Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 20 › Seite 154
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-05-30, Seite 154
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Gefühl · Gefühl 7 · Gefühl 8 · Miſſion 30
Pietismus. Was die römiſche Kirche grob und
äußerlich thut, ja ſogar lehrt, daß man durch
Liebe und gute Werke ſich die Gnade Gottes und
das Verdienſt Chriſti verdienen könne — als wä—
ren Gnade Gottes und Vervienſt des Menſchen
nicht Dinge, die ſich gegenſeitig aufheben — das
thun und treiben die Methodiſten und Pietiſten
auf jene Weiſe fein und innerlich; und ſie ſind
eigentlich die geheimen Bundesgenoſſen der Rö⸗
miſchen wider die reine Lehre und Gottesdienſt
der lutheriſchen Kirche, wenn gleich bis jetzt noch
größtentheils unwiſſentlich, ſo ſehr ſie auch wider
die römiſchen und päpſtlichen Irrlehren und Miß⸗
bräuche eifern mögen.
2.) Das andere Uebel iſt, wenn du willſt,
eigentlich nur die Folge von dieſem; ſie können
nämlich bei ihrem Werthlegen auf ihre einzelnen
Buß⸗ und Glaubensgefühle und bei der Sucht
nach immer neuen und gewürzigen, inneren geiſt⸗
lichen Genüſſen nicht zu dem feſten Buß-⸗ und
Glaubensſtande der wahren, geſunden und aus⸗
gewachſenen evangeliſch⸗lutheriſchen Chriſten ge—
langen, wenn gleich dieſe heutiger Zeit ſo ſelten
ſind, wie weiße Sperlinge. Ein ſolcher nämlich
hat allewege Gottes geſchriebenes Wort vor ſich
und prüfet danach ſein Herz; und zwar nach dem
Geſetze und ſeiner Flucherfüllung in dem Gekreu⸗
zigten ſeine Buße und ſeinen neuen Gehorſam,
und nach den Verheißungen des Evangeliums
und ſeiner Gnadenerfüllung an dem für uns
Gekreuzigten und Auferſtandenen ſeinen Glauben.
In jenem Falle unterſucht er ſich genau Ange⸗
ſichts der zehn Gebote, die ihm der Heilige Geiſt
gar ſorgfältig auslegt, a) ob und welche frühere
Lieblings- und Gewohnheitsſünden, ſei es Zorn,
Wolluſt, Geiz, Hochmuth u. ſ. w., ſich noch in
ihm regen, oder bisweilen ſogar noch in Worte
und Werke ausbrechen wider ſeinen Vorſatz und
Willen; b) ob er den alten Adam kraft der em⸗
pfangenen Tauf⸗Gnade durch tägliche Reue und
Buße erſäufe und begrabe in Chriſti Tod und der
neue Menſch täglich herauskomme durch die Kraft
der Auferſtehung Chriſti; e) ob er nun auch je
länger je mehr rechtſchaffene Früchte der Buße
und des Heiligen Geiſtes treibe und den Glauben
immer mehr bethätige, der evangeliſchen Heili—
gung nachjage und durch den Geiſt des Fleiſches
Geſchäfte tödte.
Nun kann es ſein, daß er bei dieſer Selbſtprü⸗
fung in dem Spiegel der zehn Gebote und anderer
Geſetzesworte der heiligen Schrift gar keinen be—
ſonderen ſtechenden und empfindlichen Bußſchmerz
fühle; aber er wird darauf nicht den Hauptwerth
legen, ſo wenig er den Mangel daran entſchuldi⸗
gen, vielmehr ihn eben der urſprünglichen Här⸗
tigkeit und Erbſünde ſeines Herzens zuſchreiben
und zugleich als eigene Sünde erkennen wird.
