
der ärgern, wie viel mehr das, wenn man unter dem
Deckmantel der Freiheit Böſes tun will.
Anm. e. Nicht das iſt die Frage: Wie weit kann ich
gehen, ehe man mich als einen Gottloſen angreifen kann?
ſondern: Wie bewahre ich ein gut Gewiſſen?
b. ſich derſelben bedient wider die Lie⸗
be. Wird durch den Gebrauch eines Mitteldings dem
Schwachen Anſtoß gegeben, ſo ſoll man gern einmal auf
ſeine Freiheit Verzicht leiſten. 1 Kor. 8, 9—13. Sehet
zu, daß dieſe eure Freiheit nicht gerate zu einem Anſtoß
der Schwachen. Röm. 14, 15. 21: Es iſt beſſer, du eſſeſt
kein Fleiſch u. ſ. w. 1 Kor. 6. 12: es frommt nicht
alles.
Anm. a. Man ſoll in Mitteldingen
1. nicht rückſichtslos und lieblos auf ſeine Frei—
heit pochen:
2. die Gewiſſen nicht verwirren, Röm. 14. 1, d.
h. nicht dazu beitragen, daß er uns etwas nachtue
ohne Üüberzeugung wider ſein Gewiſſen. Wer das
gute Gewiſſen verliert, geht auch des Glaubens ver⸗
luſtig;
3. die Liebe walten laſſen. 1 Kor. 16, 14: Alle
eure Dinge laſſet in der Liebe geſchehen. 13, 5:
Die Liebe ſuchet nicht das Ihre. Phil. 2. 4: Ein
jeglicher ſehe nicht auf das Seine.
Anm. b. Beiſpiele:
Chriſtus, der un Anſtoß zu vermeiden.
Steuern
entrichtete. Matth. 17. 21—27.
Paulus, der, wiewohl er frei war, ſich ſelbſt jeder⸗
mann zum Knechte gemacht hat. 1 Kor. 9, 19: mit
den Juden ein Jude, mit den Schwachen ein Schwa⸗
cher war. 20—23. Das zeigt er z. B. in Bezug
auf
l. die Beſchneidung des Timo⸗
theus, um der Juden willen, Ap. 16, 3;
2. das Götzenopferfleiſch. 1 Kor.
10, 28. 1 Kor. 8. 13: ſo die Speiſe meinen
Bruder ärgert, wollte ich nimmermehr Fleiſch
eſſen. x
Anm. c. Wenn ein ſchwacher Chriſt ſich z. B. an Bil
dern in der Kirche ſtößt, ſo können wir ihm gern nach⸗
Dem Schwachen kann auch einmal die Wahrheit
geben.
weichen.
Mit. 71, 21. 22.
So macht man es auch im Irdiſchen: Kann Anm. d.
jemand das laute Sprechen nicht vertragen, ſo ſpricht man
leiſe.
Rauchen.
Anme. Im Glaunben weicht die Liebe nicht, aber
im Leben gibt ſie nach, wo es nötig iſt.
Anm. f. Ein Chriſt iſt ein freier Herr und niemand
untertan, aber auch ein dienſtbarer Knecht und jedermann
untertan. 1 Kor. 9, 19.
Anm. g. Nimmt ein Bruder ÄArgernis in Mittel⸗
dingen, ſo ſoll man ihn freilich darüber zu belehren ſu—
chen.
Anm. h. Schwach ſind nicht diejenigen, welche ſich ei⸗
genſinnig gegen gute kirchliche Ordnung ſetzen und
nicht lernen wollen.
Anm. i. Nehmen andere Schwache wiederum Anſtoß
an unſerm Verzichtleiſten auf unſere Freiheit, ſitzt man
ſo zwiſchen zwei Feuern, ſo brauche man ſeine Freiheit. 6. Nicht verzichten dürfen wir auf unſere Freiheit in
Mitteldingen, wenn damit zugleich die Lehre preisgege⸗
ben, die Wahrheit verleugnet würde, Konk. 699. 700; a. wenn man mit Abſchaffung eines
Mitteldinges zugleich die Lehre abſchaf⸗
fenn oder mit Einführung eines Mitteldings eine neue
Lehre einführen will. Beiſpiele:
1. Als falſche Lehrer den Chriſten die Beſchnei⸗
dung aufladen wollten, wich Paulus ihnen nicht eine
Stunde. Titus wurde nicht beſchnitten. Gal. 2.
