Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 5, Nummer 20 › Seite 159

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1849-05-29, Seite 159

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Adam 3 · Adam 7 · Glaube · Tod 3

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„Dreifaltigkeits-Kirche“ dieſer Gemeinde
gelegt wurde. Die eingegangenen Unterſtützungs⸗
gelder, ſo wie die ferner noch in Ausſicht geſtell⸗
ten ermuthigten die theuren Glieder, ſelbſt ihr
Möglichſtes zu thun, um baldigſt wieder in einem
eigenen Gebäude die ſchönen Gottesdienſte des
HERRN begehen zu können. Mit großer Freude
und herzlichem Danke, daß der große Erzhirte ſich
unſerer bisher ſo treulich angenommen, und nun
doch hoffentlich bald ein in vieler Hinſicht ſehr
harter Nothſtand beſeitigt ſein werde, fand die
Feier der Eckſteinlegung ſtatt, zu der ſich auch die
benachbarten Herrn Paſtoren Klein, Brauer und
Hoffmann eingefunden hatten. Nachdem das
Lied: „Ich habe nun den Grund gefunden“ ꝛc.,
geſungen war, predigte Herr Paſtor Klein nach
Sach. 3, 9. 10. den HErrn Chriſtum als den
rechten einigen Eckſtein Seiner heiligen Kirche,
und ermahnte, bei dieſem Grunde, wie ER ſich
in ſeinem, in unſerer theuren Evangeliſch-Luthe⸗
riſchen Kirche allein rein und lauter verkündeten
Worte gibt, zu bleiben. Nachdem nun noch das
Lied: „Eine feſte Burg iſt unſer Gott“, von der
Gemeinde geſungen, wurden durch den unterzeich⸗
neten Paſtor derſelben 1. der kleine Katechismus
Dr. Luthers, 2. die Augsburgiſche Confeſſion,
3. die Conſtitution der Gemeinde, und 4. die
geſchichtlichen Nachrichten vom Entſtehen und
ſeitherigen Beſtand der Gemeinde, welche vorher
öffentlich verleſen wurden, in den Grundſtein
niedergelegt. Sodann fand der eigentliche Act
der Eckſteinlegung ſtatt, dem ein geeigneter großer
Chorgeſang ſich anſchloß. Gebet, Segen und ein
dreiſtimmiges Chorlied, von der lieben Schul⸗
jugend ausgeführt, ſchloß die Feier, die bei Vie⸗
len noch lange in geſegnetem Andenken bleiben
wird.

Die Vorarbeiten zum Bau ſind, Gott ſei
Dank! bereits ſo weit gediehen, daß derſelbe in
wenigen Wochen ſo weit hergeſtellt ſein wird, um
zur höchſten Noth im Sommer den Gottesdienſt
darin halten zu können, was um ſo erfreulicher iſt,
als unſer bisheriges Local im Courthauſe oft
kaum die Gemeinde faßte und mit nun bald wie⸗
der beginnender Einwanderung wohl immer un⸗
zureichender geworden wäre. Wie und wann der
Bau vollendet werden wird, können wir zwar
nicht ſagen, aber der HERR weiß es, und mag
ja wohl auch ferner uns Herzen und Hände man⸗
cher lieben Glaubensbrüder öffnen, um dann ſie
ſelbſt ſo viel reichlicher zu ſegnen!

Aug. Selle, Paſtor.

*

Wie kann ein Menſch den Tod überwinden?

Die Mönche haben viel von der Vorbereitung
zum Tode geſchrieben, aber es iſt alles dahinaus
gekommen: man ſolle die Welt verlaſſen, das iſt,
in eine Wüſte oder in ein Kloſter gehen und da⸗
ſelbſt, ich weiß nicht was füt, Betrachtungen an—
ſtellen. Aber dieſes ſind lauter eitle Poſſen. Denn
die wahre Vorbereitung zum Tode iſt: die
Uebung des Glaubens, daß man weiß, daß der
Tod, die Sünde, die Hölle, der Satan durch
Chriſtum, den Gekreuzigten, überwunden und zu
Boden geworfen ſind. Daß wir nemlich den Tod
nicht, wie er an und für ſich iſt oder wie er uns
vorkommt, anſehen, ſondern wie er in Chriſto iſt.
Dieſes Anſchauen der ehernen Schlange wird uns
erhalten. 4 Moſ. 21, 9. Joh. 3, 14. Und es
kann auch keine andere Hoffnung oder Weiſe,
ſelig zu werden, irgend ſein, als wenn man auf
Chriſtum, den Ueberwinder, ſieht, in welchem der
Tod zu Boden getreten, die Sünde überwunden,
der Satan darniedergetegt iſt. An deſſen Creuz
hangen die Siegeszeichen von unſern überwunde⸗