Auf folgende drei Hauptpunkte aber wird er
bei und nach dieſer Selbſtprüfung ſein genaues
Augenmerk richten, nämlich ob er auch in die fei⸗
neren Reizungen ſeiner ehemaligen Schooßſünden
gar nicht mehr willige, und die äußeren Veran⸗
laſſungen dazu nüchtern und ſorgfältig vermeide;
und ſodann, ob der gottſelige Wandel im Glau⸗
ben und in der Liebe immer mehr aus ihm her⸗
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vorleuchte, und endlich, ſelbſt wenn dies auch
andere fänden, ob er in ſich ſelbſt ſich immer für
denſelben armen Sünder in Adam erkenne, der er
war, ehe er durch die Gnade des Heiligen Geiſtes
die erſte bewußte Buß⸗ und Glaubensregung
hatte.
Desgleichen nimmt nun auch der rechte lutheri⸗
ſche Schriftchriſt zur Prüfung und Stärkung ſeines
Glaubens das geſchriebene Evangelium alten
und neuen Teſtamentes vor ſich, nämlich die Ver⸗
heißungen auf Chriſtum und die Erfüllung in
Chriſto und ſtehet feſt und unverrückt auf dem
Felſen dieſer treuen und wahrhaftigen Zuſage
Gottes, er möge ſich nun voll oder leer, freudig
oder gedrückt fühlen; an dieſem feſten unwandel⸗
baren Worte, wie z. B. Röm. 8, 31—39. 5,1—
15. und anderen dergleichen Stellen, hanget und
hält ſein Glaube, auch wenn ihm nicht zu Muthe
iſt, mit ſeinem Gotte über die Mauer zu ſpringen,
ſondern wenn er ſich öde, kalt und dürr fühlet wie
eine Haut im Rauche, oder wenn Krankheit,
Trübſale mancher Art über ihn kommen, oder
wenn Gewiſſen und Geſetz wieder den alten Fluch
wider ihn zu erheben ſcheinen und der Teufel mit
ſeinen liſtigen Anläufen ihm heftig zuſetzt und
ſeine feurigen Pfeile auf ihn ſchießt. Selbſt hier,
wo alles in und außer ihm ſich zu ſeinem Feinde
verwandelt zu haben und dem verzehrenden Feuer⸗
eifer des heiligen und gerechten Gottes zu dienen
ſcheint, den ſeine Sünden erzürnet haben; —
ſelbſt hier, wo das Gefühl der Kindſchaft Got⸗
tes dem Herzen längſt entſchwunden iſt, und ein
bloßer Gefühlsglaube wie Wachs längſt zer⸗
ſchmolzen wäre, wo Dunkel und Finſterniß über
die Seele hereinbrechen und die Schrecken des
Allmächtigen ſie umrauſchen — ſelbſt hier vermag
durch Gottes Gnade (nach 1 Cor. 10, 13.) der
kirchlich geſinnte und gläubige Schriftchriſt durch
Epheſ. 6, 10—17. zu ſiegen und z. B. durch
Röm. 8, 31— 34., als der rechte Iſrael, Gott zu
überwinden. — Jenes und dieſes nun zuſammen⸗
genommen, das iſt der rechte Buß-und Glaubens⸗
ſtand eines echten evangeliſch-lutheriſchen Schrift⸗
chriſten, der buchſtäblich Gott beim Worte nimmt
und, dem Aſſaph ähnlich (Pſ. 73, 23.), nicht zur
böſen Zeit verzagt iſt, vielmehr ſich grade dann
des für ihn Gekreuzigten in Wort und Sakra⸗
ment fröhlich getröſtet, zur guten Zeit aber, Da⸗
vid's und Salomo's Rückfall im Gedächtniß,
gegen Hochmuth und Sicherheit treulich wachet
und betet; das iſt der ſelige und fröhliche Stand
eines wahren Kindes Gottes, das zur guten und
