Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 17 › Seite 132

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-04-18, Seite 132

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Bekenntnisſchriften 9 · Union 3 · Union 10 · Predigt 12

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Unwiſſenden, aber Aufrichtigen mit aller Geduld
und Lehre unterwieſen, die böswilligen und hart⸗
näckigen Irrlehrer aber mit heiligem Ernſt und
Eifer geſtraft, gefährliche Verirrungen, Gaukel⸗
und Blendwerk des Teufels kräftig aufgedeckt
haben, alſo wollen, mit Gottes Gnaͤde, auch wir
thun.

Demgemäß achten wir es denn für die reinſte
und edelſte Liebe, nämlich für die Liebe zur gött⸗
lichen Wahrheit — und wo dieſe Liebe fehlt, da
iſt auch die Wahrheit der Liebe nicht — wider die
falſche ſchriftwidrige Union, dieſen „kräftigen Irr⸗
thum“ unſerer Zeit mit allen Kräften zu Felde zu
ziehen; und zwar nicht nur da, wo ſie erſcheint
als ein Engel des Lichts, nämlich, wo ſie, im
Munde beredter Wortführer, mit ſtattlichen
Scheingründen liebenswürdig herausgeſchmückt
wird, ſondern auch da, wo ſie uns im Einzelnen
entgegentritt, wie z. B. in unioniſtiſchen Agenden,
Geſangbüchern, Synoden u. ſ. w. Denn es gab,
giebt und wird nimmer eine andere wahre Union
zwiſchen Lutheranern und Reformirten geben, als
die auf dem Grunde der reinen Wahrheit zur
Seligkeit in allen Artikeln des Glaubens, in al⸗
len Stücken der heilſamen Lehre, wie die heilige
Schrift ſie begründet, und ſämmtliche Bekenntniß⸗
ſchriften der lutheriſchen Kirche, die Concordid
von 1580, ſie rein und lauter bekennen und leh⸗
ren, und zugleich wider Papiſten und Schwärmer
behaupten und vertheidigen.

Denn in dieſem unſerem Zeugen und Beken⸗
nen, Lehren und Wehren, wiſſen wir, daß wir
Lutheraner nicht zu einer Sonderkirche gehören,
ſondern zu der, die der Pfeiler und die Grund⸗
feſte der Wahrheit, die lehrende und bekennende
Kirche ſelber iſt, ob zwar wir nicht leugnen, ſon⸗
dern zu eigenem Troſt und Freude gern und wil⸗
lig einräumen, daß in allen chriſtlichen Glaubens⸗
partheien verborgene Lutheraner, d. i. ſolche ſind,
die ſich der heiligen Schrift, wie ſie hautet,
in allen Stücken der Heilswahrheit einfältig und
demüthig unterwerfen, und durch ſonderliche Gna⸗
denleitung des Heiligen Geiſtes vor dem Ein⸗
dringen ſeelenverderblicher Irrthümer ihrer Ge—
meinſchaft bewahrt werden.

So lange alſo die Reformirten nicht ihre beſon⸗
dern Irrlehren, als z. B. über die heiligen Sakra⸗
mente und das Amt der Schlüſſel, und ein großer
Theil derſelben die calviniſtiſche Lehre von der
Gnadenwahl, frei und öffentlich widerrufen und
in unſere ſchriftgemäße Lehre frei und öffentlich
eingehen — ſo lange iſt, weder im Ganzen noch
im Einzelnen, eine wahre Union zwiſchen uns
möglich. Daß aber die Unioniſten in Deutſch⸗
land und Amerika obige Lehren als Nebenlehren
bezeichnen, das iſt nichts als Frevel und Muth⸗
wille, Schalkheit der Menſchen und Täuſcherei,
indem die heiligen Sakramente, ſammt der heili⸗
gen Abſolution, feierliche und bleibende Stiftun⸗
gen des HErrn Chriſti, und wirkſame Gnadenmit⸗
tel des Heiligen Geiſtes ſind, und Chriſtum und
ſein Verdienſt uns zueignen.

