Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 18 › Seite 144

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-05-02, Seite 144

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl

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ſeiner Kirche widmen könnten und ſollten, und
die ſich durch die Gedanken davon abhalten laſſen
wollten, daß der Lohn, welchen treue Diener in
dieſer Welt für ihren allerſchwerſten Dienſt zu er⸗
warten haben, meiſt Armuth, Verachtung und
Noth iſt. Wir hoffen aber, daß auch junge Leute,
die ſich dem HErrn bereits gewidmet haben, durch
dieſen ſchönen Brief werden erweckt werden, ihrem
Vorſatze treu zu bleiben. Endlich liegt aber auch
in dieſem aus einem wahrhaft chriſtlichen Herzen
gefloſſenen Schreiben für einen jeden eine dringende
Aufforderung zur Beſtändigkeit, der durch Gottes
Gnade ſich auch nur entſchloſſen hat, in den Chri⸗
ſtenſtand zu treten und unter der Fahne des Creu⸗
zes für ſeinen lieben HErrn IEſum Chriſtum
wider Fleiſch, Welt und Teufel zu ſtreiten. Der
Brief lautet folgendermaßen:

Mein Sohn!

Dein letztes Schreiben habe ich mit Verlangen
erwartet, um dadurch einige innere Erquickung zu
erlangen. Aber anſtatt deſſen hat mir dein Brief
eine nicht geringe Betrübniß verurſacht; indem
ich vernehmen muß, und zwar mit Verwunderung,
daß du wegen eines ſo kleinen Ungewitters, wel⸗
ches über die Evangeliſche Kirche ergehet, aus dem
Weinberge deines HErrn zu weichen gedenkſt; eben
als wenn dir ganz und gar unbekannt wäre, daß un⸗
ſer Heiland nicht diejenigen, ſo nur angefangen ha⸗
ben, nach ſeinem Willen zu wandeln, ſondern die,
ſo bis ans Ende beharren, belohnen werde. Die
Worte Chriſti ſind dir ſchon längſt bewußt, da er
ſpricht: „Ihr werdet weinen und heulen, aber die
Welt wird ſich freuen, ihr aber werdet traurig
ſein, doch eure Traurigkeit ſoll in Freude verkehret
werden.“ (Joh. 16, 22.) Hat nicht auch unſer
König und unſer Haupt ſelbſt aus unausſprech⸗
licher Liebe gegen uns, uns zu gute, ſo viel aus⸗
geſtanden, und zwar von ſeiner Kindheit an bis
zu ſeinem Creuzestod, ſo gar, daß er rufen mußte:
Sehet, ob irgend ein Schmerz ſei, wie mein
Schmerz, der mich getroffen hat. (Siehe Ger⸗
hards Medit.“) 2., desgleichen Pſalm 88, 4.
Jeſ. 53, 3. 4.) Ei warum ſollten ſeine Glieder

nicht auch etwas weniges mit ihm und um ſeines

Namens willen leiden? Es iſt nicht möglich, die
Crone des Lebens zu erlangen, wenn man den
Streit, nach dem Erempel Chriſti, nicht geduldig
und beſtändig abwartet; und wenn man das zeit⸗
liche Leben um ſeinetwillen nicht verlieret, kann
man jenes himmliſche nicht ererben. Iſt mir
gleich der Himmel und die Crone, die wir dort be⸗
kommen ſollen, lieb, ſo wird ſie mir doch nicht ge⸗
geben, ohne daß ich dieſelbe in einem Sieg davon
getragen habe. Der Zuſtand der Kirche, ſowohl
im Alten als Neuen Teſtament, iſt dir nicht unbe⸗
kannt. Gedenke, mein Sohn, an die Zeiten Eliä.
In welchem elenden Zuſtand war nicht damals
der kleine Haufe der Heiligen, ſo daß Elias ſelbſt
vermeinte, er wäre allein übrig geblieben; dennoch
hat ihn Gott eines andern überführt. Er hat ihm
aber auch zu verſtehen gegeben, es müſſe mit der
Kirche ſo ausſehen. Denn da er ſich ihm einſt
offenbarte, ließ er ihn erſt einen ſtarken Wind
wahrnehmen, der die Berge zerriß, und die Felſen
zerbrach; nach dem Winde kam ein Erdbeben,
nach dem Erdbeben ein Feuer, und erſt nach dem
Feuer ein ſtilles und ſanftes Sauſen. (1 Kön.
19, 11.) Unter ſolcher Fahne des Creuzes, die
Chriſtus voranträgt, haben auch alle Heiligen
und Auserwählten, die jemals geweſen ſind und
ſein weiden, geſtritten, und ſie würden uns, wie
der ſel. Arnd ſchreibt, nicht einmal für ihre Brü⸗
*) Dieſe erbaulichen Medit. ſind auch in die böhmiſche
Sprache überſetzt und konnten daher von dieſer chriſtl. Mut⸗
ter geleſen werden.