zur böſen Zeit demüthig und freudig zu dem
HErrn JIeEſu Chriſto ſpricht: „HErr, ich bin
Deine Sünde, aber Du biſt meine Gerechtigkeit!“
„HErr! meine Schuld iſt deine, aber dein Ver⸗
dienſt iſt mein!“ —
Siehſt du, lieber Philipp, das iſt die Art und
Weiſe eines treuen Lutheraners, der da wandelt
in den Fußtapfen der gläubigen Väter ſeiner
Kirche; und fühlte er auch zu Zeiten gar nichts
von einzelner Sünde, ja ſchmeckt er das gütige
Wort Gottes im Evangelium, die Liebe Chriſti,
und die Kräfte der zukünftigen Welt ſtärker denn
ſonſt, alſo daß eitel Freude und Süßigkeit in ihm
iſt, ſo iſt er doch ſtets eingedenk, daß er in ſich
ſelbſt doch nur der Sünder in Adam ſei; umge⸗
kehrt dagegen, fühlt er in ſich ſelber nichts als
Armuth, Dürre, Trauer, Angſt, Schrecken, Noth
und Jammer und den natürlichen Unglauben des
Fleiſches, ſo hält er doch imit der Glaubenshand
durch die Gnade des Heiligen Geiſtes den Troſt
der Schrift und das feſte prophetiſche Wort:
ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du biſt
mein“, Jeſ. 43, 1. (vergl. Gal. 3, 13. 2 Cor.
5, 21. und ähnliche Stellen). Und alſo bleibet
er ſtetiglich trotz aller Anfechtung und Trübſal in
ſeiner Gerechtigkeit in Chriſio. Hier gilt es nun
freilich den Fingerglauben zu haben, den uns dit
Methodiſten häufig vorwerfen, d. h. mit dem Fin⸗
ger und Auge an dem geſchriebenen Troſt⸗
worte feſt ſich anklammern; denn es könnte leicht
ſein, daß dem geängſteten Herzen und Kopfe keine
einzige Stelle einfiele.
Daß aber die Methodiſten von dieſem „Finger⸗
glauben“ (der wahrhaftig nicht der todte Kopf⸗
und Maulglaube iſt, den Jakobus ſtraft), noch
ſo wenig zu wiſſen ſcheinen und ihn lächerlich
machen, iſt gerade ein deutlicher Beweis, daß ſit
die wahre Art und Natur des rechtfertigenden
Glaubens und der echten Freiheit der Kinder
Gottes vom Fluche des Geſetzes noch gar wenig
aus eigener Erfahrung kennen, trotz alles Ge⸗
ſchwätzes und Geſchreibſels davon; ſonſt würden
ſie Reſpect vor dieſem Fingerglauben haben,
da er wider alles Gefühl, Vernunft und Kraft
des natürlichen Menſchen ausſchließlich ein Werk
des Heiligen Geiſtes iſt, indeſſen an ihrem
ſchwächlichen, weibiſchen und unreifen Gefühls⸗
glauben der feine werkheilige alte Adam ſein gu⸗
tes Theil hat.
Philipp: Du haſt mir da von der Art und
Natur des rechten Glaubens eine klare Beſchrei⸗
bung gemacht und ſo finde ich ihn auch in den
Predigten und Schriften von Luther, H. Müller,
Chr. Scriver, Joh. Gerhard und Andern be⸗
ſchrieben und erlebt. Aber ſollte es nicht auch
Methodiſten geben, die dieſen Glauben haben?
Unter den Brüder⸗Gemeinden (Herrnhutern) in
Deutſchland wenigſtens, von denen Wesley faſt
alle gottesdienſtlichen Ordnungen und ſo Vieles
der methodiſtiſchen Kirchenzucht entlehnt hat,
kenne ich mehrere entſchiedene Kinder Gottes, die
in jenem Glauben leben und weben, ſo mancherlei
Mangel und Krankheit ſich auch dort finden möge.