159 ö

nen Feinden und Tyrannen. Alſo kann das Herz
den Tod ſicher anſehen und es erſchrickt vor dem
Geſpenſte nicht. Sonſt, außer Chriſto den Tod
anſehen und mit demſelben ſtreiten, iſt gleichſam
mitten im Meer ſchwimmen. Je ſo ſteige doch
lieber in das Schiff und bleibe auf dem Maſt⸗
baum, an welchem die Siegeszeichen aufgehänget
ſind. Und ſiehe nicht entweder auf dich oder auf
deine Verdienſte, ſonſt wirſt du erſaufen; ſondern
gehe von dir aus und gehe zu Chriſto, welcher
das Lamm Gottes iſt und das Opfer für unſere
Sünden, ſo unſer aller Sünden auf ſich genom⸗
men und an ſeinem Leibe überwunden hat, in
welchem der Teufel und der Tod gekreuziget iſt.
Das iſt die wahre und einige Art und Weiſe, den
Tod zu verachten. Denn welche die Sterbenden
(nur) alſo tröſten, daß der Tod allen Trübſalen
und Gefährlichkeiten dieſes Lebens ein Ende
macht, derſelbige Troſt iſt nicht ſtark und kann
das Herz im Kampfe nicht aufrichten; denn es
deucht ihnen, es wären noch größere Uebel nach
dem Tode übrig.

(Luther über Jeſ. 38, 10. Opp. Hal. VI, 736.)

Die schmähliche Knechtſchaft.

Ich kenne Jemand, der lange Jahre vertraut
mit dir gelebt hat, der von deinem Tiſche gegeſſen,
Speiſe aus deiner Hand empfangen, an deinem
Buſen geſchlafen, ſo oft er wollte mit dir geſpro⸗
chen hat; dem Rechte nach iſt er dein Knecht.
Aber weil du ihn von Jugend an ſo zärtlich ge⸗
halten und mit der Ruthe verſchont haſt, iſt er
widerſpenſtig geworden und dir über den Kopf
gewachſen, hat dich zum Knecht und ſich zum
grauſamen Gebieter gemacht. Doch, wirſt du
ſprechen, wen meinſt du? — deinen alten Men⸗
ſchen meine ich, der deinen Geiſt mit Füßen tritt,
allein an irdiſchen Dingen Luſt findet und nichts
nach dem Himmel fragt. Dieſer Menſch iſt von
Jugend an blind, taub und ſtumm, ergraut in
der Bosheit, der Tugend und Wahrheit wider⸗
ſtrebend, ein Feind des Kreuzes Chriſti. Er lacht
über Unſchuld und einfache Sitte, ſcheut ſich vor
Niemand, erhebt ſich hochmüthig, ſpricht in ſeinem
Herzen: Es iſt kein Gott! Er nährt ſich von un⸗
reinen Gedanken, verpraßt ſein Eigenthum wie
die Verſchwender, reißt Handel an ſich wie der
Geizhals. Er iſt ganz in Sünden geboren und
erwachſen, ein Freund der Ungerechtigkeit, ein
Kind des Todes, ein Gefäß des Verderbens.
Was meinſt du nun dazu? Wäreſt du klug, ſo
ſprächeſt du mit mir: Er iſt des Todes ſchuldig,
ans Kreuz mit ihm! — Meditationes c. 17.

4+*

„Wenn ihr nun ſehen werdet die Greuel der
Verwüſtung, — alsdann fliehe auf die Berge,
wer im jüdiſchen Lande iſt.“ Matth. 24, 15. 16.