3—5. Ap. 15, 23—29.
2. duech d den 4 Gehrauch d der chriſtlichen Freiheit hat Nenrus das Bekenntnis der Wahrheit verleugnet. Gal. 2, 11—14.
3. Lieber ließ ſich Johann Arndt ſeines Amtes entſetzen, als den Exorzismus aufgeben, weil die Reformierten ihre Lehre von „unſchuldigen Kindern“ einſchmuggeln wollten.
14. Das Aufheben des Sakraments wollte Luther den Schwärmern zum Trotz noch eine Zeit beibehalten.
5. Brotbrechen führen wir nicht ein, weil 8 Bekeumtuöszeremorie geworden iſt. ſ. Abendmahl. § 37.
6. Will man mit Abſchaffung der ſonntäglichen Abſolution die Lehre ſelbſt abtun, ſo weichen wir nicht:
b. wenn man Mitteldinge uns entwe⸗
der als ſündlich verbieten oder ſie uns
gebieten will. Da muß man ſeine Freiheit behaup⸗
ten und nicht gehorchen. Gal. 5. 1: So beſtehet nun in
der Freiheit u. ſ. w. Beiſpiele:
1. Wenn Reformierte uns Bilder in der Kirche verbieten wollen, ſo hängen wir die Kirche voll Bil— der.
2. Den Genuß geiſtiger Getränke laſſen wir uns von Temperenzlern nicht verbieten.
3. Wenn der Papſt verbietet, Fleiſch zu eſſen, ehelich zu werden, ſoll man gerade das Widerſpiel tun. Luthers Heirat.
l. Wenn ein neuer Grabau gebietet, monatlich 66 Cont zu geben, ſo bekommt er gar nichts.
5. Von Puritanern laſſen wir uns nicht
jeden Handariff am Sonntag verbieten.
Anm. Den Halsſtarrigen muß man widerſtehen und
dann ſelbſt auf die Schwachen keine Rückſicht mehr neh⸗
men.
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5. The abuse of Christian freedom consists in this, that one
a. uses it as a cloak for malice. 1 Pet. 2:16. It is not a fleshly freedom, a freedom to carouse, dance, attend the theater, take part in sinful amusements and societies. No one should appeal to his freedom here and say: Who will forbid me that! Gal. 5:13.
Note a. Many appeal to their freedom and
1. want thereby to excuse neglect of worship, of the congregational assembly, omission of family devotions and of the training of children,
2. now want to withdraw from the government of God's word, from church discipline,
3. resist registering for confession, so that their sin might not be reproved.
Note b. Some appeal to freedom from Sunday and now think themselves free from worship.
Note c. "We lead a free life" is also said by some of the baptized. "I will not let my conscience be bound." Stöckh. Pass. 86.
Note d. If it is already wrong when we offend our weak brother by using a matter indifferent, how much more when one wants to do evil under the cloak of freedom.
Note e. The question is not: How far can I go before I can be attacked as a godless person? but: How do I preserve a good conscience?
b. uses it against love. If by the use of a matter indifferent offense is given to the weak, one should gladly renounce one's freedom for once. 1 Cor. 8:9-13. Take heed lest by any means this liberty of yours become a stumblingblock to them that are weak. Rom. 14:15, 21: It is good neither to eat flesh, etc. 1 Cor. 6:12: all things are not expedient.
Note a. In matters indifferent one should
1. not insist on one's freedom ruthlessly and lovelessly:
2. not confuse consciences, Rom. 14:1, that is, not contribute to his doing something after us without conviction, against his conscience. He who loses a good conscience also loses his faith;
3. let love prevail. 1 Cor. 16:14: Let all your things be done with charity. 13:5: charity seeketh not her own. Phil. 2:4: Look not every man on his own things.
