Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer 22 › Seite 146

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1853-06-21, Seite 146

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Chriſtenverfolgunnh . .k1ꝛ

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„Bottes Wort und Luthers Lehr

——————ͤ⅛ĩ——

Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſonri, Ohio und andern Staaten.

——— ———

—

—.— —— —

vergeker nun und nimmermebr.““

—— — ——— —————

Nedigirt von C. F. W. Walther.

Jahrg. 9.

St. Louis, Mo., den 21. Juni

1853.

No. 22.

Bebingungen;
Subſeriptinnsrreis von Einem Dollar für die auswärligen Uuterſchrciter welche denſelben vorauszube ·
zahleu und das Poſtgeld zu tragen haben. — In St. Louis wird jede einzelne

Die neue Verfaſſung

oder
Conſtitution
der deutſchen ev. lut). Sonode von Miſ⸗
ſouri, Ohio u. a. Staaten.)

Cap. I.

Gründe für die Bildunz eines
Synodal⸗Verbandes.

§. 1. Das Vorbild der apeſtoliſchen Kirche.
(Apoſtelgeſch. 15, 1-31.9

§. 2. Der Wille des HErrn, daß ſich die
mancherlei Gaben zu gemeinſamen Nutz erzei⸗
gen ſollen. (1. Cor. 12, 4—31.)

d. 3. Vereinte Ausbreitung des Reiches
Gottes und Ermöglichung und Förderung be—
ſonderer kirchlicher Zwecke. (Seminar, Agende,
Geſangbuch, Concordienbuch, Schulbücher, Bi⸗
belverbreitung, Miſſionsarbeiten innerhalb und
außerhalb der Kirche ꝛc.)

§. 4. Erhaltung und Förderung der Ein—
heit des reinen Bekenntniſſes (Epheſ. 4, 3-6.
1. Cor. 1, 10.) und gemeinſame Abwehr des
ſeparatiſtiſchen u. ſektireriſchen Unweſens (Röm.
16, 17.)

») Nachdem d'eſe neue Verſaſſung von den Glirdern un⸗
ſerer Synode während der letzten Sitzungen derſeben vom
1. bis zum 11. Juni dieſes Jahres in Cleveland ange⸗
nommen und dieſelbe nun den betreffenden Gemeinden
vorgelegt verden muß, ſe wird dieſeibe biervurch mitgetkeilt.

Ver Lutheraner erſcheint alle zwei Wochen einmal jür ver iäbrlichen

Aber.
No. für 5 Cents verkauft.

und Pflichten der Paſtoren und Gemeinden.

§. 6. Herbeiführung der größtmöchlichſten
Gleichförmigkeit im Kirchenregimen“.

——

Cap. II.

* 7 ͤ „ „ — — „
Bedinzungen, unter welchen der ſo kann der Prediger einer ſolchen Gemeinde nur

Anſchluß an die Synode ſtattfin⸗
den und die Gemeinſchaft mit der⸗
ſelben fortdauern kann.

§. 1. Das Bekenutniß zu der bl. Schrift
A. und N. Teſtaments, als den tgeſchriebenen
Worte Gottes und der einzigen Regel u. Richt⸗
ſchnur des Glaubens und Lebeus.

5. 2. Annahme der ſämmtlichen ſymboli⸗
ſchen Bücher der ev. luth. Kirche (als da ſind:
die drei ökumen. Symbola, die ungeänd. Augs⸗
burg. Confeſſion, deren Apologie, die Schmal⸗
kald. Art., der große und kleine Catech. Lutheri
und die Concordienformel), als der reinen un—
gefälſchten Erktärung und Darlegung des gött—
lichen Worts.)

8. 3. Losſagung von aller Kirchen Wund
Glaubensmengerei, als da iſt: Das Bedienen
gemiſchter Gemeinden, als ſolcher, von Seiten
der Diener der Kirche; Theilnahme an dem
Gottesdienſt und den Sacramentshand lungen

folſchalänbiger u. gerriſchter Bemeinden Tteil⸗

Nur die Briefe. welche Mitib
Mr. F. W. Barthel, care of C. F.

»lungen für ras Blatt enibalten. ſind an
welche Geſchäftliches. Beſielungen. Abheuedungen Gelter ꝛc. eatbalten. unter der Atrere

den Nerakteur, alle ardtren

w. Walther, St. Louis, Mo., anber zu ſenten.

Schützung und Wahrung der Rechte nahme an allem f.lſchgläubigen Traͤktaten u.

Miſſionsweſen ꝛe.

6. 4. Alleiniger Gebrauch reiner Kirchen-
u. Schulbücher (Vee den, Geſangbücher, Cate⸗
chismen, Lehrbücher ꝛc.) Wenn es in Gemein⸗
den nicht thunlich iſt. vorhandene irrgläubige
Geſangbücher mit rechtgläubigen zu vertauſchen,

unter der Bedingung Giied der Synode wer—

den, wenn er das irrgläubige Geſangbuch ꝛ.

mit oͤffentlichem Proteſt gebrauchen und allen

Ernſtes auf Einführung eines rechtgläubigen

hinwirken zu wollen verſpricht.

§. 5. Ordentlicher (nicht zeitweiliger) Be—
ruf der Prediger und ordentliche Wahl der De⸗
putirten durch die Gemeinden, ſowie Unbeſchol⸗
tenheit des Wandels der Prediger und der De⸗
putirten.

§. 6. Verſorgung der Kinder der Gemein⸗
den mitſchriſtlichem Schulunterricht.

§. 7. Alleiniger Gebrauch der deutſcher
Sprache in den Synodalverſammlungen. Nur
Gäſte können in andern Sprachen zur Spnode
reden, wenn ſelbige der deutſchen Sprache nicht
mächtig ſind.

F. 8. Unbekannte könuen nicht als Glieder
der Synode eintreten, es ſei denn, daß ſie ſich,
was Lehre und Leben betrifft, gehörig legitimi⸗
ren können.

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