Wie geſagt, es giebt keine höhere und reinere
Liebe, als die zur göttlichen Wahrheit in der hei⸗
ligen Schrift, und alle bekenntnißtreue Luthera⸗

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ner, die eine wahre und ungeheuchelte Ehrfurcht
vor Gottes geoffenbartem Worte haben, werden
ſich jetzt, wie zur Zeit der Väter, und bis an den
jüngſten Tag, durch Gottes Gnade auf dieſelbe
Weiſe erzeigen. Nämlich, ehe ſie ſich auch nur
in einem Stücke der heilſamen Lehre von Got⸗
tes klarem unzweifelhaftem Worte trennen, um
aus falſcher fleiſchlicher Liebe, aus Menſchenfurcht
oder Menſchengefälligkeit, ſich mit Irrgläubigen
oder loſen Leuten kirchlich zu vereinigen, die
Gottes Wort auch nur in einem Siücke der
Heilslehre aufs Dunkle, Ungewiſſe oder ins
Gleichgültige ziehen — ehe ſie ſolches thun, wol⸗
len ſie lieber nach wie vor allen Unglimpf. Haß,
Zorn und Verachtung der Gegner, die Schelt⸗
reden der „Engherzigkeit, Buchſtabenknechtſchaft,
Kurzſichtigkeit, Liebloſigkeit“ u. ſ. w. gern und
willig ertragen; ja auch, wo, wie mehrfach in
Deutſchland, unioniſtiſche Obrigkeiten mit verfol⸗
gen, wollen ſie Geldbuße und Gefängnißſtrafe,
ja, wo es Gott alſo verhängte, den Tod viel lie⸗
ber erleiden, als wider Gott, ſein Wort und ihr
Gewiſſen in ſolche falſche Union willigen. Dar⸗
um iſt es denn auch recht und wohlgethan, wenn
die bekenntnißtreuen Lutheraner zu dieſer unſerer
Zeit, da das teufliſche Gaukelſpiel und das Men⸗
ſchengemächte dieſer falſchen Union ſich ſo hervor⸗
thut, ſich insbeſondere zu der den Unioniſten ſo
verhaßten und widerwärtigen Concordienformel
auf das Entſchiedenſte bekennen, möge dies auch
von Herrn H. und andern, die durch die roſen⸗
farbene unioniſtiſche Brille ſehen, „bigotte, eng⸗
herzige Anhänglichkeit“ geſcholten werden. Denn.
grade dieſe kirchliche Bekenntnißſchrift iſt es, die
(ſo friedfertig ſie nach innen die innerhalb der
Kirche meiſt zunächſt durch ſchiefe und mißver⸗
ſtändliche Ausdrücke, ſodann durch einſeitiges
Heworheben einzelner Theile in verſchiedenen Leh⸗
ren, entſtandenen Gegenſätze zu vermitteln ſucht)
auf das Schärfſte und Beſtimmteſte nach Außen
allem falſchen Eindringen wehrt und es nach
allen Seiten kenntlich macht.

2.) Herr H. fährt dann noch alſo fort: „Die
leitenden Männer (nämlich der ſächſiſchen Luthe⸗
raner in Miſſouri) ſind ohne Zweifel ehrenwerthe,
eifrige und aufrichtige Leute, die aus Ueberzeu—
gung handeln und natürlich das Deutſche, als
das Lebens⸗Element irgend welcher lutheriſchen
Kirche, hegen und pflegen; aber in ihrem ſäch⸗

ſiſch⸗bairiſchen Tempel am Ufer des Miſſiſſippi
iſt einem traurig zu Muthe, da es für ſie faſt nur
Teufelskapellen in der ganzen Welt giebt.“

Ob nun Herr H. ſelbſt in St. Louis geweſen,
und dort einen oder zwei lutheriſche Paſtoren habe
predigen hören, iſt mir nicht bekannt, aber das
wage ich getroſt zu behaupten, daß keiner von bei⸗
den irgendwo und wie geſagt, daß es außer ihrer
deutſch⸗lutheriſchen Dreieinigkeitskirche faſt nur
lauter „Teufekskapellen“ gäbe.