Note b. Examples: Christ, who paid the tax to avoid giving offense. Matt. 17:24-27. Paul, who, though he was free, made himself servant unto all. 1 Cor. 9:19: unto the Jews I became as a Jew, to the weak as weak. 9:20-23. He shows this, e.g., with regard to
1. the circumcision of Timothy, for the Jews' sake, Acts 16:3;
2. meat offered to idols. 1 Cor. 10:28. 1 Cor. 8:13: if meat make my brother to offend, I will eat no flesh while the world standeth.
Note c. If a weak Christian, for example, takes offense at pictures in the church, we may gladly yield to him. The weak may sometimes even be given the truth to bear. Mit. 71, 21-22.
Note d. One does the same in ordinary life: if someone cannot bear loud speech, one speaks quietly. Smoking.
Note e. In matters of faith, love does not yield, but in life it gives way where necessary.
Note f. A Christian is a free lord, subject to no one, but also a servant, subject to everyone. 1 Cor. 9:19.
Note g. If a brother takes offense in matters indifferent, one should indeed try to instruct him about it.
Note h. Those are not weak who stubbornly set themselves against good church order and will not learn.
Note i. If, on the other hand, other weak ones take offense at our renouncing our freedom, so that one sits between two fires, then one should use one's freedom.
6. We may not renounce our freedom in matters indifferent when thereby doctrine would at the same time be surrendered, the truth denied. Konk. 699-700;
a. when, along with abolishing a matter indifferent, one wants at the same time to abolish doctrine, or, with the introduction of a matter indifferent, to introduce a new doctrine. Examples:
1. When false teachers wanted to burden Christians with circumcision, Paul did not yield to them for one hour. Titus was not circumcised. Gal. 2:3-5. Acts 15:23-29.
2. Through the wrong use of Christian freedom, Peter denied the confession of the truth. Gal. 2:11-14.
3. Johann Arndt would rather be deposed from his office than give up exorcism, because the Reformed wanted to smuggle in their doctrine of "innocent children" thereby.
4. Luther, in defiance of the enthusiasts, wanted to keep the elevation of the sacrament for a time still.
5. We do not introduce the breaking of bread, because it has become a confessional ceremony. See Lord's Supper, § 37.
6. If someone wants to abolish the doctrine itself by abolishing Sunday absolution, we do not yield:
b. when someone wants either to forbid us matters indifferent as sinful, or to command them to us. There one must assert one's freedom and not obey. Gal. 5:1: Stand fast therefore in the liberty, etc. Examples:
1. If the Reformed want to forbid us pictures in church, we hang the church full of pictures.
2. We do not let temperance advocates forbid us the enjoyment of spirituous drinks.
3. If the Pope forbids eating meat, or marrying, one should do exactly the opposite. Luther's marriage.
4. If a new Grabau commands giving 66 cents monthly, he gets nothing at all.
5. We do not let Puritans forbid us every handiwork on Sunday.
Note. One must resist the stubborn, and then no longer show consideration even for the weak.