Martin: Wer wollte es leugnen, daß es auch
einzelne ſolche Methodiſten geben könne und witk⸗
lich gebe; aber da iſt es eine beſondere Gnaden⸗
leitung des Heiligen Geiſtes, wo es einer Seele
rechter Ernſt iſt um eine gründliche Bekehrung
und ein wahres Leben in Chriſto; es ſind aber
nicht die natürlichen Früchte der methodiſtiſchen
Lehre und Weiſe als ſolcher, die höchſtens den
und heilſam erſchrecken, und ihm dann im beſten
Falle die Erſtlinge der Gnade Gottes in Chriſto
und des Glaubens an dieſen, auf dem Wege des
Gefühls an und ins Herz bringen, aber ihn in
der rechten Heilslehre nach Wort und Sakrament
„Fürchte dich nicht! denn ich habe dich erlöſet;!
ſichern Sünder aus ſeinem Schlafe aufrütteln
English translation AI translation
Pietism. What the Roman church does crudely and outwardly — indeed even teaches, that one can merit for oneself the grace of God and the merit of Christ through love and good works, as though the grace of God and the merit of man were not things that cancel each other out — that very thing the Methodists and Pietists do and carry on in that refined and inward manner; and they are in fact the secret confederates of the Roman party against the pure doctrine and worship of the Lutheran Church, even though for the most part still unwittingly so, however zealously they may also contend against the Roman and papal false doctrines and abuses.
2.) The other ill, if you will, is really only the consequence of this one; for by placing such value on their individual feelings of repentance and faith, and by their craving for ever-new and spicier inward spiritual pleasures, they cannot attain to the firm state of repentance and faith of the true, healthy, and full-grown evangelical Lutheran Christian — even though such Christians are as rare nowadays as white sparrows. For such a one always has God's written Word before him and examines his heart by it: namely, he examines his repentance and his new obedience according to the Law and its curse-fulfillment in the Crucified One, and his faith according to the promises of the Gospel and their grace-fulfillment in him who was crucified and raised again for us.
In the former case, he examines himself carefully in the sight of the Ten Commandments, which the Holy Spirit interprets to him quite carefully: a) whether, and which, former favorite and habitual sins — be it anger, lust, greed, pride, and so forth — still stir within him, or even at times break out in word and deed against his purpose and will; b) whether, by virtue of the grace of Baptism received, he drowns and buries the old Adam through daily contrition and repentance in the death of Christ, and whether the new man comes forth daily through the power of Christ's resurrection; c) whether he, moreover, brings forth ever more and more the fruits proper to repentance and to the Holy Spirit, and puts his faith increasingly into action, presses after evangelical sanctification, and puts to death the works of the flesh by the Spirit.
Now it may be that, in this self-examination in the mirror of the Ten Commandments and other words of the Law of Holy Scripture, he feels no especially sharp and keen pain of repentance; but he will not place the chief value on that, any more than he will excuse the lack of it — rather, he will ascribe it precisely to the original hardness and original sin of his heart, and at the same time recognize it as his own sin.
But he will direct his careful attention, during and after this self-examination, to the following three main points: namely, whether he no longer at all consents to the subtler enticements of his former besetting sins, and soberly and carefully avoids the outward occasions for them; further, whether the godly walk in faith and in love shines forth from him more and more; and finally, even if others should also find this to be so, whether he always recognizes himself to be that same poor sinner in Adam that he was before he had, through the grace of the Holy Spirit, the first conscious stirring of repentance and faith.