Denn was inſonderheit den Herausgeber des
„Lutheraners“ betrifft, ſo iſt ja dies Blatt ſelbſt ein

fortlaufender Zeuge, daß der Schreiber desſelben

nicht nur alle bekenntnißtreue Lutheraner in aller⸗
ley Sprachen und Völkern von Herzen als Brü—
der anerkennt, ſondern auch die Eine heilige

chriſtliche Kirche nicht in den Schranken der

Kirche für befaßt hält, die in ihrem ſichtbaren 4ʃ

confeſſionellen Hervortreten dermalen die lutheri⸗
ſche heißt. ö

Es wäre in der That ein enges und kümmer⸗
liches Ding, wenn ſonſt keiner, als der lutheriſch
heißt, die einfältige Unterwerfung unter Gottes
Wort, den rechten Glauben an Chriſtum und den 4
Heiligen Geiſt hätte; im Gegentheil wiſſen wir
leider nur allzuwohl, wie viele tauſend Namen⸗
Lutheraner nicht den Glauben ihrer Kirche leben⸗
dig im Herzen tragen, und entweder heimlich ge⸗
fährliche Irrlehren hegen, oder gar zum Unkraut
unter dem Weizen gehören. Umgekehrt dagegen
hat es ja auch der „Lutheraner“ ſchon mehrfach
bezeugt, daß es ſelbſt in der römiſchen Kirche und
unter den Schwärmern gar manche wahrhaftige
Lutheraner d. i. Chriſten gebe, die ſich der heiligen
Schrift ohne Falſch unterwerfen, den rechten Glau⸗
ben an Chriſtum und den Heiligen Geiſt haben
und wahrhaftig zur Einen heiligen chriſtlichen
Kirche gehören.

Summa: Wir ſagen nicht: die lutheriſch ge⸗
nannte Kirche iſt und befaßt die Gemeine der
Gläubigen, ſondern die Gemeinde der Gläubigen
oder die wahre Kirche iſt lutheriſch geſinnt. Gleich]⸗
wohl ſoll damit nicht geſagt ſeyn, als ſey uns der
Name: Lutheriſch dermalen'gleichgültig; viel⸗
mehr, da lutheriſch derzeit ſo viel heißt als recht—
gläubig, und da die lutheriſche Kirche allein
die re ine und volle Wahrheit zur Seligkeit aus
Gottes Wort lehrt und bekennt, und ſich als
ſolche gegenwärtig durch dieſen ihren Namen von
allen andern beſondern Kirchen unterſcheidet, ſo
wollen wir dieſen Namen nicht leichtfertig weg⸗
werfen, ſondern feſt über ihm halten. Würden
aber z. B. die Reformirten ihre beſonderen Irr⸗
lehren fahren laſſen und nicht darin in den Fuß⸗
tapfen der Hoffahrt und des fleiſchlichen Vernunft⸗
dünkels ihrer Vormänner, Zwingli und Caltvin,
fort wandeln, ſondern die falſchen Stücke öffent⸗
lich widerrufen und in unſere durchaus reine
Lehre eingehen, ſo würden wir auch mit Freuden
den Namen lutheriſch fahren laſſen und könn⸗
ten uns dann zuſammen mit gutem Fug und
Recht: evangeliſch, im Gegenſatz gegen die
Römiſch-Papiſtiſchen, nennen. Das wäre dann
eben die wahre und rechte Union, derer alle treue
Lutheraner von Herzen begehren und theils in der
zweiten Bitte, theils ſonderlich, fleißig darum
beten.