- Stöckh. Pass. 86
- Can. 1900, 51 —56
margin
- W. 94, 47
margin
- Wis. 94, 37
margin
- Luth. 22, 14
margin
- Luth. 22, 14. 15
margin
- Mit. 71, 34
margin
- Mit. 71, 34. 35
margin
- Mit. 71, 34. 35. 26
margin
- Wis. 94, 36
margin
- Mit. 1904, 40
margin
- Mit. 1904, 38
margin
- Mit. 1904, 38. 39
margin
- Min. 88, 57
margin
- Min. 88, 57. 59
margin
- Can. 1900, 7
margin
- O. 74, 14
margin
- Can. 1900, 9
margin
- Can. 1900, 9. 57—61
margin
- O. 74, 46—48
margin
- O. 74, 46—48. 13
margin
- O. 74, 46—48. 13. 14
margin
- Wis. 92, 55
margin
- Wis. 92, 55. 56
margin
- Luth. 56, 290
margin
- Neb. 94, 64
margin
- Süd. 97, 47
margin
- Mit. 1904, 39
margin
- Mit. 1904, 39. 40
margin
- Walth. Epi. 299
margin
- Walth. Epi. 299. 300
margin
- Mich. 83, 74
margin
- Syn. 75, 9
margin
- Neb. 83, 58
margin
- Luth. 3. 41 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Wis. 94. 24
margin
- Ma. 21. 18
margin
- Ma. 21. 18. 188
margin
- Mit. 75, 13
margin
- Can. 1900, 16
margin
- Can. 1900, 16. 47
margin
- Mit. 76, 13
margin
- Mit. 71, 21
- Mit. 71, 21. 22
- Konk. 699
- Konk. 699. 700
- O. 74, 49
margin
- Luth. 56, 306
margin
- Stöckh. N. T. 151
margin
- Mit. 71, 13
margin
- Can. 1900, 48
margin
- Can. 1900, 48. 49
margin
- O. 74, 51
margin
- O. 74, 51. 52
margin
- O. 68, 23
margin
- Luth. 56, 321
margin
- Mit. 1904, 41
margin
- Mit. 1904, 41. 42
margin
- Luth. 3, 41 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- O. 74, 33
margin
- Mich. 83, 73
margin
- Il. 76, 78
margin
- Luth. 56, 305
margin
- Luth. 56, 305. 306
margin
- Mit. 76, 44
margin
- Mit. 76, 44. 75, 73
margin
- Mit. 76, 44. 75, 73. 74
margin
- Il. 76, 79
margin
- Mit. 71, 28
margin
- Ma. 21, 187
margin
- Ma. 21, 187. 188
margin
- Luth. 56, 289
margin
- Luth. 56, 289. 290
margin
- Mit. 71, 21
margin
- Luth. 56, 354
margin
- Neb. 94. 64
margin
- O. 74, 34
margin
- Past. 54
margin
- Wis. 92, 65
margin
- Wis. 92, 65. 66
margin
- Can. 1900, 30
margin
- Can. 1900, 30. 31
margin
- Mich. 83. 74
margin
- Syn. 75, 9
margin
- Il. 76. 78
margin
- O. 74, 33
margin
- Mit. 1901, 42
margin
- Mit. 1901, 42. 43
margin
- Luth. 56, 322
margin
- Wis. 92, 64
margin
- Wis. 92, 64. 65
margin
- O. 68, 24
margin
- Luth. 56, 323
margin
- Ka. 1901, 42
margin
- Ka. 1901, 42. 43
margin
- Il. 76, 76
margin
- Can. 1900, 35
margin
- Can. 1900, 35. 36
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- Mit. 71, 22
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- Mit. 71, 22. 23
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- Mit. 71, 22. 23. 19
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- Il. 76, 79
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- Luth. 3, 41 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
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- Can. 1900, 32—34
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- Can. 1900, 32—34. 2
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- Can. 1900, 32—34. 2 79, 56
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- Il. 76, 79
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- Can. 1900, 36
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- Ma. 186
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- Ma. 186. 185
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- Ma. 186. 185. 83, 58
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- Ma. 186. 185. 83, 58. 57
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- Can. 1900, 32
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- O. 68, 22
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- O. 68, 22. 23
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- Can. 1900, 36
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- Syn. 75, L. L. 74, 32.
- Arndt ſeines Amtes entſe
- Neb. 52.
vol a, printed page
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7.
Der rechte Gebrauch der Freiheit
7. Der rechte Gebrauch der Freiheit. Die chriſtliche
Freiheit ſoll man
a. hochſchätzen. Wer ſich des Wertes ſeiner Frei—
heit bewußt iſt, wird ſich nicht leicht in Ketten ſchlagen
laſſen.
Anm. a. Welch ein herrliches Kleinod iſt die Freiheit!
Alle weltliche Freiheit iſt nichts dagegen.