Von dieſen Worten macht Chryſoſtomus fol⸗
gende ſchöne, dem Glauben ähnliche Anwendung:

„Wenn ihr eine gottloſe Secte, die eine Streit—
macht des Antichriſts iſt, an der heiligen Stätte
der Kirche ſehen werdet, alsdann fliehe, wer in
Judäa iſt, auf die Berge, das iſt, wer in der
Chriſtenheit iſt, wende ſich zur heiligen Schrift;
denn das wahre Judäa iſt die Chriſtenheit, die
Berge aber ſind die Schriften der Propheten und
Apoſtel. Wohl wiſſend, daß in den letzten Tagen
eine ſo große Verwirrung ſein werde, befiehlt da⸗
her der HErr den Chriſten, welche in der Chri⸗
ſtenheit ſind und Glaubensfeſtigkeit erlangen wol⸗
len, daß ſie zu nichts anderem als zur Schrift
ihre Zuflucht nehmen ſollen. Sonſt, wenn ſie auf
etwas anderes ſähen, würden ſie ſich ärgern und
verloren gehen, denn ſie würden nicht erkennen,

welches die Kirche ſei, und dadurch in den Greuel
der Verwüſtung fallen, der da ſtehet an der hei⸗
ligen Stätte der Kirche.“

(Chrysost. in cap. XXIV. Matth.)

Welche ſind des Endechriſts Veitern? Die alten

Lutheraner, die manche unſchuldige Ceremonie

aus der römiſchen Kirche behalten, oder die
neuen Lutheraner, die dieſe verbieten?

„Merke, welche des Endechriſts Vettern ſeien,
wir oder Dr. Carlſtadt. Wir thun wie die
Papiſten (in einigen Ceremonien), ohne daß wir
die Lehre, Gebot und Zwang nicht leiden,
wir haſſen auch wie die Carlſtadtiſchen, aber
das Verbot leiden wir nicht. So ſind nun der
Pabſt und Dr. Carlſtadt rechte Vettern im Lehren;
denn ſie lehren beide, einer das Thun, der
Andre das Laſſen. Wir lehren aber keines,
und thun beides.“

Luther im Büchlein wider die himm⸗
liſchen Propheten von Bildern ꝛc.

Die Lehre des chriſtlichen Glaubens iſt keine
Philoſophie.

„Und JEſus antwortete und ſprach zu ihm:
Selig biſt du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleiſch
und Blut hat dir das nicht offenbaret, ſondern
mein Vater im Himmel.“ Matth. 16, 17. Hier
ſtehet der Ausſpruch, daß die Lehre des Glaubens
keine Philoſophie noch Weisheit menſchlicher Ver⸗
nunft ſei, von welcher ſie, wie ſie nicht kann er⸗
funden, alſo auch nicht behalten noch be—
urtheilet werden kann, ſondern ſie iſt eine
himmliſche Lehre, die von Gott dem Vater
ſelbſt iſt offenbaret worden. Gleichwie aber ein
Licht in der Nacht oder eine Fackel im Fin⸗—
ſtern (wenn nemlich die Sonne nicht zugegen
iſt) zwar ſcheinet, wenn aber die Sonne in ihrer
Kraft ſcheinet, die Fackel weder leuchtet noch
ſchimmert, ſondern durch die Majeſtät des Son⸗
nenlichts verdunkelt wird: alſo iſt der Glaube ein
ganz anderes Licht, von welchem das Licht der
Vernunft verdunkelt und ausgelöſcht wird.

Luther.

Eine ſtarke Hungersnoth iſt auf Erden einge⸗
treten, den unvernünftigen Thieren ſind wir gleich
geworden, eſſen Träber und werden nicht ſatt.
Wer Geld liebt, wird nicht ſatt, wer Schwelgerei
liebt, wird nicht ſatt, wer Ruhm ſucht, wird nicht
ſatt. Ihr thörichten Kinder Adams, indem ihr
das Viehfutter dieſer Welt genießet, ſtärket ihr ja
nicht die hungrige Seele, ſondern den Hunger
ſelber. Und daß ich es euch durch ein Beiſpiel
klar mache, indem ich eins von den Dingen nenne,
wonach die Eitelkeit trachtet: So wenig können
menſchliche Herzen durch Gold befriedigt werden,
als menſchliche Leiber ſich daran ſättigen mögen.
Wer ſatt zu werden wünſcht, der muß nach der
Gerechtigkeit hungern, nach jenem Brode verlan⸗
gen, deſſen im Hauſe des Vaters die Fülle iſt.
„Selig ſind, die da hungert und dürſtet nach der
Gerechtigkeit, denn ſie ſollen ſatt werden.“

Bernhard, De conversione
ad Clericos, c. 14.