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der erkennen, wenn wir nicht auch unter ſolcher

Fahne ſtreiten wollten.

Wer dermaleinſt die Lebenscron von Gott gedenkt zu
kriegen,

Den muß in dieſem Jammerthal kein Creuz noch Leid be⸗
ſiegen.

Es kommt mir ſehr ſeltſam vor, daß ich deine
Hoffnung auf Gott bei gegenwärtigen Umſtänden
ſo bald ſinken ſehe. Das ſei ferne von dir! Viel⸗
leicht ſorgeſt du, wie du möchteſt einſt in der
Welt fortkommen. Das ſind unnütze Sorgen.
Gott der HErr, deſſen Macht keiner Abwechſe⸗
lung unterworfen iſt, der dich im Mutterleibe zu
ſeinem Ebenbild erſchaffen, und dir zugleich eine
vernünftige Seele gegeben, um deinen Schöpfer
zu erkennen, wird dich niemals verlaſſen, wofern
du dich nur durch ſeinen Heiligen Geiſt wirſt
leiten laſſen, und ſo wandeln, wie er es haben
will; ſollte er dich gleich durch das Thal des
Todes führen. Dein Vorhaben rührt von deinem
verderbten Sinn, ja aus einem ungläubigen und
wankenden Herzen her. Ueberlege doch die Worte
deines IEſu, die er zu ſeinen Jüngern, aber auch
zu dir geſprochen: „Den Kelch (des Leidens), den
ich trinke, ſollt ihr auch trinken, und mit der
Taufe, da ich mit getauft werde, ſollt ihr getauft
werden.“ (Matth. 20, 23.) Darum weiche
weder zur Linken noch zur Rechten von dem ab,
was du dir einmal vorgenommen, und wozu dich
Gott der HErr berufen. Ich, deine Mut⸗
ter, verlange keinesweges, daß ihr,
meine Kinder, in der Welt beſtändige
Ruhe und Bequemlichkeit genießen
ſollt; vielmehr gehet mein einziges
Verlangen dahin, daß ich einſt ſammt
eurem lieben Vater und euch bei der
Schwelle der himmliſchen Hütte zum
Dienſt meines Heilandes ſitzen und
bleiben möge.“) Nimm dir, mein Sohn,
von uns, deinen geplagten Eltern, ein Beiſpiel.
Du weißt wohl, wie groß unſere Verfolgung ge⸗
weſen, ſo daß wir nicht allein von den Feinden
der evangeliſchen Wahrheit, ſondern ſogar von
unſern Glaubensgenoſſen vieles haben erleiden
müſſen. Die Welt hat uns nicht tröſten wollen:
Doch weil uns unſer IEſus die Süßigkeit ſeiner
Nachfolge hat ſchmecken laſſen, ſo haben wir ſol⸗
ches alles mit Freudigkeit und Geduld ertragen.
Ja, wenn es meinem Gott beliebig wäre, wollte
ich mir das für eine Glückſeligkeit ſchätzen, auch
mein Leben um ſeinetwillen zu laſſen. Iſt dir
das auch unbekannt, daß der ſelige Luther ſehr
bedauert hat, daß er ſein Blut mit in das Grab
nehmen müſſe, welches er gerne Chriſto zu gefal⸗
len vergießen wollte? Du giebſt zwar vor, du
wäreſt auch zur Medicin von Natur nicht unge⸗
neigt; allein dies ſind eitle Gedanken. Deine
Begierde, die du zur Theologie ſowohl als zur
Mediein getragen haſt, iſt mir nicht unbekannt.
Darum habe ich dir als deine treue Mutter alle⸗
zeit vergönnt, dich neben deinem Hauptzweck auch