Anm. b. Geringſchätzung der Freiheit iſt der
Anfang
vom Verluſt:
b. immer beſſererkennen. Dazu gehört,
1. daß der Paſtor die Gemeinde fleißig über ihre Freiheit belehrt. Auch wenn manche die Lehre von der Freiheit mißbrauchen, darf man ſie doch nicht verſchweigen,
2. daß die Gemeindeglieder fleißig die Gemeinde— verſammlungen beſuchen, damit das Regiment nicht in die Hände einzelner gelangt;
c. recht anwenden. Dazu gehört, daß wir in
Mitteldingen
1. keinen Zwangüben, auch nicht mit geſchriebenen Ordnungen und Gemeindebeſchlüſſen zu viel operieren. Wis. 94, 32
2. die nötige Vorſicht brauchen. Wir ſollen uns prüfen, ob die Sache auch wirklich ein Mittelding iſt, ob ſie nicht vielleicht um anderer hinzukommenden Umſtände willen zu unterlaſſen ſei. Nicht mehr zu den Mitteldingen gehört z. B. Anſchluß an weltliche Singvereine, Turnvereine, Vereine, deren Zwecke ſündlich ſind, Tanzen.
Anm. a. Wir ſollen uns nichts erlauben, wovon wir nicht aus Gottes Wort wiſſen, daß es recht iſt.
Anm. b. Halten wir ein Mittelding für Sünde
und tun es doch, ſo iſt es uns Sünde;
3. die Liebe walten laſſen;
4. um der Liebe willen uns in kirchliche Ordnung fügen, auch wenn ſie uns nicht gefallen. Nur ein Eigenſinniger wird ſagen: Ich richte mich nach keiner Ordnung:
d. bewahren. Dazu gehört, daß wir
1. in Sachen des Glaubens unſer Recht zu ur— teilen wahren (ſ. Lehre, Chriſten können Lehre beurteilen),
2. in Miteldingen keinen Zwang dulden, z. B dem Paſtor Jo. 79, 49. dem Papſt, den Sekten gegenüber. Wis. 94, 45. 46,
3. uns die Freiheit nicht rauben laſſen von denen die ſie beeinträchtigen wollen.
Anm. a. Hierzu ſoll uns bewegen
1. Gottes Befehl: Gal. 5, 1: beſtehet nun in der Freiheit, Kol. 2, 16: So laſſet nun niemand euch Gewiſſen machen, 1 Kor. 7, 23: werdet nicht der Menſchen Knechte. Konk. 66, 51. 699, 11—12 700, 13—15;
2. der Apoſtel Beiſpiel.
Ap. 15. 28. 29 Gal. 2, 11;
3. die Geſchichte der Kirche, die da zeigt. wie immer Menſchenſatzungen in die Kirche ein— dringen wollten:
4. der große Schade, den der Verluſt der Freiheit mit ſich bringt. Gal. 5, 4: ihr habt Chriſtum verloren, 5, 2: ſo iſt euch Chriſtus kein nütze. Sie haben keinen Teil an Chriſto und ſeiner Erls— ſung. 4. 30: Stoß die Magd hinaus.
Anm. a. Wird jemand ein Menſchenknecht, ſo muß
er ſich erſt von Chriſtum losſagen. Ein Deutſchamerikaner.
der hier Bürger geworden iſt, muß erſt abſchwören, ebe
er in Deutſchland wieder angenommen wird.
Anm. b. Geiſtliche Güter laſſen ſich die Men⸗
ſchen leicht rauben.
Anm. e. Zur Bewahrung dieſer Freiheit ſoll man
Leib und Leben laſſen. Was tut die Welt, um irdiſche
Freiheit zu erhalten? Kauft Waffen, verbreitet Frei—
heitsſchriften.
Anm . Auch unſern Kindern und Nachkommen ſoll⸗ Wis. 94, 44.
ten wir dieſe Freiheit zu erhalten ſuchen.