Göttliche Herrlichkeit Chriſti.

Wie ſchön biſt du vor allen Engeln, HErr
IEſu, von Ewigkeit geboren, ehe denn der Mor⸗
genſtern war, du Abglanz und Ebenbild des Va⸗
ters! Wie herrlich biſt du mir aber auch, da du
dieſe deine Zier ablegeſt! Denn als du dich ent⸗
äußerteſt, als du die Strahlen deines unverſieg⸗
baren Lichtes verbargeſt, da ſchien die Güte heller,
die Liebe leuchtete ſtärker, die Gnade ſtrahlte mäch⸗

English translation AI translation

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"Trinity Church" of this congregation was laid. The contributions received, as well as those further held out in prospect, encouraged the dear members to do their utmost themselves, so as soon as possible to again be able to hold the beautiful services of the LORD in a building of their own. It was with great joy and heartfelt thanks — that the great Archshepherd had thus far so faithfully taken us up, and that, it was hoped, a state of need very hard in many respects would now soon be removed — that the celebration of the cornerstone-laying took place, at which the neighboring Pastors Klein, Brauer, and Hoffmann were also present. After the hymn "I Have Now Found the Foundation," etc., had been sung, Pastor Klein preached, on Zech. 3:9–10, on the LORD Christ as the true, only cornerstone of His holy Church, and exhorted [the hearers] to remain upon this foundation as He gives Himself in His Word, proclaimed purely and clearly alone in our dear Evangelical-Lutheran Church. After the congregation had further sung the hymn "A Mighty Fortress Is Our God," the undersigned pastor of the congregation laid into the cornerstone: 1. Dr. Luther's Small Catechism, 2. the Augsburg Confession, 3. the constitution of the congregation, and 4. the historical account of the founding and continued existence of the congregation — which had previously been publicly read aloud. Then the actual act of the cornerstone-laying took place, followed by a fitting, grand choral hymn. Prayer, benediction, and a three-part choral hymn performed by the dear schoolchildren closed the celebration, which will long remain in blessed remembrance with many.

The preliminary work on the building has, thank God, already progressed so far that in a few weeks it will be sufficiently completed to allow services to be held in it, at the utmost need, during the summer — which is all the more gratifying since our previous quarters in the courthouse often could scarcely hold the congregation, and would surely have become ever more insufficient with immigration now soon beginning again. How and when the building will be completed we indeed cannot say, but the LORD knows, and may He also in the future open to us the hearts and hands of many a dear brother in the faith, in order then to bless them themselves so much the more richly!

Aug. Selle, Pastor.

*

How Can a Man Overcome Death?

The monks have written much about preparation for death, but it has all come down to this: that one should forsake the world, that is, go into a wilderness or a monastery and there engage in — I know not what — contemplations. But these are nothing but empty trifles. For the true preparation for death is this: the exercise of faith, whereby one knows that death, sin, hell, and Satan have been overcome and cast down through Christ, the Crucified One. That is, that we look upon death not as it is in and of itself, or as it appears to us, but as it is in Christ. This beholding of the bronze serpent will preserve us. Num. 21:9; John 3:14. And there can be no other hope or way whatsoever of becoming blessed than to look upon Christ, the Conqueror, in whom death has been trodden down, sin overcome, and Satan laid low. On His cross hang the trophies of victory over our conquered enemies and tyrants. Thus the heart can look upon death with confidence, and it is not frightened by the specter. Otherwise, to regard death apart from Christ, and to contend with it, is as it were to swim in the middle of the sea. Rather climb into the ship and remain upon the mast, on which the trophies of victory are hung. And look neither upon yourself nor upon your own merits, or you will drown; but go out from yourself and go to Christ, who is the Lamb of God and the sacrifice for our sins, who has taken upon Himself the sins of us all and overcome them in His body, in whom the devil and death are crucified. This is the true and only way to despise death. For whoever comforts the dying only with the thought that death puts an end to all the tribulations and dangers of this life — that comfort is not strong and cannot lift up the heart in the struggle, for it seems to them that there remain still greater evils after death.

(Luther on Isa. 38:10. Opp. Hal. VI, 736.)

The Shameful Bondage.