Aber auch ſonſtig iſt es den Leſern des „Luthe⸗
raners“ wohl bekannt, daß er mit ſchroffer und
feindſeliger Abgeſchloſſenheit, mit richteriſch-lieb⸗
loſem Weſen und mit fleiſchlichem Kirchenthum,
auf Koſten der Liebe, eben ſo wenig zu ſchaffen
hat, als mit fleiſchlicher Union auf Koſten der
Wahrheit. Hat er nicht von Herzen ſeine Freude
öffentlich bezeugt, daß die Diſtrict-Synode von Oſt⸗Ohio den Beſchluß gefaßt hat, ihre Candi⸗
daten bei der Ordination auf die ſymboliſchen
Bücher zu verpflichten? Nimmt er nicht aufrich⸗
tigen und herzlichen Antheil an der zunehmenden
kirchlichen Richtung des Lutheran Standard
und wünſchet ſehnlich, daß unſere theuerwerthen

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instructed the ignorant but sincere with all patience and teaching, but punished the malicious and obstinate false teachers with holy earnestness and zeal, and powerfully exposed dangerous errors, the deceptions and delusions of the devil, so, by God's grace, do we also intend to do.

Accordingly we hold it to be the purest and noblest love — namely, the love of divine truth (and where this love is lacking, there the truth of love is also lacking) — to go to war with all our strength against the false, unscriptural union, this "powerful delusion" of our time; and this not only where it appears as an angel of light, namely where, in the mouth of eloquent spokesmen, it is charmingly adorned with stately specious grounds, but also where it confronts us in particular instances, as for example in unionist agendas, hymnals, synods, and so forth. For there has never been, is not now, and never will be any other true union between Lutherans and Reformed than that which rests on the foundation of the pure truth unto salvation in all articles of faith, in all points of the wholesome doctrine, as Holy Scripture establishes it, and as all the confessional writings of the Lutheran Church, the Concordia of 1580, confess and teach it purely and clearly, and at the same time assert and defend it against papists and enthusiasts.

For in this our testifying and confessing, teaching and defending, we know that we Lutherans do not belong to a separate church, but to that Church which is itself the pillar and ground of the truth, the teaching and confessing Church — although we do not deny, but rather gladly and willingly grant, to our own comfort and joy, that in all Christian parties of faith there are hidden Lutherans, that is, such as simply and humbly submit themselves to Holy Scripture, as it reads, in all points of saving truth, and who, through the special guidance of grace of the Holy Spirit, are preserved from the intrusion of soul-destroying errors into their fellowship.

So long, then, as the Reformed do not freely and publicly renounce their particular false doctrines — as, for example, concerning the Holy Sacraments and the Office of the Keys, and, a great part of them, the Calvinistic doctrine of election of grace — and freely and publicly enter into our Scriptural doctrine, so long is a true union between us possible neither as a whole nor in particulars. That the unionists in Germany and America designate the above doctrines as secondary doctrines is nothing but wantonness and mischief, human roguery and deception, since the Holy Sacraments, together with the holy Absolution, are solemn and abiding institutions of the Lord Christ, and effectual means of grace of the Holy Spirit, and appropriate Christ and His merit to us.

As has been said, there is no higher and purer love than that for the divine truth in Holy Scripture, and all confessionally faithful Lutherans

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who have a true and unfeigned reverence for God's revealed Word will, now as in the time of the fathers, and until the Last Day, by God's grace show themselves in the same way. That is, before they will separate themselves, even in a single point of the wholesome doctrine, from God's clear and undoubted Word, in order, out of a false carnal love, out of fear of man or desire to please men, to unite themselves ecclesiastically with those of erring faith or loose people who draw God's Word, even in a single point of the doctrine of salvation, into obscurity, uncertainty, or indifference — before they do such a thing, they would rather bear, now as before, all disgrace, hatred, wrath, and contempt of their opponents, the reproaches of "narrow-mindedness, bondage to the letter, short-sightedness, unlovingness," and so forth, gladly and willingly; indeed, even where, as has happened repeatedly in Germany, unionist authorities have persecuted them, they would rather suffer fines and imprisonment — indeed, where God so ordained it, even death — than consent to such a false union against God, His Word, and their conscience. Therefore it is right and proper when the confessionally faithful Lutherans of our time, since the devilish sham-play and the man-made contrivance of this false union so conspicuously shows itself, confess themselves all the more decisively to the Formula of Concord, so hated and repugnant to the unionists — even should this too, by Mr. H. and others who look through rose-colored unionist spectacles, be reviled as "bigoted, narrow-minded attachment." For it is precisely this ecclesiastical confessional writing which — however peaceably, within the Church, it seeks to mediate the oppositions that have arisen chiefly through crooked and misleading expressions, and then through the one-sided emphasis of individual parts in various doctrines — most sharply and most definitely wards off, outwardly, every false intrusion, and exposes it on every side.