Anm. e. Darum auf zum Kampfe gegen alle unſere Walth. Epi. 204. Tyrannen: ſeien es Sünde, Teufel, Menſchen u. ſ. w. Re⸗
volution gegen geiſtliche Tyrannen iſt gottgefällige Re⸗
volution. Wer an dieſem Kampf nicht teilnimmt, wird
auch am Sieg keinen Anteil haben:
e. beweiſen. Iſt ein Volk frei geworden von der Can. 1900, 37 — 42. Ma. Tyrannenherrſchaft, ohnſe Regiment kann es nicht ſein. 5, 210. 211. Dienen. Einen Herrn muß jeder haben. So beweiſen Chriſten,
die ihre Tyrannen losgeworden ſind, dies damit, daß ſie
nun dem leben und dienen, der für ſie geſtorben und
auferſtanden iſt. Röm. 14, 7. 8: Unſer keiner lebt ihm
ſelber. 12, 1: begebet eure Leiber zum Opfer. Matth.
11, 29: Nehmet auf euch mein Joch. Selige Diener
Gottes. Ihre Werke ſind in Gott getan. Ihr Ende das
ewige Leben. Röm. 6, 2. Vollkommene Freiheit genie—
ßen ſie im Himmel. Röm. 8, 21: die herrliche Freiheit.
Homiletik.
Sonntag nach Weihnacht. — Epi.
Von der Freiheit der Kinder Gottes. Dieſe Freiheit a. iſt bei den unmündigen Kindern im alten Teſtament eingeſchränkt, b. geht bei den mündigen Kindern viel weiter. — Ma. 19, 375.
Neujahr. — Epi.
Die Neujahrsloſung: Aus der Knechtſchaft des Geſetzes zur ſeligen Freiheit der Kinder Gottes. Wir wollen a. die alte Knechtsarbeit mit dem alten Jahr fahren laſſen, b. im neuen Jahre der ſeligen Freiheit der Kinder Gottes gebrauchen und genießen. — Ma. 5, 3
Oſtern 1. — Ev.
Das große Befreiungsfeſt. a. Von der Weltfurcht, b. von der Sündenangſt, c. von des Todes Schrecken. — Quart. 2, 137.
Unſere chriſtliche Freiheit die köſtliche Frucht der Auferſtehung Chriſti. Wir ſind nun frei von der Knechtſchaft g. des Geſetzes, b. der Menſchen, e. der Sünde. — Ma. 1, 100.
1 Kor. 15, 55—57. Die wahre Freiheit, die herrliche Frucht der Auferſtehung Chriſti. a. Die Freiheit von dem Recht der Sünde, uns zu quälen und zu verdammen, b. die Freiheit von der Macht der Sünde, uns zu zwingen und über uns zu herrſchen. — Walth. Epi. 199.
4. Sonntag nach Trin. — Epi.
Die zukünftige vollendete Freiheit der Kinder Gottes. a. Worin ſie beſtehen werde, b. wie tröſtlich die Hoffnung auf dieſelbe für Kinder Gottes iſt. — Ma. 17, 189. 190.
7. Sonntagnach Trin. — Epi.
Vom Unterſchied der wahren und ſalſchen Freiheit. a. Ihre verſchiedene Art, b. ihre verſchiedenen Früchte und Folgen. — Ma. 5, 206.
Freiterxte.
1 Kor. 6, 12. Von der chriſtlichen Freiheit und vom rechten Brauch derſelben. a. Worin ſie beſteht, b. welche Menſchen ſie angeht, c. wie ſie recht zu gebrauchen ſei. — Luth. 22, 14. — Predigtpamphlet.
Röm. 14, 14—23. Von der Vorſicht, die ein Chriſt auch im Gebrauche ſeiner chriſtlichen Freiheit anzuwenden hat a. in Bezug auf ſich ſelbſt, daß er ſich nichts erlaubt als wovon er gewiß iſt, daß es ihm wirklich nach Gottes Wort frei ſtehe, b. in Bezug auf den Nächſten, daß er nichts tut, wodurch demſelben Argernis gegeben werden könnte. — Walth. Epi. 298.