I know someone who has lived intimately with you for many years, who has eaten from your table, received food from your hand, slept upon your bosom, and spoken with you as often as he wished; by right he is your servant. But because you have kept him so tenderly from his youth and spared him the rod, he has become rebellious and has grown beyond your control, has made you the servant and himself the cruel master. But, you will say, whom do I mean? — I mean your old man, who tramples your spirit underfoot, finds pleasure only in earthly things, and asks nothing after heaven. This man has been blind, deaf, and dumb from his youth, grown gray in wickedness, resisting virtue and truth, an enemy of the cross of Christ. He laughs at innocence and simple conduct, fears no one, exalts himself proudly, says in his heart: There is no God! He feeds on impure thoughts, squanders his possessions like a spendthrift, seizes trade to himself like a miser. He is wholly born and grown up in sins, a friend of unrighteousness, a child of death, a vessel of destruction. What now do you think of this? Were you wise, you would say with me: He is guilty of death — to the cross with him! — Meditationes, ch. 17.

"When ye therefore shall see the abomination of desolation, — then let him who is in the land of Judea flee to the mountains." Matt. 24:15–16.

Chrysostom makes the following beautiful application of these words, one in keeping with the faith:

"When you shall see a godless sect, which is a fighting force of the Antichrist, in the holy place of the Church, then let him who is in Judea flee to the mountains — that is, let him who is in Christendom turn to Holy Scripture; for the true Judea is Christendom, and the mountains are the writings of the Prophets and Apostles. Knowing well that in the last days there would be so great a confusion, the LORD therefore commands the Christians who are in Christendom and who wish to attain firmness of faith, that they should take refuge in nothing other than Scripture. Otherwise, if they looked to anything else, they would take offense and be lost, for they would not recognize which is the true Church, and would thereby fall into the abomination of desolation, which stands in the holy place of the Church."

(Chrysostom, on Matthew, ch. 24.)

Who Are the Antichrist's Cousins? The Old Lutherans, Who Retain Many an Innocent Ceremony from the Roman Church, or the New Lutherans, Who Forbid These?

"Note well which are the Antichrist's cousins, we or Dr. Karlstadt. We do as the Papists do (in some ceremonies), without, however, tolerating their doctrine, command, and compulsion; we also hate as the Karlstadtians do, but we do not tolerate the prohibition. So then the Pope and Dr. Karlstadt are true cousins in their teaching; for they both teach — the one the doing, the other the not-doing. But we teach neither, and do both."

Luther, in the little book Against the Heavenly Prophets, on Images, etc.

The Doctrine of the Christian Faith Is No Philosophy.

"And Jesus answered and said unto him: Blessed art thou, Simon, son of Jonah, for flesh and blood hath not revealed this unto thee, but my Father which is in heaven." Matt. 16:17. Here stands the pronouncement that the doctrine of faith is no philosophy nor wisdom of human reason, by which it can neither be discovered, nor likewise retained nor judged; but it is a heavenly doctrine, which has been revealed by God the Father Himself. But just as a light at night, or a torch in darkness (namely, when the sun is not present), does indeed shine, yet when the sun shines in its full power, the torch neither gives light nor glimmers, but is darkened by the majesty of the sunlight — so faith is an altogether different light, by which the light of reason is darkened and extinguished.

Luther.

A great famine has come upon the earth; we have become like the unreasoning animals, eating husks and not being filled. He who loves money is not filled; he who loves revelry is not filled; he who seeks fame is not filled. O foolish children of Adam, in enjoying the cattle-fodder of this world you do not strengthen the hungry soul, but rather the hunger itself. And that I may make this clear to you by an example, naming one of the things after which vanity strives: human hearts can as little be satisfied by gold as human bodies can be filled by it. Whoever wishes to be filled must hunger after righteousness, must long for that bread of which there is abundance in the Father's house. "Blessed are they that hunger and thirst after righteousness, for they shall be filled."

Bernard, De Conversione ad Clericos, ch. 14.

The Divine Glory of Christ.

How beautiful art thou above all the angels, Lord Jesus, begotten from eternity, before the morning star was, thou brightness and image of the Father! But how glorious art thou also to me when thou layest aside this thy splendor! For when thou didst empty thyself, when thou didst hide the rays of thy inexhaustible light, then goodness shone brighter, love gleamed stronger, grace radiated more mightily