in der Medicin etwas umzuſehen, um dadurch die

Conſtitution deines Leibes beſſer in Acht zu neh⸗
men. Weil du aber zu dem Ende aus deinem
Vaterlande gegangen biſt, dich der Gottesgelahrt⸗
heit zu widmen, ſo muß dich das kleine Ungewit⸗
ter, welches über die evangeliſche Kirche ergeht,
keinesweges davon abhalten. Chriſtus hat ſein
Zion in ſeine Hand gegraben; darum iſt es un⸗
möglich, daß er uns, nachdem er unſern Glauben
geprüft und uns treu erfunden hat, verlaſſen
ſollte. Bitte vielmehr dieſes Gott ab, beuge
deine Kniee vor dem Angeſicht Gottes, und bitte
deinen IEſum, daß er dir ſolches vergeben und
deinen Glauben, wie jenen Jüngern, ſtärken

*) O, daß alle Eltern in dieſer Geſinnung rückſichtlich
ihrer Kinder ſtänden! D. R.

möge, auf daß dich von ihm weder Tod noch Le⸗
ben, weder das Gegenwärtige noch das Zukünf⸗1

tige ſcheiden könne. Ich weiß ſolches beſſer als
du, daß dich Goit gleich von Jugend auf in ſeinen
Weinberg berufen habe. Du haſt es auch dunh
mancherlei Unternehmungen von deiner Kindheit
an zu erkennen gegeben; deine Lehrer haben in
der Folge ein Gleiches an dir wahrgenommen.
Warum ſollteſt du denn alles dieſes in den Wind
ſchlagen, und deine bisherigen Bemühungen fah⸗
ren laſſen? Das Verlangen, das du trägeſt,
Gott und dem Nächſten in deinem Vaterlande zu!
dienen, iſt eben nicht übel: dies wird auch ge⸗

ſchehen, wenn wir Gottes Güte trauen werden.
Doch hoffe du nur allein auf Gott, und ſehne
dich nicht nach dem Vaterlande, gedenke vielmeht,
wie du in das rechte himmliſche Vaterland einſt
kommen mögeſt. Darnach müſſen wir trachten
und ringen. Dort kommen wir alle zuſammen,
ob uns gleich die Welt von einander trennen
ſollte. Ich glaube gewiß und bin verſichert, da
Gott der HErr dich als einen der geringſten Die-
ner gebrauchen wird, ſein Zion zu erneuern.
Hierbei kann ich nicht umhin, dich der Worte zu
erinnern, deren ich oft mit Freuden gedenke, die
du in deiner zarten Kindheit haſt von dir hören
laſſen. Als du nemlich einſt im Garten den
Schaaf⸗Hirten gefragt: ob er nicht lieber wolle
einen Seelen⸗Hirten abgeben? und er nein dazu
geſagt, gabſt du ihm zur Antwort: Du wollteſt
lieber einen geiſtlichen Hirten abgeben und die
menſchlichen Seelen weiden; indem auch der
HErr JEſus ſich einen Seelen-Hirten nenne, und
für die geiſtlichen Schaafe ſein Leben gelaſſen
habe. Als ich nun ſolches vernahm, und an dir
eine große Luſt ſchon damals dazu verſpürte, habe
ich mit Thränen zu Gott gerufen, und dich ihm
Zu ſeinem Dienſte, wie jene Mutter ihren Sa⸗
muel, übergeben, mit der Bitte, er möge dich nach
ſeinem Willen lenken und zu einem Gefäß berei⸗
ten, damit du einſt in der chriſtlichen Kirche die
verirrten Schaafe zurechte bringen und auf eine
geſunde Weide führen könneſt. Darum gehe
von dem nicht ab, was dir noch in deiner Kind⸗
heit beliebet, und wozu dich Gott berufen hat,
ſondern bleibe deinen HErrn getreu; wäre es
auch vonnöthen, dein Leben für ihn zu laſſen, ſo
mußt du bereit und willig ſein, ſolches auf dich
zu nehmen; es gereicht auch dies zu deinem
Beſten. Denn der Tod kann dir nicht ſchaden, ſon⸗
dern wird dir nur deſto eher zu deinem Erz⸗-Hir⸗
ten in den Himmel verhelfen. Hiermit Gott
befohlen. ꝛc.