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7. The right use of freedom. Christian freedom should be
a. highly esteemed. He who is conscious of the value of his freedom will not easily let himself be put in chains.
Note a. What a glorious jewel freedom is! All worldly freedom is nothing compared to it.
Note b. Undervaluing freedom is the beginning of its loss:
b. ever better recognized. To this belongs
1. that the pastor diligently instructs the congregation about their freedom. Even though some abuse the doctrine of freedom, one must not therefore keep silent about it,
2. that the members diligently attend the congregational meetings, so that the government does not fall into the hands of a few;
c. rightly applied. To this belongs, that in matters indifferent we
1. exercise no compulsion, and do not operate too much even with written rules and congregational resolutions. Wis. 94, 32.
2. use the necessary caution. We should examine whether the matter is really indifferent, whether it should perhaps be omitted for the sake of other circumstances that come into play. No longer indifferent, for example, are joining worldly singing societies, gymnastic societies, societies whose purposes are sinful, dancing.
Note a. We should permit ourselves nothing of which we do not know from God's word that it is right.
Note b. If we hold a matter indifferent to be sin, and do it nevertheless, it is sin to us;
3. let love prevail;
4. for love's sake submit to church order, even when it does not please us. Only a stubborn person will say: I follow no order;
d. preserved. To this belongs, that we
1. in matters of faith preserve our right to judge (see Doctrine, Christians can judge doctrine),
2. in matters indifferent tolerate no compulsion, e.g., from the pastor, Jo. 79, 49, from the pope, from the sects. Wis. 94, 45-46,
3. not let our freedom be robbed from us by those who wish to infringe upon it.
Note a. To this we should be moved by
1. God's command: Gal. 5:1: stand fast therefore in the liberty, Col. 2:16: let no man therefore judge you, 1 Cor. 7:23: be not ye the servants of men. Konk. 66, 51. 699, 11-12. 700, 13-15;
2. the apostles' example. Acts 15:28-29. Gal. 2:11;
3. the history of the Church, which shows how human ordinances have always tried to force their way into the Church:
4. the great harm that the loss of freedom brings with it. Gal. 5:4: Christ is become of no effect unto you. 5:2: Christ shall profit you nothing. They have no part in Christ and his redemption. 4:30: Cast out the bondwoman.
Note a. If anyone becomes a servant of men, he must first renounce Christ. A German-American who has become a citizen here must first renounce his citizenship before he is received back in Germany.
Note b. Men easily let spiritual goods be taken from them.
Note c. For the preservation of this freedom one should give body and life. What does the world do to preserve earthly freedom? It buys weapons, distributes writings on liberty.
Note. We should also seek to preserve this freedom for our children and descendants. Wis. 94, 44.
Note e. Therefore, on to the battle against all our tyrants: be they sin, the devil, men, etc. Walth. Epi. 204. Revolution against spiritual tyrants is a revolution pleasing to God. He who does not take part in this battle will have no part in the victory either:
e. proved. Can. 1900, 37-42. Ma. 5, 210-211. If a people has become free from tyrannical rule, it cannot be without government. Everyone must have a master to serve. So Christians who have gotten rid of their tyrants prove this by now living and serving him who died and rose again for them. Rom. 14:7-8: none of us liveth to himself. 12:1: present your bodies a sacrifice. Matt. 11:29: Take my yoke upon you. Blessed servants of God. Their works are done in God. Their end is eternal life. Rom. 6:22. They enjoy perfect freedom in heaven. Rom. 8:21: the glorious liberty.
Homiletics.
Sunday after Christmas — Epistle.
On the freedom of the children of God. This freedom a. was restricted among the children under age in the Old Testament, b. extends much further among the children of full age. — Ma. 19, 375.
New Year — Epistle.
The New Year's watchword: Out of the bondage of the Law into the blessed freedom of the children of God. We will a. let the old year's bondage-work pass away with the old year, b. use and enjoy in the new year the blessed freedom of the children of God. — Ma. 5, 3.
Easter 1 — Gospel.