Likewise, the true Lutheran Christian of the Scriptures also takes up, for the testing and strengthening of his faith, the written Gospel of the Old and New Testament — namely, the promises concerning Christ and their fulfillment in Christ — and stands firm and unmoved on the rock of this faithful and true promise of God, whether he feels full or empty, joyful or downcast. To this firm, unchangeable Word — as, for example, Rom. 8:31–39, 5:1–15, and other such passages — his faith clings and holds fast, even when he is not in the mood to leap over the wall with his God, but rather when he feels desolate, cold, and dry as a skin in the smoke, or when sickness and troubles of various kinds come upon him, or when conscience and the Law seem again to raise up the old curse against him, and the devil presses hard upon him with his cunning assaults and shoots his fiery darts at him. Even here, where everything within and without him seems to have turned into his enemy and to be serving the consuming fiery zeal of the holy and righteous God, whom his sins have angered — even here, where the feeling of being a child of God has long since vanished from the heart, and a mere feeling-faith would long since have melted away like wax, where darkness and gloom break in upon the soul and the terrors of the Almighty roar around it — even here, by God's grace (according to 1 Cor. 10:13), the churchly minded and believing Christian of the Scriptures is able, through Ephesians 6:10–17, to be victorious, and, for example, through Rom. 8:31–34, as the true Israel, to overcome God. — Taken together, this and that constitute the right state of repentance and faith of a genuine evangelical Lutheran Christian of the Scriptures, who takes God literally at his Word and, like Asaph (Ps. 73:23), is not despondent in the evil time, but rather comforts himself joyfully, precisely then, in Word and Sacrament with him who was crucified for him; while in the good time, mindful of the fall of David and Solomon, he faithfully watches and prays against pride and false security. This is the blessed and joyful state of a true child of God, who in good times and in evil times says humbly and joyfully to the Lord Jesus Christ: "Lord, I am your sin, but you are my righteousness!" "Lord, my guilt is yours, but your merit is mine!" —
You see, dear Philip, that is the manner of a faithful Lutheran, who walks in the footsteps of the believing fathers of his Church; and even if at times he feels nothing at all of individual sin — indeed, even if he tastes the gracious Word of God in the Gospel, the love of Christ, and the powers of the world to come more strongly than usual, so that pure joy and sweetness are in him — he is nevertheless always mindful that in himself he is still only the sinner in Adam. Conversely, on the other hand, if he feels within himself nothing but poverty, dryness, sorrow, fear, terror, distress, and misery, and the natural unbelief of the flesh, he nevertheless holds fast, with the hand of faith and through the grace of the Holy Spirit, to the comfort of Scripture and the firm prophetic word: "Fear not, for I have redeemed you; I have called you by your name; you are mine," Isa. 43:1 (compare Gal. 3:13, 2 Cor. 5:21, and similar passages). And so he remains constantly, despite all temptation and tribulation, in his righteousness in Christ. Here, to be sure, is where it counts to have the "finger-faith" that the Methodists often reproach us with — that is, to cling fast with finger and eye to the written word of comfort; for it could easily happen that not a single passage would come to the mind of a frightened heart and head.
But that the Methodists still seem to know so little of this "finger-faith" (which is truly not the dead faith of head and mouth that James rebukes), and make it a laughingstock, is precisely a clear proof that they still know, from their own experience, very little of the true nature of justifying faith and of the genuine liberty of the children of God from the curse of the Law — despite all their chatter and scribbling about it. Otherwise they would have respect for this finger-faith, since it is, contrary to all feeling, reason, and power of the natural man, exclusively a work of the Holy Spirit; whereas in their feeble, effeminate, and immature feeling-faith the refined, work-righteous old Adam has his good share.
Philip: You have given me a clear description there of the nature and character of true faith, and thus I also find it described and experienced in the sermons and writings of Luther, H. Müller, Chr. Scriver, Joh. Gerhard, and others. But should there not also be Methodists who have this faith? Among the Moravian congregations (Herrnhuters) in Germany at least, from whom Wesley borrowed almost all his forms of worship and much of Methodist church discipline, I know several decided children of God who live and move in that faith, however much various defects and sickness may also be found there.
Martin: Who would deny that there can be, and indeed are, individual Methodists of this kind? But in that case it is a special guidance of grace by the Holy Spirit, where a soul is in real earnest about a thorough conversion and a true life in Christ. These, however, are not the natural fruits of Methodist doctrine and manner as such, which at most jolt the secure sinner out of his sleep and give him a salutary fright, and then, in the best case, bring to his heart, by way of feeling, the first-fruits of God's grace in Christ and of faith in him — but cannot