—

Erhalten

für das Seminar in Altenburg (durch Herrn P.
Keyl geſammelt):

In Milwaukee...... — .88
In Freiſtadt..— 3.33
In Kirchheim..— 1.28
Von Hrn. Meyerr 0.94

514.43

für die lutheriſche Miſſion:
Von Verſchiedenen in Milwaukee à1.00.

Bezahlt.

Die 2. Hälfte des 3. Jahrg. Hr. H. L. Dannettel.

Die 1. Hälfte des 4. Jahrg. Hr. E. Ziſcher.

Die 2. Hälfte des 4. Jahrg. Die HH. Conr. Duchardt,
Ellinger.

Den 4. Jahrg. Die HH. G. Albach, P. Baumgart, W.
Brodbeck, H. L. Dannettel, H. Eggers, Dr. Haynel, Jockel,
Ad. Leiſtner, C. G. Müller, Fr. Meyer, Ad. Röhrich,
Schäfermann, Thöle.

Gedruckt bei Arthur Olshauſen,
Herausgeber des Anzeiger des Weſten.

English translation AI translation

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his church, and who might be held back by the thought that the reward which faithful servants are to expect in this world for their most arduous service is, for the most part, poverty, contempt, and hardship. We hope, however, that young people also, who have already dedicated themselves to the Lord, will be roused by this beautiful letter to remain faithful to their resolve. Finally, there lies also in this letter, flowing from a truly Christian heart, an urgent call to steadfastness for every one who, through God's grace, has resolved even only to enter the Christian estate and to fight under the banner of the cross for his dear Lord Jesus Christ against flesh, world, and devil. The letter reads as follows:

My son!

I awaited your last letter with longing, hoping thereby to obtain some inward refreshment. But instead it has caused me no small grief; since I must learn, and indeed with astonishment, that on account of so small a storm which is passing over the Evangelical Church, you intend to withdraw from the vineyard of your Lord—just as if it were wholly unknown to you that our Savior will reward, not those who have only begun to walk according to his will, but those who persevere to the end. The words of Christ have long been known to you, where he says: "You shall weep and lament, but the world shall rejoice; you shall be sorrowful, but your sorrow shall be turned into joy." (John 16:22.) Has not our King and our Head himself, out of unspeakable love toward us, for our sake endured so much, indeed from his childhood even to his death on the cross, so that he had to cry out: Behold, if there be any sorrow like unto my sorrow, which has come upon me (see Gerhard's Meditations, no. 2, likewise Ps. 88:4, Isa. 53:3-4)? Why, then, should his members not also suffer a little with him and for his name's sake? It is not possible to attain the crown of life, if one does not patiently and steadfastly endure the fight, after the example of Christ; and if one does not lose the temporal life for his sake, one cannot inherit that heavenly life. Though heaven, and the crown which we are to receive there, are dear to me, yet it will not be given to me except I have carried it off in a victory. The condition of the church, both in the Old and the New Testament, is not unknown to you. Remember, my son, the times of Elijah. In what wretched condition was not then the little flock of the saints, so that Elijah himself supposed he alone was left; yet God convinced him otherwise. But he also gave him to understand that it must be so with the church. For when he once revealed himself to him, he let him perceive first a strong wind, which tore the mountains and broke the rocks; after the wind came an earthquake, after the earthquake a fire, and only after the fire a still, small voice. (1 Kings 19:11.) Under such a banner of the cross, borne before them by Christ, have all the saints and elect who have ever been, or shall be, likewise fought; and they would not even, as blessed Arndt writes, acknowledge us as their brethren, if we too were not willing to fight beneath such a banner.

Whoever thinks one day to receive the crown of life from God, must let no cross or sorrow overcome him in this vale of misery.