2.) Mr. H. then continues further: "The leading men (namely of the Saxon Lutherans in Missouri) are without doubt honorable, zealous, and sincere people, who act from conviction and naturally cherish and cultivate German as the vital element of any Lutheran church whatsoever; but in their Saxon-Bavarian temple on the banks of the Mississippi one feels sad at heart, since for them there are, in the whole world, almost nothing but devil's chapels."

Whether Mr. H. himself was in St. Louis, and there heard one or two Lutheran pastors preach, is not known to me; but this I confidently venture to assert, that neither of the two has anywhere said, as has been claimed, that outside of their German Lutheran Trinity Church there are almost nothing but pure "devil's chapels."

For as concerns in particular the editor of the "Lutheraner," this paper is itself a continuing witness that its writer not only heartily acknowledges as brothers all confessionally faithful Lutherans of every language and people, but also does not regard the one holy Christian Church as confined within the bounds of that church which, in its present visible confessional appearance, is called the Lutheran.

It would indeed be a narrow and pitiful thing if none but those called Lutheran possessed the simple submission to God's Word, the right faith in Christ and the Holy Spirit; on the contrary, we know only too well how many thousands of nominal Lutherans do not bear the faith of their church alive in their hearts, and either secretly harbor dangerous false doctrines or even belong to the tares among the wheat. Conversely, however, the "Lutheraner" has itself already repeatedly testified that even in the Roman Church and among the enthusiasts there are quite a few genuine Lutherans, that is, Christians, who submit themselves to Holy Scripture without falsehood, have the right faith in Christ and the Holy Spirit, and truly belong to the one holy Christian Church.

In sum: we do not say that the church called Lutheran is and comprises the congregation of believers; rather, the congregation of believers, or the true Church, is Lutheran-minded. This is not to say, however, that the name "Lutheran" is now a matter of indifference to us; rather, since "Lutheran" at present means as much as orthodox, and since the Lutheran Church alone teaches and confesses the pure and full truth unto salvation from God's Word, and thereby presently distinguishes itself by this its name from all other particular churches, we will not lightly cast this name aside, but hold fast to it. But if, for instance, the Reformed were to abandon their particular false doctrines, and not continue further in the footsteps of the pride and the carnal presumption of reason of their forefathers, Zwingli and Calvin, but rather publicly renounce the false points and enter into our thoroughly pure doctrine, then we too would gladly let go of the name Lutheran, and could then together, with good right and reason, call ourselves evangelical, as opposed to the Roman papists. That would then be the true and proper union which all faithful Lutherans desire from the heart, and for which they pray, partly in the Second Petition, and partly specifically and diligently.

But it is also otherwise well known to the readers of the "Lutheraner" that it has just as little to do with harsh and hostile exclusiveness, with a judgmental, unloving manner, and with a carnal churchliness at the expense of love, as it has with a carnal union at the expense of truth. Has it not publicly borne witness, from the heart, to its joy that the District Synod of East Ohio has resolved to bind its candidates, at their ordination, to the Symbolical Books? Does it not take sincere and heartfelt interest in the increasing churchly direction of the Lutheran Standard, and does it not ardently wish that our dear