The great festival of liberation. a. From fear of the world, b. from the terror of sin, c. from the terror of death. — Quart. 2, 137.
Our Christian freedom, the precious fruit of Christ's resurrection. We are now free from bondage a. to the Law, b. to men, c. to sin. — Ma. 1, 100.
1 Cor. 15:55-57. True freedom, the glorious fruit of Christ's resurrection. a. Freedom from sin's right to torment and condemn us, b. freedom from sin's power to compel us and rule over us. — Walth. Epi. 199.
4th Sunday after Trinity — Epistle.
The future, perfected freedom of the children of God. a. Wherein it will consist, b. how comforting the hope of it is for the children of God. — Ma. 17, 189-190.
7th Sunday after Trinity — Epistle.
On the difference between true and false freedom. a. Their different natures, b. their different fruits and consequences. — Ma. 5, 206.
Free Texts.
1 Cor. 6:12. On Christian freedom and its right use. a. Wherein it consists, b. what people it concerns, c. how it is rightly to be used. — Luth. 22, 14. — Sermon pamphlet.
Rom. 14:14-23. On the caution which a Christian must also apply in the use of his Christian freedom, a. with regard to himself, that he permits himself nothing except what he is certain is truly free to him according to God's word, b. with regard to his neighbor, that he does nothing by which offense might be given to him. — Walth. Epi. 298.
- Can. 1900, 25
margin
- Wis. 94, 29
margin
- Wis. 94, 29. 92, 58
margin
- Wis. 94, 29. 92, 58. 60
margin
- Cal. 1904, 80
margin
- Cal. 1904, 80. 81
margin
- Cal. 1904, 80. 81. 94
margin
- Cal. 1904, 80. 81. 94. 10
margin
- Ka. 1901. 54
margin
- Ka. 1901. 54. 55
margin
- Luth. 16. 139
margin
- Cal. 1904, 80
margin
- Cal. 1904, 80. 81
margin
- Wis. 94, 43
margin
- Wis. 94, 32
- Wis. 94, 32
2
- Jo. 79, 49
- Wis. 94, 45
- Wis. 94, 45. 46,
3
- Konk. 66
- Konk. 66, 51
- Konk. 66, 51. 699
- Konk. 66, 51. 699, 11—12
- Konk. 66, 51. 699, 11—12 700
- Konk. 66, 51. 699, 11—12 700, 13—15
- Konk. 66, 51. 699, 11—12 700, 13—15;
2
- Süd. 97, 47
margin
- O. 74, 53
margin
- O. 74, 53. 56
margin
- Walth. Epi. 297
margin
- Walth. Epi. 299
margin
- Walth. Epi. 298
margin
- Can. 1900, 45
margin
- Can. 1900, 46
margin
- Mit. 71, 29
margin
- Luth. 3, 40 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
margin
- Mit. 75, 74
margin
- Mit. 75, 74. 75
margin
- Wis. 94, 29
margin
- Wis. 94, 31
margin
- Can. 1900, 30
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- Can. 1900, 30. 31
margin
- Can. 1900, 30. 31. 7
margin
- Wis. 92, 63
margin
- Wis. 92, 63. 64
margin
- O. 74, 32
margin
- Wis. 92, 64
margin
- Wis. 92, 64. 65
margin
- Wis. 92, 64. 65. i
margin
- Wis. 92, 61
margin
- Jo. 79, 52
margin
- Wis. 92, 63
margin
- Walth. Epi. 204
margin
- Wis. 94, 44
- Walth. Epi. 204
- Can. 1900, 37 — 42
- Ma. 19, 375
- Ma. 5, 3
- Ma. 5, 3
O
- Quart. 2, 137
- Ma. 1, 100
- Ma. 1, 100.
1
- Walth. Epi. 199
- Walth. Epi. 199.
4
- Ma. 17, 189
- Ma. 17, 189. 190
- Ma. 17, 189. 190.
7
- Ma. 5, 206
- Luth. 22, 14
- Walth. Epi. 298
vol a, printed page
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