It seems very strange to me that I should see your hope in God sink so quickly under present circumstances. Far be that from you! Perhaps you are anxious as to how you might one day get on in the world. Those are needless anxieties. God the Lord, whose power is subject to no change, who formed you in the womb after his own image, and gave you at the same time a rational soul, that you might know your Creator, will never forsake you, provided only that you let yourself be led by his Holy Spirit, and so walk as he would have you walk—even should he lead you through the valley of death. Your intention springs from your corrupted mind, indeed from an unbelieving and wavering heart. Consider well the words of your Jesus, which he spoke to his disciples, but also to you: "The cup [of suffering] that I drink, you shall also drink, and with the baptism with which I am baptized, you shall be baptized." (Matt. 20:23.) Therefore turn neither to the left nor to the right from that which you once resolved upon, and to which God the Lord has called you. I, your mother, desire in no wise that you, my children, should enjoy constant rest and ease in the world; rather my sole desire is this, that I myself may one day, together with your dear father and with you, sit and remain at the threshold of the heavenly tabernacle, in the service of my Savior. Take, my son, an example from us, your afflicted parents. You well know how great our persecution has been, so that we have had to suffer much, not only from the enemies of evangelical truth, but even from our own fellow believers. The world has had no wish to comfort us; yet because our Jesus has let us taste the sweetness of following him, we have borne all this with joyfulness and patience. Indeed, were it pleasing to my God, I would count it a happiness to lay down even my life for his sake. Is it likewise unknown to you that blessed Luther greatly regretted that he must take his blood with him into the grave, which he would gladly have shed to please Christ? You claim, indeed, that you are also, by nature, not disinclined toward medicine; but these are vain thoughts. Your desire, which you have carried both for theology and for medicine, is not unknown to me. Therefore I, as your faithful mother, have always allowed you, alongside your chief purpose, to look somewhat into medicine as well, in order thereby the better to attend to the constitution of your body. But since you left your fatherland for the very purpose of devoting yourself to theology, the small storm now passing over the Evangelical Church should by no means hold you back from it. Christ has engraved his Zion upon his hand; therefore it is impossible that he should forsake us, once he has tried our faith and found us faithful. Rather entreat God's forgiveness for this; bend your knees before the face of God, and beseech your Jesus that he may forgive you this, and strengthen your faith, as he did that of those disciples,

so that neither death nor life, neither the present nor the future, may be able to separate you from him. I know this better than you, that God called you from your youth into his vineyard. You have also shown as much, through various undertakings, from your childhood on; your teachers have likewise observed the same in you since. Why, then, should you cast all this to the wind, and let your efforts hitherto go for nothing? The desire that you bear, to serve God and your neighbor in your fatherland, is in itself indeed not evil; this too will come to pass, if we will trust in God's goodness. Yet hope in God alone, and do not long for the fatherland, but consider rather how you may one day come into the true heavenly fatherland. For that we must strive and struggle. There we shall all come together, even though the world should part us from one another. I believe surely, and am assured, that God the Lord will use you as one of the least of his servants to renew his Zion. Here I cannot help but remind you of words which I often recall with joy, that fell from you in your tender childhood. When you once asked the shepherd in the garden whether he would not rather become a shepherd of souls, and he said no to that, you answered him: you would rather become a spiritual shepherd, and pasture human souls; since the Lord Jesus also calls himself a shepherd of souls, and has laid down his life for the spiritual sheep. When I heard this, and even then perceived in you a great inclination toward it, I called upon God with tears, and gave you over to his service, as that mother gave her Samuel, with the petition that he would guide you according to his will, and prepare you as a vessel, so that you might one day, in the Christian church, set right the straying sheep and lead them to a wholesome pasture. Therefore depart not from that which pleased you even in your childhood, and to which God has called you, but remain faithful to your Lord; and should it even be needful to lay down your life for him, you must be ready and willing to take this upon yourself—this too works for your good. For death cannot harm you, but will only the sooner help you to your Archshepherd in heaven. Herewith I commend you to God, etc.

Received

for the seminary in Altenburg (collected by Mr. P. Keyl):

In Milwaukee ...... $.88
In Freistadt ...... $3.33
In Kirchheim ...... $1.28
From Mr. Meyer ...... $0.94
[total] $14.43

for the Lutheran mission:
From various persons in Milwaukee, at $1.00 each.

Paid.

The 2nd half of the 3rd volume: Mr. H. L. Dannettel.

The 1st half of the 4th volume: Mr. E. Zischer.

The 2nd half of the 4th volume: Messrs. Conr. Duchardt, Ellinger.

The 4th volume: Messrs. G. Albach, P. Baumgart, W. Brodbeck, H. L. Dannettel, H. Eggers, Dr. Haynel, Jockel, Ad. Leistner, C. G. Müller, Fr. Meyer, Ad. Röhrich, Schäfermann, Thöle.

Printed by Arthur Olshausen, publisher of the Anzeiger des Westens.